Schenker XMG Ultra 17 im Test: Lautstärke, Akkulaufzeit und Display
3/4Lautstärke
Das große Gehäuse des XMG Ultra 17 kann nicht verhindern, dass die Kühlung des Systems unter Dauerlast in Spielen laut vonstatten geht. 52 Dezibel werden 40 Zentimeter vor und 50 Zentimeter über dem Display-Scharnier gemessen. Mit 290 Watt müssen dabei noch mal 110 Watt mehr abgeführt werden als im Razer Blade 15 mit Core i7-8750H und GeForce RTX 2080 Max-Q.
Wird der Core i9-9900K in Prime95 dauerhaft bei seinem Maximum von 100 Watt Package-Power betrieben, erreicht das Notebook noch immer 47 Dezibel. Der Verbrauch liegt hier dann bei 156 Watt. Damit ist das System selbst dann lauter als das Razer Blade, wenn es weniger Leistung aufnimmt, denn in Spielen genehmigt sich das Razer Blade 15 bis zu 185 Watt.
Auch unter Windows schaltet sich der Lüfter immer wieder ein. Viel Last bedarf es dafür nicht: Selbst wenn in Steam nur ein Download läuft, ist das Kühlsystem dauerhaft deutlich hörbar aktiv. Das macht das kompakte Gerät von Razer in der Generation 2019 ebenfalls besser.
Akkulaufzeit
Das Notebook verfügt über einen großen 82-Wattstunden-Akku. Doch selbst im Office-Betrieb (simuliert durch den PCMark 8 Work 2.0) schafft es das Gerät damit nur auf knapp zwei Stunden Laufzeit. Im YouTube-Dauertest bei ebenfalls normierten 200 cd/m² wird eine Laufzeit von 1:55 Stunde erreicht.
Wird der Netzstecker in Spielen gezogen, gibt Windows gut 45 Minuten Laufzeit an – aber auch nur, weil die Leistung dann um gut zwei Drittel zurückgeht.
Display
Das matte 17,3-Zoll-Display mit Full HD und 144 Hertz überzeugt mit guten Blickwinkeln, ist mit maximal 300 cd/m² aber nicht besonders hell. Auch der Kontrast fällt mit knapp 1.100:1 ordentlich, aber nicht überdurchschnittlich hoch aus. Die Ausleuchtung erfolgt über große Teile sehr homogen, nur der untere linke Bereich fällt aus dem Rahmen. Die minimale Helligkeit liegt bei 14 cd/m².
Aufrüstbarkeit und Wartung
Ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil des XMG Ultra 17 ist, dass Anwender den Rechner umfassend aufrüsten oder warten können. Nur durch das Lösen von zwei Kreuzschlitzschrauben wird beispielsweise der Zugang zum Laufwerksschacht gewährt. Im Testmuster ist hier nur der M.2-Slot belegt, zwei SATA-Anschlüsse für 2,5-Zoll-Laufwerke sind hingegen noch frei.
Werden fünf weitere Schrauben gelöst, wird auch der Rest der Hardware sichtbar. Ohne weiteren Werkzeugeinsatz können im Testmuster mit bereits zwei verbauten 16-GB-Riegeln noch zwei weitere SODIMM-Module eingesetzt werden. Wer sich dann auch an die Demontage des Kühlsystems wagt, erhält Zugriff auf das MXM-Modul mit GeForce RTX 2080 und den Prozessor im klassischen Sockel. Dass auch zukünftige CPU- und GPU-Generationen im XMG Ultra 17 von Anfang 2019 eingesetzt werden können, dafür gibt es zwar keine Garantie. Aber die Möglichkeit besteht zumindest, während in kompakten Gaming-Notebooks in der Regel sogar der RAM verlötet ist.