Die Rückkehr der Religion?

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Sagt dir erst deine Erziehung und dann der Koran, oder seit wann bist du Moslem?
 
ja, ich glaube an den gesamten koran da er das wort gottes ist. würde ich auch nur einen buchstaben leugnen, wäre ich kein muslim mehr.
gottes gesetzt ist höher als alles andere.
D. h. du erkennst das Grundgesetz zumindest in Teilen nicht an? Aber die Freiheitsrechte und Menschenrechte, die durch die Aufklärung auch dir zu Teil geworden sind, nutzt du schon gerne, oder?
 
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@hamsi61 hier schreibst Du:
eine meinung wie jede andere, ohne beweise ohne grundlage, sie fußt auf nichts.

und hier das
, ich glaube an den gesamten koran da er das wort gottes ist

Hast Du Beweise, das der Koran das Wort Gottes ist? Keine Religion hat Beweise für irgendetwas, falls eine Religion sie hätte, würden, vernünfiger weise, alle Menschen diese Religion beitretten.
 
@badday
was kaprizierst du dich eigentlich so sehr auf freiheits- und menschenrechte?
schau mal genau hin was diese beiden rechte eigentlich bedeuten und was sie ins leben gerufen haben.
freiheitsrechte wurden während der französischen revolution installiert, um das besitzbürgertum zu schützen, das gegen den feudaladel aufgestanden ist und sich eingesetzt hat für den schutz des privateigentums. die freiheit der person ging einher mit der freiheit des privateigentums, also, weitergedacht, es wurde per gesetz geregelt, dass man vermittels seines akkumulierten privateigentums menschen sich dienstbar machen kann, die über nicht so viel verfügen.
die abhängigkeit der bevölkerung vom adel wurde ersetzt durch die abhängigkeit vom kapital, das bereits ende des 18. jahrhunderts angefangen hatte zu florieren.
freiheitsrecht besagt nichts anderes als die freiheit mit deinen eigenen mitteln gegen die interessen anderer vorgehen zu dürfen soweit es sich mit dem gesetz, der diese konkurrenz der privatinteressen organisiert, deckt -> das gegeneinander der menschen wird also vermittels der 'freiheit' via gesetzform befeuert.
freiheit und recht auf privateigentum sind somit synonyme.
auch deine menschenrechte sind genau damit verzahnt -> jeder mensch hat diese rechte insofern er in das freiheitsverhältniss via gesetz als freier privateigentümer installiert ist und genießt den schutz seiner menschenwürde aber nicht weil mensch (denn sonst bräuchte es diese rechtsform überhaupt nicht wenn der mensch an sich schon ein respektables wesen wäre), sondern weil in seiner beziehung auf den staat als citoyen und in beziehung auf einen anderen bürger als bourgeois. Der mensch wird also als eine Funktion geschützt.
die freiheitlich-demokratische grundordnung ist dann nur der schöne name für all diese allseitigen rechtsbeziehungen zwischen den bürgern untereinander und zwischen bürger und staat.
 
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th3o schrieb:
wenn du dich fragst woraus der wert eines menschen sich ergibt, dann unterstellst du schon mal, dass es da irgendwas geben muss außer dem menschen selber
...
selbiges gilt für die frage nach der variierenden quantität des wertes des menschen...diese frage kann man sich nur stellen, wenn man bereits unterstellt, dass so etwas überhaupt abstrakt festgestellt werden kann
DugDanger schrieb:
Ich finde deine Frage an sich sehr bedenklich. Wenn man Menschen "bewerten" will, dann doch offensichtlich deshalb, weil man ihnen unterschiedliche Werte zuordnen will.
Vermutlich wäre meine Frage treffender gewesen, wenn ich anstatt "Wert" den begriff "Würde" genommen hätte. Wert war wohl in der Tat eher irreführend und zu nah am Begriff Bewertung.

Deshalb gleiche Frage nochmal mit Würde anstelle Wert.

Und zu unterschiedlichen Werten (DugDanger): Im Hinblick auf den Wertaspekt sehe ich für mich keinen Unterschied, nur einen einzigen Wert der sich aus der Würde ergibt. Ich unterstelle aber der modernen Gesellschaft (s.u.) aber, dass sie genau das von dir genannte tut.

Und ich finde diese Frage in Bezug zur Rolle der Religion in der heutigen Gesellschaft schon wichtig. Gerade wenn in einer Gesellschaft Tötung von Menschen (Abtreibung, Krieg) akzeptiert und moderne Verfahren zur Feststellung (PID) von Behinderungen (die angeblich das Leben nicht mehr lebenswert machen) diskutiert werden. Und Begegnungen mit Kulturen stattfinden, in denen Todesstrafe oder Strafe mit Verstümmelung (Hand abhacken für Diebe, aber da muss man nicht weit gehen, chemische Kastration ist zb auch in anderen europäischen Staaten nicht abgeschafft) existieren. Oder neue Herausforderungen in Pflege (Altenheime, Behindertenbetreuung) aufgrund dem Wegfall der Großfamilie zunehmend eine gesellschaftliche Frage und Herausforderung werden.

Ich finde die Frage deshalb wichtig, weil für mich als Christ der Sinn der Religion im Wesentlichen in 3 Punkten liegt:
  • Wiederherstellung der Gottesbeziehung des Individiums (Bekehrung)
  • Unterstützung anderer Individuen in der Wiederherstellung dieser Beziehung (Mission)
  • Gottes Segen auch im Alltag unter die Menschen bringen (Diakonie, Hilfe, Nächstenliebe, Verantwortung)
Aus atheistischer Sicht dürfte hier insbesondere der 3. Punkt relevant sein (Punkt 1+2 dürften, solange sie friedlich und ohne Zwang ablaufen, nicht interessant sein). Und genau hier stellt sich für mich zb eine moralische Frage wie die oben genannt, da diese das miteinander sehr bestimmt.
 
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Papierstärke schrieb:
Hast Du Beweise, das der Koran das Wort Gottes ist? Keine Religion hat Beweise für irgendetwas, falls eine Religion sie hätte, würden, vernünfiger weise, alle Menschen diese Religion beitretten.

Nein, würden sie nicht. Sie würden ihn (Gott, seine Propheten etc.) trotzdem nicht anerkennen. Menschen sind nunmal so. Und ja, es gibt genug Beweise, dass Gott existiert. Das Problem ist nur, dass die Menschen diese Beweise eben nicht akzeptieren, weil sie eben einfach nicht _glauben_ wollen, dass es Beweise sind. Selbst im Koran steht, dass es diese Arten von Menschen immer geben wird. Jesus s.a. könnte wahrhaftig vor dir stehen und du würdest es nicht glauben. Sag mir, welchen Beweis du also erwartest?
 
freiheit und recht auf privateigentum sind somit synonyme
Ich beziehe mich bei meiner Argumentation auf Jean-Jacques Rousseau, der ja genau im Privateigentum den Grund für den Verlust von Freiheit und Autonomie sah, so beizeichnet er das Privateigentum als "Sucht, sein Glück auf Kosten anderer" zu machen.

das gegeneinander der menschen wird also vermittels der 'freiheit' via gesetzform befeuert.
Dies kontrakariert die Idee Rousseaus, denn die Grundlage des Gesellschaftsvertrags ist der Allgemeinwille.

Es ist immer die Frage, was man genau unter "Freiheit" und "Menschenrechte" versteht.

Der Begriff ist schwammig, das gebe ich zu, und die Frage, unter welcher Staatsform der Mensch die größte Freiheit besitzt ebenfalls, daneben natürlich die Frage, inwiefern man als Mitglied eines Staats überhaupt noch "frei" sein kann. Ich denke die Ansätze Roussaus sind hier sehr wegweisend.

@cal1s: Gegenfrage: Woher willst du überhaupt wissen, dass dein Gott "gut" ist? Warum sollte man sich einem solchen Gott überhaupt unterwerfen, würde es ihn geben. Woher willst du wissen, ob du die richtige Religion hast?
Und ja, es gibt genug Beweise, dass Gott existiert.
Gibt es nicht. Von welchem Gott redest du eigentlich gerade?

Bediene dich deiner Vernunft und beginne eigenständig zu denken.
 
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cal1s: Um diese Beweise zu akzeptieren, müsste man sie erstmal haben. Bisher habe ich noch nirgendwo hier wirkliche Beweise gehört in diesem Thread. Nur Wunschdenken in Form von: Wenn das und das geht, müsste auch das gehen. Das sind keine Beweise. Vielleicht Indizien, wenn überhaupt. Eher Thesen, die unbewiesen sind und nur durch den Glauben, so wie du es sagst, am Leben gehalten werden.
 
Von wechem Gott? Es gibt nur einen Gott. "Dein" Gott oder "mein" Gott. Sowas gibt es nicht. Es gibt nur einen.

Warum man sich ihm unterwerfen sollte? Ich verstehe die Frage nicht ganz. Unterwerfen klingt hier so negativ. Unterwirft man sich nicht auch bis zu einem gewissen Grad einem Arbeitgeber? Einer Staatsform? Den Gesetzen der Menschen? Wenn ja, warum also nicht auch Gott?

Woher ich weiss, ob er "gut" ist? Das ist schwer zu erklären. Ist genau so schwer, wie wenn du mich fragen würdest, warum mir ein bestimmtes Getränk oder eine bestimmte Speise schmeckt. Wenn du mit deiner Frage darauf hinaus willst, dass es ja trotz der existenz Gottes soviel Leid und Böses auf der Welt existiert, dann möchte ich dazu sagen, dass vieles Leid durch Menschenhand geschaffen ist. Jetzt kommt meine Überzeugung ins Spiel: Würden sich Menschen allerdings an die Regeln (ich nenn das jetzt einfach mal so) des Islam halten, gäbe es deutlich weniger Leid, Hunger, Elend etc. in unserer Welt.
 
Wofür die Religion 'nützlich' ist, haben th3o hier schon gut erklärt. Diese 'Nützlichkeit' wiederum bezeichnen viele Gläubigen - wenn überhaupt - als 'Mißbrauch' der Religion. Ein schöner Mißbrauch ist das, selbst von der Religion gestiftet: Erstmal verspricht sie dem Gläubigen für sein Opfer auf Erde die Wiedergutmachung in Himmel. Und dann beklagt sie die Funktionalisierung des Menschen vom weltlichen Staat (Abtreibung, Krieg, Feststellung von Behinderungen, Todesstrafe oder Strafe mit Verstümmelung, Armut und Verhungern, etc.) Bekannterweise sind diese Opfer gerade das Werk desselben Staates, dem die Religion ihre Gläubigen als der Herrschaftsinstanz auf Erde überlässt. Deswegen ist die 'Würde' des Menschen in der Religion genauso gut wie im Staat untergebracht, und zwar hat mit seinem realen Schicksal absichtlich nichts zu tun. Das sture Hochhalten der Würde des Menschen ohne Bezug auf seine materiellen Existenz zielt auf seine frei akzeptierte Dienstbarkeit.
 
cal1s schrieb:
Würden sich Menschen allerdings an die Regeln (ich nenn das jetzt einfach mal so) des Islam halten, gäbe es deutlich weniger Leid, Hunger, Elend etc. in unserer Welt.

Das gäbe es generell, wenn sich die Menschen an die Gesetze halten würden, oder meinste nicht?

Menschenverachtende Gesetze gibt es zufälligerweise auch in Ländern, die vom Islam geprägt sind. Stichwort Rolle der Frau und so. ;)
 
sidestream schrieb:
cal1s: Um diese Beweise zu akzeptieren, müsste man sie erstmal haben. Bisher habe ich noch nirgendwo hier wirkliche Beweise gehört in diesem Thread. Nur Wunschdenken in Form von: Wenn das und das geht, müsste auch das gehen. Das sind keine Beweise. Vielleicht Indizien, wenn überhaupt. Eher Thesen, die unbewiesen sind und nur durch den Glauben, so wie du es sagst, am Leben gehalten werden.

Das ist richtig und ich stimme dem 100%ig zu. Allerdings sind solche Beweise in einem Internetforum einfach nicht zu erbringen. Wenn du wirklich daran interessiert bist, Beweise für dich selbst zu entdecken, kann ich dir nur ans Herz legen, den Koran zu lesen. Das ist kein Versuch dich zu bekehren. Denn das kann ich nicht. Das kann nur deine Überzeugung und letzendlich Gott für dich tun.

Im Koran sind wirklich eine Menge Beweise enthalten. Du möchtest sicher ein Beispiel haben, damit du eine Vorstellung davon bekommen kannst. Liess das mal bitte in Ruhe: http://mathe.alrahman.de/

Achte darauf, wann die Mathematik in unserer modernen Zeit erkundet wurde und wann die Mathematik bereits im Koran erkundet wurde.

Medizin, Astrologie, Biologie etc. sind weitere Beispiele, die im Koran bis ins kleinste Detail teilweise erklärt werden. Jedoch niemand zu der damaligen Zeit Kenntniss davon gehabt haben könnte, weil bestimmte Entdeckungen erst vor einigen 100 Jahren gemacht wurden, sie aber im Koran erwähnt werden.
Ergänzung ()

sidestream schrieb:
Das gäbe es generell, wenn sich die Menschen an die Gesetze halten würden, oder meinste nicht?

Menschenverachtende Gesetze gibt es zufälligerweise auch in Ländern, die vom Islam geprägt sind. Stichwort Rolle der Frau und so. ;)

Ein weiterer Beweis, dass du nicht sonderlich Ahnung hast. Ist nicht böse gemeint. Wirklich nicht. Ich weiss auch nicht alles. Niemand von uns ist allwissend. Aber die Frau hat im Koran (im Islam) einen höheren Stellenwert, als in allen anderen Religionen zusammen. Die Rolle der Frau in islamischen Ländern ist negativ geprägt aus anderen Gründen. Politisch motiviert, Propaganda etc. Im Koran hat die Frau sogar in vielen Suren und Versen höheren Stellenwert als der Mann. Unterm Strich sind sie jedoch auf gleicher Augenhöhe. http://www.youtube.com/watch?v=sP8uukXpOBk ab Minute 4.

Und nein, wenn sich Menschen an heutige Gesetze halten, heisst das nicht, dass kein Leid, Elend etc. existieren würde. Ein Beispiel: Zinsen. Zinsen und Zinseszins sind Instrumente der Mächtigen zur Unterdrückung. Viele heutige wirtschaftliche Probleme rühren vom Zins. Der Koran verbietet Zinsen. Weil es im Kern unmoralisch ist und nichts Gutes bewirkt. Gott sagt, "Gib einem Menschen, der Hilfe braucht und ich gebe dir dafür das 10fache Wieder". Du sollst also nicht von der Not eines anderen Profit schlagen. Deinen Lohn für die gute Tat erhälst du von Gott.
 
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@einhörnchen

ob "wert" oder "würde", es spielt keine rolle, weil wir (also dug und ich zumindest) die sorte von frage an sich zweifelhaft finden.
wenn du wert durch würde ersetzt, dann zieht im grunde dasselbe argument wie vorher auch schon, denn offenkundig hat für dich der mensch nicht an sich würde und 'wert' (weil warum solltest du sonst danach fragen?!) sondern dieses muss scheinbar erst theoretisch bestimmt werden? oder wie? wenn tatsächlich alle menschen 'gleich' würdig wären, dann wäre doch die frage, was die würde ist, oder woher sie kommt, auch unsinnig, denn der mensch hat würde, er ist frei, er hat einen wert als lebewesen das atmet, denkt etc und das muss nicht erst durch ein theoretisches konstrukt rechtfertigt oder am besten noch bewiesen werden.
der einzige zweck den man verfolgt wenn man das theoretisch versucht zu begründen ist der den dug bereits angesprochen hat, nämlich (du vielleicht ungewollt, das mag ja sein) die rechtfertigung zu liefern, warum dieser eine mensch mehr würde zugeschrieben bekommen soll als ein anderer usf.
die tatsache, dass in der welt es oft vorkommt, dass der mensch wie ein stück dreck behandelt wird, kommt nicht aus der lediglich falschen theoretischen erklärung dessen was der mensch ist, oder was seine würde theoretisch ist, sondern kommt daher, weil die tatsächlichen, praktischen verhältnisse gegen den menschen feindlich sind und er für sie nur kostenfaktor, produktionskraft uvm ist, der mensch wird in unserer gesellschft funktional betrachtet und das nur deswegen, weil es innerhalb dieser gesellschaftsordnung zweckrational ist und lohnend.
mord, totschlag, ausbeutung, armut etc. sind keine resultate einer falschen vorstellung vom menschen, sondern praktische resultate der äußeren einrichtung der welt, während auf der theoretischen seite genau solche fragestellungen wie die deine sehr nützlich sind, denn sie sind lediglich resultat des praktischen umgangs der menschen untereinander.
du siehst, dass in der welt der mensch teilweise wie ein stück müll behandelt wird und anstatt zu schauen weshalb das so ist, also was die verhältnisse sind, die das produzieren, anstatt diese zu kritisieren und dich für ihre abschaffung einzusetzen, stattdessen stellst du dich hin und fragst allgemein nach der würde des menschen überhaupt...so als wenn das irgendwas an dem tatsächlichen zustand und an der tatsächlichen handlungslogik die eine bestimmte gesellschaftsformation erfordert ändern würde.
...verstehst?


Im Hinblick auf den Wertaspekt sehe ich für mich keinen Unterschied, nur einen einzigen Wert der sich aus der Würde ergibt.

aber warum ergibt sich für dich der wert des menschen erst aus der würde? warum kann der mensch nicht an sich, als wesen, würde haben und wert haben ohne dass man dieses erst noch beweisen müsste? wenn du dich an den beweis machst, dann doch offenkundig nur deswegen, weil gerade die außenwelt der schlagende beweis ist, dass der mensch da draußen einen scheiss zählt -> aber dann ist es nicht darum zu tun einen beweis der würde zu liefern, sondern eine kritik der verhältnisse zu liefern die den menschen wie scheisse behandeln.
da draußen kommt es auf profitmaximierung an, auf durchsetzen in der konkurrenz, auf erweiterung und management des jeweils eigenen privatvermögens usw usf.
das sind praktische probleme, die mit der theoretischen beschäftigung mit der würde des menschen absolut nichts zu tun haben.
ein unternehmer, der sich in einer konkurrenzsituation gezwungen sieht arbeiter zu entlassen weil sie ihm zu teuer geworden sind, der handelt doch nicht deswegen so, weil er lediglich eine falsche theoretische erklärung von der würde des menschen hat, sondern weil die allseitige konkurrenz ihn dazu nötigt wenn er sein geschäft etc. weiterhin führen möchte. Hier ist also die allseitige konkurrenz das übel und nicht die richtige oder falsche vorstellung über den menschen an sich.
und genau deswegen haben diese drei aspekte, die du aufgelistet hast und die dir wichtig sind, so wenig aussagekraft und bedeutung, wenn man überhaupt versucht zu verstehen was in unserer welt aus abläuft.
die nähe zu gott trägt doch nicht dazu bei, dass einer nicht mehr gezwungen ist seine arbeitskraft am markt zu verkaufen.
nächstenliebe macht doch auch nur sinn in einer welt, in der offenkundig menschen so behandelt werden, dass sie in anderen mitleid erregen usw. usf.
all diese begrifflichkeiten haben einzig ihren zweck den menschen einen moralischen stützpfeiler zu geben mit dem sie praktische und tatsächliche ungeheuerlichkeiten besser ertragen können sollen, nur deswegen gibt es die überhaupt. Das ist ihr ganzer zweck und sinn...und der gläubige denkt sich da allerlei tolle geschichten in diese begriffe rein, was wiederum der bestehenden herrschaftsordnung sehr sehr recht ist, weil dieser ihr praktischer zweck dadurch verkannt wird.

zitat von barista: "Das sture Hochhalten der Würde des Menschen ohne Bezug auf seine materielle Existenz zielt auf seine frei akzeptierte Dienstbarkeit."

den satz sollte man sich einrahmen und jedes mal drauf schauen wenn einen mal wieder der gedanke überkommt über die menschenwürde zu räsonnieren.



edit @ martin luthers reformation:

Zitat:
Eine der bezeichnendsten Stellen für die bedingungslose Anerkennung der wirklichen Unfreiheit ist Luthers Mahnung an die in die Hände der Türken gefallenen christlichen Sklaven, nicht etwa ihren neuen Herren davonzulaufen oder sie sonstwie zu schädigen: "du musst denken, dass du deine Freiheit verloren hast und eigen geworden bist, daraus du dich selbst, ohne Wollen und Wissen deines Herrn, nicht ohne Sünde und Ungehorsam wirken kannst". Und nun die interessante Begründung: "Denn du raubst und stiehlst damit deinem Herrn deinen Leib, welchen er gekauft hat oder sonst zu sich gebracht, dass er forthin nicht dein, sondern sein Gut ist, wie ein Vieh oder andere seine Gabe." (Studien über Autorität und Familie, Lüneburg 1987, 147.)
 
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Das ist kein Versuch dich zu bekehren. Denn das kann ich nicht. Das kann nur deine Überzeugung und letzendlich Gott für dich tun.

ich finds so erstaunlich, wie hier überhaupt nicht mal im ansatz an die einsicht- oder nichteinsicht, an den verstand oder an die vernunft des menschen appelliert wird.
denn an diesen fähigkeiten des menschen ist es doch, eine sache zu beurteilen und dann zu schauen welche stellung man zu dieser sache annimmt.
stattdessen ists, wie im zitat deutlich, die überzeugung oder gleich der gott, der einem all son zeugs abnimmt. hier wird also sich offen dafür eingesetzt, irrationalität bei den eigenen entscheidungen und handlungen walten zu lassen.
krass. fällt es nur mir auf?
 
Nein, th3o, es fällt nicht nur Dir auf. Aber Du, Barista, Sidestream, Papierstärke, ... Ihr schreibt so schön, daß es schwerfällt - zumindest mir - sich in die Diskussion einzuklinken. Ihr bringt die Argumente auf den Punkt - besser könnte ichs nicht sagen, bei weitem nicht. Ich lese und geniesse :)

Viele Grüße
 
@cal1s:
Um auf die Gesetze zurückzukommen: Da sollte man zwischen Gesetzen zum Schutz der Bevölkerung und solchen Instrumenten entscheiden. Solche Dinge wie Mord, Gewalt, usw. sind alle ebenfalls untersagt. Und um auf sowas zu kommen, braucht man keine Religion, da man sich das an einer Hand abzählen kann, aber es ist auch nicht negativ, dass die jeweiligen Religionen das unterstützend propagieren.

Um auf das youtube-Video zurückzukommen:
Der Koran gefällt mir besser als die Bibel. Zumindest von dem, was ich da bisher gesehen habe und auch zur Zeit des Kreuzzugs waren die Moslems die netteren Typen. Sie haben sogar die Christen in ihrer Stadt geduldet, statt sie abzuschlachten, so wie die Christen das leider teilweise getan haben.
Wie auch immer. Diese Fundamentalisten sind leider ein Beigeschmack aber generell bei jeder Religion, bei der die Leute so denken.

Um auf den Text im Link zurückzukommen: Beispiele gab es leider nicht wirklich, nur Andeutungen. Da hatte ich eigentlich ein wenig mehr erwartet, vor allem, wenn man bedenkt, dass auch schon Ägypter und andere Völker Ahnung von Astrologie hatten.
Auch Nostradamus hat viel vorhergesagt, nur noch nie konnte man es benutzen um im Vorfeld drauf zu kommen. Und da sehe ich unter Umständen auch die Schwäche in diesen Zukunftswundern. Man wird immer nur hinterher sagen können, dass dort sowas stand.

Ein wenig aufgestoßen haben mir die Suren in ihrer ausschließenden Befehlsform. Nach dem Motto: es wird niemand andere Beweise haben können und auch wird es Leute geben, die einfach zu verblendet sind. Verblendet von was, habe ich mich da immer gefragt. So zu argumentieren ist immer einfach. Er sieht nicht die Zeichen, also ist er verblendet. Ich möchte jetzt nicht so weit gehen und behaupten, dass derjenige, der die Zeichen sieht, sich genug eingebildet hat um sie wirklich zu sehen. Spinner die irgendwelche Codes in der Bibel fanden, gab es auch immer wieder.
Aber ich gebe dir insofern Recht, dass ich hier tatsächlich den Koran lesen müsste, da es nun auf einzelne Beispiele ankäme, aber dennoch thront immer noch der Tod über allem und Zeugen gibt es da leider nicht, als dass igrendjemand da etwas bestätigen könnte.

Wie dem auch sei. Ohne irgendetwas Stichhaltiges, wo man wirklich irgendetwas festnageln kann, glaube ich weiterhin kein Wort. Alles andere lässt sich auch so irgendwie gerade biegen.

An der Stelle würde ich jetzt einfach mal so ein Beipiel fordern. Ansonsten könnte ich auch an die chinesischen Sternzeichen glauben, denn die kommen mir ihren Beschreibungen auch sehr nah an die Realität.;)

Von der Gleichberechtigung sehe ich aber nicht wirklich was, oder sind euch eure Frauen so wertvoll, dass ihr sie wie einen Kanarienvogel behandelt? Warum kopftuch? Schließlich darf man auch die Haare der Männer sehen, oder nicht? In Istanbul sind die Leute teilweise weiter als hier. Da werden die Tücher abgeschafft und hier führen die Leute sie wieder ein. xD
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, lassen wir mal die Türkei aus dem Spiel hier. Das ist ein ganz anderes Thema und würde hier mit dem Thread allgemein wenig zu tun haben.

Den Link, den ich dir gegeben hatte: Haste da oben rechts im Menü mal durchgeklickt? Ich wette du hast die "Beweise" übersehen ;)

Beweise Beweise Beweise ;)
Nun gut .. wie wärs zb mit: Im Koran steht seit über 1400 Jahren dass die Erde eine Kugel ist :) Die Beschaffenheit von "Eisen" und die Zahl, mit der Eisen später im Periodensystem der Elemente aufgelistet sein wird.
 
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Nun gut, dass die Erde eine Kugel ist war schon den alten Griechen bekannt ca.220 vor Christus, also vor über 2230 Jahren, oder andersgesagt mehr als 800 Jahre vor dem Koran!

Wow es steht also im Koran das Eisen "Fe" die Ordnungszahl 26, den Elektronegativitätswert von 1,8 und die Atommasse 55,85 hat?! Oder meinst Du nur dass im Koran die zahlen 1; 2; 5 und 8 vorkommen.



Kannst Du bitte die entsprechende Sure mal nennen!
 
Papierstärke schrieb:
Wow es steht also im Koran das Eisen "Fe" die Ordnungszahl 26, den Elektronegativitätswert von 1,8 und die Atommasse 55,85 hat?! Oder meinst Du nur dass im Koran die zahlen 1; 2; 5 und 8 vorkommen. Kannst Du bitte die entsprechende Sure mal nennen!

Gern Sure "Hadid" Vers 57:25.

Es ist der 25. Vers der Sure Hadid. Jeder Vers beginnt mit dem Bismillah Vers. Der Hadid hat also 26. Verse.

57: 25 Sure: Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und das Maß herab, auf dass die Menschen die Gerechtigkeit aufrecht erhalten. Und Wir sandten das Eisen hinab, worin gewaltige Kraft wie auch (vielerlei) Nutzen für die Menschheit ist...
 
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