50Mb/s mehr oder weniger Datenübertragungsrate

Bussard

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50MByte/s mehr oder weniger Datenübertragungsrate

"OCZ wird zur Marke von Toshiba"
http://www.hartware.de/news_65092.html

"Nach Ansicht von OCZ geht es aber nicht mehr nur um Performance bei vielen SSD-Interessenten. Nachdem anfangs alle nur auf die Datenraten geschaut und danach gekauft haben, seien nun "50 MByte/s mehr oder weniger Datenübertragungsrate" nicht mehr entscheidend. Käufer würden jetzt nach dem Gesamtpaket schauen ..."

Wie seht Ihr das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt, weil das in der Praxis nicht relevant ist. Eher schon die Zugriffszeit. Aus diesem Grund sind HDs auch noch sehr wohl relevant.
 
Die Aussage stimmt. Mittlerweile schaut man eher auf die Kapazität und den Preis als auf die Geschwindigkeit, weil die sich alle nicht mehr groß unterscheiden. Ist bei mir zumindest so.
 
Wie seht Ihr das?
Ich würde sagen die schlauen SSD Käufer haben schon immer nach dem Gesamtpaket gekauft und nicht die billigste SSD die sie gefunden haben die dann abgeraucht ist, oder Firmware Probleme bekommen hat.

Keiner meiner SSDs angefangen bei einer Intel 510 250GB hatte jemals ein einziges Problem, oder brauchte ein Firmware Update.

Heute liest man des öfteren: "Habe meine Qualitätsbedenken überwunden und nun doch eine SSD zum ersten mal gekauft" Solche Leute können nur von OCZ und co. verunsichert worden sein. Also ganz großes Kino von dem Laden, den Ruf der SSDs runter gezogen zu haben über Jahre.
 
Einzelne Produkteigenschaften sind wichtig aber nicht entscheidend, da der Kunde einen Nutzen kauft und keine Eigenschaften.

Dennoch bin ich der Meinung, lieber ein paar Euro mehr in die Hand nehmen schadet auf lange Sicht nicht um sich Ärger zu ersparen. ;)
 
Kasmopaya schrieb:
Ich würde sagen die schlauen SSD Käufer haben schon immer nach dem Gesamtpaket gekauft...
"Otto-Normalverbraucher" kauft schon immer (nicht das günstigste, sondern) das billigste. Alternativ muss Albrechts Discount oder Hofer draufstehen. :rolleyes:
SSDs sind genau seit deiner Anmeldung 2007 bezahlbar geworden. Und was liest du jeden einzelnen Tag seit 2007 in diesem Technik-lastigen Forum: "eine SSD kauf ich erst wenn xxGB für xx€ erhältlich sind". :freak:
Ergänzung ()

Kasmopaya schrieb:
Also ganz großes Kino von dem Laden, den Ruf der SSDs runter gezogen zu haben über Jahre.
Der Laden hat aber dafür gesorgt, das gute 5 Jahre lang die Preise ohne Ende gepurzelt sind, bis das dann Crucial übernommen hat.
Und ja, auch bei mir sind OCZ-SSDs ausgefallen - und immer innerhalb einer Woche ersetzt wurden. Dafür brauchen andere Unternehmen bis zu 10 Wochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Siemens-Nixdorf schrieb:
Mittlerweile schaut man eher auf die Kapazität und den Preis als auf die Geschwindigkeit, weil die sich alle nicht mehr groß unterscheiden. Ist bei mir zumindest so.
Dann hast Du aber wohl nur SATA SSD und auch keiner der neueren Budget SSDs, hier geht es aber um NVMe SSDs und die machen bei entsprechender Last auch eine großen Unterschied, schau mal diesen Test hier. Die Budget SSDs wie die BX200 oder Trion sind vor allem beim schreiben großer Datenvolumen deutlich langsamer als SSD von vor einem oder zwei Jahren oder wie die SanDisk Plus / Z400w mangels DRAM Cache. Die Zeit als man eigentlich allen SSDs die gleiche Leistung zusprechen konnte, sind durch das aufkommen der NVMe SSDs die deutlich schneller sind und dann durch Budget SSDs die langsamer als ihre Vorgänger sind, wieder vorbei.

UweW. schrieb:
"Otto-Normalverbraucher" kauft schon immer (nicht das günstigste, sondern) das billigste.
Klar gibt es diese Leute auch immer, nur gibt es auch genug die schon den Unterschied zwischen billig und preiswert kennen und wissen, dass die billigsten nur selten auch die preiswertesten sind und man lieber ein paar Euro drauflegt, weil man dann eben auch meist die preiswertesten bekommt, nicht nur bei SSDs. Die Cent einzusparen, bringt eben oft an anderer Stellen deutliche Nachteile.
UweW. schrieb:
Der Laden hat aber dafür gesorgt, das gute 5 Jahre lang die Preise ohne Ende gepurzelt sind, bis das dann Crucial übernommen hat.
Also das sehe ich jetzt nicht als Verdienst von OCZ an, die hatte ja nicht einmal eine eigene NAND Fertigung, sondern generell ehr Trend neuer Technologien und OCZ hat nur solche Preise auf Kosten der Qualität machen können, was dann wieder dazu geführt hat, dass SSDs auch das Image als ausfallfreudig bekommen haben, wobei das vor allem auf deren SSDs zutraf. Keine Ahnung woher das Image von OCZ als Pionier der SSDs kommt, dabei war deren ersten SSD einfach eine Samsung OEM SSD die sie an private Endkunden verkauft haben.

Zur News selbst: Die Integration wurde ja im Grunde schon vor einiger Zeit vollzogen, die Trion hat es ja schon gezeigt, denn wie wurde von Toshiba entwickelt, wird bei Toshiba gebaut und unter verschiedenen Markennamen angeboten, die steckt unter weit mehr Labeln als nur denen von OCZ und Toshiba selbst.
 
Holt schrieb:
Also das sehe ich jetzt nicht als Verdienst von OCZ an.
Ich widerspreche dir äußerst ungern, diesmal beharre ich darauf.
Ergänzung ()

Holt schrieb:
Keine Ahnung woher das Image von OCZ als Pionier der SSDs kommt, dabei war deren ersten SSD einfach eine Samsung OEM SSD die sie an private Endkunden verkauft haben.
Die Summit (eine Samsung 470), ist aber auch sehr zuverlässig gewesen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Firmware-Update auf eine Summit aufgespielt zu haben.
Aber vor der Summit hat doch OCZ die unsäglich lahmen Core und Core II SSDs verkauft, die beim schreiben immer eine Pause von 955ms eingelegt hatten. Controller war der JMF602.
Danach folgte die Vertex 1 mit Indilinx-Controller. Von der Performance her ein Paukenschlag, endlich keine Schreibblockade mehr. Von den darauf folgenden Vertex Limited Edition mit Sandforce 2500 habe ich immer noch eine unkapputbare 50GB. :) . Leider heute viel zu klein.

Nochmal zu deinem Satz mit "OCZ als Pionier": SSDs waren vor 2007 doch absolut unbekannte Exoten. Selbst Hisn, der sich damals in diversen Hardware-Foren redlich mühte uns seine MTRONs schmackhaft zu machen, hatte keine Chance.
Auch in den Printmedien ist man kaum/gar nicht auf SSDs eingegangen. Die wurden irgendwie komplett ignoriert.

Holt - hattest du jemals MTRON oder andere SSDs schon vor 2007 im Einsatz?
Vor den OCZ Cores war ich auf WD Raptor und VelocityRaptor festgenagelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Summit war meines Wissen noch baugleich mit dem Vorgänger der Samsung 470 und die Summit war auch nicht die ersten OCZ SSD, sondern diese OCZSSD2-1S64G hier die eine Samsung MCCOE64G5MPP war. Die anderen Modelle kamen alle erst später und 2007 waren SSD vor allem bei Heimanwendern unbekannte Exoten, im Enterprisesegment gab es aber schon viel länger SSDs, anfangs solche die auf DRAM basierten und SATA SSD gab es nur für OEMs. OCZ war allenfalls ein Pionier diese auch Privaten Endkunden zu verkaufen.

Samsung fing auch erst 2005 mit den SSDs an und deren ersten SSDs wurden 2006 ausgeliefert. BiTMICRO hatte z.B. schon 1999 Flash NAND basierte SSD im Programm, davor gab es auch schon andere die z.B. auf SD Karten basierte SSDs mit NAND Flash bauten, aber von den Pionieren ist heute nur noch Toshiba wirklich ein Name im SSD Geschäft, aber in Form vom Zusammenarbeiten mit andere Herstewllern, eigene SSDs haben sie wie SanDisk und Micron erst 2007 angefangen zu verkaufen. OCZ dagegen eben erst 2008 mit dem Verkauf der Samsung, s.o. und auch Intels erste SSDs (X-25E) gab es erst gegen Ende 2008.

Meine erste SSDs habe ich 2010 gekauft, zwei Intel und die haben damals 2.50€/GB gekostet. Bei solchen Preisen waren SSDs für Heimanwender einfach nicht relevant, dazu gab es eben die technische Probleme wie die bis zu 2s Bedenkzeit die der JM602 sich beim Schreiben schon mal gönnen konnte.
 
AW: 50MByte/s mehr oder weniger Datenübertragungsrate

Bussard schrieb:
Nachdem anfangs alle nur auf die Datenraten geschaut und danach gekauft haben, seien nun "50 MByte/s mehr oder weniger Datenübertragungsrate" nicht mehr entscheidend. Käufer würden jetzt nach dem Gesamtpaket schauen ..."

Wie seht Ihr das?

Ich habe bei der Arbeit verschiedene SSDs, von NVME mit 1000 MB/s über ein RAID 10 aus 4 SATA SSDs bis hin zu einzelnen Samsung 850 EVO - da merkt man aber bei meinen Anwendungen (hauptsächlich Final Cut Pro X) keinen Unterschied zwischen den SSDs, obwohl sie im Benchmark betrachtet recht unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Aus dem Grund habe ich mir neulich eine Sandisk Ultra II 960GB zum Angebotspreis von 200 Euro gekauft, um sie zuhause für Videoschnitt und Bildbearbeitung zu nutzen. Das Teil ist ja eher eine Budget-SSD und "nicht gerade die schnellste". Trotzdem ist sie für meine Zwecke absolut super geeignet - ich weiß nämlich aus Erfahrung, dass ich beim Videoschnitt normalerweise keine Unterschiede mehr merke, ob die SSD nun 400, 500 oder 900 MB/s sequentiell liefert. Hauptsache, die Zugriffszeiten sind kurz, und das sind sie heute bei allen SSDs.

Auch für die Arbeit habe ich neulich als Arbeitslaufwerk für einen Schnittplatz zwei Samsung 850 EVO mit 2 TB gekauft (als RAID 1, wegen Verfügbarkeit). Auf eine Pro habe ich deshalb verzichtet, weil ich die Mehrleistung im Schnitt nicht nutzen kann, und dann spare ich lieber ein bisschen Geld ein und kaufe eher mal wieder eine neue SSD. Die werden schließlich ständig größer!

Also ja - ich bin absolut der Meinung, dass ich SSDs nicht mehr nach Datenübertragungsrate kaufe, weil (zumindest für meine Zwecke) alle soliden SSDs schnell genug sind. Selbst die Budget-Versionen.
 
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