.Sentinel. schrieb:
Sars gibt es seit 2002. Das RKI wurde dafür kritisiert, Anfangs das Virus als zu harmlos eingestuft zu haben.
Und was hat SARS aus dem Jahr 2002 mit dem Corona Virus im Jahr 2020/2021 zu tun?
.Sentinel. schrieb:
Wie nennst Du es dann, dass Du nun einen medizinischen Eingriff vornehmen musst, um nicht schräg angeschaut, als Schwurbler, Leerdenker, asozial usw. beschimpft zu werden und nicht mehr am normalen Leben teilnehmen darfst?
Nicht der Staat beschimpft dich als solcher und auch nicht jeder Bürger. Das ist also eine unzulässige Verallgemeinerung deinerseits und damit fällt dein Argument flach.
Welche rationalen Gründe gegen das Impfen könnte es derzeit geben? Wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte, weil er Angst vor Nadeln hat oder weil er grundsätzliche auf Homöopathie vertraut oder glaubt, dass ihm in zehn Jahren ein drittes Auge deswegen wächst, dann sind das alles Gründe, die ich akzeptieren kann.
Das ist persönliche Freiheit. Aber rationale, also sachlich und objektiv nachvollziehbare Gründe gibt es derzeit nicht, abgesehen von einer medizinischen Kontraindikation aber um die geht es nicht, und demzufolge beinhaltet meine persönliche Freiheit eine Aversion gegen Nadeln zu haben, dass ich nicht mehr bei allem mitspielen darf, wenn die Regeln dazu einmütig und demokratisch geändert wurden.
Und natürlich definiert auch jeder "normales" Leben anders. Nicht jeder braucht das Fußballstadion, nicht jeder den Kinobesuch oder La Boheme im Theater. Du müsstest also zunächst erst einmal definieren, was in deinen Augen ein normales Leben ist und wie viele dann daran nicht mehr teilnehmen können.
Im Moment stellst du Zirkelschlüsse her worauf du aber auch mehrmals hingewiesen wurdest, das aber gekonnt ignorierst.
.Sentinel. schrieb:
Freiwilligkeit? Glaubst Du die Leute machen das aus Spaß? Schau mal was mit dem Kimmich jetzt abgeht.
Lässt Du Dich aufgrund es Drucks einer Krankheit Impfen, oder weil Du das aus heiterem Himmel plötzlich die Lust verspürt hast?
Das eine bedingt das andere. Gegen eine Krankheit, welche nicht gefährlich ist, lasse ich mich nicht impfen. Ich war noch nie in einer Malaria Risikozone, ergo habe ich noch nie Medikamente zur Malaria Prophylaxe eingenommen.
Kosten-Nutzen-Abschätzungen sind nichts was erst mit Impfungen aufgekommen ist. Ich habe mich auch nicht aus Lust und Laune gegen Grippe impfen lassen, seitdem ich Kinder habe, mache ich es jährlich. Kosten-Nutzen-Abschätzung. So verhält es sich auch mit Corona. Die Chance an Corona zu erkranken und einen schweren Verlauf zu erleiden ist um den Faktor X höher als es schwere Nebenwirkungen durch die Impfung sind.
Nichtdestotrotz kam die Polizei zu niemandem nach Hause um ihn ins das nächste Impfzentrum zu fahren und ihn dort unter "Zwang" zu impfen.
Konsequenzen sind kein Zwang, sondern das Resultat meiner bewussten und freien Entscheidung für oder gegen etwas.
.Sentinel. schrieb:
Hier wird immer nonchalant die gesamte Ursächlichkeit einfach komplett übersprungen und so getan, als hätte es diese nicht gegeben.
Eine Entscheidung für eine Impfung ist die direkte Folge von Druck, Angst vor Infektion/Krankheit und (möglicher) Ausgrenzung/Isolation. Unabhängig davon, wer nun "schuld" ist. Und das gilt wie gesagt für JEDEN.
Die Ursache der Impfung ist ein Virus dessen Verlauf bei rund 2,4% der Erkrankten zum Tode führt, bei der ersten Welle sogar bis zu 6,2%.
Wer überspringt hier also diese Ursache?
Die Entscheidung für oder gegen das Impfen ist die oben erwähnte Kosten-Nutzen-Abschätzung. Die stellt jeder Mensch aber jeden Tag mehrmals für sich an. Ohne anzuschnallen schnell mal zum Bäcker. Bei Rot über die Ampel, ohne Helm Fahrradfahren usw.
Während man sich aber bei meinen Beispielen nur unmittelbar selbst in Gefahr bringt, ist die Entscheidung gegen das Impfen eine mittelbare Bedrohung für seine Mitmenschen. Die Gründe sind bekannt. Ich verstehe also nach wie vor deinen Punkt nicht, den zu machen versuchst.
.Sentinel. schrieb:
Sich Impfen zu lassen basiert auf einer Risiko/Nutzenrechnung und ist somit nie freiwillig, sondern von externen Umständen und internen Abwägen motiviert. Ebenso wie die Entscheidung sich nicht impfen zu lassen.
Die wie du sie nennst Risiko/Nutzenrechnung ist IMMER freiwillig, denn sie ist immer individuell. Würde sie pauschal angestellt, dann hätten wir eine behördliche Impfpflicht, die keine Wahl für oder gegen die Impfung zulässt.
Du persönlich kommst also für dich zu dem Schluss, dich nicht impfen lassen zu lassen, dann lässt du dich im Ergebnis nicht impfen. Ende der Geschichte. Die Konsequenz daraus resultiert in den bekannten Einschränkungen. Ursache und Wirkung. Ursächlich ist deine freie Entscheidung sich nicht impfen lassen zu wollen, die Wirkung daraus ist der Ausschluss an der Teilnahme zur Gastronomie unter 2G Bedingungen und anderen Einschränkungen.
.Sentinel. schrieb:
....dass alle hier anscheinend vergessen worüber ich die ganze Zeit spreche.
Um Ausgrenzung und der Behauptung, dass sich die Impfskeptiker selbst ausgegrenzt hätten.
Das stimmt aber nicht. Sie wurden ausgegrenzt. Durch das Virus und entsprechende Maßnahmen, die sinnvoller Weise getroffen wurden.
Das Virus hat diese Entscheidung nicht bewusst getroffen. Die Sonne sorgt auch nicht bewusst dafür, dass du einen Sonnenbrand kriegst, wenn du nach deiner Kosten-Nutzen-Analyse zum Schluss kommst, dich nicht einzucremen. Da würdest du dich auch nicht hinstellen und behaupten die Sonne hätte dich ausgegrenzt, weil du wegen deines Sonnenbrand nicht an der Cocktailbar stehen kannst.
Ein Beispiel: "Eine Wanderung in der Wüste endet am ersten Tag bei vielen Teilnehmern mit einem veritablen Sonnenstich. Als Konsequenz (Lesson Learned) daraus schreibt die Tourleitung vor, dass für den nächsten Tag als Grundvoraussetzung zwingend eine Kopfbedeckung gegen die gleißende Sonne zu tragen ist, da ansonsten keine Teilnehme möglich ist. Am nächsten Tag tauchen alle bis auf einen Teilnehmer mit der vorgeschriebenen Kopfbedeckung auf. Der einzige der ohne dasteht sagt zwar, dass er einen Hut hätte, also die Möglichkeit bestünde ihn auch zu tragen, dass ihm der Hut aber einfach nicht steht, er soviel gekostet hätte und die Haare dann auch immer so auf der Stirn kleben. Und überhaupt war gestern die Teilnahme ja auch ohne möglich. Die Tourleitung bleibt konsequent und sagt, dass sie ihn natürlich nicht zwingend kann, einen Hut zu tragen, er aber ohne Hut nicht an der Wanderung wird teilnehmen können."
.Sentinel. schrieb:
Ich stelle hier nicht die Wirksamkeit der Maßnahmen, deren Notwendigkeit oder sonstwas in Frage.
Das Argument der Selbstausgrenzung und der Freiwilligkeit ist hier in diversen Zusammenhängen nur einfach ein Blindgänger. Und das ist auch schon alles.
Nein.
Erstens, nicht alle, welche sich nicht impfen lassen, werden als Schwurbler oder sonstwie bezeichnet.
Zweitens, wer irrationale Gründe gegen das Impfen anführt, muß mich entsprechendem Widerspruch rechnen.
Drittens, selbstverständlich ist es Selbstausgrenzung. Denn die Pandemie ist für alle gleich, das Virus unterscheidet nicht bewußt danach, wen es infiziert. Anfang 2020 haben wir unsere Alten und Gebrechlichen aktiv ausgegrenzt, zwar zu deren Schutz aber nichtsdestotrotz ausgegrenzt. Die hatten keine Wahl, anders als du.
Viertens, eine Infektion als Ungeimpfter stellt eine nachweisbar höhere Gefahr (sowohl was Dauer als auch Intensität betrifft) für all jene dar, welche sich nicht impfen lassen können.
Fünftens, das ist unabhängig davon korrekt, ob sich Geimpfte im Anschluss unvernünftig bzw. fahrlässig verhalten. Denn nur weil es nach wie vor Unfug ist, sich in volle Stadien zu setzen, weil man geimpft ist, ändert das nicht daran, dass Ungeimpfte eben um den Faktor X gefährlicher sind. Ungleiches wird ungleich behandelt, gleiches gleich. Denn sonst sind wir im Bereich der Willkür.