Sieben DVD-Brenner im Test: Mehr als nur schnelles Brennen
17/22Geschwindigkeiten bei DVD-RAM
Um die Schreib-Performance der fünf DVD-RAM-fähigen Laufwerke zu überprüfen, werden fünf DVD-RAM Medien (Verbatim, 5x, 4,26 GB Kapazität) mit Hilfe von „DVDForm“ auf UDF 1.50 formatiert. Nun könnten wir eine Theorietest mit Nero CD/DVD-Speed durchführen und würden eventuell bei jedem Laufwerk beinahe durchgehend über den gesamten Datenträger die maximale Geschwindigkeit angezeigt bekommen. Da aber einer der großen Vorteile der DVD-RAM die Nutzung des Mediums ähnlich wie eine Wechselfestplatte ist, wird ohne Brennprogramm und nur mit Hilfe eines DVD-RAM-Treibers und des Windows-Explorers ein 4,26 GB großes Datenpaket (4.575.910.212 Byte) auf den Datenträger kopiert. Um dabei eine Datensicherung zu simulieren, besteht das Paket aus 1.090 MP3-Dateien. Im Vergleich zu einer Sammlung mit wenigen Dateien oder gar nur einer einzigen großen Datei verlängert dieses Vorgehen der Schreib- und Leseprozess zwar, ist allerdings deutlich praxisorientierter.
Rein theoretisch müssten die Laufwerke bei voller fünffacher Geschwindigkeit nach 11 Minuten und 16 Sekunden ihre Arbeit abschließen, allerdings handelt es sich auch dabei nur um einen idealen Wert, der Zeiten für Spin-Ups, Fehlerkorrekturen und andere Verzögerungen außer Acht lässt. Allerdings schafft es nicht ein Laufwerk, auch nur ansatzweise in die Nähe dieser Zeit zu kommen, was vermutlich größtenteils mit der automatischen Fehlerkorrektur der DVD-RAM zu tun hat. Doch selbst der Spitzenreiter in dieser Runde, der LG GSA-H10N, zieht nur mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 2,03x zu Werke und erreicht damit nicht einmal die Hälfte der Höchstgeschwindigkeit des Datenträgers. Wenn überhaupt, können die Probanden nur für einen kurzen Moment auf die maximale Geschwindigkeit beschleunigen. Schade.
Im Anschluss an den Schreibtest soll auch ein komplettes Auslesen der Daten nicht fehlen. So wird jedes Medium abermals in das Laufwerk eingelegt, das es beschrieben hat, und auf den Windows-Explorer zurückgegriffen, um die Daten von dem Medium in einen Ordner auf der Festplatte zu kopieren.
Mit seinen 12 Minuten und 29 Sekunden kommt der Samsung SH-S162L auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 4,4x und sichert sich damit einen sehr guten ersten Platz. Den zweiten und dritten Platz belegen die Laufwerke von Plextor und NEC. Ein wenig enttäuschend ist dagegen das Ergebnis des LG GSA-H10N, da dieser, entsprechende Medien vorausgesetzt, sogar 12x Schreib- und Lesegeschwindigkeit erreichen soll, während seine Durchschnittsgeschwindigkeit in unserem Test gerade einmal 3,8x beträgt.