"Aufgeblähter" Kondensator auf Mainboard - was nun?

Leopardin12

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Alles fing mit einem recht lauten Knistern an, so als würde sich jemand mit Alufolie rumspielen oder etwas darin einwickeln.
Als ich den PC dann öffnete, stellte ich fest, dass sich ein langes Haar im Lüfter des Netzteils verfangen hatte und dachte, dass das Geräusch wahrscheinlich von dort kam. Doch dann entdeckte ich auf dem Mainboard einen "aufgeblähten" Kondensator, der oben auf dem silbernen "Deckel" einen dunkelbraunen Punkt in der Mitte aufwies. Der Kondensator ist NICHT direkt in der Nähe der CPU, sondern in der Nähe der LAN (RJ45) Buchse. Was bedeutet das für mich bzw. das Mainboard? Soll es getauscht werden? Falls es nicht getauscht wird, was sind die Risiken? Ist ein einzelner aufgeblähter Kondensator schlimm od. kann man ihn auch getrost ignorieren sofern noch alles weiterhin funktioniert (tut es im Moment nämlich noch)?

Das Mainboard ist übrigens ein ASUS M2N-MX und wie die meisten restlichen Teile im PC 5 3/4 Jahre alt.
 
Wenn es noch läuft, paßt. normalerweise werdenBauteile nicht in Reserve verbaut (kostet ja was) es kann aber sein, dass ein einzelner kondensator zur Spannungsglättung etc nicht ins Gewicht fällt.

Ich hatte mal ne 8800GT bei der ich durch Dummheit nen Kondensator abgebrochen habe. Die Karte lief danach noch 4 Jahre, was mehr war als voiele andere der Serie...
 
Im Zweifelsfall wird die Kiste einfach irgendwann nicht mehr starten. Es lohnt nicht das Mainboard zu tauschen, dafür ist die Hardware zu alt und zum Kaufzeitpunkt schon zu "billig".
 
Guck auf die Beschreibung vom Kondensator und bestell dir einen im Internet - Kosten sind minimal max. 5€
Und selber dranlöten
 
Grundsätzlich kann man den alten Kondensator schon selber auslöten und mit einem neuen ersetzen. Man sollte aber zuvor das ganze Mainboard auf weitere geblähte oder ausgelaufene Kondensatoren prüfen. Die Elkos im Netzteil könnten natürlich auch hinüber sein, nur muss ich aus Sicherheitsgründen strikte davon abraten das NT zu öffnen (ausser Du bist beruflich entsprechend qualifiziert). Häufig führt ein geblähter oder ausgelaufener Elkos zu weiteren Problemen bzw. aussteigenden Elkos, da je nach Schaltung die verbliebenden Elkos u.U. höher belastet werden.

Das Einfachste ist natürlich der Wechsel des Mainboards. Bei einem Alter von 5 3/4 Jahren ist das vermutlich auch finanziell die sinnvollste Variante (aus mittel- bis langfristiger Perspektive).

Elkos sind zwar an sich Verschleissteile. Niedrigere Temperaturen in der Kiste steigern aber deren Lebensdauer deutlich (Richtwert: 10°C weniger entspricht ca. doppelter Lebensdauer).

Falls Du keine Lötausrüstung/-erfahrung hast (oder jemanden kennst, welcher das für Dich machen kann), dann ist der Weg mit dem Boardwechsel die beste Lösung. Du kannst natürlich die Kiste einfach laufen lassen, bis sie nicht mehr geht. In den meisten Fällen geht dann einfach irgendwann nichts mehr und die Kiste startet nicht mehr. In sehr seltenen Szenarien (bei Elkos von schlechter Qualität) kann es auch zu Bränden kommen, wenn die Elkos nicht wie durch die Sollbruchstellen vorgegeben auslaufen sondern explodieren.Das dürfte aber bei einem ASUS-Board kaum ein Problem sein.

So krass wie hier ist es in der Regel (eben) nicht:
http://www.youtube.com/watch?v=I46XfkMLCm0

Im Video wurde ein Elko bewusst falsch gepolt um die Explosion zu erzwingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde auch das Board wechseln. Wenn ein Kondensator am Ende ist, dann lassen seine Kollegen meist nicht lange auf sich warten.

Die Aussage von Mumpitzelchen, dass der Rechner irgendwann nicht mehr starten wird, stimmt so nicht. Meist zeigen sich schon vorher Abstürze/Bluescreens oder z.B. Grafikfehler. Das kann u.U. auch andere Teile wie die Festplatte in Mitleidenschaft ziehen.


Ersatz ist nicht sehr teuer (Beispiel) und kann bei Bedarf später mit einer AM3-CPU (max. 95W) und evtl. DDR3 aufgerüstet werden (DDR3 geht nur in Verbindung mit AM3-CPU, DDR2 kann aber beim CPU-Wechsel weiter genutzt werden, nur nicht gemischt mit DDR3).
 
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