Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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DerOlf schrieb:
@Tomislav2007:
Dir ist aber hoffentlich schon irgendwie klar, dass man das auch geschickt regeln kann ...
Wenn man alle löhne gleichzeitig anhebt, ist das unfinanzierbar, also muss man es so staffeln, dass der Prozentsatz um den erhöht wird z.B. vom Abstand des Gehaltes zum aktuellen Durchschnitt abhängig ist (Standardabweichung).
Liegtst du genau drauf, dann erhöht es sich eben um 5% (nur als Beispiel), liegst du weit drüber, dann eben nur um 1% ... ganz oben eben garnicht ... liegst du weit darunter, dann vielleicht um 10%.
Eben eine Steigerung entlang der Einkommensdezile, die das statistische Bundesamt sowieso erhebt.
2% von 1000 sind letztlich genau so viel, wie 1% von 2000 (simple as that) und die Differenz bleibt in dem Fall sogar konstant (1000), oder ist es problematisch, wenn der eine am Ende nicht mehr nur die Hälfte vom anderen verdient?

Und behaupte nicht, man könne sich keine Lohnerhöhungen leisten, schließlich sind in den oberen 5 dezilen die Gehälter in den letzten 10 Jahren konrtinuierlich gestiegen ... nur unten hat sich im Vergleichszeitraum kaum was bewegt.
Mit welcher Logik kann das begründet werden ... um hohe Gehälter zu erhöhen reicht der Aufschwung, aber für die niedrigen ist nichtmal genug Geld da, um sie um 3% zu erhöhen?
Genau darum geht es doch den Kritikern, die konstant behaupten, vom Aufschwung der deutschen Wirtschaft würde beim gemeinen Volk nichts ankommen ausser Hartz4. Dabei geht es genau um die Lohn- und Vermögensentwicklung der letzten 10 Jahre ... die Einkommen sind gestegen (im Durchschnitt), im einzelnen fällt jedoch auf, dass das lange nicht alle Einkommen betroffen hat, sondern nur ohnehin ziemlich hohe.
Ich glaube der Kommunismus ist Deine Werteordnung. Deine Gedanken scheitern schon daran, dass man ein Einheitslohnsystem allenfalls in Nordkorea oder ähnlichen kommunistischen Systemen hat. Hier bestimmt der Markt die Gehälter oder soll demnächst noch ein (wohl verfassungswidriges) Gesetz kommen, was vorschreibt, wie hoch Steigerungen von Gehältern ausfallen dürfen? Oder soll der Staat gleich durch Anpassung der Einkommenssteuern gegensteuern? Außerdem gehen Deine Vorhalte ins Leere beziehungsweise betreffen allenfalls die Reichen und Superreichen, die ohnehin ihr Geld in den seltensten Fällen als Angestellte verdienen, sondern durch selbständige Tätigkeit. Die Praxis sah in der Vergangenheit eher so aus, dass Gehaltserhöhung gerade im oberen Mittelstand durch die kalte Progression vernichtet wurde. Mithin hat sich der Staat gerade über die höheren Erhöhungen gefreut, weil er gleich wieder richtig bei der Steuer zulangen konnte. Eigentlich wären die mal mit richtigen Erhöhungen dran, denn real hat gerade der Mittelstand in den letzten Jahren immer mehr Geld verloren. Außerdem ist es assozial zu sagen, die "oben" haben genug, die brauchen keine Erhöhung! Warum sollen die keine Erhöhung bekommen? Sollten in "Deiner" Welt am besten alle den gleichen Lohn haben oder wie? Am besten man passt so lange an, bis dies der Fall ist?
Das einzige, was ich hin und wieder sinnvoll und fair fände, wären pauschale Gehaltserhöhungen. Dass es in einem Jahr pauschale Summenerhöhungen gibt (zB. jeder bekommt eine Gehaltserhöhung von monatlich 100 Eur), im nächsten Jahr dann wieder die prozentuale Erhöhung. Die prozentuale Erhöhung aber abzuschaffen oder gar Leute auszuschließen ist genauso falsch, weil deren finanzielle Belastung auch nicht weniger wird und zudem das Lohngefüge massiv beeinträchtigt wird. Aber anscheinend ist dir das egal.
 
Smartin schrieb:
Die prozentuale Erhöhung aber abzuschaffen oder gar Leute auszuschließen ist genauso falsch, weil deren finanzielle Belastung auch nicht weniger wird und zudem das Lohngefüge massiv beeinträchtigt wird
Genau das ist im Bezug auf Lohnsteigerungen in den letzten 10 Jahren mit den unteren Einkomensdezilen gemacht worden. Trotz Aufschwung, trotz Überschuss sind die Löhne dort nicht gestiegen, während sie es in höheren Gehaltsklassen taten.
Wenn du eine einseitige Steigerung für falsch hältst, wieso war das, was die letzten 10 Jahre passiert ist für dich OK? Es wurde einseitig gesteigert ... nur eben oberhalb des Durchschnitts.
In der unteren hälfte hat die Steigerung teilweise nichtmal die Inflation aufgefangen.

An den Mindestlohn wird sich die Wirtschaft anpassen, da mache ich mir keine sorgen, und dann ist auch diese Verzerrung weg, und wir haben einfach eine "untere Schranke". Natürlich ist es nicht schön, wenn unqualifizierte jetzt genau so viel verdienen wie kaum qualifizierte, aber das wird sich auch nicht ewig so halten ... ich finde es schonmal gut, dass die Korrektur diesmal nicht über Lohnsenkungen bei den unqualifizierten bewerkstelligt werden kann ... diesmal muss es auch für die nächst höhere Stufe mehr Geld geben.
 
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DerOlf schrieb:
Genau das ist im Bezug auf Lohnsteigerungen in den letzten 10 Jahren mit den unteren Einkomensdezilen gemacht worden. Trotz Aufschwung, trotz Überschuss sind die Löhne dort nicht gestiegen, während sie es in höheren Gehaltsklassen taten.
Wenn du eine einseitige Steigerung für falsch hältst, wieso war das, was die letzten 10 Jahre passiert ist für dich OK? Es wurde einseitig gesteigert ... nur eben oberhalb des Durchschnitts.
In der unteren hälfte hat die Steigerung teilweise nichtmal die Inflation aufgefangen.

An den Mindestlohn wird sich die Wirtschaft anpassen, da mache ich mir keine sorgen, und dann ist auch diese Verzerrung weg, und wir haben einfach eine "untere Schranke". Natürlich ist es nicht schön, wenn unqualifizierte jetzt genau so viel verdienen wie kaum qualifizierte, aber das wird sich auch nicht ewig so halten ... ich finde es schonmal gut, dass die Korrektur diesmal nicht über Lohnsenkungen bei den unqualifizierten bewerkstelligt werden kann ... diesmal muss es auch für die nächst höhere Stufe mehr Geld geben.
Was glaubst Du, einer der 2500 brutto hatte, hat eine "Gehaltsanpassung" wegen des Mindestlohns bekommen? Wovon träumst Du nachts?
Im übrigen sind Gehalts"erhöhungen" in jeder Gehaltsklasse eher unüblich. Mit Gehaltserhöhungen sind in erster Linie deutliche Verbesserungen der Qualifikation und der überantworteten Aufgaben verbunden. Und die passieren halt eher im Bereich der höher Qualifizierten, durch Fortbildung, Neuorientierung etc. (Aber auch hier ist das nicht Gang und Gäbe, weil auch die Hochqualifizierten bereits mit ihrer Qualifikation eingestellt und vergütet werden. Da muss man schon einen großen Entwicklungssprung machen). Salopp gesagt, warum soll einer der putzt (nur ein Beispiel) ein höheres Gehalt bekommen, wenn er Jahr und Tag die gleiche Arbeit macht? Er bekommt einen Inflationsausgleich, damit er auf Dauer nicht "weniger" bekommt, aber er muss nicht mehr bekommen. Außer wenn man meint, man muss Kommunismuslike alle Gehälter nach oben pushen, damit alle ein "super" Gehalt haben. Teilweise ist das sogar durch den Mindestlohn passiert, was ich teilweise nicht richtig finde (insbesondere handwerklich und auch mit Blick darauf, dass eine Arbeit pauschal x,xx Eur wert sein soll, ohne dass man die Arbeit, deren Qualität und die erforderlichen Qualifikationen kennt), teilweise aber aus Sicht der Menschenwürde auch nachvollziehbar empfinde. Denn es sollte nicht sein, dass einer 40h/Woche arbeitet und hinterher noch Sozialhilfe beantragen muss, insbesondere wenn die Arbeit werthaltig ist.
Ich sehe aber nicht, warum eine "Putzfrau/Putzmann" demnächst (ohne dass die Preise/Inflation steigen) "4000 Eur brutto" bekommen, ohne dass die Gehälter der anderen in gleichem prozentualen Verhältnis angehoben werden.
Ansonsten sind in der Praxis die Erhöhungen in erster Linie auf den Inflationsausgleich beschränkt. Und auch die bekommen viele nicht einmal, gerade die in den höheren Gehaltskategorien nicht, weil man davon ausgeht, der hat ohnehin genug Gehalt, genauso wie man davon ausgeht, dass Überstunden bei solchen Leuten mit dem Gehalt abgegolten sind. Und falls sie doch einen Inflationsausgleich bekommen, sind gerade die dann auch noch am Arsch, weil sie durch die kalte Progression mehr belastet sind, als diejenigen, die in der unteren Gehaltsklasse sind.
Bsp:
Gehälter: 2.000, 3.000, 4.000, 5.000, 10.000 bekommen alle 1% Erhöhung
bedeutet absolut 2020, 3030, 4040, 5050, 10100
tatsächlich nach Steuern sind es aber nur Erhöhungen von
13,16 Eur, 16,10 EUR, 21,69 Eur, 29,28 Eur 52,51Eur
Obwohl also eigentlich der 4000 Eur AN das Doppelte des 2000 Eur AN bekommen müsste (26,32 Eur) bekommt er nur 21,69 Eur
der 10.000 Eur AN bekommt statt 29,28*2 (58,56 nur 52,51 Eur)

Selbständige, Kaufleute oder Sportler sind nicht der übliche Maßstab für Gehaltserhöhungen und auch nicht der Maßstab für eine solche Diskussion.
 
ThomasK_7 schrieb:
Falsch, falsch und nochmals falsch.
In diesen 5 Sätzen steht nur fachlich Falsches.
Du hast keine Ahnung vom Geld- und Bankwesen, willst aber Andere belehren!
Das funktioniert aber nur mit Unwissenden, die sich ein x für ein y vormachen lassen.
Interessante Argumentationskette :D
ThomasK_7 schrieb:
Es wurde hier im Forum schon an vielen Stellen geschrieben, wie unser Geldsystem funktioniert.
Warum nehmen denn die Banken Dein Sparguthaben an, wenn sie mit diesem Geld angeblich nicht arbeiten?
Schon mit so einer einfachen Frage kann man Deine These entkräften, ganz mit gesundem Verstand, auch ohne Fachwissen!
Ich habe nirgendwo geschrieben, Banken würden mit Geld nicht arbeiten und daher empfehle ich Dir Dein eigenes Motto:
1533459976875.png
 
silent-jones schrieb:
Banken verleihen kein Geld, das sie haben. Das Geld wird erst in dem Moment generiert, wenn Du den Kredit aufnimmst. Vorher gab es dieses Geld gar nicht und da es einfach geriert wrd, ist es nur noch eine Zahl in einer Datenbank, der erstmal kein realer Wert zugeordnet ist. Das Risiko trägst Du allein. Wenn Du den Kredit nicht zurückzahlen kannst, hat die Bank real nichts verloren. ..
Ich denke, ich kann schon verstehend lesen.
 
@Smartin: War ja klar, dass du das alles mit dem Markt legitimieren willst, mit der Qualität der Arbeit, den geforderten Qualifikationen ...

Zeig mir die Formel, nach der in der freien Wirtschaft Löhne, Arbeitsqualität/-belastung und Qualifikation korrelieren, dann können wir weiter reden.
Ohne diese Formel fehlt DEINER Argumentation die mathematische Logik.

Ich frage schon seit einigeer Zeit immer wieder nach dieser Logik ... und bisher kam da nicht das geringste zurück.
Ich muss daher davon ausgehen, dass da die reinste Willkür am werk ist.

Wer darauf angewiesen ist, das ein Teil seiner Lohnausgaben vom Staat übernommen werden (Aufstocker) der führt sein Unternehmen schlecht ... das ist meine Meinung dazu.
 
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DerOlf schrieb:
Wer darauf angewiesen ist, das ein Teil seiner Lohnausgaben vom Staat übernommen werden (Aufstocker) der führt sein Unternehmen schlecht ... das ist meine Meinung dazu.

Wer darauf angewiesen ist, das ein Teil seiner Lebenshaltungskosten vom Staat übernommen werden (Aufstocker) der führt sein Leben schlecht ... das ist meine Meinung dazu.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Zeig mir die Formel, nach der in der freien Wirtschaft Löhne, Arbeitsqualität/-belastung und Qualifikation korrelieren, dann können wir weiter reden.
Entweder du stellst dich dumm oder du hast echt gar keine Ahnung von der freien Wirtschaft.
Jeder Tarifvertrag berücksichtigt Dinge wie Arbeitsqualität/-belastung und Qualifikation, z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Entgelt-Rahmenabkommen

DerOlf schrieb:
Wer darauf angewiesen ist, das ein Teil seiner Lohnausgaben vom Staat übernommen werden (Aufstocker) der führt sein Unternehmen schlecht ... das ist meine Meinung dazu.
Wer darauf angewiesen ist, das ein Teil seiner Lohnausgaben vom Staat übernommen werden (Aufstocker) der führt sein Leben schlecht ... das ist meine Meinung dazu.
Was kann der Staat, die Wirtschaft oder die Gesellschaft dafür das es Menschen im Jahr 2018 gibt die als Hilfsarbeiter durch die Gegend rennen.
Warum sollen wir Menschen mit einem hohen Gehalt belohnen die zu dumm und faul waren eine Berufsausbildung zu machen ?
Das Handwerk findet keine Azubis/Mitarbeiter (weil Handwerk körperlich arbeiten bedeutet) und sehr viele Hilfsarbeiter stöhnen über schlechte Bezahlung, werdet einfach gut bezahlte Handwerker.
Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt ist selber schuld, vor allem unter dem Aspekt der Industrie 4.0 sollte jedem klar sein Hilfsarbeiter (wann auch immer) gar nicht mehr gebraucht werden.

Du hast ein Problem damit das man für eine gute Bezahlung etwas leisten muss und möchtest das System ändern, du paßt nicht zu unserem guten System und solltest dir ein anderes System suchen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Was kann der Staat, die Wirtschaft oder die Gesellschaft dafür das es Menschen im Jahre 2018 gibt die als Hilfsarbeiter durch die Gegend rennen, selber schuld.
Warum sollen wir Menschen mit einem hohen Gehalt belohnen die zu dumm und faul waren eine Berufsausbildung zu machen ?
Weil wir ohne diese Menschen in niedersten Einkommensklassen, und das sind inzwischen auch so einige mit abgeschlossener Berufsausbildung die weder dumm noch faul sind, selbst deren meist wenig schöne Arbeit machen müssten.

Auch wenn alle ein Studium abgeschlossen hätten, jemand muss selbst dann noch weniger qualifizierte aber genauso dringend notwendige Arbeiten verrichten. Arbeiten die in vielen Fällen extrem unterbezahlt sind.
 
Hallo

Déjà-vu zum Xten Mal.

K7Fan schrieb:
Weil wir ohne diese Menschen in niedersten Einkommensklassen, und das sind inzwischen auch so einige mit abgeschlossener Berufsausbildung die weder dumm noch faul sind, selbst deren meist wenig schöne Arbeit machen müssten.
Warum sind gerade Deutsche so dumm und faul, diejenigen welche die Sprache beherrschen, hier auf der Schule waren und das System kennen ?
Warum sind gerade Deutsche so dumm und faul und begeben sich in einen beruflichen Konkurrenzkampf um Billigjobs mit Ausländern/Migranten/Flüchtlingen die schlecht Deutsch sprechen ?
Kraftfahrer, Lagerist, Florist, Friseuse, Bäckereifachverkäuferin z.B. sind keine vernünftigen Berufsausbildungen, wer sich diese schlecht bezahlten Berufe heutzutage noch aussucht ist selber schuld.

K7Fan schrieb:
Auch wenn alle ein Studium abgeschlossen hätten,
Es muss nicht immer ein Studium sein, Handwerk und Industrie bezahlen Facharbeiter auch gut, man kann mit einer Ausbildung (plus Weiterbildung) auch zu einem sehr ordentlichen Gehalt kommen.
Das Handwerk sucht wie verrückt Azubis/Mitarbeiter und nimmt aktuell mit Kusshand Ausländer/Migranten/Flüchtlinge weil Deutsche nicht ins Handwerk wollen, weil man da körperlich arbeiten muss.

K7Fan schrieb:
jemand muss selbst dann noch weniger qualifizierte aber genauso dringend notwendige Arbeiten verrichten. Arbeiten die in vielen Fällen extrem unterbezahlt sind.
Warum überlassen Deutsche diese ungeliebten Jobs nicht Ausländern/Migranten/Flüchtlingen, die froh sind wenn sie solche Jobs bekommen ?
Es ist doch nicht erst seit gestern bekannt das man ohne vernünftige Berufsausbildung nicht weit kommt, Zeit sich vorzubereiten war ausreichend vorhanden, wer verschläft den bestraft das Leben.
Wer in der Schule lieber mit seinem Smartphone spielt als aufzupassen und keine Lust hat (körperlich) zu arbeiten, der ist selber schuld und muss mit den beruflichen Konsequenzen leben.
Industrie 4.0 ist zwar ein relativ neuer Begriff, Automatisierung und Technologisierung laufen aber schon seit den siebziger Jahren, da war genug Zeit sich beruflich für das richtige zu entscheiden.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Es muss nicht immer ein Studium sein, Handwerk und Industrie bezahlen Facharbeiter auch gut, man kann mit einer Ausbildung (plus Weiterbildung) auch zu einem sehr ordentlichen Gehalt kommen.
Einige können das, für den Rest gibt es einfach nicht genug Stellen, egal wie hoch sie qualifiziert sind.
Je mehr sich dafür qualifizieren umso höher das Angebot an Arbeitskraft und damit umso geringer die Löhne womit bei hinreichendem Drang in diese Posten das sehr ordentliche Gehalt deutlich schrumpfen wird.

Tomislav2007 schrieb:
Das Handwerk sucht wie verrückt Azubis/Mitarbeiter und nimmt aktuell mit Kusshand...
So verrückt kann es zumindest bei uns in AT nicht suchen, sonst würde es besser zahlen.
Unabhängig von der Bezahlung könnte auch dort nur ein kleiner Teil der derzeit im Niedriglohnsektor Beschäftigten unterkommen, es gibt einfach nicht genug solcher Arbeitsplätze für alle.

Tomislav2007 schrieb:
...Ausländer/Migranten/Flüchtlinge weil Deutsche nicht ins Handwerk wollen, weil man da körperlich arbeiten muss.
Es nimmt sie meines Eindrucks nach haupts. weil sie billiger und eher bereit sind zu schlechteren Bedingungen zu arbeiten.

Tomislav2007 schrieb:
Warum überlassen die Deutschen diese ungeliebten Jobs nicht Ausländern/Migranten/Flüchtlingen, die froh sind wenn sie solche Jobs bekommen ?
Woher der Arbeiter kommt der in diesen Jobs tätig ist spielt keine Rolle, es ist immer noch ein unterbezahlter aber notwendiger Job aufgrund dessen Ausübung man keinen Rückschluss auf Dummheit oder Faulheit des Ausübenden ziehen kann.

Außerdem halte ich nichts davon schlechte Jobs an "Ausländer" auszulagern nur weil "wir" und zu fein dafür sind.
 
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Hallo

K7Fan schrieb:
Außerdem halte ich nichts davon schlechte Jobs an "Ausländer" auszulagern nur weil "wir" und zu fein dafür sind.
Willkommen in der Realität, sehr viele träumen vom Glücksbärchiland in dem es lieb/nett/fair/gerecht zugeht, das Problem ist das wir es nicht haben.

Ich wiederhole mich:
Wer/Wo ist denn derjenige der es geschickter regeln kann/will ? Es ist niemand da der es geschickter regeln kann/will.
Ich frage seit Ewigkeiten welche Partei ein BGE und/oder soziale Verbesserungen angehen würde und bekomme keine Antwort.
Die einzige Partei die für ein BGE und/oder soziale Verbesserungen zu haben wäre ist Die Linke.
Die Linke ist dabei unter 10% zu rutschen und wird zu allem Übel auch noch immer weiter von der AfD abgehängt.
Die aktuelle Spaltung in der Parteispitze bei Die Linke ist auch nicht förderlich für den Wählerzuspruch.
Wenn Die Linke sich nicht berappelt und auf eine Linie einigt sehe ich die bei den nächsten Wahlen unter 5% rutschen.
Ich finde das sind nicht die besten Voraussetzungen für ein BGE und/oder soziale Verbesserungen.
Die Linke mag zwar edle Ziele haben aber was bringt es wenn sich kaum jemand dafür interessiert und kaum jemand Die Linke wählt ?
Ich glaube da komme ich eher zu meinem kostenlosen Lapdance nach jedem dritten Bier in der Kneipe.

Die Diskussion hier läuft seit 13 Jahren und die linke Seite hat es nicht geschafft auch nur einen einzigen Kapitalisten vom linken Glücksbärchiland zu überzeugen, was für eine Zeitverschwendung.
Da verwende ich meine Kraft lieber weiter egoistisch für mein eigenen Leben, das bringt wenigstens mich nach vorne.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Die Linke mag zwar edle Ziele haben aber was bringt es wenn sich kaum jemand dafür interessiert und kaum jemand Die Linke wählt ?

Die Linksparteien sind deswegen im Keller, weil sie sich mehr um Flüchtlinge kümmern, als um die eigene "Arbeiterklasse".

Die Demokratie ist doch sowieso nur noch ein Witz, wenn nur verseuchte Komplettpakete zur Wahl gestellt werden.
 
Hallo

JMP $FCE2 schrieb:
Die Linksparteien sind deswegen im Keller, weil sie sich mehr um Flüchtlinge kümmern, als um die eigene "Arbeiterklasse".
Das ist auch meiner Meinung nach das Problem von Die Linke, Flüchtlingen zu helfen ist gut und wichtig aber das alleine reicht nicht, Die Linke vernachlässigt die in Deutschland lebenden Menschen.
Die Linke sollte sich mehr um die Menschen in Deutschland kümmern und sich nicht hauptsächlich darum kümmern wie vielen Menschen wir im Ausland helfen und nach Deutschland bringen können.

JMP $FCE2 schrieb:
Die Demokratie ist doch sowieso nur noch ein Witz, wenn nur verseuchte Komplettpakete zur Wahl gestellt werden.
Das das nicht stimmen kann hat doch die AfD bewiesen, die AfD ist als Aussenseiter wie eine Bombe eingeschlagen und hat allen etablierten Parteien (auch den linken) Wähler abgerungen.
Diese Tatsache sollte/müßte allen etablierten Parteien doch ganz schwer zu denken geben, was aber nicht in so einem armseligen "AfD Kopier Trauerspiel" wie bei der CSU enden sollte/darf.

Grüße Tomi
 
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Hallöchen,

@Tomislav2007
Es kann einfach nicht sein, dass man in Deutschland lebt, 40stunden arbeitet und am Ende des Monats zum Amt rennen muss, damit die Miete noch bezahlt werden kann. Und zwar vollkommen egal ob Putzfrau, Bäcker, Friseur oder sonst was... Von der Rente, die diese Leute noch privat vorsorgen sollen, mal ganz zu schweigen.

Wobei die mieten ein immer größeres Problem werden. Selbst bei uns auf dem land, 40 km von der nächsten Autobahn entfernt, nimmt das ganze schon perverse Auswüchse an.

MMn muss sich tatsächlich einiges ändern. BGE alleine würde natürlich nicht reichen.

- Sozialen Wohnungsbau deutlich erhöhen (siehe Wien)
- Immobilien Spekulation grundsätzlich unattraktiv machen: nicht genutzte Grundstücke straf besteuern.
- Auf EU-Ebene eine Art Finanztransaktionsteuer einführen. (Okay, das ist vollkommene Utopie bei den derzeitigen europäischen Verhältnissen)
- Rentensystem umbauen ähnlich wie in der Schweiz. Beamte, Ärzte, Steuerberater, Architekten, etc. nicht mehr gesondert stellen.
- Zudem erschließt sich mir bis heute nicht, warum ich 25% Steuern auf Kapitalerträge zahle, während mein Arbeitseinkommen ziemlich schnell die 25% überschritten hat. Es sei denn man ist "Berater", und kann mal eben 70-80% von den Autokosten (bevorzugt fetter SUV oder Sport Kombi) absetzten.

Bsp.: Ein naher Verwandter ist nun gerade Steuerberater geworden mit 27 (Respekt dafür ^^). Nun geht der Kollege los, lässt sich seine Beiträge der letzten 4 Jahre aus der gesetzlichen AUSZAHLEN und geht in sein Versorgungswerk. Warum muss das sein? Er wird sein ganzes Arbeitsleben mit gutem bis sehr gutem Gehalt belohnt und oben drauf, darf er sich aus der Solidarität komplett zurück ziehen? Das er auch noch bei den Big Four hilft Steuern für die bedürftigen internationalen Konzerne zu minimieren, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Achja, der macht das übrigens genauso: Schön Audi S5 zugelegt: zack gibt nochmal 3000-6000€ Steuer wieder am Ende...nur fürs Auto. Ich hab mir da lieber nur ein Golf geholt... 30Cent der halbe Kilometer... ach nicht der rede Wert bei 20km weg ;)

Gut, nach deiner Logik kann sich JEDER frei entscheiden Steuerberater zu werden. Aber meinst du wirklich wir brauchen 5 Mio Steuerberater? ;)
 
Tomislav2007 schrieb:
Die einzigen die für ein BGE und/oder soziale Verbesserungen zu haben wäre ist Die Linke.
Und das vorerst auch nur am Papier, Worte sind inzwischen Schall und Rauch. Was in Realität dabei herauskommt nachdem es mehrfach durch den Fleischwolf diverser Ideologie gedreht wurde kann ganz anders als erhofft aussehen.

Zumindest kleine Schritte wie etwas höhere Mindestlöhne könnte man dennoch mit den eher sozial eingestellten Parteien durchbringen. Und wenn man zur Not dafür die Stimme mal an kleine Splitterparteien geben oder demonstrieren muss. Ein bisschen mehr Druck aus der Bevölkerung würde nicht schaden.
Das ist zwar auch reichlich unwahrscheinlich, doch wenn sich die Arbeiter geschlossen auf die Beine stellen ließe sich das Ein oder Andere rasch bewegen.

So wie jetzt darf es bei der Lohnentwicklung jedenfalls nicht weitergehen. Wer Vollzeit arbeitet muss davon sicher leben können. Alles andere ist inakzeptabel und wird langfristig kein schönes Ende nehmen.

Tomislav2007 schrieb:
Die Linke ist dabei unter 10% zu rutschen
So lange sie nicht ihre Prioritäten besser setzt und sich eventuell von dem ein oder anderen Dogma löst wird sie meiner Meinung nach auch noch weiter rutschen.

savoy2k schrieb:
- Immobilien Spekulation grundsätzlich unattraktiv machen: nicht genutzte Grundstücke straf besteuern.
Bei allen anderen Punkten aus der Liste wäre ich dabei, aber eine generelle Steuer auf ungenutzten Grund halte ich für überzogen. Wenn dann höchstens Grundstücke im urbanen Kerngebiet. Ein paar Grundstücke am Land die nur als Wiese genutzt werden sind kein Problem. Ist mir noch lieber als alles vollzubauen.
Was ist denn genutzt, zählt ein Lagerraum? Zweitwohnsitz? Freizeitnutzung eines alten Gebäudes?
 
@DerOlf
Oh Mann. Finde Dich endlich damit ab, dass wir in einer Marktwirtschaft leben und nicht im Sozialismus oder Kommunismus (wo die Gehälter übrigens auch nicht angehoben wurden, falls doch i.e.L. bei den Bonzen).
Muss bei Dir alles eine Mathematische Logik haben oder wie? Schön, dass Du versuchst, die Welt in Formeln zu packen. Manchmal reicht aber auch schon Sinn und Menschenverstand.
Warum soll man das Gehalt von jemandem erhöhen, wenn er sich nicht weiterentwickelt hat und die gleiche Arbeit erbringt, wie vorher? Aus welchem Grund sollte das passieren? Das passiert nur, wenn die Arbeit mehr "wert" wird, d.h. wenn die Zahl derer, die die Arbeitskraft brauchen oder deren Ergebnis kaufen wollen, steigt, oder wenn sich die Qualität der Arbeit bspw. durch Berufserfahrung steigert (aber auch in solchen Fälle erzielt man Gehaltssteigerungen selten im Job, sondern eher durch einen Jobwechsel zu einem anderen Arbeitgeber).
Aber auch da gibt es Grenzen. Nur weil keiner mehr putzen will und deshalb Putzkräfte rar sind, werden die Leute dennoch nicht der Putzkraft 4000Eur Gehalt zahlen, sondern es dann eher selbst in die Hand nehmen.
Es kommt also sehr wohl auf Qualifikation und die Qualität der Arbeit an, die auch mit der Berufserfahrung steigen kann (hier kann eine Putzkraft leider auch kaum punkten).
In nahezu keiner Branche oder Gehaltsklasse gibt es echte Erhöhungen (oder nur minimale), weil es fast überall nur Inflationsausgleich gibt. Echte Erhöhungen passieren nur dann, wenn der Bedarf an der Arbeitskraft deutlich steigt und die jeweilige Arbeitskraft konkurrenzloser wird oder wenn man sich auf eine neue Stelle bewirbt. Ansonsten bleibt man eher auf dem Niveau wie früher, bestenfalls angepasst um den Inflationsausgleich.
Nur in Deiner Traumwelt ist das anders, da werden alle anderen immer reicher nur du nicht.
 
Hallo

savoy2k schrieb:
Es kann einfach nicht sein, dass man in Deutschland lebt, 40stunden arbeitet und am Ende des Monats zum Amt rennen muss, damit die Miete noch bezahlt werden kann. Und zwar vollkommen egal ob Putzfrau, Bäcker, Friseur oder sonst was... Von der Rente, die diese Leute noch privat vorsorgen sollen, mal ganz zu schweigen.
Ernsthaft, schon wieder dieser Unsinn ? Wir haben in Deutschland einen Mindestlohn von 8,84€, ab 2019 sind es 9,19€ und ab 2020 sind es 9,35€.
22 Arbeitstage x 8 Stunden x 8,84€ = 1555€ Brutto = 1140€ Netto (Ohne Kirchensteuer), bei 40 Stunden die Woche muß niemand zum Amt rennen, weil das deutlich über Hartz4 liegt.
22 Arbeitstage x 7 Stunden x 8,84€ = 1360€ Brutto = 1030€ Netto (Ohne Kirchensteuer), bei 35 Stunden die Woche muß man auch noch nicht zum Amt rennen, weil das auch noch über Hartz4 liegt.

Jetzt gibt es natürlich Ausnahmen beim Mindestlohn:
Saisonarbeiter und Erntehelfer: Bei denen dürfen die Kosten für Kost und Logis mit dem Mindestlohn verrechnet werden, was auch Sinn macht weil es einen Mehrwert darstellt.
Zeitungszusteller: Ist in der Regel keine Vollzeitarbeit, wird in der Regel von Schülern, Studenten und Rentnern auf 450€ Basis ausgeübt.
Praktikanten: Da könnte man tatsächlich was ändern, aber wer sich permanent als kostenloser/billiger Dauerpraktikant hergibt ist irgendwo selber schuld.
Auszubildende und Jugendliche unter 18 Jahren: Die leben in der Regel noch bei den Eltern, da reicht ein Lehrlingsgehalt oder weniger als Mindestlohn beim Ferienjob aus.
Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten: Da macht es sogar Sinn, weil diese beiden Gruppen sonst gar keiner einstellen würde.

Die zwei größten Gruppen der Aufstocker sind:
Alleinerziehende die nur Teilzeit/Halbtags wegen Ihren Kindern arbeiten können.
Familien mit Kindern wo wegen der Kinder nur ein Geringverdiener arbeiten kann, das ändert sich in der Regel wenn die Kinder älter sind und beide wieder arbeiten (Zumindest 1x Vollzeit + 1x Halbtags).

savoy2k schrieb:
- Sozialen Wohnungsbau deutlich erhöhen (siehe Wien)
Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber das wäre auch in Deutschland sinnvoll.

savoy2k schrieb:
- Immobilien Spekulation grundsätzlich unattraktiv machen: nicht genutzte Grundstücke straf besteuern.
Der Staat soll Eigentümern vorschreiben was Sie mit Ihrem Eigentum machen dürfen und was nicht ? Das wäre Enteignung.

savoy2k schrieb:
- Rentensystem umbauen ähnlich wie in der Schweiz. Beamte, Ärzte, Steuerberater, Architekten, etc. nicht mehr gesondert stellen.
Da gebe ich dir absolut Recht.

Smartin schrieb:
Oh Mann. Finde Dich endlich damit ab, dass wir in einer Marktwirtschaft leben und nicht im Sozialismus oder Kommunismus (wo die Gehälter übrigens auch nicht angehoben wurden, falls doch i.e.L. bei den Bonzen).
Ob wir das noch erleben werden ?

Smartin schrieb:
Nur in Deiner Traumwelt ist das anders, da werden alle anderen immer reicher nur du nicht.
Wenn der wüßte wie schön die Realität ist, wenn man sich mit der Realität anfreundet und mit ihr und nicht gegen sie arbeitet.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Da gebe ich dir absolut Recht.

Wobei ich persönlich hier nicht ganz durchsteige bzw. einige Fragen habe.

Wird die Rente dann extrem gedeckelt? Viele Ärzte sind Gutverdiener und könnten somit ein ganzes Leben die höchsten Entgeltpunkte erwirtschaften. Wenn dies jetzt massenhaft auftritt, dann erspart man doch nichts, sondern sorgt nur für kurzfristig mehr Finanzen.

Ich persönlich bin froh, dass wir im Vergleich zu anderen Ländern sehr wenig Korruption haben und Bestechlichkeit bei Beamten kein riesiges Problem ist.
Gerade die Beamten an wichtigen Stellen arbeiten 40-41 Stunden, müssen theorethisch bundesweit flexibel sein (letzes Beispiel war der Umzug des BND von Pullach nach Berlin), es gibt kein Streikrecht und Beamte machen oft Abschlüsse, wie "nicht technischer Verwaltungsdienst" die in der freien Wirtschaft nicht wirklich gefragt sind.

Ich sehe da Probleme beim notwendigen Nachwuchs, wenn man Ihnen die PKV und Pension wegnimmt. Bei der Pension ist zusätzlich das Problem, dass Beamte recht niedriges Brutto haben. Soll den Leuten also der Sold gekürzt werden oder mehr Brutto ausgezahlt werden?
Ich kann nicht wirklich erkennen, dass da viel Geld gespart werden würde - die aktuellen Beamten haben schon Ihre Pensionsansprüche teilweise erarbeitet und könnten das gar nicht mehr mit der GRV ausgleichen.
Wie gesagt - ich lass mich gerne eines besseren belehren.

Sicherlich bei einem A15 oder sogar B+ Beamten halten sich die Probleme in Grenzen, aber gerade mittlere und gehobene Beamte werden stark betroffen sein



Normale Arbeitnehmer müssen doch gar nicht mehr aufstocken - ist das nicht eine Sache, die vor allem Freiberufler betrifft?
 
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