Die Rückkehr der Religion?

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@einhörnchen

"Das zielt auf Kapitalismus. Du unterschlägst aber gern die menschenverachtenden Strukturen im Kommunismus und Diktakturen jedweder Art."

wie dugdanger es schon richtig gesagt hat: wir leben doch im kapitalismus, wir müssen uns mit den problemen und verhältnissen auseinandersetzen, die es hier gibt und den zusammenhang von religion und gesellschaftlichen verhältnissen erkennen und herausarbeiten wie es ihn hier gibt.
inwiefern ist also jetzt lediglich der verweis deinerseits auf vergangene oder andere herrschaftsformen (die hier im übrigen auch niemand vertreten hat) eine kritik an dem, was ich über den kapitalismus gesagt habe? das behält doch nachwievor seine richtigkeit und wird durch deinen verweis auf die anderen herrschaftsformen nicht im mindesten qualitativ berührt.



"Ich glaube ja, denn durch meine persönliche Gottesbeziehung hat sich mit Nächstenliebe drastisch erhöt und ich sehe, wie ich freude daran habe, andere Menschen besser zu behandeln oder auch mal zurückzustecken."

ich glaube du verstehst nachwievor nicht ganz, was ich meine.
wir leben hier in einem wirtschafts- und herrschaftssystem, das auf konkurrenz, wettbewerb und recht auf privateigentum beruht.
in dem moment wo du per gesetz freier privateigentümer bist, ab dem moment hast du dir auch konkurrenzdruck und wettbewerb ins haus geholt, weil du dann mit deinem privateigentum in die arena geworfen wirst und du dich eben behaupten musst. das ist freiheit -> freiheit unterzugehen oder sich zu behaupten; es geht also um die nackte existenz.
und gerade die religion mit ihren grundsätzen der bescheidenheit und nächstenliebe kommt gerade dieser logik sehr gelegen.
wenn es menschen gibt, die tatsächlich, ich übertreibe jetzt mal bewusst, an den scheiss glauben, dann kann das nur gut für die sein, die genau wissen, dass die religion schon immer nur dem zweck gedient hat bestimmte menschengruppen sich einfach leichter dienstbar zu machen.
wenn einer bescheiden ist, dann rate mal wer sich freut: der, der dadurch, weil du zurückgesteckt hast, was zusätzlich erwirtschaftet hat.
du kannst religiös verordnete bescheidenheit und alltägliche not in der konkurrenz nicht voneinander trennen -> beides bedingt sich.


"Das nicht, aber sie trägt dazu bei, dass er a) sein Glück nicht mehr zwanghaft in Erfüllung materieller Wünsche in dieser Welt sieht und b) sich anderen Menschen gegenüber anders verhält, wodurch diese profitieren."

ja siehst du, das ist doch genau die ungeheuerlichkeit die die religion in gänze ausmacht, das schreibst du schwarz auf weiß hier und siehst es nicht mal :)
sie trägt dazu bei, dass einer lernen soll nicht mehr seine erfüllung in materiellen sachen zu finden (wohingegen wir aber in einer praktischen, anfassbaren welt leben, in der das nicht vom guten oder schlechten willen der menschen abhängt, ob sie darin ihr glück finden oder nicht, sondern weil die welt wesentlich praktisch ist, ist es natürlich dass die materiellen sachen über wohl oder not des menschen entscheiden bzw. beeinflussen (es sei denn deine erfüllung ists unter der brücke zu schlafen))
und indem du dieses argument des "inneren menschen" vs den "äußeren menschen" bringst (also befriedigung im inneren statt äußeren), reproduzierst du genau den aspekt für den es einzig die religion gibt und weshalb sie für die herrschende schicht einer gesellschaft erhaltenswert ist, nämlich: lehre den menschen sich mit sich selber zu begüngen und dem materiellen abzuschwören bzw. das materielle elend dadurch besser zu ertragen, dass er im inneren sich einbildet reich zu sein...das ist ideologie in reinform, siehst du das nicht? -> allein schon deine aussage: "wodurch andere profitieren" - da sprichst du genau das aus, worum es dabei eigentlich geht, dass nämlich andere (nicht du) profitieren sollen davon, dass du zurücksteckst!


"Ich habe den Eindruck, du versuchst den Sinn der Religion ausschließlich in gesellschaftlichen Systemen zu verorten"

ja, weil sie nur dort ihren vollen sinn enthüllt und um der erfüllung dieses sinnes willen auch nur ins leben gerufen wurde.
alles andere, was du dir in die religion hineinredest, ist gerade die zutat die es braucht, um sich über meine ganzen aufgelisteten aspekte hinwegzutäuschen und sie nicht wahrhaben zu wollen.
nur wenn die gläubigen sich die religion so erklären wie du es tust, nur dann funktioniert sie für diejenigen, die an ihr ein praktisches interesse haben: profit und herrschaftsinteresse.

ich weiß, dass das der hammer ist erstmal, aber versuche dich auf die gedanken einzulassen...prüfe sie anhand der realität und nicht anhand deiner vorstellungen über die religion.
 
Zuletzt bearbeitet:
sidestream schrieb:
Und, was ich vermisse, was ist die Intention von Gott? Dabei rede ich jetzt nicht von seinen Schafen und dass es ihnen gut geht, sondern weshalb der Aufwand, das alles zu erschaffen?


Wenn er allmächtig ist, weshalb braucht er einen Propheten? Weshalb brauchen alle immer einen Propheten? Wenn er allmächtig ist, kann er zu allen Menschen sprechen. Glaubensfrage gelöst. Warum ein Test oder das ganze Theater? Ein Test? Wozu Tests? Worum geht es ihm überhaupt, unserem Gott?
Gibt es dazu auch Suren?

ganz einfach und eindeutig, so lautet die ungefähre übersetzung vom Quran:


„Und ICH (ALLAH) habe die Jinn und die Menschen zu nichts anderem erschaffen, als dass sie MICH (allein) anbeten.“

die auslegung dieses verses von verschiedenen großen korankommentatoren ist:
Ibn Kathir (möge ALLAH ihm gnädig sein) sagte:
mit anderen Worten, ICH habe sie nur erschaffen, damit ICH ihnen befehlen kann, mich anzubeten, nicht, weil ICH sie brauche.
Ali ibn Abi Talhah sagte, über Ibn `Abbas berichtend: „zu nichts anderem erschaffen, als dass sie MICH (allein) anbeten.“ bedeutet: nur, damit sie ihre Untergebenheit MIR gegenüber bestätigen, freiwillig oder unfreiwillig.
Diese Ansicht bevorzugte Ibn Jarir.
Tafsir Ibn Kathir (4/239).
Vielen Menschen ist nicht klar, was ALLAH von ihnen verlangt, nämlich SEINER Religion, die ER für sie gewählt hat, zu folgen. Und ihnen ist nicht klar, was sie zu erwarten haben, nämlich Belohnung für die Folgsamen und Bestrafung für die Unfolgsamen. Das ist Teil SEINES Beschlusses, der nicht mehr verändert oder geändert wird.


ER sagte uns, dass ER das Universum erschaffen hat, damit seine Diener die Perfektion SEINER Macht kennenlernen, das allumfassende Wesen SEINES Wissens. Dazu muss SEIN Diener IHN und SEINE Namen und SEINE Eigenschaften kennen und SEINE Einzigartigkeit bestätigen.


frage: wenn Allah allwissend ist, weiss er doch wo die menschen hinkommen (paradies o. hölle), warum schickt er sie nicht gleich in den jeweiligen ort?
antwort:
ALLAH schickt die Menschen nicht einfach ins Paradies oder in die Hölle, weil ER weiß, was sie verdienen, sondern ER bestimmt Paradies und Hölle für sie aufgrund ihrer Taten in diesem Leben. Hätte ALLAH die Menschheit erschaffen und gleich in Seine Hölle geschickt, so könnten sie sich beschweren, dass ER sie nicht geprüft hätte oder ihnen keine Chance für Bemühungen gegeben hätte. ALLAH beugt diesen Argumenten vor, indem ER sie in dieser Welt erschuf und ihnen einen Sinn gab, Seine Bücher hinabsandte und Seine Gesandten zu ihnen schickte; all dies, damit sie am Tag der Auferstehung keine Klage erheben können.
ALLAH sagt (Interpretation der Aussage):
„Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allah haben. Und Allah ist Allmächtig und Allweise.“
[al-Nisa´4:165].


Solche Entschuldigungen werden unwirksam durch die Entsendung der Gesandten mit froher Botschaft und Warnungen, wie am Ende der Sure Ta-Ha beschrieben, wo ALLAH sagt (Interpretation der Aussage):
„Hätten Wir sie vor ihm durch eine Strafe vernichtet, hätten sie fürwahr gesagt: "Unser Herr, hättest Du doch einen Gesandten zu uns gesandt, so daß wir Deinen Zeichen hätten folgen können, bevor wir erniedrigt und in Schande gestürzt würden!" [Ta-Ha 20:134].

Ein anderes Beispiel ist der Vers, in dem ALLAH sagt (Interpretation der Aussage):
„Zur Hölle getrieben werden diejenigen, die ungläubig waren, in Scharen. Wenn sie dann dort ankommen,
werden ihre Tore geöffnet und ihre Wärter sagen zu ihnen: "Sind nicht zu euch Gesandte von euch (selbst)
gekommen, die euch die Zeichen eures Herrn verlesen und euch die Begegnung mit diesem eurem Tag
warnend an kündigen?" Sie werden sagen: "Ja doch! Aber das Wort der Strafe ist gegen die Ungläubigen
unvermeidlich fällig geworden."
[al-Zumar 39:71]


http://www.quran-sunna.de/viewtopic.php?f=117&t=2602
 
was ist diktatorisch? ich würde eher sagen du bist undankbar wenn du die gaben Allahs und überhaupt seine existenz leugnest.
 
@ hamsi61

Da widersprichst du dir (oder Allah sich) aber selbst.

Du schreibst, "ICH habe sie nur erschaffen, damit ICH ihnen befehlen kann, mich anzubeten, nicht, weil ICH sie brauche. "
Also einerseits sagt Allah, er brauche die Menschen nicht. Andererseits sagt er aber, er brauche sie doch, nämlich damit er ihnen befehlen kann, damit sie seine Allmacht und Einzigartigkeit bestätigen, damit sie ihn anbeten, usw.
Ich finde das ganze "ein wenig" widersprüchlich.
Vor allem aber drückt der Inhalt ganz einfache Psychologie aus. Allah wird dargestellt wie ein Mensch, dessen innerstes Bedürfnis es ist, das Gefühl zu bekommen, er sei einzigartig und allmächtig, er könne Befehle austeilen.
Solche Bedürfnisse sind vor allem bei solchen Menschen ungestillt, die keine guten Eltern hatten. Bzw bei Menschen, deren Eltern selbst Probleme und wenig Zeit für ihre Kinder hatten.
Das ganze macht mich etwas stutzig und lässt mich eher nicht daran glauben. Es lässt mich eher glauben, dass die Religion (hier der Islam) eine Erfindung von Menschen ist, die selber Probleme und viele ungestillte kindliche Bedürfnisse hatten und deshalb auf der Suche nach Lösungen waren. Und deren Lösung war dann der Islam.
 
2006 schrieb:

Die menschen kommen vermehrt vom Glauben an Allah ab, das sieht man in vielen religionen und das aus unterscheidlichen grünnden.


Quelle? Das ist unfug. Auf der ganzen Welt konvertieren immer mehr und mehr Menschen zum Islamd. Letztes Jahr waren es allein in Grossbritanien 100.000 Menschen. In Deutschland ist die Zahl zwar deutlich weniger (ca 4000), unterm Strich aber konvertieren mehr Menschen auch hier in Deutschland zum Islam, als Menschen zum Christentum. Und das kann man auf der ganzen Welt beobachten ... Trotz Terror! Und Warum? Ist das nicht paradox? Keineswegs! Denn gerade wegen dem Terror steigt auch komischerweise das Interesse. Sie möchten wissen, was der Islamd tatsächlich ist und kommen dann hinter die Wahrheit und sind überzeugt. Oder wie erklärst du dir sonst die 100.000 Menschen allein in England letztes Jahr? In einem westlichen, aufgeklärten Land? Aufwachen Leute ...

Quelle: http://www.dailymail.co.uk/news/art...UK-White-women-keen-embrace-Muslim-faith.html
 
Zuletzt bearbeitet:
hamsi61 schrieb:
was ist diktatorisch? ich würde eher sagen du bist undankbar wenn du die gaben Allahs und überhaupt seine existenz leugnest.
Welche Gaben wären denn das genau?

Der Punkt ist nämlich: Ich sehe nichts, was ich von Allah als Gabe erhalten hätte. Dementsprechend bin ich auch nicht in der Lage Dankbarkeit zu empfinden.
 
nein, Allah braucht den menschen nicht. der mensch braucht Allah. Allah hat den menschen zwar erschaffen, dass sie ihm dienen, doch braucht er es nicht. wie im text beschrieben, wurde der mensch erschaffen um Allahs existenz und seine allmacht zu erkennen, mit freim willen.

(Wenn ihr ungläubig seid, so ist Allah eurer unbedürftig, obgleich Er mit dem Unglauben für Seine Diener nicht zufrieden ist. Wenn ihr aber dankbar seid, ist Er damit zufrieden für euch. Und keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich. Hierauf wird eure Rückkehr zu eurem Herrn sein. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. Gewiss, Er weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.) (Qur´an 39:7)
 
Acrylium schrieb:
Welche Gaben wären denn das genau?

Der Punkt ist nämlich: Ich sehe nichts, was ich von Allah als Gabe erhalten hätte. Dementsprechend bin ich auch nicht in der Lage Dankbarkeit zu empfinden.

eine frage, würdest du dein augenlicht für alles geld der welt tauschen? ein gesunder mensch würde natürlich nein sagen.
du hast aber nicht nur augenlicht bekommen, er hat dir alles gegeben, er hat dir und uns allen sogar die erde und was in ihm ist dienstbar gemacht, dann hat er uns noch mit der größten eigenschaft erschaffen, mit dem verstand. und das einzige was Allah von uns möchte ist, ihm allein zu dienen und dankbar zu sein.

wenn ihr doch, das von mir gepostete richtig lesen würdet, könntet ihr euch die hälfte der fragen sparen. oft wird gefragt, was bereits in den vorigen seiten beantwortet wurde.
 
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@ hamsi 61

Ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch. Ich will dich nicht angreifen oder als dumm hinstellen. ;)

Dennoch finde ich, dass deine Worte hier wenig überzeugend wirken, zumindest auf mich.
Du schreibst jetzt auf einmal, Allah bräuchte den Menschen nicht. In den Zitaten vorher aber klang das noch ganz anders.
Du schreibst auch, der Mensch bräuchte Allah. Wofür denn? Wofür braucht der Mensch eine Fiktion (ich nenne es mal so), die er anbeten und der er dienen kann? Ginge das, worum es inhaltlich geht, nicht auch anders? Ich kann auch dankbar für meine Fähigkeiten und Eigenschaften sein, ohne Allah anzubeten. Oder geht das nicht? Allah ist für mich hier nur eine "Krücke", ein Konstrukt, um ein fehlendes Puzzleteil zu ersetzen.

das einzige was Allah von uns möchte ist, ihm allein zu dienen

Bei solchen Sätzen (Anliegen) werde ich grundsätzlich misstrauisch. Das klingt für mich nach dem Wunsch, eine Art von Diktatur einrichten zu wollen. Und ich bin ungerne abhängig und einer Person (oder einem Gott) unterwürfig und ergeben. Da habe ich Angst vor Machtmissbrauch. Ich denke, das ist auch nur gesund, dass ich da vorsichtig bin.

Wenn es einen Gott gibt, der den Menschen wohlgesonnen ist, dann ist er für alle da. Und das sehe ich bei Konstrukten wie Allah nicht. Man muss schon an ihn glauben, um auch von ihm profitieren zu können.
Oder habe ich das falsch verstanden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kann ich mir sicher sein mein Augenlicht und den ganze Rest tatsächlich von Allah bekommen zu haben und nicht einfach durch Zufall oder von unsichtbaren blauen Elephanten?

Das soll jetzt nicht herablassend klingen sondern einfach den Grund meiner Zweifel an dieser Argumentationsweise verdeutlichen. Denn es wird von vornherein davon ausgegangen dass Allah existiert. Wenn dem so wäre müsste ich ihm wohl dankbar sein, richtig. Aber wie kann ich glauben dass Allah existiert wenn es nichts von ihm gibt? Und nein, mein Augenlicht ist kein Beweis für Allahs Existenz.
 
islam bedeutet (hingabe, ergebung), wenn du damit ein problem hast, dem zu dienen der dich und alles andere erschuf und weiterhin erschafft anzuerkennen, dann ist das deine sache.

und jetzt, versteh mich nicht falsch, aber das du sagst, wofür brauche ich gott, ist einfach maßlos.
wie ich oben bereits geschrieben habe, verdanken wir unsere existenz und unsere versorgung allein Allah. zu sagen ich brauche gott nicht ist im höchsten maße unvernünftig. mehr kann ich dazu nicht sagen.

bin dann mal für 2h weg...
 
islam bedeutet (hingabe, ergebung), wenn du damit ein problem hast, dem zu dienen der dich und alles andere erschuf und weiterhin erschafft anzuerkennen, dann ist das deine sache.

naja, scheinbar ist es nicht so "seine sache" wie du glauben machen möchtest, denn sonst würdest du nicht das urteil fällen, wonach seine nachfrage, wofür er denn einen gott bräuchte "maßlos" ist in deinen augen. dieses urteil kannst nur du fällen, eben weil du die autorität bereits anerkannt hast bevor du sie befragst.
und wenn man dich "nicht falsch verstehen" soll, wie soll man dich dann sonst verstehen mit dieser aussage?


wie ich oben bereits geschrieben habe, verdanken wir unsere existenz und unsere versorgung allein Allah. zu sagen ich brauche gott nicht ist im höchsten maße unvernünftig. mehr kann ich dazu nicht sagen.

mehr kannst du dazu tatsächlich nicht sagen, denn das ist auch weiter nicht erklärungsbedürftig und vor allem nicht erklärbar.
für dich ist allah bereits die autorität der du dienen willst.
es ist deswegen kein wunder, dass du dir diese fragen nicht stellst.
für jemand anders ist allah eben keine autorität, aber deswegen kannst du dem anderen wiederum den vorwurf der unvernünftigkeit auch gar nicht machen, weil er doch deinen ausgangspunkt, nämlich dass allah existiert und er grund von allem ist, nicht teilt.
also...wo liegt denn nun der sinn euerer diskussion eigentlich? :freak:
 
@ hamsi61

Naja. Jetzt hast du meine Sätze aber etwas aus dem Zusammenhang gerissen.
Außerdem setzt du in deinem Denken immer die Existenz von Allah voraus. Es gibt aber keine handfesten Beweise für dessen Existenz. Das einzige, was es gibt, sind offene Fragen. Wir wissen nicht genau, woher wir stammen, wie das alles entstanden ist, wo alles hinführt, usw. usf.
Und in diese Lücke stößt bei gläubigen Muslima dann Allah.

Ich hab kein Problem damit, in einer gewissen Demut zu leben, dankbar für meine Fähigkeiten zu sein, dankbar zu sein, dass es natürliche Lebensmittel gibt, sprich: dankbar dafür zu sein, dass es dieses System "Leben auf der Erde" gibt.
Jedoch gibt es auch da einen Haken. Das ganze gilt nur, solange du ein einigermaßen schönes Leben lebst. Lebst du ein Leben in Krankheit, Angst, Einsamkeit oder Armut o.ä., dann verfluchst du deine Existenz womöglich und bist nicht mehr wirklich dankbar dafür, dass du lebst.

Du hast meine Frage übrigens nicht beantwortet:
Ginge das alles, worum es eigentlich geht, nicht, ohne dass man einen Allah anbetet?

Mal ne andere Frage an der Stelle: Was bringt das Beten eigentlich? Was soll der Sinn sein?
Ich weiß z.B., dass ich als Kind regelmäßig gebetet habe. Das hat mich aber nicht vor Unglücken geschützt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fragen werden so ohnehin nicht beantwortet.
Gott hat uns also als Diener geschaffen um seiner Selbstherrlichkeit gerecht zu werden?

:lol:

Aus diesem Grund hege ich Abneigungen gegen Religionen. Weil sowas dabei rauskommt. Hamsi, auch wenn das nicht deine Absicht gewesen ist, du hast mich in allem bestätigt.
Wenn ich vor gut einer Seite Beiträge noch Sympathien für den Islam hatte, wars das jetzt.

Ich stimme den anderen zu. Du hast diese Authorität bereits anerkannt, oder wurdest gehirngewaschen, oder was auch immer und deshalb stellt sich für dich gar nicht erst die Frage ob Allah dir möglicherweise das Augenlicht gab.

Allah wird stolz auf dich sein, das sei dir nach deiner Definition gewiss.

Allmacht? Ich verweise nochmal auf meinen Beitrag weiter oben.
 
Außerdem setzt du in deinem Denken immer die Existenz von Allah voraus. Es gibt aber keine handfesten Beweise für dessen Existenz. Das einzige, was es gibt, sind offene Fragen. Wir wissen nicht genau, woher wir stammen, wie das alles entstanden ist, wo alles hinführt, usw. usf.
Und in diese Lücke stößt bei gläubigen Muslima dann Allah.

Gebe ich dir Recht. Aber ich bin weder christlich noch muslimisch gläubig, dennoch glaube ich an, ja nennen wir ihn mal Gott. Für mich ist Gott nur eine Definition für eine nicht greifbare höhere Macht welche auf irgendeine Art und Weise existiert.

Beten bringt den Menschen eine Art Seelenfrieden. Oft hast du bestimmt schon selber moralisch fragwürdige Sachen gemacht. (nur ein Bsp) Manche Leute beten dann zum Beispiel um sich von dieser Last zu befreien. Für mich ist das auch schwer nachzuvollziehen und ich sehe keinen Sinn darin, aber ich denke ich mache auch Dinge in denen andere keinen Sinn sehen. Von daher relativiert sich das ja :D


und jetzt, versteh mich nicht falsch, aber das du sagst, wofür brauche ich gott, ist einfach maßlos.
wie ich oben bereits geschrieben habe, verdanken wir unsere existenz und unsere versorgung allein Allah. zu sagen ich brauche gott nicht ist im höchsten maße unvernünftig.

Ich brauche Gott nicht! Wie gesagt ist es lediglich eine Assoziation für eine höhere nicht greifbare noch sichtbare noch begreifbare Macht. Wir haben uns dann halt irgendwann im Kollektiv auf das Wort Gott/Allah/Jehova usw geeinigt. Deine Existenz verdankst du sicher nicht Gott, viel eher der Evolution und der glücklichen Umstände auf der Erde welche Wasser und Luft, die Grundlage allen Lebens zur Verfügung stellt. Sorry aber ich glaube eher daran das uns Außerirdische geschaffen haben als das was die Kirche unter Gott versteht.


Ich stimme den anderen zu. Du hast diese Authorität bereits anerkannt, oder wurdest gehirngewaschen, oder was auch immer und deshalb stellt sich für dich gar nicht erst die Frage ob Allah dir möglicherweise das Augenlicht gab.

Allah wird stolz auf dich sein, das sei dir nach deiner Definition gewiss.

Allmacht? Ich verweise nochmal auf meinen Beitrag weiter oben.

Wirklich ganz toll gesagt! Jetzt frage ich aber Hamsi nochmal etwas.

@ Hamsi, nehmen wir den Koran, wurde der von Gott oder von Menschen geschrieben? . Denkst du nicht das manche Menschen so etwas wie den Koran/Bibel auch zu ihrem eigenen Gunsten auslegen? Ich wette du traust dich nicht dir diese Frage ernsthaft zu stellen. Es könnte ja das Glaubensgerüst zu bröckeln anfangen

Ach und zu guter letzt zum Erstellerfrage. Ich denke nicht das die Religion, zumindest in unseren Breitengraden zurzeit starken Zuwachs findet. (Kind-Priester Dilemma). Nach wie vor sind Religionen noch sehr stark und bremsen unsere Gesellschaft teilweise wo es nur geht. In meinem Bekanntenkreis sind max 10% gläubig.


Edit: Pfeif auf Religion, wir sind alles Menschen, wir sind alle gleich ob schwarz,weiß oder gelb, ob Muslim oder Christ, wir alle atmen die gleiche Luft. Vergesst die Religion und findet wieder zu euch selbst. Nur so können wir in Zukunft auf dieser Erde leben. Für mich wäre ein Welt ohne Religion ein ganzes Stück friedlicher. Religion dient doch nur dazu gewisse Teile auszugrenzen und den anderen Teil zu manipulieren. Der Grundgedanke ist schön, wenn er denn auch endlich mal ohne Eigeninteresse verfolgt wird
 
Zuletzt bearbeitet:
ThomasSilent schrieb:
nehmen wir den Koran, wurde der von Gott oder von Menschen geschrieben? (Letzteres ist erwiesen).
Quelle? Gib mir eine Quelle, die beweist, dass der Koran von Menschenhand geschrieben wurde. Ich glaube, du verwechselst den Koran mit der Bibel, die tatsächlich von Menschenhand niedergeschrieben ist. Die Kirche leugnet das nicht. Beim Koran allerdings gibt es keine Beweise dafür. Mohammed sav. kann ihn nicht verfasst haben. Da sind sich sogar Historiker und Wissenschaftler einig. Wenn du den Grund erfahren möchtest, erkundige dich, bevor du hier so etwas von dir gibst.
Ergänzung ()

ThomasSilent schrieb:
Ach und zu guter letzt zum Erstellerfrage. Ich denke nicht das die Religion, zumindest in unseren Breitengraden zurzeit starken Zuwachs findet. (Kind-Priester Dilemma). Nach wie vor sind Religionen noch sehr stark und bremsen unsere Gesellschaft teilweise wo es nur geht. In meinem Bekanntenkreis sind max 10% gläubig.
Stimmt auch nicht. Deine Recherchen (wenn du überhaupt dir die Mühe gemacht hast) sind einfach schlecht. Ich habe einige Beiträge zuvor mit Quellenangaben geschrieben, dass die Kirche Gläubige verliert. Der Islam allerdings weltweit zunimmt. Allein in Grossbritanien gab es letztes jahr 100.000 Menschen, die den Islam angenommen haben. In Deutschland sind es jährlich (!) über 4000 Menschen.
 
Tja irgendjemand muss das ja aufgeschrieben haben anonsten gäbe es dieses Werk nicht ;)

Ich denke Religionen basieren auf alten Überlieferungen seien es Mythen, Heldentaten, Tugenden. irgenwann wurden einige dieser Werke zusammengetragen und so enstanden dann z.B die Testamente. Vorher wurde alles über Jahrhunderte mündlich überliefert, unterschiedlich interpretiert usw

Vor dem Tod des Propheten Mohammed war die Schriftsammlung abgeschlossen, und nach Abstimmung mit allen, die den Koran sowohl mündlich (Hafiz) als auch schriftlich bewahrt hatten, entstand nach dem Tode des Propheten Mohammed im Jahre 11 n. H. (632 n. Chr.) zu Zeiten des ersten Kalifen Abu Bakr der erste Koran-Band

Quelle: Wikipedia

Also eine Schriftsammlung, laut deiner Aussage hat Allah mal hier mal dort so ein Schriftstück angefertigt/durch Menschenhand anfertigen lassen und nach dem Tod des Propheten wurde dann alles zusammengetragen. Sorry aber da greift bei mir der Verstand und die Logik. Über den genauen Ursprung weiß man dann aber wohl doch nicht soviel, zumindest sind nur einige Namen der Verfasser bekannt. Da streiten sich die Theologen wohl noch. Evtl habe ich dich aber auch falsch verstanden. Das erwiesen streiche ich. War ich wohl etwas vorschnell :)


Und was stimmt da bitte nicht. Die Religion in unseren Breitengraden ist Katholisch oder evangelisch nicht muslimisch. Und unsere Gemeinden verlieren Mitglieder.Also mal genau lesen bevor man rumkritisiert ;)
Wenn du doch über alles genau Bescheid weißt solltest du auch sagen das z.B die katholische Kirche in Afrika nach wie vor am "boomen" ist. Der Islam findet auch immer mehr Verbreitung was aber wohl auch an den immer steigenden Bevölkerungszahlen dieser Länder liegt. In Europa stagniert diese ja oder erhöht sich nicht so schnell. In Europa verbreitet sich der Islam auch hauptsächlich durch neue Zuwanderer, die Zahl derer die ihren Glauben wechseln ist sehr gering.

Allein in Grossbritanien gab es letztes jahr 100.000 Menschen, die den Islam angenommen haben
Sicher alles Menschen wo vorher Christen waren. Sicher! :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@thomassilent

ich würde an deiner stelle nicht zu vorschnell über deinen mitdiskutanten triumphieren.
wenn du schreibst:

"Also eine Schriftsammlung, laut deiner Aussage hat Allah [...] Sorry aber da greift bei mir der Verstand und die Logik."

dann frage ich mich wo bei dir verstand und logik geblieben sind, als du diesen satz über dich geschrieben hast:

"[...] dennoch glaube ich an, ja nennen wir ihn mal Gott. Für mich ist Gott nur eine Definition für eine nicht greifbare höhere Macht welche auf irgendeine Art und Weise existiert."

sehr interessant.
also verstand und logik greifen bei dir immer dann, wenn du anderen eine unsinnigkeit vorrechnen willst. so weit, so gut.
deine eigene unsinnigkeit jedoch, von einer höheren macht, die auf irgendeine weise (man weiß nicht wie, aber man behauptet das erstmal fleißig) existieren soll, die ist also schon durch verstand und logik gedeckt. oder wie?

leute...merkt ihr mal eigentlich was ihr da so von euch gebt?

:lol:
 
Mohammed hat vom Erzengel Gabriel den Koran mehr oder weniger Seite für Seite erhalten. Und das hat über 20 Jahre gedauert. Weil er weder lesen noch schreiben konnte, musste er sich alles vom Erzengel überbrachte auswendig lernen. Damit die Unverfälschtheit des Koran garantiert werden konnte. Nicht nur der Koran selbst (Also Gott selbst, denn der Koran ist aus der Sicht Gottes und seiner Engel geschrieben, im Gegensatz zur mit Menschenhand verfassten Bibel), auch Historiker und Wissenschaftler bestätigen die bis heute gültige Erstfassung des Koran. Somit wurde der Koran mit keiner einzigen Silbe geändert. Im Gegensatz zur Bibel, die unzählige Veränderungen mitsich brachte.
Ergänzung ()

ThomasSilent schrieb:
In Europa verbreitet sich der Islam auch hauptsächlich durch neue Zuwanderer, die Zahl derer die ihren Glauben wechseln ist sehr gering.

Sicher alles Menschen wo vorher Christen waren. Sicher! :D
Nein. Eben nicht. Es geht nicht um Zuwanderung sondern um Konvertieten. Lesen will gelernt sein ...
 
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