Die Rückkehr der Religion?

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Na immerhin. Wir haben damals in der Schule nur irgendeinen Mist abgeschrieben und das dann als Religionsassimilation abgetan. :D

Man kann vieles behaupten. Es gibt aber auch Gläubige, die Gott nicht personifizieren sondern ihn in ihrer Umgebung, guten Freunden, wachsenden Pflanzen, usw. sehen. Damit könnte ich mich auch anfreunden.
 
Servus.

Es gibt aber auch Gläubige, die Gott nicht personifizieren sondern ihn in ihrer Umgebung, guten Freunden, wachsenden Pflanzen, usw. sehen. Damit könnte ich mich auch anfreunden.
So in etwa sieht es aus. Wobei es dahingehend so aussieht, daß jedes Lebewesen, egal ob Mensch+Tier oder auch Pflanzen und alles drumherum ein Teil vom Ganzen ist und "Gott" in dem Sinn kein übernatürliches und übermächtiges Wesen dar stellt, so wie es bei den Christen z.B. der Fall ist.
Weiter hält dort auch mehr der Polytheismus vor, da in dieser Richtung die Polarität (womit es schon einmal kein einzelnen Gott geben kann) eine entscheidende und wichtig Rolle spielt, wie sie es eben auch sonst tut.

Grüßle ~Shar~
 
@ Fairy Ultra

Auch wenn das in dem Zusammenhang etwas anders klingt.
Extrem gefährlich ist es trotzdem.
Denn was bedeutet schon "wenn sie euch angreifen"? "Angreifen" heißt für jeden was anders und kann man interpretieren wie man will. ;)
 
Alles ist Teil eines gigantischen Lebenskreislaufs, dem wir nicht entkommen können. So in etwas könnte ich mir das Höhergestellte vorstellen.
 
sidestream schrieb:
Man kann vieles behaupten. Es gibt aber auch Gläubige, die Gott nicht personifizieren sondern ihn in ihrer Umgebung, guten Freunden, wachsenden Pflanzen, usw. sehen. Damit könnte ich mich auch anfreunden.

Dann sind diese Gläubigen Pantheisten ohne es zu wissen. ;) Auch Einstein könnte man am ehesten als Pantheist bezeichnen. Auch wenn die Christen gerne seinen Spruch missbrauchen "Gott würfelt nicht.". Er hat die Religionen als naiv und dumm abgelehnt.

Ich kann übrigens empfehlen das Buch "Der Gotteswahn" mal zu lesen. :)
 
wunschiwunsch schrieb:
Habt ihr euch nie nach dem Sinn des Lebens gefragt?

Ehrlich gesagt: nein.
Ich habe mich aber auch nie gefragt, warum micht ein unsichtbares, fliegendes Eichhörnchen begleitet.
Warum nicht? -> Ich halte Beides für nichtexistente Konstrukte der Phantasie.
Einziger Unterschied ist, dass das Bedürfnis nach einem Sinn der eigenen Existenz weiter verbreitet ist als das Bedürfnis nach fliegenden Nagetieren.
Ich persönlich glaube weder an einen übergeordneten Grund für meine Existenz oder die des Universums, noch spüre ich das allergeringste Bedürfnis danach.

wunschiwunsch schrieb:
dann scheinen die Kritiker eher die Faulen zu sein scheinen und wollen sich das Leben nicht erklären sondern nehmen es einfach hin.

Meine Existenz halte ich das Ergebnis einer recht langen Reihe von Ereignissen seit der Entstehung dieses Universums. (mindestens)
Ich persönliche halte es für interessanter genau diese Ereignisse und die entsprechenden Mechanismen zu untersuchen und zu verstehen.
Dabei kann ich natürlich nicht ausschließen, dass es einen übergeordneten Grund für 'Alles' und/oder eine übergeordnete Macht irgendeiner Art gibt. (Aber in Anbetracht alleine des uns bekannten Universums denke ich es ist ausgesprochen unwahrscheinlich (vorsichtig ausgedrückt), dass eine unserer Religionen mit der Beschreibung einer solchen Macht richtig liegt.)
 
Sinn. Ich würde eher nach dem Unsinn des Lebens fragen. :D
Dem Planeten und dem Leben hier geben wir nichts. Wir beuten ihn nur aus. Soviel zum Thema Gottes Kinder und so. "Hier habta ne Spielwiese. Wenna die kaputtmacht, erschaffe ich in sieben Tagen ne neue, aber dann gibtsn paar hinter die Löffel."

Ne weiß nicht. Ich denke nicht, dass wir genug vom Raum- und Zeitgefüge verstehen um solche Dinge wie die Entstehung des Universums zu begreifen und auch greifen zu können.

Ich könnte mir vorstellen, dass die christliche Religion ein Comeback feiert, wenn der Islam bei vielen vor der Haustür steht oder der nächste Krieg hier wieder wütet.

Meine Erfahrungen mit der Religion in meinem Umfeld sind eher bedeckt.
Eine Situation: Im Fernsehn läuft gerade ein Bericht, dass der Papst mal eben die Vorhölle abgeschafft hat. Mal eben so. Geht morgens auf Klo und denkt sich "hey. Brauchen wir die eigentlich? Eigentlich ist die doch uncool und so und die laufenden Kosten." Mal ernsthaft, das ist doch schon mehr als bedenklich. Als wenn die Religion reines Marketing ist.
Besser war dann noch der Kommentar von meinem Kumpel: "Findeste das interessant, schalt mal um auf RTL."
no-comment:D

Was ich daraus gelernt habe? Wahrscheinlich hats mein Kumpel als einziger richtig gemacht, auch wenn er nicht wirklich wusste, was er da tat.
"Denn sie wissen nicht, was sie tun." :D
 
sidestream schrieb:
@cerasus: Wenn ich trotz einer guten Seele in deiner Religion ein Verlierer sein kann, dann, sry, scheiß ich auf deine Religion. (Ist nicht böse gemeint).
Wenn du ein guter Bergbauarbeiter bist, dann zahlt der IBM Chef dir trotzdem kein Geld oder?
Ich meine du tust gar nichts für IBM, verlangst trotzdem ein Gewinn für dich.
Du solltest erst überlegen, ob es logisch ist, was du da verlangst.
Abgesehen davon wünsche ich trotzdem jedem Menschen mit einem guten Herz, dass sie in den Himmel kommen, obwohl sie nicht an Gott glauben.

barista schrieb:
@cerasus
Es gibt auch nichts weiter zu verstehen: Du willst den Gott haben und Punkt. Dass du es mit so viel 'Logik' machst ist verkehrt. Er entspringt deiner Vorstellung.
Ich denke, ich habe mir genug Mühe gegeben dir eine plausible Erklärung für den Glauben zu geben. Und weil es dir nicht passt, ist es nun verkehrt die Sache durch "Logik" zu erklären. Ich meine, es ist nur eine These von Tausenden, ich habe meine Sichtweise versucht zu erklären. Du stempelst es einfach ab, also meine Denkweise soll verkehrt sein. Eine Begründung dafür gibst du mir aber nicht und auch einen Denkfehler konntest du mir nicht aufzeigen.

wunschiwunsch schrieb:
Hieß es nicht erst die Gläubigen sind die faulen und wollen Wissenschaft ausschließen. Habt ihr euch nie nach dem Sinn des Lebens gefragt? Wenn nicht, dann scheinen die Kritiker eher die Faulen zu sein scheinen und wollen sich das Leben nicht erklären sondern nehmen es einfach hin. Sie haben also scheinbar auch keinen drang nach Wissenschaft, denn dieser zeichnet sich ja aus, immer nach Gründen zu fragen.
Naja, wie du siehst, ist die Heuchelei dieser Zeit riesen groß. Diese Leute, auch sehr viele hier im Board unterwegs, werfen den religiösen Menschen vor, sie sein geblendet und faul zu denken. Es wird einfach pauschalisiert, denn so ist es angenehmer für sie, weil sie (meiner Meinung nach) das Alpha-Tierchen spielen wollen (auf geistiger Ebene). Aber eigentlich sind sie selbst diejenigen, die faul zum Denken sind und ab einem Punkt denken sie gar nicht mehr weiter, weil sie ja die totale Antwort kennen zu scheinen. D.h. sie sprechen dem Gläubigen die Toleranz ab und gleichzeitig merken sie nicht, dass sie eigentlich heucheln, weil sie selbst nicht tolerant sind.
Das ist aber nur eine kleine Meinung von mir. Nicht jeder muss sich gleich angesprochen fühlen.

sidestream schrieb:
Es gibt Menschen, die sind friedlich, beten, sind gläubig und trotzdem werden sie evtl. vergewaltigt, ausgeraubt oder ihnen generell Schmerzen in physicher oder anderer Form zugefügt. Wo steckt da der Sinn hinter? Ist Gott nur ein Schaulustiger? Unergründliche Wege ist die Antwort.
Der Sinn davon ist, dass diese Menschen in den Himmel kommen werden. Stell dir eine Welt vor, wo Gott auf alles eingreifen würde. Dann wäre der Mensch nicht mehr für sich selbst verantwortlich, denn er würde ja praktisch nur gelenkt werden. Das ist ja nicht der Sinn der Sache. Du sollst selbst für dich verantwortlich sein, selbst nachdenken und handeln, selbst Entscheidungen treffen und am Ende selbst die Konsequenzen ertragen. Wenn Gott eingreifen würde, dann hieße es "ich kann ja nichts dafür, er lenkt mich, er macht das, ich bin unschuldig" usw. Hoffe es ist verständlich.

IchmagToast schrieb:
Der persönliche Sinn meiner Existenz ist es, glücklich und zufrieden im Leben zu sein.
Denn was braucht man mehr als sich glücklich und wohl zu fühlen?
Würdest du das immer noch behaupten, wenn du an AIDS infiziert, 9 Jahre alt und in Afrika leben würdest? In Europa geht es dir natürlich sehr gut, also hast du auch keine Probleme so eine oberflächliche Meinung abzugeben. Du denkst aber gar nicht nach, wie es wäre, wenn du unter anderen Umständen leben würdest. Was würdest sagen, wenn du deine Mutter leiden sehen würdest, tag täglich? Würdest du dich nicht fragen, wieso du das mit ansehen musst? Wäre es nicht besser sie schnell und schmerzlos zu töten? Wenn der Sinn des Lebens glücklich sein heißt, wäre es doch besser sich gleich zu umbringen um nicht leiden zu müssen oder? Du kannst dir als Europäer (ich verallgemeinere, tut mir leid) vorstellen, wie sehr man auf der Welt leiden kann. Und wenn es nach dir gehen würde, also man hauptsache glücklich ist, dann sollten aber Millionen Menschen andere Menschen umbringen, weil sie dadurch vielleicht glücklicher werden. Weil sie endlich mehr Geld hätten, mehr zum Essen, usw. Wieso aber tun wir das nicht? Weil die Gesetze so es wollen? Hast du mal darüber nach gedacht, wieso du dir Dinge vorschreiben lässt und du dadurch dein Glück unterdrücken lässt? Denke kaum.


e-ding schrieb:
edit:
@Shar

Denkfehler!
Wie soll man sich denn eine "Nichtexistenz" von, ja wovon eigentlich, herbeidenken!? Funktioniert nicht! Dieses Herbeidenken wäre unendlich, da die Wahrscheinlichkeit eines Glaubenskonstruktes ebenso groß ist wie die Wahrscheinlichkeit für unendlich viele Phantasien.

Deine Fehlannahme besteht darin, dass Du davon ausgehst, dass Nichtgläubige sich aktiv zu Glauben oder Religion positionieren. Die Positionierung, die Abgrenzung findet auf der anderen Seite statt.
Atheismus ist zwar keine Religion, aber es ist ein Glauben. D.h. du positionierst dich nicht aktiv zu Religion, was ich z. B. tue, aber du positionierst dich aktiv zu Glauben, so wie ich. Denn du glaubst, es gäbe ihn nicht, ich glaube es gibt ihn.

Weiterhin gibt es in der Physik und in der Mathematik viele Dinge, die praktisch nicht belegbar sind, aber in der Theorie schon. D.h. die Urknalltheorie ist grob gesagt bis jetzt auch eine Glaubensrichtung, weil man sie durch Theorie erklären kann, aber sie direkt nicht beweisen kann.

D.h. die Theorie kann für alles auf der Welt benutzt werden, sowohl für die Existenz einer höheren Macht. Theoretisch könnt ihr euch alle im "Truman Show" oder in der "Matrix" befinden, ich werdet keine Beweise dafür oder gegen sie finden. Kannst du aber wirklich ausschließen, dass es so was wie die Matrix nicht geben kann? Als einer im System ist es dir doch gar nicht möglich das zu beweisen, was außerhalb des Systems ist (vielleicht doch, theoretisch auch wohl möglich, weiß aber nicht wie es gehen sollte). Und Gott ist eine von Millionen Möglichkeiten was außerhalb des Systems sein könnte.


@ Fairy Ultra

Danke für deinen Beitrag. Ich habe diesen User absichtlich ignoriert, denn auf solche Propaganda und Viertelwahrheiten gehe ich nicht ein. Schön zu sehen, dass nicht jeder gleich auf diese Typen reinfallen, sondern selbst etwas recherchieren.


andiac schrieb:
@ Fairy Ultra

Auch wenn das in dem Zusammenhang etwas anders klingt.
Extrem gefährlich ist es trotzdem.
Denn was bedeutet schon "wenn sie euch angreifen"? "Angreifen" heißt für jeden was anders und kann man interpretieren wie man will. ;)
Lieber andiac, dasselbe gilt auf für die Gesetze in Deutschland. Denn es gibt auch Situationen in Deutschland, wo du dich selbst beschützen darfst. Kannst du mir den Zeitpunkt sagen, ab wann du dich selbst verteidigen darfst? Oder was als einen Angriff durchgeht und du dich dann als angegriffen fühlst?
Heißt es jetzt, die Gesetze in Deutschland sind extrem gefährlich? Denn eigentlich steht haargenau dasselbe in anderen Worten in den heiligen Büchern. Bitte die Dinge etwas differenzierter betrachten.


mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Denn eigentlich steht haargenau dasselbe in anderen Worten in den heiligen Büchern.

Also komm, bitte! Welches deutsche Gesetz besagt, dass ein Angegriffener mal einfach so jemanden totschlagen darf. Das gilt nur in Ausnahmefällen. Zudem steht im Koran sogar eine Aufforderung zum Töten.

Ich denke, du hast nicht ganz verstanden, was ich geschrieben habe.
Natürlich darf man sich körperlich selbst verteidigen, wenn man körperlich angegriffen wird.
Aber man darf niemanden totschlagen, wenn man z.B. verbal angegriffen wird. Hier aber unterscheidet der Islam in den zitierten Suren nicht. Wer den Islam da wörtlich nimmt, hat z.B. das Recht jemanden zu töten, der ihn einen Gotteslästerer (o.ä.) nennt oder irgendwie anders beleidigt. Denn auch das gilt als (verbaler) Angriff.
Du kannst mir jetzt sagen, dass kein gebildeter, schlauer und/oder aufgeklärter Mensch auch verbale Angriffe mit den zitierten Stellen in Verbindung bringt. Aber genau das ist ja das Problem. Nicht alle Menschen (Moslems) sind schlau, gebildet und/oder aufgeklärt. Wer den Islam (die Bibel ist hier und da ähnlich) wörtlich nimmt, ist in meinen Augen ein sehr gefährlicher Mensch.

Wahrscheinlich sollte man Bücher wie Bibel und Koran besser mit "FSK 18" versehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Alten Testament wird auch mehrfach zu Völkermord aufgerufen, da nehmen sich Christentum, Judentum und Islam wirklich nicht viel. War zur Zeit in dem das entstanden ist ja eh die selbe Religion.
Ich finde Vergleiche von wissenschaftlichen Theorien mit Glaubensrichtungen unpassend, weil die Mentalität, die dahinter steht eine völlig andere ist. Das idealbild eines Wissenschaftlers hat keine Probleme damit, seine Theorie durch eine andere zu ersetzen die besser ist. Er geht nicht davon aus, dass seine Vorstellung richtig ist, sondern es ist einfach die schlüssigste, die praktisch am besten verwendbar ist. Bei Religionen steht da einfach so viel Überzeugung und ein krankhaftes Festhalten dahinter, dass eine echte Toleranz mit anderen Meinungen nicht möglich ist. Das kolidiert einfach mit dem Wahrheitsanspruch, den jede Religion im Gegensatz zu den Naturwissenschaften hat.
 
Was bringt es denn bitteschön die Religion bzw. die jeweiligen heiligen Schriften hier gegeneinander auszuspielen; nach dem Motto: in deinem Buch wird 10 mal mehr zum Töten aufgerufen.
Es gilt doch erst mal festzuhalten, dass es ca. 1,5 Milliarden Moslems (Tendenz steigend) und 2,1 Milliarden Christen (Tendenz stagnierend) gibt.
Diese beiden größten Religionen hatten und haben also definitiv einen immensen Einfluss auf die Menschheitsgeschichte.
Es geht doch immer darum was die Leute heute aus ihrer Religion machen, wenn sie nun schonmal da ist und auch nicht einfach so verschwinden wird.
Ich habe es schon mal geschrieben; was bringt das Gedüns über Suren und Verse. Man werfe einen Blick in die Regionen unserer Welt wo ethnische und Religiöse Auseinandersetzungen stattfinden. Wieso hier und da mal wieder ein Völkermord stattfindet, wie Religion missbraucht wird, wieso sie überhaupt missbraucht werden kann usw...?Welche politischen Interessen oft dahinter stecken usw...
Verstehe nicht wieso solche Diskussionen immer auf hypothetisches "Religionen bashing" hinausläuft.
Trägt null zum Verständniss bei.
Diese Bücher sind uralt und ihre Entstehung ist immer im historischen Kontext zu sehen.

Bezeichnend, dass in diesem Thread nicht einmal der Palästinenser Konflikt, Srebrenica oder Afghanistan aufgegriffen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
cerasus schrieb:
Wenn du ein guter Bergbauarbeiter bist, dann zahlt der IBM Chef dir trotzdem kein Geld oder?
Ich meine du tust gar nichts für IBM, verlangst trotzdem ein Gewinn für dich.
Du solltest erst überlegen, ob es logisch ist, was du da verlangst.

Das kann nicht dein voller Ernst sein oder? Ein gläubiger Arsch wird also einem ungläubigen Guten vorgezogen im Zweifelsfall? Das ist deine Überzeugung?
Wieso tue ich nichts? Ich sorge mit Hilfsbereitschaft dafür, dass diese Welt ein besserer Ort wird. Bergbau und Programmierung sind Äpfel und Birnen. Jemandem zu helfen ist ein und dasselbe. Aber ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Du arbeitest darauf hin, irgendwo in den Himmel zu kommen. Ich arbeite für das hier und jetzt, da ich mich auf einen Himmel nicht verlassen kann. Verlier nur nicht deine Menschen aus den Augen. Du solltest das für ihr Wohl tun und nicht für deinen Himmelsprofit.

cerasus schrieb:
Der Sinn davon ist, dass diese Menschen in den Himmel kommen werden. Stell dir eine Welt vor, wo Gott auf alles eingreifen würde. Dann wäre der Mensch nicht mehr für sich selbst verantwortlich, denn er würde ja praktisch nur gelenkt werden. Das ist ja nicht der Sinn der Sache. Du sollst selbst für dich verantwortlich sein, selbst nachdenken und handeln, selbst Entscheidungen treffen und am Ende selbst die Konsequenzen ertragen. Wenn Gott eingreifen würde, dann hieße es "ich kann ja nichts dafür, er lenkt mich, er macht das, ich bin unschuldig" usw. Hoffe es ist verständlich.

Ja klar. Das ist bestimmt der Grund. Klar, das muss er sein, was auch sonst. Willkür oder Zufall kommt nicht in die Tüte. Wenn Gott niemanden lenkt, lenkt er auch nicht das Schicksal dieser angesprochenen Personen, oder? Dann muss es ja schon Zufall sein. Wenn Gott gewollt hätte, dass sie in den Himmel kommen, hätte er ja die Situation so gelenkt, dass es sich so ergibt. Glaubst du an deine eigenen Worte? Du fliehst in eine gute Welt in der jede Schandtat sicher auch etwas Gutes hatte.

Es gibt Dinge, die kannst du nicht durch dein Handeln beeinflussen. Angenommen jemand bricht bei dir ein, bringt dich um, foltert deine Kinder. Die kommen mit 10 Mann, du hast keine Chance. Ich fahr vorbei und lach dich aus, bist ja schließlich selbst für dein Handeln verantwortlich und warum sollte ich dir als Ungläubiger helfen, wenn ich dadurch eh nicht in den Himmel komme oder sollte ich dir helfen um zu verhindern, dass du schneller in den Himmel kommst?

Ich hoffe, das regt ein wenig zum Denken an, denn deine Logik legst du dir so zurecht, dass es in dein religiöses Bild passt.

Vielleicht wird es dir im Leben auch mal passieren, dass dir irgendwas passiert, worauf du einfach keinen Einfluss hattest, aber selbst in diesem Moment wirst du dich an den Strohhalm deiner Religion festhalten.

Ich entschuldige mich für meinen überspitzten und aggressiven Stil aber im Ernst. Ich bin sowas von baff, dass du mir dieses Zeug ganz offen präsentierst und offengestanden du magst ein netter Kerl sein und ohne Religion könnten wir Freunde sein, aber das, was du da schreibst geht für mich überhaupt nicht. Tut mir Leid. In meinen Augen bist du einfach nur verblendet und redest dir mit deiner Logik selbst was ein.
 
Immerhin suchens am CERN das Gott(higgs)-Teilchen.(Ohne Quatsch, die nennens so)
Weils selber nimmer weiterwissen, "warum um Gottes Willen!" überhaupt irgendwas funktioniert.

Die Bibel liefert die Aussage:
Gott hat uns nach seinem Ebenbild erschaffen und Gott ist in allem, vom Größten bis ins Kleinste.
Hoch interessant sind die Vedischen Schriften - Since Fiction oder ist was dran(Däniken)

Mir gefällt das bei Men in Black recht gut, mit dem UNIVERSUM in dem Halsbandanhänger der Katze und wo am Ende Riesenmonster mit unserem Universum Murmeln spielen.

Das hat was erhellendes.
Wir sehen jetzt schon so weit ins Kleinste hinein uns sehen noch lange kein Ende... zuerst war das Atom... da sind wir draufgekommen das besteht aus vielen Dingern und die Dinger bestehen auch aus Dingern und die Dinger haben immern noch keinen Kern!
Quanten sind auch Wellen, nach jetzigem Stand, die so schnelle vibrieren, daß sie Dichte vortäuschen für unsere Technik.

Wir wissen durch Forschung nicht immer mehr wie die Welt funktioniert, sondern immer weniger warum die Sache läuft.

Warum sollte unser Sonnensystem nicht ein Atom sein und und das ganze bekannte Universum ein Gegenstand eines größeren Systems?
Man stelle sich Sack Mumeln vor, jede Kugel besteht aus Abermilliarden Molekülen
Wäre schon geil, wenn wir nicht nur REINZOOMEN könnten, sondern auch RAUSZOOMEN aus unserem Universum.
NIX gibts ja nicht, also muß unser Universum ja in was drinnen sein.
:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Um noch etwas hinzuzufügen:

@cerasus:
Selbstverständlich würde ich dir helfen, zumindest mit dem, was in meiner Macht steht. Aber ich tu's dann für dich und nicht für meinen Himmelsbeitritt. ;)

Wenn nur Gläubige in den Himmel kommen und der Rest zu Abschaum, obwohkl es gute Menschen sind. Na dann gehe ich lieber zum Abschaum als zu den Blendern.
 
cerasus schrieb:
Atheismus ist zwar keine Religion, aber es ist ein Glauben. D.h. du positionierst dich nicht aktiv zu Religion, was ich z. B. tue, aber du positionierst dich aktiv zu Glauben, so wie ich. Denn du glaubst, es gäbe ihn nicht, ich glaube es gibt ihn.

Wieder falsch. Es handelt sich um zwei komplett verschiedene Ebenen. Ich als Atheist weiß, dass niemand "weiß". Meine logische Schlußfolgerung ist die Akzeptanz des Nichtwissens aber Einbezug von Wahrscheinlichkeiten. Deine ist das Ausfüllen mit einer vorgegebenen/anerzogenen Phantasie, die Du Glauben nennst und die, so propagieren es die großen Religionen, nicht hinterfragt werden darf.
 
andiac schrieb:
@ Fairy Ultra

Auch wenn das in dem Zusammenhang etwas anders klingt.
Extrem gefährlich ist es trotzdem.
Denn was bedeutet schon "wenn sie euch angreifen"? "Angreifen" heißt für jeden was anders und kann man interpretieren wie man will. ;)

das mag sein, nur ist es eben nicht ein Freifahrtschein für Aggression, wie einige darstellen, sondern eben eine Erlaubnis zur Gewalt, wenn man selbst bedroht ist, also als Defensive.

Das es natürlich fanatiker sind, die daraus irgendeine religiöse legitimation für ihr handeln ableiten wollen ist, diese muss man ja nicht noch quasi bestätigen, in dem man wie hier deren falsche Argumentation auch noch für bare Münze nimmt.
Mir ist natürlich klar das die Intention des Posters eine andere ist als seriöse Aufklärung, von daher ist Diskussion müßig mit Stimmungsmachern.

Jede der 3 religionen verbietet Gewalt.
Auch sind sie sich im Kern ähnlicher als viele gerne wahr haben möchten. ;)

Ein anderes Detail, das gerne in der Übersetzung verloren geht ist das unter Ungläubigen nicht Christen/Juden gemeint sind.

Sure 4:

92.Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet: dann die Befreiung eines gläubigen Sklaven und Blutgeld an seine Erben, es sei denn, sie erlassen es aus Mildtätigkeit. War er (der Getötete) aber von einem Volk, das euch feind ist, und ist er (der Totschläger) gläubig: dann die Befreiung eines gläubigen Sklaven; war er aber von einem Volk, mit dem ihr ein Bündnis habt: dann das Blutgeld an seine Erben und die Befreiung eines gläubigen Sklaven. Wer [das] nicht kann: dann zwei Monate hintereinander fasten - eine Barmherzigkeit von Allah. Und Allah ist allwissend, allweise.
93. Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, worin er bleiben soll. Allah wird ihm zürnen und ihn von Sich weisen und ihm schwere Strafe bereiten.

und natürlich ist all das immer noch im historisch Kontext zu sehen.

Heute sind alle Religionen denke ich über die Zeit von religiös motivierten Kriegen raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
andiac schrieb:
Also komm, bitte! Welches deutsche Gesetz besagt, dass ein Angegriffener mal einfach so jemanden totschlagen darf. Das gilt nur in Ausnahmefällen. Zudem steht im Koran sogar eine Aufforderung zum Töten.
Welche Stelle z.B. im Koran sagt, man dürfe einfach so jemanden totschlagen? Denn das gilt nur in Ausnahmefällen.

Aber man darf niemanden totschlagen, wenn man z.B. verbal angegriffen wird. Hier aber unterscheidet der Islam in den zitierten Suren nicht.
Quelle bitte.



sidestream schrieb:
Das kann nicht dein voller Ernst sein oder? Ein gläubiger Arsch wird also einem ungläubigen Guten vorgezogen im Zweifelsfall? Das ist deine Überzeugung?
Nein. Das habe ich nicht gesagt. Ein gläubiger Arsch landet in der Hölle, wieso sollte er vorgezogen werden nur weil er gläubig ist? Wo steht das bitte? Wenn das so wäre, wunderbar, ich kann ja mein Leben von nun an ohne Sorgen genießen. Danke für diesen Freifahrtschein.

Wieso tue ich nichts? Ich sorge mit Hilfsbereitschaft dafür, dass diese Welt ein besserer Ort wird.
Du denkst allen ernstes, für die 3 Religionen reicht es aus einfach nur hilfsbereit zu sein? Hast du dich überhaupt mal mit den großen 3 auseinander gesetzt? Nach deiner Fantasie ist es ja so, man müsse nur ein guter Mensch sein. Wow 95% Menschen (ich schätze) denken sie seien gute Menschen.


Bergbau und Programmierung sind Äpfel und Birnen.
Schön das du es merkst, denn ich habe dir versucht zu zeigen wie sinnlos dein Vergleich war. Zitat:
@cerasus: Wenn ich trotz einer guten Seele in deiner Religion ein Verlierer sein kann, dann, sry, scheiß ich auf deine Religion. (Ist nicht böse gemeint).
Wie du siehst nimmst du an, es reiche aus eine gute Seele zu haben um ein "Gewinner" zu sein. Denn das ist eben nicht der Fall. Muslime beten jeden Tag, müssen jedes Jahr Almosen geben, müssen gute Wohltaten tun, Fasten, und und und. Ich bin einer der für IBM arbeitet, sagen wir mal ein guter Arbeiter. Ich erfülle die Erforderungen des Chefs und werde vielleicht am Ende einen Lohn kriegen. Du bist der Bergbauarbeiter, ein Guter. Aber gut arbeiten reicht eben nicht aus. In der Hinsicht gut arbeiten sind wir gleich (gut arbeiten = gute Seele haben / Menschen helfen etc). Aber ich tue viele zusätzliche Dinge, die du nicht tust. Nun ist es also nicht unfair gegenüber mir, dass du auch von meinem Chef bezahlt wirst, obwohl du nicht für die Firma arbeitest, sprich also andere Zusatzaufgaben nicht erledigst so wie ich?

D.h. du hast mit diesem Vergleich angefangen und ich wollte sie dir nur zeigen, dass du es nicht anwenden kannst.

Du arbeitest darauf hin, irgendwo in den Himmel zu kommen. Ich arbeite für das hier und jetzt, da ich mich auf einen Himmel nicht verlassen kann. Verlier nur nicht deine Menschen aus den Augen. Du solltest das für ihr Wohl tun und nicht für deinen Himmelsprofit.
Ich arbeite darauf hin in den Himmel zu kommen, richtig. Und wo und wann tue ich es? Für das hier und jetzt. Und wenn ich nur es für meinen Himmelsprofit tun würde, wäre es eine Heuchelei. Denn falls es ihn gibt, sieht er alles, d.h. er würde sehen, dass ich nur gierig auf den Profit bin und die eigentliche Tatsache gar nicht erkannt habe. D.h. ich würde letztendlich in der Hölle landen, da ich nicht aus gutem Herzen meine Taten gemacht habe, sondern es vorgetäuscht habe um ein "Gewinner" zu sein.



Es gibt Dinge, die kannst du nicht durch dein Handeln beeinflussen. Angenommen jemand bricht bei dir ein, bringt dich um, foltert deine Kinder. Die kommen mit 10 Mann, du hast keine Chance. Ich fahr vorbei und lach dich aus, bist ja schließlich selbst für dein Handeln verantwortlich und warum sollte ich dir als Ungläubiger helfen, wenn ich dadurch eh nicht in den Himmel komme oder sollte ich dir helfen um zu verhindern, dass du schneller in den Himmel kommst?
Das nennt man auch Schicksal. Wenn ich es selbst nicht beeinflussen kann, kann ich ja nichts dafür. Und die Frage warum du helfen solltest, obwohl du ein Ungläubiger bist, die kannst du dir schenken. Für dich ist es ja nicht relevant welchen Bezug du zu meinem Glauben hast, da du ja daran nicht glaubst. Warum du also trotzdem helfen solltest? Weiß nicht, warum hilfst du normalerweise Menschen? Ist dieselbe Antwort. Du hilfst vielleicht aus ethischen Gründen, ein anderer tut das nicht, weil er Spaß beim Zugucken hat. Ich kann ja euch immer noch nicht beeinflussen, mir ist es doch egal ob ihr gläubig seid oder nicht. Ihr müsst euch selbst fragen, ob ihr hilft oder nicht. Aber wärst du ein gläubiger Mensch, wärst du auch verpflichtet zu helfen, d.h. ich könnte auf deine Hilfe zählen, weil ich davon ausgehen kann, dass du ein guter Gläubiger bist. Wenn du ein Ungläubiger wärst, ich würde natürlich weiterhin hoffen, dass du mir hilfst. Aber ich kann nicht davon ausgehen, dass du es tust. Denn wie erwähnt hängt es an deiner Entscheidung ab, die durch deine Erziehung, Psychologie, Charakter beeinflusst wird. D.h. mir wäre es lieber, wenn alle um mich gläubig wären, denn ich würde dadurch theoretisch gesehen mehr profitieren und jeder andere genau so viel auch. Aber das ist jetzt zu Offtopic,

Ich hoffe, das regt ein wenig zum Denken an, denn deine Logik legst du dir so zurecht, dass es in dein religiöses Bild passt.
Dasselbe kann ich dir sagen, dass du dir deine Logik so zurecht legst, dass es in deine Welt/Ideologie passt. So kommen wir nicht weiter.


Ich entschuldige mich für meinen überspitzten und aggressiven Stil aber im Ernst. Ich bin sowas von baff, dass du mir dieses Zeug ganz offen präsentierst und offengestanden du magst ein netter Kerl sein und ohne Religion könnten wir Freunde sein, aber das, was du da schreibst geht für mich überhaupt nicht. Tut mir Leid. In meinen Augen bist du einfach nur verblendet und redest dir mit deiner Logik selbst was ein.
Kein Problem. Ich mag es, wenn Menschen offen miteinander reden, d.h. wenn du meine Art nicht magst, ist in Ordnung. Man kann eben nicht jeden mögen und mir tut es auch leid, falls ich aggressiv rüber komme. Aber es wäre nett und respektvoll, wenn du das Ganze nicht als "dieses Zeug" betiteln würdest. Vielleicht magst du Recht haben, vielleicht bin ich einfach blind und rede ein Quatsch, aber du solltest nicht auf jemanden herab schauen ;).

sidestream schrieb:
Um noch etwas hinzuzufügen:

@cerasus:
Selbstverständlich würde ich dir helfen, zumindest mit dem, was in meiner Macht steht. Aber ich tu's dann für dich und nicht für meinen Himmelsbeitritt. ;)

Wenn nur Gläubige in den Himmel kommen und der Rest zu Abschaum, obwohkl es gute Menschen sind. Na dann gehe ich lieber zum Abschaum als zu den Blendern.
Danke und niemand behauptet nur die Gläubigen kommen in den Himmel. Ich weiß es nicht, keiner weiß es. Man kann aber davon ausgehen. Aber ich denke, falls es ihn da oben gibt, sieht er jeden und alles und wird gerecht sein. Denn es geht allein darum: Gerechtigkeit. Also ich denke auch ein ungläubiger Mensch könnte die Tor zum Himmel finden, ich wünsche es zumindest.

@ e-ding

Vielleicht hilft dir das weiter.
Agnostizismus


mfg
 
andiac schrieb:

stützt deine Aussage aber nicht umbedingt, da dort ja eingegrenzt wird in welchen Fall überhaupt
Gewalt angewendet werden darf.

Wie immer gilt, wenn man sich einfach nur einzelne Suren herauspickt, sondern das ganze Betrachtet, findet man keineswegs eine solche Legitimation.

Sure 2, Vers 190
Und kämpfet für Allahs Sache gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht, denn Allah liebt nicht die Maßlosen.

wer sich gerne selbe ein Bild machen will:
http://www.kuran.gen.tr/?x=s_main&kid=7

dann braucht man sich auch nicht vom hörensagen einiger weniger Manipulieren lassen.

Die deutsche Übersetzung ist auf jedenfall eher an dem echten Korantext dran (was ist so aus dem Vergleich mit dem türkischen Text erkennen konnte)
(sind auch viele weitere Sprachen zu finden)

besser als der reißerischen Propadanda Übersetzungen den andere hier zitiert haben.
Aber auch hier gilt als Laie kann man sowas auch nur bedingt alles verstehen/interpretieren ohne entsprechendes geschichtliches/theologisches Wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
stützt deine Aussage aber nicht umbedingt, da dort ja eingegrenzt wird in welchen Fall überhaupt
Gewalt angewendet werden darf.

Was geht denn mit euch ab?
Ich hab es doch nicht anders interpretiert, als du es aus dem Koran zitiert hast.
 
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