Lüfterlose CPU-Kühler im Test: Orochi und Co. im (Semi-)Passiv-Vergleich
4/5Leistungsvergleich
Starten wir zunächst mit dem komplett passiven Vergleich. Zur Erinnerung: es gibt keinen einzigen Lüfter im System. Lediglich die Festplatte verbleibt als letzte mechanisch rotierende Hardwarekomponente und somit als Lautstärkefaktor. In diesem Modus präsentieren sich vor allem die Kühlriesen stark: Der Scythe Orochi, Thermalrights IFX-14 und Coolermasters Z600 sind bekannt für ihre Fähigkeiten im Passivmodus. Fast auf Augenhöhe bewegt sich die Ninja-Riege des Herstellers Scythe, die aufgrund ihres gut gewählten Lamellenabstandes als Allrounder gilt. Für den passiven Betrieb nur bedingt geeignet zeigen sich derweil die eher traditionell gestalteten Towerkühler im Stile eines Scythe Mugen, eines Thermalright Ultra-120 (True Black) oder Noctua NH-U12P.
Ein ähnliches Bild lässt sich im semipassiven Modus beobachten. Trotz des akustisch effektiv kaum schlechteren Charakters mit 450-U/min-Gehäuselüfter und kaum spürbarer Luftbewegung lassen sich die Kerntemperaturen allerdings bereits erheblich senken. Das Testfeld rutscht dabei etwas zusammen, an der allgemeinen Reihenfolge ändert sich allerdings nicht viel. Lediglich Coolermasters Hyper Z600 muss die Scythe Ninjas vorbei ziehen lassen und unterstreicht die im Vergleich eher schwache Performance bei aktiver Ventilation, die wir bereits im Einzeltest feststellen mussten.
Positiv bleibt festzuhalten, dass alle gewählten Kühler in der Lage sind, die von uns gestellten passiven Herausforderungen anzunehmen und es zu keinen Überhitzungserscheinungen im Testverlauf gekommen ist. Mit anderen Worten: Auch nicht explizit als Passivkühler deklarierte Modelle können sich bei entsprechender Systemkonfiguration durchaus als passive respektive semipassive Kühloptionen präsentieren.