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ThomasK_7
Vice Admiral
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Ähhm, für viele BGE-willigen Empfänger macht es doch gar keinen Unterschied, ob sie in Dortmund, München oder Vorpommern keine Arbeit haben!
Ich erwarte von vielen BGE-willigen Empfängern gar nicht, wegen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstelle durch die halbe Republik pendeln zu müssen, weil in meinen Augen viele BGE-willigen Empfänger gar keine solche Arbeit suchen.
Wenn mit einem BGE nach einigen Modellen ein pauschaler Wohnkostenzuschuss gewährt wird, reicht dieser Zuschuss eben für München für eine 1 Zimmerwohnung und in Vorpommern für eine 3 Raumwohnung. Und wenn es keinen pauschalen Wohnzuschuss gibt, dann müssen die Mietkosten eben aus dem BGE-Satz bezahlt werden mit den gleichen Folgen bei der Größenauswahl der Wohnungen.
Wer sich über die Drangsalierungen des jobcenters beschwert, tauscht in vielen BGE-Modellen dann mit den Drangsalierungen des Finanzamtes (negative Einkommensteuer). Das Finanzamt zahlt lediglich den ersten steuerfreien BGE-Anteil aus dem Lohnsteueraufkommen/allg. Steueraufkommen aus. Nachweise zum eigenen Verdienst wären dann penibel und ständig dem Finanzamt an statt an das jobcenter nachzuweisen. Wer jetzt schon nicht regelmäßig keine Formulare ausfüllen kann, wird das auch zukünftig schwer haben. Ohne ständig ausgefüllte Formulare kein BGE!
Das Finanzamt wird sich auch einen Dreck um Erstausstattung, Stromkostenzuschuss oder sonstige Hilfeanträge kümmern.
Besonders Lustig finde ich immer bei den BGE deren Einführung in die Materie (auch in Video 1 und2 aus #5754), dass eigentlich alles schon ausreichend produziert/vorhanden ist, nur zu ungerecht verteilt und deswegen ein BGE her müsste.
Ein BGE baut keine neue Sozialwohnungen und ich wüsste auch nicht, welche Konsumgüter zu unrecht verteilt sein sollten. Wer hat denn z. Bsp. so viele Autos, dass er Jemand anderem eine Auto wegnimmt/vorenthält und das lässt sich fortsetzen auf Möbel, Nahrungsmittel usw. Es sind einfach nicht genügend Bio-Lebensmittel da, als das Jedermann mit BGE ab sofort Bio kaufen könnte und ich kenne z. Bsp. auch keine Millionen von hochwertigen Möbeln bei Besserverdienenden auf Lager oder Besserverdienende, die ständig doppelt so viele Lebensmittel wie benötigt kaufen und dann wegwerfen usw. und falls doch, deckt die Anzahl dieser Personengruppe niemals den angeblichen Bedarf bei den angeblich so vielen Bedürftigen.
Ich frage mich da ernsthaft, welche vorhandenen (!) Waren da gerechter verteilt werden sollen?
Bitte um Erläuterung!
Ich erwarte von vielen BGE-willigen Empfängern gar nicht, wegen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstelle durch die halbe Republik pendeln zu müssen, weil in meinen Augen viele BGE-willigen Empfänger gar keine solche Arbeit suchen.
Wenn mit einem BGE nach einigen Modellen ein pauschaler Wohnkostenzuschuss gewährt wird, reicht dieser Zuschuss eben für München für eine 1 Zimmerwohnung und in Vorpommern für eine 3 Raumwohnung. Und wenn es keinen pauschalen Wohnzuschuss gibt, dann müssen die Mietkosten eben aus dem BGE-Satz bezahlt werden mit den gleichen Folgen bei der Größenauswahl der Wohnungen.
Wer sich über die Drangsalierungen des jobcenters beschwert, tauscht in vielen BGE-Modellen dann mit den Drangsalierungen des Finanzamtes (negative Einkommensteuer). Das Finanzamt zahlt lediglich den ersten steuerfreien BGE-Anteil aus dem Lohnsteueraufkommen/allg. Steueraufkommen aus. Nachweise zum eigenen Verdienst wären dann penibel und ständig dem Finanzamt an statt an das jobcenter nachzuweisen. Wer jetzt schon nicht regelmäßig keine Formulare ausfüllen kann, wird das auch zukünftig schwer haben. Ohne ständig ausgefüllte Formulare kein BGE!
Das Finanzamt wird sich auch einen Dreck um Erstausstattung, Stromkostenzuschuss oder sonstige Hilfeanträge kümmern.
Besonders Lustig finde ich immer bei den BGE deren Einführung in die Materie (auch in Video 1 und2 aus #5754), dass eigentlich alles schon ausreichend produziert/vorhanden ist, nur zu ungerecht verteilt und deswegen ein BGE her müsste.
Ein BGE baut keine neue Sozialwohnungen und ich wüsste auch nicht, welche Konsumgüter zu unrecht verteilt sein sollten. Wer hat denn z. Bsp. so viele Autos, dass er Jemand anderem eine Auto wegnimmt/vorenthält und das lässt sich fortsetzen auf Möbel, Nahrungsmittel usw. Es sind einfach nicht genügend Bio-Lebensmittel da, als das Jedermann mit BGE ab sofort Bio kaufen könnte und ich kenne z. Bsp. auch keine Millionen von hochwertigen Möbeln bei Besserverdienenden auf Lager oder Besserverdienende, die ständig doppelt so viele Lebensmittel wie benötigt kaufen und dann wegwerfen usw. und falls doch, deckt die Anzahl dieser Personengruppe niemals den angeblichen Bedarf bei den angeblich so vielen Bedürftigen.
Ich frage mich da ernsthaft, welche vorhandenen (!) Waren da gerechter verteilt werden sollen?
Bitte um Erläuterung!
HerrAbisZ
Commodore
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Hier geht es ja auch um das BGE / Einkommen - Geld - und das bedingt auch wo das Geld herkommt und wie es funktioniert. Wenn die Grundlage schon falsch ist, wie soll es dann am anderen Ende funktionieren ?
Wir brauchen kein Geld zum Leben. Wir brauchen sauberes Wasser , saubere Luft und saubere Erde!
Übrigens
Das erzähle mal den Leuten in Afrika und mittleren / nahen Osten (Syrien, Jemen, Palästina, etc.)
Wir brauchen kein Geld zum Leben. Wir brauchen sauberes Wasser , saubere Luft und saubere Erde!
Übrigens
Mustis schrieb:zu Krisen, die nicht gekommen sind
Das erzähle mal den Leuten in Afrika und mittleren / nahen Osten (Syrien, Jemen, Palästina, etc.)
DerOlf
Admiral
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Damit müsste ich den Schmodder ein mal weniger erklären.ThomasK_7 schrieb:Nachweise zum eigenen Verdienst wären dann penibel und ständig dem Finanzamt an statt an das jobcenter nachzuweisen.
Momentan bekommen Finanzamt und Jobceter von mir die gleiche Abrechnung ... die einen, um ihnen zu beweisen, dass ich noch nicht über den Steuerfreibetrag komme, dem anderen damit er weiß, wie viel geld er mir nicht auszahlen muss.
Ich fänds toll, wenn das mit einer Erklärung getan wäre ... zugegeben, BGE ist da nicht der einzige weg ... weitaus günstiger wäre sicherlich die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ämtern ... aus welchem Grund ist das eigentlich in DE so schwierig?
Wenn man mit zwei Ämtern wegen der selben Sache kommuniziert, hat man sehr oft das Gefühl in unserem Staat wüsste "die Rechte nicht, was die Linke tut".
Zunächst nur das Geld ... die Erklärung musst du dir aber bei Altkanzler Helmut Schmidt holen, ich kann nur spekulieren, was den dazu hingerissen hat, zu sagen "Es gibt Geld wie Dreck, es ist nur in den falschen Händen".ThomasK_7 schrieb:Ich frage mich da ernsthaft, welche vorhandenen (!) Waren da gerechter verteilt werden sollen?
Bitte um Erläuterung!
Zu den Gütern und der gerechten Verteilung:
Schau mal in die Abfallkontainer der Supermärkte, Restaurants und Hotels ... DIESE Güter werden eher weggeschmissen, als sie Bedürftigen zu geben ... mehr noch "Containern" steht in Deutschland sogar unter strafe (also lass dich nicht erwischen, wenn du in die Müllcontainer schaust).
Ist schon kaum zu überbieten, dass man des Diebstahls bezichtigt werden kann, weil man "Essen vor der Müllhalde rettet".
Aber ist schon OK ... bevor jemand davon profitiert, der nichts beiträgt, vernichten wir es lieber (oder gebens den Scheinen, mit denen wird wenigstens Geld verdient) ... aua mein Kopf.
Mittlerweile kann man wenigstens über diese Abfälle verhandeln .. nicht darüber, ob man sie einfach mitnehmen kann, weil sie sonst ja eh vernichtet werden, sondern darum, wie viel Geld man für die (teilweise abgelaufenen) Produkte denn noch bezahlen soll, bevor man sie aus der Mülltonne holt.
Die Food-Coop bei der ich gelegentlich mithelfe, zahlt momentan zwischen 40% und 60% des Listenpreises ... auf Müll mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum ... natürlich ist das für die Betreiber meist ein Verlustgeschäft, denn die veteilen den Kram auf freiwilliger Spendenbasis ...
Es gibt nur sehr wenige Händler, die nicht versuchen, ihren Müll noch zu vermarkten.
Zur Nahrungsmittelverschwendung hier mal ein Artikel.
https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/essen-fuer-den-muell/
Weltweit werden jährlich 18 Mio Tonnen Nahrungsmittel weggeworfen, dafür wird jährlich eine Fläche von 2,6 Mio Hektar bewirtschaftet und durch Anbau, Ernte und Transport entstehen jährlich 48 Mio Tonnen Treibhausgase.
Und all das NUR damit diese Lebensmittel NICHT gegessen sondern weggeschmissen werden.
Auf Privathaushalte entfallen dabei "nur" 40% der Verschwendung ... der Rest entsteht schon entlang der Wertschöpfungskette vom Erzeuger zum Händler/Großverarbeiter - mehr als die Hälfte dieser 18 Mio Tonnen Lebensmittel (pro jahr) kommt nichtmal dort an, wo sie überhaupt verkonsumiert werden KÖNNTE.
Ich denke, dass es wohl kaum die Ärmeren sind, die für diese Verschwendung verantwortlich zeichnen ... in den Wohlstandszonen unseres Planeten vielleicht aus einer krankhaften Angst vor allem unhygienischen heraus ... Aber wo man sich das meint leisten zu können, kommt der Schinken eben in die Tonne, weil er "etwas trocken ist ... das isst hier doch eh keiner mehr".
Ich kenne das aus meinem Elternhaus zur Genüge und mache es genau deswegen nicht so. Wenn ich aus Versehen zu viel eingekauft habe, dann lade ich eben ein paar Kumpels zum Essen ein, und es landet wirklich nur der nicht essbare Abfall in der Tonne.
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007
Admiral
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- Okt. 2007
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- 8.335
Hallo
Wenn du mit deinem Leben auf einen Abgrund zusteuerst dann ist das dein Problem, ich verbessere mein Leben stetig.
Ich habe in jungen Jahren Toiletten gereinigt, ich habe gekellnert, ich war Hilfsarbeiter im Lager, im Büro, in der Produktion und auf dem Bau, ich hatte auch vor langer Zeit für knapp 6 Monate Hartz4.
Ich habe aber irgendwann verstanden das jammern und meckern nichts bringt und das man mit Fleiß und Verstand sehr weit nach vorne kommen kann in Deutschland.
Ich bin selbstverständlich dafür notleidenden zu helfen, es muss aber ersichtlich sein das die sich helfen lassen wollen und das die Hilfe nur ein "Anschubser" ist und kein Dauerzustand wird.
Es ist schrecklich wie Hartz4 in den letzten 13 Jahren sehr viele zu antriebslosen/lustlosen/unwilligen/unselbstständigen Geldempfängern gemacht hat, manche sind alleine nicht mehr lebensfähig.
Wenn ich Hartz4 Familien sehe, wo Kinder als Berufswunsch angeben "Hartz4 Empfänger - Ich will wie Mama und Papa auf der Couch sitzen und mein Geld vom Staat bekommen", wird mir schlecht.
Hartz4 Empfängern geht es zu gut und es ist zu einfach Hartz4 auszunutzen, das ausnutzen von Hartz4 muss erschwert werden und die Sanktionen/Kürzungen bei Verstößen müssen erhöht werden.
Sehr vielen müsste man ordentlich in den Hintern treten, damit die wieder wach und selber aktiv werden.
Grüße Tomi
Ich verachte nur Menschen die nicht arbeiten und auf Kosten anderer leben wollen.silent-jones schrieb:Es tut mir ehrlich gesagt leid, aber was Du anderen als Deine Meinung zumutest und was Du dabei an Menschenverachtung ausdrückst, kann nur auf persönlicher Ebene beantwortet werden.
Das schreibt ausgerechnet der weltfremde der das System in Deutschland faschistisch findet und die CDU eine rechtsradikale Partei nennt.silent-jones schrieb:dass eine sachliche Diskussion mit Dir gar nicht möglich ist, denn das erfordert ein Mindestmaß an Gegenwärtigkeit, die Du schlicht noch nicht entwickelt hast.
Für uns/die Gewinner ist das doch erfolgreich.silent-jones schrieb:Wenn Du das globale Gesamtergebnis inkl. aller Umweltzerstörung, all der hungernden Menschen, all der Kriege, der Ausbeutung ganzer Kontinente usw. usf als erfolgreich bezeichnest, dann hast Du Recht. Aber was sagt das dann über Dich aus? Da kann´s einem ja kalt den Rücken runterlaufen.
Wenn wir in Deutschland nur halb so gierig/rücksichtslos wären wie du glaubst, dann würde es kein Hartz4 geben und jeder Arbeitslose dürfte verhungern.silent-jones schrieb:Natürlich sind wir keine Leistungsgesellschaft, wir sind eine rücksichtslose Gier-Gesellschaft, die, wenn sie nicht aufwacht, sich selbst zerstören wird.
Ich sehe keinen Abgrund auf den wir zusteuern, ich sitze aber auch nicht mit meinem Aluthut verängstigt im Keller.silent-jones schrieb:Dass wir auf einen Abgrund zusteuern ist doch mittlerweile Allgemeinwissen oder lebst Du eingeschlossen im Keller und verwechselst Monopoly mit der wirklichen Welt?
Wenn du mit deinem Leben auf einen Abgrund zusteuerst dann ist das dein Problem, ich verbessere mein Leben stetig.
Genau so sieht es aus, ich wurde nicht als Informationstechnikermeister und technischer Leiter in der Medizintechnik geboren.Smartin schrieb:Tomislav hat seine Meinung und die mit guten Recht. Was ihr nicht mal checkt, ist der Punkt, dass Tomislav und auch ich sogar schon mal Erfahrungen gemacht haben, wie es ist, unten an der Nahrungskette zu sitzen und schon deshalb Empathie haben. (Frag mal einen, der keinerlei Bezug hat zum Sozialsystem. Die reden nochmal ganz anders.) Dass es aber auch gut möglich ist, da selbst rauszukommen, durch Eifer, Flexibilität, Willen und Ehrgeiz.
Ich habe in jungen Jahren Toiletten gereinigt, ich habe gekellnert, ich war Hilfsarbeiter im Lager, im Büro, in der Produktion und auf dem Bau, ich hatte auch vor langer Zeit für knapp 6 Monate Hartz4.
Ich habe aber irgendwann verstanden das jammern und meckern nichts bringt und das man mit Fleiß und Verstand sehr weit nach vorne kommen kann in Deutschland.
Da stimme ich dir absolut zu.Smartin schrieb:Ich würde behaupten - und Tomislav korrigiere mich, wenn ich falsch liege - dass wir beide nichts gegen die Unterstützung der Notleidenen haben. Faulheit ist aber keine Not. Trägheit und fehlender Wille, zu seinem Job zu ziehen, ist keine Not. Überzogene Ansprüche sind keine Not. Unterstützen muss man diejenigen, die wirklich wollen und ihnen dabei vielleicht auch einen angemessenen Schubser geben, und nicht die Spackos, die meinen, "hier bin ich, jetzt füttere mich." Ein BGE ist genau das, etwas was Unterstützung nicht an Bedingungen knüpft.
Ich bin selbstverständlich dafür notleidenden zu helfen, es muss aber ersichtlich sein das die sich helfen lassen wollen und das die Hilfe nur ein "Anschubser" ist und kein Dauerzustand wird.
Es ist schrecklich wie Hartz4 in den letzten 13 Jahren sehr viele zu antriebslosen/lustlosen/unwilligen/unselbstständigen Geldempfängern gemacht hat, manche sind alleine nicht mehr lebensfähig.
Wenn ich Hartz4 Familien sehe, wo Kinder als Berufswunsch angeben "Hartz4 Empfänger - Ich will wie Mama und Papa auf der Couch sitzen und mein Geld vom Staat bekommen", wird mir schlecht.
Hartz4 Empfängern geht es zu gut und es ist zu einfach Hartz4 auszunutzen, das ausnutzen von Hartz4 muss erschwert werden und die Sanktionen/Kürzungen bei Verstößen müssen erhöht werden.
Sehr vielen müsste man ordentlich in den Hintern treten, damit die wieder wach und selber aktiv werden.
Da geben wir uns alle nicht viel, wenn ich sehe wie melodramatisch und weltfremd manche linke sind, von wegen wir rasen auf den Abgrund zu und Hartz4 ist faschistisch, das ist ganz großes Drama Kino.Smartin schrieb:Tomislav provoziert genau wie ich, genau wie ihr. Das gehört dazu.
Ich finde es teilweise belustigend, ich habe hier schon oft laut lachen und mich fragen müssen ob wir auf dem gleichen Planeten leben.Smartin schrieb:Und ehrlich gesagt wir werden teilweise Sachen in den Raum gestellt, die nicht nur die demokratische Rechtsstaatlichkeit in Frage stellen, sondern auch Sachen, die wildeste Träumerei sind. Da kann man teilweise nur noch mit Ironie reagieren.
Interessant das es fast immer linke sind die nicht verstanden werden und irgendwen ignorieren wollen.silent-jones schrieb:Ich werde Dich dann ab jetzt wieder ignorieren. Dachte für einen kurzen Moment, es hätte Zweck. Hat aber keinen.
Stimmt, reale linke Gesprächsrunden werden selten besucht, das wollen sich nicht viele antun.silent-jones schrieb:In realen Gesprächsrunden, die Du vermutlich selten besuchst, hätte man Dich schon längst aus dem Saal gewiesen oder Deine Stimme würde in Buh-Rufen untergehen.
Grüße Tomi
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DerOlf
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Da isser ja wiederTomislav2007 schrieb:Hartz4 Empfängern geht es zu gut und es ist zu einfach Hartz4 auszunutzen, das ausnutzen von Hartz4 muss erschwert werden und die Sanktionen/Kürzungen bei Verstößen müssen erhöht werden.

Alternativ könnte man die Differenz zwischen Arbeitslohn und Hartz4 auch vergrößern, in dem man die unteren Gehaltsgruppen besser bezahlt ... für nen "Fuffy mehr" machst auch du dich nur ungern krum.
Zweifelsohne muss es erschwert werden, Sicherungssysteme auszunutzen, da bin ich sogar bei dir, wenn es aber um Kürzungen der Existenzsicherung geht, muss ich dir widersprechen, denn das wird aller Erfahrung mit deutscher Bürokratie nach lang nicht nur die treffen, die es treffen soll.
Die Vermeidung von Missbrauch könnte sogar NOCH teurer sein, als ein BGE, denn wirklich vor Missbrauch sicher ist unser System (nicht nur Hartz sondern auch Steuern) nur bei konsequenter Manndeckung ... Überwachung 24/7 ... jeder überwacht jeden ... ehemaige DDR-Bürger werden das kennen und aus sehr gutem Grund strikt ablehnen.
Und der Grund für die Ablehnung ist eben NICHT die höhere Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern, sondern ausreichende Erfahrung mit Überwachung, Denunziation und Willkür.
ThomasK_7
Vice Admiral
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Lieber Olf, mit einem BGE würde sich an der Verteilung der beim Supermarkt aussortierten Lebensmittel was ändern? Nichts!
Mit einem BGE würde sich bei der generellen Lebensmittelverschwendung was ändern? Nichts!
Ein BGE löst diese Probleme in keinster Weise.
Geld zählt übrigens nicht zur Kategorie Waren.
Mit einem BGE würde sich bei der generellen Lebensmittelverschwendung was ändern? Nichts!
Ein BGE löst diese Probleme in keinster Weise.
Geld zählt übrigens nicht zur Kategorie Waren.
DerOlf
Admiral
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Die Lebensmittelverschwendung ist eine Verschwendung von Wirtschaftsktaft, Arbeitskraft und Lebenszeit.
Mir gehts darum, dasss einerseits den anderen nichts gegönnt wird, man andereseits aber haufenweise zeugs produziert, was nicht verkonsumiert wird.
Dem Händler ist es egal wenn ein Teil des Einkaufs im Müll landet.
Dem Konsumenten offensichtlich auch.
Dem Erzeuger erst recht, dem gehts nur darum, seine Produktion möglichst komplett zu vermarkten.
Der Logistikbranche ist ohnehin alles recht, was sie mit Aufträgen versorgt.
Allen ist es egal, aber es entsteht dabei ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden ...
Jedes Kg Nahrung, was in DE verkonsumiert wird, kann keine lokalen Märkte ausserhalb Europas schädigen ... im Grunde ist es also besser, wir schmeißen den Überschuss hier weg, als ihn auf dem asiatischen oder afrikanischen Markt zu verschleudern, denn dort richtet das noch mehr Schaden an, als hier.
Ich bin eigentlich nur überrascht, dass ein Wirtschaftssystem mit einem so ausgeprägten Effizienz-Fetisch sich so eine Ineffektivität leistet ... obwohl, wenn man darüber nachdenkt, ist es ja vom Profitstandpunkt nicht ineffektiv, denn dem Gewinn ist es ja egal, ob das Konsumgut verkonsumiert, oder weggeschmissen wird, denn all das passiert lange naxchdem der Gewinn erwirtschaftet wurde.
Ist aber eh alles wurst, denn wie wir von Tomi (wiedermal) lernen durften, ist doch egal wie das Spiel läuft, solange man dabei auf der Gewinnerseite ist ...
Wenns Tote gibt ... EGAL, ich lebe.
Wenn gehungert wird ... EGAL, ich kann essen.
Wenn sich die Situation für viele verschlechtert (oder einfach nicht verbessert, TROTZ Anstrengungen) ... Egal, mein Leben wird täglich besser.
Wenn die vielen dann anklopfen und rein wollen ... HIIIIILFE, tu doch jemand was, macht die Grenzen dicht, damits mir weiter so gut gehen kann ... die Wüste rundrum interressiert mich nicht.
Phantasie? Woran ist das römische Weltreich krepiert? Den Römern gings doch mit ihrer Weltordnung auch recht prächtig. Was hat uns die AfD in den Bundestag gebracht? ... uns gehts doch auch prächtig.
Den anderen geht es schlechter, und mehr Grund brauchten die "Barbaren" damals genauso wenig, wie heute.
Die offiziellen Begrifflichkeiten interessieren nicht ... ich brauche keine zwei Begriffe für ein und das selbe.
Vom Fetischcharakter her kann Geld ohnehin mit allen Waren locker mithalten.
Meiner Meinung nach gehört Geld nicht nur in die Kategorie "Waren", sondern sogar in die Unterkategorie "Konsumgüter", zumindest so, wie damit momentan umgegangen wird.
Wenbn man sich den Output der Zentralbanken anschaut, dann haben wir soghar eine Massenfertigung, die dieses Konsumgut für alle erschwinglich macht
Mir gehts darum, dasss einerseits den anderen nichts gegönnt wird, man andereseits aber haufenweise zeugs produziert, was nicht verkonsumiert wird.
Dem Händler ist es egal wenn ein Teil des Einkaufs im Müll landet.
Dem Konsumenten offensichtlich auch.
Dem Erzeuger erst recht, dem gehts nur darum, seine Produktion möglichst komplett zu vermarkten.
Der Logistikbranche ist ohnehin alles recht, was sie mit Aufträgen versorgt.
Allen ist es egal, aber es entsteht dabei ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden ...
Jedes Kg Nahrung, was in DE verkonsumiert wird, kann keine lokalen Märkte ausserhalb Europas schädigen ... im Grunde ist es also besser, wir schmeißen den Überschuss hier weg, als ihn auf dem asiatischen oder afrikanischen Markt zu verschleudern, denn dort richtet das noch mehr Schaden an, als hier.
Ich bin eigentlich nur überrascht, dass ein Wirtschaftssystem mit einem so ausgeprägten Effizienz-Fetisch sich so eine Ineffektivität leistet ... obwohl, wenn man darüber nachdenkt, ist es ja vom Profitstandpunkt nicht ineffektiv, denn dem Gewinn ist es ja egal, ob das Konsumgut verkonsumiert, oder weggeschmissen wird, denn all das passiert lange naxchdem der Gewinn erwirtschaftet wurde.
Ist aber eh alles wurst, denn wie wir von Tomi (wiedermal) lernen durften, ist doch egal wie das Spiel läuft, solange man dabei auf der Gewinnerseite ist ...
Wenns Tote gibt ... EGAL, ich lebe.
Wenn gehungert wird ... EGAL, ich kann essen.
Wenn sich die Situation für viele verschlechtert (oder einfach nicht verbessert, TROTZ Anstrengungen) ... Egal, mein Leben wird täglich besser.
Wenn die vielen dann anklopfen und rein wollen ... HIIIIILFE, tu doch jemand was, macht die Grenzen dicht, damits mir weiter so gut gehen kann ... die Wüste rundrum interressiert mich nicht.
Phantasie? Woran ist das römische Weltreich krepiert? Den Römern gings doch mit ihrer Weltordnung auch recht prächtig. Was hat uns die AfD in den Bundestag gebracht? ... uns gehts doch auch prächtig.
Den anderen geht es schlechter, und mehr Grund brauchten die "Barbaren" damals genauso wenig, wie heute.
Ergänzung ()
Das Dogma ist mir bekannt (ich halte es für obsolet) ... mir geht es aber um die Realität ... und da IST Geld eine Ware (z.B. in Form von Devisen, durch deren geschickten Umstauch/Handel ebenfalls Gewinn erzielt werden kann), genau wie Menschen und ihre Arbeitskraft.ThomasK_7 schrieb:Geld zählt übrigens nicht zur Kategorie Waren.
Die offiziellen Begrifflichkeiten interessieren nicht ... ich brauche keine zwei Begriffe für ein und das selbe.
Vom Fetischcharakter her kann Geld ohnehin mit allen Waren locker mithalten.
Meiner Meinung nach gehört Geld nicht nur in die Kategorie "Waren", sondern sogar in die Unterkategorie "Konsumgüter", zumindest so, wie damit momentan umgegangen wird.
Wenbn man sich den Output der Zentralbanken anschaut, dann haben wir soghar eine Massenfertigung, die dieses Konsumgut für alle erschwinglich macht

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Kausu
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- Mai 2010
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https://www.steuerzahler.de/Von-1-Euro-bleiben-nur-457-Cent/95034c107238i1p1520/index.html
Nur mal für diejenigen, die denken, dass wir noch mehr Abgaben brauchen.
Ich stimme soweit zu, dass es nicht passieren darf/sollte, dass man auf Grund von Sanktionen Obdachlos wird - ich würde aber komplett anders an die Sache rangehen. Wenn es Probleme mit einem Bezieher gibt, dann sollte das System (für diese Person)so umgestellt werden, dass die Miete automatisch per Überweisung vom Amt gezahlt wird (ist keine Pflicht bisher) und Lebensmittelgutscheine oder eine aufgeladene Karte sollte herausgegeben werden.
Das würde am Ende allen helfen. Kinder und Eltern müssten nicht hungern, es würde keine Gefahr für Obdachlosigkeit bestehen und lange und teure Gerichtsverfahren wie z.B. Mieten würden wegfallen (wäre gut für die Vermieter sowie dem Steuerzahler da ein großer Teil der Sozialgerichtsverfahren wegfallen würden)
Das kommt auf die Art des Kredits an. Ratenkredite mit fester Laufzeit und Tilgung müssen passend zurückgezahlt werde, aber Staaten handeln eher ähnlich dem Prinzip des Rahmenkredits.Als Beispiel ich kriege einen Rahmenkredit von 15000€ und könnte den komplett abheben, das einzig wichtige ist die Bedienung der Zinsen. Ich könnte mir auch 30 Jahre Zeit lassen - solange die Bank nicht kündigt. Von daher hat Tomis schon recht. Keinen interessiert es, ob die USA verschuldet ohne Ende ist, aber im Gegensatz zu Griechenland konnten diese Ihre Zinsen bedienen.
Der Steuerzahlergedenktag 2018 ist am Mittwoch, den 18. Juli. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) arbeiten die Bürger und Betriebe ab 04:40 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2018 bei voraussichtlich 54,3 Prozent – diese Quote war noch nie höher! Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 45,7 Cent zur freien Verfügung. Obwohl die Steuerzahler im internationalen Vergleich sehr hohe Bruttoverdienste erzielen, rangieren sie mit ihrem Nettoeinkommen nur im Mittelfeld. ".
Nur mal für diejenigen, die denken, dass wir noch mehr Abgaben brauchen.
DerOlf schrieb:Zweifelsohne muss es erschwert werden, Sicherungssysteme auszunutzen, da bin ich sogar bei dir, wenn es aber um Kürzungen der Existenzsicherung geht, muss ich dir widersprechen, denn das wird aller Erfahrung mit deutscher Bürokratie nach lang nicht nur die treffen, die es treffen soll.
Ich stimme soweit zu, dass es nicht passieren darf/sollte, dass man auf Grund von Sanktionen Obdachlos wird - ich würde aber komplett anders an die Sache rangehen. Wenn es Probleme mit einem Bezieher gibt, dann sollte das System (für diese Person)so umgestellt werden, dass die Miete automatisch per Überweisung vom Amt gezahlt wird (ist keine Pflicht bisher) und Lebensmittelgutscheine oder eine aufgeladene Karte sollte herausgegeben werden.
Das würde am Ende allen helfen. Kinder und Eltern müssten nicht hungern, es würde keine Gefahr für Obdachlosigkeit bestehen und lange und teure Gerichtsverfahren wie z.B. Mieten würden wegfallen (wäre gut für die Vermieter sowie dem Steuerzahler da ein großer Teil der Sozialgerichtsverfahren wegfallen würden)
Kein wirtschaftlicher. Wie du festgestellt hast, ist es "egal" was der Käufer mit der Ware macht. Jeder Teilnehmer hat seinen Lohn bekommen. Rein Wirtschaftlich betrachtet, wäre auch ein Verkauf ins Ausland effizient. Darum pumpt die EU auch Afrika mit billigen Hühnchen voll - ob es gut oder schlecht moralisch gesehen ist sei dahinstellt, aber es auf jeden Fall effizient und lohnenswert.DerOlf schrieb:Allen ist es egal, aber es entsteht dabei ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden ...
Ergänzung ()
HerrAbisZ schrieb:Soviel ich weiß muss man Zinsen und KAPITAL (=Schulden) zurückzahlen. Wenn nicht, wird man enteignet
Das kommt auf die Art des Kredits an. Ratenkredite mit fester Laufzeit und Tilgung müssen passend zurückgezahlt werde, aber Staaten handeln eher ähnlich dem Prinzip des Rahmenkredits.Als Beispiel ich kriege einen Rahmenkredit von 15000€ und könnte den komplett abheben, das einzig wichtige ist die Bedienung der Zinsen. Ich könnte mir auch 30 Jahre Zeit lassen - solange die Bank nicht kündigt. Von daher hat Tomis schon recht. Keinen interessiert es, ob die USA verschuldet ohne Ende ist, aber im Gegensatz zu Griechenland konnten diese Ihre Zinsen bedienen.
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DerOlf
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Wenn man Effizienz ausschlielich in finanzieller Wirtschaftskraft bemisst, dann stimmt es ... es ist egal. Von dem Standpunkt kann ich mir die Kritik an allem soparen, worunter ich nicht direkt leide ... denn irgendwo hat dadurch woanders jemand mehr geld ... und für den hat sich das dann ja gelohnt.Kausu schrieb:Kein wirtschaftlicher. Wie du festgestellt hast, ist es "egal" was der Käufer mit der Ware macht. Jeder Teilnehmer hat seinen Lohn bekommen. Rein Wirtschaftlich betrachtet, wäre auch ein Verkauf ins Ausland effizient. Darum pumpt die EU auch Afrika mit billigen Hühnchen voll - ob es gut oder schlecht moralisch gesehen ist sei dahingestellt, aber es auf jeden Fall effizient und lohnenswert.
Wie ich aber hier schon mehrmals ausgeführt habe, lässt sich das gesellschaftliche Leben aber nicht auf Euro und Cent reduzieren ... und sobald man statt nach Geld nach Sinn fragt, wirds extrem ineffizient (eigentlich ineffektiv, denn es erreicht aussser Geld keinen weiteren Effekt, ausser das Zeit und Ressourcen aufgewendet werden und nachher der Müllberg ein bisschen höher ist ... letzteres könnte man in Erwartung zukünftiger Recyclingtechnologien noch als Zukunftsvorsorge betrachten) ... denn eine Menge Menschen haben über das verdiente Geld hinaus vollkommen ohne Sinn gearbeitet ... es sei denn, "landet in der Mülltonne" ist genug Sinn ... ich sehe das anders, aber ich bin wohl auch etwas romantisch moralisierend.
Vielleicht würde sich das mit ein paar Shareholdern im Nacken schnell ändern ... denn meine Ruhe ist mir doch irgendwie wichtiger, als moralische Integrität ... mittlerweile ... leider .. bin halt auch nur ein Mensch.
Ansonsten müsste das "Schmerzensgeld" aber schon hoch genug sein und da reichen mir auch definitiv keine 24k Jahresbrutto ... je nach "Unzufriedenheitsfaktor" kann da sogar ne Null dran ... für moralisch integre Arbeit reicht auch hartzz4-Niveau, nicht schön, aber ist dann halt so ... Ich kann es ja theoretisch jederzeit ändern und mein Arbeitslohn wird auch weiterhin nicht die einzige Einnahmequelle sein, dafür ist mir meine momentane Tätigkeit persönlich zu wichtig.
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Kausu
Captain
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DerOlf schrieb:Die offiziellen Begrifflichkeiten interessieren nicht ... ich brauche keine zwei Begriffe für ein und das selbe.
Auf welcher Grundlage soll dann eigentlich diskutiert werden? Wenn es passend ist, dann werden hier Gutachten, Berichte zum Thema ALG2, BGE hingeworfen und akzeptiert. Es sind ja Fachleute, die dazu argumentieren, aber wenn die Thesen einem nicht passen ist es egal?
Es kommt halt darauf an, aus welchen Grund du arbeitest. Mir persönlich ist es auch lieber, wenn der AG meine erstellten Leistungen gut nutzt aber am Ende ... ich wurde dafür bezahlt und wenn er sich die Wand damit tapeziertDerOlf schrieb:ich sehe das anders, aber ich bin wohl auch etwas romantisch moralisierend.

Oder ein anderes Bespiel - ein ehemaliger Nachbar von mir war Zahnarzt und hat ganz offen zugegeben "natürlich freue ich mich, wenn die Leute keine Schmerzen mehr haben, aber im Grunde geht es mir natürlich um das gute Geld". Oder mein Großvater war Sanitärmeister - der hat auch nur Heizungen eingebaut, weil er dafür bezahlt wurde und nicht aus ideologischen Gründen "dann müssen keine Kinder frieren". Wenn die Rechnung nicht bezahlt worden wäre, hätte er die auch wieder ausgebaut.
Ergänzung ()
Ich formuliere es mal einfacher. Für mich (!) ist Arbeit nur der Zweck mir Familie, Hobbys, Freunde, Urlaube, Weiterbildung zu finanzieren. Was ich mache ist mir "relativ" egal.
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DerOlf
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Im Grunde ja ... bei mir ist es nicht unbedingt anders ... meinen Beitrag zur musikalischen, mathematischen, sprachlichen oder allgemein humanistischen Bildung werde ich ohnehin weiter leisten ... ob das nun 20 - 30 Schüler umfasst (davon könnte ich momentan leben) oder nur ein Zehntel davon, das ist nicht so wichtig. Mir gehts nur darum, in dem Bereich weiter aktiv zu sein, also ist auch das eigentlich unabhängig vom dabei erzielten Einkommen.Kausu schrieb:Ich formuliere es mal einfacher. Für mich (!) ist Arbeit nur der Zweck mir Familie, Hobbys, Freunde, Urlaube, Weiterbildung zu finanzieren. Was ich mache ist mir "relativ" egal.
Was ist falsch daran, dass ich diese Möglichkeiten nutzen wollte, um die Zeit der Arbeitssuche mit etwas sinnvollem zu füllen (das ist nirgendwo ein fulltimejob) und gleichzeitig einen relativ sicheren und gleichmäßigen Zuverdienst zum Hartz4 zu generieren, und das letztlich sogar so auszuweiten, dass ich aus dem Bezug raus kann?
Ich finanziere mich damit notfalls bei der Arbeitssuche selbst .. bzw. werde ich die Arbeitssuche definitiv nicht einstellen, nur weil ich durch die Unterrichterei kein Hartz4 mehr brauche.
WIe gesagt, das entspricht absolut nicht meiner Lebensplanung, sonst hätte ich die musikalische Laufbahn schon direkt nach dem Abitur einschlagen müssen. Offensichtlich ist das ja der einzige Bereich, in dem ich Erfolg habe ... der wird nur selten in Geld ausgedrückt sondern in positiver Rückmeldung, Anerkennung, Lächeln, Nicken u.s.w. ... all so Zeugs, wovon man sich nix kaufen kann.
Beim Gig draufgezahlt? Egal, dann wars halt NUR Werbung ... die meisten machen das nur nebenberuflich, da geht das.
In meiner Lebensplanung hat auch "Hartz4" erst ab dem Erstantrag eine Rolle gespielt.
Aber meine Lebensplanung ist hier auch nicht Thema.
Die Frage ist ob man jemandem wie mir vorwerfen sollte, dass er Zeit für einen Zuverdienst opfert, die ihn auch aus dem bezug herausführen kann?
Dem Jobcenter KANN es egal sein, der Gesellschaft eigentlich auch wie Tomi richtig feststellt aber mir DARF es nicht egal sein. Mir ist egal, WIE ich aus dem Bezug rauskomme - nicht OB ... sobald ich denke, dass mein Einkommen ausreicht, bin ich ohnehin raus, da ist MIR dann die Meinung der Jobcenter egal.
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Tomislav2007
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Hallo
Wenn man denen mehr gibt die knapp über Hartz4 verdienen, dann beschweren sich direkt die nächst höheren und wollen auch mehr.
Das endet dann darin das man allen mehr geben musss, bis hin zum Manager
Eine Gehaltserhöhung für alle können wir uns nicht leisten, damit würden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit einschränken oder sogar verlieren.
Ich verstehe diese linke Herangehensweise nicht, das man immer nur geben will ohne sich Gedanken darüber zu machen wie man das rein bekommt.
Das ist diese linke Doppelmoral die ich ablehne, Ihr wollt nicht zu Arbeit gezwungen werden aber Ihr findet es toll wenn andere gezwungen werden euch zu unterstützen/finanzieren.
Grüße Tomi
Das wäre toll aber das ist eine dieser linken Phantasieblasen.DerOlf schrieb:Alternativ könnte man die Differenz zwischen Arbeitslohn und Hartz4 auch vergrößern, in dem man die unteren Gehaltsgruppen besser bezahlt
Wenn man denen mehr gibt die knapp über Hartz4 verdienen, dann beschweren sich direkt die nächst höheren und wollen auch mehr.
Das endet dann darin das man allen mehr geben musss, bis hin zum Manager
Eine Gehaltserhöhung für alle können wir uns nicht leisten, damit würden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit einschränken oder sogar verlieren.
Ich verstehe diese linke Herangehensweise nicht, das man immer nur geben will ohne sich Gedanken darüber zu machen wie man das rein bekommt.
Es ist mir egal ob derjenige es gerne macht, genau so wie es Hartz4 Empfängern egal ist ob ich sie gerne durchfüttere, genau so wie es BGE Befürwortern egal ist ob ich das BGE gerne finanzieren möchte.DerOlf schrieb:... für nen "Fuffy mehr" machst auch du dich nur ungern krum.
Ja, ich kann das Spiel sowieso nicht ändern, ich kann nur zusehen das ich so gut wie möglich dabei wegkomme.DerOlf schrieb:Ist aber eh alles wurst, denn wie wir von Tomi (wiedermal) lernen durften, ist doch egal wie das Spiel läuft, solange man dabei auf der Gewinnerseite ist ...
Wenns Tote gibt ... EGAL, ich lebe.
Wenn gehungert wird ... EGAL, ich kann essen.
Wenn sich die Situation für viele verschlechtert (oder einfach nicht verbessert, TROTZ Anstrengungen) ... Egal, mein Leben wird täglich besser.
Wenn die vielen dann anklopfen und rein wollen ... HIIIIILFE, tu doch jemand was, macht die Grenzen dicht, damits mir weiter so gut gehen kann ... die Wüste rundrum interressiert mich nicht.
Warum soll ich jemandem etwas geben wollen der selber nicht arbeiten und sich versorgen will ?DerOlf schrieb:Aber ist schon OK ... bevor jemand davon profitiert, der nichts beiträgt, vernichten wir es lieber
Das ist diese linke Doppelmoral die ich ablehne, Ihr wollt nicht zu Arbeit gezwungen werden aber Ihr findet es toll wenn andere gezwungen werden euch zu unterstützen/finanzieren.
Grüße Tomi
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Kausu
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hmm ich habe mich aber doch gar nicht auf dich bezogen? Mir ging es nur darum, dass ich Obdachlosigkeit bei Hartz4 damit verhindern würde - glaube kaum, dass du obdachlos bist.DerOlf schrieb:Aber meine Lebensplanung ist hier auch nicht Thema.
Ich sehe daran nichts falsches, wenn du weiterhin alles bei Amt angibst und es eventuelle sogar schaffst, aber auch hier.DerOlf schrieb:Was ist falsch daran, dass ich diese Möglichkeiten nutzen wollte, um die Zeit der Arbeitssuche mit etwas sinnvollem zu füllen (das ist nirgendwo ein fulltimejob) und gleichzeitig einen relativ sicheren und gleichmäßigen Zuverdienst zum Hartz4 zu generieren, und das letztlich sogar so auszuweiten, dass ich aus dem Bezug raus kann?
Schreibst du indirekt an Tomislav? Ich habe dazu nix geschrieben^^
Hobby um Beruf machen - würde ich auch sehr gern und wahrscheinlich viele aber ich kann zwar Gitarre spielen (naja sehr am Anfang^^) aber das Glück damit richtig Geld zu verdienen haben wohl nach langer Arbeit nur Leute wie James Hetfield. Wenn du es schaffst ist gut, aber ein Plan B ist nie verkehrt. Ich persönlich habe nur kein Hobby bzw. darin so ausgeprägtes Talent, dass ich an sowas nur denken könnte - ich bin froh, wenn ich für mich und evtl. Familie/Freunde halbwegs gut spielen kann.DerOlf schrieb:Beim Gig draufgezahlt? Egal, dann wars halt NUR Werbung ... die meisten machen das nur nebenberuflich, da geht das.
Dir sollte sowieso die Meinung von allen egal sein - du hast Anspruch auf ALG2 und ob der Berater dich mag oder deinen Lebensentwurf ist Jacke wie Hose. Warum? Weil im Sozialstaat jeder die gleiche Möglichkeiten und Rechte hat - das unterscheidet diesen von Charity, da musst du auf Wohlwollen hoffen.DerOlf schrieb:sobald ich denke, dass mein Einkommen ausreicht, bin ich ohnehin raus, da ist MIR dann die Meinung der Jobcenter egal.
DerOlf
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Etwas aus dem Kontext gerissen ... naja.Tomislav2007 schrieb:Warum soll ich jemandem etwas geben wollen der selber nicht arbeiten und sich versorgen will ?
Das ist diese linke Doppelmoral die ich ablehne, Ihr wollt nicht zu Arbeit gezwungen werden aber Ihr findet es toll wenn andere gezwungen werden euch zu unterstützen/finanzieren.
Bei der von dir zitierten Passage ging es um Nahrungsmittel ... wenn die da sind, warum sollte man sie dann jemandem geben, der selbst nicht arbeitet? Damit sie nicht schimmeln, weil du sie (aus welchem Grund auch immer) nicht selbst essen KANNST (das ist ja der Kern von Überschuss) du sie aber auch nicht weiterverkaufen kannst?
Damit nicht ein Wert (in dem Fall sogar Nährwert) sinnlos vergeht, nur weil DU damit keinen Gewinn mehr machen kannst.
Es ging dabei um Nahrung aus Mülleimern ... für die Cooperativen tatsächlich oft bezahlen müssen, um es Bedürftigen spenden zu können.
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Tomislav2007
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Hallo
Daran ist noch falsch das du nur nebenbei eine Arbeit in deinem studierten Beruf suchst, mit dem du höchstwahrscheinlich genug verdienen würdest um aus Hartz4 raus zu kommen.
2. Weggeworfene Lebensmittel kann man als Händler/Gastronom steuerlich abschreiben.
Grüße Tomi
Daran ist falsch, das du es seit Jahren nicht schaffst mit deinem Hobby genug zu verdienen um über den Hartz4 Satz zu kommen und die Gesellschaft dir dein Hobby mitfinanzieren muss.DerOlf schrieb:Was ist falsch daran, dass ich diese Möglichkeiten nutzen wollte, um die Zeit der Arbeitssuche mit etwas sinnvollem zu füllen (das ist nirgendwo ein fulltimejob) und gleichzeitig einen relativ sicheren und gleichmäßigen Zuverdienst zum Hartz4 zu generieren, und das letztlich sogar so auszuweiten, dass ich aus dem Bezug raus kann?
Daran ist noch falsch das du nur nebenbei eine Arbeit in deinem studierten Beruf suchst, mit dem du höchstwahrscheinlich genug verdienen würdest um aus Hartz4 raus zu kommen.
Dann hör doch einfach damit auf deine Lebensplanung und dein Leben hier ständig zum besten zu geben.DerOlf schrieb:Aber meine Lebensplanung ist hier auch nicht Thema.
Ich habe nichts aus dem Kontext gerissen, ich weiß das es um Lebensmittel geht, ich will auch Lebensmittel niemandem schenken der nicht selber arbeiten will.DerOlf schrieb:Etwas aus dem Kontext gerissen ... naja.
Bei der von dir zitierten Passage ging es um Nahrungsmittel ... wenn die da sind, warum sollte man sie dann jemandem geben, der selbst nicht arbeitet?
1. Ich bin kein Lebensmittelhändler, ich verdiene mein Geld nicht mit Lebensmitteln.DerOlf schrieb:Damit nicht ein Wert (in dem Fall sogar Nährwert) sinnlos vergeht, nur weil DU damit keinen Gewinn mehr machen kannst.
2. Weggeworfene Lebensmittel kann man als Händler/Gastronom steuerlich abschreiben.
Grüße Tomi
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Kausu
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Es ist vielleicht moralisch oder gesellschaftlich nicht ganz okay - sofern er nicht in absehbarer Zeit eine Chance auf genug Schüler sieht, aber so weit ich weiß nicht falsch im Sinne von gesetzlich, da jeder ALG2 Empfänger arbeiten gehen darf, solange er alles angibt.
DerOlf
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Im grunde ging das an Tomislav, ja. Sorry.Kausu schrieb:Schreibst du indirekt an Tomislav? Ich habe dazu nix geschrieben^^
Aber trotzdem danke für Ihr Verständnis

Darauf kann man sich bei mir verlassen.Kausu schrieb:solange er alles angibt.
Wie gesagt, JC und Finanzamt bekommen die gleiche Aufstellung.
silent-jones
Ensign
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Banken verleihen kein Geld, das sie haben. Das Geld wird erst in dem Moment generiert, wenn Du den Kredit aufnimmst. Vorher gab es dieses Geld gar nicht und da es einfach geriert wrd, ist es nur noch eine Zahl in einer Datenbank, der erstmal kein realer Wert zugeordnet ist. Das Risiko trägst Du allein. Wenn Du den Kredit nicht zurückzahlen kannst, hat die Bank real nichts verloren. Was Dich von einer Bank unterscheidet ist, dass Du kein Geld gerieren darfst, die Bank aber schon. Ziel ist es und war es bei diesem Vorgang schon immer, leistungslos an das Geld heran zu kommen, das Menschen mit ihrer Hände Arbeit real erwirtschaften. Die Bank selbst tut ja nichts, sie hat ja kein Produkt, sie erzeugt einfach nur Zahlen im Computer und sobald Du das real nicht erwirtschaften kannst, bedient sie sich an den realen Dingen der Menschen durch Pfändung. Ein unglaublich abgebrühtes System, von dem man nichts in der Schule noch in der Uni je gehört hat.DerOlf schrieb:Wenn du Geld gerne einfach so hergibst, damit jemand anderes "mehr" draus macht, dann hast du Recht ... aber diese Herangehensweise birgt eben auch das Risiko, dass sich dein Schuldner verschätzt und du am Ende exakt nichts zurückbekommst (also auch nicht das Geld, was du gegeben hast).
Gleichzeitig sorgen Zinsen aber auch dafpr, dass du mit dem geld etwas machen musst, was eventuell gewinn generiert, denn ohne den kannst du die Zinsen auf den Kredui nicht zahlen und hast immer weniger geld zur Verfügung (bis die Zinszahlungen den Kredit aufgefressen haben, du aber noch immer auf den Schulden sitzt.
Ergänzung ()
Eine 100% Sanktionierung reicht Dir also nicht? Was schwebt Dir als zusätzliche Maßnahme denn so vor? Öffentliches Auspeitschen? Stattdessen könntest Du auch einfach mal mit Bewusstseinsbildung bei Dir selbst anfangen, dann musst Du andere arme Schweine nicht an Deiner Statt bestrafen.Tomislav2007 schrieb:Hartz4 Empfängern geht es zu gut und es ist zu einfach Hartz4 auszunutzen, das ausnutzen von Hartz4 muss erschwert werden und die Sanktionen/Kürzungen bei Verstößen müssen erhöht werden.
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