Euro-Rettungsschirm

Megatron schrieb:
Das ist das Beste was man momentan machen kann, und sich selbst soweit wie möglich absichern denn die Politik und die Wirtschaft haben bereits versagt.

Die deutschen Bildungseinrichtungen solltest du bei deiner Aufzählung nicht vergessen!
 
Also jetzt geht es erst mal richtig los.

Der ERS beträgt zur Zeit ca 880 Mrd. und das ist erst der Anfang um die Situation an den Finanzmärkten zu beruhigen. Den es geht jetzt darum; lassen wir uns von den Spekulanten an die Wand drücken, oder halten wir mit dem ERS voll dagegen.
Also weiter aufstocken, es gibt kein zurück mehr, auf erstmal 2000 Mrd, dann weiter bis auf 7000 bis 10000 Mrd €. Wird wohl nicht anders gehen, wollte man nicht das ganze gefährden.
Das ist wie im Tierreich, die Spekulanten sind wie Raubtiere die nur darauf warten, das sich ein Tier/Land von der Herde trennt oder sie es abtrennen können. Dann wird es eingekreist und in kleinen Happen gemeinsam verspeist.

Also ist der Plan des rasant wachsenden ERS im eigentlichen Sinne alternativlos.

Für alle diejenigen die jetzt immer noch davon reden einzelne Staaten einfach aus dem Euroraum raus zu werfen, sie sollten sich die Verträge mal genauer anschauen. Dafür ist keine Klausel vorgesehen, wir sind also eine Art Zwangsgemeinschaft die notleidenden Mitgliedern alimentativ beispringen muß und D hat trotzdem nur eine Stimme, obwohl wir den größten Teil der Lasten zu stemmen haben.

Die fundamentalen Fehler, die in der euphorischen und Glück beseelten Gründungsphase, vertreten und veranstaltet durch eine CDU/CSU/FDP Regierung, bei der Einführung des Euros und der ratifizierten Verträge gemacht wurden, sind jetzt so krass, das unser gesamtes Währungswesen auf der Kippe steht. Jetzt machen die gleichen Politiker bzw. Parteien auf weisse Ritter und wollen etwas retten was sie selber verursacht haben, oder noch härter; die gleichen die damals zugestimmt haben (CSU/FDP), wollen von ihrer Zahlverpflichtung und anderen vertraglichen Regelungen nichts mehr wissen und rufen teilweise sogar zum Gesetzesbruch der von ihnen ratifizierten Verträge auf und beschädigen damit auch noch mittelbar alle anderen Politiker.
 
Das jetzige Währungsregime der EZB/EU hat doch nur noch sehr wenig mit dem zu tun, was zur Gründung der Währungsunion vereinbart wurde.

Wären die Gründungsgesetze des EURO wie vereinbart eingehalten worden, wären wir ( jetzt noch ) nicht beim jetzigen Zustand. Dann hätten aber auch z. Bsp. Deutschland + Frankreich bereits Strafzahlungen für Defizitüberschreitungen zahlen müssen und Griechenland wäre gar kein Problemfall, weil nicht im EURO!

Manchmal ist es besser Fehler im Nachhinein zu korrigieren, an statt sie immer weiter fortzuführen und die Folgen daraus zu vergrößern. Die Aufgabe des EURO für Griechenland wäre meiner Meinung nach das beste Signal an die Finanzmärkte, denn nur dadurch zeigt man, dass man sich nicht erpressen lassen will. Eine Staatsinsolvenz ist immer noch das abschreckenste Signal!
Alles andere kostet nur das Geld der Steuerzahler der Mitgliedsländer!

Übrigens hat der griechische Staat letztes Jahr nicht wie gefordert gespaart sondern laut heutiger Rundfunkmeldung 8% mehr ausgegeben als im Vorjahr und auch deswegen die angepeilte Defizitquote verfehlt.
Europa braucht nicht Griechenland im Euro! Urlaub machen kann man auch mit einer Drachme als Landeswährung, kommt uns als Touristen sogar noch billiger. Und deutsche U-Boote und andere Waffen muss man nicht Dank Euro weiterhin nach Griechenland verkaufen, so aggressiv sind die Türken/Zyprioten nun wirklich nicht. Die Griechen würden mit einer Drachme auch wieder mehr landwirtschaftliche/heimische Güter exportieren können.


..die gleichen die damals zugestimmt haben (CSU/FDP), wollen von ihrer Zahlverpflichtung und anderen vertraglichen Regelungen nichts mehr wissen und rufen teilweise sogar zum Gesetzesbruch der von ihnen ratifizierten Verträge auf und beschädigen damit auch noch mittelbar alle anderen Politiker.
Kläre uns bitte im Detail auf, welche Zahlungsverpflichtungen dies sein sollen!
Die jetzigen Politiker sind doch mit den Rettungsmaßnahmen schon weiter gegangen, als der Euro-Vertrag überhaupt vorsieht!
 
ThomasK_7 schrieb:
Kläre uns bitte im Detail auf, welche Zahlungsverpflichtungen dies sein sollen!
Die jetzigen Politiker sind doch mit den Rettungsmaßnahmen schon weiter gegangen, als der Euro-Vertrag überhaupt vorsieht!

Ach so, was hatte den der Eurovertrag vorgesehen für diese Krise. Meiner Meinung nach gar nichts, weil sie durfte nicht passieren. Die jetzigen Politiker sind letztendlich doch nur die gehetzten Erfüllungsgehilfen der mit Tackernägeln zusammengehefteten Euro-Einführung. Warte mal ab der ERS wird weiter wachsen müssen (wie oben beschrieben) und wir alle müssen weiter Geld und Garantien/Bürgschaften geben, weil der jetzige ERS ist viel zu klein um die Probleme (Italien, Spanien, France) mit darunter zu nehmen.
Ein Vertrag besteht letztendlich auch darin, das er interpretiert werden kann. Das ist beim Euro-Vertrag genauso. Meint irgend jemand im Ernst, wir würden Portugal, Irland, Griechenland finanziell beispringen weil wir so nett sind. Die Sache ist doch so wir sind vollhaftende Gemeinschaftsschuldner, wenn die Pleite gehen, gehen wir mit auf eine ungewisse Reise. Die Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsektor ist wohl das bitterste Zäpfchen das uns verabreicht werden kann. So sind ja auch die kurzfristigen Reaktionen, bzw. das hektische rumhantieren, der Politik zu erklären.
Von wegen Master-Plan oder Krisenszenario, nichts ist durch gespielt worden. Wir kommen zur Euro-Krise wie Maria zum Kinde. Da sollte sich doch ein jeder fragen; wo ist eigentlich die Professionalität in Finanzfragen liegen geblieben. Ganz ehrlich, ohne Häme, auf politischer Ebene ist kaum etwas vorhanden. Die Größendimensionen dazu genommen wird die Liste noch kleiner. Wir bräuchten jetzt mal gestandene Banker, die unabhängig und professionell die Lage erkunden (weil wer sind eigentlich die Gläubiger/Spekulanten) und einen Korridor aufmachen um wenigsten einigermaßen unbeschadet aus der Krise heraus zu wachsen.
Und eins noch, wir sind in einem Finanzkrieg der an den Säulen unserer Gesellschaft rüttelt. Entsprechend darauf sind unsere Handlungen abzustimmen, d. h. wer unsere Währung massiv angreift befindet sich im gegnerischen Lager.
 
Bei der Süddeutschen ist heute zur Zukunft des Euro ein interessantes Interview zu lesen mit dem Titel: "Der Euro hat die Sprengkraft der Versailler Verträge". Dieser historische Vergleich ist m.E. nach notwendig, um die Dimensionen zu zeigen, um die die es hier nationalstaatlich geht.

"Die Wirtschaft schrumpft, die Menschen sind arbeitslos und gehen auf die Straße. Das hält keine Demokratie lange aus."
"... aber wenn man mit Druck und Zwang das vereinte Europa schaffen will, ist das falsch. Es ist so falsch wie einst der Versuch, die Sowjetunion und den kommunistischen Block in Europa mit Kanonen und Panzern zu erhalten. "
 
conquerer schrieb:
Bei der Süddeutschen ist heute zur Zukunft des Euro ein interessantes Interview[/URL] zu lesen ...

Also wer es jetzt noch nicht gemerkt hat, das der Euro in eine Währungsreform geht dem kann man ja auch bald nicht mehr helfen. Sobald das Gerücht sich noch mehr verdichtet, dann wird wohl keiner mehr Geld, in größeren Mengen, von seiner Bank bekommen.

Ja jetzt geht die Reise los. Die Frage ist doch nur; wie verhalte ich mich als normaler Bürger wenn die Kohle auf Dauer nichts mehr wert ist.

Immobilien, Grundstücke, Sachwerte schaffen, ausländische Devisen, vielleicht Schulden machen.
 
Der Staadt ist die größte Mafia!!
Welcher Krimieneller nimmt dir 70% deines Lohnes weg und du hast nichts von??? Der Staadt!!!
Die Bürger in Deutschland zahlen jetzt für die Griechen und Co., die Bürger Der Griechen zahlen auch dafür.
Also wo zum Teufel landet das Geld in Milliarden Höhe???
Wir werden verarscht und es wird auch noch geduldet.
Wie sollen logischerweise die Griechen und Co. den ihre Schulden zurück zahlen, wenn die nichts haben???
Mann nimmt die Bevölkerung kommplet aus, und da ich noch kein Menschlichessystem oder Staadt kenne in der gesamten Geschichte das funktioniert hat und gerecht war.
Ist es nach zu volziehen was schon bald los sein wird.

Gold kauf als sicheres Tauschmittel, deswegen steigt jetzt Goldpreis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke mal das Falscheste was man machen kann ist auf alle Warnungen und "Brandbriefe" zu regieren und seine "paar Kröten" von der Bank zu holen um sie irgend wo zu verbuddeln oder Gold ec. zu kaufen. Das Geld was Griechenland usw bekommt ist doch gleich wieder auf den deutschen Banken ;) .
 
Bublik79 schrieb:
Der Staadt ist die größte Mafia!!
[...]
Gold kauf als sicheres Tauschmittel, deswegen steigt jetzt Goldpreis.

Du meinst so wie im September, als Gold und Silber 20% bzw 40% abgestürzt sind? :rolleyes:

Ich gönne ja jedem seine Meinung, aber muß sie dann gleich so unreflektiert sei.... ach was rege ich mich eigentlich auf. Ist doch Hopfen und Malz verloren.
 
Ich denke mal das Falscheste was man machen kann ist auf alle Warnungen und "Brandbriefe" zu regieren und seine "paar Kröten" von der Bank zu holen um sie irgend wo zu verbuddeln oder Gold ec. zu kaufen.

Das Falsche wäre es, naiv zu sein alle Warnungen zu ignorieren und am Ende für seine restliche paar Krötten nichtmal Brot kaufen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fauler Willi schrieb:
Ich denke mal das Falscheste was man machen kann ist auf alle Warnungen und "Brandbriefe" zu regieren und seine "paar Kröten" von der Bank zu holen um sie irgend wo zu verbuddeln oder Gold ec. zu kaufen.

Da kann ich dir nur voll zu stimmen. Trotzdem kann man abwarten wie die Maus vor der Schlange, oder sich mal Gedanken machen wie man einigermaßen unbeschadet aus dem eventuellen Geld-GAU raus kommt.

Also wenn ich mir heute eine preiswerte Immobilie kaufe, werde ich die Schulden über eine Bank finanzieren. Was passiert denn mit den Schulden wenn der Crash kommt? Meiner Meinung nach werden die dann auch abgewertet. Alle die sich dann in Euro flüssig gehalten haben, sind dann meiner Meinung nach schlechter gestellt.
 
Fauler Willi schrieb:
Das Geld was Griechenland usw bekommt ist doch gleich wieder auf den deutschen Banken ;) .

Nicht nur bei deutschen Banken, zudem auch nicht nur bei denen, deren Mitarbeitern, eher bei deren Inhabern/Aktionären und bei deren Kundschaft.
Das alles heisst aber nicht, dass man sein Geld nicht von den Banken holen sollte, um dem System einen Denkzettel zu verpassen, schließlich ist die Politik noch immer Diener der Finanzwirtschaft, denkt gar nicht daran, dass deren Verluste nicht sozialisiert gehören. Wobei die Verluste im Grunde nur auf Gier, Zockerei und bewussten Selbsttäuschungen beruhen.

Das eigene Geld verbuddeln oder in Edelmetall umtauschen? Nein, in reale Werte umwandeln, wozu Gold nur bedingt zählt. Wenn hier alles zusammenkracht, wird dir trotzdem keiner dein Haus und Land wegnehmen, außer eine Diktatur enteignet dich. Aber in dem Fall würde dir dein verbuddeltes Geld/Gold auch nichts bringen, das würde man dir zuerst abnehmen, außer du spielst mit ;)
 
Ja gut, hab mir gerade eine neue Heizung kaufen müssen - denke da ist mein Geld gut angelegt (4,5T€) :evillol: Damit denke ich, habe ich meinen Beitrag zum Eurorettungsschirm geleistet :lol:
 
Fauler Willi schrieb:
Damit denke ich, habe ich meinen Beitrag zum Eurorettungsschirm geleistet :lol:

Klar, aber nur wenn du dir noch einen Kasten Bier drauf gießt.

Scherz beiseite:

Neueste Info´s besagen das in England, Portugal und Frankreich schon wieder Banken an Vertrauenwürdigkeit verloren haben. Einige Staaten haben ebenso ein schlechteres Kreditranking bekommen. Die EZB kauft weiter Schrottpapiere um den Markt zu stabilisieren.
Anscheinend ist die Krise doch noch ein bisschen größer und virulenter als einige uns weis machen wollen.
 
achnu schrieb:
Neueste Info´s besagen das in England, Portugal und Frankreich schon wieder Banken an Vertrauenwürdigkeit verloren haben.

Wenn du die Vergangenen Tage verfolgt hast, wirst du gesehen haben wie wir dafür erneut medial "weichgekocht" bzw. "vorbereitet" wurden.
Die erste Meldung war (so ähnlich): Merkel entsetzt, Sarkozy will Geld für frz. Banken aus dem Rettungsschirm, was so nie vorgesehen war.. er habe da etwas "falsch verstanden".
Die Ratingagenturen stufen währenddessen britische Banken ab, knöpfen sich auch allerlei EU Länder vor (Pleitekandidaten).
Plötzlich taucht die Meldung auf, dass der Bankenstreßtest "lückenhaft" oder gar ein Alibi gewesen sei und nun trifft (oder traf?) sich Merkel mit Sarkozy um die Bankenrettung abzusprechen.
Selbst im heutigen ARD Presseclub ist das plötzlich Thema.
Es kam scheinbar aus dem Nichts, auch wenn es viele schon lange geahnt haben, trotz Jubelmeldungen über neue Rekordgewinne und steigende Boni in der Branche.

Was lernen wir daraus? Richtig, es läuft alles weiter wie bisher. Dem Bankensektor, der jetzt so urplötzlich wieder in der Krise steckt, wird man doch wohl nicht auch noch Finanztransaktionssteuern aufbrummen, das geht doch nicht :freak:
 
die deutschen banken hatten das glück wenig anleihen aus grichenland in den büchern zu haben, deswegen werden die nicht im rating gesenkt.
die banken die dagegen viele anleihen aus grichenland in den büchern haben, werden von den anderen banken gemieden, so das die rekapitalisierung der geldhäuser gestört ist. das führt zu kritischen situationen, die auch ratingargenturen sehen und entsprechend (markt)richtig handeln.

das deutschland den mit abstand größten beitrag zum efsf leistet geht vollkommen in ordnung. man muss nur mal bedenken wie groß die deutsche unbedingte abhängigkeit vom eu binnenmarkt ist, derzeit weit jenseits der 60%. so viel unseres bip's kommt daher.

deutschland ist der MIT ABSTAND größte gewinner des euros, wär der nicht gekommen hätten wir hier heute japanische verhältnisse was die staatsschulden angehen.
so hatten wir das glück bei den größten nettoüberweisungen an die eu auch den größten nutzen daraus zu ziehen, ein kontinuierliches wirtschaftswachstum.
ohne euro wären wir jetzt am arsch, also sollten gerade wir alles daran setzen den währungsraum konstant zu halten.
klar hat grichenland beschissen, in vielen verschiedenen arten was die haushaltsrechnung angeht. die bittere pille schlucken die aber schon, in form von einer schweren depression.
 
Topflappen schrieb:
deutschland ist der MIT ABSTAND größte gewinner des euros, wär der nicht gekommen hätten wir hier heute japanische verhältnisse was die staatsschulden angehen.

Komisch, ich kann mich erinnern das genau dafür nie der Euro, sondern der strikte Sparkurs, der Rückbau des Sozialstaates, und die Hartz-Reformen verantwortlich gemacht wurden. Ja was denn nun?
 
das hat wohl einer gesagt der von wirtschaft keine ahnung hat.
die harz reformen haben dafür gesorgt das der niediglohnsektor massiv aufgewertet wurde. aber das würde nichts bringen wenn es nichts zu tun gäbe. genau da hat der euro deutschland geholfen, da wir weit mehr als die hälfte des bips in die eu einbringen, ohne darauf einfuhrzölle oder untauschverluste durch eine andere währung zu zahlen.
die einführung des euros hat wie ne massive steuererleichterung für die wirtschaft gewirkt, wie doping.
 
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