Blitzen für Jedermann

1.) Der Staat will die Vorratsdatenspeicherung. Nicht genug, dass man vom obersten Haupt im Lande ausspioniert werden soll, nein, man übernimmt das ganze auch noch selber untereinander, um sich gegenseitig anzuscheißen.

2.) Die Polizei wird immer mehr ausgedünnt. Glaubst du nicht, dass ein solches Szenario für den weiteren Abbau von Stellen spricht und eigentlich nur dazu führt, dass in grenzwertigen Situationen dann eine Zehnschaft an Polizisten einer Tausenschaft an Gegnern gegenüber steht?
Irgendwann kann man die 110 aus dem Telefonbuch streichen, weil dann eh niemand mehr am anderen Ende hockt.

3.) Jeder kann im Straßenverkehr Fehler machen. Willst du dass dann jeder der mal nicht blickt oder 5km/h zu schnell fährt, sofort eine Anzeige bekommt?

4.) Man baut vorne eine Kamera ein. Aber nicht hinten oder seitlich. Mich nerven aber eher diese minderbemittelten Audi-/Mercedes-/BMW- und VW-Fahrer, die in jeder Kurve erst den Sicherheitsabstand auf ca 10cm verringern und dann mitten in einer engen Kurve den Kotflügel in's Visier nehmen.
Aber Hauptsache man kann jemanden anscheißen, wenn er mit 8km/h zu viel in die Stadt rollt.

5.) Die Arbeit, die die Polizei weniger hat, haben andere Ämter umso mehr, da jede Anzeige erst kontrolliert werden müsste. Wenn da in einer durchschnittlichen Kleinstadt am Tag ca. 10000 Verstöße gemeldet werden, kannst du dir ja ausrechnen, dass viele Sachen trotzdem ungelesen in den Müll wandern würden.

6.) Man kann soviel kontrollieren wie man will. Bei uns im Rennsteigtunnel wird auch geblitzt, dass hindert aber viele nicht daran, mit 120 im Tempo-80-Tunnel vorbeizuziehen.

7.) Gewalt im Straßenverkehr würde zunehmen. "hey, der hat mich gefilmt", "los, ramm ihn in den Straßengraben".
Oder der gefilmte fährt einfach bis zur Wohnung des Kameramanns nach, dann gibbet ein paar Schellen.

8.) Wenn man für die totale Überwachung ist, sollte man bei sich anfangen und den BND zur Verwanzung der eigenen Wohnung einladen. Danach kann man weiterdenken ...

misterk87 schrieb:
In Deutschland sterben jährlich weniger als 5000 Leute. In Indien sind es über 100.000 (!!!) Leute jährlich.
Ich bin froh dass hier nicht jeder machen kann was er will.
Indien sollte immernoch mehr als 10mal soviele Einwohner haben, als wir. Somit kommt verhältnismäßig auf jeden toten Inder ein halber Deutscher (bitte nicht wörtlich nehmen).
Für ein Autofahrervolk, bei dem jeder die totale Kontrolle über sein Auto hat, selbst wenn er sie verloren hat, ist das eigentlich erbärmlich.
Aber dieses Jahr hat ja die Zahl der Raser bei uns zum Glück rapide abgenommen, dafür verschandeln jetzt immer mehr Holzkreuze die Straßenränder ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich verstehe Dich gut, aber ob Behörde, Regierung, König oder Kaiser, keiner wird zulassen, dass ihnen jemand die vorhandene "Macht" streitig macht. Mit Deinem Wunsch stehst Du wohl ziemlich allein auf weiter Flur.

Auch kann man die Idioten dieser Welt nicht heilen. Nicht durch ausbremsen, nicht durch anzeigen, nicht durch Kratzer in ihren Fahrzeugen. Falls bei Dir im Viertel solche Spezialisten wohnen, dann kannst Du höchstens im kleinen Kreis etwas unternehmen. Sie mal einfach ganz höflich zur Seite nehmen und ein paar freundliche Takte reden. Das wirkt oft Wunder.
 
1. Überwachung stinkt!
2. Ist es jedem selbst überlassen wie er sein Fahrzeug fährt und damit evtl. Mitmenschen gefährdet.
3. Passieren weit weniger Unfälle durch zu schnell fahren als andere (Übersehen, Rotlicht, usw.)
4. Finde ich, ist es nicht moralisch wenn man andere verpetzt nur weil Sie nicht nach seiner Vorstellung handeln.

Die Idee wird zu nichts als Massenhaft Problemen in der Bevölkerung führen. Der Staat wird einfach zu sehr zum Feind des Bürgers.
 
F.b schrieb:
7.) Gewalt im Straßenverkehr würde zunehmen. "hey, der hat mich gefilmt", "los, ramm ihn in den Straßengraben".

Diesen Vorschlag finde ich persönlich am Besten. Ich spiele gerade Need for Speed Hot Pursuite, da läuft das ungefähr so ab: wenn die scheiß Bullen dich anhalten wollen weil du zu schnell warst, dann rammst du die einfach weg und wenn du die gekillt hast gibt's ne Ladung Nitro damit du wieder so richtig schon heizen kannst.

Schade, dass man die Realität nicht einfach an das Spiel anpassen kann *g*
 
Abgesehen von einigen wenig konstruktiven Posts à la "Schleiche und Petze" lese ich aus den meisten raus, dass sie gegen einen private Überwachung sind.
Wie sieht denn stattdessen die Einstellung gegenüber der Option aus, die Überwachung von öffentlicher Seite massiv zu hören. Was spräche hier dagegen? 10 oder 20 mal so viele Blitzer / Kontrollen wie bisher. Wie bereits weiter oben erwähnt, ein Konsteproblem kann dies doch nicht darstellen, oder liege ich da falsch? Wenn ich (um ein anderes Beispiel zu nennen) bei uns im Ort jemanden hinstellen würde, der jedem der beim Zebrastreifen nicht hält 10€ Verwarnungsgeld erteilt, und nur 10% davon als Gehalt bezahlt bekommt, dann ist der in ein paar Jahren ein reicher Mann.

Was spricht also gegen so eine Option? Und warum wird eurer Meinung nach dann nur so minimalistisch kontrolliert?
 
AudiRS6+ schrieb:
Na, das ist ja mal lustig .. Auf was für Ideen Leute kommen? ( Es gibt doch bei weitem
größere Probleme; Oder? )


Ich für meinen Teil werde heute Abend mal so richtig Gas geben, und freue mich darauf,
in meinen Recaro Sitz gepresst zu werden...

Hehe genau so ist es. Ich rate dem TE sich um Wichtigeres zu kümmern als noch Vorschlage zu machen den sowieso auf dem Vormarsch befindlichen Überwachungsstaat noch mehr zu stärken.

Mehr Blitzer? Für was? Überleg doch mal? Der Verkehr wird nicht sicherer wenn jmd auf ner guten Strasse statt 100 mal so 110-120 fährt. Meine Erfahrung hat mir gezeigt das es weitaus gefährlicher ist dauernd auf den Tacho, statt die Strasse zu gucken um auch ja kein kmh zu schnell zu sein. Also Augen auf, vorausschauend fahren und sich dem Geschwindigkeitsfluss der Autos anpassen, dann ist es auch egal ob man mal 10-20 kmh zu schnell ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon irgendwie lustig, dass wir hier nun über mehr Überwachung im Straßenverkehr diskutieren, während in Los Angeles eine Debatte stattfindet, ob man stationäre Rotlicht-Blitzer wieder abbaut.

Die Frage ist wohl, ob man seinen Mitmenschen oder dem Staat mehr vertraut. Ich vertraue dabei lieber meinen Mitmenschen, auch wenn das manchmal nicht so leicht ist, wenn mal wieder jemand zu faul ist zu blinken oder versucht sich vorne ins Stauende zu pfuschen. :D
 
Eine Überwachung ist generell unerwünscht. Sei es Internet, Privat oder Öffentlich. Klar gibt es schon solche die sich Rücksichtslos verhalten. Aber dann kann man sich doch freuen wenn z.B. mal Jemand am Streifen anhält.

Die erhöhung der Kontrollen würde nicht viel erzielen. Wenn dann jeder nach den Regeln fährt verdient der Staat keine Kohle mehr und muss die Kontollen wieder abbauen. Es ist auch verlockender das Gesetz zu brechen je mehr es kontrolliert wird.

Btw. Wenn mir ein anderer Verkehrsteilnehmer auf den Sack geht, dann einfach Stinkefinger raus und gut is. Passiert mir schon öfters weil ich auch mal gemütlich fahre.
 
Die stattl. Kontrollen wären effektiver, wenn sich nicht ständig im Radio verkündet werden würden.
Die höre ich sogar im öffentl.-rechtl. Radio.
Naja, Widerspruch in sich... ;)


Solche Kontrollen in Privathand geben, ist ein "No Go".
Dem Missbrauch ist somit Tür und Tor geöffnet.
Das Stichwort dazu fiel weiter oben. Gewaltenteilung.
 
Wenn du schon alles und jeden überwachen willst, dann bitte aber auch die, die mit 60 in einer 80er Strecke fahren, nur weils ein paar Kurven hat. Solche Schleicher provozieren vermutlich viel mehr Unfälle als Raser. Wenn mich jemand mit 100 Sachen überholt wo nur 80ig erlaubt sind, ist mir doch das egal. In Städten oder Dörfern wären mehr Kontrollen vieleicht angebracht, weil Raser dort nicht nur sich sondern auch andere gefährden.
 
KAKTUSkiller schrieb:
Wenn mir ein anderer Verkehrsteilnehmer auf den Sack geht, dann einfach Stinkefinger raus und gut is.
Ja, das kann aber teuer werden, oder große Schmerzen verursachen.
 
Anub1s schrieb:
Was spricht also gegen so eine Option? Und warum wird eurer Meinung nach dann nur so minimalistisch kontrolliert?
a.) Die Kosten
b.) Die Kosten
c.) Personalmangel
d.) Die Kosten

Mehr Kontrollen erfordern mehr Blitzer, Personal, Autos, Sachbearbeiter, ...
Das kann der Staat aber nicht bezahlen, wenn man sieht, wohin das Geld sinnlos gegeben wird.
Google man nach "Wildschweinbrücke Ilmenau A71". Mal gucken was du findest. Aber wenn es Suchergebnisse liefert, wahrscheinlich eine Millionen € teure Wildschweinbrücke über die A71, die in vielen Jahren vielleicht 1 Wildschwein und 3 Hasen gesehen hat.
Dazu kommt, dass es einfach keine Polizisten mehr gibt, die noch kontrollieren können, da ja immer mehr Bezirke zusammengelegt und Stellen gestrichen werden.

Alternativen sehe ich in verhältnismäßigen Strafen. Der Audifahrer zahlt genauso viel wie der Daihatsu-Fahrer obwohl er viel öfter viel schneller fährt UND mehr verdient (vermutlich). Wo ist da die Abschreckung? 25% vom Monatslohn, nach 3mal ist der Lappen für immer weg. So einfach. Allerdings sollten nach 2 Jahren die Punkte von selbst verfallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
D.Buehler [LIE] schrieb:
Wenn du schon alles und jeden überwachen willst, dann bitte aber auch die, die mit 60 in einer 80er Strecke fahren, nur weils ein paar Kurven hat. Solche Schleicher provozieren vermutlich viel mehr Unfälle als Raser. Wenn mich jemand mit 100 Sachen überholt wo nur 80ig erlaubt sind, ist mir doch das egal. In Städten oder Dörfern wären mehr Kontrollen vieleicht angebracht, weil Raser dort nicht nur sich sondern auch andere gefährden.

Bin genau der selben Meinung: Überland hui, Innerorts pfui!

Die Schleicher Nerven wirklich und provozieren die krassen Überholmanöver
 
Anub1s schrieb:
Wie sieht denn stattdessen die Einstellung gegenüber der Option aus, die Überwachung von öffentlicher Seite massiv zu hören.
Sag mal, meinst du das wirklich ernst was du schreibst?! Auch auf die Gefahr hin ne ungerechtfertigte Verwarnung zu kassieren: das ist einfach nur dumm (damit meine ich nicht dich, ich kenn dich nicht, sondern nur deine Aussage). Was hast du denn davon dass normale Menschen (DICH kann es auch treffen!) wegen dem Nichteinhalten von schwachsinnigen Gesetzen bestraft werden?! Man sollte gegen diejenigen vorgehen, die diese Gesetze gemacht haben und dann einfach die Gesetze ändern, oder zumindest tolerieren dass manche diese Gesetze ignorieren.
 
@ oSi

Jo, wirtschaftlich wäre das effektiver. Für die Polizei. Dafür müsste man dann den Medien einen Maulkorb verpassen, was ich schon höchst bedenklich fände. Auch würden die Leute dann ggf. natürlich zu schnell durch die vermeintlichen Unfallbrennpunkte fahren, wodurch schlimmstensfalls Menschen gefährdet würden nur damit der Staat abkassieren kann. Nein danke.

Ich hätte sogar lieber eine erweiterte Informationsfreiheit: Blitzer POIs in Navis sollten endlich legal werden. Wie sie es in Holland meines Wissens nach übrigens sind.
 
@Colonel Decker:
Was bewirken denn diese Blitzermeldungen im Radio?
Die Leute gehen an den Stellen kurzzeitig auf die Bremse, um dann 5 Meter danach wieder ordentlich Gas zu geben.
Nutzen für die Sicherheit ist fraglich.
Klar ist die Stelle in durch die Meldung "sicherer", aber nur weil man es im Radio erfahren hat.
Eigentlich sollte man sich an den Unfallbrennpunkte auch ohne Radiodurchsage an die Begrenzung halten.
 
SheldonCooper schrieb:
Sag mal, meinst du das wirklich ernst was du schreibst?! Auch auf die Gefahr hin ne ungerechtfertigte Verwarnung zu kassieren: das ist einfach nur dumm (damit meine ich nicht dich, ich kenn dich nicht, sondern nur deine Aussage). Was hast du denn davon dass normale Menschen (DICH kann es auch treffen!) wegen dem Nichteinhalten von schwachsinnigen Gesetzen bestraft werden?!
MICH kann es nur dann treffen, wenn ICH mich nicht an die Gesetze halte. Wenn ich das hingegen nicht mache, dann kann es mich definitiv nicht treffen. Und genau deswegen hätte ich absolut kein Problem damit, wenn auf jedem einzelnen Meter Verkehrsverstöße bemerkt und bestraft würden.
-oSi- schrieb:
@Colonel Decker:
Was bewirken denn diese Blitzermeldungen im Radio?
Die Leute gehen an den Stellen kurzzeitig auf die Bremse, um dann 5 Meter danach wieder ordentlich Gas zu geben.
Nutzen für die Sicherheit ist fraglich.
Klar ist die Stelle in durch die Meldung "sicherer", aber nur weil man es im Radio erfahren hat.
Eigentlich sollte man sich an den Unfallbrennpunkte auch ohne Radiodurchsage an die Begrenzung halten.
Der Grund, dass das Melden von Blitzerstandorten erlaubt ist, hat sich bisher auch meinem Verständnis entzogen.
 
Mit den Steuern/Abgaben kann ich leben, aber weniger mit deren unsachgemäßen Ausgabe. ;)
Anderes Thema... :D

Eine Zensur wäre es in meinen Augen nicht. Ich bin aber auch kein Anwalt, um das zu beurteilen.

Aber eine "Kontrolle" von "jedermann" ist aber auch der falsche Weg.
 
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