Diplom-Finanzwirt/Stadtinspektoranwärter

pcseeker

Lt. Commander
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Hey,
ich habe mich für verschiedene duale Studiengänge beworben und habe jetzt die Möglichkeit auf eine Ausbildung als "Diplom-Finanzwirt" in einer Steuerverwaltung, oder als "Stadtinspektoranwärter" bei einer größeren Kommune.

Ich habe aber eine verbindliche Zusage unterschrieben, dass ich einen der beiden Plätze antrete. Nur interessehalber, da dies ja noch kein richtiger Arbeitsvertrag war, wie verpflichtend ist so etwas?

Und, falls ich mich überhaupt noch entscheiden darf, welche Ausbildung würdet ihr vorziehen? Habe mich mit beiden beschäftigt, und ehrlich gesagt nie damit gerechnet in beiden Richtungen Zusagen zu erhalten.

MfG =)
 
Hast du in der Komune ne Chance auf Verbeamtung? Wenn ja dann die Komune - wenn nicht, dann in die Privatwirtschaft.
Zumindest würde ich so entscheiden...
In Komunen drehen die Räder meist recht langsam und das würde mich stören, dazu das etwas niederige Gehalt da die an den öffentlichen Dienst angelehnt sind. Wenn du allerdings da ne verbeamtung bekommen solltest würde das die Nachteile wett machen.
 
Ja, ich hätte während des Studiums einen Beamtenstatus, und nach abgeschlossener Ausbildung würde ich verbeamtet werden.
 
Wenn du mit Steuerrecht nichts anfangen kannst, dann in jedem Fall die andere Alternative.

Auch sind zumindest hier in Bayern die Aufstiegschancen im Bereich der Finanzministeriums für gehobene Beamte eher mäßig, andererseits haben sie mW die Möglichkeit, später nach einer Prüfung als Steuerberater zu arbeiten.

Wenn die Kommune finanziell gesund ist, dann sehe ich da erheblich bessere Aufstiegschancen und ebenso die interessantere, vielseitigere Tätigkeit.

Solange du noch keine Urkunde erhalten hast, kannst du dich noch frei entscheiden.
 
Hoffentlich bist du dir über den öffentlichen Dienst bewusst. Dort arbeiten sehr viele, etwas ältere Menschen, die einfach nur noch ihre Zeit bis zur Rente absitzen. Gleichzeitig ist Freitags dort um 12-13 Uhr Schluss, also muss man unter der Woche das nacharbeiten / vorarbeiten.

Ich habe viel im öffentlichen Dienst gearbeitet und kenne einige, die dort die Ausbildung gemacht haben etc. Die Leute, die öffentlich die Ausbildung + Studium als Finanz Mensch gemacht habe, genießen viel Ansehen. Die Ausbildung ist super, man bekommt einiges gesponsort und die Bezahlung dort ist ganz okay. Leider ist dementsprechend die Abbrecher Quote dieser Ausbildung/Studium bei ca 75%... Da muss man kämpfen.

Zu dem anderen kann ich leider nichts sagen. Aber sei dir immer bewusst, dass der öffentliche Dienst für viele Menschen, gerade im höheren Alter, nur noch der Weg zur Rente ist. Dort wird, gerade wegen dem sicheren Job, etwas "langsamer" gearbeitet. Informationen werden sehr langsam weitergegeben etc.

Ich kann mich noch an Situationen erinnern, als ich 4 Unterschriften brauchte, dass etwas zur Kenntnis genommen wurde, und das ganze 5 Wochen gedauert hat, weil entweder jemand im Urlaub war, für ewige Zeiten, oder weil einfach die öffentliche Dienst Motorik stehen geblieben ist...
 
Dort arbeiten sehr viele, etwas ältere Menschen, die einfach nur noch ihre Zeit bis zur Rente absitzen. Gleichzeitig ist Freitags dort um 12-13 Uhr Schluss, also muss man unter der Woche das nacharbeiten / vorarbeiten.

Hast du für diese Stammtischbehauptung Belege?
Nur weil du Sozialstunden bei einer Behörde ableisten musstest, kannst du wohl sicher noch keine pauschalen Aussagen hierzu treffen.
Meine beruflichen Erfahrungen im öffentlichen Dienst sind andere.

Die Leute, die öffentlich die Ausbildung + Studium als Finanz Mensch gemacht habe, genießen viel Ansehen.

Finanz Mensch?

Leider ist dementsprechend die Abbrecher Quote dieser Ausbildung/Studium bei ca 75%... Da muss man kämpfen.

Quelle?
 
Naja. Stammtischbehauptung entsprechen 4 Jahre Berufserfahrung im öffentlichen Dienst bei 1 Kommune und 1 öffentlichen Dienst.

Dort wird meistens Freitags um 12-14 Uhr die Arbeit eingestellt. Man kann zwar länger Arbeiten aber trifft nur noch selten dort Mitarbeiter. Gleichzeitig unterstehe ich mir diese Behauptung, ich habe dort Sozialstunden abgearbeitet... Ich stehe in Verbindung mit dem öffentlichen Dienst und einigen Kommunen und dort ist sind die Arbeitszeiten Gleitzeit und üblich von 8-13 Uhr Freitags.

Versuch doch mal im Rathaus nach 13 Uhr im Bü Freitags jemanden zu erreichen. Das ist garnicht so einfach.

Kleiner Beleg:

Frankfurt: 7:30-13 Uhr
Berlin Freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr

Usw.

Ich kann auch gerne einige Kollegen im Öffentlichen Dienst (Keine Polizei) fragen, wann sie Freitags Feierabend machen...





Mit Finanz Menschen meinte ich einen Überbegriff für alle möglichen Berufe, die das Finanzwesen beinhalten. Ein Diplom-Finanzwirt genießt eine super Ausbildung beim Staat und kann, wie hier auch genannt, eben auch als Finanzberater, Steuerberater etc. arbeiten.


Die Quelle kann ich bisher nur aus eigener Erfahrung sagen. Einige Kollegen, die mit mir vor Jahren angefangen haben, waren in Hessen (Rotenburg) in Dualer Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt. Dort haben bis auf einen alle 7 aufgehört.

Rechnet man aber diese Zahl mal hoch von Hier, bezweifel ich, dass nur 57 Studenten beim Staat damals angefangen haben. Genauer Fakten finde ich diesbezüglich nicht so schnell auf anhieb.
 
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