Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Mal eine Überschlagsrechnung zu Belgien - ich glaube nämlich, dass wir da auch eine Verlangsamung aufgrund sich ausbildender Herdenimmunität sehen.

Belgien hat 11,46 Mio. Einwohner, Streeck hat 0,37 % IFR berechnet. Wenn die Zahl also auch für die Belgische Altersstruktur halbwegs hinhaut, wären das ca. 42 k Tote, wenn 100 % der Belgier die Krankheit hinter sich hätten.

Tatsächlich wurden bis einschließlich heute 14839 Todesfälle gemeldet, oder ~35 % des "Potentials". Falls jemand jetzt die "mit" und "an" Diskussion aufleben lassen möchte: Euromomo legt durchaus nahe, dass die Fälle in Belgien on top kommen. Im Prinzip haben die in diesem Jahr jetzt 3 Peaks bei der Übersterblichkeit, die die vielzitierte Grippe vor ein paar Jahren alle für sich genommen* erreichen oder massiv übertreffen:
1605727594034.png


Ich meine neulich aufgeschnappt zu haben, dass manche Modelle bereits ab 20 % deutliche Effekte von Herdenimmunität prognostizieren, vorausgesetzt es infizieren sich früh viele Personen, die i.d.R. viele Kontakte haben. (junge Leute)

Das ist aber ebenfalls ein deutlicher Hinweis darauf, dass Prognosen von >100 k Todesfällen in D eben nicht ins Reich der Panikfabeln gehören, sondern leider möglich sind.


* Wer es genau wissen möchte: Der Peak der Grippe 2018 hat ziemlich exakt 1/3 des Flächeninhalts der drei Peaks aus 2020.
 
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Pym schrieb:
Es ist nicht lange her, da hatten die Querdenker angekündigt, eine eigene Verfassung ausarbeiten zu wollen. Sieht also so aus, als hätten die Reichsbürger nicht mehr das Exklusivrecht auf diese glorreiche Idee.^^
Im Gegenteil; Querdenker bestehen mit unter aus Reichsbürger - und die Organisatoren wollen auch diese Menschen einfangen, in ihrem "Club" integrieren. Vor paar Tagen erst hat ein anderer Querdenker-Redner glasklar und unmissverständlich geäußert, dass es egal ist, ob jemand "Nazi" ist, Frauen schlägt oder pädophil sei und alle willkommen wären, man sich darüber freuen sollte, dies ein Erfolg wäre, Hauptsache ist einfach nur für das gemeinsame Ziel zu kämpfen. Kann man sich nicht ausdenken.
YouTube-Video

Auch in dem von dir verlinkten Artikel steht übrigens, dass unser Grundgesetz nur "Besatzungsrecht" sei.
 
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Scrypton schrieb:
Denn juristisch ist das alles einfach nur albern.

Solcherarts Bemerkungen würde ich mir verkneifen. Niemand braucht Ja-Sager. Derart Provokationen genauso wenig. ;)

Nur ganz kurz...
1. Grundrecht der Berufsfreiheit setzt zukünftig die Impfpflicht voraus. Wird nur noch nicht so kommuniziert.
2. Nur die Polizei darf solche Informationen erfassen, was seinen Grund hat. Übrigens auch bei der Entnahme einer DNA-Probe nur in Anwesenheit eines entsprechend dafür qualifizierten und hochrangigen Polizeibeamten, und das ohne Ausnahme.
3. Mit dem neuen Impfschutzgesetz ist Bundeswehr auch im Inneren einsetzbar. Zwischen medizinischem und militärischen Geräten und Personal wird nicht unterschieden.
4. Polizei darf nun ohne richterlichen Beschluß sich Zutritt zu Deiner Wohnung verschaffen.

usw... viell. später dazu mehr.

(13) Durch die Absätze 4 bis 7 und 10 wird das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes) eingeschränkt.“

https://www.bundesgesundheitsminist...n/GuV/B/Drittes_Bevoelkerungsschutzgesetz.pdf

noch aus der Vorabversion vom 3.11.:

Artikel 7

Einschränkung von Grundrechten

Durch Artikel 1 Nummer 16 und 17 werden die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2 Satz
2 des Grundgesetzes), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 des Grundgesetzes), der Freizügigkeit (Artikel 11
Absatz 1 des Grundgesetzes) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes)
eingeschränkt.
 
p.b.s. schrieb:
1. Grundrecht der Berufsfreiheit setzt zukünftig die Impfpflicht voraus.
Nein, tut es nicht - schau ins Grundgesetz.
Du kannst dir ja zusammen fantasieren was immer du willst; es ist und bleibt Fantasie.

p.b.s. schrieb:
2. Nur die Polizei darf solche Informationen erfassen
Was meinst du mit "solche Informationen"? Und um welches Grundrecht soll es sich drehen?
Völlig nebulös, was du da von dir gibst.

p.b.s. schrieb:
3. Mit dem neuen Impfschutzgesetz ist Bundeswehr auch im Inneren einsetzbar.
In bestimmten - nicht kriegsähnlichen - vorab definierten Situationen war die Bundeswehr schon immer im Inneren einsetzbar.

p.b.s. schrieb:
4. Polizei darf nun ohne richterlichen Beschluß sich Zutritt zu Deiner Wohnung verschaffen.
Nein, darf sie - pauschal - ganz und gar nicht.
 
p.b.s. schrieb:
Nur ganz kurz...
1. Grundrecht der Berufsfreiheit setzt zukünftig die Impfpflicht voraus. Wird nur noch nicht so kommuniziert.
2. Nur die Polizei darf solche Informationen erfassen, was seinen Grund hat. Übrigens auch bei der Entnahme einer DNA-Probe nur in Anwesenheit eines entsprechend dafür qualifizierten und hochrangigen Polizeibeamten, und das ohne Ausnahme.
3. Mit dem neuen Impfschutzgesetz ist Bundeswehr auch im Inneren einsetzbar. Zwischen medizinischem und militärischen Geräten und Personal wird nicht unterschieden.
4. Polizei darf nun ohne richterlichen Beschluß sich Zutritt zu Deiner Wohnung verschaffen.

usw... viell. später dazu mehr.

Ich meine, man könnte ja auch die Extrameile gehen und sich vorab einfach auf www.bundestag.de die aktuelle Novelle des Infektionssschutzgesetzes anschauen, EHE man unbestätigte, falsche und irreführende Beiträge veröffentlicht.
Also man könnte.....
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/239/1923944.pdf
 
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Noxiel schrieb:
Ich meine, man könnte ja auch die Extrameile gehen und sich vorab einfach auf www.bundestag.de die aktuelle Novelle des Infektionssschutzgesetzes anschauen, EHE man unbestätigte, falsche und irreführende Beiträge veröffentlicht.
Also man könnte.....
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/239/1923944.pdf
Die Betonung in deinem "Vorschlag" sollte bei anschauen liegen, richtig? :D
Also anschauen/lesen, mitdenken und bestenfalls auch verstehen.

Denn zu dem - nur etwas anders formatierten - PDF hat @p.b.s. ja selbst verlinkt (Quelle nicht bundestag.de sondern bundesgesundheitsministerium.de). Nur befasst hat er sich erkennbar nicht damit, sondern plappert einfach anderen nach.

Es fehlt seinerseits ein grundlegendes Verständnis von staatsorganisatorischen Grundlagen, besonders des Bestimmtheitsgrundsatzes aus Art. 80 I GG und dem Grundsatz der Gesetzesbindung der Verwaltung aus Art. 20 III GG.

So hieß es in der alten Fassung des Infektionsschutzgesetzes ziemlich pauschal, die "zuständige Behörde" könne "notwendige Schutzmaßnahmen" zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten erlassen. Es fehlte jedoch an jeglicher Konkretisierung und Bestimmtheit der möglichen Schutzmaßnahmen und verantwortlichen Behörden. So konnten grundsätzlich mitunter rechtswidrige oder verfassungswidrige Verwaltungsakte ausgeführt werden, welche rechtswirksam waren - bis ein zuständiges Gericht diese Verwaltungsakte auf Antrag aufgehoben hat. Ähnlich verhielt es sich mit entsprechenden Rechtsverordnungen.

Die Behörden hatten also einen unbestimmten Ermessensspielraum, welcher in den letzten Monaten immer deutlicher und problematischer wurde. Eine Konkretisierung der Ermächtigungsgrundlage, wie sie § 28a vornimmt, schwächt das Parlament also nicht. Viel mehr wird die Exekutive nun strenger an formelles Recht gebunden. Es handelt sich also um genau das Gegenteil dessen, was Querdenker behaupten, mitunter wenn sie den Begriff "Ermächtigungsgesetz" verwenden.

Dieses formelle Recht wurde nun parlamentarisch beschlossen und verkürzt die demokratische Legitimationskette um wesentliche, problematische Ermessensschritte. Grundsätzlich haben wir hier also keine Gesetzesänderung, welche dem Demokratieprinzip, dem Bestimmtheitsgrundsatz und der Rechtsbindung der Verwaltung entgegensteht, sondern einen Schritt in die richtige Richtung zur Schaffung von Rechtssicherheit.
Am Ende der Fahnenstange sieht es auch einfach so aus, dass "die Regierung" durch die Änderung im Gesetz nichts "neues" machen kann oder darf, was sie vorher nicht auch schon konnte oder durfte.
 
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Unnötig zu erwähnen, dass die aktuelle Novelle vieles zusätzlich präzisiert, was im Seuchenschutzgesetz eher vage aufgezählt wurde. Das passt nur eben nicht in das Narrativ der Kritiker, die lieber tausend Mal von Ermächtigungsgesetz faseln, ohne sich überhaupt damit zu beschäftigen, unter welchen Voraussetzungen, dass damals im Reichstag durchgedrückt wurde.
 
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Khaotik schrieb:
[...]mal der Vorschlag diskutiert wurde, warum nicht nur die Risikogruppen eine Maske tragen und die nicht so gefährdeten darauf verzichten könnten. Das würde allerdings bedeuten, dass die Maske auch vor allem einen selbst vor Infektion schützt. Primär ist doch aber der Schutz anderer durch die Maske das Ziel.[...]

Ich verstehe ja schon, dass du die Kommunikation bezüglich Corona diskutieren möchtest. Jeden Tag werden wir von tausenden neuen Meldungen, Studien, "Studien", Betroffenenberichten etc. pp überschwemmt.

Unsicherheit muss da aber nur aufkommen, wenn man alles einfach konsumiert und nicht filtert. Ich erwarte von erwachsenen Menschen schon, dass sie sich mit einem Gegenstand beschäftigen und nicht das erstbeste nachplappern.

Was allerdings deine generellen Fragen zur Wirksamkeit von Masken angeht: Das hättest du doch innerhalb kürzester Zeit mit einer einfachen Googlesuche wie etwa "seriöse quellen corona" herausfinden können (Erster Link bei Google übrigens, kannte ich sogar selber noch nicht.)
Und ich muss diesem "Vorschlag" deutlich widersprechen: Es gibt keine Risikogruppen mehr. Jeder kann sterben oder heftige Langzeitschäden davontragen.
 
Querdenker sorgen sich um das GG wie Brandstifter um den Brandschutz.

Gestern war es die Flüchtlingskrise, heute ist es Corona und morgen ist es XY.

Es handelt sich m. E. um einen großen Teil von Gegnern/Feinden der FDGO. Dementsprechend sind sie m. M. n. auf Grundlage geltenden Rechts zu behandeln, im Extremfall z. B. auch §125 oder §129a StGB.
 
giessl schrieb:
Mal eine Überschlagsrechnung zu Belgien - ich glaube nämlich, dass wir da auch eine Verlangsamung aufgrund sich ausbildender Herdenimmunität sehen.

Wenn man halt 1% IFR annimmt, dann schauts wohl noch schlecht aus damit und da spricht nichts dagegen. Auch weil Belgien im Frühjahr sicher nicht alle Patienten 100% versorgen konnte. In einer ähnlichen Situation sind sie auch jetzt wieder...

Auf Herdenimmunität würd ich einfach nicht hoffen, alle Prognosen von Schweden diesbezüglich haben sich als falsch herausgestellt.
 
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@hallo7 Ja, aber für 1 % IFR müssten aus meinen 35 % real ca. 13 % werden. Belgien hat ca. 5 % der Bevölkerung schon per Test als Fall eingestuft. Dann wäre die Dunkelziffer nur das 2,6-Fache der Tests, das wäre imho sehr niedrig.

Die Wahrheit dürfte also irgendwo zwischen den 1 % und den 0,37 % liegen.

So oder so: allzu schmackhaft machen mir beide Szenarien das Konzept der Herdenimmunität nicht.
 
@j-d-s

also wenn man Deine juristischen Analysen so lesen muss, dann kann ich mir echt nur an den Kopf fassen.
Ganz ehrlich, ich habe selten so einen Quatsch gelesen und ja es mag der Spruch gelten, 2 Juristen, 3 Meinungen, aber fundiert sollten die Meinung trotzdem sein und nicht einfach nur populistische Statements.
Dein Schreibstil verrät mir, dass Du vom Fach bist, was es aber nur umso beängstigender macht.

Als Mann vom Fach sollte man wissen, dass Grundrechte nicht schrankenfrei sind und immer eingeschränkt werden. Das passiert tag täglich aus viel trivialeren Anlässen als eine lebensbedrohenden Pandemie. Ich glaube Du verwechselst da was. Das was Du meinst, nennt sich Anarchie und das gibt es bei uns zum Glück nicht.

Klar sind das alles krasse Grundrechtseingriffe, aber die sind verhältnismäßig (wir haben eine Notfalllage eine Pandemie? Schon mitbekommen?) ) denn es gibt nun mal keine anderen gleichermaßen geeignete aber weniger einschneidende Mittel, eine Pandemie in Schach zu halten. Die Idioten auf der Querdenkerdemo beweisen es doch jedes Mal. Wenn sie sich nicht an Abstand- und Hygieneregeln halten können/wollen, dann muss der Staat die Maßnahmen ergreifen, die nötig sind, das Angeordnete durchzusetzen. Das ist das eigentlich Paradoxe an der Geschichte. Diejenigen, die auf der Demo demonstrieren, schaffen mit jeder Demo einen weiteren Grund für die Verschärfung der Maßnahmen, die sie abschaffen wollen. Wenn alle mit Abstand und Maske demonstrieren würden, wäre nicht nur der Nachhall in der Bevölkerung größer, die Erklärungsnöte der Regierung, warum die Maßnahmen angemessen sein sollen, wären es auch. Das checken die Leute nur nicht, weil sie es vermutlich auch gar nicht wollen. Sie wollen nur Krawall machen. Absurd ist das Ganze schon. Das ist wie dem Staatsanwalt klar machen zu wollen, dass man kein Dieb ist, indem man stehlen geht. :freak:
Ansonsten haben die wenigsten Grund zum Jammern, schon allein deshalb, weil der Staat fleißig kompensiert und sogar für wirtschaftliche Schäden aufkommt. Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern kaum Einschränkungen (man bedenke Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich wo es Ausgangssperren gibt, wo man 1h nach Anmeldung am Tag raus darf mit maximal 1km Umkreis des Wohnortes, wo man seinen "Ausgang" mit SMS anmelden muss, etc.) Aber wir jammern hier rum? Man geben die Deutschen ein trauriges Bild ab. Aber jammern, das konnten wir schon immer. Anstatt die Arschbacken zusammenzukneifen und das Ganze gemeinsam möglichst schnell durchzustehen, führt man da lieber fadenscheinige rechtsdogmatische Diskussionen, mit sehr fragwürdigen aus meiner Sicht falschen Argumenten. Was wird nur aus der Welt.
 
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Jemand vom Fach hätte gleich fundierte Quellen verlinkt, spätestens nach der Kritik. Passiert ist selbst auf Aufforderung nichts. Das sagt mir mehr als genug...

"Vom Fach sein" bedeutet ja leider auch immer weniger. MAn sehe sich die ganzen ANwälte an, die die Querdenker völlig freiwillig vertreten oder Mediziner wie Bhakdi etc.

Sowas unterminiert natürlich massiv den Glauben an Kompetenzen. Leider merken die Leute, die dann Experten nicht mehr glauben wollen nicht, dass es diejenigen "Experten" sind, die einen belügen, denen sie hinterherrennen.
 
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Smartin schrieb:
Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern kaum Einschränkungen
Es gibt auch Länder, die weniger Einschränkungen haben. Der Vergleich mit anderen Ländern ist auch für die Diskussion nicht wirklich zielführend. Nur weil in Land A etwas durchgeführt wird ist es per se weder ein eine Rechtfertigung noch ein Gegenargument für Land B. Da der Grad der Einschränkung immer vom Individuum abhängig ist, kann man nicht pauschal von "kaum" vorhandenen Einschränkungen sprechen. Wenn du dich kaum Eingeschränkt fühlst, dann ist das gut. Andere fühlen sich oder sind auch deutlich mehr eingeschränkt und Hinterfragen entsprechend die Maßnahmen.
Smartin schrieb:
Anstatt die Arschbacken zusammenzukneifen und das Ganze gemeinsam möglichst schnell durchzustehen
Es ist seit mehr als einem halben Jahr klar, dass wir mit dem Thema die nächsten 24 Monate noch umgehen werden. Es gibt hier keinen schnellen Weg, bei dem es gilt kurzfristig zu verzichten. Es ist wichtig ein solides und nachvollziebares Konzept zu besitzen und nicht einen Schlingerkurs zu fahren. Diese Woche konnten sich Bund und Länder nicht einmal auf das Vorgehen der nächsten Wochen einigen... Wenn ich nicht einmal in der Lage einen so kurzfristigen Fahrplan gemeinschaftlich abzustimmen, dann muss ich mich nicht wundern, wenn die Zweifel und die Akzeptanz an den Entscheidungen Wächst. Da ich selbst Wissenschaftler bin, ist mir klar, dass gerade in hektischen Phasen in denen es gilt aus diffusen Informationen konkrete Entscheidungen zu treffen, flexible Konzepte notwendig sind. Gerade in einer solchen Situation ist es dann um so wichtiger seine Hausaufgaben gemacht zu haben und an einem (!) Strang zu ziehen. Wenn das aber schon die politische Führung nicht hinbekommt, wie soll man es dann von der Bevölkerung erwarten?
 
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@Seppuku

Doch kann man. Man sollte sich mal bei realer Betrachtungsweise fragen, was unsere Probleme und Sorgen sind.
Wenn ich höre "verlorene Generation"? Sind unsere Schüler verloren, weil sie mal 3 Monate Homeschooling machen müssen? Weil sie eine Maske im Unterricht tragen müssen? Geht's noch? Was ist mit syrischen Kindern, die seit 7 Jahren versuchen, tagtäglich zu überleben. Die keine Schule haben, nichts zu essen, kein Dach über den Kopf? Die seit 5 Jahren in irgendwelchen Auffanglagern die Blüte ihrer Kindheit vergeuden. Das sind vielleicht "verlorene Generationen", wobei ich mich damit so oder so schwer tue. Verloren ist, wer aufgegeben wurde. Und bei uns beschwere sich die Kids, weil sie kein Tablett haben. :freak:
Warum beschwert sich unsere Industrie, wenn sie 75 % des Umsatzes für Nichtstun bekommen? Klar gibt es auch Opfer und Leute, die echte Nachteile haben. Ich kenne selbst Leute (aus der Lustfahrtbranche), die ihren Job verloren haben. Gestern noch gut bezahlter Pilot, heute arbeitslos. Da gibt es bestimmt einige Beispiele. Klar ist das scheiße und die Leute haben auch Grund zu jammern, die meisten haben doch aber gar keine oder kaum Auswirkungen, außer dass sie ihren Arsch mal nicht 3x im Jahr unbeschwert an den Stränden der südeuropäischen Länder bräunen können.
Einige sind kreativ, machen aus der Not eine Tugend, stellen auf Online/Außerhausverkauf um, und andere sind nur am meckern und jammern. Wenn wir alle mal mehr zusammenhalten würden und man nicht nur unser Ego sondern das große Ganze im Blick hätten, wäre das Ganze auch halb so schwer zu ertragen. Dann würden wir alle Masken tragen, würden auf einander achten und würden noch weniger Auswirkungen haben.
Ich hasse solche Elfenbeinturmdiskussionen. Echten Grund zum Jammern haben wir nicht. In Frankreich ist der Wein und die Kondome ausverkauft, bei uns das Klopapier. Das sagt doch alles.
Und zu meinen "gefühlten" Einschränkungen. Ich bin 41 und wegen Vorbelastung ein Risikopatient. War 2 Monate in Selbstquarantäne/Homeoffice und bin seitdem jeden Tag arbeiten gegangen. Habe monatlich locker 200 Eur Mehrkosten allein durch die Fahrerei, da ich mit Auto statt der Bahn unterwegs bin. Ich bin auch heute noch nach 8 Monaten, abseits von meiner Fahrt zur Arbeit, nicht draußen (außer Samstags früh zum Einkaufen). Trotzdem beschwere ich mich nicht, weil ich weiß, dass andere Todesfälle zu beklagen haben oder echte Sorgen und Nöte und es mir, verglichen mit anderen, immer noch super geht. Es ist halt die Frage, ob Dein Glas halb voll oder halb leer ist. Einfach eine Frage der Einstellung.

Seppuku schrieb:
Es ist seit mehr als einem halben Jahr klar, dass wir mit dem Thema die nächsten 24 Monate noch umgehen werden. Es gibt hier keinen schnellen Weg, bei dem es gilt kurzfristig zu verzichten.
Das hätte alles gar nicht sein müssen. Die Bevölkerung, oder sagen wir ein kleiner Teil der Bevölkerung ist daran Schuld. In Asien gibt es kaum Infektionen. Die Leute tragen Masken halten Abstand und gut ist es (damit meine ich nicht mal autokratische Staaten sondern Länder wie Thailand, Taiwan, etc.). Wenn man die Infektionen hätte nicht entstehen lassen, wenn sich alle mal etwas mehr zusammenreißen würden, wäre das Virus längst ausgerottet. Dadurch dass die Leugner aber so eine Öffentlichkeit bekommen, obwohl sie gerade einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen, zieht sich das alles in die Länge. In Deutschland haben wir 17 Experten mit 19 Gutachten, die sich damit beschäftigen, ob Maskentragen gut oder schlecht ist, ob man sie links- oder rechtsrum dreht, ob sie grün gelb oder rot sein müssen. Dann gibt es noch 250 weitere Experten die die Meinung der Experten hinterfragen und dann die Influencer, die das Meinungsbild diskutieren. Anstatt einfach mal die scheiß Maske aufzusetzen, nicht allen Scheiß zu hinterfragen, sondern einfach mal machen, ohne ständig zu diskutieren. Oder hast Du auch mit Deiner Mutter eine Grundsatzdiskussion geführt, warum die Platte heiß ist, die Du nicht anfassen sollst, und ob du sie nicht etwas runterdrehen kannst oder einen Topflappen anziehen und überhaupt, wie Deine Mutter so in Deine Rechte eingreifen kann? :freak: Es ist teilweise echt absurd, was wir bei uns diskutieren. Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Das ist das Problem, wenn in dem ganzen Land nur Selbstdarsteller unterwegs sind, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Und damit meine ich i.e.L. die Ministerpräsidenten, die meinen, regionalen Wahlkampf führen zu müssen. Aber da sind wir uns einig, das kotzt mich genauso an, wie Dich. Nur erwarte ich von der Bevölkerung trotzdem Hirn und Verstand :)
 
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Also meine Einstellung hat sich jetzt über die zeit nich großartig verändert.
Ich hab etwas mehr Zeug auf Lager (Klopapier, Wasser, Nahrungsmittel) und stock häufiger auf.
Abgesehn vom Einkaufen hab ich die "Kontakte" runtergeschraubt und halt mich grundsätzlich an die Regeln.
Maske - grad der Eigenbau - seh ich immer noch skeptisch und vertrau da eher auf Abstand.

Aber Ende des Monats steht die pen&paper runde an und da werden wir uns mit 4 Haushalten (4 Leute) treffen.
Das Risiko is da mMn nich größer als bei der 1 Haushalt 5 Personen Familie.
Ja man könnte sowas ggf online machen aber hat für mich nich den Faktor warum ich pen&paper mit Freunden zocke.
Ob ich mich jeden Tag mit wechselndem Haushalt treffe (was ja erlaubt wäre) oder jetzt 1x im Monat über die Strenge schlage...?!

Klar es MUSS NICHT SEIN aber ganz ehrlich bischen social life möcht ich doch behalten!
Vor allem vor dem Hintergrund das ja Arbeit, Öffis und Schulen (trotz vermehrter Ansteckungen bei den Schulen) irgendwo weiterlaufen.

Was mich nervt sind diese Sensationsberichte.
Blablub Demo mit Leuten die sich nich an Regeln halten (mWn wurd nirgends bestätigt, dass sich da massenhaft/überproportional Leute anstecken).
Blablub Superspreader...
Raucher sind angeblich besser geschützt - ach nein doch nicht.
Vitamin x oder Präparat y hilft - oder auch nicht...
Täglich wird irgendwo ne andere Sau durchs Dorf getrieben...!
Nur wegen nen paar Idioten kommen wir nicht einfach so auf 10000 (?) Infektionen pro Tag!
Bei "mir" halten sich die Leute mehrheitlich an die Regeln - viele gehen drüber hinaus.
Ja es gibt Leute wo mal die Maske nich richtig sitzt im Laden - aber mEn sind das eben absolute Einzelfälle (3-5 in 10 Monaten) und es wird vom Personal drauf hingewiesen bzw die Leute rausgeworfen,

Ja ich möchte gerne informiert sein aber im Rahmen und vll bischen besser recherchiert und ins Verhältnis gesetzt.

Hier noch was zu den Masken https://www.waz.de/wirtschaft/wirts...en-faellt-im-labortest-durch-id230845472.html
Wie gesagt ich trag meinen Buff/Bandana außer auf dem Rad, weils da einfach nich hinhaut für mich.
 
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U-L-T-R-A schrieb:
Aber Ende des Monats steht die pen&paper runde an und da werden wir uns mit 4 Haushalten (4 Leute) treffen.
Vielen Dank auch!
U-L-T-R-A schrieb:
Das Risiko is da mMn nich größer als bei der 1 Haushalt 5 Personen Familie.
Dann musst du wohl in einem Haushalt leben, indem man sich nicht gegenseitig begegnet.
 
Wenn das sein einziger "Verstoß" ist und man auch das etwas mit Abstand macht - sei es drum. Niemand ist perfekt.

Problematisch - und das hat sich immer wieder gezeigt - sind die Superspreader die einfach komplett drauf scheißen und trotzdem weiter privat Babyparties, Hochzeiten oder sonstwelche Veranstaltungen in wechselnden Besetzungen haben.
 
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