Austritt aus Kirche / Kirchensteuer

ich bin im januar ausgetreten... ging im standesamt, musste nur meine lohnsteuerkarte mitnehmen und etwas geld auf den tisch legen...
 
Ja, ich wurde getauft, kann man das nicht irgendwie widerrufen^^ ... beim standesamt war ich noch nicht. Werde ich mal bei Gelegenheit probieren.
 
Sehr guter Link.
Hui 8,4 Mrd. EUR Gesamteinnahmen Kirchensteuer und 2 Drittel davon alleine Personalausgaben. :freak:
Da muß sich dringend was ändern.
 
athlonforever schrieb:
Sind mittlerweile noch paar von euch ausgetreten? ^^
Jo, und dann Taufpate geworden, irgendwe widersprüchlich ;)
Am Standesamt hab ich mir soweit ich mich entsinne ne Kopie vom Stammbuch geholt (oder war das wo anders für :confused_alt:) , Abmeldung dann beim Amtsgericht. Dann noch zum Bürgerbüro (Stadtverwaltung) wegen Lohnsteuerkarte.
 
Braucht man als Taufpate nicht irgendne Urkunde, dass man Kirchenmitglied und somit überhaupt "befugt" ist Pate zu werden?

Werde demnächst auch aus der Kirche austreten, arbeite momentan aber durch den Zivildienst noch in einer so genannten kirchlichen Institution (Schule für g. Behinderte). Auch wenn so gut wie keine Gelder wirklich von der Kirche kommen, sondern alles rein staatliche Zuschüsse und Fördermittel sind.

Schon erstaunlich, dass das (für mich völlig überflüssige) Kirchen- und Religionsgetue Voraussetzung für eine so wichtige und sinnvolle Arbeit sein kann. Als wären Agnostiker und Atheisten nicht für den Umgang mit Menschen einsetzbar, ...
 
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Relict schrieb:
Sehr guter Link.
Hui 8,4 Mrd. EUR Gesamteinnahmen Kirchensteuer und 2 Drittel davon alleine Personalausgaben. :freak:
Da muß sich dringend was ändern.

Sollen die Alten-/Pflegeheime, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser usw. in Zukunft noch weniger Personal haben?
Oder willst du lieber die Gehälter kürzen?

Die Kirchen sind nun mal in personalaufwändigen Bereichen tätig.
 
Wo bitte stellt die Kirche in Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern Personal? Hab ich was versäumt?
 
Anscheinend so einiges ...

In kirchlichen Krankenhäusern arbeiten Nonnen, eben jene kümmern sich auch in kirchlichen Altenheimen um einen Teil der Pflegetätigkeiten.
In kirchlichen Kindergärten wird das Personal zu einem Teil von der Kirche bezahlt, an kirchlichen Schulen ebenso, ...
 
Es wurde aber so dargestellt als würden sich Nonnen in nicht-kirchlichen Krankenhäusern/Schulen/Altersheimen herumtreiben. Ok, wenn die Kirche die Trägerschaft hat - alles klar. Die sind hierzulande aber in der klaren Minderheit.

Für mich macht es im Übrigen keinen Unterschied ob es heißt:
a) der Steuerzahler bezahlt die Kirche bezahlt die Nonnen
b) der Steuerzahler bezahlt den Staat bezahlt KindergärtnerIn/LehrerIn/PflegerIn usw...

Ich sehe hier also wirklich keine Notlage wenn man sich die Kirche da einfach einmal kurz wegdenkt. Denn das war ja das Argument, gäbe es die Kirche nicht, gäbe es dieses Personal nicht - einfach falsch.
 
Zumindest in meiner Umgebung kommen auf 20 staatliche Schulen gerade einmal eine kirchliche, für das nächste kirchliche Krankenhaus muss ich überhaupt nach Wien fahren und auf dem Weg dorthin gibt es genug andere. Es mag in anderen Regionen vielleicht anders sein. Ja, Grundstücke und Landbesitz hat die Kirche genug, das ist wahr.

Mir gehts aber nicht unbedingt darum die Kirche kleinreden zu wollen (wo Minderheit anfängt oder aufhört will ich nicht wirklich diskutieren), sie ist schlicht und ergreifend ersetzbar.
 
Der Staat ist auch ersetzbar. Fußball ist Ersetzbar. Fernsehen ist ersetzbar. Bla bla bla
Hilft uns diese bahnbrechende Erkenntnis nun weiter?

Nein tut sie nicht! Denn sie ist falsch!
Nichts für das es so großen Bedarf gibt ist einfach so ersetzbar!


Was willst du uns eigentlich sagen?! Was ist das Ziel deiner ständigen Argumentiererei gegen die Kirche?
 
Ich habe in meinem letzten Post lediglich die Signifikanz der Kirche in diesen längst verweltlichten Dienstleistungsbereichen angezweifelt. Sie ist dort nichts anderes als ein Anbieter von vielen. Es tritt dort ohne sie keineswegs der Notstand ein, anders als hier von einigen behauptet wird.

Nirgends propagiere ich die Abschaffung der Kirche an sich, ich glaube das erledigt sie langfristig schon selbst. Schließlich habe ich gleich zu Beginn des Threads festgestellt dass es völlig überzogen ist, über den Abriss von Kirchen zu diskutieren wenn das in Wirklichkeit Sache des Besitzers (der Kirche) ist. Ich verstehe deine Aufregung wirklich nicht...
 
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Die katholische Kirche gilt mit rund 100.000 Beschäftigten in Deutschland als der größte Arbeitgeber.

Wenn man jetzt mal die 60% Personalkosten durch die 100000 teilt dann kommt man auf durchschnittliche Personalkosten von 24600€ (entspricht 20600€ Jahresbrutto)
Wie hoch die tatsächlichen Kosten liegen weiß ich jetzt nicht da bestimmt aus Spenden und Gewinnen was dazu fleißt.
Aber anhand der Zahlen, sind die jetzt so übertrieben hoch?

Aber sind die weltlichen, meist auch schon gewinnorientierten Anbieter wirklich besser oder möchtest du nur daß die besser sind.
 
@Peiper.
Mir ging es doch um was anderes. Nämlich um das Budget-Verhältnis, den geringen Anteil der anderen, eigentlichen Leistungen.


Die Kirchen verwenden die Kirchensteuereinnahmen nach eigenen Angaben folgendermaßen (gerundet):

Katholische Kirche:

* Personalkosten: ca. 60%
* Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
* Kirchenbauten: ca. 10%
* Schule und Bildung: ca. 10%
* Soziales und Caritatives: ca. 10%

Evangelische Kirche:

* Personalkosten: ca. 70%
* Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
* Kirchenbauten: ca. 10%
* Schule, Bildung, Soziales und Caritatives: ca. 10%

Kirchensteueraufkommen 2002:

* Katholische Kirche: 4,1 Mrd. Euro
* Evangelische Kirche: 4,3 Mrd. Euro
* Gesamt 8,4 Mrd. Euro
* davon von Kirchenmitgliedern getragen: 5,05 Mrd. Euro (60,1%)
* davon aus allgemeinen Steuergeldern getragen: 3,35 Mrd. Euro (39,9%)

Quelle: http://www.kirchenaustritt.de/steuer/

Überhaupt sollte man die 3,4 Mrd Steuerzuschuß an die Kirche nicht überbewerten.
Das klingt zwar viel, ist aber angesichts anderer Ausgaben gering.
Dagegen gibt der Staat bspw. 35 Milliarden Euro alleine für das Kindergeld aus.
Oder 145 Mrd. an Gesamt-Subventionen. Da sind die Kirchenzuschüße bestimmt nicht des Übels größter und an erster Stelle beim Kürzen.

Naja und wer sich nun mal dem Verein anschließt, zahlt halt seine "Mitgliedsgebühr". Wer das nicht will tritt aus bzw. gar nicht erst ein..
Und wenn die Eltern das unmündige Kind willkürlich taufen lassen, haben sie sich freiwillig damit einverstanden erklärt. Die Schuld trägt aber dann nicht die Kirche. Denn von Luft und Liebe kann nun mal auch die Kirche nicht leben und geben.


Außerdem kann man mit 18 vor der ersten Zahlung pünktlich austreten. Es ist nun mal in unserem Staat generell üblich, dass man Fristen nicht verpassen sollte und jeder dazu eigenverantwortlich, aber auch zur Selbstverpflichtung angehalten ist. Niemand hier wird einem was hinterhertragen. So ist das System, dann hat man halt Pech und zieht den kürzeren. Ist leider so.
 
Zuletzt bearbeitet:
An dieser Stelle werfe ich mal ein, dass an den Zahlen und dort nachzulesenden "Fakten" von kirchenaustritt.de doch erhebliche Zweifel angemessen sind. Wenn man sich den Rest der Seite mal anschaut (zum Beispiel die Lohnsteuerkarte: "Kirchensteuerabzug '--' -> richtig, 'EV' -> falsch") darf man doch sehr an Objektivität und somit Richtigkeit der dort gemachten Angaben zweifeln. Quellenangaben gibts dort auch keine und auf die Schnelle finde ich nicht mal eine Jahresangabe, aus der die Zahlen angeblich stammen sollen.

Die Seite ist jedenfalls keine Quelle für glaubwürdigen Content (abgesehen von der umfangreichen Beschreibung des Austrittsverfahrens, damit scheint man sich dort auszukennen).
 
davon aus allgemeinen Steuergeldern getragen: 3,35 Mrd. Euro (39,9%)
Erklärungsbedürftig, zumindest für mich. Sind das die Beiträge, die man als Kirchenmitglied über das Finanzamt abwickelt oder sind das staatliche Zuschüsse, die über die normale Steuer gewaschen der Kirche gegeben werden?
 
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