22.Juni 2020 - 75. Jahrestag des Überfalls auf die UdSSR

  • Ersteller Ersteller Jupp53
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oberschmock schrieb:
Vielleicht ist das Thema doch zu fordernd fuer den einen oder anderen.
Fühlst du dich denn überfordert?
Ich meine... du hast hier inhaltlich noch nichts beigetragen. Kommt da noch was? :)
 
nun, keine kurzform kann das thema ausloten, klar. insofern werde sich in jedem post punkte finden, die verkürzt sind, mitunter gehts ned anders. mit bewusstsein der unschärfen und verkürzungen.

aber ja, die psychologie hat ein grundsätzliches problem.
nicht unsonst wird das vorhandensein von bewusstsein an sich als the hard problem tituliert. weil alle sind sich einig: es existiert, aber keiner kanns definieren.

und vieles, was ich schrieb, soll nur die permutation uralter probleme zeigen. ich bilde mir keineswegs ein, das lösen zu können.

und es stimmt, leider versumpft alles in eitelkeiten.
 
Nee kommt nix mehr. Ich lese nur mit und freu mich einfach über meine solide gesellschaftspolitische Sozialisation und bin dafuer etwas traurig wenn ich sehe, wie sehr das bei anderen in die Hose gegangen ist.
 
oberschmock schrieb:
Nee kommt nix mehr. Ich lese nur mit und freu mich einfach über meine solide gesellschaftspolitische Sozialisation und bin dafuer etwas traurig wenn ich sehe, wie sehr das bei anderen in die Hose gegangen ist.
Niedlich. :D
 
Ich finds auch immer wieder nett, wenn jemand bewusst die Umlaute wie in nem Kreuzworträtsel nieder tippt.... ^.^
 
Nachweislich einen Lüge:
oberschmock schrieb:
Nee kommt nix mehr. Ich lese nur mit und freu mich einfach über meine solide gesellschaftspolitische Sozialisation und bin dafuer etwas traurig wenn ich sehe, wie sehr das bei anderen in die Hose gegangen ist.
^.^
 
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was? DAS? welch starkes wort. welch dünner hintergrund, quasi durchsichtig.
komm, das ist doch peanuts, fällt dir sonst nix ein?
dann kannst es einfach lassen, was sowieso besser ist.
ich lass es auch, und alle sind glücklich und zufrieden.
 
Ich bin einfach ein notorischer Lügner aber das mit der gesellschaftspolitischen Sozialisation... Ach egal. Whats4 hat recht. Alles Eitelkeit. Ich höre jetzt auch auf. Erstmal. Gute Nacht liebe Mitmenschen.
 
ja, ebenfalls gute nacht.
weil es pubertär ist, dieser thread, bzw die eigendynamik.
nicht die beteiligten, sondern die summe.
 
pfungi schrieb:
Letztendlich ist es eine alte Frage ob von Natur aus schlechte Menschen durch eine Gesellschaft erst zivilisiert werden (Hobbes) oder von Natur aus gute Menschen durch eine Gesellschaft erst korrumpiert werden (Rousseau).
...
Niemand kann das wirklich beantworten - auch Pinker ist nicht die letzte Wahrheit und ist viel kritisiert worden.
...
Abschliessend möchte ich nur noch sagen dass mich die Art und Weise wie hier im Ausgangspost Geschichte dazu benutzt wird um ein politisches Süppchen zu kochen (so nehme ich das jedenfalls wahr) als abstossend empfinde.
Es gibt mindestens noch eine weitere Sicht, die "gut" und "böse" als fehlerhafte Kategorien für die Frage annimmt.

"Politisches Süppchen" ist erst einmal nur ein abwertender Begriff, wie die Bewertung "abstoßend". Beides ist dein Recht.
Die Hauptfrage bleibt trotzdem: Wie lässt sich aus der Geschichte lernen und wie kann der Nachfolgestaat des Verbrecherregimes seinen Respekt vor den Opfern zeigen? Ist politische Opportunität ein höherer Wert als Menschenleben? Bei dieser Frage brechen klassische Lager auf.
 
naja, es ist komplex, klar.
aber genauso wie sich zehntausene gesetze eines modernen staates prinzipiell, im grunde, runterbrechen lassen auf die berüchtigten zehn, zumindest in die nähe,
so könnte man den umgang miteinander ebenfall runterbrechen, auf so simples und altes wie
was du nicht willst, daß man dir tut, das füge auch keinem anderm zu.
oder am kürzesten: leben und leben lassen.

aber ich fürchte, das hat einen haken.
individuen können es, gemeinschaften schwer, und je größer, desto weniger.
aber das problem ist leider so alt wie organisierte gesellschaft.
wir werden e vermutlich ned lösen.
 
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Jupp53 schrieb:
Wie lässt sich aus der Geschichte lernen
Man kann aus der Geschichte im gar Grunde gar nichts lernen (die Umstände sind immer wieder andere, historische Gesetze a la historischer Materialismus gibt es halt einfach nicht), aber man kann Geschichte instrumentalisieren.

Und genau das ist Deine Intention.

Letztendlich geht es Dir nicht um eine Erkenntnis oder das Gedenken, sondern um eine Agenda - nämlich (siehe Deine Signatur):

"Faschisten" (was immer das auch genau sein mag) sind Verbrecher und "Rechtspopulisten" (was immer das auch genau sein mag) sind Faschisten, also muss man die bekämpfen.

Was Du hier machst ist halt simpler "Kampf gegen Räääächts".

Nur halt für arme.
 
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Ich würde schon sagen, dass man aus der Vergangenheit lernen kann, wenn man will. Als Beispiel würde ich die Hexenverfolgung und die Erkenntnis, wie nichtssagend Geständnisse unter Folter sind.
 
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Hexenverfolgungen im engeren Sinne gibt es nicht mehr nicht weil wir aus der Geschichte gelernt haben, sondern weil wir nicht mehr an Hexen glauben.

Die Umstände sind eben immer andere Im Laufe der Geschichte.

Und im übertragenen Sinn gibt es Hexenverfolgungen bis heute.

Und wer hätte wirklich gelernt was Folter bringt oder nicht bringt?

Die Amerikaner in Guantanamo haben das Memo jedenfalls nicht bekommen.
 
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pfungi schrieb:
Man kann aus der Geschichte im gar Grunde gar nichts lernen (die Umstände sind immer wieder andere, historische Gesetze a la historischer Materialismus gibt es halt einfach nicht), aber man kann Geschichte instrumentalisieren.
Situationen unterscheiden sich immer irgendwo. Trotzdem lässt sich aus ihnen lernen. Das weiß jede*r. Daher liest sich das nach einem nicht lernen wollen.

Die Behauptung aus Geschichte nichts lernen zu können mag im Einzelfall für historische Situation oder lernunwillige Person gelten. Schlag mal vor, die Militärgeschichte in der Offiziersausbildung abzuschaffen. Das ist im Allgemeinen und gerade hier im Falle des Massenmordes offensichtlich falsch. Das schreit förmlich nach einer Erklärung für diese Behauptung.

These dazu: Grundlage dürfte eine Emotionalisierung sein, die dann über ein Nicht-Wollen und Freund-Feind-Denken zu Beißreflexen führt. Das erklärt den Ton der nicht zitierten Passage. [Die ist off-topic und jenseits des Tones ein ungewolltes Kompliment.]
 
pfungi schrieb:
Hexenverfolgungen im engeren Sinne gibt es nicht mehr nicht weil wir aus der Geschichte gelernt haben, sondern weil wir nicht mehr an Hexen glauben.
Mir ging es nur um die Folter, nicht um die Hexenverfolgung. Folter hätte auch außerhalb der Hexenverfolgung geben können. Die Erkenntnis, dass Folter aber nicht wirklich Aussagekräftig ist, resultierte stark daraus.

Die Umstände sind eben immer andere Im Laufe der Geschichte.

Und im übertragenen Sinn gibt es Hexenverfolgungen bis heute.
Ich hoffe doch sehr, dass die Menschen die Schlussfolgerung "Wenn ich mit Vollgas mit dem Fahrrad gegen eine Wand fahre tut das einem nicht gut" auch auf das Auto übertragen können und nicht glauben, dass sie in einem Auto Schadenfrei herauskommen. Man kann auch aus etwas lernen, ohne dass die Umstände 1:1 wieder so sind.

Und wer hätte wirklich gelernt was Folter bringt oder nicht bringt?

Die Amerikaner in Guantanamo haben das Memo jedenfalls nicht bekommen.
Die Möglichkeit aus etwas zu lernen führt nicht Automatisch dazu, dass etwas gelernt wird, oder jeder das selbe daraus lernt.

Verbrenne ich mich am Feuer, kann ich unter anderem zwei Dinge lernen:
1. Feuer tut weh, also lange ich nicht mehr rein.
2. Feuer tut weh und was mir weh tut, tut auch meinem Feind weh, was ich gegen ihn verwenden kann.

Wobei ich nicht glaube, dass Zweiteres das ist, worauf @Jupp53 hinaus will, was man lernen sollte.

Und außerdem, dass auch heute noch gefoltert wird, liegt wohl auch daran, egal wieviel man lernt, es hindert nicht daran, dass es auch weiterhin Arschlöcher gibt.
 
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