Die Rückkehr der Religion?

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Ich seh das garnicht so, dass die Leute wieder religiöser werden. In meinem Umfeld ist davon nichts zu sehen.
Ich beobachte eher, dass die Menschen sehr kritisch mit Politik und Religion umgehen und eigentlich beidem eher abgeneigt sind. Wir leben meiner Ansicht nach in einer Zeit ohne geistige Führer. Die Führer, die es in der Gesellschaft sind, werden von den meisten nicht wirklich als Vorbilder gesehen und akzeptiert. Denn es gibt nur sehr wenige dieser, die sich nicht durch Egoismus auszeichnen.
Natürlich liegt es in solchen Zeiten, in denen man vergebens nach moralischen Vorbildern und menschlichen Werten sucht, nahe, sich wieder den Religionen zu zu wenden.
Aber weder ich tue das. Noch beobachte ich das in meinem Umfeld.
 
Zu diesem Thema möchte ich ein paar Zitate hier niederschreiben, die auch meine Meinung wiederspiegeln:


In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen - intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz.
(Abu'l-Ala-Al-Ma'arri, arabischer Dichter und Schriftsteller, 973-1057)

Die beste aller möglichen Welten ist eine Welt ohne Religion.
(John Adams, zweiter Präsident der U.S.A., 1735-1826)

Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst.
(Bertrand Russell, englischer Philosoph, 1872-1970)
 
Ich hatte gestern Abend erst wieder ein Gespräch mit einem sehr religiösen Menschen.

Also ich persönlich gewinne immer öfter den Eindruck, dass Menschen sich weniger wegen der persönlichen Suche nach einem moralischen Kompass der Religion zu wenden, als eher der damit einhergehenden Möglichkeit, sich über andere Menschen zu erheben. Religion kann sicher gutes bewirken, doch scheint sie mir heut zu Tage eigentlich nur noch dazu missbraucht zu werden, einen Grund zu finden um auf andere Menschen herabschauen zu können.

Aber wieso nehmen die Menschen dafür die Religion? Klar, wenn man nichts hat was einen selbst vom anderen unterscheidet, man sich aber gern über dem anderen sehen würde, ist es einfach zu sagen der andere hätte keinen bzw. den falschen Glauben und deswegen sei man ein besserer Mensch. Aber wieso dazu Religion nehmen? Geht es denn nicht auch auf anderem Weg, seine persönliche Geltungssucht und Arroganz aus zu leben?
 
Moin, mal kurz meine Meinung dazu.

Ich sage Religion ist was für Menschen die zu faul sind, sich ihr Dasein "naturwissenschaftlich" zu erklären.

Warum ich auf diese Aussage komme. Darüber habe ich mir schon das eine oder andere mal einen Kopf gemacht. Ich wurde allerdings auch nicht Religiös erzogen. Die Kommunion war bei mir aber auch schon mehr eine art "Sponsorentreffen", wo es mächtig was abzusahnen galt. Denn irgendwie mußte ja der MegaDrive von Sega bezahlt werden, und damals kostete Software in den meisten Fällen noch Geld.

Ich will jetzt hier nicht die ewige Disskusion antreten, Gott ist nicht Wissenschaftlich, etc. Nur ich für meinen Teil denke mir Komplizierte Sachen ganz gerne so zurecht, dass ich sie in etwa verstehen kann. Als Kind war ich Sience-Fiction Fan, Spok und Co gab es mit mir schon als ich Grundschüler war. Und Gott auf Erde ging nicht, war mir als Knirps schon klar.

Also muß der ja irgendwie da oben sein. Kennt Amstrong den ? und ähnlichge Gedanken.
Allerding war ich im zweitem Schuljahr soweit, dass ich wußte, wie unser Sonnensystem Funktioniert, was ne Galaxis ist, das es unendliche davon gibt, usw.
Und was mir auch klar war, dass ich mir nen sehr einfaches Bild von unserer Entstehung machen konnte, jedenfalls in folgenden groben Zügen.

Urknall - großer Bumm, und wie bei D-Böllern fliegt halt alles vom Explosionskern weg - ich hatte recht früh mal gut erklärt bekommen was Anziehungskraft ist - und auch das sich alle Massen irgendwann anziehen, -> verdichten -> aus Staub werden Sterne und Planeten -> und Irgendwann kamen wir dann an die Reihe.

Das ganze hier ist zwar sehr oberflächlich, aber so waren meine Gedankengänge. Ich denke aber die Erziehung spielt eine große Rolle, ob man Relligiös ist oder nicht.

Zum Thema, was hat uns die Relligion denn gebracht. Ohne Relligion wären wir jetzt auf dem Mars, und es hätte 8 von 10 Kriegen nicht gegeben !!! Also, ich sage, Realisten bringen uns weiter als Religiose Menschen !!!
 
Servus.

Sorry wenn ich das so sage, aber für mich hast du dich mit der Thematik nicht wirklich ausreichend befasst, den dein Beitrag dahingehend scheint lediglich auf sehr beschränktem Wissen zur Thematik zu beruhen.

So z.B. besteht die Religion nicht nur aus dem ev. bzw. christlichen Glaubensbild, auf den du dich in deinem Beitrag zu beziehen scheinst.

Weiter war der damalige Stand der "Wissenschaft" defakto der, daß die Erde eine Scheibe ist und den Mittelpunkt des Universums dar stellt. Dieser falsche Ansicht kam nicht von einer Religion.
Weiter war es Stand der Wissenschaft im Jahre um 1945 herum, daß eine nukleare Explosion keine Folgenschäden im Form von Strahlung und nuklearem Niederschlag verursacht (kannst dir ja mal die damaligen Sensungen so anschauen, wie Atomtest abgelaufen sind, wie die Bevölkerung davor sich zu schützen hat etc..)
Dies mal als Beispiel, daß unsere (Natur)wissenschaft damals, wie heute nach wie vor nicht unfehlbar ist.

Zum Thema, was hat uns die Relligion denn gebracht. Ohne Relligion wären wir jetzt auf dem Mars, und es hätte 8 von 10 Kriegen nicht gegeben !!!
Dahingehend widersprichst du dir doch selber.
Hättest du dich umfänglicher mit dem Thema auseinander gesetzt, wüsstest du, daß der Mensch schon immer die größten technologischen Fortschritte gemacht hat, wenn Krieg war bzw. wenn es darum ging, Dinge für den Krieg zu entwickeln.
Hätte es den 2.WK nicht gegeben, wären wir sehr viel Später zum ersten Mal zum Mond geflogen. Entsprechend wäre wohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal eine Sonde beim Mars angekommen.
Hätte es den 2.WK nicht gegeben, hätte es erst viel Später Strahlentriebwerke geben.
Usw...

Davon ab, nicht die Religion hat zum Krieg aufgerufen, es war der Mensch der die Macht der Religion für Politische Zwecke missbraucht hat.
Es ist und war immer nur der Mensch. Der Religion die Schuld für etwas zu geben ist das gleiche, wie wenn ein Gläubiger seine Eigenverantwortung an eine höhere Macht "abgibt".

Hätte damals der christl. Glaube nicht so ein Einfluss auf die Menschen gehabt, und hätte die Bevölkerung dahin dirigiert, möglichst viele nachkommen zu "produzieren", hätte der Mensch evtl. die eine oder andere Epidemie vielleicht nicht überstanden.

Weiter hat der christl. Glaube das Zusammenleben verbessert und hat allgemein gültige Gesetzte geschaffen und eine allgemeingültige Moral bzw. Ethik gelehrt.

usw...


Grüßle ~Shar~
 
Mad316 schrieb:
Unsere Religionen sind im Gegensatz dazu aber mit dem Grundgesetz und den Menschenrechten vereinbar.

Würde ich mal als relativ trivial bezeichnen, was meiner Meinung daran liegt, dass unsere Auffassungen über Menschenrechte, Gesellschaftliche Grundsätze und somit auch unser Grundgesetze sehr stark vom Christlichen Glauben Beeinflusst sind. Sicher hat die Kirche nicht Moral erfunden, aber sie haben sie als Gesellschaftliches Gut massenfähig gemacht. Also nicht Grundgesetz... oh lässt sich mit Christentum vereinbaren, sondern Christentum -> Grundgesetz

Deathmachine-TX schrieb:
Urknall - großer Bumm, und wie bei D-Böllern fliegt halt alles vom Explosionskern weg - ich hatte recht früh mal gut erklärt bekommen was Anziehungskraft ist - und auch das sich alle Massen irgendwann anziehen, -> verdichten -> aus Staub werden Sterne und Planeten -> und Irgendwann kamen wir dann an die Reihe.

Da du die Wissenschaft schon erwähnt hast, weißt du ja, dass es Gesetze gibt und Theorien. Die ganze Urknallgeschichte gehört zu den Theorien. Kann also so gewesen sein, kann aber genauso gut totaler Schwachsinn sein. ;-)

Deathmachine-TX schrieb:
Zum Thema, was hat uns die Relligion denn gebracht. Ohne Relligion wären wir jetzt auf dem Mars, und es hätte 8 von 10 Kriegen nicht gegeben !!! Also, ich sage, Realisten bringen uns weiter als Religiose Menschen !!!

Wie schon von Vorredner erwähnt, wurden zwar viele Kriege unter dem Deckmantel der Religion geführt, aber haben nicht mit dem Glauben bzw. der Religion zu tun. ICh glaube auch eher ohne Religion hätte es mehr Kriege gegeben, da ich wie oben schon geschrieben meine, dass unsere Weltanschauung sehr stark vom christlichen Glauben beeinflusst ist egal ob Gläubiger oder Atheist. Ohne Religion wären unsere Moralischen Grundsätze nicht so fest in der Gesellschaft verankert.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde mich gern an die diskussionsrunde beteiligen und gleich meine frage aufwerfen, und fragen woher der mensch und das leben an sich kommt, wenn nicht von gott?
denn ich habe viele wissenschaftler sagen hören, das von nichts, nichts kommen kann. das praktisch leben nur durch leben entstehen kann.
 
wunschiwunsch schrieb:
Würde ich mal als relativ trivial bezeichnen, was meiner Meinung daran liegt, dass unsere Auffassungen über Menschenrechte, Gesellschaftliche Grundsätze und somit auch unser Grundgesetze sehr stark vom Christlichen Glauben Beeinflusst sind.

Na Mensch und ich dachte immer "Egalite" war ein Produkt der Aufklärung.
Kulturelle Einflüsse sind natürlich noch vorhanden. Die christliche Religion jedoch als "Hüter" für "die" Ethik zu identifizieren ist schon seit 200 Jahren nicht mehr richtig.

Ich halte keine Religion mit unserem GG oder der FDGO für vereinbar. Entweder lebt man nur Teile seiner Religion und steht hinter dem Regelwerk GG oder eben nicht. Konsequent gelebte Religion, egal welche, widerspricht immer unserer Rechtsordnung.

In der Praxis existiert hier in Deutschland nur noch wenig "richtiges" Christentum. Sonntags in die Kirche und CDU wählen reicht da nicht aus. ;) Einige Freikirchen sind da vielleicht noch in Ansätzen authentisch. Die "Christen" die ich kenne wurden irgendwann getauft, mussten den Religionsunterricht über sich ergehen lassen, wären aber auch ohne Klimbim ganz gut im Leben zurechtgekommen aber so wurden sie nunmal erzogen und werden es mit ihren Kindern wohl auch tun. Glaube und Religionszugehörigkeit entscheidet sich ausschließlich in der Sozialisation.


@hamsi
Beweislastumkehr! ;)
 
gott wäre nicht gott wenn er von jemandem erschaffen wäre, sondern derjenige der ihn erschafft, ergo hat gott keinen erschaffer.
also nochmal die frage, wie kann leben aus dem nichts entstehen? diesmal bitte mit antwort.
 
hamsi61 schrieb:
gott wäre nicht gott wenn er von jemandem erschaffen wäre, sondern derjenige der ihn erschafft, ergo hat gott keinen erschaffer.
also nochmal die frage, wie kann leben aus dem nichts entstehen? diesmal bitte mit antwort.

So zum Beispiel. Aber genau wissen wir es nunmal noch nicht.
 
Kann ich auch nicht bestätigen.
Viele sind mit dem Thema sogar eher durch.

Was solls auch bringen?
Sich in eine nichtige Hoffnung flüchten und letzten Endes wieder enttäuscht werden?

fragen woher der mensch und das leben an sich kommt, wenn nicht von gott?

Das sind wohl die letzten Überlebenden der Religion, wenn das so weiter geht.
Der Rest akzeptiert Beweise der Wissenschaft und kann 1 und 1 zusammen zählen.


Ich finds schon schwer grenzwertig, wenn sich Leute mit einen imaginären Freund unterhalten, ihn ihr Leben in die Hand legen und ihm vertrauen.
In anderen Fällen, wird man für so was weg gesperrt... weiße Jacke und so.

Klar war es damals vielleicht hilfreich, da man nich alles sich erklären konnte
und so auch, relativ gewaltfrei, eine Art Gesetz durch drücken konnte.
Das ist jetzt aber alles "paar Jahre" her...
Mittlerweile kann man sich Sonnenfinsternis, komische Geschehnisse und Naturheilkunde erklären.
Da braucht keiner mehr für auf den Scheiterhaufen.
Auch Gesetze gibt es mehr als genug.

Warum die Menschheit trotzdem an diesen alten Geschichten/Märchen festhält, ist und bleibt mir schleierhaft.

Meine unzensierte Meinung über die Kirche lasse ich mal nicht ab.
Es sei aber noch erwähnt, dass ich vor paar Jahren noch anders dachte.
 
@hamsi

Für dich scheint die Frage sehr wichtig zu sein, wie das Leben entstanden ist. Ein Hinweis wäre vielleicht an der Stelle hilfreich: Egal wie die Frage beantwortet wird, ob es Gott deswegen quasi als existent 'bewiesen' ist, spielt für unser Leben überhaupt keine Rolle. Die ganze Sache, wie der Mensch lebt und womit er seine Probleme hat, wird damit kein Deut klarer. Dass die Menschen auf der Erde leiden liegt bestimmt nicht daran, dass es Ungläubige gibt. Ob jemand an seine Einbildungen glaubt, löst seine Probleme nicht. Ihm bleibt es entsprechen nicht erspart, sich die Welt nach Maßgabe der Realität zu erklären und für sich nützlich zu machen.

Anders herum wird ein Schuh daraus: Jeder von uns macht besser seinen Dienst für die andere - sich zu unterordnen oder anderen zu befehlen, arm zu sein oder reich - wenn er die Religion, den Glaube an Himmlischen oder ethischen Werten, oder einfach den Patriotismus und die demokratischen Werte über seine Bedürfnisse stellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Ich bin nicht der Meinung, dass die Religion wie sie vorher ausgelebt wurde, am Zurückkehren ist. Meiner Meinung nach ist das Gegenteil der Fall. Von Jahr zu Jahr verabschieden sich die Menschen von ihrer Religion und sehnen auch nicht mehr danach.
Woran ich das festhalte? Habe keine Studien dazu, aber das ist meine Beobachtung, d.h. meine subjektive Wahrnehmung meines Umfeldes. Auch an mir sehe ich es, denn mit der Zeit schwächt meine Religiosität, was ich sehr bedauere und mir es vorwerfe. Bin also ein (sehr) schlechter religiöser Mensch.

Offtopic:

Ich konnte es einfach nicht lassen und musste einige Dinge kommentieren, die aber nicht direkt mit dem Thema zu tun haben. Deswegen die Spoiler. Und habe dazu noch versucht meine Sicht der Religion zu erklären. Leider ist es mir nicht gelungen die Texte kürzer zu halten. Ihr sollt also gewarnt sein, bevor ihr die Texte aufklappt ;).


1)
Es gibt unzählige Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller, Erfinder, die an eine höhere Macht glauben. Es gab sie im 5. Jh., im 10., im 15., im 17., im 19., und es gibt sie in diesem Jahrhundert.
Genau so gut gibt es viele Intellektuelle, die an eine höhere Macht glauben. Wer seid ihr überhaupt und denkt ihr könntet DIE Erklärung für die "Verblendung" der Menschen kennen? In einem Atemzug stellt ihr euch über Tausende historisch-wichtige Menschen und merkt nicht einmal in welchem Widerspruch ihr steckt. Ihr wirft nämlich all diesen Menschen vor, sie seien geblendet, manipuliert, faul zu denken, usw., aber im Grunde genommen entspricht ihr genau diesen Vorwürfen.

2)
Noch besser wird es, wenn so genannte Besserwisser denken zu wissen, dass ein gläubiger Mensch die Wissenschaft ausschließt, weil er gläubig ist. Das ist totaler Müll und zeigt mir, wie sehr ihr euch mit Religionen auseinandergesetzt habt. Vor allem so etwas wie
Ich sage Religion ist was für Menschen die zu faul sind, sich ihr Dasein "naturwissenschaftlich" zu erklären.
bringt es auf den Punkt. Dieser jemand kennt mich nicht einmal (nehmen wir mal mich als Beispiel), aber er tut so als ob er mich kennen würde. Und erklärt mir noch wieso ich gläubig bin. Im Grunde genommen bin ich ja ein fauler Mensch, der gar nicht denken möchte. Klar, wie einfach man es erklären kann. Wieso ich noch nicht darauf gekommen bin :rolleyes:...

3)
Der unter mir (der Kollege China) ist auch so ein "Denker". Er merkt nicht einmal, dass er denselben Fehler begeht wie die Kirche damals im Mittelalter. Denn damals haben die Christen versucht naturwissenschaftliche Ereignisse durch die Bibel zu erklären. Wie wir wissen war das ein Fehler. Denn selbst ein 5 jähriger kann euch sagen, dass ihr mit einem Kochbuch nicht das Steuersystem in Deutschland erklären könnt. Sowohl wie ihr mit einem religiösen Buch keine naturwissenschaftliche Phänomene erklären könnt.
Klar war es damals vielleicht hilfreich, da man nicht alles sich erklären konnte
und so auch, relativ gewaltfrei, eine Art Gesetz durch drücken konnte.
Das ist jetzt aber alles "paar Jahre" her...
Mittlerweile kann man sich Sonnenfinsternis, komische Geschehnisse und Naturheilkunde erklären.
Da braucht keiner mehr für auf den Scheiterhaufen.
Auch Gesetze gibt es mehr als genug.
Zumindest die 3 monotheistischen Religionen versuchen eben nicht all dies zu erklären. Du z.B. hast gedacht sie würden es, aber man brauche heute sie ja nicht, weil die Wissenschaft es ja schon tut.
Nur merkst du nicht, dass es die Wissenschaft schon seit Tausenden Jahren gibt und es sie nicht in den letzten Jahrhunderten plötzlich entstanden ist.. D.h. Die Wissenschaft hat sich primär immer mit der Untersuchung und Erklärung von etwas beschäftigt. Die Religionen (die großen 3) haben sich immer mit dem warum beschäftigt und tun es immer noch. Manchmal beschäftigen sich aber Menschen mit den Gebieten der Wissenschaft, aber versuchen sie durch ein falsches Buch zu erklären. Was natürlich ein Unsinn hervorbringt.
Dabei ist aber der Mensch der Schuldige, da der Fehler aus ihm hervorgeht und nicht andersherum.

4)
Die Wissenschaft beschäftigt sich mit der Frage wie etwas funktioniert. Der Wissenschaft ist es egal wieso es die Erdanziehungskraft gibt, denn sie beschäftigt sich damit nicht und kann es auch nicht. D.h. sie schaut nur was die Auswirkungen sind, wie sie funktioniert, mehr nicht.

5)
Zu mir: In meiner Welt ist es nur logisch, dass es eine höhere Macht geben muss.
Die Logik sagt mir nämlich, dass es für alles auf der Welt einen Grund gibt. Das ich im Moment denke, kann ich damit begründen, dass meine Gehirnzellen funktionieren. Das ich jetzt schreiben kann, liegt daran, dass ich meine Finger bewege usw. Es gibt nicht nur die eine Begründung für etwas, aber es gibt auf jeden Fall immer eine Begründung für etwas.
Ich gehe also mit der Annahme in die "Schlacht", dass meine These stimmt, das also alles einen Grund hat.

Nun worauf ich hinaus will. Jetzt wenn ich logisch nachdenke, wenn alles doch ein Grund hat, was ist der Grund, dass ich sterbe? Gut nehmen wir mal an, ich sterbe durch einen Schuss. Was war der Grund? Jemand hat auf mich geschossen. Genauer? Ich blutete aus. Genauer? Kein Blut für den Transport von Sauerstoff und anderen Dinge. Genauer? Es ist notwendig, dass die Zellen im Körper Sauerstoff bekommen. Usw, man kann es ewig fortführen. Man gelangt aber irgendwann an einem Punkt, wieso man sterben muss. Wieso kriege ich nicht 2 weitere Beine, wenn ich sterbe? Wieso muss ein Mensch ein Ende haben? Wieso können ihm keine Haare wachsen, wenn er ausblutet, sondern seine Zellen sterben? Wieso?
Es muss doch dafür einen Grund geben wieso unser Mechanismus so aufgebaut wurde, dass es irgendwann ein Ende hat.

Oder wieso konnte Newton Kräfte so gut beschreiben durch mathematische Formel? Jemand muss sich doch Gedanken gemacht haben, damit so etwas komplexes in mathematischen Formeln beschreibbar wird. Und Newton fand es heraus. Die Wissenschaft sagt mir nur nämlich, dass es so ist, also wie es funktioniert. F = m*a. Ja. Wer ist auf die Idee gekommen, dass wenn man eine dreidimensionale Figur beschleunigt, sie eine Kraft ausübt? Jetzt stellt euch 645545446546554 mathematische Formeln vor, die es heute in der Wissenschaft gibt. Es gibt so unzählige davon, aber keines von denen steht im Weg des anderen. D.h. das eine existiert und das andere genauso. Und alles ergibt am Ende z.B. eine Erklärung des Tiefdruckgebiets in der Pfalz. Es wurde perfekt vorher doch geplant, dass ein Zusammenspielt aus etlichen mathematischen Formeln ein Tiefdruckgebiet entstehen lässt. Und das ist nur ein ganz ganz ganz kleiner Teil dessen, was es so alles im Universum gibt.
Wundert ihr euch denn gar nicht, wieso das Universum so harmonisch ist?

Oder anders gesagt, irgendwer muss doch ein Programm geschrieben haben, damit wir (diejenigen, die ein Bestandteil des Programms sind) in diesem Programm bestimmte Werte/Gegenstände/Vorkommnisse benutzen können.

6)
Nun ist es für mich klar, dass es eine höhere Macht geben muss für unser Dasein. D.h. das wir leben (oder eben sterben) hat einen Grund.
Die Frage ist, wer diese höhere Macht sein könnte.
Für manche ist diese höhere Macht der Zufall. Ja, sie glauben nämlich daran, dass alles durch Zufall entstanden ist, d.h. auf die Frage welchen Grund es hat, beantworten sie, dass es zufällig wäre. (Jetzt könnte ich clever sein und meinen, Gott hätte ja auch alles so machen können, dass es so aussieht, als ob es zufällig wäre. Aber lassen wir es jetzt mal so).
Andere meinen Aliens hätten uns (das Universum) erschaffen, aber auch andere meinen es wäre der Krümelmonster. Aber auch andere meinen es wäre eine als Stuhl getarnte Persönlichkeit, die nur zu manchen Menschen in ihrer richtigen Gestalt auftritt..
Man weiß es eben nicht, man kann nur daran glauben.

Ich habe nun in meiner Welt meine Logik soweit voran gebracht, dass ich mir sicher bin, dass es eine höhere Macht geben muss. Bis zu diesem Punkt habe ich keine Zweifel, denn es ist einfach nur logisch (für mich).
Das Problem fängt aber jetzt erst an. Wer ist diese höhere Macht? Bis jetzt habe ich es mir logisch erschlossen, dass es diese Macht gibt, aber mir noch nicht logisch erklären können wer dieser jemand sein soll. Nun ab diesem Punkt fängt der Glaube an.
Ab diesem Punkt wähle ich den Weg, der für mich am logischsten ist. Wo ich also glaube zu wissen, es ist der richtige und der logische.

Nun stehen unendlich Dinge zur Auswahl, wieso ausgerechnet der Gott? Naja für ihn gibt es Anzeichen, also Hinweise. Für den Krümelmonster gibt es keine, für 3 Schmetterlinge, die vielleicht diese höhere Macht sein können, gibt es auch keine. Ich kann also durch die Logik auf diese Schmetterlinge nicht kommen. Es wäre also eine willkürliche (zufällige) Entscheidung ohne einen Ansatz.
Aber ein Mensch, der logisch ist, befolgt den Spuren. Und für den lieben Gott gibt es eine Spur: die heiligen Bücher. Es sind aber 3 Bücher, also auch 3 Wege. Und für mich ist es der Weg des Islams, denn er hat meiner Meinung nach die besseren Hinweise hinterlegt, als die anderen beiden. Und es ist nun eben plausibel diesen Weg zu nehmen, weil die Hinweise besser sind. Aber andere empfinden anders und wählen die anderen Wege, weil für sie deren Hinweise besser sind. Also ist es auch logisch, dass sie diese Wege nehmen.

7)
Oder mal von einer anderen Seite aus die Logik betrachten. Alles hat doch einen Anfang, also muss doch die Evolutionstheorie, die Urknalltheorie oder auch andere zukünftigen Theorien ein Anfang haben. Nun ist die Frage wo der Ursprung des Ursprungs ist. Auch wenn man das erklären könnte, wäre die weitere Frage woher der Ursprung des Ursprungs des Ursprungs kommt usw. D.h. der Glaube an eine höhere Macht wird ewig existieren, wie diese höhere Macht letztendlich heißen wird, das ist die Frage ;).
Für mich ist der Ursprung des Ursprungs der liebe Gott. Also er ließ alles entstehen. Jetzt fragt ihr euch woher er dann kommt. Meine Antwort wäre: ich weiß es nicht, das steht nicht in der Bibel, im Koran oder in der Tora. Ich kann nur das sagen was ich in diesen Büchern als Informationen finde. Für mich als Person ist es auch nicht relevant woher er/sie/es kommt, für mich ist es wichtig, dass er da ist. Denn für mein weiteres Leben in einer weiteren Dimension (der Himmel oder die Hölle) interessiert mich nur, dass er diese höhere Macht ist. Mit meinem Menschenverstand kann ich gar nicht auf den Ursprung des Gottes kommen, falls es ihn (überhaupt) gibt, da er nicht in dieser Dimension da ist.

mfg

PS: Die Texte können Rechtschreib- , wie Grammatik- sowohl auch Logikfehler beinhalten. Wundert euch also nicht, falls ihr welche findet. Ich konnte meine Gedanken nicht einwandfrei als Schriftstück ausdrücken.
 
Ein sehr interessanter Beitrag voller interessanter Fehler, und zwar logische Fehler. Aber der erste und gleichzeitig der letzte (das schließt sich in einem Kreis zusammen) ist folgender:

Du gehst von der Annahme, dass alles einen Grund haben muss, weil das halt logisch wäre. Folgerichtig fragst du dich nach dem letzten Grund und so kommst du auf Gott. Und was ist der Grund von Gott?

Erstens: Die Frage nach dem 'letzten Grund' ist eine falsche Frage. Die Menschen sollten gefälligst darauf verzichten. Dieser ist in sich ein Paradoxon, wenn alles einen Grund haben soll, dann geht das unendlich zurück und findet einen Letzten in der unendliche Kette nicht.

Zweitens: Der Grund ist eine Begriff der Logik. Die Logik schließt aber die Existenz an sich nicht ein, diese bleibt außerhalb der Logik, weil ohne Existenz (der Menschen) keine Logik.

Also wenn du deinen ersten Fehler konsequent folgst, landest du notwendig bei der Aussage: "Denn für mein weiteres Leben in einer weiteren Dimension (der Himmel oder die Hölle) interessiert mich nur, dass er diese höhere Macht ist. Mit meinem Menschenverstand kann ich gar nicht auf den Ursprung des Gottes kommen, falls es ihn (überhaupt) gibt, da er nicht in dieser Dimension da ist."

Und damit entziehst du deiner Argumentation die ganze Grundlage: Gott ist in einer anderen Welt, mit dem Scheiß hier müssen wir alleine zurecht kommen, also warum interessiert er dich?
 
Diese Hinweise, von denen er spricht, sind alles Hinweise, die von Menschenhand erschaffen wurden. Es gibt keine DVD mit Echtheitszertifikat von Gott, dass er existiert, oder dass er irgendein Buch geschrieben oder Gesetze in Steintafeln beblitzt hat.

Für mich ist Krümelmonster viel wahrscheinlicher und logischer. Es gibt einen Haufen Kekse und alle haben etwas mit der Bibel und dem Koran gemein: Sie wurden von Menschhand erschaffen.

Welches Recht hat ein von Menschhand erschaffenes Produkt, das Label von Gott zu tragen? Warum gibt es solche Artefakte nicht aus heutiger Zeit? Warum ergänzt Gott nicht seine Gesetze auf der Steintafel? Warum hat Gott Lieblingskinder, die bescheid wissen und andere nicht?
Fragen über Fragen. Ist Gott barmherzig? Klar. Da sind sich alle einig, und trotzdem leiden Menschen unter Menschen. Wie barmherzig kann ein Gott also sein, wenn irgendjemand in seinem Namen gefoltert wird und er zusieht? Wenn er nicht eingreift, gehe ich davon aus, dass er die Menschen geringschätzt. So einen Gott will ich nicht zum Gott haben.

Es hat nicht alles einen Grund. Vielleicht eine Ursache, aber keine Begründung.

Und ob Religion wiederkehrt. Weiß nicht. Alle Bekannten, die ich als intelligent und sensibel einschätze, hoffen eher auf einen Gott, aber glauben nicht dran.
 
barista schrieb:
Du gehst von der Annahme, dass alles einen Grund haben muss, weil das halt logisch wäre. Folgerichtig fragst du dich nach dem letzten Grund und so kommst du auf Gott. Und was ist der Grund von Gott?
Nein, nicht ganz. Vom letzten Grund her komme ich nicht auf Gott. Ich komme auf die Antwort "es muss eine höhere Macht sein". Jetzt fragt man sich logisch gesehen wie diese Definition von einer höheren Macht lautet. Und ab diesem Punkt hat man logisch gesehen keine eindeutige Antwort, d.h. man kann nicht sagen, es ist 100% Gott oder 100% Zufall. Die Logik lässt uns hier mehrere Möglichkeiten als Antworten zu. Und ich habe eine von vielen Antworten am Ende genommen. Die Wahl kann aber nicht mehr auf die Logik aufbauen, da sie nicht mehr beweisbar wird, sprich ich es als logisch nicht annehmen kann, weil es keinen Beweis für oder gegen Gott gibt, sowohl auch keinen Beweis für oder gegen das Krümelmonster. Es ist also logisch, dass es keine eindeutige Antwort mehr gibt, weil ab einem bestimmten Punkt die Logik aufhört und der Glaube anfängt.

Erstens: Die Frage nach dem 'letzten Grund' ist eine falsche Frage. Die Menschen sollten gefälligst darauf verzichten. Dieser ist in sich ein Paradoxon, wenn alles einen Grund haben soll, dann geht das unendlich zurück und findet einen Letzten in der unendliche Kette nicht.
Wie kommst du darauf, dass die Kette unendlich lang ist? Die Kette ist eben nicht unendlich lang, denn alles hat irgendwo ein Anfang. Und ein Anfang kann nicht unendlich sein, da es sonst kein Anfang wäre. Also gibt es immer ein Anfang. Folglich kann man nicht unendlich zurück gehen so wie du annimmst.

Zweitens: Der Grund ist eine Begriff der Logik. Die Logik schließt aber die Existenz an sich nicht ein, diese bleibt außerhalb der Logik, weil ohne Existenz (der Menschen) keine Logik.
Verstehe diesen Teil nicht, genauere Erläuterung bitte?

Und damit entziehst du deiner Argumentation die ganze Grundlage: Gott ist in einer anderen Welt, mit dem Scheiß hier müssen wir alleine zurecht kommen, also warum interessiert er dich?
Womit entziehe ich die ganze Grundlage, habe es nicht ganz verstanden.
Gott ist in einer anderen Welt und wir in dieser, richtig. Warum er mich trotzdem interessiert? Na, weil es einen Grund für meine Existenz, für die Existenz des Universums geben muss, weil ja alles einen Grund hat wie schon behauptet. Nehmen wir mal an, ich hätte recht, tatsächlich ist Gott die Ursache für alles. Nun ist doch die nächste logische Frage, falls Gott die Ursache ist, welche Rolle ich in diesem Universum spiele, sprich Sinn des Lebens. Und der Islam hat zum Beispiel eine mehr oder weniger logische Antwort auf diese Frage. D.h. ich bin am Ende gelangt.
 
Ich glaube der Mensch heuchelt sich selbst eine große Bedeutung zu, weil er nicht wahrhaben will, dass die Welt auch ohne ihn weiterläuft.

Sag doch mal was zu deinen Hinweisen, die von Menschenhand erschaffen wurden. Wo verbirgt sich Gott in diesen menschlichen Artefakten?
 
@cerasus

Du begründest deine Behauptungen durch Logik. Die These 'Alles muss einen Grund/eine Ursache haben' findest du bestätigt bei allen Phänomenen die du die anschaust: jede Sache hat einen Grund, der Grund hat seinerseits auch einen Grund und so weiter. Aber dann machst du ganz ernst mit dem Grund und von einer bestimmten Sache gehst du weg und fragst dich was ganz anders: was ist der Grund von Allem. Und das nennt sich 'der letzte Grund'. Daher habe ich dich gefragt: Wenn Gott der Grund ('höhere Macht') von allem ist, was ist der Grund vom Gott, woher kommt er, wer hat ihn erschaffen? Wenn du konsequent machst mit dem Grund, dann musst du sagen was die Ursache von Gott ist. Und das wäre diese unendliche Kette von Gründen.

Also der Fehler = Der Grund von Allem. Alles, Was es gibt, ist die Existenz. Was existiert, existiert ohne Grund ("Die Logik schließt aber die Existenz an sich nicht ein, diese bleibt außerhalb der Logik"), also braucht auch keinen Gott. Gott braucht es, weil du ihn denkst und als Grund für die Existenz des Universums bestimmt hast. Also kannst du auch die ganze Logik vergessen, das ist keine Logik, wenn du entscheidest, dass es so ist.

Zitat: "Nun ist es für mich klar, dass es eine höhere Macht geben muss für unser Dasein. D.h. das wir leben (oder eben sterben) hat einen Grund.
Die Frage ist, wer diese höhere Macht sein könnte.
"

Mit dieser Entscheidung machst du dich auf der Suche und findest tatsächlich etwas. Es wäre tatsächlich komisch den Gott nicht zu finden, wenn du ihn willst und auch postulierst. Die Frage, warum dich die Frage interessiert, antwortest du wieder mit dem gleichen Widerspruch, auf welchem ich dich aufmerksam gemacht hatte: Gott und wir = zwei verschiedene Welten die sich nicht berühren, "Gott ist in einer anderen Welt, mit dem Scheiß hier müssen wir alleine zurecht kommen, also warum interessiert er dich?"

Edit:

Die Antwort habe ich in diesem Beitrag #74 an hamsi genannt, der genau den gleichen Ansatz hatte - kann das Leben aus nichts entstehen?: "Anders herum wird ein Schuh daraus: Jeder von uns macht besser seinen Dienst für die andere - sich zu unterordnen oder anderen zu befehlen, arm zu sein oder reich - wenn er die Religion, den Glaube an Himmlischen oder ethischen Werten, oder einfach den Patriotismus und die demokratischen Werte über seine Bedürfnisse stellt."
 
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