Benötigt Testcrypt das Passwort?

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Arion

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Hi, ich hatte vor einiger Zeit mal versucht meine mit Truecrypt verschlüsselte und möglicherweise defekte Festplatte zu untersuchen mit Testcrypt. Nur funktionierte das nicht, da das Programm andauernd das Passwort für die Festplatte verlangte. :(

Vorhin bin ich hier wieder auf Testcrypt gekommen und auch eine bootable Version gefunden.

Wird immer ein Passwort benötigt oder hatte ich das Programm falsch bedient?
 
Natürlich braucht man das PW - ohne PW siehst du nur Zufallsdaten auf der HD.

What is TestCrypt

TestCrypt is the first aid to recover data from lost partitions encrypted with TrueCrypt. A partition encrypted by TrueCrypt cannot be identified as a partition unless the correct password is provided; standard recovery tools are unable to recover data unless the volume can be mounted with TrueCrypt.

Was heißt denn möglicherweise defekt? TestCrpyt wird benötigt, wenn du das Image oder Laufwerk nicht mehr mit Truecrypt mounten kannst.
 
Ich vermute der Header ist defekt, in dem sollte ja das Passwort stecken. Die Festplatte (System Festplatte) lässt sich nicht mehr booten, obwohl ich das Passwort richtig eingebe.
Der Rechner ging vor einiger Zeit kaputt (RAM + Grafikkarte waren defekt).

Die Festplatte hatte ich ausgebaut und für einige Zeit weggelegt. In der Zwischenzeit hatte ich meinen 2. Rechner benutzt. Dann hatte ich die Festplatte samt neuem RAM und neuer Grafikkarte wieder eingebaut und nun geht es nicht mehr.

Ich hatte auch schon so ein Truecrypt Bruteforcer benutzt mit einer von mir erstellten Passwortliste und es geht nicht. Also ich hatte die Festplatte aus meinem 2. Rechner (unverschlüsselt) in den reparierten PC eingebaut, die verschlüsselte Festplatte hatte ich auch ran geklemmt und erst einmal versucht über Truecrypt die HDD zu entschlüsseln und dann mit dem Bruteforcer. Dabei hatte ich auch die deutsche und amerikanische Version genutzt, da ich zwei "?" im Passwort habe.

Ach Die Festplatte hatte ich auch schon mit einem SMART Tool überprüft und alles ist in Ordnung.
 
Hast du die Option "Mount partition using system encryption without pre-boot authentication" beim Einbinden gesetzt? Diese Option sollte automatisch die Tastatur auf das US-Layout umstellen, wenn du anschließend das Passwort eintippst.
 
Jap, zur Sicherheit habe ich alle möglichen Passwörter auch so eingegeben, wie es auf dem US Layout ist.
 
Falls wirklich der TrueCrypt-Header beschädigt wurde, so kann dieser bei der Pre-Boot Authentication über die Rescue-Disc wiederhergestellt werden. Was passiert genau, wenn du das Passwort vor dem Windows-Start eintippst?
 
Die Rescue Disc habe ich nicht. Das ist doch die, ohne die sich die Festplatte nicht verschlüsseln lässt?

Beim Starten ist alles ganz normal. Bios -> TC Passworteingabe und dann kommt eben immer die Meldung, dass das Passwort falsch sei. Das Passwort habe ich aber zu 100% in der Passwortliste.
 
Arion schrieb:
Die Rescue Disc habe ich nicht. Das ist doch die, ohne die sich die Festplatte nicht verschlüsseln lässt?
Es hat schon einen Grund, wieso sich die Festplatte nicht ohne Rescue-Disc verschlüsseln lässt - und der Infotext vor der Erstellung der Rescue-Disc besagt auch nicht, dass diese am besten so schnell wie möglich entsorgt werden sollte. Bei der Pre-Boot Authentication gibt es nur einen einzigen Header direkt vor den Partitionen - wird dieser beschädigt so hilft nur noch die Rescue-Disc.
 
Mist, ich dachte eigentlich dass Testcrypt feststellen kann, ohne das Truecrypt Passwort, ob der Header defekt ist und ich die Festplatte formatieren kann oder noch etwas rumprobieren soll.
 
TrueCrypt verschlüsselt absolut transparent - ohne das Passwort hat man nur Datenmüll vor sich, aus welchem man rein gar nichts erkennen kann.
 
:( Das heißt also, dass es keine Möglichkeit mehr gibt die Daten zu retten? Ich bin mir sehr sicher das richtige Passwort schon mehrmals eingegeben zu haben aber es wird einfach nicht angenommen.
 
Lade dir mal HxD herunter, öffne die problematische HDD unter "Extras" -> "Open Disk" und tipp anschließend bei Sektor die Nummer 62 ein. Davon machst du einen Screenshot und lädst diesen hier hoch.
 
Bin leider über dieses Wochenende nicht mehr Zuhause. Werde den Screenshot am Sonntag Abend aber nachliefern. :)
 
Die Rescue-Disk speichert sich bei der Installation auch noch irgendwo auf eine der Platten, daneben dass sie gebrannt werden muss. Ist ein ISO-Image, vielleicht kannst du dieses ja noch irgendwo in einem Unterordner auftreiben (sofern es nicht auf der verschlüsselten Platte gespeichert wurde)?

Würde übrigens empfehlen immer min. 2-3 Kopien von der Rescue-Disk zu haben, am besten auf 2 verschiedenen Datenträgern. Noch besser ist es z.B. seine Rescue-Disk in einem verschlüsselten Winrar-Archiv bzw. einem anderen Truecrypt Container irgendwo zusätzlich im Netz, z.B. deiner Dropbox zu sichern.
 
Wenn dann sollte die ISO noch auf der verschlüsselten Festplatte sein. Ich dachte im Falle eines Einbruchs oder sollte die Polizei mal läuten, ist diese CD der Tod für die Verschlüsslung. Deswegen hatte ich das Image nur schnell gebrannt, damit TC endlich anfängt die Festplatte zu verschlüsseln und gleich danach hatte ich die CD vernichtet. :D
 
Die CD beeinträchtigt die Verschlüsselung in keiner Weise - sie erlaubt nur das Wiederherstellen des Headers und das Entschlüsseln bei korrekter Eingabe des Passwortes.
 
Wenn du die Festplatte so lange ungenutzt im Schrank liegen hattest, dann können die mom. verschlüsselten Daten ja nicht so wichtig sein.


Dann schieben wir mal bei dieser Rettungsaktion mal einen Riegel vor.
Kein RescueDisk = keine Datenrettung hier.
Das ist halt die andere Seite. Wer sich an grundlegende Regeln hält, der kann sich selber helfen.
Gerade bei Verschlüsselung sollte darauf geachtet werden.
Andere Rettungsaktionen landen in der Grauzone.
 
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