Bundestagswahl 2009

Was werdet ihr wählen

  • CDU/CSU

    Stimmen: 114 11,0%
  • SPD

    Stimmen: 98 9,5%
  • FDP

    Stimmen: 200 19,3%
  • Bündnis '90/Die Grünen

    Stimmen: 98 9,5%
  • Die Linke

    Stimmen: 114 11,0%
  • NPD

    Stimmen: 53 5,1%
  • andere

    Stimmen: 225 21,7%
  • Ich gehe nicht zur Wahl.

    Stimmen: 85 8,2%
  • Ich wähle absichtlich ungültig.

    Stimmen: 50 4,8%

  • Umfrageteilnehmer
    1.037
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@heliosco

Nun, der Kündigungsschutz wurde über die Jahre massiv degeneriert. Neue Arbeitsplätze hat das nicht geschaffen.

Unter massiv degeneriert verstehe ich etwas anderes. Wir haben nach wie vor mit das umfangreichste Kündigungschutzgesetz der Welt.
Das eine (leichte) verschlechterung des Kündigungsschutzes die Arbeitsmarktsituation nicht positiv beeinflusst zeugt echt von Naivität. Gerade in konjunkturell unsicheren Zeiten stellen die Unternehmer viel eher ein, wenn Sie wissen, dass sie in schwierigen Zeiten auch wieder entlassen können.
Kalar gibt es auch negative Effekte; Die Arbeitnehmer haben weniger Jobsicherheit - aber auch eine höhere Wahrscheinlichkeit nach einer Entlassung wieder einen Arbeitsplatz zu bekommen. Es wird bei allen Systemen Menschen geben die sich nicht moralisch verhalten.
Die Frage ist, ob man auf der Grundlage des Verhaltens dieser Menschen ein ganzes System umkrempelt und damit alle anderen bestraft. Angst und Misgunst sind meistens ein schlechter Ratgeber.

Zu den hohen Lohnnebenkosten: Was schlägst du denn vor? Die Abschaffung des Sozialsystems und stattdessen die Sicherheitsstrukturen massiv aufstocken? Solche Aussagen regen mich langsam aber sicher auf, denn sie zeugen von Blindheit. Schau doch in die Länder,in denen es eben kein Sozialsystem gibt, In den meisten ist Kriminalität auf einem Niveau wie man es sich kaum vorstellen kann.

Nein. Ich schlage keine Abschaffung des Sozialstaates vor. Wie kommst du eigentlich auf so einen Blödsinn. E - Ding hat dazu im letzten Post schon was richtiges geschrieben.
Den nächsten Satz kannst du dir in Zukunft sparen falls du Interesse an einer weiteren Diskussion hast.
Schau doch du mal in die Entwicklungsländer. Die haben dort keine Marktwirtschaft und können nicht am Welthandel teilnehmen. Dort herrscht wohl die höchste Armut und die höchste Kriminalität - Völkermorde usw... - soviel zum Thema Blindheit. Vieleicht überdenkst du nochmal was du eigentlich sagen wollteset und vergisst dabei, dass du mir unterstellst ich wolle den Sozialstaat abschaffen.

Und viele Unternehmer sind nun einmal nicht mehr an ihren Angestellten interessiert.
Pauschalisierter Blödsinn. Ersetze "viele" durch "einige" oder besser, "ein paar aber wieviele weiß ich nicht genau".

Moral kann man nicht durch ein Wirtschaftssystem erzwingen.

Eben diese ist in den letzten 20 Jahren fast gänzlich verschwunden.

Fast gänzlich verschwunden. Ich wundere mich immer wieder wie genau du solche Dinge weist. Geschichtlichen und Historischen Kontext berücksichtigt? Aktuelle Zahlen zur "Moral in der Wirtschaft"?

Was das Setuersystem anbetrifft hast du völlig Recht. Doch was ist die Alternative? Eine Flat Steuer nach März oder Merz? Mit genügend feingranularen Abstufungen bestimmt eine gute Idee, aber nicht mit den 3 vorgeschlagenen. Und selbst dann stellt sich die Frage, wie bestimmte Härtefälle und Sonderfälle behandelt werden sollen. Und spätestens wenn man anfängt sich solchen Fragen zu widmen, wird das System wieder komplex.
D.h. wenn man assozial genug ist, kann man ein wirklich simples Steuersystem schaffen. Nur muss man dann mit den Konsequenzen leben.
Die Frage sollte eigentlich lauten, warum man Angaben an das Finanzamt leisten muss,die bereits dem Amt vorliegen?


Ich hatte Steuerlehre im Schwerpunkt. Was soll ich sagen. Wie genau kennst du unser Steuerrecht? Wie genau kennst du die Modelle von Merz und Kirchhoff?
"Wenn man asozial genug ist, kann man ein wirklich simples Steuersystem schaffen......"
Ok. Ich glaube hier steige ich aus:rolleyes:
 
chriwi schrieb:
Gerade für niedrigere Einkommen mit der Chance auf Entlassungen oder wechelnden Arbeitsplätzen ist das alles andere als ideal. Weil so günstig wie in der gesetzlichen Kasse kriegen sie es nirgendwo. Die Mitte zahlt drauf, da sie es Leisten kann privat die gleichen Leistungen in Anspruch zu nehmen, aber der Arbeitgeberanteil fehlt. Den oberen Einkommen ist es egal, da sich für sie faktisch nichts ändert.


Wie ist das gemeint? beziehst du dich auf Krankenzusatzversicherungen oder für entsprechende Einkommen die Alternative Voll-PKV? Bei Voll-PKV wird genauso ein Anteil des Beitrages vom Arbeitgeber gezahlt wie in der GKV. Daher sind besonders für junge Menschen ohne Kinder PKVs oftmals deutlich günstiger als als die GKV. Lediglich Krankenzusatzversicherungen bezahlt nur der Arbeitnehmer, wobei hier die Beiträge in aller Regel nicht nennenswert hoch sind.
 
@Mustis

Ich meine die Zusatzversicherungen. Diese braucht man natürlich, wenn Leistungen gekürzt werden auf eine Basisvorsorge und man aber die gleichen Leistungen behalten will. Wie sieht es denn bei der Voll-PKV aus wenn du arbeitslos wirst?
 
Gerade in konjunkturell unsicheren Zeiten stellen die Unternehmer viel eher ein, wenn Sie wissen, dass sie in schwierigen Zeiten auch wieder entlassen können.

Sorry aber das ist schlicht eine Falschaussage. Es gibt zig Sonderregelungen, die Neueinstellungen sehr stark Entregulieren. Schon alleine die Möglichkeit zu sagen, dass man eine Arbeitskraft notfallsmäßig braucht, und dieser Notfall von 6 Monaten bis zu 2 Jahren ausgedehnt werden kann klingt für mich nicht wie eine leichte Abschwächung des Kündigungsschutzes.

Probezeiten etc. will ich hier schon gar nicht erst in die Diskussion werfen. Gerade in unsicherenn Zeiten ist es in Deutschland leicht geworden Leute einzustellen oder zu entlassen.

Dort herrscht wohl die höchste Armut und die höchste Kriminalität - Völkermorde usw
Nun, man sollte dazu schon in Industrieländer schauen. Du hast doch schon zig Mal Frankreich als Negativbeispiel genannt. USA sind ein weiteres Beispiel.Ist die soziale ersorgung schlecht. Und sinkt zudem wie wirtschaftliche Lage in den Keller. So ist Kriminalität eine logische Folgeerscheinung. Blind ist der derso etwasnicht erkennen will.

Pauschalisierter Blödsinn. Ersetze "viele" durch "einige" oder besser, "ein paar aber wieviele weiß ich nicht genau".
Das ist nicht weniger als pauschalisierender Blödsinn zu bezeichnen. Weningstens der letzte Teil entspricht wohl der Realität. Darf ich fragen welchen Beruf du ausübst? Und in wie vielen Firmen du bis jetzt gearbeitet hast?

Bist du eine Arbeitskraft,welche man leicht ersetzen kann,so hast du kaum noch eine Möglichkeit dich gegen den Arbeitnehmer durchzusetzen. Wenn es nicht gerade zum Arbeistgericht kommt.Und schau doch wie belegt die Arbeitsgerichte sind. Die Arbeit dieser Gerichte ist in den letzten Jahren nicht geringer geworden und meist geht die Entscheidung zu gunsten der Arbeitnehmer aus.Was sagt dir das?

Moral kann man nicht durch ein Wirtschaftssystem erzwingen.
Nein das wohl nicht, aber sie ist notwenidg, wenn man ein Wirtschaftsystem haben will wie du (und damit die FDP) es hier propagierst. Fakt ist und da sind wir uns wohl einig, dass eben diese Moral nicht mehr vorhanden ist. Also was schlägst du vor, damit profitable Firmen doch nicht das Land verlassen,nur um in einem Bruchteil der Zeit dieselben Gewinne zu machen? Die übrigens in erster Linie in den Ländern gemacht werden, die die Firma verlassen hat. Du müsstest die Lohnnebenkosten schon sehr stark senken und mit China oder Russland oder Rumänien konkurrieren zu können.

Wenn man asozial genug ist, kann man ein wirklich simples Steuersystem schaffen......
Schön,da du ein Steuerexperte bist, kannst du mir bestimmt auch sagen, was an dieser Aussage falsch ist? Fakt ist: Ist dir das Abrutschen bestimmter Personen aufgrund einer ungerechten Steuerklassifizierung egal, so kannst du ein simples Steuerrecht schaffen. Also was ist daran falsch? Es ist doch eine Frage der Logik, dass grobgranulare Steuersysteme pauschalisierender die Leute behandeln. Eine Steruerklärung auf dem Bierdeckel ist so eine. Die heutige Gesellschaft ist alles andere alshomogen.Also kannst du nicht ohne Weiteres ein flaches Steuersystem einführen, wenn du soziale Gerechtigkeit haben willst.
Welches System schlägst du denn vor?


Na nun sieh doch nicht alles so einseitig. Die Alternative zu unserem Sozialsystem heisst natürlich nicht, dass man vollkommen auf soziale Sicherung verzichtet.
Alternativen existieren genug, wenn man nicht blind durch die Gegend läuft.
Riester heißen müssen?

Warum ist ein gestaffeltes staatliches System,u.U.mit einem Fond nicht machbar?
Schau dir doch mal die Kritiken zu Riester und co an. Oftmals ist das alles andere als Vorteilhaft für die Leute. Der Punkt ist doch, wenn man einerseits von Steuerleichterung und Deregulierung spricht, und andererseits einen Urwald an privater Vertragsbedingungen und gezielten Falschinformationen nicht unterbindet, verlagert man das Problem auf die Köpfe der Leute.
Du musst schon zugeben, dass die Masse nicht unbedingt in der Lage dazu ist, es vielleicht auch nicht will, durch diesen Dschungel zu blicken. Das vergessen studierte Köpfe all zu gerne.

Aber ein simples Beipiel. Gesundheitsreform. Mit der Einfürung privater Kassen wurde das Solidaritätsprinzip auf dem die staatlichen Kassen aufbauen, fast gänzlich zerstört, die Folge sind ständig wachsende Beiträge.
Die Folge dessen ist die aktuelle Reform, welche Einheitsbeiträge vorsieht und kein Mensch genau weiß, ob die private Kasse noch so sinnvoll ist.

Unser soziales Netz hat einen sehr hohen Standard. Die pro Kopf Ausgaben für Soziales sind die höchsten weltweit.
Auch hier gebe ich dir recht. Nur wie effektiv ist es was mit den Geldern gemacht wird? Im Falle der Arbeitsvermittlungs sind wirunterdurchschnittlich. Im Zusammenhang mit unserem Gesundheitssystem verhält es sich ähnlich. Kosten weltweit führend, Qualität eher durchschnittlich. Dazu sind erst kürzlich Studien herausgekommen.

Günstige Basisabsicherung für alle und der Rest liegt in der eigenen Verantwortung.
Fände ich auch prima. Aber warum nicht staatlich? Beispielsweise in Form von 3 Stufen. Basis, Durschnitt und Luxus. Das Solidaritätsprinzip bleibt dabei erhalten und Overhead durch Tausende Anbieter wird unterbunden. Stattdessen schlagen alle private Absicherungen vor. Wo liegt hierbei der Vorteil? Ich sehe keinen!
Warum also unnötig kompliziert machen, wenn es auch einfach geht. Wozu muss sich jeder Mensch erst die Angebote von zig Anbietern durchschauen? Das hat für mich nichts mit Entbürokratiserung zutun.
Und dann kommt noch das Dilemma hinzu, was mit denen machen, die nicht für sich vorgesorgt haben.Weil sie zu dumm oder zu geizig oder zu konsumgeil waren? Beispielsweise vor dem Krankenhaus verbluten lassen? Gut das wird ja noch durch die von euch vorgeschlagene Grundversorgung abgefangen. Was ja auch prima ist,doch was mit denen machen,die eine teuere Behandlung brauchen um langfristig überleben zu können? Sollen dann Kontingente pro Krankenhaus geschaffen werden, so wie es in den Staaten der Fall ist. Und wenn dann eine solche Grundversorgungs-Person gerade die 1000 und erste Person ist und somit das Kontingent erschöpft ist, einfach ein Quartal warten lassen? Oder auf Spenden hoffen?

Verstehst du was ich meine? Es gibt einen ganzen Rattenschwanz an dem was viele hier fordern. Reduzierst du das Solidaritätsprinzip, so hat das Folgen. Und nicht nur für die unteren Verdienergruppen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du arbeitlos wirst, wirst du vermutlich wieder in die GKV gehen. ist dies nicht mehr möglich, übernimmt ein Teil der Beiträge der Staat, wobei man davon ausgehen kann, dass der Versicherte dann so oder so im Basistarif landet der identische Leistungen und Beiträge hat wie die GKV im Schnitt.
 
HeliosCo

Gerade in unsicherenn Zeiten ist es in Deutschland leicht geworden Leute einzustellen oder zu entlassen.

eben, entlassen und einstellen. Recht so.

Nun, man sollte dazu schon in Industrieländer schauen

Wieso? Gerade das Beispiel Entwicklungsländer stellt die Diskussion in einen größeren Kontext; zeigt wohin marktwirtschaftliche Mechanismen und Außenhandel führen und wohin eben nicht. Stell dir vor Länder wie Afrika könnten ihre Rohstoffe selbst nutzen.

Du hast doch schon zig Mal Frankreich als Negativbeispiel genannt. USA sind ein weiteres Beispiel.Ist die soziale ersorgung schlecht. Und sinkt zudem wie wirtschaftliche Lage in den Keller. So ist Kriminalität eine logische Folgeerscheinung. Blind ist der derso etwasnicht erkennen will.

Erst unterstellst du mir, ich will den Sozialstaat komplett abschaffen, jetzt will ich nur die Versorgung "verschlechtern" na super.
Bevor man sich Gedanken über das ganze Umverteilungszeugs macht sollte man sich immer Fragen "wo s herkommt". Und es kommt eben nicht von denen, welche die Leistungen zu recht oder zu - unrecht in Anspruch nehmen, sondern von den Arbeitnehmern und Arbeitgeber. Wenn man die stärkt (einfaches Steuersystem, weniger Lohnnebenkosten usw...) dann stärkt man indirekt auch unsere Sozialen Sicherungssysteme und unseren Sozialstaat - das gilt es zu begreifen.
Nur weil die Lohnnebenkosten sinken, heißt das nicht, dass die Einnahmen für die Rentenkassen und Areitsagenturen sinken.
Die Effizenz dieser Systeme muss in jedem Fall überdacht werden.
Wenn ichheute in die Rentenversicherung einzahle, dann bekomme ich im Alter nicht mal die Einzahlungssumme raus. Das kann doch nicht gut gehen, da will doch keiner einzahlen.

Darf ich fragen welchen Beruf du ausübst? Und in wievielen Firmen du bis jetzt gearbeitet hast?

Klar, während der Ausbildungs / Studienzeit in ein paar Unternehmensberatungs und Wirtschaftsprüfungsfirmen;Insgesamt vieleicht 3 Firmen, immer Praktikums Gehalt um die 500 € pro Monat. heute - Selbständig. Und du?

Bist du eine Arbeitskraft,welche man leicht ersetzen kann,so hast du kaum noch eine Möglichkeit dich gegen den Arbeitnehmer durchzusetzen. Wenn es nicht gerade zum Arbeistgericht kommt.

Die Probleme die du ansprichst sind definitiv da. Leicht austauschbar heißt schlechte Bildung. Das sind aber nicht nur Probleme der Wirtschaft und der Politik, sondern zum großen Teil auch Soziale und Kulturelle.
Ums platt zu sagen: Der Staat kann Schulen und Unis hinstellen und die Familien bestmöglich fördern; trotzdem; zur Schule gehen müssen die Leute schon selber und die Eltern müssen dafür sorgen dass sie es tuen.

Und schau doch wie belegt die Arbeitsgerichte sind. Die Arbeit ist in den letzten Jahren nicht geringer geworden und meist geht die Entscheidung zu gunsten der Arbeitnehmer aus.Was sagt dir das?

Es geht um ausbeuterische Firmen oder? Lidl usw... Persönlich kaufe ich dort nicht ein. Auch mir sind diese Unternehmen ein Dorn im Auge, wüsste aber nicht warum du mir das Vorwirfst; forderte ich irgendwo solche Firmen zu unterstützen?

Nein das wohl nicht, aber sie ist notwenidg, wenn man ein Wirtschaftsystem haben will wie du (und damit die FDP) es hier propagierst. Fkat ist, dass eben diese Moral nicht mehr vorhanden ist. Also was schlägst du vor, damit profiable Firmen doch nicht das Land verlassen,nur um in einemBruchteil der Zeit dieselben Gewinne zu machen? Die übrigens in erster Linie in den Ländern gemacht werden, die die Firma verlassen hat, zugunsten von Billiglohnländern.


Vertehe diesen Absatz nicht so ganz. Es geht um die Moral, und das es keine Moral geben kann wenn man ein Wirtschaftssystem so gestaltet wie ich es will.
Das ist schon harter Tobak. Was du alles aus ein paar Zeilen rausliest, naja ich muss ja auch nicht auf jede Unterstellung eingehen.

Wenn man asozial genug ist, kann man ein wirklich simples Steuersystem schaffen......

Schön,da du ein Steuerexperte bist, kannst du mir bestimmt auch sagen, was an dieser Aussage falsch ist


Alles.

Es ist assozial, dass die Leute / Firmen die sich einen Steuerberater leisten ihre Steuerlast drücken.
Es geht um die "Abschaffung der Ausnahmetatbestände" - die übrigens hauptsächlich den Unternehmern zugute kommen. Diese Ausnahmetatbestände (weniger Steuern zahlen) geht zu lasten eines hohen Steuersatzes für alle anderen (viel Steuern zahlen).
Jede einzelne Gruppe die im Steuerrecht durch diese Tatbestände begünstigt wird, muss dann mehr Steuern zahlen (manche Gruppen werden mehr betroffen sein als andere) - im Umkehrschluss profitieren alle von geringeren Steuersätzen.
Das Kirchhoff Modell sieht zum Beispiel einen Steuerfreibetrag pro Kind von 8.000 € vor. Somit zahlt eine Familie mit 3 Kindern für 24.000 Jahreseinkommen keinen cent Steuern; für alles was Sie daüber hinaus verdienen dann bspw. eine "Flat Tax" von 30 % (oder halt 15 % , 25 % , 35 %).
Die einzige Gruppe die dann erst mal gefördert werden sind die Familien und indirekt die Rentner, Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger usw...weil: mehr Kinder = mehr Einnahmen über Lohnnebenkosten über Arbeitsplätze.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhof-Modell
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar, während der Ausbildungs / Studienzeit in ein paar Unternehmensberatungs und Wirtschaftsprüfungsfirmen;Insgesamt vieleicht 3 Firmen, immer Praktikums Gehalt um die 500 € pro Monat. heute - Selbständig. Und du?
Sohn eines Metallarbeiters, teilweise in entsprechenden Firmen gearbeitet (5 an der Zahl), Informatik studiert und jetzt Angestellter in der entsprechenden Brange.
Und ich habe eben in keiner der 5 Firmen Bedingungen vorfinden können in denen die Arbeiter wirklich anständig behandelt wurden. Und besonders hart traf es dabei stets Ausländer, wobei das jetzt ein anderes Thema ist.

Die Probleme die du ansprichst sind definitiv da. Leicht austauschbar heißt schlechte Bildung
Richtig. Und auch Recht hast du damit, dass die Eltern zum Teil dafür sorgen müssen, dass ihre Kinder eine passable Ausbiildung bekommen. Doch hat der Staat hier ebenfalls eine unglaublich hohe Verantwortung. Warum schneiden skandinavische Länder besser ab? Weil die Klassen kleiner sind und somit viel mehr Lehrer auf viel weniger Schüler vorhanden sind.

Ein Beispiel: Meine Freundin war auf einer reinen Mädchenschule, teils privat da ihre Eltern schlicht das Geld hatten dies zu bezahlen. Während ich seiner Zeit eben in solchen 30 Schüler KLassen rumgetümpelt bin. Der Unterschied: Sie hat heute noch sehr viel mehr von dem behalten was seiner Zeit gelehrt wurde.
Nun ist das jetzt aber keine Werbung für eine private Schule, da wie gesagt sich diese bei weitem nicht alle leisten können, sondern eine massive Kritik am Staat.
Es kann nicht sein, dass einerseits bei jeder Wahl gefordert wird, dass das Schulsystem besser werden soll und anderersseits nichts dafür gemacht wird. Privat ist hier aber nicht die Lösung.
Auch hier braucht man lediglich in die USA zu schauen. Bildungsniveau im Keller, trotz eines stark ausgeprägten privaten Schulsektors.

Auch wirkt es lächerlich, wenn einerseits die Studentenzahl erhöht werden soll und zugleich Studiengebühren erhoben werden. Oder die bereits voll ausgelasteten Unis noch weiter mit Studenten vollgepumpt werden.
Anstelle der Studiengebühren sollte man sich lieber überlegen Studentenverträge zu machen. Immer mehr hochqualifizierte Arbeistkräfte verlassen das Land direkt nach dem Studieum, da sie in anderen Ländern schneller und mehr Geld bekommen. Das ist ein Problem, und kann nicht sein,wenn einerseits der Deutsche Staat in solche Personen investiert,zwar einen Teil dieser Investition zurückbekommt, aber die Arbeitskraft einem anderen Land zugute kommt.

eine "Flat Tax" von 30 % (oder halt 15 % , 25 % , 35 %).
Ok, und das ist es doch was ich im Prinzip gesagt habe:Hast du fein granulare Abstufungen, so ist ein Flat System durchaus ok. Aber eben in den unteren Gruppen muss das unglaublich feingranular sein.
Ob Sonderregelungen für untere Einkommensgruppen nötig sind oder nicht und wie sehr vermag ich als nicht-Experte nicht zu beantworten. Doch stellt sich die Frage, pb die von dir genannte Grenze nicht prolematisch ist. Wie wirken Lebenumstände da ein? Wie wirken also beispielsweise Mietkosten, Fahrtkosten, Behindertes Kind etc. auf diese Grenze?
Das alles macht das Flatsystem aber wieder problematisch und komplex. Kirchhoff hat eben keine Antwort auf solche Fragen gewusst.


Mir ist durchaus klar, dass mehr Arbeitnehmer zugleich bedeutet, dass die sozialen Systeme sicherer sind. Wenn du jedoch das soziale System massiv reduzierst, was eine Kernforderung der FDP ist (ich denke,darüber sind wir uns einig), mit dem Ziel Anreize zu schaffen JEDE Arbeit anzunehmen, notfalls 3 mal 400 Euro, so erreichst du trotzdem keine Stabilisierung des Systems. Langfristig bedeutet dies eine Verlagerung des Problems aufs hohe Alter der Leute. Altersarmut ist hier das Stichwort. Wer fängt diese ab? Der Staat, der aufgrund zahlreicher kleiner Jobs de facto keine Mehreinnahmen hat wohl kaum. Und der private Vorsorgesektor ist zu teuer bei diesen Einkommen.
Mir ist dein Ansatz durchaus klar. Dieser entspricht ja recht eindeutig den Forderungen von CDU/FDP. Doch hat er (also der Ansatz) massive Folgeerscheinungen über die man sich im Klaren sein sollte. (aber natürlich hast du damit Recht, dass nicht eine kleine Gruppe für eine sehr große Gruppe aufkommen muss. Daher verwundert es um so mehr, dass Großverdiener in den letzten Jahren so massiv entlastet wurden,während mittlere und untere Einkommensgruppen deutlich stärker belastet wurden)

Und einige Zwischenschritte, die in den letzten 20 Jahren in diese Richtung getan wurden, zeigten halt eben viele Probleme auf. Ein großes Beispiel sind hierfür nun einmal die privaten Krankenkassen. Nicht umsonst gibt es jetzt die Reform des Systems, in der eben die privaten massiv geschwächt werden.
Auch die private Arbeitsvermittlung hat sich als katastrophaler Flopp herausgestellt. Und das will schon was heißen, wenn man sich mal die glorreichen Leistungen der Agentur anschaut. (war die Schaffung der privaten Arbeitsvermittlung nicht zufällig eine Forderung der FDP?)


Was die Sonderregelungen für Firmen anbetrifft. Wer hat diese deiner Meinung nach eingeführt? Sprich welche Regierung ist in erster Linie dafür verantwortlich zu machen?
Wer hat dafür gesorgt, dass Kleinfirmen, wenn sie schon nichts abschreiben können,sich dann zumindest alle 2 Jahre eine S-Klasse als "Firmenwagen" leisten. Klar kurbeln sie damit die Wirtschaft, doch stellt sich die Frage wie sinnvoll das ist.


Nun, Moral verstehe ich so, dass ein Frimenbesitzer seine Firma nicht verlagert, so lange er Gewinne macht.
Oder alles abschreibt,weil er was abzuschrieben hat. (Noch vor 10 Jahren hat man dies den Bürgern imZusammenhang mit Ersatzbrillen vorgeworfen die es umsonst gab, und zu recht!)
Nun,trifft das für fast alle kleinen Firmen nicht zu. Aber sehr viele größere Firmen haben eben verlagert. Und das grundlos.

Man kann einen Selbständigen nicht vorschreiben, wie er seine Firma zu leiten hat. Doch sollte klar sein, dass er mit der Gründung einer Firma eine Verantwortung eingeht für die Angestellten. Für diese sollte das im Gegenzug aber auch gelten. Gehts der Firma schlecht, so gehen die Leute oftmals Kompromisse ein. Lohnkürzung etc. Leider sieht man selten, dass erfolgreiche Firmen ihre Leute wiederum belohnen. Oftmals kommen dann solche Aussagen: Die Belohnung ist der Job.
In einer der Firmen in der ich gearbeitet habe,wurden Anbauten für Transporter hergestellt. Der Chef war 90 und geleitet wurde die Firma de facto von den Vorarbeitern und Meistern. Du willst dir nicht einmal ausmachen was da abging. Die Folge war wiederum eine schlechte Leistung und Sabotage. Leute schmissen bewusst Schrauben etc. tonnenweise in den Müll.

Nun hinkt das Beispiel, aufgrund des senilen Chefs. Aber es gab auch Beispiele in anderen Firmen wo der Chef durchaus klar war. Die Leute (beispielsweise seine Sekritärin anschrie etc.).
Auch solche Aussagen: Wenn sie heute keine Überstunden machen, dann suchen sie sich morgen einen neuen Job. So könnte ich den lieben langen Tag weiter machen. Was in den Zeitfirmen los ist, will sich keiner ausmahlen!
Hier werden fast schon bewusst qualifizierte Arbeitskräfte verheizt. In einigen Jahren werden wir einen Mangel an Schweisern haben. Warum wohl?

Verstehst. Das sind keine Einzelfälle mehr. Das wird langsam zur Regel (schön wenn du ein Gegenbeispiel bist). Steigt der Druck auf die Leute und sinkt deren Schutz,so wird langfristig die Qualität sinken (siehe dazu MIELE und deren Versuche Betriebe wieder nach Deutschland zu bringen, da sie in Tschchien nur noch Müll gebaut haben. Warum wohl?).
Ich verstehe durchaus das Problem,in dem sich viele Firmen befinden, doch darf dieses nicht einseitig auf Kosten der Angestellten, Arbeiter etc. gehen.

Aber auch hier wieder meine obligatorische Frage: Warum braucht man solche Zeitarbeitsfirmen? Warum musste man hier den privaten Weg gehen und erntet jetzt den Müll dieses Weges?
Warum war es nicht möglich das Ganze über das Arbeitsamt zu regeln. Dieses wäre in der Lage, Fachkräfte dahin zu schicken wo sie gebraucht werden.Und wenn sie nicht gebraucht werden würden, würden sie halt AGeld bekommen (von mir aus zeitlich begrenzt). Stattdessen haben wir Sklavenbetriebe aufgebaut und gefördert, die eine qualifizierte Arbeitskraft zum Pappkarton-Zusammenbauen schickt, dafür einen Netto Stundenelohn von 20 Euro bekommt und 7 Euro an den Arbeiter gibt.
Während dann Firmen die tatsächlich diese Fachkraft bräuchten zunächst 20 Deppen geschickt bekommen, die ein Schweißgerät nicht von einem Mixer unterscheiden können.
Frag mal solche Betriebe wie BOMAG, was die dazu sagen.

Zusammengefasst, da langsam recht unübersichtlich:
1. Flat Steuer ok, wenn genügend Abstufungen.
2. Private Kassen abschaffen, und hier Flat Modell mit mindestens 3 Stufen.
3. Private Arbeitsvermittlung (inlusive Zeitarbeitsfirmen!) abschaffen und in die Hände der Agentur legen.
4. Unmoralisches Verhalten seitens Firmenbesitzer mit Strafen belegen. (ähnliches gilt ja schon längst für die Angestellten. Bestimmtes Verhalten seitens der Arbeitnhemer kann zur Kündigung führen. Beispielsweise "Vertrauensbruch")
 
Zuletzt bearbeitet:
^^

Zur Flat Steuer:

Weiß jetzt nicht was du mit Abstufungen meinst. Flat Tax heißt gleicher Steuersatz für jeden euro.

zitat helios CO

Frage, pb die von dir genannte Grenze nicht prolematisch ist. Wie wirken Lebenumstände da ein? Wie wirken also beispielsweise Mietkosten, Fahrtkosten, Behindertes Kind etc. auf diese Grenze?
Das alles macht das Flatsystem aber wieder problematisch und komplex. Kirchhoff hat eben keine Antwort auf solche Fragen gewusst.


Welche Grenzen meinst du? Es gibt nur einen einheitlichen steuersatz.

Du sprichst die Gerechtigkeitsfrage an - Ermäsigte Steuersätze für Familien mit Behinderten Kinder usw...
In der Vergangenheit haben alle Regierungen versucht, Gerechtigkeitsfragen im Steuergesetz zu lösen; dieser Weg führte zum ungerechtesten und kompliziertesten Steuerrecht der Welt. Die Fragen die du hier im Zusammenhang stellst sollten in einem neuen Steuerrecht erst mal keine Berücksichtigung finden - man kann benachteiligten Familien / Menschen auch anderweitig helfen, dass muss und sollte nicht im Steuerrecht geschehen, sonst ändert sich nix an der Komplexität.
Kirchhoff hat diese FRagen also richtigerweise bewusst nicht beantwortet.

Das Problem mit den abwandernden Studenten ist richtig. Du willst sie vertraglich nach der Studienzeit an die BRD binden.
Sorry, aber das ist Protektionissmuss und hat in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft nix zu suchen.
Trotzdem, die Bedingungen für Arbeitnehmer (Löhne) müssen verbessert werden, das ist wohl mit die schwierigste Frage; der Staat kann nur unterstützend wirken.

Mit den 3 * 400 € Jobs und weiteren übertriebenen Härten (Kürzung von Sozialleistungen) kreidest du der FDP Dinge an, wo sie gar nix für kann.
Die Umverteilungspartei Nr. 1, die Linke regiert in Berlin und unterschreibt dort Kürzungsprogramme (Bildung, Krankenhäuser usw...) am laufenden Band. Offensichtlich hat das nix mit der Partei zu tun; die FRage ist nur wie ehrlich man mit unangenehmen Wahrheitne umgeht.

Du schreibst du warst (als Informatiker = Hochqualifiziert) in 5 Firmen und fandest nirgendwo gute Arbeitsbedingungen vor. Das halte ich fü nicht repräsentativ, und, ohne dir nahe treten zu wollen solltest du überlegen ob wirklich alle 5 Firmen so schlimm waren, oder ob auch du deinen Anteil hattest.

Das die Arbeitswelt momentan immer härter wird ist richtig; Frage ist halt ob die FDP und die Zeitarbeitsfirmen daran Schuld sind.
 
DugDanger schrieb:
Das die Arbeitswelt momentan immer härter wird ist richtig; Frage ist halt ob die FDP und die Zeitarbeitsfirmen daran Schuld sind.
Das ist sicher nicht einfach zu beantworten. Meiner Meinung nach hat aber die Politik einen wesentlichen Anteil daran. Es wird nicht einmal die EU Gesetzgebung (gleiches Geld für gleiche Arbeit) durchgesetzt. Es wird nicht versucht einen Mindestlohn einzuführen. Das nächste Problem sind die Firmen. Es gibt genug Gesetze die Arbeitszeiten garantieren, die vor Diskriminierung schützen sollen. Allerdings sind diese Gesetze in manchen Firmen nicht das Papier Wert auf dem sie stehen. Meist im Niedriglohnbereich angesiedelt haben sie genug Reserven auf dem Arbeitsmarkt, um Leute zu ersetzen, welche sich beschweren. Die Gerichte sind überfordert (was wieder auf die Politik zurückzuführen ist). Das heißt man kann sein Recht nicht wirklich einfordern und selbst wenn behält man den Job (was wahrscheinlich alles andere angenehm ist). Die zunehmende Härte hat also die Ursache in der Politik und die Firmen. Aber die Frage ist, warum diese beiden Seiten diesen Weg bestreiten. Auch vor 40 Jahren gab es Konkurenz und Marktwirtschaft. Was es nicht gab waren Renditeversprechen von 25% (welche auch jetzt noch von Herrn Ackermann ausgegeben werden). Was es auch nicht gab war eine hohe Arbeitslosigkeit (das heißt man konnte nicht einfach auf Arbeitskraftreserven zurückgreifen) und die Politik war ein Stück weit unabhängiger von der Wirtschaft. Will man heute ein neues Gesetz erstellen wird eine Beraterfirma angestellt (wie unabhängig ist das?).


Zur Leiharbeit
http://www.swr.de/betrifft/leiharbe...98466/nid=98466/did=4745270/xrxv4c/index.html
 
zitat chriwi

Das ist sicher nicht einfach zu beantworten

dann...

Die zunehmende Härte hat also die Ursache in der Politik und die Firmen

Also ist es doch ganz einfach zu beantworten. Die Firmen und die Politik sind einseitig und alleine Schuld an den harten Umständen am Arbeitsmarkt.
Das machst du immer so; erst einleitend offen für alles dann doch wieder klar und einseitig die Schuld auf Politik und Unternehmen abwälzen.

Was sagt es dir, dass die Linkspartei in Berlin das größte Sparpaket in ganz Deutschland fährt; sie fordern doch dieselben Dinge wie du?

Hast du dir schon mal überlegt, dass Dinge wie Mindestlohn und Börsenumsatzsteuer nur sinnvoll sind, wenn sie EU weit, besser Weltweit umgesetzt werden?
Wie passt das mit den Protektionistichen forderungen der Linken zusammen?

Gesetze können oft nicht umgesetzt werden. Du sagst die Politik ist Schuld. Ich sage; sie können eigentlich nix dafür, weil ihnen das Geld fehlt um mehr Kontrollen durchzuführen; Geld welches wir Bürger erwirtschaften müssen.
 
DugDanger schrieb:
Also ist es doch ganz einfach zu beantworten. Die Firmen und die Politik sind einseitig und alleine Schuld an den harten Umständen am Arbeitsmarkt.
Das machst du immer so; erst einleitend offen für alles dann doch wieder klar und einseitig die Schuld auf Politik und Unternehmen abwälzen.
Sicher wälze ich einseitig auf Politik und Unternehmen ab Wer sollte denn sonst Schuld sein an der Verhärtung der Arbeit? Die Ursachen sind zu hinterfragen warum oder ob Unternehmen letzendlich nichts anderes übrigbleibt und warum die Politik letztendlich Gesetze und Regeln schafft die diese Härte fördern, bzw. die Kontrollen unterlässt. Diese Ursachen (ich hoffe es ist jetzt klarer) sind nicht ganz einfach zu erklären.

Was sagt es dir, dass die Linkspartei in Berlin das größte Sparpaket in ganz Deutschland fährt; sie fordern doch dieselben Dinge wie du?
Es sagt mir, dass in der Linkspartei genau das selbe macht, wie jede andere Partei die an der Macht ist oder bleiben will.

Hast du dir schon mal überlegt, dass Dinge wie Mindestlohn und Börsenumsatzsteuer nur sinnvoll sind, wenn sie EU weit, besser Weltweit umgesetzt werden?
Warum? Einen Mindestlohn gibt es in vielen europäischen Ländern schon. Wie sollte ein Verkäufer hier in Deutschland ausgelagert werden, wenn der Laden hier ist? Bei der Börsenumsatzsteuer gebe ich dir teilweise Recht, aber warum kann man nicht mit gutem Beispiel vorangehen? Diese Steuer behindert gerade die kurzfristigen Spekulationen. Diese Spekulationen sind nicht besser als Glücksspiel. Wozu braucht man sie dann auf einem Finanzmarkt der zur effektiven Verteilung von Geld da ist. Es erschließt sich mir nicht was daran effektiv sein soll. Wert werden auch nicht geschaffen, nur virtuelle Blasen.


Gesetze können oft nicht umgesetzt werden. Du sagst die Politik ist Schuld. Ich sage; sie können eigentlich nix dafür, weil ihnen das Geld fehlt um mehr Kontrollen durchzuführen; Geld welches wir Bürger erwirtschaften müssen.


Exakt. Das Geld fehlt. Warum fehlt denn das Geld? Wie lautet denn die Forderung (z.B. der Fdp)? Wir brauchen einen schlanken Staat. Irgendwo muss gekürzt werden. In der Justiz sieht es momentan ganz übel aus. Sebst wenn man versuchen würde juristisch gegen Banken vorzugehen würde es aus Kapazitätsgründen wahrscheinlich nicht funktionieren. Statt der Polizei mehr Geld zu geben soll die Bundeswehr eingesetzt werden, usw.. Kontrolle kostet nun einmal Geld. Zu sagen, dass es erst erwirtschaftet werden muss ist ja richtig. Aber das wird es doch. Denn wenn ich mich recht erinnere ist die deutsche Wirtschaftskraft in den letzten Jahren gewachsen, ebenfalls die Steuereinnahmen. Also wurde es doch erwirtschaftet.
 
Also man kann definitiv über einiges Streiten: Spionage bei Lidl und co, 1 euro jobs. Obs in unserem Land dann insgesamt so schlecht für die Arbeitnehmer aussieht ist Ansichtssache.

Den vielen negativ Beispielen kann ich viele Gegenbeispiele aufzählen. Die Arbeitszeiten sind mit 37,5 Stunden / Woche in vielen Branchen sehr moderat.
ALG 1, durch ALG 2 fällt erst mal niemand unter die Armutsgrenz - habe persönlich ein halbes Jahrzehnt von 600 euro im Monat gelebt -
Man sollte sich mehr Gedanken darüber machen, was man tuen kann damit die Leute erst gar nicht zu Hartz 4 Empfängern werden - das kommt mir bei der Linken viel zu kurz.

Es sagt mir, dass in der Linkspartei genau das selbe macht, wie jede andere Partei die an der Macht ist oder bleiben will.

Definitiv nicht. Wenn sie möglichst viele Wählerstimmen wollte, dann würden Sie bestimmt nicht die Leistungen kürzen. Der Grund ist auch hier: Keine Kohle - und warum ist das Problem gerade in Berlin so eklatant - weils dort so viele Arbeitslose gibt -
Da gehts nicht um gute oder schlecht Arbeitsbedingungen, um zu viel oder zu wenig Lohn - die Leute haben gar keinen Job und deshalb ist die Hauptstadt pleite.

Wir haben in deutschland auch einen Mindestlohn. Hartz 4 umgerechnet auf eine Arbeitsstunde. Haben es früher mal berechnet, liegt irgendwo zwischen 4 und 5 euro.
Die Länder die du im Kopf hast (England, USA) haben ein solches Soziales Netzt nicht, deshalb richtigerweise einen Mindestlohn und sind nun überhaupt nicht mit Deutschland vergleichbar.

Börsenumsatzsteuer:

Internet. click,click. Transaktion über Wall Street abgewickelt. Börsenumsatzsteuer umgangen. Riesen Bürokratie (Kosten) Null Effekt.
Darum nur unter Absprache mit allen anderen Nationen.

ZUm Vollzugsdefizit:

Es wird ja erwirtschftet. Wir hatten doch Wirtschaftswachstum.
Und eine riesen Staatsverschuldung.
Ein schlanker Staat hat eben mehr übrig für die orginären Aufgaben (durchsetzung von Gesetzen)
Wenn natürlich jeder Kindergeld, Familiengeld, Renten, Arbeitslosenversicherung, Subventionen usw... vom Staat will, dann ist das kein schlanker Staat.
Die sozialen Absicherungen müssen von den Einzahlern auch getragen werden können; das ist bei uns seit Jahren nicht mehr der Fall.
Aber das deutsche Sicherheitsbedürfniss steht echten Reformen wohl im Weg.
 
DugDanger schrieb:
Man sollte sich mehr Gedanken darüber machen, was man tuen kann damit die Leute erst gar nicht zu Hartz 4 Empfängern werden
Da gebe ich dir absolut recht.

Definitiv nicht.
Stellt sich die Linkspartei quer, wird nicht mehr koaliert und sie verliert die Macht. Die Linke ist nur die 3 stärkste Partei. Will sie unbedingt mitregieren muss sie schlechte Entscheidungen treffen. Der FDP wird es ab Herbst auf Bundesebene nicht anders ergehen. Als Oppositionpartei kannst du immer alles erzählen. Es mag vieles wahr und richtig sein, aber regierst du erst sieht die Welt anders aus.

Wir haben in deutschland auch einen Mindestlohn. Hartz 4 umgerechnet auf eine Arbeitsstunde.
Dann rechne mal. Ich gebe dir als Arbeitslosen 3 Euro. Du musst diesen Job annehmen, da sonst deine Leistungen gekürzt werden. Der Rest wird aufgestockt vom Staat. Ich zahle immer noch nur 3 Euro. Du kriegst zwar mehr, bezahlst über Steuern teilweise dein eigenes Gehalt. In Frankreich liegt der Mindestlohn bei irgendwas um die 7-8Euro wenn ich mich recht erinnere. Von mir aus kannst du die Grenze bei Hartz 4 + x setzen, aber das soll dann bitte die Firma bei der du arbeitest zahlen. Ist das zu viel, lohnt sich die Arbeit in Deutschland nicht und sollte auch hier nicht gemacht werden. Nur kann ich mir das bei vielen, der viel zu niedrig entlohnten Jobs nicht vorstellen.

ZUm Vollzugsdefizit:

orginären Aufgaben

Genau das ist der Punkt. Du siehst die Aufgaben eines Staates einfach nur in der Gesetzeshoheit.
Dann hast du natürlich absolut recht. Ich sehe die Aufgaben durchaus in

Kindergeld, Familiengeld, Renten, Arbeitslosenversicherung,.. .

Warum denn auch nicht? Im Durchschnitt gesehen ist es oft günstiger so etwas zentral zu organisieren, denn man braucht keinen Gewinn zu erwirtschaften. Privat heißt nicht in jedem Fall gleich günstig, oder besser, oder auch fair.

Du vergisst weiterhin das wir alle der Staat sind. Das heißt kürzt du bei den Leistungen, kürzt du auch immer bei dir. Die Staatsverschuldung wird zur Argumentation gerne herangenommen. Komischerweise aber immer nur dann, wenn es um die Kürzung der Sozialleistungen, Rente, Bildung,... geht. Wo war denn der Aufschrei als 100 Mrd. bei der HRE versenkt wurden? Unternehmenssteuersenkungen wurden durchgeführt. Sieht es so kritisch mit den Schulden aus kann ich doch meine Einnahmen nicht kürzen. Würde man dieses Thema wirklich angehen wollen müsste man alles Ausschöpfen (Erhöhung der Spitzensteuersätze auf europäisches Niveau, Austrocknung der Steueroasen, mehr Geld in die Steuerprüfung, sicher auch Kürzungen das streite ich nicht ab). Das sehe ich persönlich aber nicht. Die Kürzungen helfen primär dem Export. Ob diese einseitige Fixierung auf diesen Bereich Sinn macht? Ich weiß es nicht.
 
Würde die Linkspartei in Berlin alleine Regieren, dann müsste sie genauso kürzen,weil wo nix is kann man auch nix verteilen.

Ja, es gibt in Deutschland Arbeiten, die werden so schlecht bezahlt das man nicht davon leben kann, ich halte die Aufstockung (was ja in Richtung Kombilohn geht) für absolut Alternativlos. Du machst es dir da ziemlich leicht
Zitat chriwi
Ist das zu viel, lohnt sich die Arbeit in Deutschland nicht und sollte auch hier nicht gemacht werden.

Und in den anderen Ländern sollen sich die Menschen gefälligst nicht zu schade für diese Arbeiten sein. Da fällt mir nix mehr zu ein. Dein Soziales Gewissen endet (wie bei der Linkspartei übrigens auch) an der deutschen Staatsgrenze.:(

Ich sehe Rente, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe auch als Aufgaben unserer sozialen Marktwirtschaft, nur nicht in der Form wie es heute umgesetzt wird.
Rentenkasse: Jährliche Defizite ca. 30 Mrd.
Krankenkassen: Preis Leistungsverhältniss schlecht, abdriften in 2 Klassenmedizin
Arbeitslosenhilfe: Verschlingt Milliarden, belastet den Faktor Arbeit, trotzdem sind die Empfänger unzufrieden.
Diese Systeme müssen umgestaltet werden, wenn sie in der Zukunft noch bestehen sollen. Offensichtlich verteilt der Staat hier sehr ineffizient um. Es muss in allen Bedarfsfällen eine Grundsicherung für Rentner, Kranke, Arbeitslose geben; für den Rest muss der Einzelne sorgen; dafür hat er dann auch mehr Mittel zur Verfügung weil er in die Kassen nicht mehr soviel einzahlen muss.
Da schreit man immer gleich Neo Liberalismus, pöse FDP....Nein, ich möchte mehr Eigenverantwortung und das ist eine legitime Forderung vor dem Hintergrund das die staatl. Kassen den Bach runter gehen; wie gesagt; alles vor dem Hintergrund einer Grundsicherung für die Bedürftigen.

Wo war denn der Aufschrei als 100 Mrd. bei der HRE versenkt wurden

Hätte man die HRE den Bach runter gehen lassen wäre der finanzielle Schaden um ein vielfaches größer gewesen. Bei anderen Banken sieht es da anders aus; ich finde auch die "General Bürgschaft" für die Banken absolut falsch.
 
Zitat DugDanger: "Nein, ich möchte mehr Eigenverantwortung und das ist eine legitime Forderung vor dem Hintergrund das die staatl. Kassen den Bach runter gehen; wie gesagt; alles vor dem Hintergrund einer Grundsicherung für die Bedürftigen."

Es sei eine legitime Frage erlaubt: Warum gehen die Staatskassen den Bach runter? Ich bin ja kein Finanzexperte (übrigens gerade die haben die Welt in die Krise gestürzt!) - vielleicht kannst Du mir erklären - so für Dummies. Mehr produziert und mehr verdient wird es. Komischerweise werden die Bedürftige aber immer zahlreicher und der Staat zieht die Bremse und will die Bedürftigen sich selbst überlassen: Neudeutsch 'mehr Eigenverantwortung'.

Dabei fällt Dir den Zynismus der 'Grundsicherung für die Bedürftigen' gar nicht mehr auf. Das bedeutet nur so viel wie: 'Die werden wir nicht hungern lassen'. Dazu verpflichtet schon das 'soziale Gewissen'.

Ich habe eine leise Vermutung, dass zwischen den wachsenden Gewinnen dort und den wachsenden Bedürftigkeit hier eine Verbindung besteht. Genauso wie zwischen den sinkenden Beschäftigtenzahlen in der Wirtschaft und den sinkenden Beiträge in den Sozialkassen. Aber ich lasse mich gerne von Dir belehren.
 
Wo gibt es wachsende Gewinne? Bei ein paar dax unternehmen? Bei einigen direktbanken? Bei ein paar dikountern? Meinst du das ist repräsentativ? Wie sieht's in der Mehrzahl der mittelständischen unternehmen aus? Im Handel: seit Jahren steigende Insolvenzen und rückläufige Gewinne (auch bei den großen,woolworth,Karstadt usw...).Baugewerbe,Dienstleistung...
Unsere Sucheringsysteme Funkrionieren nicht weil zu wenig einzahlen.ich weiß nicht wieso du mir zynissmuss vorwirfst. Es ist einfach nur verlogen,wenn man den Leuten weiterhin soziale Leistungen in Hülle und Fülle verspricht.
Wieso denn keine Grundsuchering -jeder der gesund ist kann sich sein Geld doch selbst verdienen, wir Leben schließlich in einer marktwirtschaft. Ziel ist nicht die arbeitslosigkeit sondern ein Job - nochmal, mittelfristig ist das Kombilohn Modell alternativlos.

Wüsste nicht, das wir in den letzten Jahren einen eklatanten Anstieg bei der arbeitslosigkeit hatten,im Gehenteil.
 
Zitat DugDanger: "Wo gibt es wachsende Gewinne? [...] seit Jahren steigende Insolvenzen und rückläufige Gewinne (auch bei den großen,woolworth,Karstadt usw...).Baugewerbe,Dienstleistung...
[...]
Wüsste nicht, das wir in den letzten Jahren einen eklatanten Anstieg bei der arbeitslosigkeit hatten,im Gehenteil.
"

Du brauchst drei Zeilen um Dir selbst zu widersprechen. 'steigende Insolvenzen und rückläufige Gewinne' verursachen doch Arbeitslosigkeit, was sonst? Aber Logikblindheit will ich Dir nicht vorwerfen - das wird mir schon seit langem immer langweiliger.

Selbst wenn Du die Marktwirtschaft anführst, ist es offensichtlich als Sachzwang gemeint. Der Patient ist doch Jahrzehntelang mit der Arznei behandelt und wenn die Lage schlechter wird liegt es daran, dass nicht genug davon verabreicht wurde. Also noch mehr davon, bitte.

Ich würde Dir sonst auch ganz vorsichtig nahelegen, daran zu verzichten, alle zwei Beiträge das Argument anzuführen, Marktwirtschaft gehe nur so. Das ist kein Argument für diese Wirtschaft, sondern gegen sie. Dabei leistest Du Dir laufend den nächsten Widerspruch, die Wirtschaft wäre für die Versorgung der Leute da, aber die Leute müssen erstmal das investierte Geld vermehren, damit ihre Versorgung klappt. Das heißt nur, dass die Leute davon abhängen und sie nicht Zweck dieser Wirtschaft sind. Dieser Anspruch der heutigen Wirtschaftswissenschaft wurde niemals eingelöst, nur die weltweite Kampf um die Märkte und Ressourcen verschärft. Um Dir Deine nächste bereits bekannte Entgegnung zu ersparen, diese Wirtschaft hätte uns (uns? 10-20 Ländern in der ganzen Welt!) so viel Reichtum beschert: auf die Kosten der restlichen Welt.
 
Atbeit
Ich habe nicht in 5 Firmen als Informatiker gearbeitet (dies war vor meinem Studium), das tue ich bis jetzt nur in einer. In den 5 genannten Firmen war ich, ähnlich wie du auch (in den 3en, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe), als Aushilfskraft eingestellt. Auch hatte nicht immer ich direkt Probleme, sondern habe ich eine miserable Behandlung anderer Angestellter beobachtet.
Daher mein Beispiel mit der Sekritärin.

Mit den 3 * 400 € Jobs und weiteren übertriebenen Härten (Kürzung von Sozialleistungen) kreidest du der FDP Dinge an, wo sie gar nix für kann.

Wer hat denn Zeitfirmen eingeführt. Bzw. unter welcher Regierung geschah das? Wer forderte die Privatisierung der Arbeitsvermittlung? Da ist nichts zu leugnen, die FDP war hier immer dabei ;)

Komisch das die FDP niemals für etwas die Verantwortung hat, obwohl sie doch stets beteiligt war. Oder wer hat die für die öffentlkichen Kassen katastrophalen 630 DM Jobs eingeführt?
Welche Regierung hat erst die katastrophale Lage in Deutschland zu verantworten? Das war CDU und FDP!

Wirklich über Jahre wurde doch in der Politik das verwirklicht, was die FDP prädigt. Privatisierung aller Bereiche, Deregulierung aller Bereiche, Selbstvorsorge etc.
Und alles führte in die Schei*.

Was die LINKE in Berlin anbetrifft.
Wann habe ich gesagt, dass die LINKE besser ist als andere Parteien?
Ich habe lediglich gesagt, dass sie einige gute Ideen hat, welche wenn keine triftigen Argumente dagegen gefunden werden, plötzlich als"Ideen aus der Mottenkiste" bezeichnet werden. Jedes Mal, wenn man mit Argumenten gegen die LINKE nicht weiterkommt, beginnen alte Klischee UNterstellungen. Das siehst du bei jeder, wirlkich jeder Debatte, Diskussion, Talkshow. Und das ist lächerlich.

Berlin ist übrigens ein recht schlechtes Beispiel. Wer hat Berlin denn in die AA gerissen? Die Linke war es nicht. Und aktuell sind ihr da die Hände aufgrund der massiven Verschuldung gebunden. Jeder Versuch diese zu reduzieren wurde übrigens (wir erinnern uns vielleicht noch daran) massiv angegriffen.


Flat Steuer:
Du hast doch gesagt, das ab einem Mindesteinkommen (also der Freibetrag), ich weiß nicht mehr welche Summe das war, die Flatbesteuerung einsetzt, von 20 bzw. abhängig vom Einkommen entsprechend 25%, 30% etc.
Verstehe cih das soweit richtig?

Falls ja, wie gesagt ich bin kein Experte daher berichtige mich wenn ich mich irre, so sind folgende Fragen gerechtfertigt:
Musst du dann in der angeblich doch so vereinfachten Steuererlöärung auf dem Bierdeckel auch solche Angaben wie die Fahrstrecke zur Arbeit angeben? Oder ob du eine Haushaltshilfe hast? Oder ob du besonders belastet bist durch Mietkosten? Oder durch eine Behinderung oder Pflebedürftigen Person in deinem Hasuhalt?

Familien / Menschen auch anderweitig helfen, dass muss und sollte nicht im Steuerrecht geschehen, sonst ändert sich nix an der Komplexität.
Ok, wie soll das denn geschehen? Sollen die Betroffenen zusätzlich zur Steuererklärung Anträge auf Wohngeld stellen, wenn sie gezwungen sind viel Miete zu zahlen, sie aber abhängig von ihrem Einkommen mit hohen 50% besteuerrt wurden?

Du willst nicht verstehen, dass du das Problem schlicht verlagerst. Auch wird der bürokratische Aufwand dadurch kaum geringer. Denn wir reden ja hier nicht von einigen wenigen Betroffenen.

Aber wie gesagt, von der Idee her ist die Flatsteuer nicht schlecht, nur die Eierlegende Wollmilch Sau ist sie auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ barista.

Fakt: In den von mir angesprochenen Branchen gab es in den letzten Jahren steigende Insolvenzen und rückläufige Gewinne.

Fakt: In den letzten Jahren hatten wir einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, aktuell in der Wirtschaftskrise wieder einen leichten Anstieg.

Deine Wiedersprüche lösen sich auf wenn du dir die entsprechenden Statistiken anschaust.

Die Arznei, die in der Summe in den letzten Jahren verabreicht wurde heisst Sozialismus.
Ein paar Zeitarbeitsfirmen ändern nichts daran, dass ich von jedem verdienten Euro 50 cent an den Staat abführe - eine Marktwirtschaft kann bei solch immensen Umverteilungmassen nicht funktionieren.

Ich argumentiere hier innerhalb der Paradigmen unseres Wirtschaftssystems - ich kann mir gut ein Leben ohne finanzielle Zwänge usw. vorstellen - das gehört dann aber in den Weltanschauungen Thread.
Solange wir uns nun in diesem System befinden, führen Forderungen wie Mindestlöhne, mehr Sozialstaat usw... zu Ineffizienzen, weniger Wachstum, weniger Wohlstand. Punkt.
Ich habe nie geschreben das mir das so gefällt aber objektiv gesehen sind das momentan die Bedingungen.

Zitat barista

Logikblindheit will ich Dir nicht vorwerfen - das wird mir schon seit langem immer langweiliger

Ich würde Dir sonst auch ganz vorsichtig nahelegen...

Ich finde deine Argumente ziemlich fad. Einzig deine leicht arrogante / beleidigende Ausdrucksweise hinterlässt Eindruck. Insgesamt herzlich wenig.

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@HeliosCo

An der Einführung der Zeitarbeitsfirmen haben Schröder und Clement ordentlich mitgewirkt, dies einseitig auf die FDP abzuschieben wäre falsch. wobei wir ja sowieso anderer Meinung sind was die Daseinsberechtigung dieser Zeitarbeitsfirmen betrifft.

Bei der FDP könnte ich nun ähnlich argumentieren wie du bei der Linken, Sie war immer nur der kleine Parner innerhalb einer Koalition Trotzdem ist es natürlich richtig, dass die FDP weniger Staat fordert.
Ich würde mich nicht immer so sehr auf die Parteien versteifen. Die SPD hat Hartz4 eingeführt, die Linke spart in Berlin, die FDP hat Anfangder 90 er viel Geld verplempert. Immer im Kontext der Lage und der Zeit machen die Parteien offensichtlich "untypische" Politik.

Ich sehe es eben nicht so, das in den letzten Jahren ein extrem Neo Liberaler Kurs gefahren wurde,aber irgendwo stöst so eine Foren Diskussion an ihre Grenzen.

Zum Steuersystem:
Nein keine Entfernungspauschalen. Dies ist ein Aunahmetatbestand und wird gestrichen. Keine Sonderregelung bei Mietkosten oder Haushaltshilfe. Wnn du jemanden anstellst schreibt er dir ne Rechnung und du bezahlst.
50% Steuersatz gibt es nicht mehr.

Du willst nicht verstehen, dass du das Problem schlicht verlagerst.

Firmen machen Investitionsentscheidungen unter anderem avon abängig wie "unkompliziert" und wie hoch im Endeffekt die Besteuerung abläuft. Eine Vereinfachung verbssert also die Investitonen (auch in Arbeitsplätze). Das wäre es mir schon mal Wert das "Gerechtigketsproblem" vom Seuerrecht weg zu verlagern.

Ich habe 5 Jahre deutche Steuergesetze /Erlasse gewälzt und am Ende habe ich echt abgekotzt. So gehts den Studenten, den Professoren und den Unternehmern.
Vieleiht machst du dich mal ein bischen über die gängigen Steuermodelle schlau, vieles kann ich hier nicht erklären und weiß es auch selber nicht mehr so genau.
 
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Zitat DugDanger: "Ich finde deine Argumente ziemlich fad. Einzig deine leicht arrogante / beleidigende Ausdrucksweise hinterlässt Eindruck. Insgesamt herzlich wenig."

Das ist nett, das Du die von mir genannten Widersprüche Argumente nennst. Auf die gehst Du aber nicht ein. Warum auch: Du bist ja mit mir einig - Zitat: "ich kann mir gut ein Leben ohne finanzielle Zwänge usw. vorstellen. [...] Ich habe nie geschreben das mir das so gefällt " Also flach gesagt, das gefällt Dir nicht, obwohl Du dabei nichts verkehrtes findest. Du lässt es Dir alles gefallen, obwohl Du Nachteile davon hast. Merkwürdiges Urteil!

Wenn ich deinen Ausführungen folge, klärt sich die Sache etwas - Zitat: "Ein paar Zeitarbeitsfirmen ändern nichts daran, dass ich von jedem verdienten Euro 50 cent an den Staat abführe. [...] " Die Frage stellt sich anders: Kommst Du über die Runden? Wieviel Du dem Staat abgibst, sollte Dir egal sein, solange Du von Deinem Geschäft gut lebst. Oder treibt Dich der Staat in die Ruin? Zugegeben führe ich an den Staat fast gar nichts ab, da ich zu wenig verdiene. Da denke ich mir, mein Staat sollte doch froh sein, dass ich keine Arbeitslosenhilfe oder sonst was brauche. Aber nein, an den 50 cents machst Du bereits den 'Sozialismus' fest. Da wird schon klar was Dir an der Wirtschaft nicht gefällt und was bei Dir 'finanzielle Zwänge' heißt. Zitat: "[...]- eine Marktwirtschaft kann bei solch immensen Umverteilungmassen nicht funktionieren." Das heißt soviel wie: Marktwirtschaft ist doch nur Geld machen und wenn es um Geld geht, ist es nie genug... Also doch reines Wasser predigen und den guten Wein trinken.
 
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