Intels Raspberry Pi „Galileo“ geht in die 2. Runde

Jan-Frederik Timm
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Intel legt den Einplatinencomputer „Galileo“ neu auf. Die zweite Generation bietet gegenüber der ersten erweiterte Anschlussmöglichkeiten, an SoC und Speicher ändert sich hingegen nichts. Auch Raspberry hatte den „Pi“ mit einer Aktualisierung von Version „B“ auf „B+“ erst vor Tagen um Anschlüsse erweitert.

Neu bei der „Gen 2“ sind zwölf nativ angebundene digitale Allzweckeingabe/-ausgabe-Ports sowie der Wechsel von 3,5-Klinke auf 6-Pin-USB-TTL-UART für den seriellen RS-232-Port. Sechs PWM-Module bieten ab sofort eine 12-Bit-Auflösung, zur Stromversorgung können Netzteile mit 7 bis 15 Volt zum Einsatz kommen; der Ethernet-Port ist kompatibel zu „Power over Ethernet“ (12 Volt). Das neue PCB misst 124 × 72 mm, der Vorgänger fiel mit 100 × 70 mm kompakter aus.

Intel Galileo Gen1 (links) und Gen2 (rechts)
Intel Galileo Gen1 (links) und Gen2 (rechts)

Beim SoC setzt auch die 2. Generation auf den Quark X1000 mit 400 MHz, 16 KByte L1-Cache sowie 512 KByte Embedded-SRAM (On-Die) – eine Grafikeinheit bietet der Chip nicht. Als Arbeitsspeicher kommen weiterhin 256 MB DDR3 zum Einsatz, Firmware und Bootloader liegen in einem 8-MB-Flash-Baustein. Per microSD-Karte kann das System um weiteren Speicherplatz ergänzt werden.

Galileo unterstützt Linux (x86) und ist für die Entwickler-Plattform Arduino zertifiziert. Die erste Generation ist ab knapp 50 Euro im Handel verfügbar. Die zweite Generation soll „ab August“ im Online-Fachhandel erhältlich sein. Der Raspberry Pi B+ ist ab 36 Euro verfügbar.

Die technischen Eckdaten der 2. Generation
Die technischen Eckdaten der 2. Generation

Mit der „Maker-Werkstatt“ bietet ComputerBase der Community seit April 2014 eine Anlaufstelle für die Präsentation und Diskussion von Projekten auf Basis des Einplatinencomputers.

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    … will als Diplom-Ingenieur Technik nicht nur nutzen, sondern verstehen. Auf die Ohren gibt es ihn wöchentlich in CB-Funk.
Quelle: Intel

Ergänzungen aus der Community

  • Piktogramm 16.07.2014 15:21
    Naja entgegen dem Allgemeinen Trend die eigene Leserschaft für total deppert zu halten könnte man anstatt alles als "RaspberryPi Derivat XYZ" zu bezeichnen was ausschaut wie ein 1Platinenrechner dem Leser auch das Wort "Entwicklerboard" bzw. "Devboard" zumuten. Denn das sind die Dinger ja eigentlich ;)

    Die Parallelen vom Galileo zum Pi hören abgesehen davon, dass es ein Einplatinencomputer ist auch recht schnell auf. Die CPU Architektur ist eine Andere. Der Pi führt eine vollwertige Linuxdirstibution aus und Galileo Teile eine arg beschnittenes Linuxderivat wo ohne etwas größeren Aufwand "Make" und "GCC" nicht verfügbar sind etc. pp. Die Kundschaft ist entsprechend auch eine Andere, die Einsteigshürde beim Pi ist klein, dagegen wird man mit dem Galileo wohl erst warm, wenn man schon deutlich tiefer in der Materie steckt.
  • Marc_N 16.07.2014 15:27
    Eine kleine Ergänzung wäre vielleicht noch ganz hilfreich: Intel's Galileos haben keinen Grafikausgang. Damit dürfte sich ihr Einsatzgebiet doch deutlich einschränken.