Dandelion schrieb:
Kapselschaden in 3 Fingern. Hatte die Hände schon ein paar Tage krumm.
[...]
Ich habe das Vertrauen in verdeckte Kurvenausgänge verloren. Wenn ich nicht sehe was kommt, geht's doch sehr gemächlich ums Eck.
Es ist mir auch das allerste Mal passiert, dass ich auf dem Motorrad überholt wurde...
Ich fahre um ein Vielfaches beobachtender, aufmerksamer und konzentrierter. I
[...]
Da denke ich momentan viel drüber nach, was mit mir nicht stimmt. Das muss ich noch mit mir selber ausmachen.
[...]
650er Bandit garnieren. Das ist im Übrigen ein absolut stinklangweiliges Motorrad, welches wirklich 0.0 kickt.
Wünsche auch weiterhin gute Genesung. Kapselschäden sind fies, hatte einem im Februar letztes Jahr beim Snowboardfahren an Zeige und Mittelfinger, über 1 Jahr bis das schmerzfrei war.
Vertrauen in verdeckte Kurvenausgänge sollte man nicht haben. Ich schreibe bewusst sollte weil ich mich auch hin und wieder auf unbekannten Strecken wirklich tief bremsend in Kurven wiederfinde. Danach geht es dann auch wieder ruhiger weiter. Da muss ja nicht mal was sein. Es muss nur einer von der anderen Seite kommen der dieses Vertrauen und das Vertrauen in "da kommt nie einer her" auch hat.
Mich können Sie auf dem Moped so oft überholen wie Sie wollen. Interessiert mich nicht wirklich. Es geht erstens um nix, nicht mal um die goldene Ananas, und zweitens gibt es immer mindestens Einen, der es noch besser kann.
Ich fahre Motorrad deutlich konzentrierter als Auto. Ein guter Ansatz an der Stelle kann auch sein mal bewusst so zu fahren, als ob einen keiner sehen könnte. Kommen mitunter interessante Erkenntnisse bei heraus.
Was mit dir nicht stimmt hab ich auch durch: Du hast den Karren hingelegt und bist dabei unsanft abgestiegen. Das ist in einer Körperhaltung passiert für die wir Menschen nie gemacht wurden - Schräglage größer 15°. Dein Unterbewusstsein hat das "Auf die Nase fallen" mit "blöde Schräglage" verknüpft. Mein Unterbewusstsein ist mir damals derart massiv damit im Weg herumgestanden, dass die Fahrweise derart langsam, nicht flüssig und unsicher wurde, das es auch Richtung Gefährdung ging. Geholfen hat mir ein Fahrtraining auf der Rennstrecke. Wenn die Folgekosten nicht wären...
Stimmt 650er Bandit ist der Golf 3 auf zwei Rädern. Hab bis heute nicht verstanden warum der Haufen derart Bleischwer ist.
Mustis schrieb:
Zum Rest, sehe ich halt anders. Schnell kann man auch mit kleineren Motoren sein, dass ist richtig. Aber das Drehmoment hat man eben nicht und das kann, grad in einer Situation wie deiner, entscheidend sein. Aber wie du bei deinem Freund mit der Fireblade siehst, Worte anderer zählen dabei halt nicht unbedingt.
Ich kann da nur von mir erzählen. Bei mir ist es auch so, das ich mit schwächeren und meist leichteren Fahrzeugen eher dazu neige wilde Sau im Straßenverkehr zu spielen. Mit den leistungsstarken Geräten ist das deutlich souveräner - ich vermute mal, das geht bei mir auf das Wissen zurück, das ich ja jederzeit könnte, wenn ich wollte. Bei den kleinen Huddeln neige ich dazu, diese permanent ausquetschen zu wollen.
Thorle schrieb:
Bin fasziniert und verärgert zugleich wenn andere mit dem Knie am Boden auf der LS unterwegs sind.
[...]
Wenn mir auch obenraus immer wieder Leistung auf geraden Teilstücken fehlt. Ist halt ein Kompromiss.
[...]
Respektgrenze oder Überlebensbereich nennen. Wenn ich also notgedrungen stärker einlenken müsste, könnte ich es noch.
Auf der Straße hat das Knie nix auf dem Boden nix zu suchen in meinen Augen. Man opfert damit praktisch jede Möglichkeit die Bahn spontan zu korrigieren. Das kannst auf Parkplätzen, meinetwegen noch einem Autobahnkleeblatt oder aber eben auf der Rennstrecke machen. Bei den drei Szenarien gibt esimmerhin keinen Gegenverkehr.
Leistung geradeaus brauch ich eher selten, geradeaus ist ja langweilig. Mal von den 170+ PS Höllenmaschinen mal abgesehen...
Überlebensbereich ist eine schöne Formulierung. Allerdings kommen die, die da viel von haben, in einer Extremsituation auch nicht hin. Es fehlt einfach das Vertrauen in Schräglage und Haftung des Reifens.
Dahingehend fand ich die Übungen in einem Fahrsicherheitstraining, bei der man in großer Schräglage über zwei Besenstiele fahren sollte, sehr hilfreich. Drüberfahren und gut ist. Sehe auf der Straße oft, das Leute bei solchen überschaubaren Hindernissen, wie einem kleinen Ast oder bisschen Sand, zucken und sehr komische Sachen in der Kurve machen. Was der Kopf nicht kennt, verweigert er. Oder versucht es hartnäckig.