kisser schrieb:
Schaltet man Spannung- und Stromverstärker hintereinander, dann hat man einen Leistungsverstärker.
Verstärker schaltet man überhaupt nicht in Reihe. Oder was sollte es bringen mit einen NF-Verstärker den nächsten zu speisen ?? Möchtest du etwa das Ausgangssignal von Verstärker 1 (egal ob Strom oder Spannungs-verstärkt) an Line In des 2ten Verstärkers anschließen ? Dann viel Spass.
kisser schrieb:
Für Kopfhörerausgänge gilt, dass sie keine hohen Leistungen (keine hohen Ströme) abgeben können.
Daraus folgt, dass der ohmsche Widerstand des angeschlossenen Verbrauchers (Kopfhörer) nicht zu gering sein darf.
Kopfhörerausgänge, die diesen Namen auch verdienen, sind eben genau dafür ausgelegt (wie auch Kopfhörerverstärker) Kopfhörer (die i.d.R höhere Impedanzen aufweisen) anzusteuern.
kisser schrieb:
Ist der Widerstand des Verbrauchers zu klein (fließen also hohe Ströme), dann muss dem Kopfhörer ein Stromverstärker (in diesem Fall auch bekannt als Kopfhörerverstärker) vorgeschaltet werden.
"Vorgeschaltet" ist hier eine seltsame Formulierung. Man schaltet da nichts vor. Entweder man speist den Kopfhörer am NF-Ausgang der Soundkarte oder des NF-Verstärkers an dem Anschluss, der für Lautsprecher dimensioniert ist (sofern eben noch etwas zum Hören ankommt) oder man setzt einen Kopfhörerverstärker ein, welchen man vorzugsweise über die Line-In-Eingänge betreibt.
kisser schrieb:
Bei Impedanzen (= Fachbegriff für frequenzabhängige Widerstände) über 50 Ohm würde ich keinen Gedanken an einen Verstärker verschwenden, denn bei der üblichen Ausgangspannung von 0,7V - 2V eines Kopfhörerausgangs fließt da maximal ein Strom von 2V/50Ohm = 40 mA (0,04 A).
Diese Stromstärke kann praktisch jeder der vor der Kopfhörerbuchse als Verstärker eingesetzten ICs (meist Operationsverstärker) problemlos liefern.
"Schöne" Theorie: Es geht am Ende darum, ob das gelieferte Ausgangssignal dann noch ausreichend ist, den gewünschten Schalldruck im Kopfhörer zu erreichen.
Es gibt klassische NF-Verstärker deren Lautsprecherausgänge für Schallwandler mit üblicherweise 4 oder 8 Ohm vorgesehen sind. Schließt man an diese einen Kopfhörer mit 60 Ohm Impedanz kann es sein, dass durch die hohe Bedämpfung kaum noch etwas zu hören ist.
Umgekehrt zerstört man einen Kopfhörerverstärker, der für hohe angeschlossene Verbraucherimpedanzen konzipiert ist, sollte man zu niedrige Impedanzen (z.B. klassische 4 Ohm Lautsprecher) anschließt.
kisser schrieb:
Allerdings sollte die Ausgangsimpedanz (=Innenwiderstand) des Verstärkers deutlich unter der Impedanz des Kopfhörers liegen, weil beide zusammen einen Spannungsteiler bilden.
Ja, aber hier ist die eigentliche Ausgangsimpedanz des Verstärkers ein Wert, der aber an sich wenig aussagt. Entscheidend ist, für welche anzuschließende Impedanz der Verstärker gebaut wurde. Kopfhörerverstärker sind i.d.R für höhere Impedanzen konzipiert >50 Ohm und klassische NF-Verstärker für Lautsprecher für niedrige Impedanzen der anzuschließenden Schallwandler, meist 4 oder 8 Ohm.
Auch wenn Kopfhörerverstärker üblicherweise aber auch nicht immer als Spannungsverstärker arbeiten, ist es egal, ob Spannungs- oder Stromverstärkung genutzt wird. Einzig wichtig ist das Beachten der vom Verstärker empfohlenen Impedanz der anzuschließenden Verbraucher.
Die meisten Verstärker stellen sowieso Mischfornen dar, die sowohl Strom als auch Spannung verstärken.