DLSS 4.5 Ray Reconstruction im Test: Die Grafikqualität macht einen Sprung nach vorne
Zur Gamescom 2026 hat Nvidia DLSS 4.5 Ray Reconstruction veröffentlicht. ComputerBase hat sich die aktualisierte Technologie in fünf verschiedenen Spielen angesehen. Im Fokus des Artikels stehen neben ausführlichen Analysen zur Bildqualität auch Grafikkarten-Benchmarks. Im Test werden sich dabei Vorteile für DLSS 4.5 zeigen.
DLSS 4.5 Ray Reconstruction nutzt Transformer
Nvidia hat die eigene DLSS-Suite für GeForce RTX in den letzten Monaten deutlich ausgebaut:
- Super Resolution („Upscaling“) hatte direkt zum Jahresanfang mit DLSS 4.5 ein erstaunlich großes Upgrade erhalten, das nicht nur im Test zu gefallen wusste, sondern auch die ComputerBase-Leser in einem Blindtest überzeugt hat, den DLSS 4.5 deutlich vor Nativ und FSR Upscaling 4.0 gewonnen hat.
- Frame Generation erlaubt mit DLSS 4.5 Multi Frame Generation 6× (Test) inzwischen maximal bis zu fünf anstatt bis zu drei künstliche Bilder zwischen zwei jeweils gerenderten. Und darüber hinaus gibt es mit Dynamic-MFG einen Modus, der den MFG-Faktor dynamisch anhand der Framerate anpasst.
Was bis jetzt noch kein Update erhalten hatte, war DLSS Ray Reconstruction (DLSS RR). Während Super Resolution bereits mit dem ersten DLSS 4 auf ein Transformer-Netzwerk gewechselt war, arbeitete bei Ray Reconstruction nach wie vor ein simpleres CNN-Netzwerk im Hintergrund. Bis heute.
Denn zur Gamescom 2026 entlässt Nvidia DLSS 4.5 Ray Reconstruction in die Öffentlichkeit, das ebenso auf ein Transformer-Modell setzt und eine bessere Bildqualität bei zugleich ähnlicher Performance zum bisherigen Ray Reconstruction aufweisen soll.
Analysen und Benchmarks in fünf verschiedenen Spielen
Ob das tatsächlich so ist, wird ComputerBase anhand von fünf verschiedenen Spielen herausfinden. Bei diesen Titeln handelt es sich um:
- Alan Wake 2 (Benchmark-Test)
- Crimson Desert (Benchmark-Test)
- Cyberpunk 2077 (Benchmark-Test)
- Hogwarts Legacy (Benchmark-Test)
- Pragmata (Benchmark-Test)
In allen fünf Spielen stehen Analysen und Vergleiche der Bildqualität mit dem älteren DLSS Ray Reconstruction an. Die Redaktion untersucht dabei die allgemeine Bildqualität und konzentriert sich nicht explizit auf Problemstellen des bisherigen DLSS RR. Darüber hinaus müssen Benchmarks mit der GeForce RTX 5090 zeigen, ob die neue DLSS-Variante tatsächlich vergleichbar schnell wie die alte arbeitet. Ob das gelingt, wird sich auf den nächsten Seiten zeigen.
Das neue Ray Reconstruction mit Transformer
DLSS 4.5 Ray Reconstruction wechselt vom alten CNN- zu einem neuen Transformer-Modell. Dieses soll eine um 35 Prozent höhere Rechenleistung aufweisen und im Vergleich zum alten CNN-Netzwerk mit 20 Prozent mehr Parametern arbeiten. Weil die Performance aber ähnlich wie bisher ausfallen soll, spricht Nvidia von einem effizienteren Denoiser – denn die Bildqualität soll eben höher ausfallen.
Das soll gelingen, weil DLSS 4.5 RR wie auch schon DLSS 4.5 Super Resolution die Bewegung von Pixeln besser verstehen kann. Dadurch sollen die Genauigkeit der Darstellung des Lichts und die temporale Stabilität besser ausfallen. Zudem soll es weniger Ghosting geben.
Auch für Entwickler soll DLSS 4.5 Ray Reconstruction Vorteile bringen. Denn das neue Modell soll den Entwicklern mehr Kontrolle über das temporale Verhalten geben, um Feintuning passend zum eigenen Content vorzunehmen. Und es ist ab sofort auch über RTX Remix verfügbar.
Ab GeForce RTX 2000 lauffähig
DLSS 4.5 Super Resolution ist ab GeForce RTX 2000 lauffähig und dasselbe gilt für DLSS 4.5 Ray Reconstruction. Damit bleibt es dabei, dass einzig für DLSS Frame Generation neuere Hardware notwendig ist: Mindestens eine GeForce RTX 4000 für DLSS Frame Generation 2× oder eine GeForce RTX 5000 für DLSS Multi Frame Generation 6×. RTX 2000 und RTX 3000 sind bei Frame Generation außen vor.
DLSS 4.5 Ray Reconstruction kann entweder mittels eines neuen Nvidia-SDKs direkt ins Spiel integriert werden, oder aber mittels der Nvidia App ältere Integrationen von DLSS Ray Reconstruction überschreiben. Dafür muss entweder im globalen oder im spielspezifischen Profil unter dem Punkt „DLSS-Überschreiben – Modell-Voreinstellungen“ die „Strahlenrekonstruktion“ auf „Preset F“ gestellt werden – „Preset E“ ist die neueste Version mit dem alten CNN-Netzwerk.
Aktuell per Override in der Nvidia App
Das Preset F funktioniert einwandfrei mit dem Treiber GeForce 610.88, dafür wird jedoch eine neue Version der Nvidia App benötigt. Ob die entsprechende App-Version vorerst nur über den Beta-Branch oder direkt als finale Version verteilt wird, war vor dem Start nicht herauszufinden.
DLSS 4.5 Ray Reconstruction in der App aktivieren zu können, setzt allerdings voraus, dass Nvidia das Spiel auf die Whitelist für DLSS 4.5 Ray Reconstruction Preset F gesetzt hat. Aktuell finden sich darauf die folgenden 30 Spiele:
| Override in der Nvidia-App | ||
|---|---|---|
| Alan Wake 2 | Everspace 2 | NTE |
| Avatar: Frontiers of Pandora | F1 25 | Portal RTX |
| Backrooms: Escape Together | FBC: Firebreak | Pragmata |
| Call of Duty: Black Ops 7 | Half-Life 2 RTX | Resident Evil Requiem |
| Crimson Desert | Hogwarts Legacy | Samson |
| Cyberpunk 2077 | I Am Jesus Christ | Star Wars Outlaws |
| Death Relives | Incursion Red River | Subliminal |
| Directive 8020 | Indiana Jones und der große Kreis | Sword of Justice |
| Doom: The Dark Ages | Marvel’s Spider-Man 2 | The First Descendant |
| Enlisted | Naraka: Bladepoint | War Thunder |
Weitere Titel sollen in Kürze folgen, einige wie Control Resonant sind der folgenden Grafik zu entnehmen:
- Gears of War: E-Day: Die Kampagne mit Bombast-Grafik frisst Hardware wie nichts
- Onimusha Way of the Sword: Asus hüllt die Radeon RX 9070 XT in Blau und Gold
- SNES-Klassiker mit Neuauflage: Terranigma feiert Comeback auf PC und Konsolen
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