Frage zum Festplattenanschluss

Herbi26

Cadet 3rd Year
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Hallo,

ich habe eine HDD (Seagate Barracuda 1000GB) und eine SSD (Samsung 830 Series 128GB). Kann ich beide zusammen, mit nur einem Kabel, mit Strom versorgen? Oder muß ich jede Festplatte mit einem eigenen Kabel versorgen? Mein Netzteil (be quiet Straight Power E9 580W) hat 4 Anschlußmöglichkeiten für Drives und bietet mehrere SATA-Kabel mit jeweils mehreren Abgängen für die Stromversorgung der Geräte mit SATA-Stecker.
Dann noch eine Frage zur Seagate-Festplatte. Sie hat, so wie ich das sehe, den Daten-Anschluss, einen Stomanschluss für SATA-Stecker und einen vierpoligen Anschluss (männlich). Für was ist der vierpolige Anschluss gut? Muß ich da auch was anschließen?
Das ist mein erster PC den ich zusammenbaue, deswegen meine vielleicht dummen Fragen.
 
Also deine Festplatte gehört dann wohl zu der älteren Generation; die aus Gründen der Kompatibilität noch zusätzlich den alten Stecker hat. Aber bitte nur einen von Beiden benutzen! NICHT beide gleichzeitig!

Sonst macht es PENG! :-)

Du meinst, so wie hier?

http://www.abload.de/img/hdd_sata_connected2z9wd.jpg

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Ansonsten: Kannst du ruhig an die selbe Leitung anschließen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst du an derselben Stromversorgungsleitung anschließen.
Den 4 poligen kannst du ignorieren, brauchst du nicht.
 
Freak-X: Du meinst, so wie hier?

Ja!

Danke für die schnelle Beantwortung.
 
Freak-X schrieb:
Also deine Festplatte gehört dann wohl zu der älteren Generation; die aus Gründen der Kompatibilität noch zusätzlich den alten Stecker hat. Aber bitte nur einen von Beiden benutzen! NICHT beide gleichzeitig!
Bolko schrieb:
Am 4-poligen Stromstecker nichts anschließen, sondern nur den SATA-Stromstecker benutzen.
Hot-Plug und Hot-Swap funktioniert nur mit SATA-Stromkabel und beide Stromanschlüsse gleichzeitig darf man sowieso nicht benutzen.
Man könnte meinen, manche Leute haben noch nie Festplatten in der Hand gehabt.
Es hat noch nie Platten gegeben, die sowohl einen 4pol. Molex als auch einen 15-pol. SATA-Stromanschluss gleichzeitig hatten.
Die Hot-Plug-Fähigkeit hat schon überhaupt nichts mit dem Stromstecker zu tun.
Die 4-pin(oder auch mehr) Pfostenstecker von SATA-Platten dienen je nach Modell als Jumper(siehe Aufschrift an der Gehäuseoberseite) und zu Diagnostikzwecken bei Reparatur und werden im Normalgebrauch nicht verwendet.
 
Ernst@at schrieb:
Es hat noch nie Platten gegeben, die sowohl einen 4pol. Molex als auch einen 15-pol. SATA-Stromanschluss gleichzeitig hatten.
Ernst, da irrst du dich. Doch, die gab es. Die ersten SATA-Festplatten hatten beide Stromanschlüsse. Ich bin mir nur nicht mehr sicher, ob das bei allen Festplattenherstellern so war, oder nur bei bestimmten.

/Edit
Hier ein "Install Guide" einer Hitachi Festplatte mit beiden Stromanschlüssen.

/Edit2
@Herbi26
Wenn du uns die genaue Modellbezeichnung der Seagate Festplatte verrätst, können wir überprüfen, ob es sich bei dem vierpoligen Anschluss um einen optionalen Stromanschluss handelt oder um was anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss gestehen, ich bin verblüfft. Technischer Schwachsinn zum Quadrat, noch dazu in dieser Installationsanleitung IDE-Verkabelung zu zeigen. Das kann nur einem von der Übernahme von IBM verwirrten Kopf entsprungen sein, bevor das Adapterkabel erfunden wurde.
Ist mir glatt entgangen, zu dieser Zeit hab ich bloss IBM/HGST Platten mit SCSI verwendet, wo für derartigen Unsinn kein Platz war.
Bei ST/WD und was zu der Zeit sonst noch am Markt herumgefleucht ist, hat man das nicht getan.
Bei 1TB Platten gibt es das jedenfalls garantiert nicht.
 
Zu dieser Zeit gab es tatsächlich noch kaum Adapter zu kaufen, weshalb wohl dieser Weg gegangen wurde. Als Schwachsinn zum Quadrat würde ich das nicht unbedingt bezeichnen.

Bezüglich WD muss ich dir aber erneut widersprechen. Auch WD hat einen legacy power connector verbaut. Siehe hier. Auch Maxtor tat das. Allein Seagate scheint die Ausnahme zu sein.

Ernst@at schrieb:
Bei 1TB Platten gibt es das jedenfalls garantiert nicht.
Das sehe ich genauso. Aus diesem Grund die Frage nach der genauen Modellbezeichnung.

/Edit
Seagate hatte bei der ersten SATA Modellserie (Barracuda V) und den folgenden Serien keinen "Legacy ATA Power Connector" integriert. Bei der 1 TB Seagate hier ist das dann auch kein optionaler Stromanschluss, sondern, so wie Ernst@at das schon geschrieben hat, ein Jumperblock.
 
Zuletzt bearbeitet:
Madnex schrieb:
Zu dieser Zeit gab es tatsächlich noch kaum Adapter zu kaufen, weshalb wohl dieser Weg gegangen wurde. Als Schwachsinn zum Quadrat würde ich das nicht unbedingt bezeichnen.
Einen Adapter beizulegen, wäre aber der bessere Weg gewesen, insofern muss ich Ernst@at da recht geben.
 
Ich habe die 1000GB Seagate Barracuda 7200.14 ST1000DM003.
 
Herbi26, danke. Aber ich habe schon herausgefunden (siehe Edit im Beitrag #9), dass das kein optionaler Stromanschluss ist. Auf der Gehäuseoberseite der Festplatte sollte das im übrigen auch ersichtlich sein.
 
Ernst@at schrieb:
Die Hot-Plug-Fähigkeit hat schon überhaupt nichts mit dem Stromstecker zu tun.

Du irrst dich.

Für Hot-Plug oder Hot-Swap sind viel mehr notwendige Kriterien zu beachten als man gemeinhin glauben mag.
Die Checkliste ist recht lang.
Wer einfach irgendwie eine Platte ransemmelt, der braucht sich nicht wundern, wenn es nicht funzt.

0.
Der Chipsatz ist wichtig.
ICH6 funktioniert nahezu nie.
ICH7 funzt nur manchmal.
Erst die ICH7M und ICH7R lassen sich in den AHCI- oder RAID-Modus schalten.

1.
Der SATA-Controller muss im AHCI- oder im RAID-Modus laufen.
IDE-Modus funktioniert nicht

2.
Der richtige SATA-Treiber muss installiert sein.
Unter WinXP braucht man unbedingt den IaStor.sys aus dem "Intel Matrix Storage Manager" bzw aus dem "Intel Rapid Storage".
Auch der Standard-SATA-Treiber von Vista kann normalerweise kein HotPlug.
Der Standard-SATA-Treiber von Win7 unterscheidet nicht zwischen internen und externen SATA-Ports.

3.
Der Sata-Port muss als "External" deklariert sein und zwar sowohl im BIOS als auch in der Registry, sonst erscheint dieser Port nicht in der "Hardware sicher entfernen"-Liste.
Das BIOS bzw UEFI sollte den SATA-Port als "HotPlug" einstellen können. Viele BIOSse können sowas aber nicht.
Die Festplatte muss dann auch als "Wechseldatenträger" eingebunden werden und nicht als fest eingebautes Laufwerk.
Falls das aufgrund eines behinderten BIOS oder falscher Registry-Einträge oder eines falschen SATA-Treibers nicht funktioniert, muss man das Programm "HotSwap!" zum Auswerfen benutzen.
Falls der eSATA-Port über Zusatzchips von Jmicron, Marvell oder Silicon Image bereitsgestellt wird, dann gibt es oft vom Chiphersteller oder Mainboardhersteller ein Programm bzw Treiber für die Auswurf-Funktion.
Die Firmware dieser eSATA-Zusatzchips ist im BIOS-Code des Mainboards integriert und deshalb nicht separat korrigierbar.

In der Registry kann man den SATA-Port 2 als "external" und die Ports 0, 1 und 3 als "internal" deklarieren:
Code:
reg.exe add "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\msahci\Controller0\Channel0
" /f /v TreatAsInternalPort /t REG_DWORD /d 0x00000001

reg.exe add "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\msahci\Controller0\Channel1
" /f /v TreatAsInternalPort /t REG_DWORD /d 0x00000001

reg.exe add "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\msahci\Controller0\Channel2
" /f /v TreatAsExternalPort /t REG_DWORD /d 0x00000001

reg.exe add "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\msahci\Controller0\Channel3
" /f /v TreatAsInternalPort /t REG_DWORD /d 0x00000001

4.
Manche Festplatten sind nicht Hot-Swap-fähig.
"Our drives are not hot swappable with eSATA."
http://community.wdc.com/t5/Other-Externals/HOT-SWAP-Myth-or-fact/td-p/75748
Eine WD-Black oder Blue funktioniert meistens, eine WD Green funzt jedoch nicht.

Eine große Fehlerquelle sind die neuen Festplatten mit dem Energie Spar Mode weil die zu langsam anlaufen, so dass Windows das oft gar nicht mitbekommt.
Wenn man die Festplatte zuerst mit Strom versorgt, ein paar Sekunden wartet und erst dann das Sata Kabel ansteckt, funktioniert es und die Platte wird erkannt. Steckt man beides zugleich ein, dann geht es nicht.

5.
Die Reihenfolge des An- und Absteckens von Strom- und Datenkabeln wichtig.

Reihenfolge Anstecken:
a) Erstens den 15-poligen SATA-Stromstecker an die Festplatte anschließen.
Mit dem 4-poligen Molex-Stromstecker funktioniert es nicht.
Ein paar Sekunden (ca 5 bis 10) warten bis die Festplatte aktiv ist.
b) Zweitens SATA-Datenkabel an den SATA-Controller auf dem Mainboard anschließen.
c) Drittens das SATA-Datenkabel an die Festplatte anschließen.

Reihenfolge Abstecken:
a) Zuerst die Daten synchronisieren mittels Auswurfknopf ("Hardware sicher entfernen") oder über die Software "HotPlug!"
b) Zweitens SATA-Datenkabel von der Festplatte abziehen
c) Drittens das SATA-Stromkabel von der Festplatte abziehen.


Nahezu gleichzeitiges Anstecken des SATA-Datenkabels und des SATA-Stromkabels, wie es zum Beispiel in der "RaidSonic Icy Box IB-168SK-B" passiert, kann zu Nichterkennen der Festplatte oder auch zum Absturz des Betriebssystems und Datenverlust führen.

Zuerst muss der Strom angeschlossen werden und man muss der Platte ein kleines bisschen Zeit geben. Erst danach darf man das Datenkabel anstecken. Zwar sind die Kontakte in den Steckern eigentlich Hot-Plug-fähig ausgelegt, indem man einige Verbindungen länger und andere kürzer gemacht hat (vorauseilend), aber der Unterschied reicht bei Sata nicht, bei USB hingegen schon.

1. Without SATA 15-pin power connector interface, the SATA / SATAII Hot Plug
cannot be processed.
2. Even some SATA / SATAII HDDs provide both SATA 15-pin power connector
and IDE 1x4-pin conventional power connector interfaces, the IDE 1x4-pin
conventional power connector interface is definitely not able to support Hot
Plug and will cause the HDD damage and data loss.
(Seite 45 im Handbuch des "AsRock P55 Extreme")

In der SATA-Spezifikation ist nicht vorgesehen dass ein Laufwerk ohne Stromversorgung am Controller hängt.
Die Lösung, nur die Stromversorgung zu trennen, ist ein nicht vorgesehener Zustand und kann theoretisch zu Defekten an Controller und oder Laufwerk führen.

6.
"Link Power Management" darf nicht als Minimum oder Medium eingestellt sein, sonst ist Hot-Plug ebenfalls nicht mehr funktionsfähig.
LPM muss für den externen SATA-Port deaktiviert sein.

7.
Der SATA-Port darf nicht über einen Port-Multiplier laufen (JMB322, die orangefarbenen SATA-Ports beim Asus P6T).
 
Ein paar Kommentare:
0) ergibt sich aus 1), denn die ICH6 und die ICH7 ohne Buchstaben unterstützen kein AHCI bzw. kann man es bei der ICH7 (ohne Buchstaben) i.d.R. im BIOS nicht auswählen.

3) bist Du sicher, dass Registryeinträge für den HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\msahci\ msahci auch von anderen Treibern wie Intels iaStor beachtet werden?

5) Wieso sollte die Form des Stromanschlusses Einfluss auf die Hot-Plug Fähigkeit haben? Das dürfte eher eine Sache sein, die unter 4) gehört.

6) Standardmäßig wird zumindest beim msahci LPM für Ports die als Extern deklariert sind nicht aktiviert, wenn also 3) passt sollte 6) auch gegeben sein. Der Intel iaStor hat nur in den 10er Versionen LPM per Default aktiviert, wenn vorher keine 9er Version des iaStor installiert war. Seid den 11er ist LPM aber auch wieder per default deaktiviert. Der Grund ist einfach, denn wenn LPM aktiv ist, kann das Auswerfen von Medien eben nicht erkannt werden.

7) Da behauptet JMicron aber das Gegenteil:
 
Holt schrieb:
5) Wieso sollte die Form des Stromanschlusses Einfluss auf die Hot-Plug Fähigkeit haben?

Na weil bei einem SATA Stromstecker der Strom viel flacher fließt, als bei einem eckigen Molex Stecker. Und wenn der Strom so groß und eckig in Molex-Form fließt, dann sagt das Hotswap "nö, den mag ich nicht!" ;)

:volllol:
 
Herbi wollte doch nur wissen, ob er an die Stiftleiste etwas anschließen muss.
--> NEIN muss er nicht.

von Hot-Plug wollte doch garkeiner was wissen.
genauso wenig von Schnittstellen Kombinationen die es anno 2006 mal gab.
 
Ich fände es aber auch etwas langweilig, wenn man hier nicht mal mehr zum Thema passend ein wenig erklären und ausholen darf. War ja nicht off-topic.
Wenn man jetzt nur noch "ja" oder "nein" antworten darf, fände ich das Forum recht unspannend. Ich habe jedenfalls was dazu gelernt, in diesem Thread.
 
etheReal, Volle Zustimmung!
 
Zu dem SATA-Stecker und Hot Swapping:

Wiki schrieb:
Beim Hotplugging ist es erforderlich, Spannungseinbrüche des Netzteils durch eine plötzliche hohe Stromaufnahme des neu angeschlossenen Gerätes zu verhindern. Die Buchse ist so konstruiert, dass zuerst Pin 4 und 12 den Massekontakt herstellen. Anschließend findet zum strombegrenzten Pre-Charge der Elektronik zusammen mit den restlichen Masseleitungen je ein Pin pro Versorgungsspannung (3, 7, 13) Kontakt. Erst dann schließen die restlichen Pins, und die Platte geht in Betrieb.

Das ist im Prinzip bei allen SATA-Steckern so, somit sind theoretisch auch alle SATA Laufwerke und Anschlüsse auf Hot Swapping ausgelegt... der Rest ist eine Frage von Controllern und Software und ob die das mitmachen.
 
Ernst@at schrieb:
Ich muss gestehen, ich bin verblüfft. Technischer Schwachsinn zum Quadrat, noch dazu in dieser Installationsanleitung IDE-Verkabelung zu zeigen. Das kann nur einem von der Übernahme von IBM verwirrten Kopf entsprungen sein, bevor das Adapterkabel erfunden wurde.
Ist mir glatt entgangen, zu dieser Zeit hab ich bloss IBM/HGST Platten mit SCSI verwendet, wo für derartigen Unsinn kein Platz war.
Bei ST/WD und was zu der Zeit sonst noch am Markt herumgefleucht ist, hat man das nicht getan.
Ich verstehe die Empörung überhaupt nicht. Was soll daran schlecht sein, wenn zwei unterschiedliche Anschlusstypen zur Auswahl stehen (wohlgemerkt geht es hier um den SOHO Sektor)? Was soll das für Nachteile haben (außer das die Produktion ein paar Cent mehr kosten könnte). Im Gegenteil, das Vermeiden von Adaptern (zusätzliche Kontaktflächen ->Schwachstellen) gewährt mehr Stabilität.
Ich habe auch so eine Hitachi (Maxtor, Seagate, WD hatten das auch).
 
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