Was ich nicht verstehe, ist warum du hier in diesem Thread wieder ein Thema anfängst wo es um einen schwulen Soldaten geht der offenbar zu naiv war um die Folgen seines Handelns abzusehen was wahrscheinlich an dem gleichgesinnten Typen der es auf ihn abgesehen hatte und dementsprechend beeinflusste und ausnutzte, lag.
In dem Moment als er Daten aus dem classified SIPR Net vom Server zog machte er sich strafbar und musste mit Konsequenzen rechnen.
Dass einer wie er als Vaterlandsverräter angesehenund behandelt wird, wundert mich nicht, was nicht heisst dass ich das gut heisse.
Auch die Apache Besatzung mit lockerem Abzugsfinger, Guantanamo oder Abu Ghraib sind Fälle von Tragödien die u.a. die Kriegsgerichte beschäftigen und ganz gerne immer wieder von gewissen Propagandandisten vorgezeigt und dazu benutzt werden um eine ganze Armee als Mörder und Folterknechte dastehen zu lassen.
Auch dir sollte mittlerweile klar sein dass Propaganda von beiden Seiten benutzt wird und Wikileaks auch dazu gehört.
vander schrieb:
Das unsere Freiheit immer wieder als Totschlagargument für Auslandseinsätze herhalten muß ist ein Argument gegen das keiner widersprechen kann, gelle? Wir verteidigen schließlich die westlichen Werte(Freiheit) am Hindu Kush.
Ja der "westliche Wert" wird gerne von Gegnern solcher militärischen Abenteuer als Schlagwort verwendet.
Hast du den Link oben verfolgt?
Es geht hierbei ja nicht darum in Kabul, das so nebenbei gesagt mittlerweile sicherer ist als Washington DC, 20 McDonald Filialen aufzumachen oder KBR den Weg zu mehr Profit zu ebnen.
Länder wie Deutschland sind mit der NATO Mitgliedschaft auch eine Bündnispflicht eingegangen, handeln immer unter einer UN Resolution die alle Staaten mittragen und man kann kaum behaupten dass es auch nur einem einzigen NATO Land schlecht geht.
Mit einem Bündnis oder der positiven Abstimmung in UN Resolutionen kommen nicht nur Rechte sondern auch Pflichten und unsere Politiker sind immer sehr gut darin Ausreden zu finden um diese nicht erfüllen zu müssen wenns grad nicht in die Wahlkampfpläne passt und solche Entscheidungen wo man u.U. Tote beklagen müsste, extrem unpopulär sind.
Das ist auch ein Grund warum u.a. österreichische Politiker in der Öffentlichkeit (wo ich lebe), die NATO als Bündnis immer noch als gleich böse empfinden als die Russen.
Die von allen Seiten respektierte österreichische Raumverteidigung (die den Zweck hatte eine etwaige Invasion eine knappe Woche aufzuhalten) vor dem Mauerfall und dem Ende des Warschauer Paktes war nicht nur gegen Osten gerichtet, sondern auch gegen Norden und Süden, also gegen euch Deutsche und Italien, das vergisst man immer gerne.
Das Problem ist dass Österreich sich eine NATO Mitgliedschaft nicht leisten kann oder besser will, unsere Soldaten wollen es, die Politik lässt sie aber offiziell nicht und deshalb machen wir bei allem mit was irgendwie hinter dem Vorhang rennt, bloss darf das die Öffentlichkeit nicht wissen.
Die Deutschen waren auch unter den Ersten die zusammen mit den Seals, der Delta Force, SAS und Legionären in Afghanistan im Einsatz waren, same im Irak oder jetzt in Libyen wo sie Bodenziele ausfindig machen, markieren, oder auch nur Aufständische ausbilden.
Gut, ich schweife ab, ein militärisches Bündnis hat viele Zwecke, gemeinsame kostensparende Übungen und Ausbildungen zum Beispiel, oder gemeinsame Normen in waffenübergreifender Software (Link16 zB), digitalem Funk und ein standardisiertes Ausbildungswesen gehören dazu.
Jetzt ist Deutschland bei der NATO, lässt sich ihre Piloten und Spezialkräfte teilweise in den USA ausbilden, es laufen viele bilaterale Austauschprogramme und dann sollen die deutschen Soldaten ihren Allierten nicht helfen dürfen?
Der Hindukush war von jeher ein Problemherd und selbst wenn die dortigen Stämme in der Steinzeit leben und die männliche Bevölkerung es gut findet wie es ist, ist dieses Land immer noch der Drogenexporteur Nummer 1, derzeit teilweise unter Aufsicht der CIA so wie's aussieht.
Terrorismus gabs schon immer und einige Brutstätten befinden sich eben in diesen Regionen des Erdballs, die Gründe sind vielfältig und Armut sowie mangelnde Bildung sind 2 davon.
Die deutschen Soldaten arbeiten hart am Aufbau von Infrastruktur, Schulen, Strassen, Brücken und Kindergärten.
Bei der US Army gibt es eine Abteilung mit weiblichen NCOs die sich darum kümmern dass die afghanischen Frauen auch mal ihr Haus verlassen dürfen um sich mit anderen Frauen zum tratschen zu treffen, das alles gibts dort nicht, das war nicht erlaubt.
Kinder dürfen nicht lesen und schreiben lernen weil sie dann eventuell mal eine Gefahr für die Älteren werden weil sie sich nicht mehr damit abfinden wollen und können 100 Jahre an Entwicklung hinter dem Rest der Erde leben zu müssen.
Wenn man lesen kann kommt man an Informationen und das will das Taliban Regime nicht, ähnlich wie es die Chinesen mit ihren Internetsperren handhaben, die Menschen sollen nicht wissen wie es anderen geht und was die alles haben können.
Man hat dort einen Prozess eingeleitet der mehrere Generationen dauern wird, denn nur ein Vaterd er selber lesen und schreiben kann wirds seinen Kindern auch erlauben.
Derueit hört man immer wieder von Korruption, Bestechungen von Taliban Clans Seitens der Firmen um in Ruhe Brücken oder Schulen bauen zu können, nur damit sie 2 Wochen nach Fertigstellung wieder von den Taliban selber zerstört werden.
Hauptsache sie haben die Kohle von uns bekommen, Abermillionen von Fördergeldern versickern dort...da kann man als Soldat der dort Wache schiebt und Patroulle fährt und den Scheissdreck dort jeden Tag sieht und mitbekommt was so nebenher rennt, schon mal das Grausen bekommen und sich fragen wozu das alles.
Diese Dinge sind aber wichtig, manmuss ihnen die Chance geben selbst das Land aufzubauen und zu stabilisieren, denn wenns dort wieder mal brennt, verlassen diese Leute ihr Land und werden zu Flüchtlingen und was glaubt ihr denn wohin diese flüchten?
Und was glaubt ihr denn wohin diese Leute ihren Zorn dann tragen werden?
Die Augen davor zu verschliessen und einfach die Hände zu verschränken und zuzuschauen führt im Endeffekt nur dazu dass diese Leute die Probleme ihres Heimatlandes genau vor UNSERER Haustüre abladen werden und dann seid ihr die ersten die nach dem Staat und ihrem Militär schreien weil ihr euch nimmer zu helfen wisst und im Alltag von den schlimmen Ausländern bedroht fühlt.
vander schrieb:
@Dr4ven
Ok, dann mal weg vom OT. Du scheinst ja einen direkten Draht zum Thema zu haben, bist evtl. sogar selbst involviert. Was hat die BW den während ihres Einsatzes in Afghanistan erreicht? Für uns bzw. für die Afghanen.
Abgesehen vom wirtschaftlichen Faktor der Bodenschätze der erst in einem Jahrzent zu tragen kommt weil man dort nicht mal geeignete Förderanlagen hat und es noch 10-15 Jahre dauert?
Frag die KSK und andere Spezialeinheiten die dort unschätzbare Erfahrung sammeln können...
Afghanistan ist ein Härtestet für Soldat und Equipment.
Der Rest is mir jetzt zu mühsam weil ich mich nimmer mit Leuten unterhalten will die nur soweit denken wie sie pinkeln können.
Sicher gibts dort viel korrupte Scheisse, aber deswegen sollte man die Leute die sich für andere Menschen denen es schlechter geht einsetzen, unterstützen.
Aber Deutschland hat ja seine eigenen Probleme:
http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2685