Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Eigentlich habe ich keine Lust nochmal alles zu schreiben, aber diese Freaks wie Tomis und ich stellen scheinbar die Mehrheit der Deutschen. Bevor nicht 50% linke oder diese bge partei wählen wird es nicht kommen, da kann man noch so viele Beleidigungen hier raushauen. Eher werden cdu, fdp und afd den Rotstift an Sozialleistungen ansetzen, bevor diese noch ausgebaut werden.

Bei uns macht der Gewerkschafter zB. Gerade mobil bzgl. Krankenkassenbeiträge der AG. Dass entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von denen gezahlt wird... tja war im irgendwie egal
 
Tomislav2007 schrieb:
Afrika ist was Bodenschätze/Rohstoffe angeht einer der reichsten Kontinente, wo keiner hungern müßte, wenn deren Regierungen/Führer nicht so skrupellos/käuflich wären und langfristig denken würden.
Willst du den Regierenden und Mächtigen dort etwa ihren Egoismus vorwerfen? ... für die, die sich in Afrika die Taschen vollstopfen, läuft es doch wunderbar ... daran hat sich nichts geändert, seit sich die Europäer da unten die taschen vollgestopft haben.
Und am Ende gehts doch darum, sich vor allem die eigenen Taschen vollzustopfen.

Seit wann kommts dir drauf an, dass alle was davon haben? Das ist doch Kommunismus.
 
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Hallo

Kausu schrieb:
aber diese Freaks wie Tomis und ich stellen scheinbar die Mehrheit der Deutschen. Bevor nicht 50% linke oder diese bge partei wählen wird es nicht kommen,
Genau das verstehen die nicht, die linke und die rechte Minderheit glauben beide das sie das Volk repräsentieren.

Kausu schrieb:
Eher werden cdu, fdp und afd den Rotstift an Sozialleistungen ansetzen, bevor diese noch ausgebaut werden.
Genau das wollen die nicht wahrhaben, die AfD hat nicht nur Ihre eigenen Wähler sondern auch die Wähler der Mitte und Teile der CDU und vor allem die CSU nach rechts gezogen.
Wenn sich nicht schnell was ändert und ich meine nicht ein BGE oder bessere Sozialleistungen, dann könnten wir bei den nächsten Wahlen vor dem Problem einer Regierungsbildung mit der AfD stehen.
Die Linke ist meiner Meinung nach gerade dabei unterzugehen, Die Linke ist politisch ein ganz kleines Licht das immer unbedeutender wird, die Wagenknecht zerreißt Die Linke außerdem gerade.

DerOlf schrieb:
Willst du den Regierenden und Mächtigen dort etwa ihren Egoismus vorwerfen?
...
Seit wann kommts dir drauf an, dass alle was davon haben? Das ist doch Kommunismus.
Der gute Olf der sich Aussagen mal wieder so hinbiegt wie er es gerne hätte.
Ich will denen nicht Ihren Egoismus vorwerfen und es mir auch egal wer was davon hat.
Ich schrieb nur das die westlichen Länder nicht alleine schuld an der Lage von armen Ländern sind (wie von linken gerne propagiert) und das die armen Länder eine große Mitschuld an Ihrer Lage haben.

Leli196 schrieb:
Skrupellos egoistisch.
Egoistisch und gleichgültig Ja absolut, Skrupellos Nein, Frei nach dem Motto: Laß mich in Ruhe dann laß ich dich in Ruhe.
Ich bin nur ein Arbeitnehmer der sich mit Fleiß und Köpfchen ein feines Leben erarbeitet hat, ich war niemals anderen gegenüber skrupellos, mir ist nur das Schicksal von fremden Menschen egal.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Leli196 schrieb:
Skrupellos egoistisch.
Btw muss man nicht Kommunismus etc. gutheißen wenn man Kapitalismus kritisiert.
Diese aufgesetzte, selbstherrliche Empörung....
Diskutieren hier ein BGE, welches nur möglich ist, weil man ein so reiches Land ist. Gleichzeitig echauffiert man sich, dass dieser Reichtum auf Ausbeutung armer Länder basiere. :rolleyes: Wenn letzteres stimmt, dann sollte man doch erst recht Abstand von einem BGE nehmen und die Menschen zu Nachhaltigkeit und Selbstverantwortung erziehen. Dazu, für sich selbst aufzukommen. Beides zusammen ist jedenfalls die blanke Doppelmoral.
 
savoy2k schrieb:
Auf EU-Ebene eine Art Finanztransaktionsteuer einführen. (Okay, das ist vollkommene Utopie bei den derzeitigen europäischen Verhältnissen)

Das ist keine Utopie. Ich wiederhole das gerne nochmal: die EU-Kommission hat bereits 2011 einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Der einzige wirklich erbitterte Gegner einer EU-FTS, Großbrittanien, ist demnächst weg. Da Deutschland mittlerweile nicht mehr neutral, sondern positiv einer FTS gegenübersteht und Frankreich unter Macron einer der größten Befürworter ist, sehe ich eine EU-FTS als sehr realistisch an.
Das wird ganz sicher in die näcshte Runde gehen, sobald GB komplett raus ist.


Fu Manchu schrieb:
Ich finde, für ein Grundeinkommen sollte es gewisse Bedingungen geben - wer etwas für die Gesellschaft leisten kann (keine kranken oder behinderten Menschen), sollte das auch tun müssen.

Es ist schon heute so, dass die Quantität der geleisteten Arbeitsstunden in Lohnarbeit geringer ist als bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Und das auch nicht erst seit der Flüchtlingskrise (obgleich die das Pensum natürlich nochmal ordentlich inkrementiert hat).

Ich denke also nicht, dass man zwangsläufig einen Zwang benötigt. Ein Zwang, also eine extrinsische Motivation, ist ohnehin die schlechtere Motivation.


silent-jones schrieb:
Wie kann man gesellschaftlichen Nutzen in ein Bewertungssystem packen?

Das halte ich allerdings auch für abwegig. China versucht das ja per KI, was letztlich eine Massenüberwachung unvorstellbaren Ausmaßes ist.
Anders ist das imho auch nicht realisierbar. Entweder man bemisst alles, dann muss man aber auch alles überwachen, dann wäre es fair oder es ist eben nicht fair, weil nicht alles korrekt bemessen wird und man sollte es sich sparen.

Ich würde dem auch sehr kritisch gegenüberstehen, weil ich nicht glaube, dass diese Art der Massenüberwachung etwas positives für die gesellschaftliche Entwicklung darstellt.


K7Fan schrieb:
Eine weitere Bedingung des BGE ist Überschuss.

Nein, denn aus verschiedenen Töpfen finanziert wäre ein BGE ja selbst heute schon finanzierbar. Mit gebildeten Rücklagen kann man dann auch konjunkturärmere Perioden überstehen.

Unabhängig davon ist das imho kein Contra-BGE Argument: wenn die Konjunktur langfristig schwach ausfällt, dann würde auch Löhne, der bisherige Sozialstaat, usw. sinken. Ich mein in einer langfristig schwächelnden Wirtschaft kann man mit keinem System einfach so den Lebensstandard halten. Der muss dann so oder so abgesenkt werden.


K7Fan schrieb:
Das BGE basiert darauf dass manche Menschen Teile ihrer Lebenszeit hergeben damit andere ihre gesamte Lebenszeit für sich haben können.

Das ist eine interessante Frage, aber nicht so einfach zu beantworten. Da jeder Mensch einen Sinn im Leben braucht, würde ich diese Frage auch nicht so kurz beantworten.
Allein durch Konsum trägt jeder ja schon zum Wirtschaftskreislauf bei. Wenn nun jemand z.B. nur seine Kinder großzieht und sonst nichts macht - was ich für unwahrscheinlich für die Masse erachte - dann steuert er zumindest einen ordentlichen Nachwuchs für das System bei.

Also alleine das ehrenamtliche Tätigkeiten einen höheren Anteil geleisteter Studen aufweisen als geregelte Lohnarbeit zeigt imho schon ganz gut, das niemand einfach sparend 24/7 zu Hause hockt und deshalb ein absolutes Minussegment für die Gesellschaft darstellt.


Esox Lucius schrieb:
Und besonders für die, die glauben,, sie müssten nichts abgeben, da sie es so hart erkämpft haben. lohnt sich der Blick ins Grundgesetz.

Das würde ich auch sagen. Viele Rechte im Grundgesetz sind leistungslos und es funktioniert wunderbar, weil man die passenden Rahmenbedingungen geschaffen hat.
Etwas derartiges lässt sich auch für ein BGE umsetzen.


Leli196 schrieb:
Skrupellos egoistisch.
Btw muss man nicht Kommunismus etc. gutheißen wenn man Kapitalismus kritisiert.
Mustis schrieb:
Diese aufgesetzte, selbstherrliche Empörung....
Diskutieren hier ein BGE, welches nur möglich ist, weil man ein so reiches Land ist. Gleichzeitig echauffiert man sich, dass dieser Reichtum auf Ausbeutung armer Länder basiere.

Meine größte Überschneidung im politischen Sinne habe ich fast immer mit der FDP. Trotzdem bin ich solidarisch eingestellt und immer ein Freund von konstruktiver Systemkritik.

Manche - auch hier im Thread - ergeben sich sicherlich ideologischer (System)Kritik. Derartiges lege ich grundlegend ab. Kritik sollte durchaus wohldefiniert sein.
Nichtsdestoweniger siehst du (@Mustis) glaube ich öfter auch Widersprüche, wo keine sind. Ich z.B. kritisiere die Ausbeitung ärmerer Länder ebenfalls, weil es einen Unterschied macht, ob die eigene Marktwirtschaft tatsächlich besser ist oder sich eben partiell auch unfaire Vorteile erschleicht.

Insofern sehe ich es durchaus als gerechtfertigt an, dass wir bedingt z.B. durch Innovation gewisse Vorteile genießen, kritisiere aber trotzdem die partiell unfairen Vorteile, etwa z.B. das man gewisse Produkte aus afrikanischen Märkten in der EU gar nicht zulässt.
Damit nimmt man denen einiges an Exportpotential weg und hätten die für gleich welches Produkt auch immer die besseren Absatzwege, dann muss das auch unser Markt aushalten.
 
Nein, denn aus verschiedenen Töpfen finanziert wäre ein BGE ja selbst heute schon finanzierbar. Mit gebildeten Rücklagen kann man dann auch konjunkturärmere Perioden überstehen.
an der stelle muss ich doch mal fragen: welche töpfe wären das und wie hoch wäre dann das bge? wenn ich jetzt mal von 1000 € bge für jeden bundesbürger ausgehe, käme ich grob übern daumen auf 1 bio € im jahr (82,5 mio einwohner x 1000 € x 12 monate). das gesamtsteueraufkommen der brd liegt aber "nur" bei ~0,77 bio € und davon müssen auch alle anderen aufgaben des staates finanziert werden. selbst bei 500 € im monat und dafür die totale abschaffung des sozialstaates inklu der renten würden die steuereinnahmen das nicht decken können. und wer kann schon von 500 € im monat leben?

ich muss gestehen ich hab hier in letzter zeit nicht oft mitgelesen, daher bitte ich um nachsicht wenn mir das was entgangen ist, aber mir erscheint das soweit erstmal nicht wirklich finanzierbar. oder habt ihr hier schon bedingungen für das "bedingungslose" grundeinkommen festgelegt um die kostenseite zu minimieren?
 
Ich antworte einmal stellvertretend, weil die Befürworter dies in ihren verlinkten Modellen bereits exemplarisch vorgestellt haben. Die Töpfe sind hauptsächlich die Arbeits-, Kapital- und Vermietungseinkommen der gesamten Bevölkerung. So werden z. Bsp. Single mit einem monatlichen Bruttoeinkommen >1600 € das BGE finanzieren. Das nur die Reichen das finanzieren, ist ein Märchen/Wunschdenken.
Eine Finanztransaktionssteuer wird vom Aufkommen her das auch nicht hauptsächlich stemmen können.
Wikipedia schrieb:
Befürworter einer Finanztransaktionssteuer versprechen sich erhebliche Steuereinnahmen ohne größere Verzerrungen in der realen Wirtschaft auszulösen.[4] Nach Schätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) z. B. lägen die Einnahmen, bei einem Steuersatz von 0,05 Prozent auf alle Finanztransaktionen, in Deutschland zwischen 0,7 und 1,5 Prozent des BIPs, in der EU zwischen 0,9 und 2,1 Prozent des BIPs.[39] In Deutschland wären dies rund 17 bis 36 Milliarden Euro, für die gesamte EU etwa 110 bis 250 Milliarden Euro.[/(Quote]

Nachtrag:
Da das BGE z. Bsp. keine einzige Sozialwohnung baut, der Bund aktuell jährlich nur 2 Mrd. € in direkte Förderung von Sozialwohnungen investiert, wären Investitionen von z. Bsp. 10-15 Mrd. €/Jahr in den sozialen Wohnungsbau viel besser investiert als 1.000 Mrd. €/Jahr in ein BGE. Da hätten die Bedürftigen viel mehr davon.
Eine Reform des ALG2 käme auch finanziell viel günstiger wie ein BGE.
 
Zuletzt bearbeitet:
So werden z. Bsp. Single mit einem monatlichen Bruttoeinkommen >1600 € das BGE finanzieren.
klingt jetzt nicht unbedingt erstrebenswert muss ich sagen wenn man den kleinverdienern auch noch zusätzlich geld aus der tasche ziehen würde... was müsste besagter singel mit 1600 brutto(!) denn dann noch abdrücken? oder andersrum: wofür würde er dann überhaupt noch arbeiten gehen?
zumal man dafür mehr als ein viertel des gesamten bruttoinlandsproduktes abgreifen müsste um auf den betrag zu kommen (ausgehend von nur 1000 € bge)
die aus deinem zitat benannten 0,017 bis 0,036 bio euro aus finanztransaktionssteuer sind da eigenltich auch keine wirklich nennenswerte größenordnung mehr.
ich tu mich da schwer mit das realistisch als finanzierbar anzusehen. nicht dass ich die kohle nicht gern abgreifen würde, aber fraglich ist, ob ich dann unterm strich noch so viel hätte wie jetzt, selbst wenn man die infaltion ausblendet...

naja ich lass mich überraschen und zur not... ich häng nich wirklich an meinem job. wenn der sich nich mehr lohnt schlage ich mich auf die gewinnerseite und lass die arbeit. wird sich schon n anderer dummer finden der den mist für noch weniger geld macht...
 
@Lübke es gibt viele denkbare Möglichkeiten, von denen viele hier im Thread bereits auch schon ausführlich dargestellt wurden.

Mein Favorit wäre eine Finanztransfersteuer. Die jährlichen Finanztransfers der Bevölkerung in Deutschland (Überweisung, Kreditkarte & Co.) betrugen bereits 2013 über 70 Billionen (https://de.wikipedia.org/wiki/Überweisung_(Zahlungsverkehr)#Allgemeines). Eine Steuer von (eventuell auch deutlich) <0,5% würde jeden Euro mit weniger als einem halben Cent besteuern und bereits deutlich über 350 Milliarden jährlich extra einbringen.

Den Rest kann man durch eine FTS im Rahmen von >= 0,1% beim Finanzhandel (dessen Volumen deutlich größer ist), auftreiben.

Das belastet dann auch keinen Normalbürger, da man bedeutend mehr als 100.000 Eur monatlich dann bewegen müsste, um die unterm Strich (1000 Eur BGE sind ja angedacht) ein Minus zu machen.

Oder man besteuert nur den Finanzhandel, was persönlich auch noch eher favorisiere. Da bräuchte man aber wahrscheinlich nicht nur eine EU-weite Kooperation (die ja bereits in Arbeit ist), sondern auch noch die USA. Gespräche hat es diesbezüglich (EU<->USA) gegeben, aber noch keinerlei Einigung.
 
damit wir nicht aneinander vorbeisprechen: welche höhe sollte das bge denn deiner meinung nach haben? ich hab die 1000 € erstmal ganz willkürlich gewählt. zum leben eher noch zu wenig aber damit bleibt man bei der 1 bio-marke.

die nächste frage: werden die großfinanzen dann noch den deutschen markt nutzen? oder finden sie wege auf andere märkte auszuweichen und die 350 mrd € lieber in die eigene tasche zu wirtschaften? bei so viel knete wird man schon mal kreativ ;)

ich bin halt skeptiker was das angeht. es sind wahnsinnsbeträge die da zu verschieben sind und damit wirft man einige gefüge durcheinander. vor allem diejenigen mit relativ geringem einkommen haben dadurch eine hohe motivation aus dem arbeitsleben auszutreten weil sich zum einen die arbeit noch deutlich weniger lohnt, auf der anderen seite der fall durch das bge aber nicht grad tief ist. da sehe ich die größten probleme.

und nehmen wir mal die finanztransaktionssteuer: schon wieder 0,5% vom lohn des kleinen mannes weg wenn ers überwiesen bekommt. wenn ers dann seinerseits auch nochmal verschiebt (z. b. rentenvertrag, bausparvertrag): wieder 0,5% weg...
 
@Lübke bei <=0,5% sprechen wir ja von <= 0,5 Cent auf jeden bewegten Euro (also nur bei Transaktionen mit Dritten, nicht auf hin- und herschieben von eigenem Geld oder bereits existierendem Geld auf dem Konto o.Ä.). Da kann ich mir schwerlich vorstellen, dass das viele interessieren wird.
Und das sind dann eben schon mehr als 350 Mrd. Eur.


Lübke schrieb:
und nehmen wir mal die finanztransaktionssteuer: schon wieder 0,5% vom lohn des kleinen mannes weg wenn ers überwiesen bekommt. wenn ers dann seinerseits auch nochmal verschiebt (z. b. rentenvertrag, bausparvertrag): wieder 0,5% weg...

Man müsste ja weit über 100.000 insgesamt monatlich bewegen, damit einen das unterm Strich überhaupt negativ beeinflusst. Und wer das kann, der wird sich imho nicht an 0,5% stören. Vor allem, wenn es dafür z.B. keine neue Reichensteuer dann geben brauch o.Ä.

Beim Finanzhandel denke ich auch nicht, dass <= 0,1% einen großen Einfluss haben. Höchstens eben, was ich auch für nicht so schlecht halte, wenn man ein BGE nur daraus finanzieren will. Dann muss man halt irgendwo <= 1% ansetzen und das könnte wahrscheinlich nur mit einer EU-Lösung knapp werden. Da bräuchte man dann in der Tat noch die Amerikaner dazu.
 
bei <=0,5% sprechen wir ja von <= 0,5 Cent auf jeden bewegten Euro (also nur bei Transaktionen mit Dritten, nicht auf hin- und herschieben von eigenem Geld oder bereits existierendem Geld auf dem Konto o.Ä.).
nagut, aber das ist schon mal 1% futsch; 0,5% wenn man das geld bekommt (gehalt, rente, sozialleistungen, etc.) und dann nochmal 0,5% wenn mans wieder ausgibt (miete überweisen, handyrechnung, lastschrifteinzug versicherungen, etc.)

Man müsste ja weit über 100.000 insgesamt monatlich bewegen, damit einen das unterm Strich überhaupt negativ beeinflusst.
meinst du die steuer nur auf derart hohe beträge erheben oder weil sonst die kosten so gering sind?

Beim Finanzhandel denke ich auch nicht, dass <= 0,1% einen großen Einfluss haben. Höchstens eben, was ich auch für nicht so schlecht halte, wenn man ein BGE nur daraus finanzieren will. Dann muss man halt irgendwo <= 1% ansetzen und das könnte wahrscheinlich nur mit einer EU-Lösung knapp werden. Da bräuchte man dann in der Tat noch die Amerikaner dazu.
0,1% von was? wir reden von bio € volumen. für ein paar hundert millionen lohnt das imho durchaus. und nur eu und usa würde auch nix bringen. andere märkte nehmen die billionen von € gern auf und wenns ne bananenrepublik ist, die nicht mitzieht und lieber nen sicheren hafen für die kohle der superreichen bietet. ein monako 2.0 oder so.
wie gesagt lass dich nicht von kleinen %-angaben täuschen, in totalen zahlen ist das ne menge holz und das will sich so mancher gern in die tasche wirtschaften.
 
Lübke schrieb:
meinst du die steuer nur auf derart hohe beträge erheben oder weil sonst die kosten so gering sind?

Ich meine
(a) je besser die EU (innerhalb oder eventuell gar außerhalb, besonders mit den USA) dies organisiert, desto geringer müssen die regulären Kapitaltransfers besteuert werden und
(b) wären 1% von 100.000 Eur genau 1000 Eur, d.h. genau das, was man monatlich durch ein BGE bekommt. Man muss also weit mehr als 100.000 Eur in einem Monat bewegen, damit einen das BGE überhaupt etwas kostet, da immer von Sätzen <1% geredet wird.
 
also zu a) die finanzmärkte sind ganz klar auf gewinnmaximierung aus, die suchen und finden jedes schlupfloch, egal wie hoch die steuer ausfällt, daher solltest du da einen nicht unerheblichen teil lieber nicht fest einplanen
und zu b) dann bleibts dabei, dass du erstmal das einkommen unterm strich für jeden mit der maßnahme um besagte 1% (je 0,5% bei einkommen und ausgabe) reduzierst?
nur wie gesagt, damit hättest du grad mal ein drittel finanziert sofern die finanzmärkte brav mitspielen und keine schlupflöcher finden. der noch fehlende teil entspricht noch immer fast dem gesamten steueraufkommen der brd.
 
ascer schrieb:
Das halte ich allerdings auch für abwegig. China versucht das ja per KI, was letztlich eine Massenüberwachung unvorstellbaren Ausmaßes ist.
Anders ist das imho auch nicht realisierbar. Entweder man bemisst alles, dann muss man aber auch alles überwachen, dann wäre es fair oder es ist eben nicht fair, weil nicht alles korrekt bemessen wird und man sollte es sich sparen.

Ich würde dem auch sehr kritisch gegenüberstehen, weil ich nicht glaube, dass diese Art der Massenüberwachung etwas positives für die gesellschaftliche Entwicklung darstellt.
Massenüberwachung???
Ich sprach davon, unsere Arbeit neu zu bewerten, nach anderen Kriterien, als wir es im Moment tun.
Z.B. könnte man pauschalisieren, dass soziale Arbeit, direkter Dienst am Menschen, wesentlich besser bezahlt wird. Ist ja in vielen Ländern Europas, wie in Schweden und der Schweiz zum Beispiel, auch so.
Wie hast Du da den Bogen zu Massenüberwachung geschlagen? :D
 
@silent-jones ...weil man ja ein faires System benötigt, um das derzeitige abzulösen. Einfach nur Sozialberufe besser zu bezahlen, ist da imho nicht die Lösung, weil man dann nichts weiter tun könnte, als dort zu subventionieren (oder einen höheren Mindestlohn einzuführen).
Das gegenüber anderen Branchen zu verantworten, wäre reine Willkür, wenn man keine quantitativen Vergleichsmöglichkeiten hat (also Überwachung & Auswertung).

Wie will man sonst z.B. es verantworten, einem Krankenpfleger mehr zu bezahlen, der Putzkraft im Krankenhaus aber z.B. nicht. Nur weil der Krankenpfleger direkten Kontakt mit Menschen hat?

Wenn man wiederum alle berücksichtigen will, die mit Niedriglöhnen und der Existenz (wirtschaftlich) zu kämpfen haben, dann kann man auch gleich ein BGE stattdessen einführen. Das wird sonst ja nur ein gesondertes Gefrickel für jede einzelne Berufsgruppe.
Und eben unfaire Bevorzugung, wenn man das nicht anhand fundierter Daten macht.
 
Ihr denkt so ziemlich alle in den heutigen Gegebenheiten

Geht 16.000 Jahre zurück und denkt das ganze NEU - und dann darauf aufbauend

Nahcher, wie kann man dorthin kommen.
 
ascer schrieb:
@silent-jones ...weil man ja ein faires System benötigt, um das derzeitige abzulösen. Einfach nur Sozialberufe besser zu bezahlen, ist da imho nicht die Lösung, weil man dann nichts weiter tun könnte, als dort zu subventionieren (oder einen höheren Mindestlohn einzuführen).
Das gegenüber anderen Branchen zu verantworten, wäre reine Willkür, wenn man keine quantitativen Vergleichsmöglichkeiten hat (also Überwachung & Auswertung).

Wie will man sonst z.B. es verantworten, einem Krankenpfleger mehr zu bezahlen, der Putzkraft im Krankenhaus aber z.B. nicht. Nur weil der Krankenpfleger direkten Kontakt mit Menschen hat?

Wenn man wiederum alle berücksichtigen will, die mit Niedriglöhnen und der Existenz (wirtschaftlich) zu kämpfen haben, dann kann man auch gleich ein BGE stattdessen einführen. Das wird sonst ja nur ein gesondertes Gefrickel für jede einzelne Berufsgruppe.
Und eben unfaire Bevorzugung, wenn man das nicht anhand fundierter Daten macht.
Man könnte z.B. Berufsgruppen zusammenfassen und über deren gesellschaftliche Relevanz nachdenken.

unverzichtbare und äußerst schwere Tätigkeiten
Leichenteilbeseitiger auf der Autobahn
Kanalreiniger
Atomkraftwerkswassertanktaucher

Soziale- und Heilberufe
Gesellschaftlich unverzichtbare Servicearbeiten
Rettungsberufe

dann eine Gruppe
Nice-to-have, aber nicht unverzichbar
reine Finanzberufe, sekundäre Büroverwaltungsaufgaben
......

Das ist nur Brainstorming, vielleicht hat jemand noch andere Ideen.

Jetzt haben wir ja auch ein Bewertungssystem, dass im Grunde genommen genauso willkürlich ist.
 
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