Intel bessert bei den Treibern für die Arc-Grafikkarten stetig nach, wie auch ComputerBase erst gestern in einem erneuten Test der A770 sowie der A750 feststellen konnte. Nun soll mit einer neuen Beta-Version, dem Game On Driver 31.0.101.3959, insbesondere die Leistung unter DirectX 9 steigen.
Intel verspricht mehr Leistung mit DirectX 9
Bereits vor dem offiziellen hiesigen Start der ersten Arc-Grafikkarten stellte Intel im August 2022 klar, dass entsprechende Grafiktreiber ohne native Unterstützung für die inzwischen überholte und im Jahr 2002 eingeführte Grafik-API DirectX 9 daherkommen wird. Für Neuerscheinungen spielt die Schnittstelle schon längst keine Rolle mehr, hat auf dem PC aber nichtsdestoweniger eine Relevanz: Zahlreiche Klassiker laufen unter DirectX 9, aber auch das beliebte Counter-Strike: Global Offensive setzt ausschließlich auf die altgediente API. Diese Spiele können von Arc-Grafikkarten nur indirekt über die Open-Source-Schnittstelle D3D9On12 ausgeführt werden.
Anfang Oktober konnte die Redaktion schließlich im ersten Test der Arc-GPUs nachvollziehen, dass Counter-Strike: Global Offensive zwar durchaus spielbar läuft, nicht aber gut. Insbesondere die Frametimes und regelmäßige Ruckler waren problematisch. Die nun als Beta verfügbare Treiber-Version 31.0.101.3959 soll hier erneut nachbessern: Die Leistung in den nachfolgenden DirectX-9-Spielen sei verbessert worden, sagen die Patchnotes.
DirectX-9-Titel mit verbesserter Leistung
League of Legends
Counter-Strike: Global Offensive
Payday 2
Stellaris
Starcraft 2
Guild Wars 2
NiZhan
Moonlight Blade
Übliche Optimierungen und Fehlerbehebungen
Intel nennt zudem explizit einige neuere Spiele mit DirectX 11 oder DirectX 12, für die der neue Treiber optimiert worden sei. Darunter finden sich auch einige Neuerscheinungen der letzten Tage und Wochen.
DirectX-11 und DirectX-12-Titel mit verbesserter Leistung
World of Warcraft: Dragonflight
Warhammer 40K: Darktide
Marvel’s Midnight Suns
The Callisto Protocol
Fortnite (Chapter 4/UE5.1)
Call of Duty Modern Warfare 2
Far Cry New Dawn
Shadow of the Tomb Raider
DOTA 2
Dying Light 2
Abseits dessen gibt es die übliche Listen an behobenen und nach wie vor offenen Fehlern. Dass sich in beiden Fällen nicht nur ein paar, sondern zahlreiche Punkte finden, zeigt einerseits erneut, in welch prekärem Zustand Intels Grafiktreiber nach wie vor sind – aber eben auch, dass der Hersteller daran arbeitet diesem Zustand zu entkommen.
Fixed Issues
Victoria 3 (DX11) may exhibit ghosting corruption when applying MSAA x16 settings.
Hearts of Iron IV (DX11) may exhibit texture corruption when applying MSAA x16 settings.
Stellaris (DX9) may exhibit texture and flickering corruption during Star previews.
Sonic Frontiers (DX11) may experience flickering corruption on Intel® Arc™ A380 Graphics Products when Frame Rate Limit setting is set to 60. A workaround is to set Frame Rate Limit to 30.
Arc Control may not scale automatically and may cause some UI toggles to become unresponsive when changing from a 1080p resolution to a 4K resolution. A workaround is to revert resolution or reboot.
Some applications may exhibit pixel corruption when Sharpening Filter is enabled globally.
Arc Control Studio Capture may exhibit a “Selected audio device not found” error after resuming the system from sleep.
Open Issues
Diablo II: Resurrected (DX12) may cause system instability or application crash.
Conqueror’s Blade (DX12) may experience corruption in benchmark mode.
Call of Duty: Vanguard (DX12) may experience missing or corrupted shadows during the Submarine mission.
Payday 2 (DX9) may exhibit flickering corruption on specific water surfaces.
System may hang while waking up from sleep. May need to power cycle the system for recovery.
GPU hardware acceleration may not be available for media playback and encode with some versions of Adobe Premiere Pro.
Blender may exhibit corruption while using Nishita Sky texture node.
Windows UAC Admin is required to install and launch Arc Control.
Some applications may exhibit a transparent or blank window when CMAA is set to “Force ON” globally.
A 1440p resolution selection in Arc Control Studio Capture may be unavailable when the display native resolution is 4K.
Arc Control Studio Camera overlay position may not retain desired position and size after a system restart.
The Arc Control Studio Camera tab may take longer than expected responsiveness upon the first navigation.
Arc Control may report incorrect memory bandwidth value.
Download auf ComputerBase
Der neue Grafiktreiber Intel Arc & Xe 31.0.101.3959 Beta kann wie gewohnt direkt unterhalb dieser Meldung aus dem Downloadbereich von ComputerBase heruntergeladen werden. Er findet sich in der Versionsübersicht ganz unten.
Update
Der neue Treiber verbessert das Spielgefühl mit Intel-Arc-Grafikkarten im DirectX-9-Spiel Counter-Strike: Global Offensive in der Tat deutlich. In einem ersten Test auf der kleinen Intel Arc A380 waren die störenden Haker und die generell zuckende Wiedergabe verschwunden. Davon zeugen auch die Benchmarks.
Mit denselben Einstellungen auf demselben System wie im Artikel Intel Arc A770 & A750 im Test: Intels schnellste Gaming-Grafikkarten analysiert aus dem Oktober steigen die FPS zwar nur in HD, nicht aber in Full HD, was in Anbetracht der niedrigen Leistung der kleinen Alchemist-GPU nicht überrascht. Die 1%-Percentil-Frametimes steigen im CPU-Limit in 720p hingegen signifikant um 75 Prozent und in Full HD immer noch um 31 Prozent. Tests mit Arc A770 und Arc A750 werden in Kürze nachgereicht.
Der Wechsel der Auflösung zwischen den Benchmarks musste allerdings im Hauptmenü erfolgen, wurde die Auflösung direkt aus dem Spiel heraus geändert, kam es zum Absturz oder auch mit Alt+Tab nicht behebbaren Grafikfehlern.
Beim Umschalten der Auflösung auf einer Map kommt es zu Fehlern
Intels Arc-Treiber berherrscht jetzt nativ DirectX 9 (Bild: Intel)
Update
Der Vollständigkeit halber wurde auch die Arc A770 Limited Edition 16 GB noch einmal mit dem neuen Treiber getestet. Mit bis zu 300 Prozent höheren 1-Percentil-FPS ist der Leistungssprung durch den neuen Treiber noch einmal deutlich größer als mit der langsameren A380, wenngleich das Niveau einer GeForce RTX 3060 nicht ganz erreicht wird.