Anonymität im Internet und IPv6

ach du reduzierste deine bedenken auf MICH?
na dann musst du dir weder jetzt noch später bei ipv6 gedanken machen;)
 
an hand eines forenposts? O.o
wir können ja mal auf meinem ts server drüber reden^^

wie gesagt, ich denke nicht, dass es durch ipv6 leichter wird.
 
mschrak schrieb:
Aus meiner Sicht hiesse das ja, eine komplette Aufhebung jeglicher Anonymität im Internet gegenüber jedem Teilnehmer
Cool, also wie seit Jahrzehnten bei Telefonnummern auch. Oder bei Hausanschriften. Oder Kfz-Kennzeichen. Wow!

Die Technik entwickelt sich, aber die Denkweise der Menschen ist nunmal träge. Das hat was von "Zugfahren ist lebensgefährlich, der menschliche Körper hält den Kräften, die bei 30 km/h wirken niemals stand!" :lol:

...und diese "neue" Erkenntnis rechtfertigt einen eigenen Thread? Dann mach ich gleich mal einen über die Mondlandung auf 8[
 
Zuletzt bearbeitet:
das ganze hat viel weitreichendere konsequenzen. wenn es lediglich so einfach gestrickt wäre, wie es bei telefonnummern und co damals der fall war, wäre das geschrei auch nicht so groß. es gibt in dem zusammenhang der ip-protocol umstellung zwar bedenken, aber die sind ja noch ganz anderer natur, wenn es eben nicht noch zu algorithmen kommt, die das ganze verschleiern nach aussen.

stell dir mal das worstcase vor:
wenn in zukunft, und das wird über kurz oder lang kommen, alles mit in einem netzwerk hängt und per ip steuerbar, von haushaltsgeräte bishin zum rollo und licht, und all dies per tracing rausfindbar und zuordbar ist - macht das eine einzelperson aufgrund der abhängigkeiten zu dieser technik in einem ausmaß gläsern und angreifbar, sodass ein damaliger psycho-film wie shiver oder der gesellschaftskritische streifen 1984 dagegen wirkt wie die augsburger puppenkiste.
 
brat.wurst schrieb:
nein^^

ganz davon abgesehen, dass ipv6 nach wie vor layer 3 ist... in dem header wirst du keine mac adressen finden.

IPv6 ist Layer 3 -> richtig
Geräte ohne Privacy Extension nehmen die MAC-Adresse des NICS packen da ein paar Padding-Bits rein und nehmen das dann als Hostanteil ihrer IPv6-Adresse. Man muss kein Genie sein, um daraus die verwendete MAC-Adresse rauszufinden.

Ihr müsst bedenken, dass vorallem Smartphones das Problem sein werden. Immer der gleiche Hostanteil in verschiedenen Netzen und die Smartphonehersteller haben meistens eine Registrierung wo dann das Gerät (MAC-Adresse) an eine Person festgemacht wird...
 
mhm... und was bringt einem diese information? gut, man kennt die mac adresse... damit lässt sich auch den hersteller schließen, oke. das geht aber hier genauso gut, ließt man ja bei jedem zweiten aus der signatur^^
sobald ich aktuell mit jemanden realtime via www in kontakt stehe, sehe ich auch die ip adresse meines partners, sense?
na ja, evtl. boomt dann mit ipv6 der markt bzgl firewalling in privaten haushalten(nein, ich rede nicht von fritzboxen und solchem spielzeug), wird ja mal zeit =)
oder is gibt dann doch iwann mal nen inet führerschein. denn bei der fülle an informationen, die jeder zweite normalo user im www hinterlässt, wäre es mir viel zu aufwendig, informationen an hand der mac/ip zu beschaffen.
 
mschrak schrieb:
P.P.S.: Ach ja, und an alle, die immer noch der Meinung sind: "ist mir doch egal, wer mich im Internet verfolgen kann..." nur mal der Hinweis: Man kennt Deinen Namen, es ist ein Leichtes Deine Adresse zu bekommen und aus Deiner Signatur bei CB weiss man, ob es sich lohnt, bei Dir einzubrechen (so wie man bei mir wüsste, dass ich eher "preisbewusst" einkaufe). Ach ja, man würde auch herausbekommen, ob Du gerade zuhause bist. Und über F*c*book wahrscheinlich noch, ob es sich lohnt, dabei auch noch Deine Freundin zu vergewaltigen. (Achtung, rhetorische Übertreibung)

In diesem Fall war aber nicht die Technik verantwortungslos, sondern die Person die dazu bereit war, private Informationen öffentlich zugänglich zu machen. Niemand hat diese Person dazu gezwungen seine Computerdaten oder das Bild der Freundin ins Netz zu stellen. Viele Leute denken immer noch das Internet sei ein Ort an dem man verantwortungslos Handeln darf ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen. Wenn dann irgendwas passiert waren es immer die anderen.

Eigentlich ist es schon lustig. Niemand würde auf die Idee kommen in der Zeitung irgendwelche privaten Details über sein Leben abzudrucken. Aber im Internet, wo sich jeder Hansel die Daten herunterladen kann, hat keiner ein Problem damit.
 
@sur:
Du bist mir ja ein Witzbold. Dein Argument lautet also: "Ich habe kein Problem mit dem Ende der Anonymität, weil ich keinen Sinn darin sehe, private Daten im Netz zu verwenden..."

Sorry, so ein Quatsch. 99,9% aller Internetbenutzer sehen das anders. Mich eingeschlossen. Ich finde es sehr nutzbringend, im CB Forum Fragen zu meinem Computer zu stellen, und dabei auch sagen zu können, um welches Hardwareteil es sich handelt. Trotzdem möchte ich im Zweifel nicht, dass deswegen gleich jeder weiss, wie ich heisse und wo ich wohne. Und dabei bin ich schon sehr zurückhaltend, aber sag das mal allen Leuten, die bei F*c**book registriert sind. Was die erst für Details ausplaudern. Und ehrlich gesagt haben sie Recht damit, dies anonym zu tun. Ist doch eine tolle Sache.

Und der Vergleich mit dem Telefonbuch hinkt ja wohl auch sehr. Oder stehen da irgendwelche Inhalte meiner Telefonate drin??

Ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Menschen kritischer mit dem Thema Anonymität auseinandersetzten. Wenn die nämlich weg ist, dann werden wir sie vermissen. Aber dann ist es zu spät. Das ist wie mit der D-Mark oder mit der deutschen Souveränität, die kriegen wir auch nie wieder zurück.

Eigentlich bin ich der Auffassung, dass man mal langsam eine verfassungsrechtliche Sperre (zB Volksabstimmung) gegen irreversible politische Entscheidungen einrichten sollte.
 
1. Mit den schon genannten IP privacy extensions kann man dafür sorgen, daß die MAC-Adresse nicht mehr in der IPv6-Adresse auftaucht. Dafür muß bei Otto Normalverbaucher zu Hause das Betriebssystem des Arbeitsplatzrechners sorgen (kann jedes, muß man u.U. manuell aktivieren).

2. Die ISPs können Endkunden bei jeder "Einwahl" wechselnde IPv6-Präfixe zuweisen, so wie man heute bei jeder "Einwahl" eine andere v4-Adresse bekommt. Hier muß der ISP mitspielen.

In Kombination dieser beiden Techniken erreicht man ziemlich grnau das Niveau an Anonymität der Adressen von Heimnutzern, wie wir es heute mit IPv4 haben. Das ist nicht hoch aber besser als nichts.
 
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