Euro-Rettungsschirm

Noxiel schrieb:
Mit meiner Meinung bin ich wohl alles, nur nicht Mainstream Schrammler. Überprüf mal den Tenor der Leute, welche hier posten und reflektiere das, mit deiner Aussage ich vertrete den Mainstream. :rolleyes:

Du vertrittst doch das, was uns sämtliche Medien und etablierten Parteien, ungezählte Mengen an "Experten" aus dem Finanzsektor und anderen Wirtschaftsbereichen im Rahmen einer wenig erklärbaren Gleichschaltung, oder uns gar als "Alternativlosigkeit", täglich vorbeten.

GTX999 trifft den Kern dessen, was sich gerade abspielt mit einem simplen Wort: Enteignung. Die Sozialstaatskonstrukte des Euro-Raumes werden gerade geplündert und verramscht, die Demokratien mit Füßen getreten.
 
@ Harald44

Die EZB als Herr über die Geldpolitik hat jedoch nicht alle Verfügbaren Werkzeuge für Inflation bei der Hand. Die SPD mit Schröder an der Spitze hat der EZB wohl ins Handwerk gepfuscht, mit der Agenda 2010. Die Kaufkraft bestimmt die Inflation, wenn also das Geld das die EZB verbreitet nicht beim Bürger ankommt, so greift der Leitzins nicht.
Im Dezember 2011 und Februar 2012 Beispielsweise hat die EZB jeweils 500 Milliarden Euro rausgehauen. Doch wo ist dieses Geld (?) die Banken haben es gebunkert. Hier pfuschen die Banken der EZB in die Geldpolitik.

@ Schrammler

Die Bürger in Europa werden nicht einfach nur enteignet. Das hört sich an als gäbe jeder etwas ab, das er sowieso nicht mehr gebrauchen kann. Oder etwas das man zu einem Späteren Zeitpunkt erneut käuflich erwerben kann. Nein, nein die Bürger verlieren ihre Souveränität und Freiheit. Denn du hast jede Menge Politiker die Kopflos Rettungsschirme aufspannen.
Was machen unsere Politiker für Demokratie und Freiheit (?) machen sie Politik für die Menschen oder Politik für die Finanzmafia (?)

In Athen liegen die Menschen Obdachlos auf der Straße… 1 Punkt für die Finanzmafia.
In Griechenland wurde das Demokratieprinzip beseitigt, erst wurde ein Gewählter Präsident beseitigt (erneut ein Punkt für die Finanzmafia) nun wird mittels Sparpolitik alles was zu gebrauchen ist Privatisiert (erneut ein Punkt für die Finanzmafia) und die Bürger müssen Einsparungen in Kauf nehmen welche das Land noch tiefer in die Schuldenfalle treibt (erneut ein Punkt für die Finanzmafia).
In Italien sollen die Menschen ebenfalls mit Einsparungen und Kürzungen Leben, genau wie in Spanien, Portugal in Zypern nun auch in Slowenien… dort wird überall als folge Politik gemacht die in die Hände der Finanzmafia Spielt. Doch das alles reicht nicht, Europa soll zum Superstaat werden, ein Staat indem die Finanzen aus der Reichweite der Politiker entfernt wierden. (erneut ein Punkt für die Finanzmafia) Und wir verlieren damit unsere Freiheit.

Während Spanien sich als Europameister im Fußball feiert, laufen die Arbeiten am Europameister in Sachen Finanzpolitik. (erneut ein Punkt für die Finanzmafia)
Punkte für die Bürger in Europa gibt es keine, denn die Politiker trauen sich nicht der Finanzmafia in die Quere zu kommen, nicht mal mit einem kleinen piksen wie eine Finanzsteuer auf Spekulationsgewinne.

Die Finanzmafia ist Europameister, wenn Banken Gelder aus dem ESM erhalten und wenn Staaten die Souveränität über ihre Finanzen verlieren… die Bürger verlieren ihre Freiheit, wenn sie nicht mehr Herr über ihre Finanzen sind.
 
Schrammler schrieb:
Du vertrittst doch das, was uns sämtliche Medien und etablierten Parteien, ungezählte Mengen an "Experten" aus dem Finanzsektor und anderen Wirtschaftsbereichen im Rahmen einer wenig erklärbaren Gleichschaltung, oder uns gar als "Alternativlosigkeit", täglich vorbeten.
Man sollte glauben, dass - wenn derart viele unterschiedliche, und untereinander unabhängige Quellen einen Tenor bei der Bekämpfung der Schuldenkrise verfolgen - auch zuweilen Recht haben könnten.
Jedoch nicht für dich Schrammler, für dich genügt was GTX999 zum Thema sagt. Ausgewiesener Finanzexperte scheint er zwar nicht zu sein, aber er teilt deine Meinung zur Debatte. Und das genügt, um von Gleichschaltung und Verschwörung der Obrigkeit zu reden. Unbewiesen und unerklärlich zwar aber das wäre ohnehin neu, dass hier mal Quellen nachgereicht werden, anhand deren man sich ein Bild der Gegenmeinung bilden könnte. Naja ein gewisser Zynismus steckt da schon drin, aber ob der dir aufgefallen ist, bleibt fraglich.
 
Species 8472 schrieb:
@ Harald44 Im Dezember 2011 und Februar 2012 Beispielsweise hat die EZB jeweils 500 Milliarden Euro rausgehauen. Doch wo ist dieses Geld (?) die Banken haben es gebunkert. Hier pfuschen die Banken der EZB in die Geldpolitik.

Die netto rund 500 Milliarden Euro, die die EZB den Banken zum niedrigen Leitzins von einem Prozent zur Verfügung gestellt hat, sind nicht einfach so versickert. Vor allem südeuropäische Banken haben zugegriffen, die aufgrund des extremen Misstrauens gegenüber ihnen sich extrem schwer tun, auf dem Markt (also in erster Linie von anderen Banken) sich mit ausreichend flüssigen Mitteln (Liquidität) zu versorgen. Zudem wurden vom billigen Geld natürlich auch Staatsanleihen gekauft, was daran deutlich wird, dass die Risikoprämien für Staatsanleihen europäischer Krisenländer wie Italien oder Spanien in Folge der EZB Geldspritzen deutlich gesunken sind. So konnten diese Länder ihren gigantischen Refinanzierungsbedarf Anfang 2012 problemlos am Markt decken, was 2011 noch von vielen Fachleuten infrage gestellt wurde. Die EZB hat also zumindest kurzfristig erreicht, was sie bezwecken wollte, auch wenn daran natürlich von ordnungspolitischen Hardlinern Kritik aufkam, die kritisierten, dass die EZB damit durch die Hintertür zum Staatsfinanzierer würde.

Dass diese Länder jetzt wieder massiv in der Krise sind und Rekordzinsen zahlen, liegt nicht daran, dass die Maßnahmen der EZB nicht gegriffen hätten, sondern schlicht an der Größe des Problems und der Unwirksamkeit der ergriffenen politischen Maßnahmen. Der u. a. von Deutschland vorangetriebene Sparkurs hat sich für die Krisenländer als Sackgasse erwiesen, denn sie sind als Ergebnis praktisch alle noch tiefer in die Rezession gerutscht und können daher ihre Schulden trotz harten Sparens immer noch nicht bedienen.
 
Wobei nicht übersehen werden sollte, dass es mit Irland wieder bergauf geht, der generelle Sparkurs also nicht per se verkehr war. Das jetzt neben dem Sparen auch Wachstumsimpulse gefördert werden, ist für mich deutliches Zeichen, dass man erkannt hat, dass pure Austerität nichts mehr bringt.
 
Noxiel schrieb:
Und das genügt, um von Gleichschaltung und Verschwörung der Obrigkeit zu reden. Unbewiesen und unerklärlich zwar aber das wäre ohnehin neu, dass hier mal Quellen nachgereicht werden, anhand deren man sich ein Bild der Gegenmeinung bilden könnte. Naja ein gewisser Zynismus steckt da schon drin, aber ob der dir aufgefallen ist, bleibt fraglich.

Ich bin überzeugter Zyniker, falls es dich beruhigt, aber in dem Fall erpare ich mir dich damit zu belästigen. Selbstverständlich kann auch mit Presseartikeln argumentieren, ob du die lesen willst und wirst ist eine andere Frage. Wobei ich auch nicht verleugnen will, dass es bei den Kritikern an dem mangelt, was ich sogar vielen Spitzenpolitikern unterstelle: Wenig Sachverstand und einseitige Beratung. Ich nehme mich dabei nicht aus, das Thema ist sehr komplex.
Wenn dann das Parlament in Rekordzeit "Rettungsschirme" durchwinkt, die Abgeordneten sogar öffentlich sagen, dass sie zu wenig Zeit zum Lesen hatten, über was sie da abstimmen sollen oder gar direkt vor der Abstimmung sagen, dass sie davon keine Ahnung haben, lässt das ein ungutes Gefühl aufkommen. Vielleicht sollten Volswirtschaftler und Finanzexperten zu dem Thema einen Test zusammenstellen, den Merkel, Rösler, aber auch andere Spitzenpolitiker, gerne auch von der SPD und den Grünen, selbst und ohne Hilfe beantworten müssen. Das Ergebnis wird erschreckend sein, die meisten Punkte würde wahrscheinlich Steinbrück, evtl. noch Schäuble, einfahren.

Gleichschaltung herrscht dann vor, wenn keiner Gegenmeinung eine breite Öffentlichkeit geboten wird, wenn aus merkel'scher "Alternativlosigkeit" ein grundsätzliches Mitlaufen wird. Warum taucht sowas eigentlich nicht in den "Leitmedien" auf?: http://www.europa-neu-begruenden.de/

Verschwörungen braucht man nicht, es schadet aber keineswegs, sich etwas mit der Realität zu beschäftigen. Auch wenn diese Doku einseitig ist, zeigt sie doch deutlich was wir Bürger von der "Verschwörung" haben, und welche interessanten Verbindungen es wirklich gibt:
http://www.youtube.com/watch?v=_WzQJHPFf6g
 
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Noxiel schrieb:
Wobei nicht übersehen werden sollte, dass es mit Irland wieder bergauf geht, der generelle Sparkurs also nicht per se verkehr war.

Irland wird in diesem Zusammenhang gern als Musterschüler genannt - als Beispiel einer an sich richtigen Politik (nach dem Motto: würden sich die anderen nur mehr anstrengen, dann ...) - was für mich unredlich ist, da Irland eine vollkommen andere Ausgangslage als die restlichen Euro-Krisenstaaten hat.

So besitzt Irland immer noch eine hochmoderne Wirtschaft, auf die es sich stützen kann und die es vor der Finanzmarktkrise zu einem der reichsten Länder der EU machte.

Kurz etwas zum Hintergrund der spezifisch irischen Krise: Irland hatte seit Mitte der 80er Jahre die Subventionen aus Brüssel und den europäischen Integrationsprozess dazu genutzt, zu einem Mekka für ausländische Investitionen insbesondere aus Übersee zu werden. Zahlreiche Hochtechnologie Firmen siedelten im Niedrigsteuerland Irland (Körperschaftsteuer von nur 12,5 %) an und nutzten die grüne Insel als Produktionsstandort für den zollfreien Export in den europäischen Binnenmarkt. Der keltische Tiger, einst Held aller Apologeten eines möglich freien Marktes, hatte bzw. hat bis heute also ein an sich recht solides Geschäftsmodell.

Wie das Schicksal so will, waren die liberalen Gesetze, die zu einem nicht kleinen Teil die Attraktivität Irlands für das globale Kapital ausmachten, letztendlich auch sein Verhängnis. Denn neben High Tech war Irland auch Hochburg des Finanzsektors, was dazu führte, dass Irland von der Finanzmarktkrise besonders hart getroffen wurde. Hinzu kam eine hausgemachte Immobilienblase, die natürlich parallel zum internationalen Finanzcrash implodierte, denn die irischen Banken hatten beflügelt vom Wirtschaftsboom nicht nur eifrig mitgezockt, sondern auch wie im Rausch Immobilien-Kredite vergeben. Billiges Geld stand ihnen dabei reichlich seit dem Beitritt zum Euro zur Verfügung.

Als Folge verschuldete sich Irland wie kein zweites Land in der Euro-Zone, um seinen kollabierenden Bankensektor zu retten. Irland kam schuldentechnisch quasi aus dem Nichts, hatte 2007 eine Staatsschuldenquote von 24,8 % - 2012 sind es prognostizierte 112 % des BIP. Dass der Bankensektor Irland ohne die Finanzhilfen von EU und IWF mit in die Tiefe gerissen hätte, ändert nichts daran, dass Irlands restliche Wirtschaft hochmodern ist und auch in den Krisenjahren seit 2008 fleißig weiter vor sich hinschnurrte. Hier liegt der erste zentrale Unterschied zu den restlichen Euro-Krisenländern.

Der zweite Unterschied liegt darin, dass Irland anders als etwa Spanien, welches ebenfalls unter dem Platzen einer Immobilienblase und der damit verbundenen hohen Verschuldung der Privathaushalte leidet, aufgrund seiner hohen Außenhandelsquote viel weniger vom Binnenkonsum abhängig ist. Daher treffen Irland auch die auferlegten Sparmaßnahmen viel weniger hart, da die irische Wirtschaft anders als bei den übrigen Krisenländern ihre Stärke in erster Linie aus dem Export zieht.
 
pflegekraft - einstiegsgehalt 1400€ brutto.
kapital/haftung für den ESM "aktuell" 200 milliarden euro.
mein fazit ... eu verrecke so schnell wie möglich!


der ESM ist im prinzip eine insolvenz-verschleppung und dies wird je nach ausmass in der privatwirtschaft des öfteren sogar mit einer freiheitsstrafe bestraft.
laut gesetz wäre der esm nicht möglich und die verantwortlichen müssten hinter gitter.
rechtsstaat? fehlanzeige!


die eu ist eine finanz-faschisten-banken-anarchie


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Und was haben die beiden Werte miteinander zu tun?

statt 200 milliarden kredit und somit zusätzliche finanzielle belastung für jeden einzelnen könnte man mit einem besseren gehalt die fehlenden pflegekräfte rekrutieren.
stattdessen pumpt man stetig weitere milliarden in die währungsunion um das insolvenzverfahren von bankrotten staaten hinauszuzögern.

wo sind denn die sinkenden arbeitslosenquoten der spanischen jugend? ja wo sind sie denn?
anscheinend noch nichts angekommen .. ohhh kein problem! wir schütten einfach weitere milliarden nach und wenn es dann noch immer nicht funktioniert kommen weitere milliarden.

30% der spanischen uni absolventen lernen deutsch und wandern nach detuschland aus - das überangebot bei uns führt dann wieder dazu das die löhne sinken und sinken und sinken...
50% der spanischen jugend verbringt trotz guter ausbildung den tag am strand - war echt ein gelunges hilfspaket von der EU - total sinnvoll - genial! weiter so.

die weltweit gerichtlich immune hochfinanz der eu lacht sich doch ins feustschen - die haben leichtes spiel durch ihren finanz-faschismus ganze kulturen auszurotten.



Bild entfernt.
 
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Man könnte die 200 Mrd. auch postwendend auf mein Konto überweisen um meine persönliche Moral zu heben. Welchen Sinn das - ähnlich deinem Vorschlag einseitig eine bestimmte Einkommensgruppe zu unterstützen - machen soll, verbirgt sich aber nicht nur mir GTX999.

Spanien hat de facto kein Geld vom ESM für den Staatshaushalt bekommen, sondern - und hier kann über die Sinnhaftigkeit gestritten werden - ausschließlich für den Bankensektor.
Das die spanische Jugendarbeitslosigkeit so hoch ist, ist in erster Linie Schuld der spanischen Regierung und nicht die des ESM.
 
Noxiel schrieb:
Das die spanische Jugendarbeitslosigkeit so hoch ist, ist in erster Linie Schuld der spanischen Regierung

Warum? Weil sie mehr Geld für Bildung ausgibt, wie die Regierung(en) in Deutschland und es in Spanien daher zu viele gut ausgebildete junge Leute gibt? Oder weil die Steuern für Unternehmen zu hoch sind? Vielleicht nicht doch vor allem, weil man sich eine Immobilienblase heranzüchtete?
 
Da du es angesprochen hast, welche Ursache hatte denn der spanische Immobilienboom?
 
ähnlich deinem Vorschlag einseitig eine bestimmte Einkommensgruppe zu unterstützen - machen soll, verbirgt sich aber nicht nur mir.

dann bist du dafür das wir einfach die pensionisten im pflegealter verrecken lassen sollen?

wer wird denn heutzutage pfleger bei 1400€ brutto sowie unmenschlichen arbeitsbedingungen?

ich kenne einige pfleger die nicht mehr pfleger sind weil sie es mittlerweile unmenschlich finden pfleger zu sein.
der zeitdruck ist einfach zu hoch - da hast du statt 30 minuten auf einmal nur noch 10 minuten zeit.
rein in die dusche ... schnell schnell schnell ... und der nächste !
füttern? keine zeit mehr ! statt 10 minuten nur noch 3 minuten zeit - wenn du nicht selber essen kannst hast du pech gehabt.

das soll pflege sein?


wir brauchen mehr pfleger und mehr gehalt für jene.


http://www.youtube.com/watch?v=A4Xlo5rsZ7o&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=JEW-nXxVDig

http://www.youtube.com/watch?v=i1wA40OILY0
 
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Nein, ich bin dafür, dass gewisse Leute ohne Sachverstand in einige Forenbereiche keinen Zutritt mehr erhalten sollten. Bitte erspar mir rethorische Fragen, die nichts zum Thema beitragen. :mad:
Natürlich will ich nicht, dass irgendwo irgendjemand verreckt, aber wenn es dir um den Pflegenotstand in Deutschland geht, dann eröffne dafür einen eigenen Thread. Das hat hier nichts zu suchen.
 
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Noxiel schrieb:
welche Ursache hatte denn der spanische Immobilienboom?

Niedrige Zinsen, in Folge: Falsche Bewertungen der Lage, Ausrichtung des Binnenmarktes auf den Bausektor, Häusle und Wohnungsbauer/Käufer mit geringer Bonität die sich prächtig verschuldeten, hohe Investitionen in Bauvorhaben, Spekulationen und in Folge der Crash.
Das alles war allerdings bereits 2006 schon kein Geheimnis mehr. Heute rettet man die Banken wegen der Gammelware bei den Hypothekenkrediten.
 
Klingt frappierend nach der Subprime Krise in den Staaten, in Folge dessen und der Lehmann Pleite die SoFFin die HRE mit mehreren Milliarden stützen musste.

Das es den spanischen Banken schlecht geht, ist also Konsequenz aus mangelnder staatlicher Aufsicht bzw. nationalen Versäumnissen.
 
Schon seit Jahren steckt der spanische Staat mit einem eigenen Rettungsfonds Milliarden in die maroden Banken. Sie haben auf Teufel komm raus immer mehr und immer leichtfertiger Wohnungen und Häuser finanziert. Bis 2007 war das ein Bombengeschäft, der Immobilienmarkt boomte. Und dann platzte die Blase.

Halbfertige und leer stehende Häuser können allerorten besichtigt werden. Die Immobilienpreise sind seitdem um nahezu 20 Prozent gefallen. Und die spanischen Banken sitzen auf Immobilienkrediten von mehr als einer Billion Euro. Viele sind faul und mussten bereits abgeschrieben werden.

Die Immobilienblase wurde auch von profitgierigen Bankern aus Deutschland genährt. Die Deutsche Bank hatte Ende März noch knapp 30 Milliarden an spanische Schuldner verliehen. Die Commerzbank ist mit 14 Milliarden Euro dabei, mindestens vier Milliarden gingen in gewerbliche Immobilienkredite.

Bislang hat der spanische Staat die einsturzgefährdeten Banken mit Geldspritzen am Leben gehalten. Aber jetzt tun sich immer größere Löcher auf, die nicht mehr allein zugeschüttet werden können. Alleine für das viertgrößte Institut Bankia sind weitere 19 Milliarden Euro notwendig, um den Zusammenbruch zu verhindern.

Die Euroländer wollen jetzt bis zu 100 Milliarden bereitstellen, um den spanischen Banken wieder auf die Beine zu helfen. Dabei weiß niemand so genau, wie groß das finanzielle Loch eigentlich ist. Der Internationale Währungsfonds geht in Schätzungen von 40 bis 80 Milliarden aus. Andere liegen weitaus höher. Die spanische Zentralbank hält Immobilienkredite über 180 Milliarden für wackelig. Der internationale Bankenverband schätzt sogar, dass letztlich rund 260 (!) Milliarden Euro zur Rettung der Banken notwendig werden. Vieles hängt davon ab, wie stark die Immobilienpreise weiter abstürzen. Experten gehen von noch einmal 20 Prozent aus.

Selbst mit den 100 Milliarden der Euroländer ist noch nichts wirklich gerettet!

Wegen der Kosten für die bisherige spanische Bankenrettung hat die ehemalige sozialistische Regierung bereits drastische Kürzungsprogramme über 50 Milliarden aufgelegt. Die konservative Regierung setzte diesen Kurs verschärft fort und sattelt ein neues Kürzungspaket von knapp 30 Milliarden Euro obendrauf. Allein zehn Milliarden sollen bei Bildung und Gesundheit gekürzt werden. Das Volk wird zur Kasse gebeten.

Die Arbeitslosigkeit ist die höchste in der Europäischen Union. Jeder vierte Spanier hat keinen Job, etwa jeder zweite (!) Jugendliche ist arbeitslos.

Wer ernsthaft gegen wirtschaftlichen Niedergang und Verelendung des Volkes vorgehen will, muss die Spekulationsmaschine abschalten. Die EZB muss die Euro-Staaten, also auch Spanien direkt mit Krediten versorgen, damit die Zinsbelastung auf ein Prozent sinkt. Die Staatsschulden sind durch eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre drastisch zu senken. Und zwar für alle Länder.

Das wichtigste: Private Banken müssen vergesellschaftet werden. Die Entmachtung der profit- und bonusgierigen Banker ist die Voraussetzung, damit sie ihren politischen Einfluss verlieren. Dann kann das Casino trockengelegt werden: Die gesamte Finanzbranche muss streng reguliert und auf das unmittelbare Kreditgeschäft begrenzt werden.
 
Das wichtigste: Private Banken müssen vergesellschaftet werden. Die Entmachtung der profit- und bonusgierigen Banker ist die Voraussetzung, damit sie ihren politischen Einfluss verlieren. Dann kann das Casino trockengelegt werden: Die gesamte Finanzbranche muss streng reguliert und auf das unmittelbare Kreditgeschäft begrenzt werden.

dir ist schon klar das jeder populäre aktivist - politiker der ein wenig macht hat und gegen bankensysteme vorging "zufällig verunglückt" ist?

es schafft niemand bankensysteme zu ändern - alle die das system in frage stellen und auch macht haben werden entweder gekauft oder ausradiert.
das ist schon so seit der gründung der fed vor 100 jahren.

Die Entmachtung der profit- und bonusgierigen Banker ist die Voraussetzung

... wer soll denn das machen?
machtlose regierungen die bis auf alle ewigkeit verschuldet sind?
die hochfinanz jene mit den staaten ping-pong spielt lacht sich doch ins feustchen.
die länder werden runtergewirtschaftet (verschuldet, privatisiert) und wenn der tiefpunkt erreicht ist übernehmen ein paar ultrareiche (konzerngemeinschaften, kapitalpools etc.) das ganze land für "nen appl und n ei"

damals hat man um so etwas zu erreichen krieg geführt .. heute geht das "eleganter".



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ps.: "Stoiber: POLITIK machtlos gegen HOCHFINANZ"


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Noxiel schrieb:
Das es den spanischen Banken schlecht geht, ist also Konsequenz aus mangelnder staatlicher Aufsicht bzw. nationalen Versäumnissen.

Politiker lassen sich schmieren, entsprechend guckt der Staat bei Fehlentwicklungen dann auch gerne einmal weg. Aber was meinst du mit nationalen Versäumnissen? Ich stelle mir immer wieder die Frage: Wer trägt wirklich Schuld daran und sind es wirklich diejenigen, die es inszenierten oder davon profitiert haben, die man heute belastet?
Griechenland, dort wo angeblich im Finanzministerium 1997 noch kein einziger Computer für Berechnungen stand, hat sich in die Eurozone geschummelt und Spanien frisierte seine Wirtschaft mit einem aufgeblähtem Immobiliensektor.
Deutschland profitierte wirtschaftlich in doppelter Hinsicht: Zum einen hatte man plötzlich starke Handelspartner im Süden der EU, die auch noch in der Währungsunion waren, und gleichzeitig einen Vorwand, wegen unseres angeblichen "Rote Laterne" Wachstumsstatus in der EU, marktradikale Reformen des Sozialstaates durchzuziehen, die wir* heute Spanien und Griechenland als Allheilmittel "empfehlen", bzw. aufnötigen um an billiges Geld zu kommen.

(* Merkel, Schröderianer und Co)

Was stimmt an der Logik nicht? Es ist das fehlende Fundament der "Krisenländer", einzig Italien kann industriell mit deutschen Verhältnissen verglichen werden, hat ein Fundament im Export, jenseits von Oliven, Schafskäse oder von afrikanischen Billigarbeitern gespritzt- und geerntetem Discounter-Ramschgemüse. Im Tourismusgeschäft, hat sich der Euro gewiss als Nachteil ausgewirkt.
 
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