CCIBS
Captain
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Der Wille zu frieden gab es so gesehen ja schon immer. Schon die Römer wollte lieber Gebiete einnehmen dadurch, dass sie zeigten "Es ist besser Römer zu sein." Erst wenn dies nicht klappte, marschierte man ein.Jupp53 schrieb:Jetzt hat sich unsere Chance auf einen "natürlichen" Tod in den letzten 2000 Jahren gewaltig verbessert, selbst in den Kriegsgebieten unsere Tage. Seit Karl dem Großen hat jede Generation "Deutsche" und "Franzosen" im Krieg gelegen. Ich gehöre zur ersten Generation, die dieses Schicksal nicht erlitten hat. Es gibt also Fortschritte. Die Fragen sind, woher kommen die, wie sind die zu verteidigen und auszubauen. Wir alle können unsere Lebensaufgaben im Frieden besser bewältigen und lebend unverletzt sowieso.
Da du Karl den Großen erwähnst, auch da war am Schluss der Wunsch nach Frieden so groß, dass die Sachsen zum Christentum übergingen, Hauptsache das Blutvergießen endet endlich. Und immer wieder gab es den Wunsch, wenn auch zugegeben mit wenig Willen.
Was ist aber nun anders? Ganz einfache Antwort. Die Waffen. Als Goebbels fragte "Wollt ihr den totalen Krieg.", bedeutete dies damals nicht, dass der Feind am nächsten Tag, oder nächste Woche. Vielleicht nicht einmal nächsten Monat vor der Haustür stand.
Knapp 10 bis 15 Jahre später bedeutete "Totaler Krieg" in weniger als 24 Stunden die nahezu komplette Vernichtung der Menschheit. Bestenfalls. Daher wohl der Wille Frieden zu schaffen nachdem zweiten Weltkrieg.
Wie ist es zu Verteidigen? Durch Kompromisse, da man nicht allen Menschen eine Lebensweise aufzwingen kann. Das funktionierte schon bei Karl nicht und frieden wurde erst durch einen Kompromiss geschaffen.
Wie kann man ihn ausbauen? Heutzutage würde ich viel Leid dem Wohlstandgefälle anlasten. Demnach könnte man also Frieden ausbauen, indem die wohlhabendere Länder (wie wir) etwas auf unseren Luxus verzichten (Verzicht auf Luxus bedeutet bei mir nicht in Armut zu leben), damit es anderen besser geht bzw. mehr haben. Damit meine ich nicht nur andere Menschen, sondern auch Natur und Tierreich.