Also erst einmal Dank an alle für die Antworten. Mein vorläufiges Ergebnis lautet, dass ich mir weiterhin Sorgen machen muss.
MAC-Adresse ist ein weiteres Thema, das ich mit Misstrauen betrachte.
Was mich aber am meisten beunruhigt ist folgendes: Privacy-Einstellungen hin oder her, mit IPv6 hätte ich dann eine Nummer, die meine bleibt, solange ich nicht den Provider wechsle. Wer diese Nummer mir zuordnen kann, der braucht nur im Internet von mir aufgerufen zu werden (zB
www.computerbase.de) und weiss, dass ich ich bin. Nun mache ich mir eigentlich ganz wenig Sorgen um irgendwelche Behörden. Die werden meines Erachtens ganz ordentlich von der Öffentlichkeit überwacht (naja, mehr oder weniger). Zumindest sind sie noch demokratisch abwählbar. Aber Unternehmen wie Google, könnten (und würden mit Sicherheit) meine gesamten Internetaktivitäten a) protokollieren und b) mit mir in Verbindung bringen. Ausserdem stellen wir ja gerade in der Weltwirtschaft fest, dass diese Unternehmen deutlich mächtiger und damit deutlich gefährlicher sind, als Staaten. Die haben seit der Verschuldung doch nichts mehr zu sagen.
Und weil die Mehrheit dieser Unternehmen nicht meine Freunde sind, muss ich gegen diese Entwicklung von IP-Nummern sein.
Und wer schon einmal das eigene Protokoll seiner Internetabrufe durchgeschaut hat, wird feststellen, dass 40 bis 70 % davon zB Google ist. Auch wenn ich die Suchmaschine unter
www.google.xy nicht nutze, über irgendwelche Werbebanner oder Optimierungsfunktionen auf den Webseiten oder sonstige "Services" ist Google doch heutzutage schon immer mit dabei, egal ob ich Spiegel.de oder Computerbase oder sonst was abrufe.
Ich kann nur hoffen, dass es nach Einführung von IPv6 dann auch Anbieter gibt, die eine "rollierende Zuweisung" anbieten. Oder ich muss aufs Internet verzichten.
Sollte ich an irgendeiner Stelle einen Denkfehler gemacht haben, bitte ich um Hinweis.
Danke, TE
P.S.: Das Argument, nur der Provider könne mich der IP zuordnen, ist übrigens Quatsch. Leider ist man ja heutzutage häufig gezwungen, seinen echten Namen anzugeben oder tut es, weil man der einen Seite eben doch vertraut. Z.B. Onlineshops, Foren (wenn man denn dort mit Klarnamen auftritt), E-Mailanbieter, etc. pp. Und das sind selbst bei mir, der ich in meinem Freundeskreis schon als Sicherheits-Freak gelte, weil ich nicht bei F*c*book bin, eine ganze Menge.
P.P.S.: Ach ja, und an alle, die immer noch der Meinung sind: "ist mir doch egal, wer mich im Internet verfolgen kann..." nur mal der Hinweis: Man kennt Deinen Namen, es ist ein Leichtes Deine Adresse zu bekommen und aus Deiner Signatur bei CB weiss man, ob es sich lohnt, bei Dir einzubrechen (so wie man bei mir wüsste, dass ich eher "preisbewusst" einkaufe). Ach ja, man würde auch herausbekommen, ob Du gerade zuhause bist. Und über F*c*book wahrscheinlich noch, ob es sich lohnt, dabei auch noch Deine Freundin zu vergewaltigen. (Achtung, rhetorische Übertreibung)