Euro-Rettungsschirm

Was GTX999 mit der Pflege einwendet, ist die Tatsache dass ein Staat als Folge von Verschuldung Einsparrungen vornimmt… sprich die Sozialstaatlichkeit unter der Verschuldung leidet. Politiker investieren mit dem ESM Wichtiges Geld in Institution anstatt in Menschen. Die Empörung über diese Politik rührt aus der Feststellung das Grundsätzliches umgekehrt wird.
Banken zu retten geht auf Kosten der Bürger und kehrt folgenden Auftrag um: den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.
Denn mit dem ESM Steigt die Verschuldung und somit sinken die Ausgaben für Soziales.

Die Arbeitslosenzahlen in der Währungsunion sprechen bereits eine Deutliche Sprache. Schon alleine an diesen Zahlen ist abzulesen das die Politik auf dem falschen weg ist.
Mit der Schuldenunion dem EFSF sowie dem ESM wurde dem Volk bereits erheblicher Schaden zugefügt. Von Enteignung der Europäischen Bürger, bis Kürzungen und Verletzung des Demokratieprinzips ist alles dabei… nicht zu vergessen die Verbaute Zukunft und Perspektive für die nächsten Generationen.

Nun ist der ESM seitens der Politiker Verabschiedet. Schon ist überall zu lesen dass die Ratingagenturen Stolz darüber sind wie die Europäer auf die Bewertungen reagierten. Sprich, Private Firmen sehen ihr eingreifen mittels Bewertung als erfolgreich an. (Regierungen erweisen sich als Machtlos gegenüber der Finanzwelt)

Wo bleibt eigentlich die Ratingagentur Europas, oder hat Obama sie Verboten (?)
Die Börse Reagierte mit einem Feuerwerk als der ESM Verabschiedet wurde, also als der Bürger über den Tisch gezogen wurde. Nun stellt man fest dass die Eingeschlagene Sparpolitik keine Lösung ist. Das ein Land das Sparen muss keinen Aufschwung und Wachstum erzeugen kann der nötig ist um aus einer Krise zu gelangen, diese Tatsache hat man Ignoriert. Überraschend scheint nun auch die Erkenntnis zu sein dass ein Exportland wie Deutschland nichts mehr verkaufen kann wenn Importländer Sparen. Der ESM erweist sich also als Schnellschuss und Kurzschlussreaktion.

Der Eingeschlagene Weg der mit dem ESM genommen wird, ist eine Sackgasse. Die Hiesigen Journalisten messen sich aber anstatt Kritisch über den ESM zu schreiben mit Berichten über die Ukraine, sie entdecken immer neue Skandale, Menschrechtsverletzungen bei einer Rechtmäßig Verurteilten Steuerbetrügerin. Es wird Kritisch über die Regierung eines Souveränes Land Berichtet, so was nennt man auch Stimmungsmache und Propaganda die Politisch Motivieret ist. Hintergrund ist letztendlich ein Putschversuch oder die Idee davon. Während Feindliche Berichte getextet werden über Menschen in der Ukraine, hat man Natürlich nicht den Platz auf dem Papier um die Grundrechtsverletzungen der hiesigen Regierung zu Berichten.

Wo ist das Europa zu dem man sich entwickeln wollte (?) Ein Europa in dem Demokratie als hohes Gut hochgehalten wird. Wo ist das Europa im dem die Kinder eine Zukunft und Perspektiven haben (?) Europa sollte mal ein Projekt der Sozialstaatlichkeit der Demokratie und des Friedens werden. Doch wenn der Jugend die Perspektive mit den Schulden geraubt wird, wenn durch falsche und kurzschlussartige Politik Milliarden und gar Billionen in ein Kaputtes und Korruptes Banken und Finanzsystem Gepumpt wird dann fehlt das Geld für wichtige Bereiche.

Über die Ukraine wird Negativ Berichtet wegen einer Frau die Rechtmäßig wegen Steuerbetrugs verurteilt wurde. Wenn das keine Propaganda ist, wo bleibt der Moralapostel wenn es um die Menschenrechtsverletzungen in den USA geht? (nur ein kleiner Aspekt als Beispiel: die gegenwärtige Terrorismusbekämpfung der US-Regierung verstoße gegen 10 der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948.) Wo bleibt der Aufschrei der Medien wenn es um die USA geht (?)

Der Journalismus in Deutschland lässt immer mehr zu wünschen übrig.


Noxiel schrieb:
Nein, ich bin dafür, dass gewisse Leute ohne Sachverstand in einige Forenbereiche keinen Zutritt mehr erhalten sollten.

Ein Moderator sollte dem User Noxiel einmal verdeutlichen was es mit einem öffentlichen Forum auf sich hat. Eventuell wäre es eine Idee, Nachhilfe in Sachen freie Meinungsäußerung und Demokratie.
Anderen Usern Zugang in öffentliche Bereiche verbieten zu wollen ist schon ein Ding. Also ich bin dafür das man bei solchen Fehltritten und respektlosen verhalten gegenüber anderen Usern ein Redeverbot ähm ein temporäres schreibverbot ausgesprochen wird. ;)
Man könnte meinen es sei jeden Bürger bekannt das seine eigene Freiheit nur so weit geht bis er die Freiheit eines anderen einschränkt.

Dass weder Grundrechte noch Demokratie Respektiert werden sieht man an den Politiker, das scheint nun Anno 2012 Mode zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Species 8472 schrieb:
Was GTX999 mit der Pflege einwendet, ist die Tatsache dass ein Staat als Folge von Verschuldung Einsparungen vornimmt…
Kein Alleinstellungsmerkmal der Eurokrise. Einsparungen wurden immer und in allen Bereichen des Haushalts vorgenommen, wenn Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Es verfälscht die Realität, Einsparungen im Sozialsektor auf die Eurokrise als einzige Ursache zurückzuführen.
Darüber hinaus gehört es unabhängig der aktuellen Relevanz nicht zum Thema.

Species 8472 schrieb:
sprich die Sozialstaatlichkeit unter der Verschuldung leidet. Politiker investieren mit dem ESM Wichtiges Geld in Institution anstatt in Menschen. Die Empörung über diese Politik rührt aus der Feststellung das Grundsätzliches umgekehrt wird.
Welche Grundsätzlichkeit? Schulden zu machen, ohne auf der Haben-Seite Verbesserungen herbei zu führen, ist laut deiner Aussage Grundübel der Krise.
Der Sozialstaat wurde in über 60 Jahren immer wieder reformiert, unabhängig von wirtschaftlicher Prosperität oder Krisen.

Species 8472 schrieb:
Banken zu retten geht auf Kosten der Bürger und kehrt folgenden Auftrag um: den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.
Denn mit dem ESM Steigt die Verschuldung und somit sinken die Ausgaben für Soziales.
Banken NICHT zu retten geht ebenso auf Kosten der Bürger. Erläutere wie Banken zu retten automatisch das Volk schädigt.
Die Verschuldung des deutschen Staates steigt seit dessen Gründung, nicht erst mit dem ESM.

Species 8472 schrieb:
Die Arbeitslosenzahlen in der Währungsunion sprechen bereits eine Deutliche Sprache. Schon alleine an diesen Zahlen ist abzulesen das die Politik auf dem falschen weg ist.
Die Arbeitslosenquote in der EU steigt mehr oder minder stark seit 2000, von einigen Ausnahmen und Rückgängen abgesehen.
http://wko.at/statistik/eu/europa-arbeitslosenquoten.pdf
Die steigende Arbeitslosenquote ist meiner Ansicht nach auf die zwei Krisen und nicht auf die folgenden Rettungsmaßnahmen zurückzuführen. Es stellt sich die Frage, wie die Arbeitslosenquote ohne die Milliarden der Regierungen heute aussehen würden.

Species 8472 schrieb:
Mit der Schuldenunion dem EFSF sowie dem ESM wurde dem Volk bereits erheblicher Schaden zugefügt.
Welcher Schaden? Wieviele Milliarden wurden tatsächlich bisher nach Brüssel überwiesen? Welcher realer Schaden ist bisher entstanden?

Species 8472 schrieb:
Von Enteignung der Europäischen Bürger, bis Kürzungen und Verletzung des Demokratieprinzips ist alles dabei… nicht zu vergessen die Verbaute Zukunft und Perspektive für die nächsten Generationen.
Welche Enteignungen, bitte anhand nachvollziehbarer und überprüfbarer Quellen.
Demokratie kennt mehr Formen als Volksentscheide.
Die zu erwartende Zukunft für die EU scheint dennoch so groß zu sein, dass 2009 über 3 Millionen Menschen in die EU eingewandert sind.
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/st...p/Migration_and_migrant_population_statistics

Species 8472 schrieb:
Nun ist der ESM seitens der Politiker Verabschiedet. Schon ist überall zu lesen dass die Ratingagenturen Stolz darüber sind wie die Europäer auf die Bewertungen reagierten. Sprich, Private Firmen sehen ihr eingreifen mittels Bewertung als erfolgreich an. (Regierungen erweisen sich als Machtlos gegenüber der Finanzwelt)
Bitte einige Links zu "ist überall zu lesen".
Tatsächlich hat sich Irland erstmals seit das Land unter den EU-Rettungsschirm geschlüpft ist erfolgreich am Kapitalmarkt neues Geld besorgen können. Es kommt eine europaweite Bankenaufsicht unter Führung der EZB.

Species 8472 schrieb:
Wo bleibt eigentlich die Ratingagentur Europas, oder hat Obama sie Verboten (?)
Die Börse Reagierte mit einem Feuerwerk als der ESM Verabschiedet wurde, also als der Bürger über den Tisch gezogen wurde.
Eine europäische Ratingagentur kommt. Obama hat da "wider Erwarten" nicht mitzureden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...tur-nun-doch-kurz-vor-dem-start-a-830057.html
http://www.welt.de/wirtschaft/artic...he-Ratingagentur-steht-vor-der-Gruendung.html

Ein Feuerwerk sieht in meinen Augen anders aus, wenn alle großen internationalen Indizes bisher einen Wochengewinn von rund 1% zu verzeichnen haben.

Species 8472 schrieb:
Nun stellt man fest dass die Eingeschlagene Sparpolitik keine Lösung ist. Das ein Land das Sparen muss keinen Aufschwung und Wachstum erzeugen kann der nötig ist um aus einer Krise zu gelangen, diese Tatsache hat man Ignoriert.
Im Umkehrschluss bedeutet das für dich, dass Wachstum und Aufschwung nur durch Ausgaben generiert werden kann. Mit welchem Geld möchte ich dich fragen, wenn dir geliehenes Geld die Wurzel allen Übels zu sein scheint.

Species 8472 schrieb:
Überraschend scheint nun auch die Erkenntnis zu sein dass ein Exportland wie Deutschland nichts mehr verkaufen kann wenn Importländer Sparen. Der ESM erweist sich also als Schnellschuss und Kurzschlussreaktion.
Der ESM ist in über drei Jahren als Resultat harter Verhandlungen und mehrerer Gipfelbeschlüsse auf europäischer Ebene entstanden. Dein Verständnis von Schnellschuss gibt mir Rätsel auf.
Geht es dir ausschließlich um deutsche Exportgewinne? Die Erkenntnis, dass Importländer, welche sparen kein Geld für deutsche Produkte übrig haben ist in sofern erstaunlich, als dass dir offensichtlich Importe durch geliehenes Geld, also auf Schuldenbasis genehm sind.

Species 8472 schrieb:
Der Eingeschlagene Weg der mit dem ESM genommen wird, ist eine Sackgasse.
Warum?

Species 8472 schrieb:
Die Hiesigen Journalisten messen sich aber anstatt Kritisch über den ESM zu schreiben mit Berichten über die Ukraine, sie entdecken immer neue Skandale, Menschrechtsverletzungen bei einer Rechtmäßig Verurteilten Steuerbetrügerin.
Rechtmäßig verurteilt? Ich lache hart.
Die Verurteilung Julia Timoschenkos wird beinahe weltweit als politisch motiviert angesehen. Mit dem unterschwelligen Hinweis, die deutsche Presse sucht ein genehmes Thema um von der eigenen Krise abzulenken, machst du dich lächerlich.

Species 8472 schrieb:
Es wird Kritisch über die Regierung eines Souveränes Land Berichtet, so was nennt man auch Stimmungsmache und Propaganda die Politisch Motivieret ist. Hintergrund ist letztendlich ein Putschversuch oder die Idee davon. Während Feindliche Berichte getextet werden über Menschen in der Ukraine, hat man Natürlich nicht den Platz auf dem Papier um die Grundrechtsverletzungen der hiesigen Regierung zu Berichten.
Beweise für die politische Motivation dahinter, die aus einer anderen Quelle, als der in deinem Kopf entspringen?
Welche Grundrechtsverletzungen meinst du explizit. Darüber hinaus habe ich mir mal die Mühe gemacht, einfach allein anhand der Schlagworte "Timoschenko" und "Euro Krise" nach News zu googlen.
Ergebnis:
- Timoschenko: Ungefähr 9.290 Ergebnisse (1,31 Sekunden)
- Eurokrise: Ungefähr 127.000 Ergebnisse (0,54 Sekunden)

Allein der Bezug auf die Quantität der Newsbeiträge lässt erahnen, welches Thema in der deutschen Berichterstattung mehr Gewichtung bekommen hat.

Species 8472 schrieb:
Wo ist das Europa zu dem man sich entwickeln wollte (?) Ein Europa in dem Demokratie als hohes Gut hochgehalten wird. Wo ist das Europa im dem die Kinder eine Zukunft und Perspektiven haben (?) Europa sollte mal ein Projekt der Sozialstaatlichkeit der Demokratie und des Friedens werden. Doch wenn der Jugend die Perspektive mit den Schulden geraubt wird, wenn durch falsche und kurzschlussartige Politik Milliarden und gar Billionen in ein Kaputtes und Korruptes Banken und Finanzsystem Gepumpt wird dann fehlt das Geld für wichtige Bereiche.
Du negierst über 60 Jahre europäischer Entwicklung anhand von fünf Jahren Krise und nutzt dabei so hochtrabende Worte, wie Frieden, Demokratie und Sozialstaatlichkeit.
Du bist noch immer Antworten auf die Frage schuldig geblieben, wie ein möglicher Zeitraum langfristiger Lösungen überbrückt werden könnte OHNE der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass die EU bist zum erreichen dieses Punktes X nicht schon längst zerbrochen ist.

Finanztransaktionssteuer, europäische Bankenaufsicht, Verbot von Leerverkäufen, verschärfte Eigenkapitalregeln für Banken/Versicherungen sind nur einige der langfristigen Dinge, welche in den vergangenen Jahren beschlossen wurden, um so eine Situation zu verhindern, in der wir uns momentan befinden.

Species 8472 schrieb:
Über die Ukraine wird Negativ Berichtet wegen einer Frau die Rechtmäßig wegen Steuerbetrugs verurteilt wurde. Wenn das keine Propaganda ist, wo bleibt der Moralapostel wenn es um die Menschenrechtsverletzungen in den USA geht? (nur ein kleiner Aspekt als Beispiel: die gegenwärtige Terrorismusbekämpfung der US-Regierung verstoße gegen 10 der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948.) Wo bleibt der Aufschrei der Medien wenn es um die USA geht (?)
Wo bleibt denn momentan der alles beherrschende Aufschrei, dass demnächst wieder Wale gejagt, in Japan die ersten AKWs wieder hochgefahren, Haiti immernoch nicht aufgebaut oder in Syrien Bürgerkrieg herrscht?
Die "Die haben aber auch..."-Mentalität ist in meinen Augen schlechter Stil, Species. Es gab und gibt genügend Meldungen, auch kontroverse Diskussionen zur Terrorismusbekämpfung der Amerikaner und anderer gewichtiger Themen.

Species 8472 schrieb:
Der Journalismus in Deutschland lässt immer mehr zu wünschen übrig.
Die Diskussionskultur einiger User im übrigen auch....
 
Dann schauen wir uns doch mal die Fakten an. Beispiel das BIP von Deutschland, Schweiz und Schweden:

http://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&met_y=ny_gdp_mktp_cd&idim=country:CHE&dl=de&hl=de&q=bip+schweiz#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=ny_gdp_mktp_cd&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:CHE:DEU:SWE&ifdim=country&hl=de&dl=de&ind=false

Ihr könnt ja noch Frankreich dazuklicken, dann hat man die beiden "Zugpferde" des Euroraumes mit im Bild.

Fakt ist:

- Alle Länder der Währungsunion haben Rezession.
- Die Eurorettung/der ESM entzieht allen Bürgern der Euro-Länder massiv Kaufkraft.
- Durch die aktuellen EU-Gipfel-Beschlüsse wird allen Staatswirtschaften Geld entzogen und die Banken haben direkten Zugriff auf die ESM-Töpfe.
- Hätte die EZB nicht Staatsanleihen der EU-Staaten gekauft, dann hätte sich auch Deutschland (da teil der Währungsunion) nicht mehr am Rentenmarkt mit Geld versorgen können. Das war die sogenannte "Euro-Rettung" vor ein paar Monaten.

Die Effekte sieht jeder direkt:
- Im Sozialsystem
- An den öffentlichen Haushalten
- Am "billigen Geld"
- An der Lohnentwicklung

Und hier mein ganz persönliches Fazit:
- Bei dem BIP kann keine Lebensversicherung, keine Festzinsanlage und kein Riester funktionieren. (Soll jeder selbst seine Schlüsse ziehen)
- Die Märkte wollen wissen, welche Staaten morgen noch bereit sind, die Notenpressen anlaufen zu lassen um Zinsen zu zahlen. Nur dort werden noch Staatsanleihen gekauft. Daher auch die euphorische Reaktion der Börsen auf die EU-Gipfel-Beschlüsse.
- Wer Euro als Kapital hält kann jeden Tag zuschauen, wie das Geld weniger wird.
- Wer Euro als Einkommensquelle hat und in einem Euro-Staat seine Steuern zahlt wird immer weniger Gegenleistungen davon zurückerhalten.
 
Checkup schrieb:
[...]

Fakt ist:

- Alle Länder der Währungsunion haben Rezession.
Eurostat confirms eurozone has avoided recession

Checkup schrieb:
- Die Eurorettung/der ESM entzieht allen Bürgern der Euro-Länder massiv Kaufkraft.
Bitte erläutere mir den massiven Kaufkraftentzug im direkten Bezug auf den ESM.

Checkup schrieb:
- Durch die aktuellen EU-Gipfel-Beschlüsse wird allen Staatswirtschaften Geld entzogen und die Banken haben direkten Zugriff auf die ESM-Töpfe.
Verkehrung der Tatsachen. Nicht die Banken haben Zugriff, sondern der ESM kann Banken direkt refinanzieren. Ein feiner aber gravierender Unterschied. Zugriff impliziert Kontrolle, die ist aber nicht gegeben.

Checkup schrieb:
- Hätte die EZB nicht Staatsanleihen der EU-Staaten gekauft, dann hätte sich auch Deutschland (da teil der Währungsunion) nicht mehr am Rentenmarkt mit Geld versorgen können. Das war die sogenannte "Euro-Rettung" vor ein paar Monaten.
Wieso? Deutschland hat seit Jahrzehnten keine Probleme Anleihen am Markt zu platzieren. Bitte erläutere nochmal, warum es ohne einen Anleihen Kauf der EZB für Deutschland nicht möglich gewesen wäre sich mit Geld zu versorgen.

Checkup schrieb:
Die Effekte sieht jeder direkt:
- Im Sozialsystem
- An den öffentlichen Haushalten
- Am "billigen Geld"
- An der Lohnentwicklung
Wie bereits erwähnt, sind Sozialsysteme immer "Opfer" von Reformen und Sparmaßnahmen gewesen, da sie meist auch den größten Teil am nationalen Haushalt ausmachen. Kein Alleinstellungsmerkmal der Euro-Krise.

Billiges Geld ist nicht per se schlecht. Der Mittelstand profitiert von günstigen Krediten, der Häuslebauer von niedrigen Bauzinsen etc pp.
 
Billiges Geld ist nicht per se schlecht. Der Mittelstand profitiert von günstigen Krediten, der Häuslebauer von niedrigen Bauzinsen etc pp.

dafür steigt der preis enorm und somit bringen dir "günstige kredite" nichts.
statt mehr zinsen zahlst du eben mehr für grund, erschliessung, handwerker, maschinen, baumaterial etc.

heute werden kredite rausgeworfen mit 30% eigenkapital und einer laufzeit von 30 jahren. (ehepaar beide berufstätig).
das ist verantwortungslos - sobald einer ausfällt ist die immobilie weg und es entstehen mehrkosten die dir kein mensch auf dem immobilienmarkt bezahlen wird.
die zwangsversteigerungen zu dumpingpreisen nehmen stetig zu und deswegen würde ich auf keinen fall in der heutigen zeit in kreditfinanzierte immobilien investieren - das ist ein doppeltes minusgeschäft.

die preise haben den höchststand erreicht - wenn du dir heute ein haus baust für 300-400.000€ (günstiger gehts kaum) dann bekommst du dafür bis der kredit abbezahlt wurde vielleicht noch 200.000€.

demografischer wandel > die veraltete gesellschaft sucht kleine zentrale wohnungen - sologesellschaft (frauen brauchen keinen ehemann mehr "scheidungsquoten so hoch wie noch nie") - überangebot an häusern... zu wenig wohnungen.
ein ganz ganz ganz klarer trend.


du kannst ein haus nur noch zum teil schwarz bauen lassen mit viel eigeninitiative sowie korrekten bauberatern und stetigem ersparten kreditfreien bargeld. so gehts glatt.

jedoch von dem ganzen keine ahnung haben - sich verschulden und ein haus eine autostunde jenseits der arbeits/schul/verpflegungswelt zu bauen ist ganz einfach finanztechnisch gesehen grob fahrlässig. spätestens wenn die kinder grösser sind und auf weiterführende schulen möchten oder man den job verliert und gezwungen wird den nächsten job 2 stunden vom wohnort entfernt anzunehmen.
tja... dann siehst du von deiner "immobilie" nämlich nicht mehr viel.. bzw. nur noch im dunkeln :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Für was brauchen wir denn in der EU eine zusätzliche eigene Ratingagentur? Was für eine Rolle diese denn etwa als Gegengewicht zu S&P, Moody's und Fitch einnehmen? Wird dadurch der Einfluss der Ratings der drei amerikanischen Agenturen vermindert? Hat dies dann weniger Auswirkungen auf die steigende Zinslast bei schlechterem Rating? Falls diese Fragen nicht eindeutig zu beantworten, brauchen wir nicht noch mehr zusätzlichen Bürokratismus in Europa aufzubauen bei 0 positivem Output. Außer Allgemeinplätzen, die entweder längst bekannt sind oder sonstigem Geschwurbel, ist für mich ein Sinn und Zweck für die Errichtung einer Europäischen Ratingagentur nicht erkennbar.

Wie es den Leidtragenden der geplatzten spanischen Immobilienblase geht, wird (hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...ilienkrise-bekommen-keine-hilfe-a-840881.html) schön beschrieben. Welche Perspektive haben die über 300000 Menschen, die wegen Zwangsräumungen nun auf den Straßen sitzen? Außer Kürzungsprogrammen etc. ist offenbar absolut nichts in Sicht (http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Spanien-kuendigt-weitere-Sparmassnahmen-an-1937809).

Was generell von Arbeitslosenstatistiken zu halten ist, sei mal dahingestellt. Dass in einer Krise Leute arbeitslos werden und damit die Quote nach oben ausschlägt ist auch nichts neues. Vielmehr sollte uns die "wachsende soziale Spaltung zwischen Alt und Jung" in Deutschland interessieren (http://www.welt.de/newsticker/news2...e-soziale-Spaltung-zwischen-Alt-und-Jung.html). Zusagen, dass eine prekäre Beschäftigung heute akzeptabel sei, halte ich für nicht vertretbar dank Agenda 2010. Dazu noch eine schöne Lohnstagnation (http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_02.c.289465.de) dank schwächerer Gewerkschaften etc. und schon haben wir den Vorteil von Deutschland gegenüber den anderen €-Ländern. Und damit ist die Politik der "durchgeführten" Zinskonvergenz eines der Hauptprobleme, die der Euro mit sich brachte, dass wir nämlich nur noch einen Leitzins haben, der entweder erhöht oder gesenkt werden kann. D.h. der Euro ist die falsche Währung für unsere Krisenstaaten. Wenn der Euro, der Maßanzug für alle 17 Eurostaaten sein sollte, dann hätte folgende Entwicklung nicht stattfinden dürfen: "Gleichzeitig führte die Zinskonvergenz in der Euro-Zone auf das niedrige deutsche Niveau zu starken Fehlallokationen in der Euro-Peripherie: Der öffentliche Sektor nutzte die Zinsersparnis meist nicht zur Haushaltskonsolidierung, sondern zur Aufblähung des Staatsapparats." (http://www.welt.de/finanzen/article107304800/Auch-eine-Bankenunion-kann-Euro-Krise-nicht-loesen.html). Dieser Maßanzug soll jetzt für alle passend gemacht werden, doch irgendwann wird er aus den Nähten platzen. Inwiefern hier ESM und der Fiskalpakt ohne zusätzliche Investitionen etwas bewirken sollen, ist doch sehr fraglich. Wie glaubhaft wollen wir denn jetzt verkündet hören, dass niemand mehr Schulden machen darf?! Jetzt auf einmal soll eine Stabilitätskultur ausgerufen werden. Wie glaubhaft ist das denn? Wie viele europäische Verträge sind denn durch Verletzung bei Nichteinhaltung der 3%-Neuverschuldung (jetzt 0,5%!!!!) oder No-bailout-Klausel etc. schon gebrochen worden? Wer sagt denn dass es jetzt auf einen Schlag alles besser werden soll? Das glaubt doch absolut niemand! Deutschland muss in den nächsten Jahren 25 Mrd. € einsparen. Die Frage ist, wie soll bei einem Schuldgeldsystem dies denn überhaupt funktionieren?! Einfach nur zum Kopfschütteln.

Auch noch bemerkenswert war die Kritik von Schäuble (http://www.abendblatt.de/wirtschaft...uebt-harsche-Kritik-an-Oekonomen-Protest.html) am Protestaufruf von 160 Ökonomen, die sich gegen ESM und Fiskalpakt gewendet haben (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/brief104.html). Was davon zu halten ist, sei mal dahingestellt.
 
der rettungsschirm..
nur mal ein paar kurze gedanken:

1. merkel = harder hardliner
mit scheuklappen ausgestattet, hinein in die nächste verschuldung.

2. warum sind schulden das problem?
es gibt keins, ist ja gigantischer gegenwert da.

3. warum wird grad jetzt nicht massiv investiert?
weil keiner in der deutschen politik ahnung von wirtschaftszusammenhängen mit rezesionen hat. einfach mal keynes herbeiziehen, und radikal befolgen.

4. warum muss gerade deutschland so viel zahlen?
weil wir der mit abstand größte gewinner des euros sind, deswegen.
das ist wieder ein punkt, an dem massive kurzsichtigkeit an den tag gelegt wurde, als 1993 dieses "systemproblem" ratifiziert wurde.

5. was sind das eigentlich für willkürliche grenzen mit den 60% vom bip?
ganz einfach, das passiert wenn politiker über wirtschaft debattieren.
fern jeder logik, einfach mal ne grenze hingezimmert. in etwa so sinnvoll wie die "selbstbestimmung" der lohnsteigerung des bundestages für den bundestag.

fazit: die eu ist krank, erkrankt an ihren eigenen baufehlern, die vor langer zeit unterschrieben wurden und heute als norm gelten. eine norm die zwangsweise wirtschaftlich arme staaten noch ärmer macht, und reiche noch reicher. dumm gelaufen, aber offensichtlich so gewollt.
 
fazit: die eu ist krank, erkrankt an ihren eigenen baufehlern, die vor langer zeit unterschrieben wurden und heute als norm gelten. eine norm die zwangsweise wirtschaftlich arme staaten noch ärmer macht, und reiche noch reicher. dumm gelaufen, aber offensichtlich so gewollt.
Richtig denn wie von dir bereits geschrieben, hat man sich bei der Euro Einführung keine Gedanken gemacht und das wird nun bestraft bzw der deutsche Steuerzahler wird bestraft

Normalerweise hätte es so aussehen müssen
1. Erst Gedanken machen wie die Richtlinien/Gesetze aussehen sollen
2. Sich mit den Künftigen EU Mitgliedern debattieren
3. Volksabstimmung
4. Erst dann die Euro Einführung

Leider ist die Reihenfolge anders verlaufen udn nun haben wir den Salat. Ich bin jedenfalls gespannt wie lange das noch gut geht. Ich sehe Schwarz für den Euro aber auch für den Sozialstaat Deutschland
 
so richtig zielführend ist des vorredners system leider auch nicht.
volksabstimmungen sind kein allheilmittel, siehe schweiz.

mein vorschlag für die zeit vor 19 jahren:
1. konsequent ökonomen mit ins boot ziehen, "masterplan" oder richtschnur festlegen.
2. feldversuche, dauer so 5jahre +
3. rekapitulieren, was war gut, was war kontraproduktiv
4. finanzierung nach neuen erkentnissen stellen
5. durchführung

unsere eu ist wie ein gewollt ungewolltes kind, es ist da, alle haben sich gefreut. aber keiner will oder kann die erziehung dessen übernehmen, weil jeder elternteil ein antikonzept zum anderen entworfen hat.
 
"4. warum muss gerade deutschland so viel zahlen?weil wir der mit abstand größte gewinner des euros sind, deswegen.das ist wieder ein punkt, an dem massive kurzsichtigkeit an den tag gelegt wurde, als 1993 dieses "systemproblem" ratifiziert" wurde.


"wir" haben nicht profitiert. Sozialkürzungen ohne Ende. In jeder hinsicht haben "wir" einstecken müssen die letzten 14 jahre. Das dt. Konzerne von rekordquartal zu rekordquartal jagen nehme ich nicht als massstab. In D werden wir seit einem Jahrzehnt um unsere produktivitätssteigerung beschissen. Ist aber unabhängig vom eur so von der politik gewollt. Liegt viell. auch daran dass der kohl ao auf die kacke gehauen hat und wir dürfens ausbaden.
 
Zuletzt bearbeitet:
quatsch.
ein grundfehler der eu, wie der der deutschen einigung war und ist, dass strukturschwache regionen finanziell nur bedingt am reichtum beteiligt werden.
ursprung ist die gleiche währung, und die intelligenz der unternehmer.
ich würde auch nicht in grichenland investieren, wenn deutschland mit auf dem papier stehen würde.
wir sind die mit abstand größte volkswirtschaft in der eu, und geld geht am liebsten da hin wo die "wachstumschancen" am größten sind. dummerweise sind die in italien, grichenland, spanien und wie sie nicht alle heißen welten schlechter als bei uns. natürlich gibt es hier zu lande noch den rechtsbonus eines bfg und niedrige korruption. alles standortvorteile.
daneben sind deutsche von natur aus sofabewohner. streiken wenn die zeiten schlecht stehen, das ist nicht unser ding. genau deswegen gab es in den letzten 2 jahrzehnten so niedige lohnsteigerungen. das ausland hat in dem zeitraum auf und überholt, und so seinen wettbewerbsvorteil verspielt.
letzten endes, ist es mehrheitlich der freie finanzielle geldtransfer in unser land der uns weiter mächtig hält.
dem untermauernd fallen spürbar jenseits der 60% unseres außenwirtschaftlichen "betriebsergebnisses" innerhalb der euro zone. fällt der euro, fallen wir wie ein stein. der euro war ein segen für die deutsche exportindustrie, und ist es immer noch.
da wir im kapitalismus leben, und nicht in irgendwas sozialistischem, wird der reichenbonus von deutschand auch noch weiterhin mächtig ziehen.

fazit: deutschland hat wie kein anders land vom euro profitiert, gepaart mit moderaten lohnabschlüssen und weiteren (im nachhinein) goldrichtigen politischen entscheidungen kann es aus der von vornherrein sehr guten position immer noch am meisten herraus holen.
ist wie die "popstar-theorie" als erklärung für das higgins bossion: kommt der popstar in den raum, sammeln sich alle um ihn. in der eu ist das eindeutig, als wenn die physik (ok, sehr weit her geholt, passt aber trotzdem) auch in der eu funktioniert.

passender ist der wirtschaftsvergleich. mann stelle sich vor, die brd wäre ein unternehmen, mit vielen mitarbeitern, gewaltiger marktdurchflutung und riesigen finanziellen möglichkeiten. würde es davon ne aktie geben.. (selbst weiterdenken)..
 
Zuletzt bearbeitet:
Topflappen schrieb:
streiken wenn die zeiten schlecht stehen, das ist nicht unser ding. genau deswegen gab es in den letzten 2 jahrzehnten so niedige lohnsteigerungen. das ausland hat in dem zeitraum auf und überholt, und so seinen wettbewerbsvorteil verspielt.

Es gab keine "niedrigen Lohnsteigerungen", seit zwei Dekaden herrscht in Deutschland Lohnstagnation und die Reallöhne sind in den vergangenen 10 Jahren hier sogar noch gesunken, trotz Agenda 2010 und allerhand Aufschwunggefasel von Politik und "Wirschaftsweisen", trotz ALG-,-Renten,-Kindergeldkürzungen und Einsparungen in vielen öffentlichen Sektoren, vor allem im Bildungssystem.

Gerade heute stand in der Presse, dass in Deutschland ein Dritten der unter 35 Jährigen prekär beschäftigt ist. Das mag besser sein wie 50% Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Krisenländern, erklärt aber auf wundersame Weise auch, was eine der eigentlichen Ursachen für Probleme unsere Demographie ist. Da bringt die Winkerei mit Elterngeld, Herdprämie und Co. auch nicht viel.

Topflappen schrieb:
fazit: deutschland hat wie kein anders land vom euro profitiert

Das war bei der Euroeinführung definitiv nicht der Fall und heute kann man sagen, dass deutsche Unternehmen, internationale Konzerne, internationale Banken vom Euro massiv profitierten, beim Volk davon allerdings gar nichts ankam.
 
ja, prozentrechnung is echt ne miese tour...
aber, es gab tatsächlich lohnsteigerungen. ok, jahrelang unter inflation, aber plus bleibt plus.

die euro einführung war extrem teuer für deutschland. einfach mal nen fakt.
wenn man das aber als investition sieht (damit wurde ja die ddr "gekauft"), hat es sich mehrfach rentiert. das wirtschaftswachstum, dass aus den billigen arbeitern von "drüben", der zerschlagung der ddr industrie (das mit kollosalem abstand größte wirtschaftsverbrechen aller zeiten) und der öffung des eisernen vorhangs für neue absatzmärkte, usw, hervorgekommen ist... uhhh.

beim volk ist nichts angekommen?
leben wir im gleichen land?
man kann sagen, geht es der wirtschaft gut, können in den allermeisten fällen auch die menschen davon leben. die ausnahmen hier zu lande sind erschreckend, trotz alle dem geht es uns welten besser als vor 10 jahren.
mann sollte immer die randbedingungen sehen, globalisierung schlägt halt alles. agenda 2010 ist ein segen für das land. eine unangenehme antwort auf die globalisierung, aber eine der wenigen "die ziehen".
ich hab erst vorgestern gelesen: "deutschland immer attraktiver für ausländer".
fußabstimmungen sind einfach immer extrem aussagefähig.

[offtopic]
demographie ist problem?
das ist DIE chance schlechthin.
also: mehr rentner -> weniger arbeitsfähige -> weniger arbeitslosigkeit -> mehr frauenbeschäftigung -> weniger aufwand für arbeitslose -> mehr steueraufkommen
ist ein dämon der da mit der "vergreisung" der bevölkerung hervorgezaubert wird, und alle glauben es.
dabei kommt das wirkliche problem erst 2031 "auf uns zu", wenn der bevölkerungsreichste jahrgang in rente geht. ich vermute aber mal, bis dahin werden wir so viel wirtschaftswachstum generiert haben, dass das auswirkungen schlicht winzig sein werden. (sozialabgaben steigen, renten sinken. ein zusammenhang der seit rot grün 2003 gesetzlich festgeschrieben ist)
die politik redet da ein problem groß, mit deren "lösungen" sie auf einfache weise heute kosten senken kann. is das gute "wenn dir tausend mal einer sagt es geht dir schlecht" geht es dir wirklich irgendwann schlecht.
[ontoppic]

btw, "kindergeldkürzungen"?
witzig, aber unfundiert, den wurde nicht gekürzt. nur das bezugsalter wurde bei sogn. "kindern" von 27 auf 25 gesenkt. gab darüber hinaus vor 2 jahren 20 bucks oben drauf :)
 
Topflappen schrieb:
aber, es gab tatsächlich lohnsteigerungen. ok, jahrelang unter inflation, aber plus bleibt plus.

Was bringen dir Lohnsteigerungen, wenn sie steigende Lebenshaltungskosten noch nicht einmal vollständig kompensieren? Bei nicht wenigen gestiegenen Preisen trägt auch noch der Staat, durch seine Steuergesetzgebung, eine Mitschuld am Einkommensminus. Das trifft auf Spritsteuern ebenso zu, wie auf die Umsatzsteuererhöhung und für einige auch die Tabakssteuererhöhungen. Man kann eigentlich sagen: Der Aufschwung, zwei hatten wir angeblich in den letzten 10 Jahren, sollte politisch gewollt nie bei den Menschen ankommen. Dass die Staatsverschuldung enorm gestiegen ist, sollte man vielleicht auch noch in Betracht ziehen, schließlich war es zeitweise die Behauptung, dass die unbedingt zurückgefahren werden müsse.

Topflappen schrieb:
das wirtschaftswachstum, dass aus den billigen arbeitern von "drüben", der zerschlagung der ddr industrie (das mit kollosalem abstand größte wirtschaftsverbrechen aller zeiten) und der öffung des eisernen vorhangs für neue absatzmärkte, usw, hervorgekommen ist

Zerschlagung trifft es, allerdings hat sich der Staat per Treuhand auch bewusst übers Ohr hauen lassen, dort hat sich staatliches Vermögen in Luft aufgelöst, Geld was heute noch fehlt.

Topflappen schrieb:
trotz alle dem geht es uns welten besser als vor 10 jahren.

Bei gesunkenen Renten und geringerem Einkommen. Weisst du, ich erinnere mich an die Generation meiner Eltern, was die in den vergangenen 40 Jahren in der BRD erarbeiten und aufbauen konnten, dass wird meiner Generation nicht mehr möglich sein. Trotz massivem Rückbau des Sozialstaates, der Sicherheiten für die breite Masse.

Topflappen schrieb:
demographie ist problem?
das ist DIE chance schlechthin.
also: mehr rentner -> weniger arbeitsfähige -> weniger arbeitslosigkeit -> mehr frauenbeschäftigung -> weniger aufwand für arbeitslose -> mehr steueraufkommen
ist ein dämon der da mit der "vergreisung" der bevölkerung hervorgezaubert wird, und alle glauben es

Das sehe ich genauso wie du, insbesondere ist es nichts schlimmes, wenn die Bevölkerung abnimmt, Deuschland ist ohnehin eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Allerdings wird es trotzdem zu einem Problem werden, weil die Zuwanderung politisch/wirtschaftlich gewollt zunehmen wird, was sich wiederum in sinkenden Löhnen wiederspiegeln dürfte. Auch dürfte die Finanzierung der Rentner noch lustig werden, sollten die Reallöhne weiterhin stagnieren. Diejenigen, die ohne Rentenkürzung aber mit ordentlichen Abfindungen in den 1980er Jahren in Rente gehen durften, sind dann aber schon lange unter der Erde.
 
[offtopic]
@Schrammler
lohnsteigerungen, reallohnreduktion..
klar, es ist unterm strich weniger geworden. aber von wenig ist da immer noch nichts zu spüren.
da wird auf sehr hohem niveau gejammert, auch typisch deutsch. frankreich und andere haben vor mitte der 90er deutlich weniger verdient als wir heute.
was wär passiert, wenn die lohnsteigerung hier zu lande genauso schnell gewesen wäre wie anderswo? vermutlich als erstes steigende aufwendungen der arbeitsargentur, und niedrigere steueraufkommen.
[leerformel] "wir sind alle im selben boot", genau sieht es aus, und dank globalisation ist der druck einfach mal da überstaatlich mit anderen staaten zu konkurieren, innerhalb und außerhalb der eu. da war/ist steigende pro kopf produktivität/euro definitiv ein todschlagargument.

ein ausflug in die ddr:
es gab "volkseigene betriebe", in der form, dass dem ganzem volk (fast) das gesamte land gehört hat. der staat hat sich also nicht selber beschissen, er hat 16,8mio menschen um ihr eigentum betrogen. dabei war er auch noch so rücksichtlos, das was da war einfach zu verramschen, den städten und wohnungsbaugesellschaften gigantische schulden aufzubürden (die nicht mal von denen waren). ist ne geschichte, in der es dann auch nicht wundert warum der erste chef der treuhand von einem aufgebrachtem ddr bürger umgenietet wurde.

anyway, die erde ist mit endlichen rohstoffen ausgestattet. allein daraus kann kein unbegrenztes wachstum entstehen, der vertrag von maatsricht wird irgndwann also überflüssig. gibt nen schönes buch zu dem thema: "the limits to growth". von daher mach ich mir keine illusionen, dass der berg des grenzenlosem wachstum genauso vorrüber gezogen ist wie die zeiten des billigem öls. ach, so wie es aussieht, ist der peak des günstigem öls 2003 an uns vorbeigegangen. es wird immer teurer, ohne das dabei zwangsläufig wirtschaftswachstum anfällt. da muss man schon kreativ sein um weiterhin robust zu wachsen. oder an der substanz mehr "effizienz" erzeugen, wie in deutschland.

noch mal, globalisierung heißt auch kampf um die besten arbeitskräfte. die lockst du nicht mit kartons unter brücken. die wollen cash. in unserem land auch einfach nur einen sicheren job (und gute bezahlung), aber hochqualifizierter werden sie ja eh seit jahren.

demographie... man stelle sich vor, das rentenalter steigt irgendwann auf 70, schwupps gibt es nur noch ein sehr begrenztes problem. auf die idee werden hier über kurz oder lang (~19 jahre) ranghohe politiker kommen und das dann auch noch beschließen.
nebenbei ist die verdeckte finanzierung der rente heute schon auffällig unauffällig, oder wusstest du, dass von dem was du grad an energie konsumierst in etwa 1,5 cent direkt in die rentenkassen fließen?

[ontoppic]
 
klar, es ist unterm strich weniger geworden. aber von wenig ist da immer noch nichts zu spüren.
da wird auf sehr hohem niveau gejammert, auch typisch deutsch.
Es gibt genug Menschen die 40Std die Woche arbeiten und Aufstocken müssen. Selbst dann reicht es nicht um in würde zu leben. Nicht ohne Grund nimmt die Geburtsraten deutlich ab weil viele sich das gar nicht mehr leisten können

Wenn man das mal Umrechnet zur guten alten DM dann stimmt es, das man heute deutlich mehr Verdient, allerdings ist alles andere teurer geworden (Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Benzin etc). Ich weiß nicht ob man dies Jammern auf hohem Niveau nennen kann wenn es vielen Menschen immer schlechter geht obwohl wir einen Aufschwung haben.

noch mal, globalisierung heißt auch kampf um die besten arbeitskräfte. die lockst du nicht mit kartons unter brücken. die wollen cash. in unserem land auch einfach nur einen sicheren job (und gute bezahlung), aber hochqualifizierter werden sie ja eh seit jahren.
Statt auf Arbeitskräfte andere Länder zu bauen könnte man einfach Geld in die Bildung investieren. Wir haben genügend Arbeitslose die keine Bewilligung für Umschulungen, Weiterbildungen etc erhalten obwohl der Drang nach Arbeit vorhanden ist. Stattdessen wird gemauschelt und getrickst um die Arbeitslosenzahlen so niedrig wie möglich zu halten und somit Lohndumping zu betreiben
 
Zuletzt bearbeitet:
dieser schmarn das deutschland profitiert hat kann ich nicht mehr hören. wer ist den deutschland?`die unternehmen? der staat? oder das volk? oder alle?

die arbeitnehmer haben aufjedenfall nicht profitiert, auf ihrem rücken ist deutschlands produktivität gestiegen und die wettbewerbsfähigkeit gestiegen. darum stehen wir heute so gut da.

dagegen sind in griechenland, spanien, italien die löhnen in den letzten 10 Jahren fett fett gestiegen.
zack= nicht mehr wettbewerbsfähig. diese ländern und auch die bevölkerung hat über ihre verhältnisse gelebt.

und jetzt sollen die leute (deutsche arbeitnehmer) den südländern die sozialleistungen zahlen und ihre banken retten und dafür sich noch als nazis beschimpfen lassen?

nein danke.
 
Kein Alleinstellungsmerkmal der Eurokrise. Einsparungen wurden immer und in allen Bereichen des Haushalts vorgenommen, wenn Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Es verfälscht die Realität, Einsparungen im Sozialsektor auf die Eurokrise als einzige Ursache zurückzuführen.
Darüber hinaus gehört es unabhängig der aktuellen Relevanz nicht zum Thema.
Übst du dich als Politiker (?) oder tut es not die Tatsachen zu verdrehen oder zu verfälschen (?)
Ich sagte nichts von Alleinstellungsmerkmal. Und ich sagte nichts davon dass die Krisen die einzige Ursache sind. Meine Aussage nochmals zum Nachlesen: …ist die Tatsache dass ein Staat als Folge von Verschuldung Einsparungen vornimmt
Also bei der Realität bleiben. Die Bankenkrise & Finanzkrise von 2007 war/ist Auslöser und nicht Ursache der Schuldenkrise. Durch die Rettung der Banken haben sich Staaten noch mehr verschuldet, die Situation ist verschärft worden. Dadurch sind Banken als mit-ursache für Einsparungen geworden. Einsparungen unteranderem im Sozialsektor.
Darüber hinaus wenn man das für und wider diskutiert dann muss man das wider auch erwähnen dürfen.
Welche Grundsätzlichkeit? Schulden zu machen, ohne auf der Haben-Seite Verbesserungen herbei zu führen, ist laut deiner Aussage Grundübel der Krise.
Das eigentliche Problem ist, wenn sich innerhalb eines System ein Sektor der nötigen Regelung aus der Reichweite der Politik entzieht. Der Finanzsektor.
Man braucht kein BWL & VWL Studiert zu haben um zu wissen das der Teufel dorthin kackt wo der Haufen am Größten ist. Es war sozusagen absehbar was passiert wenn der Finanzsektor nicht ausreichend geregelt ist. Mit einem freien Finanzsektor gibt man die Lebensader einer Kapitalistischen Gesellschaft das Geld aus der Hand, aus Demokratisch Legitimierter Kontrolle. Eine Politische Kontrolle die dem Wohl der Allgemeinheit geschuldet ist.
Die Grundsätze sind umgekehrt wenn die Menschen Arbeiten und Abgaben leisten aber diese Abgaben investiert werden um die Bürger in Zukunft immer höher zu Belasten. In der Ist Situation wird das Geld also gegen den Bürger verwendet. Der Finanzsektor Wettet um Profit zu machen gegen den Bürger. Mittels ESM und Schuldenunion verliert der Bürger nun vollends die Kontrolle, denn die Finanzen werden aus der Reichweite der demokratisch legitimierten Politiker entfernt.
Banken NICHT zu retten geht ebenso auf Kosten der Bürger. Erläutere wie Banken zu retten automatisch das Volk schädigt.
Die Verschuldung des deutschen Staates steigt seit dessen Gründung, nicht erst mit dem ESM.
Richtig das Schuldgeldsystem verlangt nach Schulden. Ergo steigt Zinsbedingt auch die Belastung für die Bürger. Wenn keine ausreichende und nötige Regelung vorhanden ist, wenn der Finanzsektor gar feindliche angriffe mittels Wetten tätigen kann und darf… ergo ESM = Schaden für die Bürger, gar im doppelten Sinne wenn man retten muss was einem langfristig Schaden zufügt.

Die steigende Arbeitslosenquote ist meiner Ansicht nach auf die zwei Krisen und nicht auf die folgenden Rettungsmaßnahmen zurückzuführen.

Wir haben also eine durch zwei Krisen ausgelöste erhöhte Arbeitslosenquote sagst du, ok soweit so gut, aber… aber nun kommt zu der erhöhten Quote mit dem ESM und dem damit verbundenem Spardiktat Stagnation beziehungsweise Rezession dazu. Der ESM bietet also keine Perspektive, sondern verschlechtert gar die Situation derer die noch Arbeit haben durch noch höhere Abgaben.
Keine Perspektive für die Bürger bedeutet die Politik ist auf dem falschen weg. (Aus Sicht der Banken und dem Finanzsektor ist der ESM Natürlich hilfreich)

Welcher Schaden? Wieviele Milliarden wurden tatsächlich bisher nach Brüssel überwiesen? Welcher realer Schaden ist bisher entstanden?

Bitte die Sicht auf den Raum der Währungsunion und den daran beteiligten 17 Länder ausweiten. In der Währungsunion ist den Menschen Schaden (Siehe Arbeitslosenquote) entstanden die dem Diktat des IWF und der Troika unterworfen sind also Geld aus EFSF und ESM erhalten haben.
Du sagtest etwas von zwei Krisen und erhöhter Arbeitslosenquote… und mittels ESM erleben die Menschen Rezession. Nun in Anbetracht dieser Tatsachen hast du einen Wirtschaftlichen Schaden an Privaten Haushalten. Darüber hinaus ist es eine Tatsache das Geldmangel und Verschuldete Haushalte sich negativ auf das Familienklima und die Gesundheit der Betroffenen auswirkt.
Schaden, Wirtschaftlicher Schaden entsteht den Menschen die den ESM Bedienen müssen. Mittlerweile sind bereits 6 von 17 Ländern in Schräglage. Das wegen steigenden Schulden noch weitere Länder hinzukommen ist absehbar, also das Gelder aus dem ESM fließen werden weiß man, warum hätte man sonst einen ESM ins Leben gerufen (?) Es ist also keine Frage ob Geld an Brüssel fliest, sondern wann.
Welche Enteignungen, bitte anhand nachvollziehbarer und überprüfbarer Quellen.
Inflation beispielsweise ist eine Form der Enteignung. Ist es nachvollziehbar das Staatsschulden anhand Inflation auf ein überschaubares Niveau gebracht wird (?) Im Zuge der Finanzmarktkrise und der anschließenden Rezession hat die Staatsverschuldung nahezu weltweit deutlich zugenommen. Dazu kommen die zukünftigen demographisch bedingten Finanzlasten, die Aussichten für die öffentlichen Haushalte zusätzlich verschlechtern.

In der Eurozone können einzelne Länder nicht unabhängig über ihre Inflationsraten entscheiden. Vielmehr wird das Inflationsumfeld durch die politischen und gesellschaftlichen Präferenzen in der gesamten Eurozone geprägt.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und die Nachfolgend erläuterte Politik kommt es zu Enteignung.

Die einzige Möglichkeit, mit der die Wettbewerbsfähigkeit und die eigenen Exportchancen verbessert werden können, besteht in einer realen Abwertung durch niedrigere Löhne und Preise. So hat die Lohnzurückhaltung in Deutschland relativ zu den anderen Euromitgliedsländern in den ersten Jahren der EWU die deutsche Wettbewerbsfähigkeit stark erhöht.

Dachte mir erst Links und Quellangaben mit Zahlen erspar ich mir aus folgendem Grund – meine Angaben begründen warum es Deutschland relativ gut geht… was du ja bereits vor langer Zeit erwähnt hast, unter anderem mit dem Satz: Mit dem Euro gehts uns besser, sollte Grund genug sein dort weiterzumachen.

Aber ich will mal nicht so sein, hier ein Artikel denn du mit hartem Lachen genießen kannst Inflation vernichtet jährlich 13 Milliarden Euro



Denn Wettbewerbsvorteil Bezahlt ein Teil der Bürger in Deutschland indem sie von den Vorteilen Abgeschnürt werden, weil Sie für weniger Geld Arbeiten, und durch Inflation Geldentwertung erfahren.
Und ein anderer Teil der Bürger erfährt beim Versuch zu sparen Enteignung, wie der Artikel zeigt.

Rechtmäßig verurteilt? Ich lache hart.
Die Verurteilung Julia Timoschenkos wird beinahe weltweit als politisch motiviert angesehen.

Nicht Lachen, sondern bitte Beweise Heranschleppen das die Frau Unschuldig ist. Außerdem ist es Sache der Gerichte und Behörden der Ukraine. Es gelten die Gesetze und Regeln des jeweiligen Landes. Außerdem gibt weitaus wichtigeres über das man Berichten kann, anstatt sich in einem solch hohen ausmaß von einer Steuerbetrügerin zu berichten (Timoschenko: Ungefähr 9.290 Ergebnisse - 1,31 Sekunden) und sich in die Angelegenheiten eines souveränen Landes einzumischen. Es ist schlicht derer Sorge, wir jedoch haben unsere Sorgen, mit denen wir uns befassen sollten.

Allein der Bezug auf die Quantität der Newsbeiträge lässt erahnen, welches Thema in der deutschen Berichterstattung mehr Gewichtung bekommen hat.

Mir geht es nicht um Quantität, mir geht es um Kritische Berichte über den ESM. Was ist mit Berichten über Alternativen, Alternativen falls das BVerfG in Karlsruhe den ESM Stoppt. Mit den 127.000 Suchergebnisse lautet der Tenor doch „ESM = Alternativlos“

Du bist noch immer Antworten auf die Frage schuldig geblieben, wie ein möglicher Zeitraum langfristiger Lösungen überbrückt werden könnte OHNE der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass die EU bist zum erreichen dieses Punktes X nicht schon längst zerbrochen ist.

Erst einmal muss man den Möchtegern Diktatoren die Ohren lang ziehen, die andauernd das Wort „Alternativlos“ nutzen… Anschließend bekommen sie wie Alex (Clockwork Orange) klammern auf die Augenlieder und müssen sich in einer endlosschleife der Der große Diktator anschauen.

Es lässt sich viel leichter eine Lösung finden wenn Demokratiefeinde leiser werden.

Der ESM ist in über drei Jahren als Resultat harter Verhandlungen und mehrerer Gipfelbeschlüsse auf europäischer Ebene entstanden. Dein Verständnis von Schnellschuss gibt mir Rätsel auf.

Schnellschuss = Plan ohne Vernünftiges Ergebnis.
Der ESM hat weder eine Lösung noch einen Ausweg für die Krisen. Sondern Verwaltet diese nur.

Erschwerend kommt hinzu dass die Kläger die nun erneut Klage in Karlsruhe eingereicht haben gegen den ESM das die Leute bereits vor der Einführung des Euro vor den folgen die nun in ganz Europa zu spüren sind gewarnt haben.

Der ESM verletzt unsere Verfassung und die Elementaren Bürgerrechte. Das Kapital das in den ESM gesteckt werden soll, das Kapital wird unserer Volkswirtschaft fehlen… bei den Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen, bei der Jugend, schlicht für die Zukunft und Perspektive der nächsten Generation.

Das Problem sind Menschen wie du Noxiel, du und Schäuble, Menschen die glauben die Verfassung steht zur Disposition oder Ihr wollt eine neue Art Verfassung nach Chinesischen Vorbild schaffen. Kein Politiker hat das Recht die Verfassung zum Nachteil der Bürger zu ändern.


Finanztransaktionssteuer, europäische Bankenaufsicht, Verbot von Leerverkäufen, verschärfte Eigenkapitalregeln für Banken/Versicherungen sind nur einige der langfristigen Dinge, welche in den vergangenen Jahren beschlossen wurden, um so eine Situation zu verhindern, in der wir uns momentan befinden.

- verschärfte Eigenkapitalregeln für Banken/Versicherungen
Verschärft ist übertrieben und Dramatisch formuliert… um Abzulenken. Ablenken davon das bisher Narrenfreiheit galt und jetzt nur ein kleiner Teil durch eigenkapital gesichert ist. Ein Frachtschiff das auf dem Finanzmarkt in unruhige Kurse gerät, und die Fracht der Kunden verliert sollte schon so viel Eigenkapital haben um seinen Kunden den Schaden begleichen zu können der ihnen zusteht.

- Verbot von Leerverkäufen
Ist Witzlos, weil das Verbot durch Nationale Grenzen begrenzt ist. Ein Spekulant weicht bei einem Verbot in Deutschland nach England aus. Das Verbot greift also nicht, es ist daher Witzlos es zu erwähnen.
- europäische Bankenaufsicht
- Finanztransaktionssteuer
Ist beides noch nicht unter Dach und Fach. Die Finanztransaktionssteuer lässt sich nicht EU weit umsetzen, nicht einmal innerhalb der Währungsunion. Einzig 9 Länder finden sich bislang dafür.
Schaut man also näher hin, ist nicht viel passiert, nichts was ausreichend ist.

Für was brauchen wir denn in der EU eine zusätzliche eigene Ratingagentur?
Gegen die Finanzmafia, zur Finanziellen Selbstverteidigung vor S&P, Moody's und Fitch. Wir bräuchten eine Europäische Ratingagentur um uns vor Manipulation zu schützen.
Jedes Unternehmen, jede Bank, jeder Staat, der sich von Investoren am Kapitalmarkt Geld besorgen will, braucht ein Urteil über seine Kreditwürdigkeit. Je besser es ausfällt, desto günstiger lässt sich Geld besorgen.

Es wird behauptet: der Mensch ist von Natur aus Böse, oder zumindest auf seinen Eigenen Vorteil aus. Was würden wohl Böse oder Profitorientierte (gibt’s letztendlich im Ergebnis einen Unterschied zwischen böse und profitorientiert) Menschen Anrichten wenn sie so ein Mächtiges Werkzeug wie eine Ratingagentur in der Hand hätten, ein Werkzeug mit dem man den Weltweiten Finanzfluss Manipulieren könnte (?) würden Sie mit Absicht Europa in den Bankrott treiben, für einen Finanziellen Vorteil (?)… ne ne war nur so ein Gedanke, das sind Bestimmt Moralische und Ehrliche Menschen… wie alle Finanzfuzzy´s. ;)

Das die Finanzfuzzy´s in Mafiamanier Tricksen und Manipulieren zeigt der LIBOR-Skandal.

Wer sind die Eigentümer (?) zu den Eigentümern von Moody’s und McGraw-Hill, dem Mutterkonzern von S&P, gehören dieselben amerikanischen Fondsgesellschaften: Vanguard, Capital World, State Street, BlackRock, um nur ein paar zu nennen. Diese Verflechtung wirft zum einen die Frage auf, wie groß die Interessenkonflikte sind, denn die Agenturen bewerten auch Firmen, die zu ihren Aktionären zählen.

Die Dimension und Reichweite einer Ratingagentur wird am folgenden Beispiel deutlich: Die Europäische Zentralbank nutzt Ratings, wenn sie Hunderte Milliarden Euro an Banken ausleiht: Die Wertpapiere, die sie im Gegenzug als Sicherheiten akzeptiert, müssen bestimmte Ratings besitzen.

Ob die Finanzmafia es zulässt dass eine Europäische Ratingagentur sich etablieren kann ist fraglich. Unlängst wurde Europa mit Herabstufung gedroht, falls ein Versuch unternommen wird eine Europäische Ratingagentur zu gründen… das Ergebnis ist bekannt.
 
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Species 8472 schrieb:
Also bei der Realität bleiben. Die Bankenkrise & Finanzkrise von 2007 war/ist Auslöser und nicht Ursache der Schuldenkrise. Durch die Rettung der Banken haben sich Staaten noch mehr verschuldet, die Situation ist verschärft worden. Dadurch sind Banken als mit-ursache für Einsparungen geworden. Einsparungen unteranderem im Sozialsektor.
Darüber hinaus wenn man das für und wider diskutiert dann muss man das wider auch erwähnen dürfen.
Ich habe während den letzten Wochen und Monaten der Diskussion aber genau diese Einsicht vermisst, nämlich, dass Einsparungen in z. B. sozialen Bereichen der Nationalstaaten Ausdruck verschuldeter Haushalte und nicht des ESM ist.
Du sagst selbst, die Krisen während der letzten Jahren waren Auslöser nicht Ursache.

Species 8472 schrieb:
Das eigentliche Problem ist, wenn sich innerhalb eines System ein Sektor der nötigen Regelung aus der Reichweite der Politik entzieht. Der Finanzsektor.
Man braucht kein BWL & VWL Studiert zu haben um zu wissen das der Teufel dorthin kackt wo der Haufen am Größten ist. Es war sozusagen absehbar was passiert wenn der Finanzsektor nicht ausreichend geregelt ist. Mit einem freien Finanzsektor gibt man die Lebensader einer Kapitalistischen Gesellschaft das Geld aus der Hand, aus Demokratisch Legitimierter Kontrolle. Eine Politische Kontrolle die dem Wohl der Allgemeinheit geschuldet ist.
Ist dir die Tragweite deiner Worte tatsächlich bewußt? Die De-Regulierung des Banken- bzw. Finanzsektors wurde von den Nationalstaaten betrieben, NICHT von der EU. Florierende Handelsplätze, Steueroasen und laxe Regeln der Finanzwirtschaft gegenüber haben doch dafür gesorgt, dass Länder wie Irland erst in Schieflage geraten konnten. Spanien hat sich verspekuliert, bonitätsschwache Gläubiger erhielten völlig überzogene Kredite weil Banken die NATIONALEN Regeln ausgereizt haben. Während die Politik in vielen Ländern bis vor einigen Jahren noch viel zu sehr auf nationalistischen Spuren der Staatsführung wandelte ist, hat der Banken/Finanz/Wirtschaftssektor schon längst global agiert.


Species 8472 schrieb:
Die Grundsätze sind umgekehrt wenn die Menschen Arbeiten und Abgaben leisten aber diese Abgaben investiert werden um die Bürger in Zukunft immer höher zu Belasten. In der Ist Situation wird das Geld also gegen den Bürger verwendet. Der Finanzsektor Wettet um Profit zu machen gegen den Bürger. Mittels ESM und Schuldenunion verliert der Bürger nun vollends die Kontrolle, denn die Finanzen werden aus der Reichweite der demokratisch legitimierten Politiker entfernt.
Die Fehlen von mangelnder internationaler Kontrolle hat letztendlich dazu geführt, dass die Banken soviele Schulden angehäuft haben, und ein Nationalstaat diese Last kaum noch zu tragen im Stande ist.

Die HRE in Deutschland mußte durch uns gestützt werden, obwohl die meisten Schulden durch eine Zweigstelle in Irland entstanden sind, die jedoch nur eine Tochter der HRE war. Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes und wenn man das auf Finanzströme umleitet, dann den Weg der geringsten Reglementierung.

Species 8472 schrieb:
Richtig das Schuldgeldsystem verlangt nach Schulden. Ergo steigt Zinsbedingt auch die Belastung für die Bürger. Wenn keine ausreichende und nötige Regelung vorhanden ist, wenn der Finanzsektor gar feindliche angriffe mittels Wetten tätigen kann und darf… ergo ESM = Schaden für die Bürger, gar im doppelten Sinne wenn man retten muss was einem langfristig Schaden zufügt.
Wo erlaubt der ESM dem Finanzsektor denn Schulden oder Wetten in welcher Form auch immer zu machen? Du stellst Parallelen her, wo keine Verbindung besteht.

Species 8472 schrieb:
Wir haben also eine durch zwei Krisen ausgelöste erhöhte Arbeitslosenquote sagst du, ok soweit so gut, aber… aber nun kommt zu der erhöhten Quote mit dem ESM und dem damit verbundenem Spardiktat Stagnation beziehungsweise Rezession dazu. Der ESM bietet also keine Perspektive, sondern verschlechtert gar die Situation derer die noch Arbeit haben durch noch höhere Abgaben.
Keine Perspektive für die Bürger bedeutet die Politik ist auf dem falschen weg. (Aus Sicht der Banken und dem Finanzsektor ist der ESM Natürlich hilfreich)
Du hast noch nicht erläutert, wie Sparen wegen mangelnder Überschüsse schlecht, Investitionen mit geliehenem Geld aka Schulden aber gut sein können.

Ein ziemliches Paradoxon.


Species 8472 schrieb:
Bitte die Sicht auf den Raum der Währungsunion und den daran beteiligten 17 Länder ausweiten. In der Währungsunion ist den Menschen Schaden (Siehe Arbeitslosenquote) entstanden die dem Diktat des IWF und der Troika unterworfen sind also Geld aus EFSF und ESM erhalten haben.
Also ist es dir lieber Schulden zu machen, mit Geld, das von internationalen Anlegern kommt --> Finanzwirtschaft, und die für ihr Investment selbstverständlich auch Zinsen haben möchten.
Der Grund für Gelder aus dem EFSF/ESM ist doch genau der, dass die Länder nur noch unter großen Belastungen in der Lage sind Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen, eben weil die Zinslast steigt. Experten gehen aus, dass Zinsen um die 7% nicht zu schultern sind.

Wie ist deine Einschätzung, wenn Länder kein Geld vom ESM erhalten, dafür an den Kapitalmarkt gehen und mindestens 7% Zinsen zahlen müssen. Denkst du nicht, dass der Staat irgendwann genötigt sein wird, am Etat und dem Haushalt zu sparen, allein um die Zinslast zu schultern?

Species 8472 schrieb:
Du sagtest etwas von zwei Krisen und erhöhter Arbeitslosenquote… und mittels ESM erleben die Menschen Rezession. Nun in Anbetracht dieser Tatsachen hast du einen Wirtschaftlichen Schaden an Privaten Haushalten. Darüber hinaus ist es eine Tatsache das Geldmangel und Verschuldete Haushalte sich negativ auf das Familienklima und die Gesundheit der Betroffenen auswirkt.
Ergo war es dir lieber, als die Nationalstaaten über die eigenen Probleme hinweggetäuscht haben in dem sie immer mehr Schulden anhäuften ohne ein Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen herzustellen?

Species 8472 schrieb:
Schaden, Wirtschaftlicher Schaden entsteht den Menschen die den ESM Bedienen müssen. Mittlerweile sind bereits 6 von 17 Ländern in Schräglage. Das wegen steigenden Schulden noch weitere Länder hinzukommen ist absehbar, also das Gelder aus dem ESM fließen werden weiß man, warum hätte man sonst einen ESM ins Leben gerufen (?) Es ist also keine Frage ob Geld an Brüssel fliest, sondern wann.
Was nicht beantwortet, wieviel Geld bisher geflossen und welcher angeblicher wirtschaftlicher Schaden Deutschland dadurch schon entstanden ist.

Species 8472 schrieb:
Inflation beispielsweise ist eine Form der Enteignung. Ist es nachvollziehbar das Staatsschulden anhand Inflation auf ein überschaubares Niveau gebracht wird (?) Im Zuge der Finanzmarktkrise und der anschließenden Rezession hat die Staatsverschuldung nahezu weltweit deutlich zugenommen. Dazu kommen die zukünftigen demographisch bedingten Finanzlasten, die Aussichten für die öffentlichen Haushalte zusätzlich verschlechtern.
Sehr richtig. Eine hohe Inflation war früher ein gern gesehenes Mittel der Staaten die eigenen Schulden zu verbrennen, im Gegenzug schmolz auch das Privatvermögen wie Butter in der Sonne.
Wenn du alte Menschen triffst, werden viele als eine ihrer größten Ängste eine Hyperinflation benennen.

Species 8472 schrieb:
Die einzige Möglichkeit, mit der die Wettbewerbsfähigkeit und die eigenen Exportchancen verbessert werden können, besteht in einer realen Abwertung durch niedrigere Löhne und Preise. So hat die Lohnzurückhaltung in Deutschland relativ zu den anderen Euromitgliedsländern in den ersten Jahren der EWU die deutsche Wettbewerbsfähigkeit stark erhöht.
Richtig. Aber kann das ein Argument gegen den deutschen Weg sein? Moderate Lohnabschlüsse, Einsparungen im Haushalt und Reformen am Sozialwesen haben dafür gesorgt, dass es Deutschland im Verhältnis zu seinen Partnern in der Eurozone so gut geht.

Die PIIGS haben dies teilweise versäumt bzw. durch höhere Schulden ausgeglichen/ verschleiert.

Species 8472 schrieb:
Dachte mir erst Links und Quellangaben mit Zahlen erspar ich mir aus folgendem Grund – meine Angaben begründen warum es Deutschland relativ gut geht… was du ja bereits vor langer Zeit erwähnt hast, unter anderem mit dem Satz: Mit dem Euro gehts uns besser, sollte Grund genug sein dort weiterzumachen.

Aber ich will mal nicht so sein, hier ein Artikel denn du mit hartem Lachen genießen kannst Inflation vernichtet jährlich 13 Milliarden Euro
Ich verstehe deinen Punkt nicht, vor allem da der Artikel eines gar nicht ansprichst, nämlich die Konsequenzen aus steigenden Leitzinsen. Darüber hinaus wird genau dort erwähnt, dass trotz niedriger Zinsen die Inflation bisher kaum gestiegen ist.

Species 8472 schrieb:
Denn Wettbewerbsvorteil Bezahlt ein Teil der Bürger in Deutschland indem sie von den Vorteilen Abgeschnürt werden, weil Sie für weniger Geld Arbeiten, und durch Inflation Geldentwertung erfahren.
Und ein anderer Teil der Bürger erfährt beim Versuch zu sparen Enteignung, wie der Artikel zeigt.
Die Inflation im Euroraum bzw. in Deutschland ist mit rund 2% noch absolut im Durchschnitt. Der Bürger wird im moment nicht stärker oder schwächer enteignet als in den vergangenen sechzig Jahren.


Species 8472 schrieb:
Nicht Lachen, sondern bitte Beweise Heranschleppen das die Frau Unschuldig ist. Außerdem ist es Sache der Gerichte und Behörden der Ukraine. Es gelten die Gesetze und Regeln des jeweiligen Landes. Außerdem gibt weitaus wichtigeres über das man Berichten kann, anstatt sich in einem solch hohen ausmaß von einer Steuerbetrügerin zu berichten (Timoschenko: Ungefähr 9.290 Ergebnisse - 1,31 Sekunden) und sich in die Angelegenheiten eines souveränen Landes einzumischen. Es ist schlicht derer Sorge, wir jedoch haben unsere Sorgen, mit denen wir uns befassen sollten.
Dann streichen wir am besten alle Meldungen über all die Bereiche, die nichts mit der Schuldenkrise zu tun haben. Lenkt nur vom Thema ab.

Weder bin ich Rechtsanwalt noch kann ich mal eben in die Ukraine fahren. Ist aber auch nicht nötig. Selbst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die ukrainische Regierung ungewöhnlich stark kritisiert.
http://www.n-tv.de/politik/Gerichtshof-kritisiert-Ukraine-article6642806.html

Natürlich könnte man mit einer durch Scheuklappen eingeengten Sicht der Dinge alles auf nationale Souveränität abschieben und von "deren Sache" reden, aber das wird der Sache wohl nicht gerecht.
2011 ist die Ukraine auf Platz 152 von 183 der Korruptionsliste der OECD gekommen. Aber ich kann bis zu einem gewissen Grad verstehen, dass du dich nur oberflächlich mit diesen Dingen beschäftigen möchtest.


Species 8472 schrieb:
Mir geht es nicht um Quantität, mir geht es um Kritische Berichte über den ESM. Was ist mit Berichten über Alternativen, Alternativen falls das BVerfG in Karlsruhe den ESM Stoppt. Mit den 127.000 Suchergebnisse lautet der Tenor doch „ESM = Alternativlos“
Ich tue mich schwer, keine kritischen Bericht zum ESM zu finden. Das Thema ist viel zu wichtig, als dass man nicht darüber diskutieren müsste.
Und es könnte einen Grund haben, dass Google (wobei ich das nicht überprüft habe) einen Tenor zum ESM herausbildet.
Kennst du den Spruch: "Ein Geisterfahrer auf der A8! - Einer? Hunderte, Tausende!"

Species 8472 schrieb:
Erst einmal muss man den Möchtegern Diktatoren die Ohren lang ziehen, die andauernd das Wort „Alternativlos“ nutzen… Anschließend bekommen sie wie Alex (Clockwork Orange) klammern auf die Augenlieder und müssen sich in einer endlosschleife der Der große Diktator anschauen.
Kann mich gar nicht erinnern, wann das Wort "alternativlos" zur Pflicht beim Thema Eurorettung geworden ist und Geldstrafen für das Nichtverwenden drohen.

Species 8472 schrieb:
Es lässt sich viel leichter eine Lösung finden wenn Demokratiefeinde leiser werden.
Es ist interessant, dass du immer wieder von Demokratiefeinden spricht, aber dabei genau diese anderen Stimmen am liebsten abstellen würdest. Sehr interessantes Demokratieverständnis.

Species 8472 schrieb:
Schnellschuss = Plan ohne Vernünftiges Ergebnis.
Der ESM hat weder eine Lösung noch einen Ausweg für die Krisen. Sondern Verwaltet diese nur.
Beweise? Wie würde ein vernünftiges Ergebnis in deinen Augen aussehen und wie sollen wir ohne Lösungen im Hier und Jetzt überhaupt bis zu diesem Ausweg kommen?

Der ESM bzw. das Konstrukt dahinter verhindert eher für die Zukunft die einfache Schuldenverwaltung der Einzelstaaten, wie sie in den letzten Jahren so euphorisch betrieben wurde.

Species 8472 schrieb:
Erschwerend kommt hinzu dass die Kläger die nun erneut Klage in Karlsruhe eingereicht haben gegen den ESM das die Leute bereits vor der Einführung des Euro vor den folgen die nun in ganz Europa zu spüren sind gewarnt haben.
Ein paar Links bitte, welche Folgen du explizit meinst.

Species 8472 schrieb:
Der ESM verletzt unsere Verfassung und die Elementaren Bürgerrechte. Das Kapital das in den ESM gesteckt werden soll, das Kapital wird unserer Volkswirtschaft fehlen… bei den Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen, bei der Jugend, schlicht für die Zukunft und Perspektive der nächsten Generation.
Bisher hat das das Bundesverfassungsgericht anders gesehen. Natürlich sind sie damit auch demokratiefeindlich, ganz klar.

Nochmal, wieviel Geld ist tatsächlich geflossen, wird in Zukunft fließen und was besteht davon tatsächlich nur aus einfachen Bürgschaften?

ESM = Sparen = Rezession = schlecht
kein ESM = Geld ausgeben = Wohlstand borgen = Wirtschaft auf Pump stützen = mehr Schulden = gut

Ja was denn nun?

Species 8472 schrieb:
Das Problem sind Menschen wie du Noxiel, du und Schäuble, Menschen die glauben die Verfassung steht zur Disposition oder Ihr wollt eine neue Art Verfassung nach Chinesischen Vorbild schaffen. Kein Politiker hat das Recht die Verfassung zum Nachteil der Bürger zu ändern.
Du machst dich erneut lächerlich mit deinem Versuch mich als verfassungsfeindlich hinzustellen. Geschweige denn hast du überhaupt mal faktisch belegen können, wo die Verfassung zum Nachteil der Bürger geändert wird. Abgesehen natürlich von deiner Meinung, die hier aber nicht als ausschlaggebend angesehen werden muß.


Species 8472 schrieb:
- verschärfte Eigenkapitalregeln für Banken/Versicherungen
Verschärft ist übertrieben und Dramatisch formuliert… um Abzulenken. Ablenken davon das bisher Narrenfreiheit galt und jetzt nur ein kleiner Teil durch eigenkapital gesichert ist. Ein Frachtschiff das auf dem Finanzmarkt in unruhige Kurse gerät, und die Fracht der Kunden verliert sollte schon so viel Eigenkapital haben um seinen Kunden den Schaden begleichen zu können der ihnen zusteht.
Fasse ich deinen Kommentar also richtig zusammen, dass dir eine Regulierung völlig egal ist? Das kann wohl kaum dein Argument sein, dass bisher keine Regulierung bestand und du nun kritisierst, dass sie endlich kommt.

Species 8472 schrieb:
- Verbot von Leerverkäufen
Ist Witzlos, weil das Verbot durch Nationale Grenzen begrenzt ist. Ein Spekulant weicht bei einem Verbot in Deutschland nach England aus. Das Verbot greift also nicht, es ist daher Witzlos es zu erwähnen.
- europäische Bankenaufsicht
- Finanztransaktionssteuer
Ist beides noch nicht unter Dach und Fach. Die Finanztransaktionssteuer lässt sich nicht EU weit umsetzen, nicht einmal innerhalb der Währungsunion. Einzig 9 Länder finden sich bislang dafür.
Schaut man also näher hin, ist nicht viel passiert, nichts was ausreichend ist.
Köstlich. Wirklich gut.
Erst beschwerst du dich, dass es keine wirksamen Regulierungen gab. Dann werden sie eingeführt und du bezeichnest sie als witzlos, weil sie angeblich an nationalen Grenzen scheitern. Nationale Grenzen und eigenstaatliche Souveränität sind dabei doch das, was du hier seit Monaten forderst. Das ist die Quadratur des Kreises mein Freund.

Hach man hat schon sein Kreuz mit Demokratien, wie Species? Man darf niemanden einfach zwingen überall die gleichen Regeln einzuführen damit sie wirken und es allen besser geht. Immer dieses absprechen und Kompromisse machen müssen. Total nervig. Jetzt bräuchten wir einen Anführer, der sagt wo's lang geht und einfach erst mal macht. Ist es das, was du uns sagen willst?


Species 8472 schrieb:
Ob die Finanzmafia es zulässt dass eine Europäische Ratingagentur sich etablieren kann ist fraglich. Unlängst wurde Europa mit Herabstufung gedroht, falls ein Versuch unternommen wird eine Europäische Ratingagentur zu gründen… das Ergebnis ist bekannt.
Quelle?
 
Die Heutige Rede von Herrn Gysi
»Wenn dieser nach unserer Auffassung falsche Weg gestoppt wird, bauen sich Gefahren für den Euro sogar ab«
Einlassung von Gregor Gysi am 10. Juli 2012 in der mündlichen Verhandlung des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts über mehrere Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 32 BVerfGG. Die Anträge sind darauf gerichtet, dem Bundespräsidenten bis zur Entscheidung über die jeweilige Hauptsache zu untersagen, die von Bundestag und Bundesrat am 29. Juni 2012 als Maßnahmen zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise im Euro-Währungsgebiet beschlossenen Gesetze zu unterzeichnen und auszufertigen.

Herr Präsident,
Hoher Senat,

bisher musste das Bundesverfassungsgericht noch nie durch eine einstweilige Anordnung dem Bundespräsidenten untersagen, die Unterschrift unter Gesetze zu setzen, um deren Inkrafttreten zu verhindern. Es gab immer eine Verständigung zwischen beiden Bundesorgangen, dass der Bundespräsident bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren mit seiner Unterschrift wartete. Offenkundig steht der Bundespräsident diesmal zu sehr unter Druck der Bundesregierung und leistete ohne eine einstweilige Anordnung durch Sie vor Abschluss des Hauptsacheverfahrens die Unterschrift. Damit stehen aber auch Sie meine Damen und Herren Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht nur vor einer neuen, nicht nur vor einer erstmaligen, sondern auch vor einer schwierigen Entscheidung.

Noch schwieriger wird aber die Entscheidung im Hauptsacheverfahren. Wenn Sie unsere Organklage und bzw. oder die Verfassungsbeschwerde vollständig oder zumindest teilweise für begründet halten sollten, genügte es nicht, dass Sie in Begleitgesetze eingriffen. Sie müssten die Ratifizierung beider Verträge untersagen, wenn Sie diese für verfassungswidrig hielten. Auch das wäre völlig neu, erstmalig und eben noch schwieriger, denn bisher hat das Bundesverfassungsgericht keinen völkerrechtlichen Vertrag und kein vereinbartes EU-Recht für grundgesetzwidrig erklärt.

Des Öfteren mögen Ihnen Leute gegenübersitzen, die heimlich davon träumen, auch mal Bundesverfassungsrichterin oder Bundesverfassungsrichter zu werden, um die eine oder andere Entscheidung mit bewirken zu können. Ich bin aber ziemlich sicher, diesmal beneidet Sie niemand, denn jede und jeder ahnt, vor welcher schwierigen Aufgabe Sie stehen.

Die Regierung argumentiert, dass ohne unverzügliche Ratifizierung des Fiskalpaktes und des dauerhaften Rettungsschirmvertrages - also des ESM-Vertrages – der Euro gefährdet sei und außerdem ihr politischer Spielraum innerhalb der Europäischen Union erheblich eingeschränkt wäre. Ich halte beide Argumente nicht für stichhaltig. Für Zypern, Griechenland und Spanien verfügt der ESFS, d.h. der Vorläufer des ESM, über genügend finanzielle Mittel. Sollte ein Antrag von Italien hinzu kommen, wäre höchstwahrscheinlich nicht nur der ESFS, sondern auch der ESM überfordert. Außerdem wird der Euro nach unserer Auffassung dadurch gefährdet, dass in allen betroffenen Ländern unter Strukturveränderungen überwiegend die Kürzung von Investitionen, Löhnen und Renten sowie von Sozialleistungen durchgesetzt wird. Das bedeutet nicht nur Sozialabbau, sondern dadurch sinkt in diesen Ländern auch die Wirtschaftsleistung, gehen die Steuereinnahmen zurück, so dass eine Rückzahlung von Darlehen durch die Regierungen kaum möglich erscheint und die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Länder durch Ratingagenturen immer negativer wird. Wenn dieser nach unserer Auffassung falsche Weg gestoppt wird, bauen sich Gefahren für den Euro sogar ab. Und hinsichtlich des Spielraums der Bundesregierung sehen wir die Angelegenheit auch umgekehrt. Unseres Erachtens hat das Bundesverfassungsgericht schon in seinem Urteil zum Lissabon-Vertrag zum Ausdruck gebracht, dass die rote Haltelinie des Grundgesetzes erreicht ist und beim nächsten Schritt zur Bildung einer europäischen Föderation überschritten wird. Trotzdem sind die Regierung, der Bundestag und der Bundesrat mit diesen beiden Verträgen die nächsten Schritte über eine Schulden- und Fiskalunion gegangen. Wenn Sie als Bundesverfassungsgericht keine einstweilige Anordnung erließen und in Ihrer Entscheidung nach dem Hauptsacheverfahren noch deutlicher erklärten, dass beim nächsten Schritt zur Bildung einer europäischen Föderationsstruktur die Grundgesetzwidrigkeit gegeben sei, erhöhte dies doch nicht den Spielraum der Bundesregierung. Im Gegenteil. Was sollte die Regierung noch an neuen Schritten verhandeln, wenn sie davon ausgehen müsste, dass jeder weitere Schritt sie in die Grundgesetzwidrigkeit führte.

Wie nicht selten haben der Bundestag, der Bundesrat und die Bundesregierung Zeit verstreichen lassen und Ihnen eine politische Entscheidung aufgebürdet. Sollten Sie nach dem Hauptsacheverfahren sogar ein Urteil dahingehend fällen, dass das 1949 verabschiedete Grundgesetz nicht für eine europäische Föderation geschrieben wurde und deshalb nicht länger über Hintertüren, Schritt für Schritt eine solche Föderation geschaffen werden darf, sondern gemäß Art. 146 des GG eine neue Verfassung geschrieben werden muss, die durch Volksentscheid zu bestätigen ist, eröffneten Sie breite Möglichkeiten für den Bundestag, den Bundesrat, die Bundesregierung und vor allem die Bevölkerung unseres Landes. Natürlich sollte eine neue Verfassung zu etwa 90 % Regelungen des Grundgesetzes übernehmen, wenn man insbesondere an die Art. 1, 14, 15 und vom Kern her auch 20 des GG denkt. Unseres Erachtens müssten aber noch wichtige soziale Grundrechte hinzukommen und vor allem wäre eben zu klären, welche europäischen Strukturen als möglich, als zulässig geregelt werden sollen.

Politisch geht es uns darum den Sozialabbau und die Gefährdung der Demokratie in Europa zu stoppen. Wir wollen die Rechte des Bundestages, des Bundesverfassungsgerichts, der Bundesländer, der Kommunen und unseres Volkes schützen. Und Sie haben zu entscheiden, ob Sie Ihr Urteil am Ende des Hauptsacheverfahren offen lassen oder nicht. Es widerspricht eigentlich der Natur eines Gerichts, sich vorfristig hinsichtlich seiner Hauptsacheentscheidung zu binden und auch deshalb sollten Sie unserem Antrag entsprechen, eine einstweilige Anordnung zur Unterbindung der Unterschriften des Bundespräsidenten unter die vom Bundestag und Bundesrat beschlossenen Gesetze zu den genannten Verträgen zu erlassen.

Danke.
Quelle: http://www.linksfraktion.de/reden/w...toppt-wird-bauen-sich-gefahren-euro-sogar-ab/
 
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