60 Ohm Impedanz ohne verstärkende Soundkarte?

Quappas

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Hallo Forum!

Ich würde mir gerne ein neues, nicht allzu teures Headset zulegen und habe das Kingston HyperX Cloud empfohlen bekommen. Jetzt habe ich mir dazu ein paar Reviews und Infos angesehen und muss sagen dass es perfekt zu meinen Anforderungen passt (ohrumschließend, geschlossen, Geräuschdämpfung, abnehmbares Mikro und kurzes Kabel zum unterwegs benutzen, angeblich sehr guter Sound). In diesem Video habe ich jetzt aber gehört, dass das Headset auf Grund seiner 60 Ohm Impedanz, eingesteckt in einen Ipod oder ein Mainboard, welches den Sound nicht ausreichend verstärkt, etwas "matschig" klingt.

Deshalb wollte ich kurz nachfragen, ob ich das Headset ohne Qualitätsverlust in mein ASRock B85M Pro 4 mit Realtek ALC892 Sound stecken kann, oder ob ich dafür eine extra Soundkarte bräuchte?

Gruß,
Quappas
 
Bist du bereit dir eine neue Soundkarte zu kaufen? Wenn ja nimm das Headset und Probiere es mal aus. Kommt nichts gutes raus oder ist zu leise, kannste immer noch eine Soundkarte kaufen.

Du musst immer gucken wie viel Schalldruck pro W da raus kommt, die Ohm sagen das nicht direkt aus.
 
Bei einem mobilen Abspielgerät sind 60 Ohm Impendanz in der Regel schon relativ viel d.h. die maximale Lautstärke könnte/wird darunter leiden. An einem PC sollte das jedoch kein großes Problem darstellen. Matschig klingt ein Kopfhörer wegen seiner Impendanz nicht, der Ton wird einfach nur leiser.
 
Hmm... Was wäre denn, im Falle eines Falles eine passende Soundkarte für das Teil? Und wie viel würde die kosten?
 
Naja, mein MMX300 @ 600OHM ist an meiner Onboard nicht wirklich leise, eine Asus Xonar DG/X kostet ca 25 €, kannst die ja notfalls nachordern wenn das Headset dir zu leise sein sollte.
 
hi,
mit dem realtek onboard sound wirst du nicht viel freude haben.
such mal nach: "kopfhörer verstärker" oder "usb soundkarte".
mfg
 
Ja, das rächt sich, am Board zu sparen. Ich habe von AsRock ein FM2A88M und ein Z87M Extreme4. Letzteres hat mit Purity-Sound einen eigenen Verstärker an Board, der bis 600 Ohm Impedanz reichen soll. Zumindest 150 Ohm Sennheiser funktionieren. Bei ersterem Board bilde ich mir ein, daß der Klang sehr schlecht ist, im Vergleich zu einem 10 Jahre alten P4-Board, welches ich ersetzt habe.

Ein AsRock Fatal1ty Z77 ProM habe ich im Umkreis auch noch, aber kann mich garnicht erinnern, daß da der Klang schlecht war. Ich überlege, ob es dafür eine extra Soundkarte braucht wie die o.g. Behringer, oder ob man wirklich nur einen Verstärker benötigt, der sich der Impedanz anpassen kann. Immerhin hängt mein PC normalerweise am Verstärker, wie hoch die Impedanz dabei ist, weiß ich nicht.
 
Ich weiß nicht was ihr immer mit eurem Onboardsound gehate habt, je nachdem wie die Onboardlösung auf dem MoBo implementiert ist kann selbst eine DGX ein Downgrade darstellen. Am einfachsten ist es du bestellst dir erst mal das Cloud und probierst es aus wenn es dir dann doch noch zu leise ist kann man sich überlegen sich eine Soka oder nen KHV zu kaufen.

Beim Ipod kann es aber durch aus etwas leiser sein aber das liegt dann nicht am KH sondern eher an der EU Lautstärkebegrenzung ;) und wieso zum Teufel willst du mit einem Headset unterwegs Musik hören (ja ich weis man kan das mikro ab machen aber es ist trotzdem peinlich)?

Hol dir doch einfach nen guten Kopfhörer (beyerdynamic, Focal, NAD, Sony, Audio Technica, Sennheiser, Ultimate Ears ) ok du müsstest dann vielleicht etwas tiefer in die Tasche greifen aber so hättest du 1. mehr von (Verarbeitung-, Klangqualität) und 2. würde ein guter Kopfhörer min. 20 Jahre bei guter Pflege überstehen.
 
Habe gerade mal gegoogelt:
Also Die Eingangsimpedanz von Verstärkern legt so zwischen 10 kOhm und 47 kOhm. Funktionieren tuts trotzdem. Ich könnte mir aber vorstellen, daß dann hohe Spannungen nicht schnell genug abflißen können, wenn das nicht schaltungstechnisch beachtet wird.

Vlt. einen Fiio E06,E10,E12,E16 ? Aber allesamt so teuer wie ein neues Board.
 
Kowa schrieb:
Habe gerade mal gegoogelt:
Also Die Eingangsimpedanz von Verstärkern legt so zwischen 10 kOhm und 47 kOhm. Funktionieren tuts trotzdem. Ich könnte mir aber vorstellen, daß dann hohe Spannungen nicht schnell genug abflißen können, wenn das nicht schaltungstechnisch beachtet wird.

Vlt. einen Fiio E06,E10,E12,E16 ? Aber allesamt so teuer wie ein neues Board.

der e06 kostet grade mal 30€
 
Also verstehe ich das jetzt richtig, dass die Hörer im schlimmsten Fall einfach zu leise sind, sich aber trotzdem richtig anhören? Dann kann ich sie ja einfach bestellen und ausprobieren...
 
Quappas schrieb:
Also verstehe ich das jetzt richtig, dass die Hörer im schlimmsten Fall einfach zu leise sind, sich aber trotzdem richtig anhören? Dann kann ich sie ja einfach bestellen und ausprobieren...
Genau so ist das. ;)
 
Lernt man heutzutage in der Schule eigentlich nicht mehr den Unterschied zwischen Spannung, Strom und deren Zusammenhang (ohmsches Gesetz)? Einige der Aussagen hier lassen mich zu diesem Schluss kommen, denn sie sind schlichtweg Unsinn.

Spannung: getrennte Ladungen (z.B. Elektronenüberschuss am Minus-Pol, Elektronenmangel am Plus-Pol)
Strom: sich bewegende (fließende) Ladungen

Die Natur versucht immer, ein Ladungsgleichgewicht herzustellen, also Mangel und Überschuss an Elektronen auszugleichen.

Hier kommt der Widerstand ins Spiel. Hoher Widerstand = geringe Stromstärke, geringer Widerstand = hohe Stromstärke
(I = U/R)

Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke (P = U*I)

Verstärker gibt es als:
Spannungsverstärker (U wird verstärkt, I bleibt gleich),
Stromverstärker (I wird verstärkt, U bleibt gleich)

Schaltet man Spannung- und Stromverstärker hintereinander, dann hat man einen Leistungsverstärker.

Für Kopfhörerausgänge gilt, dass sie keine hohen Leistungen (keine hohen Ströme) abgeben können.
Daraus folgt, dass der ohmsche Widerstand des angeschlossenen Verbrauchers (Kopfhörer) nicht zu gering sein darf.

Ist der Widerstand des Verbrauchers zu klein (fließen also hohe Ströme), dann muss dem Kopfhörer ein Stromverstärker (in diesem Fall auch bekannt als Kopfhörerverstärker) vorgeschaltet werden.


Bei Impedanzen (= Fachbegriff für frequenzabhängige Widerstände) über 50 Ohm würde ich keinen Gedanken an einen Verstärker verschwenden, denn bei der üblichen Ausgangspannung von 0,7V - 2V eines Kopfhörerausgangs fließt da maximal ein Strom von 2V/50Ohm = 40 mA (0,04 A).
Diese Stromstärke kann praktisch jeder der vor der Kopfhörerbuchse als Verstärker eingesetzten ICs (meist Operationsverstärker) problemlos liefern.

Allerdings sollte die Ausgangsimpedanz (=Innenwiderstand) des Verstärkers deutlich unter der Impedanz des Kopfhörers liegen, weil beide zusammen einen Spannungsteiler bilden.
 
kisser schrieb:
Schaltet man Spannung- und Stromverstärker hintereinander, dann hat man einen Leistungsverstärker.
Verstärker schaltet man überhaupt nicht in Reihe. Oder was sollte es bringen mit einen NF-Verstärker den nächsten zu speisen ?? Möchtest du etwa das Ausgangssignal von Verstärker 1 (egal ob Strom oder Spannungs-verstärkt) an Line In des 2ten Verstärkers anschließen ? Dann viel Spass.

kisser schrieb:
Für Kopfhörerausgänge gilt, dass sie keine hohen Leistungen (keine hohen Ströme) abgeben können.
Daraus folgt, dass der ohmsche Widerstand des angeschlossenen Verbrauchers (Kopfhörer) nicht zu gering sein darf.
Kopfhörerausgänge, die diesen Namen auch verdienen, sind eben genau dafür ausgelegt (wie auch Kopfhörerverstärker) Kopfhörer (die i.d.R höhere Impedanzen aufweisen) anzusteuern.


kisser schrieb:
Ist der Widerstand des Verbrauchers zu klein (fließen also hohe Ströme), dann muss dem Kopfhörer ein Stromverstärker (in diesem Fall auch bekannt als Kopfhörerverstärker) vorgeschaltet werden.
"Vorgeschaltet" ist hier eine seltsame Formulierung. Man schaltet da nichts vor. Entweder man speist den Kopfhörer am NF-Ausgang der Soundkarte oder des NF-Verstärkers an dem Anschluss, der für Lautsprecher dimensioniert ist (sofern eben noch etwas zum Hören ankommt) oder man setzt einen Kopfhörerverstärker ein, welchen man vorzugsweise über die Line-In-Eingänge betreibt.


kisser schrieb:
Bei Impedanzen (= Fachbegriff für frequenzabhängige Widerstände) über 50 Ohm würde ich keinen Gedanken an einen Verstärker verschwenden, denn bei der üblichen Ausgangspannung von 0,7V - 2V eines Kopfhörerausgangs fließt da maximal ein Strom von 2V/50Ohm = 40 mA (0,04 A).
Diese Stromstärke kann praktisch jeder der vor der Kopfhörerbuchse als Verstärker eingesetzten ICs (meist Operationsverstärker) problemlos liefern.
"Schöne" Theorie: Es geht am Ende darum, ob das gelieferte Ausgangssignal dann noch ausreichend ist, den gewünschten Schalldruck im Kopfhörer zu erreichen.
Es gibt klassische NF-Verstärker deren Lautsprecherausgänge für Schallwandler mit üblicherweise 4 oder 8 Ohm vorgesehen sind. Schließt man an diese einen Kopfhörer mit 60 Ohm Impedanz kann es sein, dass durch die hohe Bedämpfung kaum noch etwas zu hören ist.
Umgekehrt zerstört man einen Kopfhörerverstärker, der für hohe angeschlossene Verbraucherimpedanzen konzipiert ist, sollte man zu niedrige Impedanzen (z.B. klassische 4 Ohm Lautsprecher) anschließt.

kisser schrieb:
Allerdings sollte die Ausgangsimpedanz (=Innenwiderstand) des Verstärkers deutlich unter der Impedanz des Kopfhörers liegen, weil beide zusammen einen Spannungsteiler bilden.
Ja, aber hier ist die eigentliche Ausgangsimpedanz des Verstärkers ein Wert, der aber an sich wenig aussagt. Entscheidend ist, für welche anzuschließende Impedanz der Verstärker gebaut wurde. Kopfhörerverstärker sind i.d.R für höhere Impedanzen konzipiert >50 Ohm und klassische NF-Verstärker für Lautsprecher für niedrige Impedanzen der anzuschließenden Schallwandler, meist 4 oder 8 Ohm.
Auch wenn Kopfhörerverstärker üblicherweise aber auch nicht immer als Spannungsverstärker arbeiten, ist es egal, ob Spannungs- oder Stromverstärkung genutzt wird. Einzig wichtig ist das Beachten der vom Verstärker empfohlenen Impedanz der anzuschließenden Verbraucher.
Die meisten Verstärker stellen sowieso Mischfornen dar, die sowohl Strom als auch Spannung verstärken.
 
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kisser schrieb:
@Schiller:

Zitat D. Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.:mad::mad:
Das gebe ich gern zurück. Ich habe nur wegen deiner "Argumentations"art (dazu passt auch dein obiges Nuhr-Zitat), die n.m.E. am Thema extrem vorbei ging, praxisfremd ist und auch Fehler enthält, hier so viel geschrieben.
Btw: erzähle mir mal bitte, an welcher Stelle ich falsch liege und du Recht hast ???
 
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Da geht überhaupt nichts am Thema vorbei. Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und deren Zusammenhänge habe ich erklärt. Und den Zusammenhang mit Verstärkern und deren Belastung.

Wo du falsch liegst? Gleich schon zu Beginn.
Ein Verstärker besteht in der Regel nicht aus einer Stufe. Es werden fast immer Spannungsverstärker (auch Vorstufe/Vorverstärker genannt) und Stromverstärker (auch Endstufe/Endstufe genannt) in Reihe geschaltet. Ggf. sogar mehr als zwei Verstärkerstufen in Reihe (z.B bei Mikrofon- oder Phono- Vorverstärkern) Nur so lassen sich hohe Leistungen an niederohmige Lasten abgegeben.
 
kisser schrieb:
Wo du falsch liegst? Gleich schon zu Beginn.
Ein Verstärker besteht in der Regel nicht aus einer Stufe. Es werden fast immer Spannungsverstärker (auch Vorstufe/Vorverstärker genannt) und Stromverstärker (auch Endstufe/Endstufe genannt) in Reihe geschaltet. Ggf. sogar mehr als zwei Verstärkerstufen in Reihe (z.B bei Mikrofon- oder Phono- Vorverstärkern) Nur so lassen sich hohe Leistungen an niederohmige Lasten abgegeben.

Dann schreib das auch so hin und sprich von Verstärker(teil)stufe oder -bauteilgruppe und nicht von Verstärker. Für den Anwender ist ein Verstärker ein "Kiste" mit Eingängen, i.d.R. Line In (Cinch-Buchsen oder symmetrische Eingangsbuchsen) und Ausgängen, im wesentlichen die Lautsprecheranschlüsse (bzw. Kopfhöreranschlussbuchse). Ob da nun Spannungsfolger, Emitter-, Kollektor-, Darligton-Schaltungen, etc. in den einzelnen Stufen sitzen, ändert am Prinzip der "Kiste" erst einmal nichts. Und da der Anwender auch keinen Einfluss hat auf die Anordnung und Kombination der Verstärkerstufen / Schaltungen im Gesamtverstärker finde ich diesen Punkt bezogen auf das Thema nur nachgeordnet relevant.

Das es spezielle Vorverstärker gibt für Mikro und Phono z.B., ist sicher richtig, das stand hier aber nicht im Fokus. Aber auch für diese Sonderanwendungen gilt zunächst der Punkt, dass diese Vorverstärker für ihre Quellen speziell angepasst sind, u.a. in Bezug auf deren Impedanz. Das Phonoverstärker RIAA-Entzerren und Microphonvorverstärker als auch Phonovorverstärker spezielle Verstärkungseigenschaften haben müssen, liegt in der Natur der Sache.

Und was du vergessen hast sind: Wirkleistung, Dämpfung sowie Spannungsverluste. Und das meinte ich in Bezug auf Anpassung, sprich man schließt die Impedanz an einen Verstärker an, für diese dieser gebaut wurden ist. Nur so erhält man ein halbwegs optimale Eigenschaften. Alle anderen Fragen sind dabei zunächst erst einmal nebensächlich (wenn gleich sicher nicht unbedeutend).
 
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