Anregungen zu Backup-Konzept erwünscht

tomstone74

Lt. Junior Grade
Registriert
Mai 2010
Beiträge
479
Hallo,

mit der Anschaffung eines NAS (Synology DS212+) muss ich mein aktuelles Backup-Konzept etwas überdenken. Für Anregungen wäre ich dankbar. Vielleicht mal kurz, wie sich das vor meiner NAS-Anschaffung dargestellt hat.

Desktop-PC mit einer 160GB SSD, die wie folgt partioniert ist (stellt die LW-Buchstaben nicht in Frage, ist "historisch" gewachsen *g*):

* C: System
* F: Daten
* G: SW-Entwicklungsprojekte
* K: SVN-Repositories
* L: Restlicher Platz für z.B. 1-2 VMWare Sessions

D.h. dies alles schnell auf der SSD verfügbar. Zusätzlich noch eine 1TB WD Black für allen anderen Quatsch (MP3s, Photos, Software-Install-Files, ISOs). Eine weitere externe 2TB WD Green über eSata mit noch mehr Quatsch und als Backup-Medium für backup-würdige Sachen.

Von den Partitionen C, F, G, K sowie von Teilen (MP3, Photo ...) der 1TB Platte werden regelmäßig über Acronis True Image 2011 inkrementelle Backups auf die externe 2TB WD Green gezogen. Musste ich etwas "auswärts" mitnehmen, so gab es im Wesentlichen für F, G und K je einen True-Crypt Container auf einer 2,5" externen Platte, wo der Inhalt nach dem TC-Mounten nach Bedarf mit "Beyond Compare" abgeglichen wurde. Und wieder zurück, wenn ich nach Hause kam und ich unterwegs etwas geändert hatte.

Generell gibt es zu Hause auch Fälle, wo wir zu zweit auf etwas zugreifen wollen und da mußte halt derzeit immer der Desktop-PC laufen, wenn z.B. meine Frau auf dem Laptop etwas mit den Photos oder den Daten (F:) machen wollte. Die zentrale Ablage von Dingen und weitere Wünsche waren letztendlich der Grund für die Anschaffung einer NAS.

Dies wirft jetzt allerdings ein paar Fragen auf, wie das NAS in das aktuelle Doing eingegliedert werden kann. :D Klar, für Musik, Photos, Videos mit dem Medien-Server ist das NAS schon mal ein guter Startpunkt. So auch zur Speicherung von den Software-Install-Files, ISOs etc.

Ich bin jetzt noch unschlüssig, was ich mit meinen Paritionen F, G, K machen soll. Komplett auf das NAS als zentraler Arbeitsbereich und weg mit den Partitionen auf dem Desktop-PC und die Sicherung dem NAS überlassen? Wobei ich hier dem Time Backup der Synology nicht traue, weil ich es noch nicht kenne (sind Backups von Locked Files möglich, wie sieht der Recovery-Zugriff aus, d.h. wird die Synology benötigt, um auf Daten zuzugreifen etc.). ;-)

Oder ich behalte mir die lokalen Paritionen als solches, mache weiterhin True Image Backups dieser Paritionen zusätzlich auf das NAS und pflege mir zusätzlich Tool-Unterstützt (wenn ja, welches Tool?) auf dem NAS einen Mirror, damit meine Frau mit Daten, Photos auf der NAS arbeiten kann, ohne dass dabei der Desktop-PC laufen muss.

Ist vermutlich eine Grundsatzdiskussion, aber über ein paar Anregungen/Erfahrungsaustausch wäre ich dankbar. :evillol:

Thx,
Thomas
 
Hi Thomas,

ich habe mittlerweile alles auf meine DS ausgelagert was nicht zum System gehört, daher komme ich mit einer SSD oder einer kleinen Platte in allen Rechnern und Notebooks hin. Geschwindigkeitstechnisch merkt man bei Musik, Fotos, Filmen etc. keinen Unterschied, und natürlich fällt die Einstufung nach Wichtigkeit der Daten weg. Beim compilieren etc. kann das was anderes sein - keine Ahnung ob das den Arbeitsbereich ist (?)

Jeden Abend werden die Daten dann vom Büro (2.OG unterm Dach) dann in den Keller auf eine zweite DS gesichert per RSYNC (Räumliche und zeitliche Trennung des Backups).

Mein Tipp also: Kauf Dir noch eine zweite, günstige DS und überlasse denen die Datensicherung :D
 
hoff ich hab alles verstanden, musste doch 2-3 mal lesen(brauch kaffee^^):
also ich würde ja das backup weiterhin von acronis machen lassen, weil lizenz ja anscheinend vorhanden und pc muss für sicherung eh laufen. würde sogar weiterhin auf die wd sichern.
und zwar alles was du nicht an mehr als einem platz brauchst. sprich partitionen beibehalten aber foto, video, mp3 usw. auf nas. hat meiner meinung nach keinen vorteil wenns im netzwerk liegt und dus nur lokal benötigst. fotos und videos wachsen mit der zeit schon so an dass der platz genutzt wird. (im schlimmsten fall kaufst du halt ne full hd cam^^). die fotos auf der nas entweder auch mit acronis sichern oder du vertraust deiner frau und dem raid 1.
zusammenfassung:

- partitionen beibehalten und mit acronis sichern auf WD
- bilder, videos, mp3s usw. auslagern und optional mit acronis auf WD sichern
- datenmüll (ISOs, Setups usw) auf die NAS sichern optional

falls du allerdings auf deine Daten von extern zugreifen möchtest, sollte anders vorgegangen werden. dann eben diese daten auf NAS + VPN oder SSH auf dem router.
 
Besten Dank fürs Einsteigen in diesen Thread, obwohl dieser mit viel Text gestartet wurde. :daumen:

Zweite DS kommt bei mir nicht in Frage, da bereits für die eine VIEL Überzeugungsarbeit notwendig war.

@schumischumi:
Ja, Lizenz für Acronis True Image Home ist vorhanden. Im Prinzip bringst du es auf den Punkt. Ich will allerdings auch die auf das NAS ausgelagerten Dinge wie MP3, Photos, Software/ISOs sichern und da stellt sich für mich die Frage, ob das über das lokale Acronis vom Desktop-PC übers Netzwerk auf die externe WD sinnvoll ist, oder eben eine externe ans NAS ran und dann das NAS Backup verwende, aber hier ist mir unklar, wie gut das Time Backup der NAS im Vergleich zu Acronis ist. Natürlich wäre es schön, wenn das Backup direkt auf der NAS automatisch und zeitgesteuert abläuft. Des Weiteren möchte ich auch andere Desktop-Partionen, zumindest F (Daten) zentral im (W)LAN verfügbar machen und da dachte ich mir halt, ob das NAS einfach einen aktuellen Mirror ohne Versionierung dieser Partitionen darstellt oder halt die lokale F Partition entfernt wird und das NAS das Ganze hosted, dann stellt sich wiederum die Sicherungsfrage Acronis vom Desktop-PC übers Netz auf die externe WD vs. Time Backup der Synology.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Backup auf der DS funktioniert perfekt, egal ob lokales Backup oder per Rsync. Allerdings wäre ich vorsichtig mit dem Backup: Wenn deine externe Platte an der DS hängt und die durch technischen Defekt ausfällt kann es natürlich sein, dass Dein Backup mit in den Tod gerissen wird.

Wenn Du nur ab und an die Platte anstöpselst und den Job manuell startest, ist das natürlich weniger wahrscheinlich. Durch die USB 3.0 Anschlüsse geht alles entsprechend schnell, habe ich bereits mal mit einer ext. 2.5 Zoll Platte getestet.
 
@syntec: Ok, danke. In welchem "Format" wird das Backup dann auf der externen Platte des NAS gespeichert? Ich frage deswegen, angenommen die NAS raucht ab, ob ich dann wiederum die selbe NAS benötige, um an die Daten zu kommen, was ein No-Go wäre, wenn man z.B. vom Händler kein Ersatz/Austauschgerät bekommt. Oder deshalb eine zweite DS?

Mit Acronis würde ich einfach die Acronis-Images hernehmen, mit einem USB-Stick Acronis starten und ich hätte Zugriff bzw. auch direkt auf einem PC mit lokalem Acronis installiert. Inkrementell sichern um Platz zu sparen, scheint Time Back ja zu können. Ich versuche die (neuen) Dinge einfach abzuwägen. :freak:

Danke!

lg,
Thomas
 
wenn, wie syntec sagt, das DS Backup gut ist würde ich d komplett auf die NAS und dann damit auf eine an die NAS gekoppelte HDD sichern.
Ob die HDD defekt ist solltest du rel einfach erkennen, wenn das Backup nciht mehr läuft^^(e-mail benachrichtigung oä wirds wohl geben)
würde das Backup aber automatisch laufen lassen und mir auch rel wenig gedanken über den "verschleiß" der hdd machen. wenn ich mich nicht irre ist dauerbetrieb für eine hdd besser als ein aus schalten.
du kannst natürlich auch deine WD an die NAS hängen und dann von deinem pc über LAN(geh mal von GigaBit aus) auf die WD sichern. Dann noch das D und Multimediabackup auf die HDD. hast dann das ganze backup auf einer HDD. aber ist geschmackssache.
 
Zuletzt bearbeitet: (LW verwechselnt^^)
Das Format ist genau das gleiche wie das des Originals, d.h. Verzeichnisstruktur und Dateinamen bleiben erhalten, es wird nur ein Unterordner angelegt (Name Deiner DS und eine Nummer z.b. Diskstation_xxxxxx). Du kannst beim lokalen Backup auswählen ob die Daten nur synchronisiert werden sollen oder ob auch z.B. gelöschte Dateien auf dem Backup erhalten bleiben sollen. Beim Backup werden nur die geänderten Daten überschrieben, den Vorgang kannst Du per Zeitplaner individuell festlegen (1xTag,1xWoche, alle 2 Std...)

Für den externen Datenträger musst Du nur vorher festlegen wie der formatiert werden soll, also fat, ntfs, ext3, ext4 etc. - wobei die nativen Linux Filesysteme von Natur aus schneller sind. Falls aber die Verfügbarkeit eine Rolle spielt, solltest Du natürlich NTFS nehmen, dann kannst Du die externe Platte im Notfall direkt an den PC anschließen und hast alle Daten direkt zur Verfügung.
 
Ah, ok, dass das Time Backup auf einen externen NTFS Datenträger sichern kann, hab ich so nicht gelesen (ev. auch neu in DSM 4.0?). Das wäre natürlich supa und Performanz im Vergleich zum Linux-FS wäre mir dann egal.
 
Time Backup ist ein Paket für den Betrieb mit MacOS, dazu benötigst Du aber einen Mac! Das normale Backup funktioniert out of the box und war auch schon in den vorherigen DSM Version vorhanden.
 
Dachte Du meinst die Mac Timemachine :D

Das TimeBackup benutze ich nicht, habe es gerade mal testweise installiert und es sieht so aus als wenn nur weitere Ordner Sicherungsaufgabe angelegt werden. Die Struktur bleibt aber erhalten, siehe Screenshot.
 

Anhänge

  • Zwischenablage_tm.jpg
    Zwischenablage_tm.jpg
    20,4 KB · Aufrufe: 301
Hatte schon befürchtet, dass du von der TimeMachine vom Mac sprichst. :D Synology TimeBackup soll "ähnlich" sein, wobei ich noch keine dieser beiden Variante kenne, darum auch die Frage zum Synology TimeBackup vs. Acronis in Hinblick auf Platzbedarf (full vs. incremental), unterstützte Ziel-Dateisyteme etc ...
 
diese anleitung lässt vermuten dass man auch an angeschlossene hdds sichern kann. ziel dateisysteme und backupgröße sollten ähnlich sein. geschwindigkeit aber bei time backup besser, da es ja keine daten über LAN lesen muss sondern von internen RAID auf externe HDD(an der NAS). wenn die HDD am PC hängt sollts wurst sein.
incrementel und versionierung sollte es bei beiden geben.
 
Zurück
Oben