Abits BG7 mit i845G und DDR333 im Test: Intels i845G außerhalb der Spezifikationen
3/14Ausstattung
Auf Raid, Bluetooth und Firewire muss man bei dem BG7 von Abit zwar verzichten, dennoch bietet das BG7 aber wohl alles, was den meisten Kunden vollkommen ausreichen sollte. Der RTL 8100B Chip sorgt für OnBoard LAN, so dass der Kauf einer zusätzlichen Netzwerkkarte getrost gestrichen werden kann. Von den maximal möglichen sechs USB2.0 Ports des ICH4 führt Abit leider nur zwei direkt nach außen. Zwei weitere können jedoch nach Belieben über das beiliegende Sound-USB-Modul nach außen geführt werden.
Der 6-Kanal Sound wird erneut per Realtek ALC650 realisiert, der den AC97 Codec nutzt. Direkt nach außen führt Abit dabei den Line In, Line Out und Microphone In. Doch auf Center/Subwoofer/Rear-Out und optischen S/PDIF Ein- und Ausgang muss auch nicht verzichten werden. Sie finden allesamt zusammen mit den zwei zusätzlichen USB2.0 Ports ihren Platz auf dem beiliegenden „Digital Audio Interface“. Eine sehr gute und sehr einfache Lösung, die unnötig viele Slotblenden verhindert und so mehr Platz für andere Steckkarten lässt.
Auch das BG7 bietet DDR333-Unterstützung. Und wie schon beim EP-4G4A+ war auch hier ein stabiler Betrieb der OnBoard Grafik im Zusammenspiel mit DDR333 unter Grafik-Applikationen leider nicht möglich. Windows lief jedoch auch auf dem BG7 wie schon beim EP-4G4A+ ohne Abstürze. Zudem war in unserem Test ein stabiler DDR333 Betrieb nur mit einem einzigen Modul in DIMM-Slot Nr. 3 zu erzielen. Mit zwei Modulen oder in einem anderen DIMM-Slot war überhaupt kein DDR333 Betrieb möglich. Somit lässt sich schon jetzt sagen, dass die Zusammenarbeit des i845G und DDR333 auf dem BG7 nicht ganz so problemlos vonstatten geht wie auf dem kürzlich getesteten EP-4G4A+. Hier könnte aber sicherlich ein Bios-Update Abhilfe schaffen.
Das Layout des BG7 ist sehr gut durchdacht und alle Anschlüsse liegen am Rand der Platine. Auf einen 2x2 12V P4-Stecker kann beim IT7 aber keinesfalls verzichtet werde. Ungewöhnlich weit unten auf der Platine liegen einzig die IDE- und der Floppy-Anschluss, was jedoch keine Nachteile mit sich bringt.
Auffällig ist zudem, dass Abit nur fünf der sechs möglichen PCI-Slots ausnutzt. Kunden, die sehr viele Erweiterungskarten benutzen, könnten somit etwas eher an ihre Grenzen stoßen, als auf manch anderem Mainboard, das sechs PCI-Slots bietet. Dieser Nachteil hat gleichzeitig aber auch einen kleinen Vorteil. Da nur fünf PCI-Slots geboten werden, ist der AGP-Port etwas nach unten gerutscht, so dass sich die RAM-Module auch bei eingebauter AGP-Grafikkarte problemlos wechseln lassen.
Wohl eher als Gimmick für die Tester und weniger für den Alltagsgebrauch sind die Abit typischen PowerOn und Restart Knöpfe direkt auf dem Mainboard anzusehen.
Am positivsten fällt somit eindeutig das „Digital Audio Interface“ auf, das praktischer kaum sein könnte. Negativ fallen bisher aber die Probleme mit DDR333 auf. Dass es unkomplizierter geht, hat das EP-4G4A+ gezeigt.