Nokia Lumia 610 im Test: Lumia mit Windows Phone 7 für 200 Euro
6/7Kommunikation
In Sachen Kommunikation bewegt sich das Lumia 610 auf gängigem Niveau. Dementsprechend verfügt das Gerät über WLAN-n und in puncto Bluetooth kommt die gängige Version 2.1 samt A2DP zur drahtlosen Übertragung von Stereosignalen zum Einsatz. Komplettiert wird die Ausstattung von UMTS inklusive HSPA, sodass auch mobil theoretisch mit bis zu 7,2 MBit/s im Download gearbeitet werden kann. Auch Tethering ist dank Windows Phone 7.5 nicht nur – wie beim Lumia 800 – theoretisch, sondern auch faktisch möglich. Darüber hinaus wird es eine NFC-Variante des 610 geben, die bisher allerdings noch nirgends gelistet wird.
Die Qualität der Telefonie bewegt sich alles in allem auf einem guten Niveau; nur in sehr lauten Umgebungen hätten wir uns eine etwas höhere Maximal-Lautstärke gewünscht.
Laufzeiten
Einem veralteten SoC und einem mäßig hellen Display steht beim Lumia 610 ein fest verbauter Akku mit einer nicht mehr bahnbrechenden Kapazität von 1.300 mAh gegenüber, sodass man nicht sicher sein konnte, wie sich der Testkandidat bei den Laufzeiten schlagen würde.
Und tatsächlich: Entgegen mancher Hoffnungen entpuppt sich das Gerät nicht als klassischer Langläufer. Stattdessen hat es ähnlich wie der große Bruder, das 800, mit mäßigen Laufzeiten zu kämpfen, sodass man selbst bei einer moderaten Nutzung häufig nach einem langen Tag zum Ladegerät greifen muss.
Auch bei den von uns ermittelten Akku-Laufzeiten gilt, dass diese nur als Richtwert angesehen werden sollten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass sich die hier präsentierten Geräte teils deutlich unterscheiden. Ob bei der Größe und Helligkeit des Displays oder bei der Größe des Akkus: Es handelt sich um heterogenes Testfeld, sodass eine direkte Vergleichbarkeit nur selten möglich ist.
Zur Methode: Die Werte wurden bei maximaler Display-Helligkeit und aktiviertem WLAN ermittelt. Bluetooth und GPS waren deaktiviert. Sofern das Gerät über 3G verfügte (Smartphones, Tablets in der 3G-Version), war die entsprechende Verbindung aktiviert.
Dass dem so ist, wird auch beim Blick auf die ermittelten Werte aus dem 720p-Dauerwiedergabe-Test deutlich. Hier belegt das 610 auf maximaler Helligkeit einen etwas enttäuschenden Platz im unteren Mittelfeld. In der auf 200 cd/m² begrenzten Spielart sieht es schon besser aus; allerdings auch nur, weil sich die Display-Helligkeit in Windows Phone 7 nicht stufenlos anpassen lässt und wir die Laufzeit deswegen bei der am nächsten an den Zielwert heranreichenden Stufe „Mittel“ ermittelt haben.