Die Zunkunft der Flexibilität im Berufsleben?

D

desmond.

Gast
Durch einen interessanten Artikel in der Zeitschrift Neon, Auschnitt -->> http://www.neon.de/kat/wissen/job/305076.html, bin ich auf das betahaus und die Möglichkeit der "fast" freien beruflichen Gestaltung aufmerksam geworden. Sicherlich nicht für jeden Job der Welt geeignet, aber doch reizvoll gerade in kreativen Tätigkeiten. Niedrige Betriebskosten, dazu sicherlich auch Mitstreiter, welche zwar andere Projekte/Ziele verfolgen, aber doch einem mit nicht nur einem guten Rat zur Seite stehen, keine feste Bindung an einem Standort, etc.

Werte werden nicht mehr in klassischen Büros geschaffen. Wertschöpfung findet statt an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung. Diese neue Art der Arbeit sucht ständig nach neuen realen und virtuellen Orten. Benötigt werden offene, digital vernetzte und kollaborative Arbeitsorte, die flexibel sind und als Inkubationsplattform für Netzwerk, Innovation und Produktion dienen.

Das betahaus ist so ein Arbeitsraum. Es ist eine Plattform, die den Ansprüchen von unabhängigen Kreativen und Wissensarbeitern gerecht wird und ihre Möglichkeiten erweitert. In einer Mischung aus entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld legen wir Raum zwischen Arbeit und Privatsphäre an, in der Innovation und Kreativität gefördert wird.

Das erste betahaus haben wir in Berlin eröffnet (in Kreuzberg direkt am Moritzplatz, Prinzessinnenstraße 19-20). Dort bieten wir auf rund 1000qm Platz für Innovation, Kreativität und professionelles Arbeiten. Es gibt WLAN, fixe und flexible Arbeitsplätze, Meetingräume, ein Telefonzimmer sowie das betahaus | café. Seit 1. April 2009 arbeiten hier rund 120 Freiberufler aus der Kreativszene: Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Startups, eine Konzertagentur, Buchhalter, Akademiker, Rechtsanwälte, NGO’s, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger.

Quelle: http://www.betahaus.de/

Was ist eure Meinung dazu?
Ist das die Zukunft in der Selbstständigkeit bei LAN, Latte und Linsen?
 
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warum sollte ich mir soetwas als Selbstständiger antun ? Zusatzkosten die erstmal wieder reinkommen müssen, gerade in der Selbstständigen Kreativen Szene würde ich meine Daten doch nicht auf fremden Rechnern/Netzwerken lagern ... etc... Arbeitszimmer hat man doch eh zuHause, Kaffemaschiene normalerweise auch ... und austauschen tut man sich in Foren ... ich kann da nur Zusatzkosten und Zusatzrisiken sehen ... Vorteile nicht wirklich ...
PS: ich bin Selbständig ...
 
hey grüß dich,

habe zwar noch ne davon gehört, finde aber das Modell wirklich gelungen.

Gerade der Anfang ist als Selbstständiger nicht leicht zu nehmen und häufig bekommt man nur ein Büro durch "größere Büros" und Abgaben.

Wie läuft das dort ab? Ansonsten ned übel.... reicht denn der Gewinn/Einkommen noch zum leben?

Viel Glück dabei !

ps: dito, aber nicht im kreativbereich.
 
Der Mensch lebt in Teilen von Ritualen und festen Fixpunkten im Leben.
Die Psychosen werden solchen Zukunftsszenarien zunehmen. Ohne Festanstellung wird gemobbt und das soziale Prinzip greift nicht, weil jeder den Kopf über Wasser ohne Rücksicht auf Verluste halten will.

Was man davon zu halten hat, muss jeder selbst wissen.
In jungen Jahren hört sich alles toll und dynamisch an, wird man älter ist man diesem Druck und auch ständigem Wechsel in Umgebung an Anforderung immer weniger gewachsen.

Es sollten alle bedenken, dass wir bis 67 Jahren berufstätig bleiben sollten und unter solchen Voraussetzungen wird dies den wenigsten gelingen.
 
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Genau sowas hab ih mal im Fernsehn gesehn. War glaub ich vor ca. 3 Monaten.
Da wurde dann auch von einer Präsentation vor Firmenbossen berichtet, in welcher es darum ging zu hinterfragen wie sich die Anforderungen an die Mitarbeiter der Zukunft bzw. deren Führungskräfte ändern werden..... weiss leider nicht mehr alles :/

Jedenfalls waren die Firmenbosse (darunter auch größen von Siemens, BMW usw.) sehr interessiert daran welche Konzepte von diesen jungen Leuten ausgearbeitet worden sind bzw. noch werden.

Also ich jedenfalls find das schon iwie gut da man halt sehr gut lernt international mit anderen Leuten im Team zu arbeiten und man dadurch eine neue Art von social leading vermittelt bekommt.
Ob´s die Zukunft is kann ich dir nicht sagen, würd dir aber auf jedenfall anraten es zu verfolgen wenns dich interessiert - man weiss ja nie ;)

edit: wie postman schon sagt obs dauerhaft möglich is, ist natürlich eine andere Frage^^

MfG Jakob
 
Gehen wir von einem konstanten Anteil der Kreativen und Selbstständigen aus, dann ist das ein Markt der schnell wächst, aber bald auch übersättigt ist.

Soviele von diesen Leuten, die sich nach sowas sehnen gibt es nicht. Schließlich ist es ja eine Abkehr von einigen der Vorteilen, die die Selbstständigkeit bietet und das ist nicht für jeden wünschenswert.
 
Richtig, alle AN können nicht automatisch Freiberufler werden.
Aber der Markt für die jüngere Generation ist da. Nicht alle wollen "hartzen".
@ Postmann ~ auch das ist verständlich, im späteren Alter wird sich sicherlich niemand mehr in solch einem Getümmel tummeln.
@ Tyr43l ~ Da ich es selbst nicht tue, kann ich dazu so gut wir gar nichts aus der Praxis sagen. Ich halte zwischen 1000 - 3000 € im Monat für möglich, aber auch dem Auftragsbestand entsprechend.

By the way: Ich sehe das "betahaus" nicht als Zukunft unserer Probleme der Arbeitswelt!
 
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Jigsaw schrieb:
Was ist eure Meinung dazu?
Ist das die Zukunft in der Selbstständigkeit bei LAN, Latte und Linsen?

Find ich gut. Dann gibts nicht mehr so viele "Kreative" mit Mac, Latte und unheimlich wichtigen "Projekten", die die ganzen 4er Tische in den Strassencafes blockieren. :D

MFG
 
Hm, interessantes Konzept. Ich sitze nicht mehr daheim, sondern kann dort arbeiten, habe schnell persönlichen Kontakt zu vielen anderen Freiberuflern und kann bessere Netzwerke als über Onlineplattformen knüpfen.

Könnte ein Angebot sein, was wahrgenommen wird. Natürlich nicht von allen.

Natürlich hat die Selbstständigkeit ein paar Vorteile, die man damit negiert, allerdings schafft man sich neue Impulse und Möglichkeiten: Einfach 1-2 Tage die Woche dort arbeiten und direkt zu sprechen sein. Man spart sich nen festen Büroraum und das ganze damit einherkommende Heckmeck. Schlau genutzt kann man da durchaus seine Vorteile herausziehen.
 
Ich versteh das System nicht ganz. Ist das einfach eine Art Telearbeit?

Das wurd schon so oft probiert und ist immer daran gescheitert, dass die Menschen persönlichen Kontakt brauchen und eben nicht wie Maschinen in ständig neuen Teams gut zusammenarbeiten können.
 
Sehe ich ähnlich. Ein eingespieltes Team und Betriebserfahrung sind schwer zu toppen.
 
Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Startups, eine Konzertagentur, Buchhalter, Akademiker, Rechtsanwälte, NGO’s, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger

Lese da nichts von Ingenieuren oder ernsthaften Wissenschaftlern. Warum auch. Wir sind ja nicht blöd und wenigstens produktiv im Gegensatz zum den "Möchtegernkreativen" Dünnbrettbohrern. Da kann man so eine Arbeitsumgebung vergessen.
 
Ich denke es geht etwa darum was Wintermute sagt. Mir erschließt sich das Thema mit dem Begriff Fühlungsvorteil. Komischerweise gibt es sowas wie Ballungsräume. Das das auch schief gehen kann wage ich somit zu bezweifeln. Natürlich mag das nicht jeder, aber ich denk es geht eben genau um die einfachere Kontaktsuche, für die neue Generation an Singles und Selbstständigen, nicht um etablierte Unternehmen, die sich Rühmen können das alles selbst zu bieten. Dumm nur wenn die Russenmafia das Gebäude besetzt. Aber offene Strukturen sind dem denke ich genauso auch wieder abträglich. Berlin, armes Berlin.
 
@ Odium ~ Telearbeit ist doch eher zu Hause? Hier besteht ja persönlicher Kontakt, da in dem Raum viele Personen arbeiten.
 
Hans-Uwe schrieb:
Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Startups, eine Konzertagentur, Buchhalter, Akademiker, Rechtsanwälte, NGO’s, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger

Lese da nichts von Ingenieuren oder ernsthaften Wissenschaftlern. Warum auch.

Achso, Ingenieure sind keine Akademiker und nie Teils eines StartUps. Auch habe ich jeden Tag Probleme mit unserem möchtegernkreativen Buchhalter ... das hast du recht, den sollte ich mal durch einen Astrophysiker ersetzen.

Was Startups betrifft ist diese Idee dazu da, den netten Jungs und Mädels die sowas riskieren, eine feste Arbeitsumgebung zu bieten, ohne dass erstmal Räume angemietet werden müssen. Spart Geld und das ganze Team trifft sich jeden Tag an derselben Stelle, die auch keinen Privatraum darstellt. Sowas hilft auch "richtigen" Hochschulabsolventen und solchen, die gar keine sind ... habe ich gehört. ;)
 
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