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Discount Müdigkeit ?
- Ersteller sunset_rider
- Erstellt am
@ <NeoN>
Das wird bei Genfood ausgeblendet. Die Frucht wird genauso schnell schlecht, man sieht es ihr aber nicht an!
Du bist zumindest in diesem Punkt genau auf die schönfärberei der Genindustrie hereingefallen!
Aber man kann es an der Frucht sehen, wenn sie schlecht wird oder ist - und der Mensch entscheidet instinktiv das er sie dann nicht mehr essen will - ganz zu schweigen von dem schlechten Geschmack!Ja und die die keine Genetik haben produzieren dafür binnen kürzester Zeit Pilzgifte.
Mykotoxine sind um ein vielfaches gefährlicher als irgendwelche Abbauprodukte von Spritzmitteln.
Das wird bei Genfood ausgeblendet. Die Frucht wird genauso schnell schlecht, man sieht es ihr aber nicht an!
Du bist zumindest in diesem Punkt genau auf die schönfärberei der Genindustrie hereingefallen!
Die Weisheit der Ratten
Die Washington Post berichtete, dass Nagetiere, die gewöhnlich gern Tomaten fressen, die gentechnisch veränderten FlavrSavr-Tomaten verschmäht hatten, mit denen die Wissenschaftler ihre Versuchstiere füttern wollten. Calgenes Vortstandsvorsitzender Roger Salquist sagte über seine Tomate: "Glauben Sie mir, man könnte ihnen ein Feinschmeckermenü daraus zubereiten, und...(sie) würden sie trotzdem nicht mögen."
Die Ratten wurden schließlich über Magensonden mit den Tomaten zwangsernährt. Mehrere Tiere entwickelten Magenverletzungen; sieben von vierzig Ratten starben innerhalb von zwei Wochen. Die Tomate wurde zugelassen.
Aus "Trojanische Saaten" von Jeffrey M. Smith (original. "Seeds of Deception").
Zuletzt bearbeitet:
<NeoN>
Fleet Admiral
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- Beiträge
- 11.953
Das wird bei Genfood ausgeblendet. Die Frucht wird genauso schnell schlecht, man sieht es ihr aber nicht an!
Das kann man so Pauschal nicht ausdrücken. Was weißt du denn so von der Genetik?
Blöd gesagt ist es möglich Gene auszuschalten die dafür verantwortlich sind, dass bestimmte Stoffe produziert werden. Eine andere Sache ist natürlich was man da wegnimmt/hinzugibt und ob man wirklich mit der Materie umzugehen weiß und nicht nur glaubt es zu wissen. In der Hinsicht stimme ich dir natürlich zu, dass es Höchstgefährlich ist. Trotzdem kann man nicht gleich eine ganze Sparte für schlecht erklären.
Die Ratten wurden schließlich über Magensonden mit den Tomaten zwangsernährt. Mehrere Tiere entwickelten Magenverletzungen; sieben von vierzig Ratten starben innerhalb von zwei Wochen. Die Tomate wurde zugelassen.
Auch wenn sie in gewissen Hinsichten sehr ähnlich sind, sind Ratten keine Menschen.
Was für den einen schlecht ist, kann für den anderen gut sein.
Mag sein, dass dort vieles zu weit geht, aber deswegen gleich alle verteufeln?
Auch hier muss ein gesundes Mittelmaß gefunden werden.
Ohne wird es nicht mehr gehen, dafür steckt man zu tief drin.
M
MacMillan
Gast
@<NeoN>
Du hast im Allgemeinen schon recht, aber es gibt definitiv Qualitätsunterschiede bei der Nahrung, die man so kauft (->Topic). Und ich glaub' auch, dass man als Konsument eine Verantwortung hat.
Ich mein damit nicht dass man auf irgendwelche EU-Biosiegel hereinfallen sollte, aber erklär' das mal der Menschheit. Es stimmt, dass der Mensch quasi keine Ahnung von der Funktion eines Lebewesens oder einer Pflanze hat. Und wenn man keine Ahnung hat was man tut, dann fässt man besser nichts an.
An der "Lemminghaften Zerstörung" (eigentlich halte ich Lemminge für weitaus Zukunftssicherer als Menschen) ist doch jeder beteiligt, dass kann man nicht leugnen. Nur KiK und Ähnliches zu verdammen ist heuchlerisch, aber es gibt auch wirklich "gute" Kleidung, wenn man sie denn wirklich haben will.
Du hast im Allgemeinen schon recht, aber es gibt definitiv Qualitätsunterschiede bei der Nahrung, die man so kauft (->Topic). Und ich glaub' auch, dass man als Konsument eine Verantwortung hat.
Ich mein damit nicht dass man auf irgendwelche EU-Biosiegel hereinfallen sollte, aber erklär' das mal der Menschheit. Es stimmt, dass der Mensch quasi keine Ahnung von der Funktion eines Lebewesens oder einer Pflanze hat. Und wenn man keine Ahnung hat was man tut, dann fässt man besser nichts an.
An der "Lemminghaften Zerstörung" (eigentlich halte ich Lemminge für weitaus Zukunftssicherer als Menschen) ist doch jeder beteiligt, dass kann man nicht leugnen. Nur KiK und Ähnliches zu verdammen ist heuchlerisch, aber es gibt auch wirklich "gute" Kleidung, wenn man sie denn wirklich haben will.
Zuletzt bearbeitet:
mdave
Lt. Commander
- Registriert
- Nov. 2007
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Schwierige Sache. Ich liebe hochwertige Lebensmittel und kaufe welche wenn möglich, aber oft genug ist das eben nicht der Fall. Oft im Semester habe ich kein Zeit zu arbeiten, und dann müssen eben 10€/Woche für Lebensmittel reichen, manchmal auch weniger. Bei Aldi/Lidl bekomme ich dafür schon recht brauchbare Sachen, sogar 1 Stück Obst am Tag ist damit möglich. Im normalen Supermarkt kann man das vergessen. Und wenn ich mir die Klientel in den Discountern hier angucke . . . überwiegend Studenten oder Familien aus den unteren Einkommensschichten.
Ich gehe nun seit 2 Wochen wieder zum einzigen "Echten" Bäcker und zahle da für 10 Brötchen + Brot sensationelle 50 Cent drauf.
Gerade bei den Bäckern ist das Problem die Qualität. Zumindest hier.
Oft genug bekomme ich im Supermarkts-Backschop die bessere Qualität zum kleineren Preis.
(Ausserden kann hier oben keiner ein richtiges Sauerteigbrot backen. Da beneide ich die Süddeutschen aufrichtig. :-) )
Prinzipiell kann ich die Sache schon verstehen. Ich habe auch mal im Handwerk gearbeitet und würde die kleineren Händler gern unterstützen. Aber manchmal im Leben hat man eben nicht die Wahl, und das dürfte mittlerweile für eine ganze Menge Leute zutreffen.
Lemminghaften Zerstörung
Lemminge . . . das waren doch die Tiere die von den Disney-Leuten in ihrer Grausamkeit die Klippen runtergetrieben wurden, damit sie ein paar aufregende Szenen für "Die Wüste lebt" haben, oder? Interessanter Vergleich :-)
Ich gehe nun seit 2 Wochen wieder zum einzigen "Echten" Bäcker und zahle da für 10 Brötchen + Brot sensationelle 50 Cent drauf.
Gerade bei den Bäckern ist das Problem die Qualität. Zumindest hier.
Oft genug bekomme ich im Supermarkts-Backschop die bessere Qualität zum kleineren Preis.
(Ausserden kann hier oben keiner ein richtiges Sauerteigbrot backen. Da beneide ich die Süddeutschen aufrichtig. :-) )
Prinzipiell kann ich die Sache schon verstehen. Ich habe auch mal im Handwerk gearbeitet und würde die kleineren Händler gern unterstützen. Aber manchmal im Leben hat man eben nicht die Wahl, und das dürfte mittlerweile für eine ganze Menge Leute zutreffen.
Lemminghaften Zerstörung
Lemminge . . . das waren doch die Tiere die von den Disney-Leuten in ihrer Grausamkeit die Klippen runtergetrieben wurden, damit sie ein paar aufregende Szenen für "Die Wüste lebt" haben, oder? Interessanter Vergleich :-)
<NeoN>
Fleet Admiral
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- 11.953
Du hast im Allgemeinen schon recht, aber es gibt definitiv Qualitätsunterschiede bei der Nahrung, die man so kauft (->Topic).
Gibt es selbstverständlich, aber die Frage ist welche Privatperson diese wirklich ausmachen kann.
Es ist bewiesen, dass Dinge wie Bio-Äpfel & Qualitäts-Produkte nur vermeintlich besser schmecken.
Der Kunde liest das und befindet es automatisch für besser. Der dann scheinbar "objektiv" bessere Geschmack rührt aber zum Großteil von der Autosuggestion her. Man sollte einfach mal ne Weile Abstand zu den Produkten halten und dann Blindtests verschiedener Konstellationen machen und schwupps merkt man, dass man eigentlich gar nichts mehr merkt, das geht dann nämlich X und Quer

Ich mein damit nicht dass man auf irgendwelche EU-Biosiegel hereinfallen sollte, aber erklär' das mal der Menschheit.
Und ganz genau das sind die Kritikpunkte. Heutzutage werden Siegel (egal ob TüV, GS, Öko, EU &&&) so oft missbraucht, dass man ihnen keineswegs mehr trauen kann.
Es stimmt, dass der Mensch quasi keine Ahnung von der Funktion eines Lebewesens oder einer Pflanze hat.
Ja aber, wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich lieber gar nicht dazu äußern, als irgendwelche Siegel zu preisen, Firmen hochzuloben und andere Dinge zu verteufeln oder gar Rufmord zu betreiben.
ist doch so gut wie jeder beteiligt
Das meinte ich mit lemminghaft - den Herdentrieb. Das Suizidmärchen gibt es nicht..
XamBonX
Commander
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- 2.992
Nein, und das interessiert mich als Endbenutzer herzlichst wenig. Genauso wie es mich herzlichst wenig interessiert, wie sehr eine Kuh oder ein Sau leiden muss für meinen saftigen Steak.DugDanger schrieb:Hast du dich schon mal über die Arbeitsbedingungen und die Preisdrückerei innerhalb der Liefer - und Produktionsketten bei den Discountern informiert?
Was mich interessiert, ist das Endprodukt.
Ich habe gelesen, dass Ökofleisch wirklich besser in der Qualität ist.
Solche Unterscheide bei Schlachtformen würden mich auch interessieren.
Die gute Haltung und Fütterung macht sich nicht nur im Geschmack bemerkbar. Fleisch von Biorindern und Bioschafen aus Weidehaltung hat einen deutlich höheren Gehalt an konjugierter Linolsäure (CLA). Der konjugierten Linolsäure werden positive gesundheitliche Wirkungen wie eine Krebs hemmende und Arteriosklerose hemmende Wirkung zugeschrieben.
Solche Unterscheide bei Schlachtformen würden mich auch interessieren.
Odium
Captain
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- Okt. 2003
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Das ist ja ein ausgesprochen seltsames Thema. Unzufrieden mit niedrigen Preisen? Gilt das jetzt nur für Lebensmittel oder allgemein auch für andere Dinge?
Letzte Woche kam ein Bericht bei Spiegel über den Hintergrund von "Unter Schutzatmosphäre verpackt", das hat mich das auch schon etwas überrascht, dass so eine Verbrauchertäuschung hier erlaubt ist.
Aber du musst auch die andere Seite sehen: Die Verkäufe zeigen ja eindeutig, dass es genügend Leute gibt, die entweder nicht das Budget für ein 30€/kg-Rindfleischfilet von real haben (was der Schlachter nimmt, mag ich gar nicht spekulieren), oder die nicht Feinschmecker genug sind, ob da einen Unterschied zu merken. Und das gibt's wirklich.
Du schreibst ja schon im ersten Satz, dass dich niedrige Preise nur bei einigen Dingen stören. Du bist nicht der erste, der seine Prioritäten auf eine kostspielige Ernährung legt und dafür bei anderen Themen nur auf den Preis achtet.
Ich glaube nirgends auf der Welt sind Nahrungsmittel so günstig wie hier in Deutschland, was leider nicht für Pharmazeutika und Sonderausstattung in Fahrzeugen gilt. Aber wenn die Bevölkerung hier von so geringen Lebenshaltungskosten profitieren kann, wem soll das schaden? Kaum noch jemand arbeitet in der Landwirtschaft, auch die Bäckereien sind bald weg vom Fenster. Und es ist ja nicht so, dass das qualitativer Mist ist, denn man dort nur kaufen kann. Niemand erkrankt daran, wenn er ausschließlich bei Discountern kauft.
Du brauchst wenig Personal, um eine Vielzahl von Kunden bedienen zu können. Wenn sich die Selbstabrechnungskassen durchgesetzt haben, muss niemand mehr hinter der Kasse sitzen. Und jetzt bitte keine Kommentare im Sinne von "das kostet aber Arbeitsplätze" - es sei denn du kannst mir ein kleines Mädchen oder einen Jungen zeigen, die das als Traumberuf ankreuzen würden.
Sehr geringe Margen von 1-3% pro Artikel sorgen dafür, dass man ausgesprochen viel Ware für wenig Geld bekommen kann, jetzt mal ganz abgesehen von der Qualität oder der Auswahl. Und Albrecht konnte wohl auch davon leben.
In den letzten 10 Jahren hat z.B. Lidl das Produktspektrum stark ausgeweitet, hast du aber auch schon selbst geschrieben. Wo Aldis einst wie Lagerhallen aussahen, sind sie heute auf dem Niveau der Supermärkte vor 30 Jahren.
Man stelle sich vor, wir hätten noch die Tante Emma Läden. 4,50€ für 500g Butter, 3,50€ für 200g Wurst und weiß Gott was für sonstige bei deren Verhandlungsstärke wären. Ich mein, wer gerne 30% seines Einkommens in Ernährung stecken will, kann das gern machen. Amazon versendet ja jetzt Lebensmittel und im Biomarkt kosten 150g Honig halt auch 6,25€, dürfte also nicht das Problem sein
Das sind bloß Nischenmärkte. Die beste Nahrungsmittelversorgung für die Bevölkerung läuft nicht über kleine Geschäfte oder über Internet (hätte man ja denken können), sondern eben über Discounter. Hervorragende Logistik, akzeptable Auswahl für den Alltag und wer Spezialbedürfnisse hat, kann sicher sein, dass man die auch weiterhin irgendwie befriedigt kriegt.
Ob die Mitarbeiter bei kik, Lidl oder Zimmermann (ist so ein lokaler Ramschhändler hier) jetzt darunter leiden, ist deren Problem, oder nicht?
Letzte Woche kam ein Bericht bei Spiegel über den Hintergrund von "Unter Schutzatmosphäre verpackt", das hat mich das auch schon etwas überrascht, dass so eine Verbrauchertäuschung hier erlaubt ist.
Aber du musst auch die andere Seite sehen: Die Verkäufe zeigen ja eindeutig, dass es genügend Leute gibt, die entweder nicht das Budget für ein 30€/kg-Rindfleischfilet von real haben (was der Schlachter nimmt, mag ich gar nicht spekulieren), oder die nicht Feinschmecker genug sind, ob da einen Unterschied zu merken. Und das gibt's wirklich.
Du schreibst ja schon im ersten Satz, dass dich niedrige Preise nur bei einigen Dingen stören. Du bist nicht der erste, der seine Prioritäten auf eine kostspielige Ernährung legt und dafür bei anderen Themen nur auf den Preis achtet.
Ich glaube nirgends auf der Welt sind Nahrungsmittel so günstig wie hier in Deutschland, was leider nicht für Pharmazeutika und Sonderausstattung in Fahrzeugen gilt. Aber wenn die Bevölkerung hier von so geringen Lebenshaltungskosten profitieren kann, wem soll das schaden? Kaum noch jemand arbeitet in der Landwirtschaft, auch die Bäckereien sind bald weg vom Fenster. Und es ist ja nicht so, dass das qualitativer Mist ist, denn man dort nur kaufen kann. Niemand erkrankt daran, wenn er ausschließlich bei Discountern kauft.
Schau, ich seh das genau andersherum.Im Prinzip ist es ja eine Abwärtsspirale: Irgendwann ist die Produktionskette derart ausgequetscht, dass man nicht mehr rausholen kann. Also muss die Rendite der Produktionskette inkl. Verkäufern beschnitten werden. Gekauft wird dennoch, da die beschnittenen Leute ja dankbar sind, dass das alles so billig ist.
Redete kürzlich mal mit altem Bekannten darüber. Er ist noch im Studium und somit knapp bei Kasse. Arbeitet nebenher nicht, spielt sich aber gerne mal als Gutmensch auf. Sein Kommentar: "Pech gehabt." Das Theater als der Arbeitsplatz seiner Mutter wegrationalisiert wurde und plötzlich sein Lebensunterhalt in Gefahr war, wollte ich lieber nicht ansprechen.
Ich finds teilweise erschreckend.
Du brauchst wenig Personal, um eine Vielzahl von Kunden bedienen zu können. Wenn sich die Selbstabrechnungskassen durchgesetzt haben, muss niemand mehr hinter der Kasse sitzen. Und jetzt bitte keine Kommentare im Sinne von "das kostet aber Arbeitsplätze" - es sei denn du kannst mir ein kleines Mädchen oder einen Jungen zeigen, die das als Traumberuf ankreuzen würden.
Sehr geringe Margen von 1-3% pro Artikel sorgen dafür, dass man ausgesprochen viel Ware für wenig Geld bekommen kann, jetzt mal ganz abgesehen von der Qualität oder der Auswahl. Und Albrecht konnte wohl auch davon leben.
In den letzten 10 Jahren hat z.B. Lidl das Produktspektrum stark ausgeweitet, hast du aber auch schon selbst geschrieben. Wo Aldis einst wie Lagerhallen aussahen, sind sie heute auf dem Niveau der Supermärkte vor 30 Jahren.
Man stelle sich vor, wir hätten noch die Tante Emma Läden. 4,50€ für 500g Butter, 3,50€ für 200g Wurst und weiß Gott was für sonstige bei deren Verhandlungsstärke wären. Ich mein, wer gerne 30% seines Einkommens in Ernährung stecken will, kann das gern machen. Amazon versendet ja jetzt Lebensmittel und im Biomarkt kosten 150g Honig halt auch 6,25€, dürfte also nicht das Problem sein
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Das sind bloß Nischenmärkte. Die beste Nahrungsmittelversorgung für die Bevölkerung läuft nicht über kleine Geschäfte oder über Internet (hätte man ja denken können), sondern eben über Discounter. Hervorragende Logistik, akzeptable Auswahl für den Alltag und wer Spezialbedürfnisse hat, kann sicher sein, dass man die auch weiterhin irgendwie befriedigt kriegt.
Ob die Mitarbeiter bei kik, Lidl oder Zimmermann (ist so ein lokaler Ramschhändler hier) jetzt darunter leiden, ist deren Problem, oder nicht?
Zuletzt bearbeitet:
@ <NeoN>
Es geht mir darum, das unsere korrupte Politik, die von der Pharmaindustrie und anderen Großkonzernen bezahlt wird, auf Teufel komm raus alles zulässt was "erfunden" wird OHNE ausreichend über Nebenwirkungen geforscht zu haben.
Was nützt eine Genveränderte Frucht, wenn sie zwar das Ziel erreicht, einen Schädling abzuwehren, dafür aber die Tiere die sie fressen sollen dies aus unerfindlichen Gründen nicht mehr machen? Weiteres Beispiel gefällig?
Das Produkt ist somit völlig unbrauchbar - ohne die Gefahren zu berücksichtigen, ja sogar ohne sie zu kennen!
Natürlich läuft das heute etwas anders als früher, wo man gleich gesagt hat "modern ist Fortschritt und Fortschritt ist immer gut. In den 50ern und 60ern haben die Amerikaner ihren Bürgern verstrahltes Wasser trinken lassen - nicht 10 oder 100, gleich tausenden wurde das verabreicht nur weil jemand dachte es wird schon keine Nebenwirkungen haben - nur um verstrahltes Wasser verkaufen zu können - Unfassbar!
Mir wird einfach zu wenig geforscht und nachgedacht. Der Kommerz geht vor allem und eine Begründung "da hängen tausende Arbeitsplätze dran und deshalb soll man nicht gleich alles verteufeln" ist wohl die hinterhältigste und unverschämteste Art und Weise schlechte Forschungsergebnisse um jeden Preis verkaufen zu wollen!
Ich bin für Forschung auf allen Gebieten wo auch nur die Möglichkeit besteht, gute Erfolge erzielen zu können - aber bitte nicht nach den Maßstäben wie es vorzugsweise von amerikanischen aber auch von deutschen, schweizern u. a. Konzernen seit Jahren abläuft.
zur Zeit kann man es in zwei Sätzen auf den Punkt bringen.
Es ist derzeit erlaubt, Nahrungsmittel zu verändern, diese dann zu patentieren, um später Erlöse aus Produkten zu bekommen die vorher frei waren. Das veränderte Produkt interessiert den Konzern nicht - schön wenn es besser ist, letzendlich aber egal.
Es wird Geld verdient, gibt es nach Jahren Schaden bzw. Klagen - egal, Geld abziehen in neues Unternehmen stecken und die Kläger gehen leer aus.
@ Odium
Der andere Bäcker ist ein herkömmlicher Bäcker, der an 7 Tagen in der Woche offen hat - auch er hat ernormen Umsatz denn die Produkte sind gut, bei mittleren Preise. Die Backshops, die Brötchen für die hälfte verkaufen (9 Cent Brötchen), haben auch Umsatz aber da bleibt viel liegen. Hier bei uns existiert also alles denn die Mehrzahl der Leute kauft nicht nur nach dem Preis!
Unser Ortsansässiger Bio-Schlachter hat nebenbei einen Partyservice, er hat mit Public Viewing an jedem Fußball Tag Hunderte von Leute angezogen (in einem Ort mit wenigen Tausend Menschen und 4 Public Viewing Stationen), und expandiert jedes Jahr weiter - er stellt Leute ein, und der Laden läuft hervorragend!
Darum ging es mir nicht.Trotzdem kann man nicht gleich eine ganze Sparte für schlecht erklären.
Es geht mir darum, das unsere korrupte Politik, die von der Pharmaindustrie und anderen Großkonzernen bezahlt wird, auf Teufel komm raus alles zulässt was "erfunden" wird OHNE ausreichend über Nebenwirkungen geforscht zu haben.
Was nützt eine Genveränderte Frucht, wenn sie zwar das Ziel erreicht, einen Schädling abzuwehren, dafür aber die Tiere die sie fressen sollen dies aus unerfindlichen Gründen nicht mehr machen? Weiteres Beispiel gefällig?
Die Weisheit der Kühe
1998 erntete Howard Vlieger auf seiner Farm in Maurice, Iowa, sowohl konventionellen Mais als auch die gentechnisch veränderte Bt-Variante. Er war gespannt wie seine Kühe auf den Pestizid produzierenden Bt-Mais reagieren würden, und so füllte er die eine Seite seines fast sechs Meter langen Futtertrogs mit Bt-Mais und die andere Hälfte mit dem normalen Futter. In der Regel fraßen seine Kühe alles auf und ließen niemals Reste übrig. Als er jedoch 25 Tiere in den Pferch ließ, drängelten sich alle auf der einen Seite des Troges, in der sich der naturbelassene Mais befand. Als sie ihn aufgefressen hatten, knabberten sie noch ein wenig an dem Bt-Mais, überlegten es sich aber bald anders und entfernten sich.
Einige Jahre später nahm Vlieger gemeinsam mit vielen anderen Farmern in Ames , Iowa, an einer Wahlversammlung von Präsidentschaftskandidat Al Gore teil. Besorgt darüber, dass Gore offenbar keine Einwände gegen gentechnisch veränderte Nahrung hatte, bat Vlieger den Kandidaten um Unterstützung für ein kürzlich in den Kongress eingebrachtes Gesetz, das eine Kennzeichnung von Gennahrung verlangte. Gore antwortete, die Wissenschaftler seien der Meinung, es gebe keinen Unterschied zwischen gentechnisch veränderter und konventioneller Nahrung. Vlieger erklärte, er sei - bei allem Respekt - anderer Meinung, und beschrieb wie seine Kühe sich geweigert hatten, den gentechnisch veränderten Mais zu fressen. Am Ende der Geschichte meinte er: "Meine Kühe sind gescheiter als diese Wissenschaftler." Im Raum brach tosender Beifall aus. Gore fragte, ob auch andere Farmer festgestellt hätten, dass ihre Tiere anders auf das transgene Futter reagierten. Ungefähr zwölf bis zehn Hände gingen hoch.
"Wenn auf einem Feld Genmais und konventioneller Mais stand, dann hat das Vieh immer erst den konventionellen Mais gefressen."
Gale Lush, Nebraska
"Ein Nachbar hat den neuen Bt-Mais angebaut. Als das Vieh auf die Felder getrieben wurde, wollte es den Mais einfach nicht fressen".
Gary Smith, Montana
"Meine Kühe mögen den offen bestäubten Mais lieber als die Hybridsorten, aber auch die Hybridsorten schlagen den Bt-Mais noch um Längen".
Tim Eisenbeis, South Dakota
1999 war in einem Artikel von Acres USA zu lesen, dass die Kühe sogar durch einen Zaun gebrochen und durch ein Feld mit Roundup-Ready-Mais gezogen waren, um an den konventionellen Mais zu kommen, den sie dann fraßen. Den Genmais rührte das Vieh nicht an.
Aus: GM-FREE Magazine, vol. I, no. 3, August/September 1999
Das Produkt ist somit völlig unbrauchbar - ohne die Gefahren zu berücksichtigen, ja sogar ohne sie zu kennen!
Natürlich läuft das heute etwas anders als früher, wo man gleich gesagt hat "modern ist Fortschritt und Fortschritt ist immer gut. In den 50ern und 60ern haben die Amerikaner ihren Bürgern verstrahltes Wasser trinken lassen - nicht 10 oder 100, gleich tausenden wurde das verabreicht nur weil jemand dachte es wird schon keine Nebenwirkungen haben - nur um verstrahltes Wasser verkaufen zu können - Unfassbar!
Mir wird einfach zu wenig geforscht und nachgedacht. Der Kommerz geht vor allem und eine Begründung "da hängen tausende Arbeitsplätze dran und deshalb soll man nicht gleich alles verteufeln" ist wohl die hinterhältigste und unverschämteste Art und Weise schlechte Forschungsergebnisse um jeden Preis verkaufen zu wollen!
Ich bin für Forschung auf allen Gebieten wo auch nur die Möglichkeit besteht, gute Erfolge erzielen zu können - aber bitte nicht nach den Maßstäben wie es vorzugsweise von amerikanischen aber auch von deutschen, schweizern u. a. Konzernen seit Jahren abläuft.
zur Zeit kann man es in zwei Sätzen auf den Punkt bringen.
Es ist derzeit erlaubt, Nahrungsmittel zu verändern, diese dann zu patentieren, um später Erlöse aus Produkten zu bekommen die vorher frei waren. Das veränderte Produkt interessiert den Konzern nicht - schön wenn es besser ist, letzendlich aber egal.
Es wird Geld verdient, gibt es nach Jahren Schaden bzw. Klagen - egal, Geld abziehen in neues Unternehmen stecken und die Kläger gehen leer aus.
@ Odium
Scheint nicht überall so zu sein. Hier bei uns in einem mittleren Ort gibt es noch 2 Bäcker - drumherum reichlich Supermärkte mit Backshops. Der eine Bäcker ist ein Biobäcker und hat nun nur noch 4 Tage in der Woche geöffnet, da der Ansturm auf seine Produkte derart groß ist, dass er mehr nicht machen muß. Er gönnt sich auch reichlich Urlaub im Jahr, wo der Laden geschlossen wird.Landwirtschaft, auch die Bäckereien sind bald weg vom Fenster
Der andere Bäcker ist ein herkömmlicher Bäcker, der an 7 Tagen in der Woche offen hat - auch er hat ernormen Umsatz denn die Produkte sind gut, bei mittleren Preise. Die Backshops, die Brötchen für die hälfte verkaufen (9 Cent Brötchen), haben auch Umsatz aber da bleibt viel liegen. Hier bei uns existiert also alles denn die Mehrzahl der Leute kauft nicht nur nach dem Preis!
Unser Ortsansässiger Bio-Schlachter hat nebenbei einen Partyservice, er hat mit Public Viewing an jedem Fußball Tag Hunderte von Leute angezogen (in einem Ort mit wenigen Tausend Menschen und 4 Public Viewing Stationen), und expandiert jedes Jahr weiter - er stellt Leute ein, und der Laden läuft hervorragend!
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Relict
Admiral
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- 7.864
Genauso wie es mich herzlichst wenig interessiert, wie sehr eine Kuh oder ein Sau leiden muss für meinen saftigen Steak. Was mich interessiert, ist das Endprodukt.
Das sollte es aber. Denn wir sind nicht nur willenlose Konsumenten, sondern auch denkende Menschen, hofft man zumindest.
Alles hat seinen Preis. Der Verbraucher hat die Macht. Nicht nur günstig zu kaufen, sondern vorallem auch bewusst.
Es müsste gesetzlich im Rahmen der Bildung zur Horizonterweiterung vorgeschrieben sein, das jeder Käufer mindestens einmal live durch einen zufällig ausgewählten Stall, Schlachthof und Hühner-KZ geführt wird und die gesamte Produktionskette kennenlernt.
Zu blutig, zu abstossend, zu eklig? Nein, einfach nur die alltägliche Realität, die jeder Geiz-Kunde billigst und auch noch mit Genuß verspeist und somit eigentlich auch locker ertragen sollte.
Aber nein, es wird von vielen einfach bewusst verdrängt.
Ich habe das aus ehemaligen beruflichen Gründen (LM-Kontrolle) schon ausführlichst in wirklich jeder LM-Branche und mit allen Facetten jahrelang hinter mir. Und denke darüber deutlich anders.
Fleisch und auch alle anderen Produkte wachsen eben nicht am Baum. Da stecken immer ein oder mehrere Schicksale und qualitative Unterscheide dahinter. Die sich der Endverbraucher oft nicht bewusst ist.
Keiner muss deswegen vegetarisch oder asketisch leben, aber mitdenkend durchs Leben gehen ist nicht zuviel verlangt, somit auch beim Einkauf. Es ist ja nicht so, dass keine Wahlmöglichkeit bestünde.
Auch Fleisch gab es früher nicht jeden Tag auf dem Tisch, sondern hatte noch seinen Wert.
Hartz-IV ist eine Ausrede! Gäbe es keine Billig-Discounter, würde auch keiner verhungern oder in Reißwolle rumlaufen, es würde auch gehen.
Odium
Captain
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Lars_SHG schrieb:Der andere Bäcker ist ein herkömmlicher Bäcker, der an 7 Tagen in der Woche offen hat - auch er hat ernormen Umsatz denn die Produkte sind gut, bei mittleren Preise. Die Backshops, die Brötchen für die hälfte verkaufen (9 Cent Brötchen), haben auch Umsatz aber da bleibt viel liegen. Hier bei uns existiert also alles denn die Mehrzahl der Leute kauft nicht nur nach dem Preis!
Unser Ortsansässiger Bio-Schlachter hat nebenbei einen Partyservice, er hat mit Public Viewing an jedem Fußball Tag Hunderte von Leute angezogen (in einem Ort mit wenigen Tausend Menschen und 4 Public Viewing Stationen), und expandiert jedes Jahr weiter - er stellt Leute ein, und der Laden läuft hervorragend!
Bäckereien: Branchensterben
Schlachter: Hab ich jetzt kein Link zu, aus persönlicher Erfahrung haben eine Menge Läden dichtgemacht. Die Leute wollen keine 10€ für einmal Fleisch am Tag ausgeben.
Und die ganze Bio-Geschichte läuft auch nicht mehr lange. Sie sind inzwischen fester Bestandteil im Repertoire der Discounter und die "echte" Biobranche sieht das ungern. In ein paar Jahren ist das ganze dann so ausgewässert, dass all unsere Nahrungsmittel zu 60-80% aus biologischem Anbau sind, weil es sich sonst nicht mehr richtig verkaufen lässt. Und dann werden die Bauern, Schlachter und Bäcker, die sich heute gegen die Konzerne behaupten können, sich auch neue Arbeitsplätze suchen.
- Registriert
- Apr. 2005
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- 1.868
mdave schrieb:Ich habe auch mal im Handwerk gearbeitet und würde die kleineren Händler gern unterstützen. Aber manchmal im Leben hat man eben nicht die Wahl, und das dürfte mittlerweile für eine ganze Menge Leute zutreffen.
Das ist der Punkt. Wenn man wie Du für 10 Euro die Woche alles bestreiten muss, ist es doch völlig klar, dass man alles billigst einkauft. Altenative wäre dann ja nur der (legale) Mundraub. Wobei 10 Euro schon sehrsehr wenig ist. Dafür kann man in meiner alten Mensa inzwischen keine 3 Tage mehr einen Teller Nudeln bezahlen.
Durch Unterstützung des Dicsount Prinzips sorgt man aber natürlich für die weitere Ausbreitung des Modells. Ich denke mir mittlerweile, dass jemand, dem es egal ist, wie die Discounterregale gefüllt werden (nicht auf mdave bezogen), sich nicht beschweren darf, wenn seine Arbeitsstelle in ein anderes Land verlegt wird. Das ist hier wohl weniger Lebensmittelwirtschaft als sowas wie Nokia damals.
Ergänzung ()
Odium schrieb:Und die ganze Bio-Geschichte läuft auch nicht mehr lange. Sie sind inzwischen fester Bestandteil im Repertoire der Discounter und die "echte" Biobranche sieht das ungern. In ein paar Jahren ist das ganze dann so ausgewässert, dass all unsere Nahrungsmittel zu 60-80% aus biologischem Anbau sind, weil es sich sonst nicht mehr richtig verkaufen lässt. Und dann werden die Bauern, Schlachter und Bäcker, die sich heute gegen die Konzerne behaupten können, sich auch neue Arbeitsplätze suchen.
Völlig korrekt. Essen als Thema ist ja inzwischen zu einer Art Propagandaschlacht ausgeartet. Sowas nutzt sich ab. Ist doch heute schon so. Alles ist angeblich Bio und light.
Odium schrieb:Ob die Mitarbeiter bei kik, Lidl oder Zimmermann (ist so ein lokaler Ramschhändler hier) jetzt darunter leiden, ist deren Problem, oder nicht?
In welchem Beruf arbeitest Du denn?
Ich erinnere noch mal an Nokia. http://www.stern.de/tv/sterntv/der-nokia-skandal-subventionen-gewinne-entlassungen-608515.html
Dort waren sicher auch einige Mitarbeiter Kunden bei Discountern. Dennoch hat man sich auf einmal beschwert, als die eigene Existenz (Arbeit, kreditfinanziertes Haus, Ausbildung der Kinder) gefährdet waren. Ich frage mal ganz ironisch: Warum?
Diese Ansicht regt mich inzwischen - mit Verlaub - regelrecht auf. Wenn man genug Verdient, darf man sich solche Arroganz auch leisten. Aber wie eingangs geschildert ist da ein mittelloser Bursche, der sich dauernd als soziales Gewissen aufspielt, der aber kein Problem damit hat, wenn alles auf dem Produktweg zu ihm bis zum Letzten ausgepresst wird. Erst als Muttern ihren Arbeitsplatz wegrationalisiert bekam, war das Geheule groß. Auf einmal hieß es nicht mehr "Pech gehabt!". Ersatunlich...

Zuletzt bearbeitet:
@ Odium
Kaufe ich das gleiche bei unserem normalen Schlachter liege ich bei 1,5 €.
Es muß ja nicht jeden Tag ein japanisches Kobe-Steak sein (um mal genauso zu übertreiben)!
Der Punkt ist, es reicht heute halt nicht mehr aus, einfach Bäcker oder Schlachter zu sein, die Qualität muss stimmen! Ob man das mit Bio erreicht ist ein Weg, ein anderer ist herkömmliches Fleisch (oder besondere Brötchen / Brot), aber auch nicht gerade aus Spanien importiert um hier nochmal 10 ct. pro Kilo günstiger sein zu können. Bei unseren Schlachtern steht "heute ist unser Fleisch vom Bauern XY aus YZ" - geht auch! Wenn auch sicherlich nicht für alle. Wenn ich in einer Großstadt wohnen würde, wär es schwerer!
Na ja, sinnlose Übertreibungen bringen uns hier auch nicht weiter! Wenn ich beim Bioschlachter 1 schönes großes Schmetterlingssteak kaufe, liegt es bei 3 €.Die Leute wollen keine 10€ für einmal Fleisch am Tag ausgeben.
Kaufe ich das gleiche bei unserem normalen Schlachter liege ich bei 1,5 €.
Es muß ja nicht jeden Tag ein japanisches Kobe-Steak sein (um mal genauso zu übertreiben)!
Der Punkt ist, es reicht heute halt nicht mehr aus, einfach Bäcker oder Schlachter zu sein, die Qualität muss stimmen! Ob man das mit Bio erreicht ist ein Weg, ein anderer ist herkömmliches Fleisch (oder besondere Brötchen / Brot), aber auch nicht gerade aus Spanien importiert um hier nochmal 10 ct. pro Kilo günstiger sein zu können. Bei unseren Schlachtern steht "heute ist unser Fleisch vom Bauern XY aus YZ" - geht auch! Wenn auch sicherlich nicht für alle. Wenn ich in einer Großstadt wohnen würde, wär es schwerer!
drago-museweni
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@Relict währe bestimmt keine schlechte Idee, ein Stall ist aber weniger abschreckend, war schon in einigen, aber Schlachthof ist schon was anderes wenn man sieht wie Maschinell zicktausende Hüner maschinell getötet ausgeweidet und zerlegt werden wird einem anders, auch bei Kühen ist das heftig vor allem wenn diese nicht richtig beteubt ist und wieder Wach wird Kopfüber, gabs mal Sendungen dazu.
Ich finde ein Tier sollte sowenig wie möglich leiden, und gestresst werden, und mit angemessenem Respeckt behandelt werden nicht wie irgend eine Ware, binn froh das ich keine Tiere töten muss könnte es warscheinlich nicht.
Ich finde ein Tier sollte sowenig wie möglich leiden, und gestresst werden, und mit angemessenem Respeckt behandelt werden nicht wie irgend eine Ware, binn froh das ich keine Tiere töten muss könnte es warscheinlich nicht.
Relict
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@drago-museweni
Wobei manch Hühner-KZ und selbst Bodenhaltung schon genügend Abschreckungsstoff bieten würde, wenn man sich die geschunden Kreaturen anschaut, die da ihr schon kurzes Dasein möglichst billig fristen müssen, damit der Verbraucher von denen auch seine Billigstpackung Eier bekommen kann. Und dann die tausende Kücken, die einfach in den "Mülleimer" geworfen werden, weil sie nicht den Kriterien entsprechen.
Selbst wenn alles reibungslos geht (was nicht der Fall ist), sieht man vom frisch halbierten Säugetier noch die Muskeln in den Fleischhälften zucken. Das legt sich erst mit der Zeit und im Kühlhaus. So schnell geht die Verarbeitung heutzutage. Bei zigtausend Rindern und Schweinen pro Tag nur in einem der größten Schlachtbetriebe in D kein Wunder.
Am schlimmsten finde ich aber Schächten oder das Erschlagen von Lämmern und Ziegen aus div. Gründen. Alles schon erlebt. Guten Appe.
Würden das nur 50% der Bevölkerung mal live nen Tag sehen müssen, würden viele umdenken. So wird es aber verdrängt und die eigene Verantwortung und Moral an der Kasse abgelöhnt.
Was ich immer wieder höre, ist ja eh alles Betrug mit der Freilandhaltung, da kann man sowieso nichts machen. Doch man kann, aber man will nicht!
Wobei manch Hühner-KZ und selbst Bodenhaltung schon genügend Abschreckungsstoff bieten würde, wenn man sich die geschunden Kreaturen anschaut, die da ihr schon kurzes Dasein möglichst billig fristen müssen, damit der Verbraucher von denen auch seine Billigstpackung Eier bekommen kann. Und dann die tausende Kücken, die einfach in den "Mülleimer" geworfen werden, weil sie nicht den Kriterien entsprechen.
Selbst wenn alles reibungslos geht (was nicht der Fall ist), sieht man vom frisch halbierten Säugetier noch die Muskeln in den Fleischhälften zucken. Das legt sich erst mit der Zeit und im Kühlhaus. So schnell geht die Verarbeitung heutzutage. Bei zigtausend Rindern und Schweinen pro Tag nur in einem der größten Schlachtbetriebe in D kein Wunder.
Am schlimmsten finde ich aber Schächten oder das Erschlagen von Lämmern und Ziegen aus div. Gründen. Alles schon erlebt. Guten Appe.
Würden das nur 50% der Bevölkerung mal live nen Tag sehen müssen, würden viele umdenken. So wird es aber verdrängt und die eigene Verantwortung und Moral an der Kasse abgelöhnt.
Was ich immer wieder höre, ist ja eh alles Betrug mit der Freilandhaltung, da kann man sowieso nichts machen. Doch man kann, aber man will nicht!
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SheepShaver
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Mal abgesehen davon, dass täglich Fleisch essen völlig ungesund ist, pro Person (200 g) zahlt man beim Schlachter vielleicht 3-4 €, nicht 10 €.Odium schrieb:Die Leute wollen keine 10€ für einmal Fleisch am Tag ausgeben.
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@Relict: Kann Dir da nur zustimmen. Das Schlachten an sich finde ich als Nachfahre alter Bauernfamilie gar nicht so unästhetisch. Früher hat man ja noch das Blut als Delikatesse getrunken. Gibt hier so einen Hof, wo ich möglichst oft Fleisch kaufe. Wenn die Schlachttag haben, finde ich das keineswegs abstoßend.
Wenn man aber sieht sieht wie industriell hergestelltes Fleisch zermetzelt wird, kann man sich vorstellen, warum man 1kg Nackenfleisch vom Schwein für 3,50 Euro anbieten kann.
Ich esse sehr gerne Blutwurst von besagtem Hof. Köstlich, wenn man unverkrampftes Verhältnis zu Blut hat. Tolles Aroma. Aber bei Blutwurst aus der Industrie wirds mir anders. Will gar nicht wissen, wie die Produktion ausgesehen haben muss.
Wenn man aber sieht sieht wie industriell hergestelltes Fleisch zermetzelt wird, kann man sich vorstellen, warum man 1kg Nackenfleisch vom Schwein für 3,50 Euro anbieten kann.
Ich esse sehr gerne Blutwurst von besagtem Hof. Köstlich, wenn man unverkrampftes Verhältnis zu Blut hat. Tolles Aroma. Aber bei Blutwurst aus der Industrie wirds mir anders. Will gar nicht wissen, wie die Produktion ausgesehen haben muss.
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Relict
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@sunset_rider
Ja die Wurstverarbeitung ist noch mal ein Kapitel für sich. Wenn man sieht wer da alles so mit darin rummanscht, was da alles so rein kommt und was da teils auch zusammengekehrt wird. Das würde so mancher, läge es offen an der Theke wohl nicht kaufen. Aber abgekocht ist selbst Shice unschädlich. ^^
Doch die Getränke-, Backwaren,- Konservenindustrie sind da auch nicht unbedingt besser, ja selbst Aroma- und chemische Industrie nicht. Aber genug Details.
Will sagen, der günstige Preis kann zwangsläufig nicht nur über Lohndumping gehalten werden. Was schon bedenklich genug ist. Sondern er spiegelt sich in der gesamten Produktions-, Verarbeitungs- und Verkaufskette wider. Jeder Verbraucher, der es kauft, fördert es im Prinzip und trägt somit mindestens eine moralische Mitschuld. Alles hat nunmal seinen Preis. Verschenkt wird nichts.
Besonders unverantwortlich finde ich, das auch etliche besser betuchten im Discounter anzutreffen sind.
Es ist also in erster Linie ein gesellschaftliches Grundproblem. Gesetzliche Regelungen können dem daher nur bedingt entgegen wirken, was ja auch die Skandale immer wieder aufs neue zeigen. Und das ist nur die Spitze des Eisberges.
Ja die Wurstverarbeitung ist noch mal ein Kapitel für sich. Wenn man sieht wer da alles so mit darin rummanscht, was da alles so rein kommt und was da teils auch zusammengekehrt wird. Das würde so mancher, läge es offen an der Theke wohl nicht kaufen. Aber abgekocht ist selbst Shice unschädlich. ^^
Doch die Getränke-, Backwaren,- Konservenindustrie sind da auch nicht unbedingt besser, ja selbst Aroma- und chemische Industrie nicht. Aber genug Details.
Will sagen, der günstige Preis kann zwangsläufig nicht nur über Lohndumping gehalten werden. Was schon bedenklich genug ist. Sondern er spiegelt sich in der gesamten Produktions-, Verarbeitungs- und Verkaufskette wider. Jeder Verbraucher, der es kauft, fördert es im Prinzip und trägt somit mindestens eine moralische Mitschuld. Alles hat nunmal seinen Preis. Verschenkt wird nichts.
Besonders unverantwortlich finde ich, das auch etliche besser betuchten im Discounter anzutreffen sind.
Es ist also in erster Linie ein gesellschaftliches Grundproblem. Gesetzliche Regelungen können dem daher nur bedingt entgegen wirken, was ja auch die Skandale immer wieder aufs neue zeigen. Und das ist nur die Spitze des Eisberges.
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Relict schrieb:@sunset_rider
Besonders unverantwortlich finde ich, das auch etliche besser betuchten im Discounter anzutreffen sind.
Es ist also in erster Linie ein gesellschaftliches Grundproblem. Gesetzliche Regelungen können dem daher nur bedingt entgegen wirken, was ja auch die Skandale immer wieder aufs neue zeigen. Und das ist nur die Spitze des Eisberges.
Hatte da mal vor 2 Jahren Erlebnis, wo ich stinkreiches Ehepaar dort sah, die ich vom Golfclub kannte. (Bin da durch Studentenjob rangekommen.)
Ich war kurz davor denen was zu husten, ließ es dann aber bleiben.
Andere Szenen sind die (nicht mit dem Ehepaar), in denen sich Leute drüber beschweren, dass der Liter Milch 5 Cent mehr kostet und dann mit ihrem 2-Rad Geländewagen wegfahren.
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Was ich nicht verstehe: Ich kaufe immer wieder egrne bei lokaler Kette (3-4 Läden), die Feinkost betont, aber auch Discountmarken führt. man hat also etwa bei Nudeln die ganze Bandbreite. Erster erstaunlicher Punkt, dass die günstigste Nudelmarke von regionaler Genossenschaft etc. kommt. Gutes Produkt. Kaufe ich gern, nicht teurer als bei Disocunter. Für Werbung will ich bei Getreide nichts draufzahlen.
Nächster erstaunlicher Punkt ist, dass die Angestellten da - wie ich unter der Hand hörte - durchaus fair entlohnt werden. Natürlich kein Topgehalt, aber auch kein Hartz IV Lohn mit Überwachung etc..
Warum ist das für so einen kleinen regionalen Anbieter möglich, aber nicht für manche große Ketten?
Meine Vermutung: Das Extremdumping (Milch/Bier billiger als Wasser etc.) schneidet derart die Marge ab, dass man die innerhalb des Unternehmens reinholen muss. Bei billigen, aber irgendwo nachvollziehbaren Preisen, ist dies offenbar nicht nötig.