EcoFlow Stream 5000 im Test: Neues Balkon­kraft­werk greift erfolgreich Anker Solix an

Frank Hüber
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EcoFlow Stream 5000 im Test: Neues Balkon­kraft­werk greift erfolgreich Anker Solix an

Mit der Stream 5000 hat EcoFlow die nächste Generation seines Balkonkraftwerksystems auf den Markt gebracht und macht der Solarbank von Anker Solix starke Konkurrenz. Ein 5 kWh großer Akku, vier MPPT mit 5.000 Watt Solarleistung, bis zu 3.000 Watt Ausgangsleistung und ein neues, stapelbares Design überzeugen im Test.

Nach der Stream Ultra, Stream AC Pro (Test) und Stream Ultra X (Test) aus dem letzten Jahr geht EcoFlow mit der neuen Generation der Stream-Speicherlösungen für Balkonkraftwerke in diesem Jahr gezielt die Schwachstellen der Geräte an. Sowohl die Kapazität und Leistung als auch der Platzbedarf und die Erweiterbarkeit werden mit der Stream 5000 entscheidend verbessert. Die neue Stream 5000 bietet mit 5.024 Wh mehr Speicherkapazität als die bisherigen Modelle und lässt sich durch zusätzliche Batterien auf bis zu 15 kWh pro Akkuturm erweitern. Hinzu kommt eine deutlich höhere Solarleistung. Statt maximal 2.000 Watt bei der Stream Ultra X können nun bis zu 5.000 Watt über vier MPPT-Eingänge angeschlossen werden. Gleichzeitig erhöht EcoFlow die mögliche Ausgangsleistung auf bis zu 3.000 Watt und führt ein überarbeitetes Energiemanagement ein. Die neue Generation ist damit nicht mehr ausschließlich auf klassische Balkonkraftwerke mit wenigen Solarmodulen ausgelegt, sondern zielt auch ganz bewusst auf den Bereich zwischen Balkonkraftwerk und Dach-PV-Anlage, in dem sich vor allem in Deutschland viele Bastler bewegen.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Ein erster kurzer Vergleich zwischen EcoFlow Stream 5000 und Anker Solix Solarbank 4 Pro zeigt die Gemeinsamkeiten beider Systeme, die so auf eine ähnliche Zielgruppe aus sind.

EcoFlow Stream 5000 Anker Solix Solarbank 4 Pro
Anzahl MPPT 4
Max. PV-Eingang 5.000 Watt
1.250 W × 4 MPPT
Akku-Kapazität 5.024 Wh
Laden über AC-Eingang max. 2.500 Watt
AC-Ausgang (On-Grid) 800 W/3.000 Watt 800 Watt/2.500 Watt
AC-Ausgang (Off-Grid) 3.000 Watt 2.500 Watt
Offline-Steuerung Ja

Drei Modelle für unterschiedliche Anforderungen

EcoFlow unterscheidet innerhalb der neuen Stream-Generation zwischen der Stream 3000, der Stream 5000 und der Stream AC 5000. Während die Stream 5000 ein All-in-one-System mit integriertem Wechselrichter und Akku ist, richtet sich die Stream AC 5000 an Haushalte, in denen bereits eine Solaranlage ohne Speicher installiert ist. Die Stream AC 5000 besitzt keine eigenen PV-Eingänge und nimmt Energie ausschließlich über AC aus dem Hausnetz auf, etwa wenn die PV-Anlage einen Überschuss produziert. Die kleinere Stream 3000 bietet 3.014 Wh Speicherkapazität. Auch sie besitzt vier MPPT, allerdings mit jeweils maximal 600 Watt Eingangsleistung. Insgesamt lassen sich somit 2.400 Watt Solarleistung anschließen.

Lieferumfang der Stream 5000
Lieferumfang der Stream 5000

Die Stream 5000 bietet hingegen die doppelte Solarleistung und rund zwei Drittel mehr Speicherkapazität als das 3-kWh-Modell. Ob man zur Stream 5000 oder Stream AC 5000 greifen sollte, hängt also in erster Linie davon ab, ob bereits eine PV-Anlage vorhanden ist oder ein neues System aufgebaut wird. Soll eine bestehende Anlage nachträglich einen Speicher erhalten, kann die AC-Variante die einfachere und günstigere Lösung sein.

Stream 5000 Stream AC 5000 Stream 3000 Stream Ultra X
Kapazität (Wh) 5.024 3.014 3.840
AC-Eingang 2.500/3.000 Watt 1.200 Watt
AC-Ausgang (Inselstrom) 3.000 Watt 1.200 Watt
AC-Ausgang (netzgekoppelt) 800 W/3.000 Watt 800 W/1.200 W
PV-Eingang 5.000 Watt
1.250 W × 4 MPPT
– 2.400 Watt
(600 W × 4 MPPT)
2.000 Watt
(500 W × 4 MPPT)

Preis und Verfügbarkeit

Die EcoFlow Stream 5000 ist zu einer UVP von 1.599 Euro vorgestellt worden, flächendeckend erhältlich ist sie aktuell für 1.499 Euro. Einzelne Händler unterbieten diesen Preis mitunter zeitweilig.

Bei den Preisen bietet sich eine erste Gegenüberstellung zur Anker Solix Solarbank 4 Pro an:

Aktueller Verkaufspreis UVP
Anker Solix Solarbank 4 Pro ab 1.329 Euro 1.999 Euro
EcoFlow Stream 5000 ab 1.359 Euro 1.599 Euro

Auch wenn die unverbindliche Preisempfehlung der Stream 5000 unter der UVP der Anker Solix Solarbank 4 Pro liegt, ist diese im Handel zu einem vergleichbaren Preis und mitunter sogar günstiger zu haben, da die Rabatte höher ausfallen.

Das Testmuster weist sich neben dem Display an der Vorderseite übrigens fälschlicherweise als Stream AC 5000 aus, obwohl es sich um die Stream 5000 handelt.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Der Anschaffungspreis allein sagt allerdings unabhängig vom System wenig über die Wirtschaftlichkeit aus, sofern diese beim Kauf ein entscheidendes Kriterium ist. Entscheidend ist, wie viel zusätzlich erzeugter Solarstrom durch den Speicher tatsächlich selbst genutzt werden kann. Und ein größerer Speicher mit 5 kWh bringt wenig, wenn die vorhandenen Module nicht genügend Überschuss produzieren, um ihn auch regelmäßig zu laden. Bei einem kleinen Balkonkraftwerk oder einer starken Verschattung und schlechter Ausrichtung kann ein 5-kWh-Speicher deshalb bereits überdimensioniert sein. Für größere Anlagen mit mehreren Kilowatt Solarleistung stellt die Stream 5000 hingegen eine technisch interessante Option dar. Im Test wird das System mit sechs Modulen mit insgesamt 3.240 Wattpeak in Südausrichtung mit teilweiser Verschattung betrieben. An Sommertagen lässt sich ein 5-kWh-Akku so jedoch bereits bis zum Mittag neben der Einspeisung ins Hausnetz vollständig laden. Jetzt im Herbst ist dies nicht mehr der Fall und der Akku wird in der Regel nur zu wenigen Prozent geladen.

Neues Gehäuse aus Aluminium statt Kunststoff

Optisch unterscheidet sich die zweite Generation deutlich von den bisherigen Stream-Systemen von EcoFlow. EcoFlow verabschiedet sich weitgehend vom Kunststoffgehäuse und setzt auf Aluminium. Außerdem hat man die Form so verändert, dass weniger Grundfläche beansprucht wird. Statt eines vergleichsweise breiten Gehäuses sind die neuen Speichereinheiten schmaler und höher konstruiert. Die geringere Breite kann bei der Aufstellung im Hauswirtschaftsraum, Keller oder in der Garage durchaus von Vorteil sein, vor allem dann, wenn noch ein Zusatzakku verbaut wird, worauf im Folgenden noch genauer eingegangen wird.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Nur noch eine Steckdose

Eine Änderung gibt es auch bei den Stromanschlüssen. Während die vorherige Stream-Generation zwei Steckdosen zum direkten Anschluss elektrischer Verbraucher bot, besitzt die Stream 5000 nur noch eine. EcoFlow begründet dies mit dem Nutzungsverhalten bisheriger Kunden, die die zweite Steckdose häufig nicht verwendeten. Mit dem eingesparten Platz habe man lieber eine kompaktere Bauform realisiert. Die Entscheidung ist nachvollziehbar und für viele Nutzer resultiert daraus keine Einschränkung im Alltag, auch wenn man mit zwei separat steuerbaren Steckdosen flexiblere Steuerungen realisieren kann.

AC-Steckdose der Stream 5000
AC-Steckdose der Stream 5000
AC-Steckdose der Stream 5000
AC-Steckdose der Stream 5000
Nur mit Abdeckung ist die AC-Steckdose wasserfest
Nur mit Abdeckung ist die AC-Steckdose wasserfest

An der grundsätzlichen Funktion ändert sich nichts: Über die Steckdose lassen sich Geräte unmittelbar aus dem Batteriespeicher versorgen, ohne dass die Leistung zunächst in das Hausnetz eingespeist werden muss. Sie lässt sich über die App ein- und ausschalten oder an Ereignisse und Tageszeiten koppeln.

Im Test lief ein an der Steckdose angeschlossenes NAS auch während eines simulierten Stromausfalls problemlos weiter. Hierfür wurde die UPS-Funktion in den Einstellungen für die AC-Steckdose aktiviert. Das Umschalten wird demnach innerhalb weniger Millisekunden realisiert, so dass die meisten Verbraucher problemlos weiterlaufen sollten.

Wir haben zudem über die Steckdose an der Stream 5000 getestet, wie viel Energie wir aus dem Akku tatsächlich entnehmen können. Dieser weist eine Kapazität von 5.024 Wh auf. Im Test wurde eine konstante Last von 800 Watt angeschlossen und über ein Energiemessgerät die entnommene Kapazität ermittelt. Sie liegt im Test bei einer Raumtemperatur von 21 °C bei 4.740 Wh. Dies entspricht 94,4 Prozent, ein hervorragendes Ergebnis.

„Balkonkraftwerk“ mit 5 kWh LFP-Zellen

Im Inneren der Stream 5000 arbeitet ein Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP). Die nominelle Kapazität beträgt 5.024 Wh. Damit liegt die neue Generation deutlich über der bisherigen Stream Ultra X mit 3.840 Wh. Im Vergleich zur Stream Ultra und Stream AC Pro aus dem letzten Jahr mit jeweils 1.920 Wh wächst die Kapazität sogar auf mehr als das Zweieinhalbfache. Bei einer konstanten Leistung von 500 Watt entsprächen 5.024 Wh theoretisch also rund zehn Stunden Betriebsdauer. In der Praxis reduzieren Wechselrichterverluste und Eigenverbrauch diese Laufzeit noch etwas. Ein voll geladener Akku am Abend kann einen Haushalt so aber in der Regel problemlos über die Nacht bringen, wenn keine Lastspitzen vorhanden sind, sondern nur ein Grundumsatz sichergestellt werden muss.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

10.000 Ladezyklen und zehn Jahre Garantie

EcoFlow gibt für die LFP-Zellen eine Zyklenlebensdauer von bis zu 10.000 vollständigen Lade- und Entladevorgängen an. Danach sollen noch mindestens 60 Prozent der ursprünglichen Akkukapazität verfügbar sein. Bei rechnerisch einem vollständigen Zyklus pro Tag entsprächen 10.000 Zyklen einem Zeitraum von mehr als 27 Jahren. Allerdings ist die Lebensdauer des Systems nicht nur vom Akku abhängig, sondern auch die Leistungselektronik, Temperaturbelastungen und die Nutzungsbedingungen beeinflussen die Lebensdauer. EcoFlow selbst nennt eine erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren und gewährt zehn Jahre Garantie auf die Stream 5000.

Auch die zweite Generation des Stream-Mini-PV-Systems verfügt wieder über zahlreiche Schutzmaßnahmen wie Verpolungsschutz, AC-Überstromschutz, Kurzschlussschutz und Überspannungsschutz. Eine Besonderheit: EcoFlow verbaut zwei Überdruckventile, falls es im Inneren der Systeme doch mal zu einem Fehler kommen sollte, während die Konkurrenz wie auch Anker Solix lediglich ein solches Ventil verbaut hat.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Erweiterbar auf bis zu 90 kWh

Eine weitere grundlegende Änderung der neuen Serie betrifft die Erweiterungsbatterien. Bei der bisherigen Stream-Generation konnten zusätzliche Speichereinheiten entweder verteilt im Haushalt aufgestellt oder mit einem Kabel mit dem All-in-one-System verbunden werden.

Bei der neuen Generation lassen sich Erweiterungsbatterien unter die Haupteinheit stellen. Die elektrische Verbindung erfolgt über integrierte Kontakte. Ein zusätzliches Verbindungskabel wird nicht mehr benötigt. Dies erinnert an den Weg, den auch Anker Solix bei seiner Solarbank seit mehreren Generationen verfolgt. Für Nutzer ist diese Änderung eine enorme Verbesserung, da kein teures Kabel mehr erworben werden muss, die nötige Stellfläche reduziert wird und hoffentlich auch eine Kompatibilität über künftige Generationen hinweg sichergestellt wird. Denn dies ist einer der Vorteile der Solarbank von Anker: Erweiterungsbatterien älterer Generationen lassen sich problemlos auch unter eine neue Solarbank stellen und weiter mit dieser betreiben.

Der neue Anschluss für Zusatzbatterien an der Unterseite der Stream 5000

Was Anker Solix aber besser macht: Die Gummiabdeckung ist mit einer Schraube gesichert, kann sich also nicht einfach lösen. Bei EcoFlow wird sie nur mit Klebeband gehalten, kann sich also theoretisch vor allem nach längerem Betrieb im Freien lösen, was die Kontakte an der Unterseite beim Verstellen freigeben würde. Eine zusätzliche Sicherung wie bei Anker Solix wäre der bessere Weg.

Der neue Anschluss für Zusatzbatterien an der Unterseite der Stream 5000
Der neue Anschluss für Zusatzbatterien an der Unterseite der Stream 5000

An eine Haupteinheit der Stream 5000 können zwei Erweiterungsbatterien angeschlossen werden. Mit zwei Akkus zu jeweils 5.024 Wh wächst die Gesamtkapazität eines Speicherturms so auf rund 15 kWh.

Das modulare Konzept vereinfacht insbesondere spätere Erweiterungen. Ist die zunächst angeschaffte Kapazität zu gering, kann ein zusätzlicher Akku ergänzt werden, ohne einen weiteren vollständigen Speicher mit Wechselrichter erwerben zu müssen.

Zusätzliche Speichertürme und Gateway

Über das EcoFlow Gateway können mehrere dieser modularen Stream-Systeme gemeinsam betrieben werden. Laut EcoFlow lassen sich an einem Gateway bis zu 45 kWh Kapazität zusammenfassen. Dabei sind bis zu 9.000 Watt Ausgangsleistung und 15.000 Watt PV-Eingangsleistung möglich. Für größere Konfigurationen nennt EcoFlow insgesamt bis zu 90 kWh Speicherkapazität über mehrere Gateways. Damit reicht die Skalierbarkeit weit über die Anforderungen eines gewöhnlichen Balkonkraftwerks hinaus und das System lässt sich auch für Haushalte mit höherem Energiebedarf und großen PV-Anlagen ausbauen.

EcoFlow Stream 5000
Akkukapazität 5.024 Wh
Akkutechnologie Lithium-Eisenphosphat (LFP)
Maximale PV-Eingangsleistung 5.000 Watt
Anzahl MPPT 4
Leistung je MPPT 1.250 Watt
Netzgekoppelte Ausgangsleistung 800 bis 3.000 Watt, abhängig von Installation und Konfiguration
AC-Ladeleistung Bis 2.500 Watt, mit Erweiterungsakku bis 3.000 Watt
Off-Grid-Ausgangsleistung Bis 3.000 Watt, abhängig von Konfiguration
Erweiterung pro Speicherturm Bis 15 kWh
Maximale Systemkapazität Bis 90 kWh
Kommunikation WLAN, Bluetooth, CAN
Gehäuse Aluminium
Schutzklasse IP65
Betriebstemperatur −20 bis +55 °C
Akkuheizung Integriert
Abmessungen 295 × 488,5 × 298 mm
Gewicht 45,4 kg
Angegebene Zyklenlebensdauer Bis 10.000 Zyklen
Erwartete Lebensdauer laut Hersteller 15 Jahre
Garantie 10 Jahre
UVP zum Marktstart 1.599 Euro

Die Stream 5000 misst 295 × 488,5 × 298 mm und wiegt rund 45 kg, ist also etwas leichter als die Anker Solix Solarbank 4 Pro, die etwas über 50 kg wiegt.

Integrierte Heizung, IP65 und Temperaturen

Die Betriebstemperatur liegt zwischen -20 und +55 °C. Bei Temperaturen unter 10 °C wird eine integrierte Batterieheizung genutzt, damit der Akku effektiv arbeiten und noch geladen werden kann. Die Stream 5000 ist nach IP65 gegen Staub und Wasser geschützt, wenn die Schutzabdeckung über der integrierten Steckdose geschlossen ist, und kann auch im Freien eingesetzt werden. Wie bei allen Systemen empfiehlt der Hersteller dennoch einen leicht geschützten Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, um einen langfristig problemlosen Betrieb sicherzustellen.

Massiver Kühlkörper an der Rückseite der Stream 5000
Massiver Kühlkörper an der Rückseite der Stream 5000

Im Test gab es weder bei den Temperaturen noch bei der Lautstärke des aktiv gekühlten Systems Probleme. Dass man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden sollte, zeigt jedoch die Kühlfläche an der Rückseite, wenn man über einen längeren Zeitraum eine hohe Last an die AC-Steckdose und über die Einspeisung anlegt und gleichzeitig viel Solarenergie produziert wird. Die Kühlfläche wird dann durchaus unangenehm warm. Für ausreichend Platz und Belüftung der Stream 5000 sollte also gesorgt sein. Von der aktiven Kühlung, die im Inneren bei zu hohen Temperaturen anspringt, bemerkten wir im Test nichts. Dennoch ist dies ein Aspekt, der bei der Aufstellung im Innenraum berücksichtigt werden sollte, falls man die Stream 5000 nicht im Außenbereich aufstellen kann.

Für die Kommunikation unterstützt die Stream 5000 WLAN mit 2,4 GHz, Bluetooth und CAN. Über ein integriertes Display zeigt die EcoFlow Stream 5000 den Ladestand des Akkus an. Die Konfiguration erfolgt weiterhin über die EcoFlow-App.

Akkustandsanzeige über das Display der Stream 5000
Akkustandsanzeige über das Display der Stream 5000

4 MPPT für bis zu 5.000 Watt Solarleistung

Die größte technische Verbesserung gegenüber der bisherigen Generation ist die deutlich höhere PV-Eingangsleistung der Stream 5000. Sie verfügt über vier unabhängige MPPT-Eingänge, die jeweils bis zu 1.250 Watt verarbeiten können. Die Anlaufspannung eines MPPT beträgt bei der Stream 5000 20 Volt. Zusammen ergibt sich eine maximale Solarleistung von 5.000 Watt.

Technische Daten der Stream 5000 im Vergleich
EcoFlow Stream 5000 Anker Solix Solarbank 4 Pro
Max. PV-Eingangsspannung 60 Volt
Max. PV-Eingangsstrom 4× 32 Ampere 4× 36 Ampere
Max. Isc PV 4× 40 Ampere 4× 45 Ampere
Max. MPPT-Eingangsleistung (gesamt) 5.000 Watt
Betriebsspannungsbereich 15-60 Volt 16-50 Volt
Anzahl der MPPT 4

Ein MPPT passt den elektrischen Arbeitspunkt angeschlossener Solarmodule an, um unter den jeweiligen Bedingungen eine möglichst hohe Leistung zu erzielen. Vier voneinander unabhängige Regler bieten somit insbesondere bei unterschiedlich ausgerichteten Modulen Vorteile, da die an einem MPPT angeschlossenen Module immer gleich geregelt werden, selbst wenn sie völlig unterschiedliche Ausbeute erbringen könnten. So können beispielsweise Module auf einer Ost- und Westfläche oder mit unterschiedlicher Verschattung getrennt arbeiten, ohne dass ihre Erträge durch einen gemeinsamen Arbeitspunkt reduziert werden. Mit 4 MPPT hat man hier bei der Stream 5000 eine gute Basis, um diese Effekte auszugleichen.

4 MC4-Paare mit 4 MPPT
4 MC4-Paare mit 4 MPPT

Die maximale Leistung von 1.250 Watt je Eingang erlaubt zudem den Anschluss mehrerer parallel geschalteter Module an einem MPPT. Auch in unserem Test wird dies genutzt, um von den insgesamt sechs Modulen zweimal zwei Module an je einem MPPT zu betreiben und zwei weitere einzeln anzuschließen. Wichtig ist, dass aufgrund des unterstützten Spannungsbereichs nur die Parallelschaltung von Solarmodulen möglich ist, keine Reihenschaltung.

Die Stream 3000 verfügt zwar auch über 4 MPPT, diese unterstützen aber jeweils nur 600 Watt und so maximal in Summe 2.400 Watt. Selbst dies ist aber mehr als beim größten Vorgänger, der Stream Ultra X (Test), die auf maximal 2.000 Watt kommt.

Grid-Anschluss der Stream 5000
Grid-Anschluss der Stream 5000
Grid-Anschluss mit Schuko-Kabel
Grid-Anschluss mit Schuko-Kabel

Zu beachten ist jedoch, dass für ein übliches, steckerfertiges Balkonkraftwerk mit vereinfachter Anmeldung 2.000 Watt Modulleistung und 800 Watt Wechselrichterleistung die relevanten Grenzen sind beziehungsweise waren. Soll die Stream 5000 darüber hinaus betrieben und voll ausgereizt werden, sind eine entsprechende elektrische Installation und die dafür geltenden Anmelde- und Anschlussanforderungen zu berücksichtigen. Die VDE-Norm für Balkonkraftwerke spart Systeme mit Akku bislang allerdings aus, so dass auch die Stream 5000 formal nicht in die Norm passt. Die Norm sieht für klassische Balkonkraftwerke nur eine Modulleistung von 960 Watt beim Anschluss über einen Schuko-Stecker beziehungsweise maximal 2.000 Watt bei Anschluss über einen Wielandstecker mit jeweils maximal 800 Watt Einspeiseleistung vor.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Bis zu 3.000 Watt Ausgangsleistung

Bei der Stromversorgung unterscheidet das System zwischen dem netzgekoppelten Ausgang und der separaten Steckdose für direkt angeschlossene Geräte. Für den normalen Betrieb als Balkonkraftwerk ist die netzgekoppelte Einspeisung in Deutschland auf 800 Watt begrenzt. Die technisch mögliche höhere Ausgangsleistung setzt wie gerade erwähnt eine entsprechend geeignete Installation und Konfiguration voraus. Nach einer Anfrage über die App, in der man die fachgerechte Ausführung bestätigt, kann man die höhere Ausgangsleistung nutzen.

Verbraucher, die unmittelbar an der Steckdose des Speichers angeschlossen werden, können unabhängig davon eine deutlich höhere Leistung abrufen. Ihnen stehen immer 3.000 Watt zur Verfügung.

Die Stream 5000 kann auch netzgekoppelt über den Wechselrichter eine Ausgangsleistung von bis zu 3.000 Watt für die Einspeisung ins Hausnetz bereitstellen, wenn zusätzlich zum Akku Solarenergie über die PV-Eingänge bereitsteht oder eine Erweiterungsbatterie verbunden ist. Über den normalen Schuko-Stecker an einer normalen Steckdose etwa auf der Terrasse ist dies in Deutschland jedoch nicht zulässig.

Wer bis zu 2.500 oder gar bis 3.000 Watt dauerhaft ins Hausnetz einspeisen möchte, muss die Stream 5000 von einem Elektriker festverdrahtet an einem eigenen Stromkreis anschließen lassen. Anders als bei Anker Solix ist hier zumindest von EcoFlow erstmal keine Installation über eine Wieland-Steckdose vorgesehen.

Hohe Ladeleistung bei dynamischen Stromtarifen

Die maximale AC-Eingangsleistung über den On-Grid-Anschluss erhöht sich ebenso von regulär 2.500 Watt auf 3.000 Watt, wenn eine Erweiterungsbatterie verbunden ist. Diese hohe AC-Ladeleistung eröffnet ein weiteres Einsatzgebiet. Denn wer einen dynamischen Stromtarif nutzt, kann die Batterie bei niedrigen Strompreisen aus dem Netz laden und die gespeicherte Energie später zu teuren Zeiten verwenden. Mit 2.500 Watt Ladeleistung lässt sich rechnerisch innerhalb von zwei Stunden der 5-kWh-Akku laden. Ladeverluste, die Steuerung und mögliche Leistungsreduzierungen verlängern diesen Ladezeitraum in der Praxis etwas. Wie wirtschaftlich sinnvoll dieses Vorgehen ist, hängt entscheidend auch von der Preisdifferenz zwischen den Lade- und Entladezeiten ab und davon, ob diese die Umwandlungsverluste kompensiert. Mit rund 20 Prozent sind diese Verluste, die sich in Summe beim Laden und Entladen ergeben, durchaus relevant. Rein rechnerisch müssen für nutzbare 5 kWh des Akkus nämlich über einen dynamischen Stromtarif rund 6 kWh geladen werden. Eine Kilowattstunde pro 5 Kilowattstunden Verbrauch macht somit die rechnerische Differenz aus, die über den Kostenunterschied wieder reingeholt werden muss.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000

Hier liegt auch ein Vorteil der Stream 5000, wenn man sie über Solar lädt. Da über Solar mit Gleichstrom statt Wechselstrom geladen wird, entfällt das Umwandeln und der Akku kann unmittelbar über die Solarenergie geladen werden. Die Verluste hierbei sind deshalb geringer.

Lokale Steuerung statt lokaler APIs

EcoFlow bietet mit der Stream 5000 auch eine lokale Steuerung des Systems über die App. So kann das System auch ohne Cloud-Anbindung oder Internet weiterhin gesteuert werden, wenn man sich im selben Netzwerk befindet. Das ist ein etwas anderer Ansatz, als ihn etwa Anker verfolgt, denn Anker bietet lokale APIs, mit denen man das System beispielsweise über Home Assistant steuern kann, was aber eine solche Plattform, zusätzliche Konfiguration und die Kenntnis darüber erfordert. Bei EcoFlow erfolgt die Steuerung lokal weiterhin über die EcoFlow-App.

Aufstellung, Anschlüsse und Installation

EcoFlow legt die Stream 5000 auf eine unkomplizierte Inbetriebnahme aus. Zum Lieferumfang gehören neben der Haupteinheit das AC-Netzkabel mit Schuko-Stecker, Montagematerial für die Wandbefestigung und eine Kurzanleitung. Auch MC4-Werkzeug wird mitgeliefert.

Lieferumfang der Stream 5000
Lieferumfang der Stream 5000
Grid-Anschluss der Stream 5000
Grid-Anschluss der Stream 5000

Die Installation ist mit dem Verbinden des AC-On-Grid-Anschlusses mit dem Hausnetz und dem Anschließen der Solarmodule erledigt. EcoFlow setzt erneut auf flexible MC4-Anschlüsse an der Rückseite, die nach oben gerichtet sind. Das sieht zwar zunächst nicht so ordentlich aus wie die starren Anschlüsse einer Solarbank 4 Pro, hat in der Praxis aber einen entscheidenden Vorteil. Die Verbindung der Solarkabel über die MC4-Anschlüsse lässt sich viel einfacher wieder lösen als bei Anker. Bei Anker kommt man mit dem Werkzeug kaum in die Vertiefungen der Anschlüsse und muss, gerade wenn alle Anschlüsse belegt sind, sehr fummeln. Das geht bei EcoFlow deutlich einfacher und unproblematischer. Im Test kam dies zum Tragen, weil ein defekter Y-Adapter ausgewechselt werden musste, der immer wieder dafür sorgte, dass ein Solarmodulpaar ausfiel. Solche Details merkt man also erst, wenn sie mal relevant werden, was im Alltag selten der Fall ist.

Flexible MC4-Anschlüsse an der Rückseite der Stream 5000
Flexible MC4-Anschlüsse an der Rückseite der Stream 5000

Die eigentliche Einrichtung erfolgt anschließend in der EcoFlow-App. Über die Taste an der nach vorne geneigten Oberseite wird die Stream 5000 eingeschaltet. In der App wird das System in Bluetooth-Reichweite erkannt, mit dem WLAN verbunden und kann konfiguriert werden.

Im Test verlief die Einrichtung schnell und unkompliziert. Wir haben dem System anschließend ein vorhandenes Shelly-3EM-Energiemessgerät hinzugefügt, das bereits im Schaltkasten verbaut war. So ist es möglich, die Ausgangsleistung der Stream 5000 ganz einfach an den vom Shelly 3EM gemessenen Verbrauch des Haushalts zu koppeln. Einer weiteren, aufwendigen Konfiguration bedarf es hierfür nicht, nur das Energiemessgerät muss einmalig von einer Fachkraft im Schaltkasten des Haushalts installiert werden.

Probleme, dass die Verbindung der Stream 5000 zum WLAN oder dem Shelly-Messgerät abgebrochen ist, gab es während des gesamten Tests nicht. Die Stream 5000 war zu jeder Zeit auch von unterwegs über die EcoFlow-App erreichbar. Auch Fehler traten im Testzeitraum von mehreren Wochen keine auf. Das System lief absolut stabil und unauffällig, ohne dass es eines Eingreifens bedurfte.

Grid-Anschluss mit Schuko-Kabel
Grid-Anschluss mit Schuko-Kabel
4 MC4-Paare mit 4 MPPT
4 MC4-Paare mit 4 MPPT

Energiemanagement über die EcoFlow-App

Die Steuerung übernimmt weiterhin die EcoFlow-App, die mit der neuen Generation stärker als bisher als zentrale Energieverwaltungsplattform ausgelegt ist. Mit Oasis 3.0, der KI-gestützten Energiemanagement-Plattform (HEMS) hinter der App, die im Juni 2026 vorgestellt wurde, führt EcoFlow verschiedene Informationen zusammen. Dazu gehören die aktuelle Solarleistung, der Ladezustand der Batterie und der Stromverbrauch des Haushalts beziehungsweise der verbundenen und überwachten Geräte wie Smart Plugs, sofern kein intelligenter Stromzähler genutzt wird. Auf Grundlage dieser Werte entscheidet das System, ob erzeugter Solarstrom direkt verbraucht, im Akku gespeichert oder bei Bedarf wieder abgegeben wird. Die App zeigt die aktuellen Energieflüsse an und ermöglicht die Konfiguration der Lade- und Entladeleistung. Der Nutzer kann sich in den Einstellungen auch für eine Nulleinspeisung entscheiden, so dass überschüssiger Solarstrom, der nicht mehr im Akku gespeichert werden kann und vom Haushalt nicht benötigt wird, nicht in das Stromnetz eingespeist wird. Die Stream 5000 drosselt dann die Solarproduktion entsprechend.

Stream 5000 in der EcoFlow-App

In der App kann man per se zwischen den Betriebsarten „KI-Modus“, „Eigenstromversorgung“ und „Zeitplan“ wählen und diese jeweils weiter individualisieren. In den Systemeinstellungen legt man hingegen die generellen Optionen wie Einspeiseleistung, AC-Eingangsleistung und etwaige Entladegrenzen für den Akku fest. Gerade im Winter empfiehlt es sich, hier eine Entladegrenze zu wählen, so dass der Akku nie vollständig entladen wird.

Die Betriebsmodi der EcoFlow Stream 5000
Die Betriebsmodi der EcoFlow Stream 5000
Einstellungen und Informationen der Stream 5000 in der EcoFlow-App
Einstellungen und Informationen der Stream 5000 in der EcoFlow-App

Für Nutzer erfreulich ist, dass EcoFlow inzwischen wieder von den Premium-Abos Abstand genommen hat. KI-Funktionen stehen nicht mehr nur zahlenden Kunden zur Verfügung, so dass auch bisherige Premium-Funktionen wie der KI-Modus, der Solarproduktion und Verbrauch analysiert und die Lade- und Entladephasen des Akkus automatisch steuert, die Wettervorhersage und dynamische Stromtarife nun allen Nutzern zur Verfügung stehen. Im Profil gibt es zwar noch einen Eintrag zu den eignen Abonnements, im Test war jedoch für keine Funktion der Abschluss des Abos nötig.

Auch wenn EcoFlow die App inzwischen erweitert und umgestaltet hat, sind die wichtigsten Funktionen gegenüber dem Stand beim Test der EcoFlow Stream Ultra und Ultra X aus dem letzten Jahr unverändert, weshalb für weitere Details auf unseren damaligen Test der Stream Ultra und der Stream Ultra X verwiesen wird.

Smart Meter für bedarfsgerechte Einspeisung

Wie gerade bereits erwähnt, kann auch eine automatische Anpassung der Einspeiseleistung an den Stromverbrauch des gesamten Haushalts erreicht werden, wenn ein kompatibles Messgerät im Schaltschrank verbaut ist. Bis zur maximalen Einspeiseleistung kann die Stream 5000 dann auf Veränderungen reagieren, wobei wie bei jedem System gilt, dass es durch einen leichten zeitlichen Versatz zu einer kleinen Über- oder Untersteuerung kommt. In der Regel liegt dieser im niedrigen einstelligen Sekundenbereich. Dies ist bei allen derartigen Systemen mit potenziell extrem kurzen Lastspitzen der Fall. Diese sind es jedoch nicht, die über einen langen Zeitraum den Großteil des Stromverbrauchs ausmachen, so dass die Anpassung immer noch als bestmöglich angesehen werden kann. Auch die Regelung selbst ist genau und es kommt auch bei großen Sprüngen nicht zu ungewöhnlichem Verhalten.

Einstellungen und Informationen der Stream 5000 in der EcoFlow-App

Neben eigenen Messgeräten unterstützt EcoFlow dafür verschiedene Drittanbieterlösungen. Dazu zählen unter anderem Shelly Pro 3EM, Shelly 3EM, HomeWizard P1, Tibber Pulse IR und Everhome EcoTracker IR. Welche Geräte konkret eingesetzt werden können, hängt auch vom im Haushalt verbauten Stromzähler und der Installation ab.

Der Einsatz eines Smart Meters ist insbesondere dann sinnvoll, wenn möglichst wenig selbst erzeugter Strom ungenutzt ins öffentliche Netz fließen soll und man nicht nur eine errechnete Grundlast durch einen festen Einspeisewert mit eventuell zusätzlichen Großverbrauchern über Smart Plugs abfangen möchte.

KI, Automatisierungen und Chatbot

Auch bei EcoFlow wird die KI-Integration in das Energiemanagement immer wichtiger und umfassender. Das System kann Wettervorhersagen, Verbrauchsmuster und Stromtarife berücksichtigen, um Lade- und Entladevorgänge je nach eingestelltem Modus automatisch zu planen. So kann die Batterie beispielsweise gezielt für den Abend reserviert werden, wenn tagsüber ausreichend Solarstrom zur Verfügung steht. Bei dynamischen Stromtarifen lassen sich wie erwähnt günstige Zeiten ausnutzen und die Informationen über den Preisverlauf nutzen.

Neben der automatischen Verwaltung bietet EcoFlow auch Wenn-dann-Automatisierungen. Darüber kann der Nutzer Aktionen abhängig von Uhrzeiten, dem Ladezustand oder bestimmten anderen Bedingungen ausführen. Die neue App verringert so auch etwas die in den letzten Jahren vorherrschende Notwendigkeit, ohne Smart Meter feste Einspeisewerte manuell einzustellen.

Eine weitere Neuerung ist der KI-basierte Energieassistent, mit dem Einstellungen und Energiepläne über natürliche Sprache erstellt werden können, der EcoBot. Statt sich ausschließlich durch die Menüs zu klicken, kann der Nutzer eine gewünschte Aktion dem Assistenten in Textform beschreiben. Das klappt im Test allerdings nicht immer zuverlässig, weil schlichtweg nicht verstanden und umgesetzt wurde, was gewünscht war. „Lade die Stream 5000 über AC“ konnte nicht umgesetzt werden.

Integration in Home Assistant

Eine offizielle Integration in Home Assistant durch EcoFlow gibt es bislang nicht. EcoFlow selbst rückt die lokale Steuerung über die EcoFlow-App in den Fokus, die aber gerade nichts mit einer API-Integration in offene Smart-Home-Systeme zu tun hat, die beispielsweise Anker Solix inzwischen offiziell unterstützt.

Möchte man die Stream 5000 in Home Assistant integrieren, bleibt somit nur der Weg über eine Community-Integration für EcoFlow, beispielsweise die EcoFlow Cloud Integration for Home Assistant über HACS, die die Stream 5000 zum Testzeitpunkt aber noch nicht unterstützt. In EcoFlow Energy for Home Assistant ist die Stream 5000 hingegen schon verfügbar.

Fazit

Mit der Stream 5000 entwickelt EcoFlow sein Balkonkraftwerksystem in wesentlichen Punkten weiter und verbessert es deutlich. Die technische Leistung ist normalen Installationen spielend gewachsen und lässt viel Luft nach oben. Der neue Formfaktor und das neue Design überzeugen und sind ein richtiger und wichtiger Schritt im Vergleich zur Konkurrenz. Mit dem modularen Aufbau und den stapelbaren Zusatzbatterien schafft EcoFlow die Möglichkeit, über mehrere Generationen hinweg ein geordnetes System zu erhalten, das ohne teure Zusatzkabel auskommt. Hier hat man einen echten, praktischen Nachteil des Vorgängers beseitigt. Genau diese zukünftig gesicherte Kompatibilität muss der Hersteller aber noch beweisen, denn hier hat Anker mit der Solarbank und den über mehrere Produktgenerationen hinweg kompatiblen Zusatzbatterien in den letzten Jahren gehörig vorgelegt.

Der neue Anschluss für Zusatzbatterien an der Unterseite der Stream 5000
Der neue Anschluss für Zusatzbatterien an der Unterseite der Stream 5000

Die wichtigsten Fortschritte der Stream 5000 sind die höhere Speicherkapazität von 5.024 Wh, die insgesamt 5.000 Watt PV-Eingangsleistung und die gesteigerte Ausgangsleistung von bis zu 3.000 Watt. Die vier MPPT sind in dieser Leistungs- und Preisklasse im Grunde schon obligatorisch und Pflicht statt Kür. Mit zwei Überdruckventilen liefert man mehr als die Konkurrenz, relevant wird dieser Aspekt für die meisten Nutzer aber hoffentlich nie. Da man von diesem zusätzlichen Schutz auch erst im Schadenfall profitiert, dürften viele Käufer ihn weniger hoch gewichten, als es angemessen wäre.

Die Stream 5000 ist damit vor allem ein Speichersystem für Nutzer, die mehr als ein klassisches Balkonkraftwerk betreiben möchten. Ihre größte Stärke lässt sich, abseits des völlig fehlerfreien Dauerbetriebs im Test, nicht an einem einzigen Wert festmachen, sondern liegt in der Kombination aus hoher PV-Eingangsleistung, modularer Erweiterbarkeit und softwarebasierter Energieverwaltung. Für kleine Balkonkraftwerke mit wenigen hundert Watt Solarleistung, die auch in naher Zukunft keine Aussicht auf Erweiterung haben, sollte man hingegen zunächst prüfen, ob die vergleichsweise große Akkukapazität überhaupt regelmäßig ausgenutzt werden kann – das gilt allerdings nicht nur für die Stream 5000, sondern bei allen Solarsystemen mit Speicher.

Für Haushalte, die eine neue PV-Anlage mit mehreren Solarmodulen und einem erweiterbaren Speicher aufbauen möchten, bietet die Stream 5000 ein überzeugendes technisches Gesamtpaket. Die Verarbeitung, die Funktionsvielfalt und der stabile Dauerbetrieb, der in der Regel keinerlei manuelles Eingreifen erfordert, sind ebenso wie die Handhabung erstklassig. Für einen optimalen Eigenverbrauch ist wie bei allen Systemen auch bei der Stream 5000 ein Smart Meter im Schaltschrank Pflicht.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000
Solar-Anschlüsse der EcoFlow Stream 5000
Solar-Anschlüsse der EcoFlow Stream 5000

Auf die Frage, ob man sich für die EcoFlow Stream 5000 oder die Anker Solix Solarbank 4 Pro entscheiden sollte, ist keine einfache Antwort möglich. Beide Systeme sind sich bei der Leistung zunächst sehr ähnlich. Bei der Notstromversorgung über AC bietet EcoFlow mit bis zu 3.000 Watt theoretisch etwas mehr, bei der Erweiterbarkeit über Zusatzbatterien in einem Tower legt Anker Solix hingegen mit 30 kWh die Messlatte doppelt so hoch an wie EcoFlow. Preislich sind beide Systeme ähnlich positioniert und je nach aktuellem Rabatt häufig gleich teuer. Im Alltag einen problemlosen, stabilen Betrieb bieten auch beide Systeme. Bei der Smart-Home-Integration und lokalen Steuerung verfolgen beide Hersteller aktuell noch etwas unterschiedliche Ansätze, wobei die direkte Home-Assistant-Integration von Anker für Bastler wichtiger sein dürfte als die für weniger versierte Nutzer einfachere lokale Steuerung der EcoFlow Stream 5000 über die normale App auf dem Smartphone. Bei der Abwärtskompatibilität zukünftiger Generationen mit Zusatzbatterien des aktuellen Systems muss EcoFlow beweisen, dass das neue modulare Design tatsächlich dauerhaft Bestand hat – Anker Solix hat dies bereits bewiesen.

EcoFlow Stream 5000
05.11.2026
ComputerBase-Empfehlung für EcoFlow Stream 5000

ComputerBase hat die Stream 5000 leihweise von EcoFlow zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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