C
cerasus
Gast
Tut hier nichts zur Sache, aber erst einmal an der eigenen Nase fassen:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_11/2011_470/06.html
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=49
http://www.taz.de/!79124/
http://www.n-tv.de/politik/Regierung-entschuldigt-sich-nicht-article4968346.html
Franzosen:
http://www.tagesspiegel.de/politik/...r-aktiv-am-voelkermord-beteiligt/1294142.html
http://www.welt.de/debatte/die-welt...ich-muss-sich-bei-Algerien-entschuldigen.html
http://www.hagalil.com/archiv/2006/12/ruanda.htm
Dann gibt es aber noch die Völkermorde von den Belgiern, Russen, Spanien, Franzosen, Serben, Portugiesen, und wahrscheinlich weitere, die mir nicht einfallen.
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@osi
(Sicht aus den Briten):
Großbritannien hielt Istanbul ab 1920 unter Belagerung. Nach dem Ersten Weltkrieg war die britische Regierung die Hauptverantwortliche dafür, dass die osmanische Nachfolgeregierung der Jungtürken nationale Militärkriegsgerichte (Istanbuler Prozesse) errichtete, die u.a. die Schuldfrage der in den Kriegsjahren von den Jungtürken gebildeten Zentralregierung klären sollte. Da die britische Regierung die nationalen Prozesse als „Augenwischerei“ bewertete, führte sie ab Mai 1919 mehrere jungtürkische Intellektuelle nach Malta ins Exil ab. Ziel war es, internationale Kriegsgerichtshöfe zu erstellen, deren Errichtung allerdings scheiterte. Die britische Regierung betrachtet die vorgebrachten Beweise als nicht ausreichend dafür, die Ereignisse als Genozid zu klassifizieren:
“The massacres were an appalling tragedy, which the British Government of the day condemned. We fully endorse that view. However, neither this Government nor previous British Governments have judged that the evidence is sufficiently unequivocal to persuade us that these events should be categorised as genocide as defined by the 1948 UN Convention on Genocide, a convention which is, in any event, not retrospective in application.”
http://www.armenian-genocide.info/2007/12/british-governments-response-to.html
Dann habe ich hier zig renommierte Historiker genannt. Die alle haben Bücher geschrieben, die von ihren Unis veröffentlicht werden.
Es gibt auch Historiker, die meinen, es gab den Genozid an den Armeniern.
Ok, alles in Ordnung, lassen wir doch unabhängige Leute das untersuchen.
Erdogan hat z.B. in 2008 gesagt:
"Die Armenier sollen ihre Staatsarchive zugänglich machen, denn die erforderlichen Arbeiten müssen gemacht werden, um danach einen Entschluss zu fassen, den man zusammen befolgen und respektieren muss.
http://hurarsiv.hurriyet.com.tr/goster/printnews.aspx?DocID=10355848
(Habe daraus übersetzt)
Die Türkei will endlich diese eine Passage der Geschichte untersuchen lassen.
Niemand geht darauf ein.
Es gibt den internationalen Gerichtshof. Die Armenier können gerne dort hin gehen und die Türkei verurteilen lassen, anstatt in fremden Ländern Gesetze zu diktieren. Tun sie aber nicht, warum nicht?
Ich glaube die meisten Deutschen denken, die Türken wollen die zig gestorbenen Armenier verheimlichen und deswegen ist man empört darüber.
Die Türkei hat noch nie bestritten, dass Menschen umgekommen sind auch selbst zugegeben, dass Massakern an den Armeniern passiert sind.
Aber man hat diesen Völkermord nicht begangen, denn wieso sollten die Türken einfach so die armenische Bevölkerung auslöschen wollen? Was aber auch hier nie erwähnt wird. nicht nur Massakern an den Armeniern sind geschehen, sondern die Armenier haben Zehntausende Türken umgebracht. Sie haben sich im Krieg mit den Russen vereinigt.
_________
@topic
Ich habe heute Ali Babacan zugehört (war Außenminister, jetzt stellv. Ministerpräs.) und er hat heute was sehr interessantes gesagt.
Herr Sarkozy hat dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan versprochen, ja versprochen, dass dieses Gesetz nicht einmal in seinem Parlament diskutiert wird. Er war Zeuge, dass Herr Sarkozy das dem Erdogan versprochen hat, als sie zusammen ein Treffen hatten.
Heute hat er sich beklagt, wieso er so ein Versprechen gegeben habe, wenn er sich nicht daran halten möchte.
Und das Dagegensein @osi ist natürlich die Durchsetzung von politischen Interessen.
Aber das ist eine Gegenreaktion, die von einer anderen Seite ausgelöst wird.
Die Türkei bemüht sich in keinem Land, Gesetze zu diktieren, die behaupten, es hätte den Genozid nicht gegeben.
Ich meine, es leben genug Türken in Europa. Warum üben wir keinen Druck auf die Länder aus, in denen wir leben und diktieren dem Parlament, dass sie einen Gesetz erlassen sollen, dass man nicht leugnen darf, dass es diesen Genozid nicht gegeben hat?
Das wäre zum Beispiel aktive Verfolgung von politischen Interessen.
Die Armenier tun das weltweit.
Die Türkei versucht lediglich dagegen zu halten, denn wir wollen entweder eine gerichtliche Untersuchung, denn jedes Land hat dazu ein Recht oder eine offizielle Untersuchung der Geschehnisse von weltweit bekannten unabhängigen Historikern.
Es ist schlimm, dass man aus dieser Sache Wählerstimmen macht.
Gruß
http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_11/2011_470/06.html
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=49
http://www.taz.de/!79124/
http://www.n-tv.de/politik/Regierung-entschuldigt-sich-nicht-article4968346.html
„bis heute nicht offiziell den Völkermord an den Herero und Nama in deutschem Namen anerkannt“ und keine offizielle Entschuldigung ausgesprochen, heißt es in dem Papier weiter.
Franzosen:
http://www.tagesspiegel.de/politik/...r-aktiv-am-voelkermord-beteiligt/1294142.html
http://www.welt.de/debatte/die-welt...ich-muss-sich-bei-Algerien-entschuldigen.html
http://www.hagalil.com/archiv/2006/12/ruanda.htm
Dann gibt es aber noch die Völkermorde von den Belgiern, Russen, Spanien, Franzosen, Serben, Portugiesen, und wahrscheinlich weitere, die mir nicht einfallen.
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@osi
(Sicht aus den Briten):
Großbritannien hielt Istanbul ab 1920 unter Belagerung. Nach dem Ersten Weltkrieg war die britische Regierung die Hauptverantwortliche dafür, dass die osmanische Nachfolgeregierung der Jungtürken nationale Militärkriegsgerichte (Istanbuler Prozesse) errichtete, die u.a. die Schuldfrage der in den Kriegsjahren von den Jungtürken gebildeten Zentralregierung klären sollte. Da die britische Regierung die nationalen Prozesse als „Augenwischerei“ bewertete, führte sie ab Mai 1919 mehrere jungtürkische Intellektuelle nach Malta ins Exil ab. Ziel war es, internationale Kriegsgerichtshöfe zu erstellen, deren Errichtung allerdings scheiterte. Die britische Regierung betrachtet die vorgebrachten Beweise als nicht ausreichend dafür, die Ereignisse als Genozid zu klassifizieren:
“The massacres were an appalling tragedy, which the British Government of the day condemned. We fully endorse that view. However, neither this Government nor previous British Governments have judged that the evidence is sufficiently unequivocal to persuade us that these events should be categorised as genocide as defined by the 1948 UN Convention on Genocide, a convention which is, in any event, not retrospective in application.”
http://www.armenian-genocide.info/2007/12/british-governments-response-to.html
Dann habe ich hier zig renommierte Historiker genannt. Die alle haben Bücher geschrieben, die von ihren Unis veröffentlicht werden.
Es gibt auch Historiker, die meinen, es gab den Genozid an den Armeniern.
Ok, alles in Ordnung, lassen wir doch unabhängige Leute das untersuchen.
Erdogan hat z.B. in 2008 gesagt:
"Die Armenier sollen ihre Staatsarchive zugänglich machen, denn die erforderlichen Arbeiten müssen gemacht werden, um danach einen Entschluss zu fassen, den man zusammen befolgen und respektieren muss.
http://hurarsiv.hurriyet.com.tr/goster/printnews.aspx?DocID=10355848
(Habe daraus übersetzt)
Die Türkei will endlich diese eine Passage der Geschichte untersuchen lassen.
Niemand geht darauf ein.
Es gibt den internationalen Gerichtshof. Die Armenier können gerne dort hin gehen und die Türkei verurteilen lassen, anstatt in fremden Ländern Gesetze zu diktieren. Tun sie aber nicht, warum nicht?
Ich glaube die meisten Deutschen denken, die Türken wollen die zig gestorbenen Armenier verheimlichen und deswegen ist man empört darüber.
Die Türkei hat noch nie bestritten, dass Menschen umgekommen sind auch selbst zugegeben, dass Massakern an den Armeniern passiert sind.
Aber man hat diesen Völkermord nicht begangen, denn wieso sollten die Türken einfach so die armenische Bevölkerung auslöschen wollen? Was aber auch hier nie erwähnt wird. nicht nur Massakern an den Armeniern sind geschehen, sondern die Armenier haben Zehntausende Türken umgebracht. Sie haben sich im Krieg mit den Russen vereinigt.
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@topic
Ich habe heute Ali Babacan zugehört (war Außenminister, jetzt stellv. Ministerpräs.) und er hat heute was sehr interessantes gesagt.
Herr Sarkozy hat dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan versprochen, ja versprochen, dass dieses Gesetz nicht einmal in seinem Parlament diskutiert wird. Er war Zeuge, dass Herr Sarkozy das dem Erdogan versprochen hat, als sie zusammen ein Treffen hatten.
Heute hat er sich beklagt, wieso er so ein Versprechen gegeben habe, wenn er sich nicht daran halten möchte.
Und das Dagegensein @osi ist natürlich die Durchsetzung von politischen Interessen.
Aber das ist eine Gegenreaktion, die von einer anderen Seite ausgelöst wird.
Die Türkei bemüht sich in keinem Land, Gesetze zu diktieren, die behaupten, es hätte den Genozid nicht gegeben.
Ich meine, es leben genug Türken in Europa. Warum üben wir keinen Druck auf die Länder aus, in denen wir leben und diktieren dem Parlament, dass sie einen Gesetz erlassen sollen, dass man nicht leugnen darf, dass es diesen Genozid nicht gegeben hat?
Das wäre zum Beispiel aktive Verfolgung von politischen Interessen.
Die Armenier tun das weltweit.
Die Türkei versucht lediglich dagegen zu halten, denn wir wollen entweder eine gerichtliche Untersuchung, denn jedes Land hat dazu ein Recht oder eine offizielle Untersuchung der Geschehnisse von weltweit bekannten unabhängigen Historikern.
Es ist schlimm, dass man aus dieser Sache Wählerstimmen macht.
Gruß
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