_killy_ schrieb:
Deine Aussage "die Bankenkrise ist auch nicht vom Himmel gefallen" stimmt.
Natürlich stimmt sie, so wie alles, was ich schreibe.
_killy_ schrieb:
Die Ursache für die faulen Hypothekenpapiere sind durch staatliche Maßnahmen verursacht. Hier wurde in den USA ein Programm aufgesetzt, dass auch Haushalte mit geringen Einkommen zu Eigentum bekommen.
Das ist falsch! Nur ein Bruchteil der in den USA vergebenen Subprime Hypotheken fielen unter den Community Reinvestment Act, auf den du hier anzusprechen versuchst, der Großteil davon ist unabhängig vergeben worden. Bei den unter CRA vergebenen Krediten hat es zudem eine geringere Ausfallrate gegeben als bei den frei vergebenen. Zwischen dem Eigenheimförderprogramm der US-Regierung und der Finanzkrise gab es keinen kausalen Zusammenhang, wie ein Bericht der FED feststellte.
_killy_ schrieb:
Hier gabs spezielle Programme der Regierung die die Verbriefungen dieser Darlehen bevorteilt haben.
Verbriefungen wurden nicht "bevorteilt", sie sind legitime Werkzeuge in der Finanzindustrie, so wie auch CDS Papiere. Außerdem ändert es nichts an der Tatsache das die Verbriefungen von den drei Ratingagenturen mit Bestnoten bewertet wurden und von Dritten dann blind gekauft wurden.
Hat die "Regierung" etwa auch das Risikocontrolling der Banken beeinflusst?
_killy_ schrieb:
Staatspapiere ... also Griechenland ist nur durch vorsätzlichen Betrug in die EURO Zone mit aufgenommen wurden. Wenn ein Staat die eigenen Bilanzen fälscht und es niemand in der EU auffällt, dann kann auch keine Bank dahinter kommen ...
So ein
Blödsinn! Griechenland wurde aus politischen Motiven heraus aufgenommen. Damals war jedem bekannt das Griechenland nicht die Konvergenzkriterien erfüllte. Die Staatsverschuldung war von Beginn an bei über 100 % des BIP.
Und die Leistungsbilanzdefizite von Griechenland haben seit Ende der Achtziger eine negative Richtung gehabt. Das war für alle offen einsehbar, wurde aber wissentlich ignoriert, weil fast alle Mitgliedsstaaten sich nicht an den Stabilitätspakt hielten, inklusive der Bundesrepublik.
_killy_ schrieb:
Wir sehen, die Krisen der letzten Jahre sind staatlich verursacht. Hier wird der Markt - der sich normalerweise selbst reguliert - durch staatliche Maßnahmen zu Fehlern verführt.
OK?
Nein, deine Aussagen wurden von mir alle klar widerlegt.
Deine Aussage über Marktregulierung ist ebenfalls recht amüsant. Der Staat gibt dem Markt eine Rahmenordnung. Ohne diese Rahmenordnung würde der freie Markt sich in kurzer Zeit selbst eleminieren. Das betrifft nicht nur Umweltstandards, sondern auch soziale Standards.
Der Staat hat in der Vergangenheit durch fehlerhafte Gesetzgebungen und Deregulierungen diesem Markt eine Systemrelevanz zugeordnet, der nun für akute Probleme sorgt, da marktbereinigende Prozesse, wie Insolvenzen, nicht stattfinden können. Zum einen, weil das Risiko nicht mehr direkt bei den Investoren liegt, zum anderen weil durch die Vernetzung das Finanzsystem zusammenbrechen kann.
Neben den unzureichenden Eigenkapital- und Risikoregularien in Basel III gehören zu diesen fehlerhaften Entscheidungen auch der Bruch des Glass-Steagall Act in den USA, der damals noch Investmentbanken von Geschäftsbanken trennte.
Der Staat ist insofern
immer verantwortlich für derartige Krisen, weil er es ist, der ganz oben diesem Markt eine Richtung vorgibt, so wie auch der Gesellschaft.
Dein äußerst einfältiger Versuch den Markt vom Staat zu trennen ist übrigens ein recht verzweifelter Versuch von ahnungslosen Marktradikalen, die offensichtlich verschlafen haben das es
nirgendwo auf diesem Planeten einen staatslosen Markt gibt. Es gibt ihn nicht, weil er nicht allein im luftleeren Raum existieren kann! Und in den verblieben Ländern, wo es praktisch keinen funktionierenden Staat gibt, herrscht Chaos und Anarchie, siehe z.B. Somalia.
Verstanden?