Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 im Test: Snapdragon X2 Elite macht das schnellste Windows-Notebook

Nicolas La Rocco
94 Kommentare
Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 im Test: Snapdragon X2 Elite macht das schnellste Windows-Notebook

Endlich hat das Warten ein Ende: Mit dem Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 hat das erste Notebook mit Snapdragon X2 Elite die Redaktion erreicht. Der 18-Kern-Chip punktet mit hoher Single- und Multi-Core-Leistung, das Notebook selbst mit OLED-Display, Lautstärke und Verarbeitung. Dem gegenüber stehen 2.169 Euro für das Testgerät.

Das hat ganz schön lange gedauert: Rund neun Monate sind mittlerweile vergangen, seitdem Qualcomm den Snapdragon X2 Elite (Extreme) auf dem eigenen Snapdragon Summit vorgestellt hat. Erst jetzt hat es mit dem Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 das erste Notebook in die Redaktion geschafft, das einen der neuen Prozessoren verwendet.

Acer und Asus durften nicht liefern

Hintergrund der schlechten Verfügbarkeit ist unter anderem die Einschränkung, dass Acer und Asus bis vor Kurzem keine Notebooks in Deutschland verkaufen und damit zum Testen anbieten durften. Qualcomm hatte sich für das initiale Review-Programm ausgerechnet das Asus Zenbook A14 und A16 mit Snapdragon X2 Elite und Extreme ausgesucht, sodass diese Notebooks nicht auch deutschen Medien zur Verfügung gestellt werden konnten. Internationale Tests zum Snapdragon X2 Elite durften nämlich bereits im April dieses Jahres online gehen.

Snapdragon X2 Elite geht ab 1.300 Euro los

Zwischenzeitlich sind aber mehrere Alternativen zu dem Asus-Notebook in Deutschland angekommen, wie der Blick in den Preisvergleich verrät. Los geht es ab 899 Euro für das Lenovo IdeaPad Slim 5 mit dem kleinsten Snapdragon X2 Plus, den Qualcomm dieses Jahr zur CES nachgereicht hat. Mit dem größeren Snapdragon X2 Elite muss man im Asus Vivobook S16 mit ab 1.292 Euro und im Zenbook A14 mit ab 1.979 Euro rechnen. Der größte Snapdragon X2 Elite Extreme (X2E-96-100) glänzt hingegen durch Abwesenheit, verfügbar ist Preisvergleich nur der im Takt reduzierte X2E-94-100 im Zenbook A16.

Das Yoga Slim 7x Gen 11 kostet 2.169 Euro

Das Yoga Slim 7x Gen 11 findet sich im Preisvergleich in mehreren Ausführungen, verfügbar ist mit dem kleineren Snapdragon X2 Elite aktuell aber nur eine Konfiguration ab 1.578 Euro. Im Konfigurator direkt beim Hersteller lässt sich das Testgerät dann aber doch noch exakt nachbilden: großer Snapdragon X2 Elite (X2E-88-100), 32 GB RAM, 512 GB SSD und 2,8K OLED Non-Touch. Der Preis liegt dann bei den eingangs erwähnten 2.169 Euro.

Technische Daten des Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11

Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
Display 14", OLED, 1.920 × 1.200, 60 Hz, DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, 100% DCI-P3, Non-Touch
14", OLED, 1.920 × 1.200, 60 Hz, DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, 100% DCI-P3, Touch
14", OLED, 2.880 × 1.800, 120 Hz, DisplayHDR True Black 1000, Dolby Vision, 100% DCI-P3, Non-Touch
14", OLED, 2.880 × 1.800, 120 Hz, DisplayHDR True Black 1000, Dolby Vision, 100% DCI-P3, Touch
CPU Snapdragon X2 Plus (X2P-42-100)
Snapdragon X2 Elite (X2E-80-100)
Snapdragon X2 Elite (X2E-88-100)
GPU Adreno X2-45
Adreno X2-85
Adreno X2-90
RAM 16 GB LPDDR5X-9523
32 GB LPDDR5X-9523
SSD 512 GB PCIe 4.0 M.2 2242
1 TB PCIe 4.0 M.2 2242
2 TB PCIe 4.0 M.2 2242
Anschlüsse links 2 × USB4
rechts 1 × USB4, Power-Button, E-Shutter
Akku 70 Wh
Drahtlose
Konnektivität
Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4
Kamera 9,2 MP, 3.840 × 2.400, IR, Windows Hello, E-Shutter
Abmessungen
(B × T × H)
312 × 221 × 13,9 mm
Gewicht ab 1,17 kg (Non-Touch)
ab 1,24 kg (Touch)
Betriebssystem Windows 11 Home
Windows 11 Pro
Farbe Cosmic Blue
Preis (Testgerät) 2.169 Euro
Ausstattung des Testgeräts in fett hervorgehoben

Ein Notebook für unterwegs

Das Yoga Slim 7x Gen 11 ist ganz dem Namen entsprechend ein dünnes und leichtes Notebook, das ideal für das Arbeiten unterwegs ist. Lenovo setzt dabei auf das etablierte, durch ein abgerundetes Profil von Deckel und Basis auszeichnende Design anderer Yoga-Modelle. Das Notebook fällt zudem wieder über seine „Reverse Notch“ auf, gemeint ist damit die Ausbuchtung im Deckel für die mit 9,2 MP außergewöhnlich hochauflösende Webcam (mit Windows Hello), die somit nicht ins Display ragt.

Lenovo verteilt USB4 auf linke und rechte Seite

Dieser Aufbau sorgt dafür, dass sich der Deckel gut mit einem Finger greifen und ohne Gefummel öffnen lässt. Dabei hat Lenovo für den Widerstand des Scharniers eine gute Balance gefunden: nicht zu schwer, aber stabil genug. Eine gute Entscheidung war auch die Verteilung der Ports: Verbaut ist zwar nur USB4, das aber immerhin dreimal und verteilt auf beide Seiten des Notebooks. Rechtsseitig finden sich noch der Power-Button und der E-Shutter, um die Webcam elektronisch zu sperren. Größerer Peripherie, die links den zweiten USB-Port blockiert, kann man so über den Anschluss auf der rechten Seite aus dem Weg gehen – oder parallel das Notebook über USB-C laden.

Das Yoga Slim 7x Gen 11 kommt ausschließlich in der Farbe „Cosmic Blue“, ein dezentes Blau, das den hochwertigen Auftritt des Laptops unterstreicht. Das Aluminiumgehäuse fühlt sich durchweg gut verarbeitet an und steht mit gummierten Standfüßen sicher auf dem Tisch. Nur (fettige) Fingerabdrücke sammelt das Chassis wie ein Weltmeister.

OLED-Display brilliert mit Auflösung und Farben

Aufgeklappt haben Käufer für den Bildschirm eine einfache Wahl: OLED oder OLED. Lenovo setzt durchweg auf die organischen, selbstleuchtenden Pixel, nur Auflösung, Spitzenhelligkeit und Touch-Unterstützung bleiben als Stellschrauben. Im Testgerät war das mit 70 Euro Aufpreis bei Lenovo gelistete 2,8K-OLED-Panel ohne Touch verbaut. Das überzeugte im Alltag mit gestochen scharfem Schriftbild, tiefem Schwarz und satten Farben, vor allem HDR-Filme bringen die Vorzüge hervorragend zur Geltung.

Hohe Helligkeit im HDR-Modus

Unterschieden werden muss bei der Helligkeit zwischen dem SDR- und HDR-Betrieb. Im SDR-Modus lag die maximale Helligkeit im Durchschnitt aus neun Messfeldern bei 472 cd/m². Der Premiumanspruch des Notebooks wird mit der Helligkeitsverteilung und einer Homogenität von 93 Prozent aber nicht vollends erfüllt. Von den bis zu 508 cd/m² in der Bildschirmmitte blieben im äußeren Drittel des Panels nur noch rund 90 Prozent übrig. Vor allem in den vier Ecken leuchtet das Panel im Vergleich zur Mitte nicht hell genug – oder umgekehrt die Mitte zu hell im Vergleich zu den Ecken. Der HDR-Modus erlaubt im Vollbild hingegen knapp über 800 cd/m², bei reduzierter Fläche auch über 1.000 cd/m².

Diagramme
Maximale Helligkeit
  • SDR (100 % APL):
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      595
    • Apple MacBook Neo (2026)
      530
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      504
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      491
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (2,8K OLED)
      472
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      407
    • Asus Zenbook S16
      372
  • HDR (100 % APL):
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      1.129
      1.544 cd/m² bei 50%, 1.544 cd/m² bei 25%
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (2,8K OLED)
      804
      1.058 cd/m² bei 50%, 1.072 cd/m² bei 25%
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      613
      1.071 cd/m² bei 50%, 1.126 cd/m² bei 25%
    • Asus Zenbook S16
      575
    • Apple MacBook Neo (2026)
      530
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      491
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      418
      481 cd/m² bei 50%, 510 cd/m² bei 25%

Die bis zu 120 Hz des OLED-Panels waren ab Werk erstaun­licher­weise deaktiviert und das Panel auf 60 Hz eingestellt. Damit nimmt Lenovo Käufern „out of the box“ ein positives Merkmal des 2,8K-OLED-Panels, das dann, wenn man es überhaupt bemerkt, erst wieder in den Windows-Einstellungen gesucht werden muss, zumal die Bildwiederholrate nicht auf der ersten Menüebene der Einstellungen zu finden ist.

Tastatur top, Touchpad so lala

Tastatur und Touchpad schneiden ebenfalls gut ab, vor allem auf der Tastatur tippt es sich angenehm. Optisch und vom Tippgefühl her lehnt es sich an die Eingabegeräte der ThinkPads an, es fehlen aber TrackPoint und Zusatztasten, die im Test jedoch nicht vermisst wurden. Für das 13,5 × 8 cm große Touchpad hätte man sich mit Blick auf die Preisklasse ein moderneres haptisches Modell gewünscht, das sich auf der gesamten Fläche klicken lässt. Gute Gleiteigenschaften weist das Touchpad immerhin auf.

Was das Yoga Slim 7x Gen 11 unter der Haube mit dem Snapdragon X2 Elite zu bieten hat, beleuchtet der Test mit Benchmarks und Messungen auf der nächsten Seite.

Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dir gefällt ComputerBase? Lasse dir unsere neuesten Artikel in der Google-Suche ganz oben anzeigen!