Nabend!
Auf dem Koaxialkabel selbst kannst du Frequenzen bis in den Gigahertz-Bereich belegen benutzen. Für Telefon und Internet-Upstream wird bei DOCSIS im Normalfall der Bereich 5-65 MHz belegt. Im Bereich 65 MHz bis 862/1000 MHz liegen Internet-Downstream und Fernsehkanäle. Bei 1-2 GHz liegt im Normalfall Sat. Ein Verstärker verstärkt das Signal zwischen 65 und 862/1000 MHz, damit du ausreichend Siganlpegel an der Empfangsdose hast. Der Rückweg wird in die entgegengesetzte Richtung verstärkt, damit der Kabelverteiler in der Straße hört, was ein DOCSIS-Modem sendet (Upstream). An den Antennen/Fernsehdosen hast du mehrere Anschlüsse und jeder Anschluss kann (muss aber nicht) einen spezifischen Filter haben. Am Radio Anschluss bekommst du z.B. nur die Frequenzen von 87,5 bis 108 MHz (UKW-Rundfunk) ausgegeben. Am Fernsehanschluss nichts unter 65 MHz. Manche Satdosen filtern an den F-Anschlüssel auf 1-2 GHz.
Es geht also nicht um den Namen der Technik die du nutzen möchtest, sondern wo das Kabel überallhin verbunden ist und welche Frequenzen du belegst.
Der Axing EOC 1-11 sendet und empfängt auf 5-65 MHz. Solange der Verstärker in deinem Keller also aktiv ist, wird deine Nachbarschaft also mit Signalen belegt die dort nichts zu suchen haben und die keines der Geräte dort versteht = Du sorgst für eine Signalstörung im Bereich Telefon und Internet bei Unitymedia-Kunden in deiner Umgebung. Das wäre unfreundlich. Möchtest du den Axing EOC 1-11 benutzen, müssen die Dosen an denen diese angeschlossen werden Breitbanddosen sein, damit die 5-65 MHz durchgelassen werden, was bei Kabel-Internet der Rückkanal ist, daher wahrscheinlich die komische Umschreibung
Einzige Voraussetzung: das vorhandene Koaxialkabel-Netz zwischen den Modems muss Rückkanal-tauglich sein
. Der Verstärker darf in diesem Fall den Rückkanal nicht verstärken oder du hinderst den Verstärker am Empfang der 5-65 MHz. Das kann eine Bandsperre sein (kleines einschraubbares Bauteil, z.B. Axing TZU 19-65), du entfernst das Kabel zum Verstärker (Endwiderstand nicht vergessen) oder ziehst den Stromstecker zum Verstärker (kann, muss aber nicht ausreichend sein, wenn Nachbarn oder der Verteiler in der Straße sehr nahe sind). So ne Bandsperre sollte ein guter Elektriker oder jeder Fernseh/Rundfunktechniker einbauen können. Gibt ein schönes
Bild von Axing
Mit MOCA 2.0 kenn ich mich nicht aus. Laut dem
Frequenzplan gibt es das D-Band (du belegst die Frequenzen in denen normalerweise eine SAT-Anlage arbeitet) und das E und F-Band (du belegst die Frequenzen von Kabel-Fernsehen/DOCSIS-Downstream). Der Rückkanalverstärker in deinem Keller wäre also nicht das Problem. Du bräuchtest nur Breitbanddosen (falls du die nicht schon hast) und im Falle eines E/F-Band Gerätes eine Bandsperre für Kabelfernsehen, damit dein Datenverkehr nicht durch die Fernsehsignale gestört wird (oder analog oben Stecker vom Verstärker ziehen).
Auf die schnelle hab ich nur ein Gerät gefunden, was laut
Hersteller garantiert ein D-Band Gerät wäre und bei
Amazon.com verfügbar ist. Wenn du über DSL Internet und Fernsehen empfängst und im Keller einen Kabelverstärker hast, wirst du wohl keine Sateinspeisung haben, womit ein D-Band Gerät die einfachere Wahl wäre.
Verlink dochmal die Geräte die du zur Auswahl hast, dann können wir da nochmal drüber gucken. Wie sehen denn die Dosen aus, an denen du das alles anschließen willst?
Gute Nacht!