sidestream schrieb:
@cerasus: Wenn ich trotz einer guten Seele in deiner Religion ein Verlierer sein kann, dann, sry, scheiß ich auf deine Religion. (Ist nicht böse gemeint).
Wenn du ein guter Bergbauarbeiter bist, dann zahlt der IBM Chef dir trotzdem kein Geld oder?
Ich meine du tust gar nichts für IBM, verlangst trotzdem ein Gewinn für dich.
Du solltest erst überlegen, ob es logisch ist, was du da verlangst.
Abgesehen davon wünsche ich trotzdem jedem Menschen mit einem guten Herz, dass sie in den Himmel kommen, obwohl sie nicht an Gott glauben.
barista schrieb:
@cerasus
Es gibt auch nichts weiter zu verstehen: Du willst den Gott haben und Punkt. Dass du es mit so viel 'Logik' machst ist verkehrt. Er entspringt deiner Vorstellung.
Ich denke, ich habe mir genug Mühe gegeben dir eine plausible Erklärung für den Glauben zu geben. Und weil es dir nicht passt, ist es nun verkehrt die Sache durch "Logik" zu erklären. Ich meine, es ist nur eine These von Tausenden, ich habe meine Sichtweise versucht zu erklären. Du stempelst es einfach ab, also meine Denkweise soll verkehrt sein. Eine Begründung dafür gibst du mir aber nicht und auch einen Denkfehler konntest du mir nicht aufzeigen.
wunschiwunsch schrieb:
Hieß es nicht erst die Gläubigen sind die faulen und wollen Wissenschaft ausschließen. Habt ihr euch nie nach dem Sinn des Lebens gefragt? Wenn nicht, dann scheinen die Kritiker eher die Faulen zu sein scheinen und wollen sich das Leben nicht erklären sondern nehmen es einfach hin. Sie haben also scheinbar auch keinen drang nach Wissenschaft, denn dieser zeichnet sich ja aus, immer nach Gründen zu fragen.
Naja, wie du siehst, ist die Heuchelei dieser Zeit riesen groß. Diese Leute, auch sehr viele hier im Board unterwegs, werfen den religiösen Menschen vor, sie sein geblendet und faul zu denken. Es wird einfach pauschalisiert, denn so ist es angenehmer für sie, weil sie (meiner Meinung nach) das Alpha-Tierchen spielen wollen (auf geistiger Ebene). Aber eigentlich sind sie selbst diejenigen, die faul zum Denken sind und ab einem Punkt denken sie gar nicht mehr weiter, weil sie ja die totale Antwort kennen zu scheinen. D.h. sie sprechen dem Gläubigen die Toleranz ab und gleichzeitig merken sie nicht, dass sie eigentlich heucheln, weil sie selbst nicht tolerant sind.
Das ist aber nur eine kleine Meinung von mir. Nicht jeder muss sich gleich angesprochen fühlen.
sidestream schrieb:
Es gibt Menschen, die sind friedlich, beten, sind gläubig und trotzdem werden sie evtl. vergewaltigt, ausgeraubt oder ihnen generell Schmerzen in physicher oder anderer Form zugefügt. Wo steckt da der Sinn hinter? Ist Gott nur ein Schaulustiger? Unergründliche Wege ist die Antwort.
Der Sinn davon ist, dass diese Menschen in den Himmel kommen werden. Stell dir eine Welt vor, wo Gott auf alles eingreifen würde. Dann wäre der Mensch nicht mehr für sich selbst verantwortlich, denn er würde ja praktisch nur gelenkt werden. Das ist ja nicht der Sinn der Sache. Du sollst selbst für dich verantwortlich sein, selbst nachdenken und handeln, selbst Entscheidungen treffen und am Ende selbst die Konsequenzen ertragen. Wenn Gott eingreifen würde, dann hieße es "ich kann ja nichts dafür, er lenkt mich, er macht das, ich bin unschuldig" usw. Hoffe es ist verständlich.
IchmagToast schrieb:
Der persönliche Sinn meiner Existenz ist es, glücklich und zufrieden im Leben zu sein.
Denn was braucht man mehr als sich glücklich und wohl zu fühlen?
Würdest du das immer noch behaupten, wenn du an AIDS infiziert, 9 Jahre alt und in Afrika leben würdest? In Europa geht es dir natürlich sehr gut, also hast du auch keine Probleme so eine oberflächliche Meinung abzugeben. Du denkst aber gar nicht nach, wie es wäre, wenn du unter anderen Umständen leben würdest. Was würdest sagen, wenn du deine Mutter leiden sehen würdest, tag täglich? Würdest du dich nicht fragen, wieso du das mit ansehen musst? Wäre es nicht besser sie schnell und schmerzlos zu töten? Wenn der Sinn des Lebens glücklich sein heißt, wäre es doch besser sich gleich zu umbringen um nicht leiden zu müssen oder? Du kannst dir als Europäer (ich verallgemeinere, tut mir leid) vorstellen, wie sehr man auf der Welt leiden kann. Und wenn es nach dir gehen würde, also man hauptsache glücklich ist, dann sollten aber Millionen Menschen andere Menschen umbringen, weil sie dadurch vielleicht glücklicher werden. Weil sie endlich mehr Geld hätten, mehr zum Essen, usw. Wieso aber tun wir das nicht? Weil die Gesetze so es wollen? Hast du mal darüber nach gedacht, wieso du dir Dinge vorschreiben lässt und du dadurch dein Glück unterdrücken lässt? Denke kaum.
e-ding schrieb:
edit:
@Shar
Denkfehler!
Wie soll man sich denn eine "Nichtexistenz" von, ja wovon eigentlich, herbeidenken!? Funktioniert nicht! Dieses Herbeidenken wäre unendlich, da die Wahrscheinlichkeit eines Glaubenskonstruktes ebenso groß ist wie die Wahrscheinlichkeit für unendlich viele Phantasien.
Deine Fehlannahme besteht darin, dass Du davon ausgehst, dass Nichtgläubige sich aktiv zu Glauben oder Religion positionieren. Die Positionierung, die Abgrenzung findet auf der anderen Seite statt.
Atheismus ist zwar keine Religion, aber es ist ein Glauben. D.h. du positionierst dich nicht aktiv zu Religion, was ich z. B. tue, aber du positionierst dich aktiv zu Glauben, so wie ich. Denn du glaubst, es gäbe ihn nicht, ich glaube es gibt ihn.
Weiterhin gibt es in der Physik und in der Mathematik viele Dinge, die praktisch nicht belegbar sind, aber in der Theorie schon. D.h. die Urknalltheorie ist grob gesagt bis jetzt auch eine Glaubensrichtung, weil man sie durch Theorie erklären kann, aber sie direkt nicht beweisen kann.
D.h. die Theorie kann für alles auf der Welt benutzt werden, sowohl für die Existenz einer höheren Macht. Theoretisch könnt ihr euch alle im "Truman Show" oder in der "Matrix" befinden, ich werdet keine Beweise dafür oder gegen sie finden. Kannst du aber wirklich ausschließen, dass es so was wie die Matrix nicht geben kann? Als einer im System ist es dir doch gar nicht möglich das zu beweisen, was außerhalb des Systems ist (vielleicht doch, theoretisch auch wohl möglich, weiß aber nicht wie es gehen sollte). Und Gott ist eine von Millionen Möglichkeiten was außerhalb des Systems sein könnte.
@ Fairy Ultra
Danke für deinen Beitrag. Ich habe diesen User absichtlich ignoriert, denn auf solche Propaganda und Viertelwahrheiten gehe ich nicht ein. Schön zu sehen, dass nicht jeder gleich auf diese Typen reinfallen, sondern selbst etwas recherchieren.
andiac schrieb:
@ Fairy Ultra
Auch wenn das in dem Zusammenhang etwas anders klingt.
Extrem gefährlich ist es trotzdem.
Denn was bedeutet schon "wenn sie euch angreifen"? "Angreifen" heißt für jeden was anders und kann man interpretieren wie man will.
Lieber andiac, dasselbe gilt auf für die Gesetze in Deutschland. Denn es gibt auch Situationen in Deutschland, wo du dich selbst beschützen darfst. Kannst du mir den Zeitpunkt sagen, ab wann du dich selbst verteidigen darfst? Oder was als einen Angriff durchgeht und du dich dann als angegriffen fühlst?
Heißt es jetzt, die Gesetze in Deutschland sind extrem gefährlich? Denn eigentlich steht haargenau dasselbe in anderen Worten in den heiligen Büchern. Bitte die Dinge etwas differenzierter betrachten.
mfg