Bundeswehr in Afghanistan

Schau, du bist ja ein intelligentes Kerlchen, dir ist ja dann auch wohl klar dass solche Banalitäten wie Aufbau der Infrastruktur keine guten Schlagzeilen sind mit dem man Zeitungen verkauft oder Einschaltquoten erreicht, hingegen 2 tote Soldaten nach einem Anschlag oder Gefecht sehr wohl.

Ich habe keinen Zugang zu Statistiken diesbezüglich, da müsste ich genauso wie du Google bemühen und dann bin ich wieder auf externe Quellen angewiesen.
Afghanistan ist ein "Shithole", genauso wie das Kosovo als solches bezeichnet wird.
Du kannst den Leuten nicht wirklich helfen weil sie es oftmals gar nicht wollen und die aufgebaute Infrastrukur sowieso innerhalb weniger Jahre verrotet weil sich kein Schwein darum kümmert.
Die Menschen dort können nichts, haben ihr ganzes Leben noch nichts gearbeitet ausser Kartoffel gepflanzt und wurden von den Serben mit Lebensmitteln, Logistik und von Kroaten und Slowenen mit ihrem Tourismusdevisen erhalten.
Ist im Kosovo und Bosnien gut zu sehen, die Zigeuner haben diese Teile YUs jetzt wieder verlassen und sich die letzten Jahre in Belgrad angesiedelt weils woanders nichts mehr zum essen und klauen gibt weil keiner mehr was besitzt ausser einem 40 Quadratmeter Haus ohne Verputz...ist hart, aber die Wahrheit, ich sehe es jedesmal live wenn ich in Belgrad bin.

Die sind einfach nicht am Aufbau des eigenen Landes interessiert, mit den Leuten kann man absolut nichts anfangen weil sie in ihrer Mentalität gefangen sind und dasselbe trifft auf die Afghanen und umso mehr die Taliban sehr oft zu, obwohl da eine gewaltige Doppelmoral herrscht die man mit Geld beeinflussen kann und die USA tun dies auch um ihre Konvois sicher durchs Land zu bringen.

Die Menschen in Afghanistan brauchen Bildung damit sie einmal unabhängig von Drittstaaten werden können, damit fängts eben erst mal an und das dauert.

Wir können nichts anderes tun als ihnen die Möglichkeit zu geben voranzukommen.
Wenns nicht fruchtet wird mans eh wieder einstellen, kostet halt Unmengen und die Politiker werden sich in den kommenden Jahren extrem schwer tun um diese Ausgaben zu rechtfertigen.

Tun sie das nicht, werden sie ausgebeutet werden und dann muss ich ehrlich sagen, zurecht.
Aber man kann dann sagen: "Wir habens versucht, ihr hattet die Chance, sorry, aber ihr könnt uns jetzt mal."


Was die Deutschen am Kundus angeht, ja ich bin der meinung dass man ihnen über Jahre hinweg nicht das Gerät gab um ihren Job machen zu können und das ist für mich teilweise fahrlässige Tötung seitens der Politik...
Die KSK ist ein eigenes Kapitel, die sind wie gesagt eh immer ganz vorn dabei, denn Patroullien oder Konvoi Bewachung ist nicht deren Kernaufgabe. ;)

Was die Flüchtlinge aus Ex Yu angeht, so warens unmittelbar im Krieg ca. 120-150 tsd glaub ich, hab keine genauen Zahlen im Kopf, die Zahl "hundertausende" war eher auf eine 6 stellige Zahl bezogen.
Die Slowenen und Kroaten gingen relativ schnell wieder heim, nur die Kosovo-Albaner und Bosnier blieben uns über die Jahre jetzt vieeeeel mehr als du angegeben hast, weil deren Flüchtlingsstatus ja bis vor Kurzem noch galt.
In Österreich leben knapp ne halbe Million Jugoslawen, davon mittlerweile auch sage und schreibe 300.000 Serben, Wien ist nach Belgrad die grösste Serbenstadt (=O-Ton Serbischer Botschafter in Wien).
Das wäre nicht "passiert" wenn diese Region stabiler gewesen wäre, genug Zeit hatte man Seitens der UN nach Titos Tod ja.
Man muss solche Konflikte immer langfristig sehen, die unmittelbaren Folgen sind meist nur die Spitze des Eisberges.
Und nur ne kleine Anmerkung bevor ich aus der linken Ecke wieder eine geballert bekomme: meine Frau ist auch aus ex-Yu.
 
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Klar, die Medien leben von der Sensation und dem Schock. Die Nachrichten über Gefechte handeln aber auch eher weniger von Verteidigung der Infrastruktur oder anderen spezifischen Zielen. Anhand der Berichterstattung entsteht der Eindruck das die Soldaten dort durch die Gegend fahren(Patroullie) um sich beschießen zu lassen, bzw. ein Lager als stehende Zielscheibe aufbauen. <Ironie
Ich hatte gehofft das du vielleicht ein paar Anekdoten über den Tagesablauf abseits der Mainstreammedien beisteuern kannst?
Ansonsten werd ich mal sehen ob ich mir doch mal wieder was aus dem Buchhandel gönne(oder dieses?), wenn ich aber die Rezensionen so sehe dann vielleicht lieber nicht. Sagt dir Camp Armadillo was, hälst du diese Doku für authentisch genug um einen Eindruck zu bekommen? Du hast Recht es ist sehr schwer verläßliche Informationen zu den dortigen Vorgängen zu bekommen, trotzdem möchtest du überzeugen das ich dafür meine Unterstützung aussprechen soll?

Die Zahlen zu den Flüchtlingen habe ich Österreichischen Presseseiten bzw. Wikipedia entnommen, durchaus möglich das dir andere Zahlen vorliegen. Ich lege mich da nicht fest, solange ich die nicht selber nachzählen kann ;)
 
Camp Armadillo habe ich noch nicht gesehen, aber von den Dänen kannst du in der Regel was Gutes erwarten, danke für den Tipp.

Schau dir mal RESTREPO an, der eine Journalist davon, Tim Hetherington, ist übrigens neulich in Libyen erschossen worden.

Kann ich sehr empfehlen, sieht man gut wie sinnlos manche Aktionen dort sind.
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Die Doku da ist auch ned so schlecht, ist recht neutral und beleuchtet auch sehr gut das private Leben der Soldaten daheim, direkte Politikkritik wirst du da aber auch keine hören, nur ein paar dementsprechende Kommentare.

http://www.amazon.de/Operation-Afghanistan-Bundeswehr-Einsatz-DVDs/dp/B00116XM3O/ref=pd_sim_b_2

Oder das hier, werd ich mir auch näher ansehen:

http://www.amazon.de/Ross-Kemp-Afghanistan-Collection-DVDs/dp/B001P5GIQE/ref=pd_cp_d_2

Weiss nicht obs an mir liegt, aber deutsche Dokus haben bei mir irgendwie immer noch den Mief eines sexuellen Aufklärungsfilmes aus den 70ern an sich haften... :)


Und nein ich möchte nicht jemanden Anderen überzeugen sondern nur die Problematik der Soldaten vor Ort ansprechen, leider fällt der Otto Normalverbraucher ja sehr gerne auf die Informationspolitik der Regierung und Medien rein.
Ich bin immer wieder verblüfft wie wenig die Leute Ahung haben, wie naiv und leichtgläubig sie sind wenn man ihnen auf Veranstaltungen wie den Nationalfeiertag mit Tag der offenen Tür beim Militär so als kleines Mäuschen zuhört, oder viel besser noch -> die Kommentare auf Webseiten liest die unter den militärisch relevanten Nachrichten stehen.
Da kommt einem dochs kotzen.

Ich war 7 Jahre im Sicherheitsdienst und arbeitete immer mit den Marines zusammen, traf sie privat, ging mit denen aus und brachte sie dann heim wenn sie so besoffen waren dass sie nicht mehr gehen konnten.
Sie zeigen dir halt Bilder und Videos ausm Irak die du dann später mal auf Rotten.com oder Liveleak sehen konntest, geredet haben sie kaum drüber, da fielen meist nur die Worte Shithole, Hell und dergleichen, nur um sofort drauf wieder einen Witz darüber zu machen..
Mittlerweile bin ich zum Schreibtischtäter mutiert :) und darf eben nicht über alles reden und schreiben was ich sehe - will ich auch gar nicht ehrlich gesagt, nur ab und an wenn ich solche Threads wie hier lese kann ich mich eben nicht immer zurückhalten weil es mir oft zu eindimensonial wird und junge Leute hier oft nicht wissen was sie eigentlich schreiben wenn sie Dinge einfach nach dem copy/paste System übernehmen.
Und nein ich meine keinen bestimmten User hier.

Anekdoten kann ich dir nur das erzählen was ich direkt erzählt bekommen habe, sind aber nur Bruchstücke von Einsätzen weil wir Diskussioen über Militärgerät wie den Little Bird, AT4 Schussreichweiten und Einsatzzwecke derer oder den Kiowas mit Miniguns hatten.
Bei uns gehts meist nur um Waffenarten und Gattungen, dem Vergleich zum US oder DE Arsenal weils beruflich relevant ist, privat lass ich sie damit in Ruhe.

Denn ganz ehrlich, es redet einfach keiner gerne drüber und wenn man nachfragt kriegt man meist nur Wortfetzen spendiert weil sie dir als Nicht Amerikaner sowieso nicht ganz trauen...ein ungutes gefühl das ich mir inzwischen spare weil der Ami öffentlich nie schlecht über sein Land reden wird, da sagt er dann lieber gar nichts.
Dass es jährlich offiziell (!) über 7000 Selbstmorde gibt und der Grossteil erst passiert nachdem sie schon zu Hause sind, sagt doch viel aus.
 
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RESTREPO hatte ich auf Amazon schon gesehen, aber es erscheint(in Dtl.?) erst im Juli. Armadillo hab ich mir angesehen und ich finde es ist wie die Soldaten am Ende selber sagen, für Außenstehende nicht immer nachvollziehbar. Auch zeigt der Beginn des Films das Dilemma in dem sich die Soldaten und auch die Einheimischen Zivilisten dort befinden, das Mißtrauen, Risiko und Hilflosigkeit auf beiden Seiten.
Ich habe damals(lange vor Afghanistan) die BW verlassen, da ich zuviele Zweifel hatte. Ich bin der Meinung ein Soldat sollte nur dann in solch einen Einsatz gehen wenn er auch überzeugt davon ist in jedem Moment das richtige tun zu können, ansonsten gerät er in Gefahr zum Risiko für sich und seine Kameraden zu werden indem er vielleicht im falschem Moment zögert. Ich finde auch heute noch das meine Entscheidung die einzig richtige für mich war.
Nach allem was ich bisher zu Afghanistan weiß denke ich immernoch das der Einsatz zu viele Opfer fordert, damit meine ich nicht nur die Toten.

Die meisten Amerikaner sind Patrioten, besonders bei den Soldaten. Ich kann mir vorstellen das es unter ihnen viele gibt für die diese Kriege, in denen das Feindbild nur schwer aufrechterhalten werden kann, eine schwere Belastung darstellt.
 
Jop, Restrepo hab ich die US Version, kommt leider erst im Sommer hier raus.

Wenn du ein paar Soldaten besser kennst rücken sie schon mit der Sprache raus und es ist glaub ich kein Geheimnis dass die Mehrheit gegen den Irakkrieg war und ist, Afghanistan ist da anders da es mit 9/11 assoziiert wird.

Das Problem das die Army und NAVY mit den Marines hat ist das Alter der Soldaten, die erwischts meist im Alter um die 20 rum, oftmals sofort nach der Ausbildung, während die Nationalgarde schon etwas älter ist und das meist besser verkraftet was auch am Rückhalt der eigenen Familie liegt.
Mit 20 bleibt dir nix anderes über als deine Kameraden als Familie zu sehen und wenn dann wer von denen stirbt ists wohl umso schlimmer und erklärt auch warum sich so viele wieder verpflichten lassen haben sofern sie es denn psychisch überstanden haben.

Wenn du heute als Deutscher in die Bundeswehr eintrittst musst du zu 80% damit rechnen mal ins Ausland gehen zu müssen und wenn man bedenkt dass jetzt bald 10.000 Mann permanent im Einsatz sind und die Rotation momentan bei 4 Monaten liegt kannst du dir ausrechnen wie lange es höchstens dauert bis deine Einheit drankommt.
Bin gespannt ob sie die 4 Monate auf Dauer einhalten können, derzeit haben sich ned mal 10% der erhofften Soldaten freiwillig zum Wehrdienst gemeldet.

Es ist Tatsache dass ein Einsatz immer unpopulärer wird je länger er dauert und je länger er dauert, desto mehr wird klar dass etwas schief läuft.
Leider kannst keine Mauer um Afghanistan bauen und die sich selbst überlassen weil sie ja ihr Opium los werden wollen und mit Baumwolle nichts anzufangen wissen weil man das nicht rauchen kann und es zu wenig einbringt..

Hast mal gesehen wie die afghanischen Soldaten zum Dienst erscheinen?
Komplett stoned 24/7 und mit sowas sollst einen Krieg gewinnen... :D
Und sind sie mal nicht stoned erschiessen sie ihre Ausbilder...ich versteh's wenn du nicht mal in Ruhe aufs Scheisshaus gehen kannst ohne Angst zu haben dass du im eigenen Lager von denjenigen abgeknallt wirst den du eigentlich helfen wolltest.
 
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Ich hab mal ne Frage zu BW. Muss man Deutscher sein oder EU-Bürger? Weil bei der Polizei muss man ja nicht deutscher sein, sondern eu-bürger.Oder muss ich nur einen deutschen Pass ahben?
Gehört jetzt nicht zum Thema aber is aus reiner Neugier.
 
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Bewerbungsunterlagen, Erläuterungsblatt A9

Als Soldatin auf Zeit/Soldat auf Zeit (ggf Berufssoldatin/Berufssoldat) kann grundsätzlich
nur der eingestellt/wieder eingestellt/übernommen werden, der die deutsche
Staatsangehörigkeit besitzt. Daher ist die deutsche Staatsangehörigkeit durch einen
entsprechenden Nachweis zu belegen. In der Regel reicht die Geburtsurkunde aus.
In folgenden Fällen ist die deutsche Staatsangehörigkeit jedoch durch Vorlage des Perso-
nalausweises oder des Reisepasses zu belegen, wenn
 Ihr Geburtsort im Ausland liegt, oder
 Ihr Vater oder Ihre Mutter eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, oder
 Sie neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch weitere Staatsangehörigkeiten be-
sitzen.
Wenn Sie Deutsche/Deutscher im Sinne des Artikel 116 GG sind, ohne die deutsche
Staatsangehörigkeit zu besitzen (Aussiedlerinnen/Aussiedler, eingebürgerte Aussied-
lerinnen/Aussiedler), weisen Sie diese Eigenschaft durch Vorlage einer Spätaussiedler-
bescheinigung gemäß § 15 des Bundesvertriebenengesetzes nach.
Die Kommunalbehörden (Gemeinde, Stadt, Kreis) helfen Ihnen auf Anfrage weiter. Ggf
werden für entsprechende Nachweise Gebühren erhoben, die Ihnen leider nicht erstattet
werden können.
Wenn Sie eine Doppelstaatsangehörigkeit besitzen, erkundigen Sie sich bitte über etwaige
Rechtsfolgen/Ausnahmebestimmungen des Zweitstaates, die aufgrund Ihres freiwilligen
Dienstes in der Bundeswehr für Sie entstehen könnten.
Sollten Sie aus einer Staatsangehörigkeit eines anderen Landes entlassen worden sein,
führen Sie dies ebenfalls auf und reichen die Entlassungsurkunde (beglaubigte Abschrift)
ein. Falls erforderlich, fügen Sie bitte ein zusätzliches Blatt mit den entsprechenden Anga-
ben zur Staatsangehörigkeit bei.
 
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Noch musst du Staatsbürger sein, die Spanier mit ihrem Berufsheer machens da schon anders:

Spanische Staatsbürgerschaft oder Staatsangehörigkeit eines spanischsprachigen Landes (im wesentlichen Hispanoamerika und aquatorialguinea).
 
Man will dort Demokratie hinbringen wo angeblich keine ist, dabei fehlt in dem eignem Land ein gesundes Maß an Demokratie und von Europa will ich gar nicht sprechen.

Man schickt Soldaten los um für Frieden zu sorgen, dabei hat man mir immer beigebracht Gewalt erzeugt gegen Gewalt.

Auch wenn es nicht das Thema ist ich weiss von einer Freundin die aus dem Irak stammt, das es mal dort besser und angenehmer war bevor man das Land "befreit" hat.

Ich habe bis heute keinen Konflikt erlebt der tatsächlich Frieden in das Land gebracht hat mit Militärischen Einsatz, dafür ist aber das Land oft selbst Entmacht worden und instabil und ärmer als zuvor.
 
Tja dann ist deine Freundin wohl im richtigen Stamm und ihre Familie wurde nicht vergast und lebte ganz gut unter Saddams Schutzmantel.
Aber jeder weiss was du meinst.

Welche Konflike meinst du denn genau und welche Länder sind seit dem verarmt?

Nimm als Beispiel Jugoslawien, weils grad in unserer unmittelbaren Umgebung ist...die würden sich heute noch die Schädel einschlagen, ich gebe dir aber insofern Recht dass es wohl Länder gibt die besser nicht in Demokratie leben, aber islamistische Staaten können auf Dauer nicht mit einer Diktatur leben, sieht man ja gerade ganz gut, auch wenn vieles davon gesteuert ist, die Leute haben's satt.
 
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Sofort Raus da !

Es macht keinen Sinn einem Volk helfen zu vollen die es gar nicht kapieren was ihnen fehlt.
Am besten man hält sich an Darwin Rede, und überlässt die Afghanen ihrem eigenen Schicksal. Ein Land ohne Bildung, Strukturen und Hoffnung, die sind einfach zu Dumm um Verstehen was ihrem Land fehlt.

Und solchen Ländern kann man nicht Helfen

Also bleibt nur eins Rückzug mit all seinen Konsequenzen, Streichung aller Entwicklungs-Gelder. (macht ja keinen Sinn ist der Tropfen auf den Heissen Stein)

Die Natur wird das dann schon Regeln und ob ihr Allah was gegen die Dummheit und Armut tun kann wird sich auch zeigen.


Mir tun unsere Jungs Leid die da unten jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzten müssen, für so ein Dummes Volk. Und dann hört man immer von Stolzen Afghanen :freak: auf was sind die denn Stolz ? Das sie nach 3000 Jahren immer noch in Altertümlichen Strukturen leben ? Ohhh Mann und das im Computer Zeitalter :kotz:
 
MrPsst schrieb:
Sofort Raus da !
...
Mir tun unsere Jungs Leid die da unten jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzten müssen, für so ein Dummes Volk.

Entschuldige, aber mir tut kein BW Angehöriger leid, der dort unten sein Leben aufs Spiel setzt. Die Gefallenen hingegen schon, aber auch dafür ist im Grunde jeder selbst verantwortlich. Niemand wird heute gezwungen zur BW zu gehen, wer das freiwillig tut, nimmt die erhöhte Gefahr, schneller ableben zu können wie der Durchschnittsdeutsche, in Kauf.

Meine Großväter hatten hingegen keine Wahl, die mussten ihr Leben riskieren, der eine für ein Versagen der innereuropäischen Diplomatie in schlammigen Gräben, der andere für einen braunen, verbrecherischen, Diktator. Die Zeiten haben sich, Gott sei dank, geändert, für das Vaterland muss heute keiner mehr sein Leben lassen, wenn er nicht will.

Ich sehe meine Freiheit noch immer nicht am Hindukusch verteidigt, daraus resultiert meine Haltung. Das ständige hochkochen der Verlustmeldungen ist aber leider auch eine Deutsche Eigenart, in den USA sieht das völlig anders aus.
 
Tja, IEDs sind für 80% der Opfer verantwortlich.
Es gibt zwar mittlerweile Geräte, Drohnenhelis und Roboter die IEDs aufspüren können, dennoch kommen die bei der Truppe kaum an weils Geld knapp und noch vieles in Erprobung ist.
Das Topequipment wie zB Herzschlagsensoren um Häuser durchleuchten zu können bevor man reinrauscht bekommen als erstes die SOCOM Operators, die regulären Truppen schaun meist durch die Finger.

Und das immer noch nach 10 Jahren Einsatz..

Was glaub ihr sind die unmittelbaren und mittelfristigen Folgen wenn die ISAF jetzt sagen wir bis 2012 abzieht?
 
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Unmittelbar, die Warlords der Taliban können völlig ungehindert machen was sie wollen. Ebenso die Geheimdienste aller Herren Länder und andere Interessenvertreter. Für das Volk würde sich nicht viel ändern außer das die Repressalien je nach Fraktion variieren. Also genau wie vor der ISAF Invasion.
Mittelfristig, auch kaum ne Änderung. Vielleicht findet aber mal sowas wie ne Konsolidierung statt, würde dann sicher in einer Dikatur enden, so wie in vielen arabischen Staaten.

P.S. Wenn der Feind von außen wegfällt können sie sich wieder super gegenseitig in die Fresse haun.
 
Wenn man davon ausgeht dass die Unmengen an Bodenschätzen die seit 2009 nachgewiesen wurden sicher nicht dort belassen werden, wirds dann aber so sein dass man mit der regierenden Partei wirtschaftliche Abkommen schliessen muss um an die Schürfrechte zu kommen.

Wenn sich die USA jetzt zurückziehen, dann aber mit den Taliban offiziell Geschäfte machen, kommt wieder ein Aufschrei und man verhöhnt dann alles was man die letzten 10 Jahre lang an Soldatenleben, Geld und Infrastruktur investiert hat.
Ausserdem wäre mMn nicht auszuschliessen dass China da auch noch mitreden wird wollen, wenns sein muss mit Gewalt.

Das gösste Problem stellt dann immer noch Pakistan dar, mittlerweile hat man die Al Kaida halbwegs im Griff, manchen sagen sogar die wären am Ende da die Taliban mit denen auch nichts mehr zu tun haben wollen.
Ist jetzt aber militärisch keine Abschreckung vor Ort, breiten die sich vom Grenzgebiet zu Pakistan her wieder aus und es fängt alles wieder von vorne an, deswegen wird die NATO nicht komplett abziehen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das bei dem grossen Land und den Leuten dort ohne militärischer Übermacht gehen soll weil die afghanische Armee ein kompletter Sauhaufen und durchsetzt von den Taliban ist.

Einen UN Einsatz kann ich mir nicht vorstellen, das wäre ein Desaster, also wirds wohl bald Verhandlungen mit dem Feind geben müssen.
 
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Dr4ven schrieb:
Das grösste Problem stellt dann immer noch Pakistan dar, mittlerweile hat man die Al Kaida halbwegs im Griff, manchen sagen sogar die wären am Ende da die Taliban mit denen auch nichts mehr zu tun haben wollen.

Al Kaida war im eigentlichen Sinne von Anfang an nur die Marionette für den fundamentalistischen Islam und der Türöffner für die Menschen verachtenden Kriegshandlungen des Westens.
So, und was haben wir jetzt. Die Bw ist 10 Jahre im Afghanistan und die Zustände werden immer katastrophaler. Unser KSK, unsere geheime Liquidatoren Einheit, hat ihrem Namen alle Ehre erwiesen. Ziele ausgeschaltet. Das Echo hört der normaler Soldat, Sprengmine rechts, Sprengmine links. Und das erbärmliche Gejammer bei den Entscheidern ist groß.

Im weiteren kann sich ein jeder vielleicht vorstellen, was noch auf uns zu kommen könnte. Die asymmetrische Kriegsführung der Radikalen Islamis ist im eigentlichen Sinne (rein Kriegs taktisch) ja intelligent. Deshalb folgendes Beispiel, eines denkbaren Schachzuges des asymmetrischen Krieges:

Du tötest heute meine Familienangehörigen bzw. Freunde, aber morgen bin ich bei dir zuhause in Old Germany. Mach dir ein bisschen Ehec auf die Gurken (sprüh, sprüh), oder tue dir was ins Trinkwasser, etc..

Letztendlich wird der angerichtete Schaden wieder auf dem Rücken des normal Bürgers landen. Die Entscheider sitzen im Krisenfalle im Bunker und haben einen Stahlhelm auf, und werden ganz bestimmt nicht ihre Söhne dem Risiko eines vielleicht Tod bringenden Abenteuers aussetzen.

Ganz ehrlich, ich bin nie für Auslandseinsätze der Bw gewesen. Von mir aus können wir die Bw auch in der Form abschaffen, davon habe ich bei den Reformplänen der Bw nie etwas gehört. Eine kleine europäische Armee mit defensiven Charakter wäre wohl das Beste. Doch die Militärlobby, die mit dem Elend anderer Geld macht, sieht das ganz anders.

P.S. Holt unsere Soldaten nach hause, es reicht.
 
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Entschuldige bitte, aber die Bundeswehr ist laut Auflagen seit WW2 eine reine Defensiv Armee, es gibt keine Langstreckenbomber und die restlichen Jets haben in Summe nicht die Boden-Luftfähigkeit um alleine einen grossflächigen Angriff durchzuziehen,die 3 AWACS sind auch dementsprechend zu wenig.
Es gibt zu wenig U -Boote, Zerstörer und Fregatten, keinen Flugzeugträger, zu wenig Panzer und Artillerie um auch nur halbwegs einen Angriffskrieg führen zu können und die NATO beisst sich schon lange in den Arsch dass sie DE damals dazu gezwungen haben.

Eine Defensivarmee die nicht im Stande ist dem angreifendem Feind in dessen Land zu bekämpfen und dementsprechnd wenig Abschreckungspotential besitzt hat von vornherein schlechte Karten weil der Gegner nur gut kalkulieren können muss ob es das Wert ist und sich dabei sicher sein kann dass nichts ins eigene Land zurückkommt...ein bissel kurzsichtig von dir.

Ein "Abschaffen" der BW ist absoluter Quatsch und blinder linker Populismus der nur dem wieder aufwachenden Osten in die Hände spielt und dessen Folgen unabsehbar wären, dem Rest mit der Obrigkeit geb ich dir Recht.

Menschenverachtend ist das was der fundamentalistische Islam seit Jahrzehnten bei uns veranstaltet und das nur weil die Rückständler etwas gegen unseren Lebnsstil haben, nichts anderes ist es, alles andere vom Westen her ist eine dementsprechende Antwort und meiner Meinung nach bei Weitem zu wenig hart und aggressiv.
Wer in mein Nest spuckt und meine Kinder tötet hat keine Gnade zu erwarten und in dem Fall ist der Fundamentalismus eindeutig die Henne und nicht das Ei.

Abgesehen davon kann man denen in Afghanistan dort nicht helfen, denn dazu müssten sie es wollen, Zwangsbeglückung kommt nicht so gut wie man sieht, es ist ein Elend.
 
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