Bundeswehr in Afghanistan

Vom deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.
Wozu also eine Angriffsarmee mit Flugzeugträgern und all dem Zeug? Dtl. produziert sicher nicht zuwenig Rüstungsmaterial, auch wenn es z.Z. andere einsetzen.
Eine Defensivarmee sollte in der Lage sein das Land zu verteidigen, nicht mehr. Dazu braucht es nunmal weder Langstreckenbomber noch Flugzeugträger. Das heißt nicht, das die Waffen nicht auch zum Angriff zu gebrauchen wären. Es fehlt lediglich an der Reichweite, da diese für eine Verteidigung unwesentlich ist.
Übrigens ist die Aufgabe der BW lediglich :lol:

Sorry, aber den mußte ich jetzt bringen ;)

@Dr4ven, in den letzten Kriegen die der Westen gegen bzw. in Staaten mit muslimischer Bevölkerung geführt hat wurden da mehr "normale" Muslims oder mehr Fundamentalisten getötet?
Jetzt die Preisfrage, wieviele "normale" Muslims dürfen deiner Meinung nach als Kollateralschaden pro getötetem Fundamentalisten sterben?
Die zweite Frage war rhetorisch. Aber wenn ich dein letztes Posting lese, dann bekomme ich den Eindruck das du ganz einfach sagen willst "Der Zweck heiligt die Mittel.", dem ist aber nicht so. Zumindest solange du dich nicht auf eine Stufe mit den Fundamentalisten stellen willst.
 
Meine Aussage bezieht sich auf die Tatsache dass in Falle Afghanistans nicht das eingesetzt wurde was man hätte können um den Konflikt abzukürzen.
Aber da man sich ja dazu entschied eine Politik der "winning Hearts" und "show of Force" zu fahren um die Bevölkerung nicht an den Einmarsch der Russen zu erinnern und zugleich der wahnwitzige Aufmarsch im Irak zu viele Ressourcen band um 2 "major conflicts" ordentlich zu fahren, hat man unnötigerweise das Leben unserer Soldaten riskiert und vergeudet, nur um jetzt einsehen zu müssen dass es doch mehr Männer und schweres Gerät braucht um dem durch das ewige Hin und Her des Landschaftsgewinnes neu erstarkten Talibanproblem Herr zu werden.

Die NATO hat gewusst worauf sie sich einlässt und ihre Truppen ähnlich wie in Vietnam mit 1 Hand am Rücken gebunden dorthin geschickt, nur leider hätte es dort beide Hände und von vornherein mehr Truppen gebraucht, was aber nicht ging da man zu der Zeit ja bereits am Irakkrieg Numero 2 tüftelte und Afghanistan für Bush/Chaney nicht so wichtig war.
Stellt euch mal vor man hätte auch nur 50% der Irakkontingente nach Afghanistan verlegen können.

Welche Kriege gegen muslimische Staaten hats denn gegeben ausser 2 mal Irak?
Und dein Eindruck täuscht, ich hab bereits mehrmals gesagt dass man in einem Einsatz/Konflikt seinen Soldaten das bestmögliche Material in ausreichendem Masse bereitstellen sollte, das hat mit "Der Zweck heiligt die Mittel" doch nicht im Geringsten etwas zu tun.

Ganz ehrlich, ich hoffe man setzt sich mit den Taliban an einen Verhandlungstisch, aber selbst dann wird die NATO noch lange Zeit nicht einfach abziehen (können).
Aber selbst wenn man die Hadschis mit in die Regierung einbindet und ihnen Provinzen zuspricht, wirds wohl als erstes einen Flüchtlingsstrom in die von der NATO oder dann eventuell auch UN verwalteten und kontrollierten Provinzen geben.

Selbst wenn man sie jetzt komplett sich selber überlassen würde, sie werden so wie früher wieder mehr von Extremisten unterwandert werden und der Kreislauf beginnt von vorne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dr4ven schrieb:
1. Meine Aussage bezieht sich auf die Tatsache dass in Falle Afghanistans nicht das eingesetzt wurde was man hätte können um den Konflikt abzukürzen.
.....
2. Die NATO hat gewusst worauf sie sich einlässt und ihre Truppen ähnlich wie in Vietnam mit 1 Hand am Rücken gebunden dorthin geschickt, nur leider hätte es dort beide Hände und von vornherein mehr Truppen gebraucht, was aber nicht ging da man zu der Zeit ja bereits am Irakkrieg Numero 2 tüftelte und Afghanistan für Bush/Chaney nicht so wichtig war.
3. Stellt euch mal vor man hätte auch nur 50% der Irakkontingente nach Afghanistan verlegen können.
....
4. Ganz ehrlich, ich hoffe man setzt sich mit den Taliban an einen Verhandlungstisch, aber selbst dann wird die NATO noch lange Zeit nicht einfach abziehen (können).

Bei mir verdichtet sich mehr und mehr der Eindruck Dr4ven ist viel zu eng mit der Militärlobby verbunden und weiß eigentlich auch nicht mehr weiter. Er wider spricht sich deshalb auch immer wieder, weil er und seine Lobby sind in Afghanistan im Abgrund der Wirklichkeit gelandet. Besser gesagt; sie haben versagt und wollen jetzt keine Schuld übernehmen.

Zu 1.)

Was hätte eingesetzt werden sollen gegen einen äußerst erfahrenen Guerilla-Gegner. Vielleicht Atom-Waffen oder hätten wir die alle umbringen sollen samt ihrer Familien, das wäre ja der militärische Ausweg gewesen.

Zu 2.)

Das ist eine Lüge. Die Nato hat nicht gewußt worauf sie sich einläßt. Die Planungen waren, soweit überhaupt vorhanden, rein militärischer Natur und damit das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben wurden.

Zu 3.)

Jetzt werden Legenden gestrickt. Wäre, würde, könnte. Das ist der Offenbarungseid von Dr4ven. Das ist bezeichnend für Menschen oder Situationen angesichts ihrer Niederlage einen Schuldigen zu suchen (Dolchstoßlegende etc.). Um nämlich von ihrem eigenen Versagen und ihrer Unfähigkeit abzulenken werden krude Gedankengebäude aufgebaut.

Zu 4.)

Jetzt wenn alles den Bach runter gegangen ist, die Niederlage steht bevor, soll mit dem vermeintlichen Gegner verhandelt werden. Das hätte man doch logischerweise vom ersten Tag aus machen sollen. Warum sollten die Gewinner (Taliban) verhandeln? Wir reden hier von einer Kapitulation, einer großen Entschuldigung und Entschädigungszahlungen.

Fazit:

Das kommt eben heraus wenn man Militärs die Führung überläßt und sie dann mal Krieg machen läßt. Völlig abgehoben von der Wirklichkeit, nach dem Motto: Der Sieg wird unser sein. Jetzt haben alle Deutschen den Schaden, die Soldaten (Zivilisten sowieso) sind tot, unser Geld ist faktisch ins Nirwana gelaufen und die Situation ist völlig eskaliert.

Es ist eine Schande für uns alle.

P.S. Holt unsere Soldaten sofort nach hause, wir wollen kein zweites Stalingrad.
 
Unfähigkeit ist ein starkes Wort, besonders wenn keine bessere Lösung für das Problem genannt wird. Was man hätte machen können ist die eine Sache, ob das Ergebnis jetzt besser wäre, eine andere.
Um mit den Afghanen(auch den Extremisten) zu verhandeln müßte man erstmal bestimmen wo die Grenzen liegen und ich befürchte das der Verhandlungsspielraum nicht ausreicht um alle Parteien zufrieden zu stellen.
Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln, oder so.

Die Kosten des Einsatz sind Peanuts wenn man mit anderen fehlgeschlagenen politischen Baustellen vergleicht. Es mutet zwar bizarr an das die BW 360T€ für die Bekämpfung von mongolischen Rennmäusen ausgibt, aber zumindest weiß man da für was das Geld verwendet wurde.

P.S. Wir hätten die Afghanen ja auch mit Mrd. wirtschaftlich fördern können, so wie jetzt die Griechen. Ich befürchte nur dann hätten die Taliban jetzt eine solide finanzielle Basis. Das Geld wäre sicher nicht bei den bauern angekommen. Das abzweigen von Geldern funktioniert sogar bei uns, in der "zivilisierten" Welt. Wie schlimm wäre es dann dort?

EDIT: Vielleicht wissen wir ja in ein paar Jahren wieviel besser eine nichtmilitärische Lösung funktioniert. Da der "Krieg" nicht zu gewinnen ist soll nun wohl doch verhandelt werden. Vielleicht liegts es j aauch nur an der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche der Kriegsparteien.

USA und Briten wollen Bann gegen Ex-Taliban aufheben
Pentagon-Chef Gates will bald mit Taliban verhandeln
US-Arbeitslosenquote steigt selbst im Mai
Nächste Überweisung, nächstes Problem
 
Zuletzt bearbeitet: (P.S. - EDIT:)
@achnu: Du hast sowas von keine Ahnung von mir, alles was du von dir gibst ist 08/15 Stammtischgebrabbel wovon der - ich drücks mal so aus dass du es auch nicht missverstehst - einfache Pöbel nur das sagen kann was er zu glauben weiss, weiter nichts.
Ich kanns dir ned mal verübeln, du weisst es einfach nicht besser und kennst nur die Oberfläche die man der Öffentlichkeit weis machen will.

Und wäre ich in einer Lobby würde ich mich hier sicher nicht äussern, der war gut. :D
So'n Mist, also wirklich.
Nimm dir ein Beispiel an vander, der weiss wenigstens wie man argumentiert, hat gute Ansatzpunkte und sieht nicht alles schwarz oder weiss sondern eher nüchtern so wie's nunmal derzeit ist.

Die NATO hat derzeit ein grosses monetäres Problem, selbst die USA kürzten 18% unseres (USDOD)Budgets für 2012, 2013 kommts noch dicker, wer lesen kann müsste eigentlich um das Budgetproblem wissen in das die USA im August schlittern werden wenn sich die Republikaner weiterhin weigern und Einsparungen fordern...das wird unmittelbare Auswirkungen auf alle derzeitigen Konflikte haben und damit auch auf die NATO Bündispartner wie Deutschland weil sie noch weiter als derzeit in die Pflicht genommen werden.
Das Auslandskontingent wird ja schon um 25% auf 10.000 Mann erhöht...hatte ich auch bereits erwähnt.
Da is noch lange nicht Schicht im Schacht, die Pattsituation am Hindukush wies derzeit ist wird nicht lange sein, denn um Verhandlungen führen zu können benötigt es UN Beschlüsse wobei die Chinesen schon skeptisch sind und die Russen sich jetzt schon quer legen damit man überhaupt Verhandlungspartner finden kann..

Vielleicht sollte man mal die ganzen Links die hier gepostet werden auch mal anklicken und nicht einfach seine Hirnfurze posten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dr4ven schrieb:
1. Du hast sowas von keine Ahnung von mir, alles was du von dir gibst ist 08/15 Stammtischgebrabbel wovon der - ich drücks mal so aus dass du es auch nicht missverstehst - einfache Pöbel nur das sagen kann was er zu glauben weiss, weiter nichts.
2. Ich kanns dir ned mal verübeln, du weisst es einfach nicht besser und kennst nur die Oberfläche die man der Öffentlichkeit weis machen will.
3.Die NATO hat derzeit ein grosses monetäres Problem, selbst die USA kürzten 18% unseres (USDOD)Budgets für 2012, 2013 kommts noch dicker, .....
4. Da is noch lange nicht Schicht im Schacht, die Pattsituation am Hindukush wies derzeit ist wird nicht lange sein, denn um Verhandlungen führen zu können benötigt es UN Beschlüsse wobei die Chinesen schon skeptisch sind und die Russen sich jetzt schon quer legen damit man überhaupt Verhandlungspartner finden kann..
5. Vielleicht sollte man mal die ganzen Links die hier gepostet werden auch mal anklicken und nicht einfach seine Hirnfurze posten.

Zu 1. Damit habe ich gerechnet, wenn der Kriegstreiber nicht mehr weiter weiß gehen die Verunglimpfungen und Beschimpfungen los.

Zu 2. Das ist Desinformation.

Zu 3. Ja wo sind denn die von dir so hoch gelobten Planungen, hat man da irgend etwas vergessen. Und die Nato an sich ist sowieso ein Auslaufmodell.

Zu 4. Ausgehend von Punkt 3, kann hier nicht von einer Pattsituation gesprochen werden. Jetzt sind also die Chinesen und die Russen schuld an allem. M. E. haben sie weise gehandelt und sich nicht auf das missglückte Abenteuer Afghanistan eingelassen.

Zu 5. Das ist eigentlich meldungspflichtig (Forenregelverstoß).

Jetzt meine nicht zu Unrecht geforderten Lösungsansätze.

1. Sofort raus aus Afghanistan.

2. Die Bw Reform wird eine wirkliche Reform.
Die Bw als solche wird innerhalb der nächsten Jahre aufgelöst.
Es wird ein Kern europäisches Heer aufgebaut, eingebettet in eine neu zu gründende europäische Militärallianz.

Gründungsmitglieder sind:
Deutschland und Frankreich.
Weitere Aufnahmen anderer europäischer Länder sind möglich und erwünscht.
Es wird als eine Armee aufgetreten. Die Ausrichtung ist defensiv.
Die französischen Nuklearwaffen werden in das Bündnis eingebracht.
Militärische Abenteuer, wie Irak oder Afghanistan, wird es nicht mehr geben.
Bei Auslandeinsätzen ist die europäische Allianz in die militärische Führung gleichberechtigt einzubinden bzw. übernimmt sie, ansonsten wird keine Unterstützung geleistet.

3. Es wird eine Art europäisches THW gegründet, für den Einsatz in Krisengebieten. Es ist zuständig für den Wiederaufbau und sonstige soziale Leistungen, die der dortigen Bevölkerung helfen sollen ein "Menschen würdiges Leben" zu führen.
Die Sicherheit der Einheit ist durch das Militär zu leisten.

4. Alle obigen Einheiten unterstehen natürlich, entsprechend der Gewaltenteilung, den politischen Entscheidungsträgern.

5. Als Nebeneffekt springt dabei heraus, das wir uns damit weiter auf denn Weg machen zu einem europäischen Staat.
 
Deine Vorschläge sind schlüssig, aber leider nicht in der Realität in nächster Zeit zu realisieren. Faktisch besitzt die EU seit dem Vertrag von Maastricht 1992 eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) mit der Erweiterung zur ESVP. Doch sind mir keine Infos bekannt, wonach dieses Projekt über die Planungen jeweils herausgekommen sind. Es war mal eine gemeinsame europäische schnelle Eingreiftruppe im Gespräch, wo diese nun existiert kann ich nicht sagen.

Du hast richtig erkannt, dass Deutschland und Frankreich die Zugpferde bei einem solchen Projekt sind. Allerdings dürfte das deutsche Nein zum Libyen-Einsatz der NATO dafür nicht sehr hilfreich gewesen sein. Dadurch wurde das Vertrauen in die gemeinsamen europäischen sicherheitspolitischen Interessen nachhaltig gestört und es wird Zeit benötigen bis diese Differenzen überwunden sind auch, wenn die Realität auf libyschem Boden mehr als ernüchternd ist nach zwei Monaten Luftangriffen.

Wie weit die europäische Integration in diesem Bereich voranschreiten wird, hängt davon ab, ob die Nationalstaaten bereit sind Kompetenzverschiebungen zugunsten der supranationalstaatlichen Ebene zu akzeptieren, um dieses Politikfeld einheitlich zu regulieren. Das sind allerdings innereuropäische Probleme, die im Falle von NATO-Missionen irrelevant sind.

Das Ergebnis am Hindukusch (Afghanistan und Pakistan) hängt meines Erachtens vor allem vom Machtinteresse der jeweiligen Vetomächte ab (USA, China, Russland). Die USA wird mit Sicherheit versuchen ihren Machteinfluss in dieser Region zu stabilisieren und versuchen die rivalisierenden Mächte einzudämmen. Welche Kosten dieses Projekt, das amerikanische Jahrhundert zu verlängern, kostet darf, wird nur die amerikanische Regierung entscheiden. Meiner Meinung ist die Situation in Afghanistan sekundär zu betrachten, wobei die Europäer ihren Vasallendienst ableisten. Das Hauptaugenmerk gilt es auf die Makroebene zu legen.
 
@achnu
1. der Fehler war den Konflikt militärisch lösen zu wollen, wo bleibt deine Lösung für den Konflikt?

2. aha, Dtl. unterwirft sich also völlig dem Diktat aus Brüssel? Dir ist schon klar das die Lissabonner Verträge umstritten sind, u.a. wegen ihrer Konflikte mit dem Grundesetz. AFAIK erlauben die Lissabonner Verträge den Militäreinsatz im inneren, derzeit ist das nach deutschem Recht (noch) nicht möglich. Derzeit gibt es bei Demos in der EU(noch ein Artikel) nur die Polizei, demnächst also Demos ala Syrien rechtlich abgesichert durch EU Verträge? Das ist westliche Demokratie?
Wenn alle Mitglieder der EU über den nächsten Konflikt entscheiden und Dtl. nicht mehr sagen kann "Kampfeinsätze, Nicht mit uns". Wer werden die nächsten Mitglieder/Mitbestimmer der EU sein. Die Türkei, dürfen die restlichen Länder des ehemaligen Ostblocks auch mit rein?

4. Wer stellt diese politischen Entscheidungsträger und wer schützt uns vor ihnen? Die EU ist nicht Deutschland, also sollen wir die deutschen Interessen zugunsten der EU aufgeben. Wenn Deutschland auf alle Beschlüsse ein Vetorecht bekämme wäre es keine EU.

5.

Werden wir unser GG auch aufgeben müssen?

Seit der Einführung der EU stehen einige Mitgliedsstaaten vor dem Bankrott und die anderen mit dem Rücken zur Wand. Also ist die konsequente Erweiterung und Festigung der EU die Lösung all unserer Probleme, tolle Logik.
Ich bin schon den Interessen unserer Politiker gegenüber mißtrauisch eingestellt, wessen Interessen werden "unsere" EU Politiker vertreten?
 
Lieber achnu:

Es gibt die schnelle Eingreiftruppe, sie wird BATTLEGROUP genannt und derer gibt es SEIT 2007 pro Halbjahr 2 Battallione mit je 2500 Mann.
Sie sind innerhalb von 5 Tagen in einem Radius von 5000km. einsetzbar.
Ich hab gerade vor ein paar Wochen das österreichische Kontingent in Aktion gesehen, die stellen gerade ca.200 Mann dafür und trainieren schon länger u.a. mit den Deutschen und Belgiern sowei den Mazedoniern.
2012 werden 300 Mann der Österreicher zB. die gesamte Versorgung der Battlegroup übernehmen.

Was deine Träume über ein EU Militär angeht so finde ich das zwar lobenswert, aber wie ober mir schon bemerkt wurde bringt das wiederum ziemliche Probleme mit sich, denn ich glaube nicht dass die Deutschen ein Einsatz in Rumänien zur Sicherung der EU Aussengrenzen zwickt wenn die Russen wieder mal ihre Muskeln in Georgien spielen lassen wollen....so zum Beispiel.
Derzeit gibt es Unmengen an Technologieaustausch zwischen den EU Staaten, auch gefördert von den USA, es werden fast monatlich gemeinsame Übungen abgehalten, man hat in der EU den NATO Standard eingeführt, auch das neutrale Schweden oder Österreich gingen da mit.
Die NATO übernimmt zum Beispiel auch die Luftsicherung der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland, derzeit sind glaube ich die Polen mit den F-16 dort, vorher waren es unsere F-15 aus Lakenheath und die Deutschen mit der F-4.
Die Slowenen lassen ihren Luftraum übrigens aktiv mit Flugzeugen von Italien überwachen...

Deren Beispiele gibts genug und das wird sich auch noch ausweiten, da gemeinsame Nutzung von Ressourcen in Zeiten von Budgetkürzungen immer wichtiger wird.
Allerdings bin ich der Meinung dass jeder Staat seine uneingeschränkte Souveränität behalten sollte, aber sobald das Militär nicht mehr unter der Kontrolle der eigenen Regierung steht, ist das Vergangenheit und die Menschen werden es den Politikern kaum abkaufen wenn ihre Söhne in einen Konflikt geschickt werden der absolut nichts zu den Interessen seines eigenen Landes beiträgt.
Man merkts vielleicht, ich bin kein Fan der EU an sich weil ich der Meinung bin dass es den Schmarotzern und Megakonzernen zu sehr hilft.

Was oftmals ignoriert wird ist die Tatsache dass Rumänien, Bulgarien und Polen mehr mit den USA arbeiten und die EU nur ausnehmen, die werden sich kaum mit voller Begeisterung in ein EU Militär integrieren lassen, die Stationierung der F-16 Staffel von Aviano in Polen ab 2013 ist ein Hinweis dafür, damit werden sie die Russen wieder ziemlich ärgern genauso wie das Raketenschild dort und der vermehrten Truppenstationierung in Rumänien, alles im Einfluss- bzw. Interessensbereich der Russen, alles unter dem Schirm und im Interessensgebiet der NATO, nicht der EU.

Was zum lesen:

http://kurier.at/nachrichten/3910359.php

http://www.bmlv.gv.at/sk/skfuekdo/artikel.php?id=3348

http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=5433

Und weisst du, es ist ja nix dabei wenn man sich nicht so gut auskennt, aber bevor ich was schreibe wo ich nichts drüber weiss, Google ich das Thema wenigstens bevor ich mitlesende User falsch informiere.

P.S.: Tu dir keinen Zwang an mit dem 'Hirnfurz' melden, ich werds überleben.
 
Zuletzt bearbeitet:
die stimmung in afganistan kippt immer mehr, wo früher soldaten der "westmächte" mit offenen armen empfangen wurden, werden sie heute in die luft gesprengt und das mmn sogar verständlicher weise.
mittlerweile ist der hauptgrund afagnistan anzugreifen verschwunden, bin laden ist tot.
es gibt immer mehr zivile opfer und selbst der friedliebenste mensch wird von hass getrieben, wenn ein familienmitglied getötet wird.
ich sehe absolut keinen sinn darin soldaten weiterhin in afganistan zu "verheizen", die ganze afganistankrise war (mal wieder) ein angriffskrieg, auf initative der usa. da sich deutschland aus dem zweiten angriffskrieg im irak (wo sich nach x jahren besatzung durch die usa nichts verändert hat), rausgehalten hat, konnte sich die deutsche regierung kein weiteres "nein" erlauben, und so wurde die kranke rechnung aufgestellt, dass ein paar soldatenleben weniger wert sind, als die beziehung zu den usa zu gefährden.
 
Tjo, und jetzt sagt alle: Danke Angela!
 
Willst mal wissen was so'n paar Bomben kosten?

http://defense-update.com/wp/20110506_precision_attack.html

Ach und hier noch ein guter Artikel über die derzeitige Situation hier im Lande, man kanns in vielen Punkten fast 1:1 auf Deutschland ummünzen.
Wenn man bedenkt dass die Armeen von Slowakei, Niederlanden und Slowenien de facto pleite sind oder wie im Falle von NL die gesamten Panzerbattallione verkauft werden müssen und es in Spanien kaum besser aussieht, ist eine EU Armee so gut wie nicht machba.

Man müsste in zu vielen Ländern das Heer komplett umorientieren da man ja in so einem Militärbündnis Kompetenzen natürlich abgibt und neue annimmt was derzeit einfach nicht finanzierbar ist, so weit habens die Sozialisten in Europa schon hingekriegt, in Spanien mussten sie jetzt gerade abdanken...die Jugend ohne Arbeit und die Landesverteidigung im Arsch - das war wohl zu viel.

Einzig und allein Schweden und Finland rüsten halbwegs um und selbst die haben genauso wie England und Deutschland immense Probleme mit der Rekrutierung.
 
Zuletzt bearbeitet:
OT Geld und Krieg

Dr4ven schrieb:
..., so weit habens die Sozialisten in Europa schon hingekriegt, in Spanien mussten sie jetzt gerade abdanken...die Jugend ohne Arbeit und die Landesverteidigung im Arsch - das war wohl zu viel.
...

Und ich war der Meinung das die Kosten fürs Militär im Vergleich zu z.B. den Bankenrettungen Peanuts sind? Kann man die NewEconomy wirklich allein den Sozialisten in die Schuhe schieben?
Über Griechenland habe ich gelesen das die eigenen Banken sowie Teile der Regierung auf den Finanzmärkten durch den Kauf von CDS auf einen Staatsbankrott gewettet haben. Bei dem Deal soll es um derzeit 24MRd.€ gehen.

Insgesamt sieht es im ganzen Euroraum inzwischen ziemlich düster aus. Als Optimist sehe ich es positiv das wir uns keine richtigen Armeen mehr leisten können die dann übereinander herfallen könnten. Um Bürgerkriege niederzuschlagen wird es schon noch reichen.
Inwieweit wir uns vielleicht irgendwann gegen äußere Gegener verteidigen müssen, wie Dr4ven schonmal andeutete, ... ? Die Zeit wird es zeigen. Im Moment sind Europas Mitglieder der größte Feind Europas.
 
Klar sind die Kosten des Militärs Peanuts gegen solche Rettungsschirme, aber wnen Budgetkürzungen anstehen steht das Militär bei uns in Europa immer an vorderster Abspeckfront.
Dann kommen immer die Neuauflagen der Verteidigungsdoktrin und die Frage wozu man solch ein Militär denn brauche wenn es ja nach dem Fall des Warschauer Paktes keinen unmittelbare Bedrohung mehr gäbe.
Ist ja nicht unwahr dieser Gedankengang, aber eher kurzsichtig wenn man sich mal umschaut was so im Osten und Afrika derzeit alles passiert.

Was passiert wenn man jetzt unsere Armeen krank spart, das Material verkauft oder altern lässt und den Soldaten nicht ordentlich zahlen kann?
Man wird angreifbar weil man das niemals innerhalb einer Generation aufholen kann, man sehe sich Russland an.
Die müssen schon französische Schiffe kaufen und geben keine Technik mehr (Jet Triebwerke usw) an die Chinesen mehr weiter weil es ihnen zu gefährlich wird, auch den Indern verkaufen sie nicht mehr alles.
Die Chinesen rüsten derzeit immens auf, haben ihr Festland komplett defensiv eingefasst und besitzen das derzeit modernste Raketensystem das ihre Basen im Pazifik erreichen kann dem die USA NICHTS entgegenzusetzen hat.
Sie bauen jetzt Unmengen an U-Booten und Schiffen um ihren Einfluss im gelben Meer und Pazifik den nötigen Nachdruck zu verleihen...ein schwaches Europa ist dann umso mehr auf die USA angewisen um an ihre Rohstoffe zu kommen und wenn Putin dann auch noch durchdreht und uns den Gashahn abdreht gehen bei uns die Lichter aus.
Italien ist zu 50% von russischem Erdgas abhängig, Deutschland etwas weniger, der Osten umso mehr.
Auch nicht auszudenken wenn sich die Russen mit den Chinesen um die Ressourcen in ihrem Grenzgebiet prügeln...das wird uns alle betreffen und wir können uns nicht mal wehren.
Und einige böse Zungen behaupten ja dass Russland seine Pläne die baltischen Staaten und Europa einzunehmen noch nicht ganz begraben hat, zumindest muss Estland oft für deren Cyberangriffe herhalten. :)

Jaaaaaaaaa, ich sehe zu schwarz, ich weiss.
Ich trage meine Waffe und hoffe sie nicht zu brauchen - das ist besser als sie zu brauchen und nicht zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
ach komm, was soll rußland mit den baltischen staaten? die sind doch wirtschaftlich und politisch nicht mehr wie ein klotz am bein. die rettungsschirme, die für diese länder gebraucht würden, wären anderswo besser angelegt. in einer militärischen auseinandersetzung blau gegen rot werden diese entvölkerten landstriche sicher besetzt. aber nicht eher. da sind "freundliche" baltische regierungen deutlich mehr wert. ich kann mich an keinen tag in den letzten jahrzehnten erinnern, das rußland & vormals die sowjetuinon seine lieferverpflichtungen an den westen nicht eingehalten hätte. aber es ist schon von vorteil, wenn nach wie vor die gefahr aus dem osten weiter besteht. ehemals die kommunisten, heute gazprom & co, die nur unser geld haben wollen. die pösen.
 
Der Gedankengang stammt ja nicht von mir, ich habs nur angesprochen dass es doch einige gibt die das noch im Kopf haben, liegt wohl eher am alten Interesse um Finnland..

Meiner Meinung nach ist Russland innenpolitisch zu schwach um einen Konflikt zu gewinnen, Georgien war ja bereits ein logistisches Desaster und das im Jahre 2008.
Dennoch sind sie derzeit unter Putin wieder am aufrüsten, jedoch sind die bestellten Stückzahlen, etwa der SU-30-35 ziemlich klein und entsprechen eher dem Notwendigsten.

Hier noch ein Link zu einer Übung in Italien, zum Thema innereuropäischer Zusammenarbeit, weil das hier ja mehrmals angesprochen wurde:

http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=5641

Wirklich gute Fotos:

https://picasaweb.google.com/106203...rceNoCommercialUseAllCreditsAustrianAirForce#
 
Jo volle Kanne, oder? Not so, really.
Schau mir nur an was sie so kaufen, die Russen sind ja nicht gerade mitteilsam.

Aber du kannst mich gerne mit Infos versorgen, das mein ich ehrlich und damit mein ich nicht Links die ich selber suchen kann.

Aber um mal zurück zum Thema zu kommen:

Bezeichnend für die Politiker ist es dass die deutschen Soldaten in Afghanistan oft 1-2 Monatslöhne ausgeben (müssen) um sich ihr eigenes Equipment zu kaufen, sei es Holster, Kühlwesten, Optiken, Brillen oder bessere Schutzwesten...
 

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