iPad mini mit OLED und A20 Pro im Test: Dünner, schneller, teurer
Das neue iPad mini mit OLED-Display und A20 Pro ist das bislang dünnste iPad mini und zugleich Apples bislang leichtestes Tablet. Beides wirkte sich im Test positiv auf die Portabilität aus. Das neue OLED-Display macht einen großen qualitativen Sprung gegenüber dem LCD, doch 60 Hz wollen nicht zum noch höheren Preis passen.
iPad mini überholt iPad Air
Das iPad mini hat eine gewisse Sonderstellung im Tablet-Portfolio von Apple. Es kostet mit Preisen ab 749 Euro weitaus mehr als das normale iPad, das nach den jüngsten Preiserhöhungen mindestens 499 Euro kostet, bietet aber einen kleineren Bildschirm. Die Displaygröße ist aber nicht ausschlaggebend für die Positionierung im Portfolio, vielmehr ist es die Leistung und jetzt auch die Displaytechnik. Mit OLED statt LCD zieht das iPad mini auch am größeren iPad Air vorbei, bei dem die größere Diagonale auf der Habenseite steht – und das für diesen Vorsprung 50 Euro mehr kostet. Selbst am vermeintlich schnelleren M4 des iPad Air zieht das iPad mini mit A20 Pro vorbei.
- iPad (A16): ab 499 Euro (Wi-Fi), ab 669 Euro (5G)
- iPad mini (A20 Pro): ab 749 Euro (Wi-Fi), ab 919 Euro (5G)
- iPad Air 11" (M4): ab 799 Euro (Wi-Fi), ab 969 Euro (5G)
- iPad Air 13" (M4): ab 999 Euro (Wi-Fi), ab 1.169 Euro (5G)
- iPad Pro 11" (M5): ab 1.299 Euro (Wi-Fi), ab 1.549 Euro (5G)
- iPad Pro 13" (M5): ab 1.649 Euro (Wi-Fi), ab 1.899 Euro (5G)
Speicher wirkt sich auf den A20 Pro und das Glas aus
Beim Speicher des Basismodells sind iPad, iPad mini und iPad Air mit 128 GB identisch aufgestellt, erst das deutlich teurere iPad Pro mit M5 (Test) kommt mit 256 GB. Apropos Speicher: Beim iPad mini ist lediglich das 512-GB-Modell mit dem großen A20 Pro ausgestattet, der einen E-Kern mehr und eine Dual-Neural-Engine mit 32 Kernen bietet. Apple hat uns für den Test die Maximalkonfiguration mit 5G-Unterstützung für 1.299 Euro ausgeliehen – aber ohne das Nanotexturglas, das für das 256-GB- und 512-GB-Modell für weitere 130 Euro Aufpreis angeboten wird.
Technische Daten im Überblick
| Apple iPad mini (2026) | |
|---|---|
| Software: (bei Erscheinen) |
iPadOS 27 |
| Display: | 8,50 Zoll, 1.512 × 2.316 325 ppi, 60 Hz OLED, HDR |
| Bedienung: | Touch, Stylus, Fingerabdrucksensor |
| SoC: | Apple A20 Pro 2 × ?, 4,93 GHz 3 × ?, 2,64 GHz 2 nm, 64-Bit Variante Apple A20 Pro 2 × ?, 4,93 GHz 4 × ?, 2,64 GHz 2 nm, 64-Bit |
| GPU: | Apple Hepta-Core 1.620 MHz |
| RAM: | 12.288 MB LPDDR5X |
| Speicher: | 128 / 256 / 512 GB |
| 1. Kamera: | 12,0 MP, 2160p f/1,80, AF, LED |
| 2. Kamera: | Nein |
| 3. Kamera: | Nein |
| 4. Kamera: | Nein |
| 5. Kamera: | Nein |
| 1. Frontkamera: | 12,0 MP, 1080p Display-Blitz, f/2,00 |
| 2. Frontkamera: | Nein |
| GSM: | Nein Variante GPRS + EDGE |
| UMTS: | Nein Variante HSPA+ ↓42,2 ↑5,76 Mbit/s |
| LTE: | Nein Variante Advanced Pro |
| 5G: | Nein Variante NSA/SA |
| WLAN: | 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be |
| Bluetooth: | 6.0 |
| Ortung: | Nein Variante A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC |
| Weitere Standards: | USB-C 3.2 |
| SIM-Karte: | – Variante eSIM |
| Akku: | 4.900 mAh (18,90 Wh) fest verbaut |
| Größe (B×H×T): | 132,6 × 195,3 × 5,40 mm |
| Schutzart: | IP67 |
| Gewicht: | 255 / 263 g |
| Preis: | ab 717 € / ab 841 € / ab 1.079 € / ab 879 € / ab 999 € / ab 1.269 € |
Das Format ist das Highlight des iPad mini
War das bisherige iPad mini mit lediglich 293 g schon ein Leichtgewicht, wechselt die Neuauflage nun ins Fliegengewicht mit nur noch 255 g, wobei unsere Ausführung mit Mobilfunk mit 263 g einen Hauch schwerer ausfällt. Die abermals reduzierten Abmessungen von 132,6 × 195,3 × 5,40 mm tragen zum minimalistischen Erscheinungsbild bei. Das Tablet ist exakt 0,9 mm dünner als der direkte Vorgänger mit A17 Pro.
Das iPad mini wiegt praktisch so viel wie das iPhone Duo (Test) oder iPhone 18 Pro Max (Test), nur eben auf viel mehr Fläche verteilt, was ein wenig surreal wirkt, da beides nicht zusammenpassen will. Das iPad mini ist das mit Abstand handlichste Tablet, das Apple jemals auf den Markt gebracht hat.
Apples erstes Tablet mit IP67-Zertifizierung
Es ist darüber hinaus das erste Apple-Tablet, das eine IP67-Zertifizierung besitzt. Es ist damit gegen Staub und Wasser geschützt, dem entspannten Einsatz in der Badewanne steht damit nichts im Weg. Apple sagt, es sei bis zu 1 Meter für bis zu 30 Minuten geschützt. Und trotz geringerer Zertifizierung traut man dem iPad mini deutlich eher als dem iPhone Duo mit IP68 zu, auch einen Strandtag zu überleben.
Die Lautsprecher wandern „in“ das Display
Mit dem versiegelten Gehäuse geht ein neues Lautsprecher-Layout einher, Apple nennt es „Acoustic Display“. Die Tieftöner sind „über das Display miteinander gekoppelt“, erklärt der Hersteller, und sollen für sattere Bässe und mehr Lautstärke sorgen. Die Hochtöner sitzen kaum wahrnehmbar zwischen dem Glas und dem Aluminiumgehäuse und sollen klarere Höhen ermöglichen. Öffnungen im Rahmen gibt es nicht mehr, stattdessen zwei kaum sichtbare Schlitze auf der jeweils kurzen Seite des Tablets.
Stereo-Lautsprecher im Querformat haben alle Tablets von Apple, die des iPad mini klingen subjektiv bewertet erstaunlich gut für die Größe des Tablets, letztlich aber doch ein wenig flach, weil schlichtweg Volumen für mehr Tiefgang fehlt. Filme, Serien und Spiele begleiten sie aber gut und auch laut genug, nur eben nicht so überzeugend wie beim iPad Air oder vor allem iPad Pro.
FaceTime-Kamera wechselt ins Querformat
Nach dem iPad Pro, iPad Air und Basis-iPad war es nun auch für das kleinste Tablet an der Zeit, die FaceTime-Kamera für die Nutzung in Landscape-Ausrichtung umzusetzen. Das passt auch zum Zubehör, das meistens so ausgelegt ist, dass das Tablet auf der langen Seite steht.
Bildschirm wechselt von LCD zu OLED
Die für ein derart kompaktes Tablet doch ziemlich große Klangkulisse passt zum aufgewerteten Bildschirm. Das neue iPad mini ist das erste iPad nach dem iPad Pro, das nun ebenfalls über einen OLED-Bildschirm verfügt. Weil Apple die Bildschirmränder um 24 Prozent reduziert hat, passen in das gegenüber dem Vorgänger kleinere Gehäuse jetzt 8,5 Zoll statt 8,3 Zoll – mit daran angepasster Auflösung von 2.316 × 1.512 Pixeln (326 ppi).
OLED ist ein Qualitätsgewinn gegenüber dem vorherigen LCD, zumal das nicht, wie etwa zu den späteren LCD-Zeiten des iPad Pro, über ein mehrzoniges Mini-LED-Backlight realisiert wird. Die selbstleuchtenden Pixel ermöglichen perfektes Schwarz, einen sehr hohen Kontrast und leuchten heller als das alte LCD: 600 cd/m² im Vollbild und 1.200 cd/m² in der Spitze für HDR gibt Apple an. Unsere eigenen Messwerte bestätigen diese Angaben nicht ganz, aber die Peak-Helligkeit ließ sich auf einer 10-Prozent-Fläche auf 1.130 cd/m² steigern. Mit der vorherigen Generation war bei 500 cd/m² Schluss.
ProMotion fehlt, vor allem mit Blick auf den Preis
OLED wie beim iPad Pro ist allerdings nicht gleichbedeutend mit ProMotion wie beim iPad Pro. Das iPad mini bleibt bei 60 Hz, was insofern erstaunlich ist, als dass die Kombination aus OLED und 60 Hz einer sehr speziellen Anfrage beim Zulieferer bedurft haben muss – wo bekommt man diese Kombination heutzutage überhaupt noch?
Was mit Blick auf die 749 Euro wenig verständlich ist, ergibt im Apple-Portfolio – und auch nur dort – doch Sinn, schließlich darf der Abstand zum iPad Pro nicht reduziert werden. Ob das nächste iPad Air ein OLED mit 120 Hz bekommen wird? Das darf angesichts des iPad mini angezweifelt werden. Das iPhone 17 (Test) hat somit doch nicht Schluss mit 60 Hz für Neuvorstellungen gemacht.
Für den Medienkonsum kaum relevant
Merkt man das im Alltag? Wenn man es gewohnt ist, mit geschmeidigen 120 Hz über einen iPhone- oder iPad-Bildschirm zu wischen, dann fallen die 60 Hz sofort ins Auge. Allerdings muss man für so etwas auch ein wenig ein Auge habe, denn es wird nicht wenige Menschen geben, die an den 60 Hz nichts zu kritisieren haben, eben weil es ihnen nicht auffällt. Darüber hinaus wirken sich die 60 Hz praktisch nicht auf den Medienkonsum aus, etwa bei Filmen, Serien oder Spielen. Bei der iPadOS-Bedienung oder beim schnellen Scrollen im Browser merkt man die Bildwiederholrate eher.
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