Bürgerbeteiligung mal anders

Onkelhitman schrieb:
Bedeutet, die Glühlampe würde mich als Heizung in den Wintermonaten 61,75€ kosten. Die Wärmepumpe, welche ebenfalls mit Strom heizt, nur jedoch von außen die Wärme rein pumpt kostet für dieselbe Heizenergiemenge ein Drittel (aufgrund des COP, es gibt mittlerweile schon effizientere Wärmepumpen mit besserem COP-Wert). Also zum heizen eher ungeeignet, da teurer.
Völlig falscher Ansatz, die Glühlampe wird nicht zum heizen verwendet sondern die Glühlampe sorgt dafür das die Heizung nicht soviel heizen muss. :D
 
Völlig falscher Ansatz, die Glühlampe wird nicht zum heizen verwendet sondern die Glühlampe sorgt dafür das die Heizung nicht soviel heizen muss

Ja, siehe Berechnung. Lasse ich die Glühlampe heizen, so erzeugt sie 247KWh Heizleistung in den 6 Monaten und kostet, da das über Strom läuft 61,75€ (der Rest ist ja die Lichtenergie, also nicht als Heizleistung gegeben). Meine Heizung wird also um 247KWh Heizleistung "entlastet".

Da aber meine Heizung (Wärmepumpe) 247KWh Heizleistung mit nur 72KWh Energie aus der Steckdose bereitstellt, kostet sie genau 1/3 im Vergleich zur Heizleistung der Glühlampe. Nämlich nur 20,58€.

Also "spare" ich durch die Glühbirne nichts, im Gegenteil, ich verliere gegenüber meiner Heizungsanlage die 3 mal so effizient ist 40€ im Jahr.
 
Eben. Die psychischen Langzeitschäden dieses ekligen ESL-Lichts musst du auch finanzieren.
 
Ich habe anständiges Licht und kann mich nicht über die Farbtemperatur meiner ESL beschweren. Die psychischen Langzeitschäden von Leuchtstoffröhren sind doch mit Sicherheit bekannt oder? Eine ESL ist nichts anderes als eine Kompakt-Leuchtstoffröhre und sollte somit dieselben Auswirkungen haben. Und ich weiss nicht wieviele, aber der Großteil an Unternehmen und Arbeitgebern hat Leuchtstoffröhren verbaut, schon seit ettlichen Jahren. Habe noch nie gehört, dass es deshalb einen Aufschrei gab...
 
diese Diskussion ist durchsetzt mit Polemik und ist alles andere als Zielführend. Wenn die einen meinen ihr Haus mit einem ineffizienten Leuchtmitteln zu beheizen - bitte. Ich habe hier noch so stylische 70er Jahre Deckenleuchten 100W je Birne vier an der Zahl. Hab die nie an aber sehen einfach cool aus. Wenn man die anschmeißt wird einem wohlig warm :D
Die Leute sollen sich mal weniger anstellen von wegen nur die guten alten Glühbirnen geben ein warmes Licht ab. Für ziemlich vorgeschoben halte ich auch diese Quecksilber Debatte. Manche Leute finden halt immer das Haar in der Suppe. Hauptsache gegenan so nach dem Motto ich bin der krasseste Anarcho ich kauf mir jetzt ein Einkaufswagen voller Glühbirnen.
Lasst ihnen doch ihr Kleinbürgertum.
Das Verbot der großen Glühbirnen ist zwar bisschen unpopulär, aber hat die Entwicklung der LED Lampen entscheident gefördert.
Was mich vielmehr stört sind die offenen Kühlschränke in den Einkaufsmärkten. Ist doch nicht so schwer da eine Glasscheibe vor zu setzen. Das wäre ein sinnvolleres EU-Verbot.
Auch die Straßenbeleuchtung könnte man EU weit mit Leuchstoffröhren oder LED's bestücken.
 
Hey ich bin auch für das Glühlampenverbot. Aber ich bin nicht unbedingt der ESL-Prediger. Jedem dasseine. Diese fadenscheidige Argumentkette ist mir zu banal. Wenn einem das subjektiv besser gefallen hat ist das doch völlig in Ordnung. Es gibt auch Leute die auf Gasherde stehen, die anderen benutzen lieber Elektro und wieder andere Ceran/Induktion.

Aber es gibt doch heutzutage immer noch Halogen-Glülampen. Wo ist denn das Problem seine "normalen" Glühlampen durch Halogen-Glühlampen im normalen, handelsüblichen E27 Sockel auszutauschen? So würde Strom gespart werden, dennoch Wärme abgegeben. Der "Vorteil" der Heizleistung wäre immer noch gegeben, aber es wäre aber nur weniger, dafür aber auch weniger Leistung weg. Muss ja nicht jeder ESL oder LED kaufen...

Naja sag mir mal warum normale Kühlschränke keine LED-Beleuchtung haben und immer nur diese dummen Glühlampen? Ist doch ebenso irrsinnig.
 
moderne Kühlschränke haben LED Lampen als Beleuchtung. Man könnte als Gegenmaßnahme einfach eine passende LED Lampe da eindrehen, falls es keine exotische Fassung ist. Aber darauf hätten die Hersteller auch selbst kommen können. Auf der anderen Seite ist der Unterschied kaum der Rede wert, weil die Glühlampen nur sehr kurz an sind. Sinnvoll würde ich es finden, wenn Signalgeräusche ertönen wenn die Tür nicht ganz zu ist. Sind so lächerliche Kleinigkeiten, die ein ausgereiftes Produkt einfach haben sollte, anstatt WLAN Zugang für den integrierten LCD-Touchscreen...
 
Warum haben Kühlschränke überhaupt Lampen?
Ist die Tür zu, sieht man die Lampe nicht und ist die Tür auf braucht es keine Lampe. :D

Und überhaupt gehört auf Kerzen umgestellt, braucht keinen Strom, macht warm und das Licht ist auch nicht besser als wie bei LED. (nicht für Kühlschränke geeignet)
 
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Der Einwand ist mehr als berechtigt. Wenn ich in der Küche bin, bräuchte es keiner Lampe. Da ich aber darauf verzichte, wenn ich im Winter im Dunkeln zum Kühlschrank gehe das Licht einzuschalten, ist es besser ne LED drin zu haben. Der macht die Temperatur nichts aus (eine ESL wäre wegen Bruchgefahr und dem Quecksilber zu gefährlich, das gebe selbst ich zu, Lebensmittel eben) und frisst auch keine bedeutende Leistung.

Das mit den Kerzen ist wieder einmal blanker Unsinn, die Frage ist eher, braucht man soviel Licht überall? Ich kenne genug Menschen die ihre Festtagsbeleuchtung in der gesamten Wohnung anhaben, obwohl sie sich nur im Wohnzimmer aufhalten. Das finde ich quatsch. Kann ja jeder handhaben wie er will, aber es ist für mich nunmal sinnlose Verschwendung. Das ist aber auch in meinen Augen Heizung von Räumen die es nicht bedürfenoder Steckdosenleisten mit Lichtschalter. ENTWEDER das Gerät was ich benötigte ist eingeschaltet und ich sehe, dass das Gerät Strom hat, oder der Schalter ist auf AUS. Die Lampe wird nie benötigt. Nie. Genauso Standby-Lampen oder diese sinnfreien LEDs auf dem Router. Entweder mein Internet geht, dann brauch ich keine Lampe, oder es gibt eine Störung, dann kann sie von mir aus leuchten. Alles Andere ist Unsinn.
 
Stromnetz-Probleme-Buerger-sollen-zahlen

Das ist natürlich genial. Wenn die Betreiber, die sich den Arsch wund verdienen, das Geld hinten und vorne reinbekommen. Ist nichts Neues.

Eine Frage dazu habe ich natürlich. Gehört mir als Bürger dann nicht ein Teil des Stromnetzes? Könnte man nicht bei der Bundesregierung nicht anfragen ob es möglich wäre, die 2m die man dort bezahlen muss nicht per Namen versehen werden? Z.B. "Die Onkelhitman-Meile" bei Hamburg? Oder kann ich für diese Meile nicht Kosten erheben an den hiesigen Stromkonzern?
 
Im Gang vor meinem Zimmer habe ich seit einem Jahr eine Energiesparlampe. Mittlerweile das 3te Teil weil 2 innerhalb weniger Monate den Geist aufgaben! Dazu kommt, dass die ESL wenn sie länger als ein paar Minuten läuft (zB wenn man wegen Putzen das Licht anlässt o.ä.), ein EXTREMEN Geruch nach Toner (ist die beste Beschreibung) von sich gibt. Hab sogar schon verschiedene Hersteller ausprobiert, überall dasselbe - sowas möchte ich echt nicht in meinem (Schlaf-)Zimmer haben.
Zum Glück werden LEDs immer besser, auch wenn die ne bescheidene Umweltbilanz haben... Ich vermisse die Glühbirnen und hab an den meisten Orten noch Halogenlampen...
 
Eine kaputte ESL spart am meisten Energie. :D

Onkelhitman schrieb:
Stromnetz-Probleme-Buerger-sollen-zahlen

Das ist natürlich genial. Wenn die Betreiber, die sich den Arsch wund verdienen, das Geld hinten und vorne reinbekommen. Ist nichts Neues.

Eine Frage dazu habe ich natürlich. Gehört mir als Bürger dann nicht ein Teil des Stromnetzes? Könnte man nicht bei der Bundesregierung nicht anfragen ob es möglich wäre, die 2m die man dort bezahlen muss nicht per Namen versehen werden? Z.B. "Die Onkelhitman-Meile" bei Hamburg? Oder kann ich für diese Meile nicht Kosten erheben an den hiesigen Stromkonzern?
Abzocke im großen Stil, wer ist so blöd und baut Windparks ohne Netzanbindung?
Auch die angegebenen neuen Netze halte ich für übertrieben, wie kommt denn jetzt der Strom zum Kunden?
 
Zuletzt bearbeitet:
ohmotzky schrieb:
Abzocke im großen Stil, wer ist so blöd und baut Windparks ohne Netzanbindung?

Windparks ohne Netzanbindung? Das ist wohl das Henne-Ei Problem. Wozu ein Kabel irgendwo hinlegen, wenn keine Windräder da sind? Irgendwas muss nun mal zuerst da sein. Eigentlich ist es immer so geplant, dass Netzanschluss und Windpark relativ zeitgleich vorhanden sind. Wenn du jetzt den Betreibern den Windpark vorwirfst, dass sie ja selbst Schuld sind, wenn sie Windparks bauen, ohne das ein Netzanschluss vorhanden ist, dann werden wohl nirgendwo mehr Windparks entstehen.

ohmotzky schrieb:
Auch die angegebenen neuen Netze halte ich für übertrieben, wie kommt denn jetzt der Strom zum Kunden?
Der Strom kommt im Moment über das Verteilnetz zu den Kunden. So wie er es in der Zukunft auch soll. Nur bisher wird der Strom relativ Nahe beim Verbraucher (im Schnitt ca. 80km von ihm entfernt) erzeugt. Unsere Verbrauchsschwerpunkte in Deutschland sind vor allem im Westen und Süden der Republik, dort wo viele Menschen leben und viel Industrie ist. Dort stehen auch die meisten AKWs.
In Zukunft wird im Norden der Republik viel mehr Energie erzeugt, als dort verbraucht wird. Der Strom muss also in die Verbrauchsschwerpunkte (im Westen und Süden) transportiert werden. Gleichzeitig steigt durch die Abschaltung der AKWs der Strombedarf dieser Regionen und noch mehr Energie muss in diese Regionen transportiert werden.
Das deutsche Höchstspannungsnetz ist aber schon heute Nahe an seiner Belastungsgrenze, um weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten sind also neue Leitungen nötig, um die benötigte Energie von den Erzeugern zu den Verbrauchern zu transportieren.

Um es mal Vereinfacht auszudrücken, Strom ist wie Wasser. Wird in einer Region mehr Wasser benötigt und die vorhandenen Leitungen sind schon bis an die Grenze belastet, dann müssen eben neue Wasserleitungen gebaut werden. Das Gleiche gilt für Strom, eine Stromleitung ist nicht unendlich belastbar.
 
Und wenn du beim Bauern nen Huhn kaufst, dann musst du, weil der Bauer neue Hühner hat auch neue Käfige und Futter kaufen?
 
Onkelhitman schrieb:
Und wenn du beim Bauern nen Huhn kaufst, dann musst du, weil der Bauer neue Hühner hat auch neue Käfige und Futter kaufen?

Ich verstehe den Zusammenhang nicht wirklich.
Wenn du damit meinst, dass es nicht richtig ist, dass der Endverbraucher jetzt die Kosten des Netzausbaus tragen soll, dann kann ich dir grundsätzlich zustimmen.
Mein Kommentar mit dem Henne-Ei bezog sich darauf, dass ohmotzky (so habe ich ihn zumindest verstanden) darüber beschwert hat, dass Energieversorger "einfach" Windparks in die Nordsee bauen, obwohl sie genau Wissen, dass es dort keinen Netzanschluss gibt.
Natürlich gibt es diesen Netzanschluss bei Baubeginn nicht, warum sollte auch ein Kabel einfach in die Nordsee führen?! Jedoch beschweren sich die Energieversorger zurecht, wenn nach Planungs- und Bauzeit des Windparks die Netzbetreiber noch immer keinen Netzanschluss gewährleisten können. Dazu sind sie nämlich nach dem Gesetz verpflichtet.

Das Netzausbaurisiko nun auf den Endverbraucher umzulegen halte ich aber, wie viele von euch, für Falsch. Dennoch muss man anerkennen, dass sich die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen seit der Privatisierung der Netze enorm verändert haben.
 
Cotom schrieb:
Windparks ohne Netzanbindung? Das ist wohl das Henne-Ei Problem. Wozu ein Kabel irgendwo hinlegen, wenn keine Windräder da sind? Irgendwas muss nun mal zuerst da sein. Eigentlich ist es immer so geplant, dass Netzanschluss und Windpark relativ zeitgleich vorhanden sind. Wenn du jetzt den Betreibern den Windpark vorwirfst, dass sie ja selbst Schuld sind, wenn sie Windparks bauen, ohne das ein Netzanschluss vorhanden ist, dann werden wohl nirgendwo mehr Windparks entstehen..
Im Prinzip richtig, nur warum soll der Kunde für das Unvermögen der Beteiligten zahlen?

Cotom schrieb:
Der Strom kommt im Moment über das Verteilnetz zu den Kunden. So wie er es in der Zukunft auch soll. Nur bisher wird der Strom relativ Nahe beim Verbraucher (im Schnitt ca. 80km von ihm entfernt) erzeugt. Unsere Verbrauchsschwerpunkte in Deutschland sind vor allem im Westen und Süden der Republik, dort wo viele Menschen leben und viel Industrie ist. Dort stehen auch die meisten AKWs.
In Zukunft wird im Norden der Republik viel mehr Energie erzeugt, als dort verbraucht wird. Der Strom muss also in die Verbrauchsschwerpunkte (im Westen und Süden) transportiert werden. Gleichzeitig steigt durch die Abschaltung der AKWs der Strombedarf dieser Regionen und noch mehr Energie muss in diese Regionen transportiert werden.
Das deutsche Höchstspannungsnetz ist aber schon heute Nahe an seiner Belastungsgrenze, um weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten sind also neue Leitungen nötig, um die benötigte Energie von den Erzeugern zu den Verbrauchern zu transportieren.

Um es mal Vereinfacht auszudrücken, Strom ist wie Wasser. Wird in einer Region mehr Wasser benötigt und die vorhandenen Leitungen sind schon bis an die Grenze belastet, dann müssen eben neue Wasserleitungen gebaut werden. Das Gleiche gilt für Strom, eine Stromleitung ist nicht unendlich belastbar.
Ach im Prinzip richtig, nur ist Deutschland ca. 1000km lang, und nun schau dir mal die geplanten Kilometer an, die wollen uns mit Kabel einwickeln.
 
ohmotzky schrieb:
Im Prinzip richtig, nur warum soll der Kunde für das Unvermögen der Beteiligten zahlen?
Darüber müssen wir gar nicht diskutieren, dass sehe ich grundsätzlich wie du. Allerdings muss man bei dem Punkt halt auch bedenken, dass im Moment sehr viele Windparks gleichzeitig angeschlossen werden müssen und dies ein enormer Kapitalbedarf darstellt. Evtl. wäre ein günstiger Kredit der KfW als Unterstützungsmöglichkeit gegeben. Eine gesetzliche Haftungsgrenze für die Netzbetreiber halte ich jedoch für Falsch. Wenn die Netzbetreiber eine Haftungsgrenze wünschen, dann müssten sei auch eine Gewinngrenze erhalten.

ohmotzky schrieb:
Ach im Prinzip richtig, nur ist Deutschland ca. 1000km lang, und nun schau dir mal die geplanten Kilometer an, die wollen uns mit Kabel einwickeln.

In dem Bericht steht doch, dass 3 neue Stromtrassen von Nord nach Süd geplant sind und dafür ca. 2800km neu gebaut werden müssen. Das ist sogar weniger als 3*1000km. Dazu kommt, dass diese 3 Höchstspannungsleitungen gerade mal die Leistung von ca. 1,5 AKWen transportieren könnten. Warum diese Leitungen nötig sind, dass habe ich in meinen vorherigen Posts schon versucht zu erklären. Ich kann also nicht wirklich erkennen, wo die "uns mit Kabel einwickeln" wollen.
 
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