News Bank Of America stoppt Wikileaks-Geldbewegungen

tarrabas schrieb:
2. teil

amerikanische soldaten(amiland ist greifbar, da es ein land mit gesetzen ist) erschiesst unschuldige menschen aus spass.

Meine Meinung dazu: Die Aussage aus ,,Spass'' finde ich höchst zynisch...ich will die Geschehnisse sicher nicht verharmlosen, aber Kolateralschäden und ,,Friendly-Fire'' passiert glaube ich in jedem Krieg. Dass amerikanische Soldaten ihren Gegner, für den sie diese Zivilisten hielten, hassen und folglich auch beschimpfen ist meiner Meinung zwar nicht öffentlich vertretbar, aber u.U. verständlich (ich war noch nie dabei als ein Freund von mir einfach von ner Autobombe umgebracht wird o.Ä. und ich denke es steht auser Frage das solche Lebenerfahrungen dem Charakter nicht unbedingt Gutes tun)!
Das solche Geschehnisse nicht veröffentlicht oder gar vertuscht werden ist meiner Meinung nach der eigentliche Skandal!


Meiner Meinung nach hat Wikileaks eine ähnliche Tragweite wie die Erfindung vom Mann des Jahrtausends (kein Witz), Johannes Guttenberg: Durch die Ermöglichung der schnellen und vorallem unabhängigen verbreitung von Nachrichten (im Falle Wikileaks Geheimnissen), konnte das Informations- und Bildungsmonopol des Klerus gebrochen werden und ermöglichte somit die Bildung des Volks und legte den Grundstein für ,,geistliche Revolutionen'' wie den Humanismus oder die Reformation. Dass eine Entwicklung auf Widerstand trifft zeigt zum einen die Reaktion der Kirche damals und heute die Reaktion der USA und ihrer Verbündigten.
Ich denke nicht das man Wikileaks aufhalten kann, geschweige denn dieses Informationsmonopol wie es der Staat zuvor besaß, wieder bekommen kann!
Ob das gut oder schlecht ist sollte jeder für sich beantworten - ich bin zumindest zufrieden das Menschen heute in schriftlicher Form auch kommunizieren können und wir Schriften selbst interpretieren oder überhaupt lesen dürfen, was die Menschen des Mittelalters nämlich nicht durften :)
 
@Domi16

Das ist nicht ganz richtig. Die Geschehnisse, die das Video zeigt, wurden bereits 2009 in dem Buch von "Good Soldier" von David Finkel bekannt gemacht, inklusiv der Wortwechsel, die zurecht für soviel Empörung sorgten. Und das war vor der Veröffentlichung durch Wikileaks.
Und genau an dem Video zeigt sich, dass Assange immer mehr Grundsätze über Bord wirft. Das Video wurde von Wikileaks geschnitten und dokumentiert. Und genau dass sollte ein Dienst, der sich zuvor lediglich als Plattform verstand, nicht tun.
 
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Ich stimme WL zwar auch nicht in allen Belangen und Aktionen voll zu, aber WL als schlecht zu bezeichnen oder zu sagen, man dürfe nur innerhalb der demokratischen Grenzen handeln ist schlichtweg Unsinn bzw. naiv.

Was wir Bürger innerhalb der Grenzen tun können hat heutzutage keinerlei Auswirkungen mehr. Das wurde sukzessive von der Politik so gebastelt. Wir glauben (die meisten zumindest) dass wir jederzeit mit unseren Stimmen alles verändern können. Aber das ist Irrglaube. Egal wen wir wählen, am Ende wird eine nur minimal andere Suppe dabei herauskommen als bei einem ganz anderen Wahlergebnis.
Mittlerweile wird Politik nicht mehr von den politikern gemacht, sondern zu 95% durch ganz andere Einflüsse (Wirtschaft, andere Staaten usw.)
Selbst die NPD würde nach kurzer Zeit an der Macht von ihren Grundsätzen abrücken und mit den USA und anderen sympathisieren, einfach weil da genug Geld und andere Druckmittel im Spiel sind. Es wäre vllt. etwas anders als wären die Grünen, die Linke, die CDU oder sonstwer an der Macht, aber die Differenz wäre auf die Dauer gesehen gering.

An Dingen wie S21, Steuersenkungen und noch vielem mehr sieht man sehr schön, dass der Wille der Bürger der Politik egal ist. Selbst wenn 80% der Leute explizit keine Steuersenkungen wollen, so lange einige mächtige Wirtschaftsleute und Politiker darin für sich etwas positives sehen rückt man nicht davon ab.

Mir graut es ehrlich gesagt auch davor, bei Volksentscheiden mit ansehen zu müssen wie Willi von nebenan in Ballonseide mit Bier in der Hand seinen Stimmzettel in die Urne wirft, aber wenn wir schon alles vor die Wand fahren, dann ist es mir lieber wir Bürger waren es selbst, als wenn wir am Ende von ein paar Wenigen ins Unheil gestürzt wurden.

Wobei die Schweiz kein so schlimmes Beispiel ist. Sie haben Moscheen verboten, ja und? Wenn sie das für ihr Land so möchten ist das doch ok, Religion richtet eh seit jeher nur Unheil an. Sie haben Abschiebungen für Straftäter verschärft? Würde ich auch liebend gern bei uns, denn solche Straftaten dürfen nicht zu positiven Ergebnissen führen. (Und in Westeuropa in Knast zu sitzen ist positiv wenn man als Alternative z.B. als einfacher Mensch zurückmuss in Länder wie Birma, Afghanistan usw.)
Hätten sie nun das Foltern wieder erlaubt, oder sonst etwas unsinniges könnte ich ja die Aufregung verstehen. Aber so nicht.

Um zum Thema zurückzukommen: WL mag vllt. mit den Leaks an sich nicht sofort alles umreißen können, aber sie bringen viele Menschen dazu Dinge zu hinterfragen bzw. bringen für viele das Fass zum Überlaufen und die Leute somit dazu sich aufzuraffen und etwas zu tun. Und das ist viel wert in einer Zeit, in der fast alle merken/sehen dass wir auf ganz miese Zeiten zusteuern aber keiner mehr den Mumm hat den "Großen" das Ruder aus der Hand nehmen zu wollen.
 
Das mit dem Schneiden war sicher zwiespältig, aber jeder Journalist macht das seit Ewigkeiten.

Was auch immer wir sehen, oder lesen ist nur eine Momentaufnahme und beleuchtet wenn es hoch kommt nur eine Seite der Geschichte...
Es ist wie eine Matheaufgabe bei der einige Zahlen weggelassen wurden - das Ergebniss kann an sich trotzdem richtig sein, aber mit dem Ursprünglichen nichts mehr gemein haben.
 
Das ist richtig, dass die Medien Material schneiden, allerdings verhält es sich bei wikileaks etwas anders. Sie haben bisher nur Material publiziert. Bei dem Video haben sie meines Wissens zum ersten Mal Material geschnitten und dokumentiert. Damit haben sie ihre bisherigen Grundsätze unterwandert.

Ich kritisiere Plattformen wie Wikileaks nicht grundsätzlich, allerdings kritisiere ich den Weg, den Assange zurzeit mit Wikileaks einschlägt. Dass eine solche Plattform notwendig ist, habe ich nicht bestritten.

Nur das was bisher veröffentlicht wurde fällt zum Teil in die Kategorie "Informationsvandalismus", wie es Steve Aftergood genannt hat. Ein Teil der jetzt veröffentlichten Depeschen hat mit Whistleblowing nichts mehr zu tun. Ebensowenig der veröffentlichte E-Mail Verkehr von Sarah Palin (so wenig ich sie auch ausstehen kann). ebensowenig die veröffentlichten SMS zum 11. September. Das hat mit der Idee einer solchen Plattform, wie ich sie befürworten würde, nichts zu tun.

Assange scheint mir irgendwie in den Sog einer gewissen Aufmerksamkeitsökonomie geraten zu sein, indem er versucht immer wieder einen "oben" drauf zu setzen. So verhielt er sich auch bei der Veröffentlichung des Videos Collateral Murder. Der eigentliche Titel "Permission to Engage" wurde zugunsten von Collateral Murder verworfen um eine höhere mediale Aufmerksamkeit zu erzielen.
Quelle:http://www.newyorker.com/reporting/2010/06/07/100607fa_fact_khatchadourian?currentPage=all

Und dieser Auszug zeigt meiner Meinung nach sehr treffend auf, dass man Wikileaks und insbesondere auch Assange durchaus kritisch sehen kann:
Assange wies die Kritik zurück und versicherte, seine Mitarbeiter hätten die Dokumente geprüft und Namen von "Unschuldigen" geschwärzt. Was er damit meint, erklärte er beim Seminar in Stockholm an einem Beispiel. Assange zeigte Dokumente, in denen das amerikanische Militär berichtet, wie es einem afghanischen Radiosender Geld für pro-amerikanische Berichte zahlt. Der Chef des Senders wird mit Namen genannt. "Er hat sich bestechen lassen", sagte Assange. Damit sei der Mann in seinen Augen schuldig. Das Beispiel ist bemerkenswert, weil es zeigt, wie Wikileaks-Mitarbeiter klassische Journalisten-Aufgaben übernehmen: Sie sichten und filtern. Und sie bewerten. Wer Unschuldige von Schuldigen unterscheidet, ist nicht mehr bloß Anwalt. Er ist auch Richter.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-julian-assange-fast-ein-held-1.992375
 
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Zitat aus einem anderen Forum zu der Sache mit Wikileaks

"In letzter Zeit war Wikileaks sehr auf Antikriegs-Trip, zum totalen Entzetzen des Weissen Hauses und verschiedener Teile des Pentagons - derjenigen, die wegen blossens Gesichtswahrens die Kriege fortsetzen möchten. "Gehört" Wikileaks vielleicht zur Gegenfraktion, die die verlorenen Kriege beenden möchte. Geheimdienste arbeiten gerne mit "Lecks".

http://info.kopp-verlag.de/hintergru...wikileaks.html
. . .
Etwas ist faul an WikiLeaks, von F. William Engdahl

Seit WikiLeaks mit der Veröffentlichung von Filmaufzeichnungen des US-Militärs, die bei einem Luftangriff auf unbewaffnete Journalisten im Irak entstanden waren, erstmals weltweit Aufmerksamkeit erregte, genießt die Internetplattform hohe Glaubwürdigkeit als mutige Website, die brisantes Material an die Öffentlichkeit bringt, das ihr von Informanten in verschiedenen Regierungen zugespielt wird. Ihr jüngster »Coup« war nun die angebliche Enthüllung (leak) Tausender Seiten angeblich sensitiver Dokumente bezüglich amerikanischer Informanten in den Reihen der Taliban in Afghanistan und deren Verbindungen zu hochrangigen Vertretern im Umfeld des pakistanischen Militärgeheimdienstes ISI. Doch alles deutet darauf hin, dass es sich weniger um echte Enthüllungen handelt, als vielmehr um kalkulierte Desinformation im Interesse der Geheimdienste der USA und möglicherweise Israels und Indiens. Außerdem soll vertuscht werden, welche Rolle die USA und der Westen insgesamt beim Export von Drogen aus Afghanistan spielen.

Nachdem vor wenigen Tagen die Afghanistan-Dokumente ins Internet gestellt wurden, hat das Weiße Haus den Enthüllungen durch die Aussage Glaubwürdigkeit verschafft, die Veröffentlichung weiterer Dokumente stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit in den USA dar. Doch bei Licht betrachtet enthalten die Dokumente wenig sensitive Details. Am häufigsten und prominentesten wird der ehemalige Chef des pakistanischen Militärgeheimdienstes ISI, General (a.D.) Hamid Gul, genannt. Gul hatte in den 1980er-Jahren den von der CIA finanzierten Guerillakrieg der Mudschahid gegen die sowjetische Vorherrschaft in Afghanistan koordiniert. In den jüngsten WikiLeaks-Dokumenten wird Gul beschuldigt, sich regelmäßig mit führenden Vertretern von al-Qaida und Taliban zu treffen und Selbstmordattentate gegen NATO-Kräfte in Afghanistan zu inszenieren.

Laut den veröffentlichten Dokumenten ist auch Osama bin Laden noch am Leben, obwohl die inzwischen ermordete pakistanische Präsidentschaftskandidatin Benazir Bhutto schon vor 3 Jahren in der BBC erklärt hatte, er sei tot. Für die Regierung Obama und deren Krieg gegen den Terror kommt es gelegen, wenn der Mythos al-Qaida auf diese Weise am Leben erhalten wird, denn die meisten Amerikaner haben mittlerweile vergessen, warum die Regierung Bush den Afghanistan-Krieg eigentlich ursprünglich begonnen hatte: die Verfolgung des Saudi-Arabers bin Laden wegen der Anschläge vom 11. September.

Wird Pakistan verteufelt?
Dass Gul als entscheidender Verbindungsmann zu den Taliban in Afghanistan benannt wird, passt ins Muster jüngster Bemühungen der USA und Großbritanniens, die derzeitige pakistanische Regierung als wichtiges Element des Afghanistan-Problems zu verteufeln. Diese Verteufelung stärkt die Position Indiens, seit Neuestem militärischer Verbündeter der USA. Darüber hinaus ist Pakistan das einzige islamische Land, das Atomwaffen besitzt. Das wollen die Israelischen Streitkräfte und der israelische Geheimdienst Mossad angeblich ändern.
Eine Kampagne über WikiLeak gegen Gul, der in politischen Fragen kein Blatt vor den Mund nimmt, könnte Teil dieses geopolitischen Bemühens sein. Laut der Londoner Financial Times taucht Guls Name in etwa 10 der insgesamt rund 180 geheimen US-Dokumente auf, in denen behauptet wird, der pakistanische Geheimdienst habe afghanische Militante im Kampf gegen die NATO-Truppen unterstützt. Gegenüber der Zeitung erklärte Gul, die USA hätten den Krieg in Afghanistan verloren, die Enthüllung der Dokumente mache es für die Obama-Regierung leichter, die Verantwortung von sich weg auf Pakistan zu lenken:
»Ich bin der bevorzugte Prügelknabe Amerikas. Für sie ist es undenkbar, dass die Afghanen selbstständig einen Krieg gewinnen könnten. Es wäre eine bleibende Schande, wenn ein pensionierter 74-jähriger General die Mudschahid in Afghanistan so steuern könnte, das es zu einer Niederlage Amerikas führte.«

Bemerkenswert an den jüngsten WikiLeaks über Afghanistan ist das Schlaglicht, das auf den 74-jährigen Gul geworfen wird. Wie ich in meinem im Juni auf dieser Webseite erschienenen Artikel »Warum Afghanistan? Teil VI: Washingtons Kriegsstrategie in Zentralasien« geschrieben habe, hat Gul die Rolle das US-Militär beim Schmuggel afghanischen Heroins in Ausland über die hochgesicherte Luftwaffenbasis Manas in Kirgisistan ganz unverblümt beschrieben.
Auch bei einem Interview mit UPI am 26.9.2001, also 2 Wochen nach den Anschlägen vom 11.Sept., hatte Gul auf die Frage, wer für den 11.Sept. verantwortlich sei, geantwortet: »Der Mossad und seine Komplizen. Die USA zahlen für ihre 11 Geheimdienste jährlich 40 Milliarden Dollar. Das sind in 10 Jahren 400 Milliarden Dollar. Trotzdem behauptet die Bush-Regierung, sie sei völlig überrascht worden. Ich glaube das nicht. Schon 10 Minuten, nachdem der zweite Zwillingsturm des World Trade Center getroffen worden war, erklärte CNN, Osama bin Laden sei dafür verantwortlich. Das war eine geplante Desinformation der wahren Täter ...« Gul ist definitiv in Washington nicht besonders beliebt. Nach seinen Angaben wurden ihm wiederholt Einreisevisa nach Großbritannien und die USA verweigert. Gul zum Erzfeind zu machen würde einigen in Washington gut in den Kram passen.

Wer ist Julian Assange?
Über Julian Assange, den Gründer und selbsternannten »Chefredakteur« von WikiLeaks, einen mysteriösen 29-jähriger Australier, ist nur wenig bekannt. Nun ist er plötzlich zu einer prominenten öffentlichen Person geworden, die anbietet, bezüglich der Enthüllungen mit dem Weißen Haus zu vermitteln. Nach den jüngsten Enthüllungen erklärte er dem Spiegel – eine von drei Zeitungen bzw. Zeitschriften, denen er das neueste Material zukommen ließ –, die von ihm ans Licht gebrachten Dokumente über Afghanistan veränderten »... nicht nur unseren Blick auf diesen Krieg [...], sondern auf alle modernen Kriege.« Im selben Interview erklärte er: »... ich mag es, den Mächtigen in die Suppe zu spucken.« Die 2006 von Assange gegründete Plattform WikiLeaks hat keinen festen Firmensitz, er selbst lebt nach eigenen Angaben »zurzeit auf Flughäfen«.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange führt merkwürdige Motive für seine Arbeit ins Feld.

Betrachtet man jedoch genauer, welche Position Assange öffentlich in einer der umstrittensten Fragen der vergangenen Jahrzehnte – welche Kräfte hinter den Anschlägen vom 11.Sept. auf das Pentagon und das World Trade Center stehen – einnimmt, dann entpuppt er sich als überraschend establishmentnahe.
Im Interview mit dem Belfast Telegraph erklärte er am 19. Juli: »Jedes Mal, wenn Menschen, die Macht haben, im Geheimen etwas planen, ist das eine Verschwörung. Es gibt also überall Verschwörungen. Und es gibt verrückte Verschwörungstheorien. Wichtig ist, die beiden nicht zu verwechseln ...« Zur Frage nach dem 11.Sept.: »Es ärgert mich immer, wenn die Leute durch falsche Verschwörungen wie den 11.Sept. abgelenkt werden, während wir überall Beweise für echte Verschwörungen liefern, sei es zum Krieg oder zu groß angelegtem Finanzbetrug.« Zur Frage der Bilderberger-Konferenz? »Die hat etwas Konspiratives, im Sinne von Networking. Wir haben die Protokolle ihrer Treffen veröffentlicht.«

Eine solche Erklärung von jemandem, der im Ruf steht, Gegner des Establishments zu sein, ist mehr als bemerkenswert. Zunächst einmal ist es – wie Tausende Physiker, Ingenieure, Militärfachleute und Flugzeugpiloten erklärt haben – schlicht unvorstellbar, dass 19 kaum ausgebildete, mit Teppichmessern bewaffnete Araber 4 Linienflugzeuge umleiten und die kaum möglichen Angriffe auf die Zwillingstürme und das Pentagon ausführen könnten, dazu noch über einen Zeitraum von 93 Minuten, ohne dass die Luftverteidigung NORAD eingegriffen hätte. Herauszufinden, wer genau für den professionell geführten Angriff verantwortlich war, ist Aufgabe einer unvoreingenommenen internationalen Untersuchung.

Angesichts von Assanges glatter Zurückweisung jeglicher finsterer Verschwörung beim 11.Sept. ist die Erklärung des ehemaligen US-Senators Bob Graham umso bemerkenswerter, der als Vorsitzender des United States Senate Select Committee on Intelligence den Untersuchungsausschuss zum 11.Sept. leitete. In einem BBC-Interview erklärte Graham: »Ich kann nur sagen, dass es beim 11.Sept. zu viele Heimlichkeiten gibt, d.h. Informationen, für die es klare und glaubwürdige Antworten gibt, der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden; dieses Zurückhalten von Geheiminformationen untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung, denn schließlich geht es um die eigene Sicherheit.« BBC-Sprecher: »Senator Graham erkannte, dass die Vertuschung bis in den inneren Kern der Regierung reichte.« Bob Graham: »Ich habe im Weißen Haus angerufen und mit Frau Rice gesprochen und ihr gesagt: ›Man hat uns doch Kooperation bei dieser Untersuchung zugesichert.‹ Sie versprach, sich darum zu kümmern, und nichts ist geschehen.«

Natürlich ermöglichten die Anschläge vom 11.Sept. der Bush-Regierung, ihren Krieg gegen den Terror in Afghanistan und später im Irak in Gang zu setzen, ein Punkt, den Assange geflissentlich unerwähnt lässt.

General Gul behauptet seinerseits, der US-Geheimdienst habe die Enthüllungen auf WikiLeaks über Afghanistan inszeniert, um einen Sündenbock, nämlich Gul, zu finden, auf den man die Verantwortung schieben könne. Und wie auf Kommando kritisierte Englands konservativer Premierminister David Cameron bei einem Staatsbesuch in Indien vehement die angebliche Unterstützung Pakistans für die Unterstützung der Taliban in Afghanistan, was der WikiLeaks-Story weitere Glaubwürdigkeit verleiht.

Die Wahrheit über WikiLeaks ist definitiv noch nicht erzählt."

Ich hoffe einige hier nehmen sichs zu Herzen.
 
@PsYq0

Ich stehe zwar Wikileaks bzw eigentlich eher Assange sehr kritisch gegenüber, allerdings kann ich die von Dir zitierte Einschätzung überhaupt nicht teilen. Das klingt sehr "an den Haaren" herangezogen.
 
@ Jelais99

Es könnte aber dennoch genausogut sein? Bin mir nicht sicher was jetzt was ist ... wirft wieder viele neue Fragen auf.
 
Hi

also in der Schweiz laufen gerade Ermittlungen gegen Postfinance.

Es stellt sich die Frage, ob die Veröffentlichung einer Kontenschließung durch
die Bank/das Institut nicht unter Datenschutz/Postgeheimnis/Bankgeheimnis des Kontoinhabers fallen.
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachric...-geraet-wegen-Wikileaks-ins-Visier-der-Justiz

Ist es nicht zusätzlich ein geschäftsschädigendes Verhalten, wenn eine Kontenschließung eines Kunden mit Begründung in der Zeitung/Medien steht und dies fragwürdig begründet wird.

Wo sind denn hier die Datenschützer? Ist ja ein Computerforum :D

Darf ein Institut in der Öffentlichkeit ungefragt mit Kundenkonten Werbung betreiben, wer dort ein Konto hat und wer nicht oder wer eine Berechtigung verloren hat oder gekündigt wurde?

Wäre das nicht zustimmungspflichtig durch die betroffene Person?

Klärt mich mal schnell auf, auch im Zusammenhang mit der "Informationellen Selbstbestimmung" des Kunden z.B. Art. 2 GG.
Sollte es doch auch in anderen Ländern geben. :cool_alt:

Betrifft die anderen ja offensichtlich auch, Paypal, Mastercard, Visa ....

Cu
 
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Naja zur Postbank in der Schweiz. Assange hat keinen festen Wohnsitz, da kann eine bank durchaus kündigen, wenn das eine der Vertragsbedingungen ist.

Naja und was Art2 GG angeht, da sollte sich Assange selbst nicht soweit aus dem fenster lehnen. Die E-Mails von Palins Privataccount zu veröffentlichen könnte auch darunter fallen ebenso wie die halbe millionen SMS die durch Wikileaks veröffentlicht wurden ;)
 
Hi

da stehen aber keine Datenschutzbestimmungen unter, wie bei AGBs der Banken, die bei Konteneröffnungen unterschrieben/zugestimmt werden und an die sich die Banken zu halten haben. ;)

Diese sind vermutlich auch Bestandteil innerhalb anderer Vorgaben für Banken.

Die Banken könnten sich doch nicht dadurch rechtfertigen, das er ne Private-SMS veröffentlicht hat. :freak:

Das geht auch nicht um die Kündigung selbst, sondern um die Veröffentlichung der Kündigung in den Medien!:freak:

Cu
 
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Was dein Zitat angeht,
auch wenn ich fast nie mit Putin einer Meinung bin - recht hat er und das unabhängig davon was man von Wikileaks halten mag...

Was die Geschichte mit den Banken angeht,
eine Konventionalstrafe in Höhe von 1000 x Kontostand wäre angebracht und das natürlich nur beim ersten Vergehen - beim zweiten 1000000 x Kontostand... - eine ander Sprache verstehen sie eh nicht.
 
Naja - wenn Wikileaks eine belanglose Klatschsite wäre - dann könnten die Betroffenen es ja genauso ernst nehmen, wie Paris Hilton die New York Post. Oder wie die Katzenberger die Frankfurter Rundschau.

Und wenn Assange wirkt wie ein aalglattes Schlitzohr - dann ist er das auch. Wie der Kachelmann halt.

Es gibt aber Keinesfalls triftige Gründe gegen Wikileaks oder Assange vorzugehen als wäre es "Staatsfeind Nr.1".

LOL - gerade die letztlichen Diplomatenzitate, die den jetzigen Anstoss bilden - waren doch offene Geheimnisse. Wenn z.B. US-Diplomaten schreiben, Westerwelle wäre verbissen und inkompetent - oder Merkel sei Phantasie und Initiativlos - ist das doch nix Neues oder Skandalöses ..... ROTFL.
 
Also wenn man sich auf der Seite vom Kopp Verlag so umsieht wird einem ja richtig schlecht, da wechseln sich die Endzeitszenarien im Minutentakt ab.
 
Zitat von AW Moepp89:
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Hmm DDoS hin oder her. Hierfür muss endlich schweres Geschütz aufgefahren werden. Wirklich professionelle Hacker, die wirklich Schaden anrichten. Viren, die ganze Datenbestände vernichten, oder im Falle der Bank wie wild Transaktionen ausführen usw. So dass man nicht nach ein paar Tagen alles vergessen hat, bloß weil die Seite maln paar Stunden nicht funktoniert hat.

Wenn man jetzt nicht nachsetzt mit aller Macht, ist das vllt. eine der letzten Chancen die Staatsmacht zu brechen und zu zeigen, dass das Volk die Macht hat. Wenn wir erstmal rundum überwacht und eingeschränkt sind, wird organisiertes Vorgehen gegen den Staat und andere Institutionen, die uns Bürger am liebsten wie in der Matrix bloß an Schläuche hängen würden.
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Und dann bricht zuerst der finanzverkehr zusammen, danach der warenverkehr und dann kannste dir kein joghurt mehr kaufen gehn im supermarkt. Danach Anarchie, Leute die sich gegenseitig das Essen auf der Straße aus den Händen reißen und sich gegenseitig umbringen...quasi weltweites Chaos.

Ich glaube das will keiner... von daher gehen "richtige" Hacker gescheiter vor...z.B. nur die Koepfe die hinter den Kulissen eigennützige Entscheidungen trafen mit unumstößlichen Beweismitteln bloß stellen. In der Hoffnung dass das so laut kracht damit jeder Nachvolger Im Vorstand oder Aufsichtsrat ordentlich arbeitet aus purer Angst dass alles aufgedeckt wird wenn er mist baut. Transparenz ist das beste mittel gegen Korruption

Wenn Du die Macht hättest alles lahmzulegen...würdest Du es dann auch wirklich tun ? Denke mal da sind viele Hacker sogar vernünftiger als geldgeile Politbosse die über Leichen gehn. Schau dir nurmal Ballmer an von Microsoft...solche Leute haben soviel Verantwortung und tun so als ob sie Monopoli spielen....ist alles nur ein spiel....bääh Apple hat nun dickere Ei....bäääh nein nächstes Jahr will ich wieder das Umsatzstärkste Unternehmen sein...bääähhh
Wie die Kinder....ob manche entscheidungen da langfristig Sinn machen um bsp. Arbeitsplätze zu sichern oder nicht...steht weit hinten in der Agenda...
 
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longi schrieb:
Hi

Die Banken könnten sich doch nicht dadurch rechtfertigen, das er ne Private-SMS veröffentlicht hat. :freak:

Cu

Das habe ich auch nicht behauptet, allerdings finde ich es wirklich passend dass nun Wikileaks selbst von der eigenen Forderung nach absoluter Transparenz von Staat, Firmen und Institutionen eingeholt wird. Ob das rechtmäßig ist, steht noch auf einem ganz andeen Blatt. Zumal ja die Kontoschließung nicht zur Diskussion steht, sondern nur die öffentliche Bekanntmachung.

Ob man mit der Nachricht, man habe das Konto aufgelöst ein Persönlichkeitsrecht von Herrn Assange verletzt hat, muss das Gericht entscheiden. Es wurden allerdings keine Informationen über Kontobewegungen oder auch die Kontonummer veröffentlicht. Lediglich ist es nichts anderes als bekannt zu geben, dass man die Geschäftsbeziehung zu Herrn Assange beendet hat.
Ich finde es allerdings erstaunlich wie passiv sich Wikileaks und Herr Assange in dieser Sache verhält. Warum hat man nicht selbst Klage eingereicht? Warum muss dass erst die Piratenpartei tun? So ganz verstehen kann ich diese Passivität nicht, zumal man sich sonst so betont kämpferisch gibt.
 
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