generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
drän·geln
drä́ngeln/
schwaches Verb
umgangssprachlich
  1. 1a.
    (in einer Menge) andere ungeduldig vorwärts- oder zur Seite schieben, um möglichst schnell irgendwohin zu gelangen, an die Reihe zu kommen
    "du brauchst nicht zu drängeln, du kommst doch nicht eher dran"
  2. 1b.
    durch rücksichtsloses, ungeduldiges Drängen und Schieben in einer Menge jemanden, sich an eine bestimmte Stelle schaffen
    "sich an jemandes Seite nach vorn drängeln"

Warnzeichen haben mit Drängeln also gar nichts zu tun.
Aber dazu musste ich auch nicht erst im Wörterbuch nachschlagen. Deine war noch nie die Definition von drängeln, das höre ich hier überhaupt zum ersten Mal.

Und es reicht jetzt. Bitte zurück zum Thema. Es wurde jetzt mehrfach von verschiedene Usern eindeutig belegt, dass der Einsatz der Lichthupe legitim ist. Auch anhand der StVO. Was gibt es da noch zu rütteln? Dass du Begriffen einfach eine andere Definition verpasst, um deine konstruierten Argumente zu untermauern? Rhetorische Frage meinerseits.
 
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BodyLove schrieb:
generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?
Nach den aktuellen Veröffentlichungen zum Thema Mikroplastik und Reifenabrieb halte ich ein Tempolimit für unabdingbar an. Es hat viele gute Einflüsse. Benzinverbrauch, Stress, Unfallschwere, Nötigungen etc, alles wird verbessert. Und ja, der Spaß einiger bleibt auf der Strecke. Diesen Leuten bleiben Rennstrecken.

Früher war ich leidenschaftlich gegen jedes Tempolimit, sehe ich aktuelle Entwicklungen und 2,5t "Panzer", die 250km/h fahren, geht es so nicht weiter. Zusammen mit den restlos überfüllten Straßen, aktuell versuche ich am Wochende zwischen Hannover und Kiel zu pendeln und kotze jedesmal, ist meine Entscheidung fest. Ein Tempolimit muss kommen. Es wird dann auch wieder mehr kleine und vor allem leichte Fahrzeuge geben.
 
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Rotkaeppchen schrieb:
Ein Tempolimit muss kommen. Es wird dann auch wieder mehr kleine und vor allem leichte Fahrzeuge geben.
Der Zusammenhang erschließt sich mir echt nicht. Kannst du das irgendwie sinnvoll belegen?
In den USA gelten überall Geschwindigkeitslimits und da gilt nach wie vor, mehr PS, mehr Hubraum und mehr Größe.

Rotkaeppchen schrieb:
Benzinverbrauch, Stress, Unfallschwere, Nötigungen etc, alles wird verbessert.
Bezinverbrauch liegt eindeutig und alleinig in der Hand des Fahrers. Je nach Fahrzeug/Motor kannst du bei 10 Minuten 200 aufer Bahn weniger Verbrauchen als im Großstadt Stpon Go des Berufsverkehrs. Und wenn jemand will, fährt er halt 130 im 3. Gang.

Stress hat nur der, der sich stressen läßt. Egal ob aufer BAB oder in der Stadt. Muss man halt seine Einstellung einigen Sachen gegenüber ändern. Es gibt auch Leute, die fahren und blockieren die Linke sPsur aufer BAB, denen kannste in den Kofferraum fahren, so viel anhupen wie du willst und wenn du dann irgendwan an denen vorbei fährst, schauen die weiterhin tiefen entspannt geradeaus und haben nix mitbekommen, sind also nicht gestresst ;)

Schwere Unfälle passieren, wie hier schon Dröftmillionen mal aufgezählt wurde, in erster Linie durch LKW in Stauenden. Ein Bruchteil der schweren Unfälle basiert darauf, dass jemand mit 250 aufwärts daher kommt. Natürlich sind solche Unfälle zu 99,9% immer sehr schwer, aber eben auch sehr selten.

Das die Straßen überfüllt sind, liegt sicherlich nicht an dem Nichtvorhandensein eines Tempolimits, sondern eher weil fast jeder nen Auto hat und das lieber als die Öffis nutzt.

Wenn die BABs ohne Limit zu voll sind, regelt da häufig eine Signalanlage die Geschwindigkeit runter. Und nach wie vor kennen die Meisten hier irgendwo ein Stück BAB, wo man auch ganz entspannt ohne viel Verkehr so schnell fahren kann, wie man es sich traut. Hatte in der letzten Zeit sogar öfter mal die Möglichkeit mitten im Ruhrgebiet auf ner 3 Spurigen BAB rechts mit Vamx zu fahren, es war nix los. Verrückt oder? Einfach mal nicht zur Hauptverkehrszeit fahren, woanders lang fahren oder mit anderen Verkehrsmitteln wie Bus & Bahn fahren ;)
 
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Rotkaeppchen schrieb:
aktuell versuche ich am Wochende zwischen Hannover und Kiel zu pendeln und kotze jedesmal, ist meine Entscheidung fest. Ein Tempolimit muss kommen.
Auch ich verstehe die Schlussfolgerung nicht. Ein Tempolimit, damit du nur noch 130 statt 250 fahren musst? ;) Im Ernst, fahr doch einfach so langsam, wie du willst, dafür brauchst du kein Tempolimit. Ich klemme mich bei voller Autobahn und Wochenendverkehr gerne mal hinter einen LKW, fertig. Auf der linken Spur lauern, dass man kurz mal auf 180 kommt um dann ein paar hundert Meter weiter wieder beim nächsten Pfropf auf 110 bremsen zu müssen ist mir auch zu doof.
 
Weil es doch immer wieder vorkommt, dass nach Urteilen gefragt wird, hier mal eine Übersicht mit Urteilen zum StVO.
https://www.juraforum.de/urteile/vorschriften/stvo
Hat man das "Recht" mit der Lichthupe die linke Spur freizuschießen?
Wenn jemand links bleibt und damit gegen das Rechtsfahrverbot verstößt, macht er dadurch einen Überholvorgang unmlöglich ... denn auf welcher Seite der stattzufinden hat, da ist die StVO SEHR eindeutig (§5 StVO, Abs. 1 lautet "Es ist links zu überholen" ).
Links gibts in der beschriebenen Situation nur eine Leitplanke ... mMn ist fraglich, ob es als "legitim" betrachtet werden kann, jemanden, der "nur" 160 fährt mit Lichthupe und Linksblinken aus dem Weg zu komplimentieren, nur weil man sonst von seiner Gewohnheitsgeschwindigkeit (zB. 250) runter müsste.
Man kann zwar damit argumentieren, das der andere sich ja an das Rechtsfahrgebot halten muss ... dass gilt aber genauso für jemanden, der seit Minuten auf der freien Bahn mit 250 ganz links fährt, weil er keine Lust auf ständige Spurwechsel hat.
Auch für den gilt das Rechtsfahrgebot nicht in geringerem Maße, wie für den "Schleicher" mit seinen 150.

Laut BVerG ist das keine Nötigung (nur eine Belästigung), den Fahrer, der die linke Spur blockiert bei eingehaltenem Sicherheitsabstand per Warnzeichen (gemäß §16 StVO) darum zu bitten, durch einen Spurwechsel einen Überholvorgang zu ermöglichen.
Die Situation sieht aber ganz anders aus, wenn man links, dauerblinkend und lichthupend jedem anderen Auto auf der linken Spur am Auspuff schnüffelt.
Egal, wie die konkrete Situation aussieht, der Sicherheitsabstand MUSS gewahrt bleiben.
Ist der gewahrt, ist alles OK (auch mit Lichthupe) ... aber der wird eben nicht gewahrt bleiben, wenn man immer solange wie möglich auf seinem hohen Tempo bleibt, und nur im Notfall (wenn der Vordermann nicht von selbst Platz macht) verzögert ...
Es gibt Regeln, die sagen, dass du nicht zu schnell oder zu langsam auf der Autovahn fahren darfst, diese besagen aber eben NICHT, dass es das Recht des Schnelleren ist, die Linke Spur zu pachten, alle anderen aus dem Weg zu lichthupen und zu blinken, nur um seine Geschwindigkeit bei SEINER eigenen Missachtung des Rechtsfahrgebotes halten zu können.
Das gibt die StVO nicht her und auch die entsprechenden Urteile kann höchstens ein Chinese ohne Deutschkenntnisse so interpretieren.


Zum Tempolimit:
https://www.zukunft-mobilitaet.net/3344/analyse/wie-entstehen-staus-phantomstau/
Es gibt mehr als nur eine Theorie, die davon ausgeht, dass ein (eingehaltenes) Tempolimit das Staurisiko vermindert.
Wenn die meisten Toten auf AB'n auf LKW's zurückzuführen sind, die auf Stauenden auffahren, dann bedeutet eine verminderung des Staurisikos auch eine Verminderung dieses Unfallrisikos.
Es wäre zwar nicht direkt das Tempolimit, aber der wie gesagt von vielen Theoretikern vertretene Ansatz ein solches könnte, wenn es eingehalten wird, zur vermionderung der Stagefahr beitragen.
Besonders interessant für die Diskussion hier ist wohl folgende Aussage aus dem Artikel:
Das Hauptproblem von Staus ist ein Sättigungsproblem. Auf einem Kilometer Straße ist nur ein gewisser begrenzter Raum vorhanden, der den Autos zur Verfügung steht. Typischerweise liegt die Kapazität einer Straße bei 1500 bis 2500 Fahrzeugen pro Stunde und Spur, wenn sich die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80-100 km/h bewegen. Schnelleres und langsameres Fahren verringert die Kapazität. Das Sättigungsproblem beginnt, wenn die Nachfrage nach diesem Raum größer ist als das Raumangebot. Etwa 50 Prozent der Staus entstehen durch Überlastung des Straßennetzes.
Quelle: ebd.

Vor allem der Abschnitt über den sogenannten "butterfly-effect" ist interessant ... manche Staus entstehen sozusagen aus dem Nichts, lange nach der eigentlich ursächlichen Situation, durch soetwas wie "Wellen", die sich im nachfolgenden Verkehr bilden, und sich durch unterschiedliche Reaktionsweisen und -zeiten zu einem Stau hochschaukeln.
Daran wird seit Jahren geforscht, und die Daten- sowie Theorielage ist ziemlich eindeutig FÜR ein allgemeines Limt, denn das Grundproblem (Überlastungsstaus) verstärkt sich durch unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
manche Staus entstehen sozusagen aus dem Nichts, lange nach der eigentlich ursächlichen Situation, durch soetwas wie "Wellen", die sich im nachfolgenden Verkehr bilden, und sich durch unterschiedliche Reaktionsweisen und -zeiten zu einem Stau hochschaukeln.
Daran wird seit Jahren geforscht, und die Daten- sowie Theorielage ist ziemlich eindeutig FÜR ein allgemeines Limt.

Dafür muss ich nicht forschen sondern einfach mal auf die Autobahn fahren - das erlebt man mehrmals in der Woche.
 
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DerOlf schrieb:
ber der wird eben nicht gewahrt bleiben, wenn man immer solange wie möglich auf seinem hohen Tempo bleibt, und nur im Notfall (wenn der Vordermann nicht von selbst Platz macht) verzögert ...
Da kann man auch manchmal, wenn man mit Richtgeschwindigkeit daher kommt, nichts gegen tun, weil jemand mit 80 hinterm LKW ohne zu gucken und blinken raus zieht und man selbst, sobald man es sieht, feste auf Bremse geht. Wenn die Leute so bescheiden raus ziehen bin ich auch meist am Ende 1-2 Wagenlängen dahinter durchs Bremsen und lasse ich mich dann weiter zurückfallen, weil ich es bei deren Ignoranz nicht einsehe eine Gefahrenbremsung hinzulegen, nur um den von ihm zerstören Sicherheitsabstand in Sekundenbruchteilen wiederherzustellen.

Stau entsteht dieser Tage ja leider auch extrem häufig durch Gaffen aufer Gegenspur bei Unfällen, was halt auf der "freien" Spur zu langsamerem Fahren führt, damit man ja alles sieht und sich dann eben aufgrund des Füllstands mindestens zäh fließender Verkehr bildet.
 
Scheitel schrieb:
Da kann man auch manchmal, wenn man mit Richtgeschwindigkeit daher kommt, nichts gegen tun, weil jemand mit 80 hinterm LKW ohne zu gucken und blinken raus zieht und man selbst, sobald man es sieht, feste auf Bremse geht. Wenn die Leute so bescheiden raus ziehen bin ich auch meist am Ende 1-2 Wagenlängen dahinter durchs Bremsen und lasse ich mich dann weiter zurückfallen, weil ich es bei deren Ignoranz nicht einsehe eine Gefahrenbremsung hinzulegen, nur um den von ihm zerstören Sicherheitsabstand in Sekundenbruchteilen wiederherzustellen.
Eine solche Situation wurde hier aber eben nicht diskutiert. Es ging um ein Geschehen auf der linken Spur bei FREIER Rechter Spur.
Problematisch wird das ganze ja auch erst durch die Kombination aus Rechtsfahr- und Linksüberholgebot ... wer sich an ersteres nicht hält, macht letzteres damit unmöglich ... und erst dadurch entsteht der ganze Ärger, die Drängelei, und der Zustand, dass eben viele Schnellfahrer oft erst Bremsen, wenn der Sicherheitsabstand bereits unterschritten ist.
Man Bremst eben nicht, um den Sicherheitsabstand zu wahren, sondern lediglich um ihn wieder herzustellen.

Was zu beachten ist BEVOR man einen rechtskonformen Überholvorgang einleitet, auch darin ist die StVO ziemlich eindeutig ... wenn sich andere daran nicht halten, so ist das zwar nicht dein Problem, du würdest aber in einer FS-Prüfung Fehlerpunkte kassieren, wenn du einer solchen Situation (vor dir auf der rechten Spur ein PKW hinter einem LKW) nicht damit rechnest, dass der PKW ausschert, auch ohne dass er das mit dem Blinker ankündigt und ohne sicherzustellen, dass der Nachfolgende Verkehr einen Überholvorgang ermöglicht.
DU musst damit rechnen, dass andere sich scheiße benehmen könnten, genau wie die damit rechnen müssen, dass DU dich scheiße benehmen könntest.

Jedesmal, wenn ich die Prüfungsfragen zu Übungszwecken durch arbeite, kassiere ich Fehlerpunkte, weil ich Antwortvarianten mit der Begründung "so doof kann doch echt keiner sein" ausschließe.
Der normale deutsche Autofahrer scheint leider doof genug zu sein, dass ihm zumindest in den Fragen zur theoretischen FS-Prüfung JEDE noch so große Dummheit zugetraut wird.
Meist muss man die Fragem so beantworten, als hätren alle anderen ihren Führerschein auf dem Rummel gewonnen und daher noch nie was von der StVO gehört.
Ganz wichtig: Verlasse dich nie drauf, dass andere Verkehrsteilnehmer die StVO kennen, denn zumindest in der theoretischen Prüfung führt das ziemlich sicher zu Durchfall.
Gerade die Fragen zu Verehrsituationen mit der Formuliereung "Womit müssen sie rechnen" sind hier extrem ... solange da nicht steht, dass ein Pottwal auf der Strasse materialisieren könnte (oder ein 300m-Schiff), sind im Zweifel alle denkbaren Antworten richtig.
 
DerOlf schrieb:
Man Bremst eben nicht, um den Sicherheitsabstand zu wahren, sondern lediglich um ihn wieder herzustellen.
Stell dir vor, dass weiß sogar :) und ich werde trotzdem recht regelmäßig ziemlich böse angeschaut, wenn ich an denen dann vorbei fahre, wenn die wieder Platz machen. Wobei ich mir auch immer Mühe gebe so versetzt zu bremsen, dass ich denen mit dem Abblendlicht in die Seitenspiegel leuchte. Das Xenon nervt schon gut, wenn man keine automatischen abblendenden Seitenspiegel hat. Lichtfahrer sind Sichtfahrer :D Oder wie geht der komische Spruch :D
DerOlf schrieb:
du würdest aber in einer FS-Prüfung Fehlerpunkte kassieren,
Ich rechne da immer mit, mein ganzes Fahren basiert genau auf darauf, dass nach Möglichkeit immer richtig einzuschätzen.(überall nicht nur an der Stelle aufer BAB). Wenn man das als Mopedfahrer nicht im Blut hat, ist man früher umgefahren worden.
Wenn man bei einer unverschuldeten Situation richtig reagiert, glaube ich nicht, dass es sich irgendwie nachteilig auswirkt. Unsere FS Prüfungen waren damals auch nicht aufer BAB. Lieber irgendwo in nem Ort mit 310847 LvR.
Das geilste ein meiner Prüfung war am Ende aufm großen Parkplatz. Der Prüfer meinte ich solle zum Abschluss noch einparken. Auf meine Frage "egal wo?" meinte er ja. Bin 3m geradeaus nach vorn in die den freien Parkplatz vor mir gefahren. Fertig :freak:

DerOlf schrieb:
alle anderen ihren Führerschein auf dem Rummel gewonnen und daher noch nie was von der StVO gehört.
Leider ja und die viele fahren vor dem 1. Kaffee auch genau so. Eltern fahren dir morgens fast in den Kofferraum, weil se die Kids absetzen müssen und steigen dann beim Halten am Rand blind aus und verlieren fast die Türe, weil der Bus nur gerade so vorbei kommt. Der ganz normaaaahhhhle Wahnsinn halt.

DerOlf schrieb:
Verlasse dich nie drauf, dass andere Verkehrsteilnehmer die StVO kennen
Ich glaube kennen ist nicht mal das Problem, die ist mir egal Attitüde dabei macht das erst zum Problem, die "anderen passen schon auf".
 
Ja gut, die praktisxche Erfahrung fehlt mir natürlich. Abgesehen von dem, was man als Fussgänger oder Radfahrer eben mitbekommt.

Aber das reicht manchmal zum Haare ausreißen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Autofahrern da groß anders gehen wird ... vielleicht ist es sogar noch krasser ... ich stecke ja wenigstens nicht mitten drin, in dem ganz normalen Wahnsinn.

Und auch mit Führerschein werde ich daran wohl nichts ändern (ausser, wenn der Beruf es verlangt).

strempe schrieb:
das erlebt man mehrmals in der Woche
Das ist klar, dabei bekommst du aber keine wissenschaftlich belastbare Datenbasis.

Es ist ja auch nicht so dass Theorien einfach aus dem Nichts auftauchen ... natürlich hat irgendwer zunächst beobachtet, dass es ohne erkennbaren Grund zu Stauungen kommen kann ... und das war wahrscheinlich auch nicht nur Einer.

Die verkehrspolitische Relevanz erhält das ganze aber erst durch das in den letzten Jahrzehnten stark gestiegene Verkehrsaufkommen, denn dadurch verschärft sich der Zusammenhang noch.
Wie gesagt, es handelt sich dabei primär um ein Überlastungsphänomen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheitel schrieb:
...Stress hat nur der, der sich stressen läßt. ..

Ne ne, jedes hohe Tempo erzeugt Stress, als Fahrer muss ich bei hohem Tempo aufmerksam sein wie ein Kampfpilot und reagieren können - keine viertel Sekunde Entspannung hat man. Ich selber fahre - mit Firmenwagen und Mietwagen - leidenschaftlich gerne auf der linken Spur, 220 und mehr km/h. Aber ich bin immer wieder froh wenn mich ein 130er Schild auffordert runterzukommen. Speed macht Spaß, aber es stresst gewaltig, vor allem einen selbst.

Tempolimit 130 ... ja, gerne
 
Fu Manchu schrieb:
Ne ne, jedes hohe Tempo erzeugt Stress, als Fahrer muss ich bei hohem Tempo aufmerksam sein wie ein Kampfpilot und reagieren können
Das ist in meinen Augen selbst erzeugte, positive Anspannung. Stress würde ich es in meinem Fall nicht nennen, bzw vom Auto und der dazugehörigen Geschwindigkeit abhängig machen.
Ne leere BAB mit 250 lang zufahren empfinde ich wirklich nicht als stressig. Man hält das Lenkrad locker mit beiden Händen fest und hat das Pedal aufm Boden stehen und schaut nach vorn und lässt sich nicht von irgendwas ablenken. Nen Tempomat hab ich über 220 allerdings auch noch nicht benutzt(und ka bis wohin der funktionieren würde). Das man sich voll konzentrieren muss ist klar, aber da der Zustand der freien BAB in der Regel nicht ewig anhält, ist das auch irgendwie nicht so wild.
Wenns es was voller ist und es in ewigem Vollbremse-Vollgas endet - ja, das ist dann stressig. Wenn man es aber nicht wollte, würde und sollte man es auch nicht machen. Oder kannst du, wenn es möglich ist, nicht anders? Klingt ein bisschen so :D
 
Scheitel schrieb:
Der Zusammenhang erschließt sich mir echt nicht.
Fahrzeuge werden heute immer schneller, weil das irgendwer wohl für ganz wichtig hält:
https://www.der-postillon.com/2012/06/mann-fahrt-kleinwagen-um-seinen.html

Damit Fahrzeuge schneller werden können, bedarf es immer mehr Leisung. Das erhöht das Gewicht. Um bei hohen Geschwindigkeiten noch ein Mindestmaß an Sicherheit zu haben, werden Karosserien weiter verstärkt und erhöhen das Gewicht werden, darum muss die Leistung wachsen, Innenraum und Komfort schwinden. Vergleicht man z.B. den Freiraum im Fahrzeug zwischen Polo, Golf, Passat Phaeton und Tuarek stellt man verwundert fest, dass der kleine Polo am meisten Raum bietet. Das Dach ist höher, die Türen schmaler und es wird kein Platz durch absurd breite Mitteltunnel verschwendet.

Das kann ja erst einmal jeder machen, wie er will. Diese "Panzer" sind aber eine Gefahr für alle anderen. Deren Autos werden als unsicher erklärt, weil sie im Crash nicht kompatible zu Panzern sind. Darum kratzen selbst Kleinwagen heute an der 1,3t Grenze. Das ist absurd. Das erhöht Kosten und Verbrauch massiv.

Wodurch entstehen Staus? Durch übliche Auffahrunfälle und zu geringe Abstände, die einhergehen mit einigen Fahrern, die meinen, sie müssten auf Teufel komm raus als erster im Ziel sein. Drängeln, Nötigen und anderen Fahrern das Einscheren von Rechts zu blockieren sorgt dafür, dass alle links fahren und es immer mehr Staus gibt. Die Verkehrsdichte, also Fahrzeuge pro Zeit, ist bei ca. 80-100km/h am höchsten. Bei höheren Geschwindigkeiten sorgen notwendige größte Abstände für eine geringere Dichte. 130km/h ist darum ideal, weil kleine Störungen mit Reduzierung der Geschwindigkeit selbststabilisierend wirken. Weniger als 130 führ schnell dazu, das der Verkehr öfter unter 80km/h abfällt und es dann Staus aus dem Nichts gibt.

Ein Tempolimit würde die Spirale zurückdrehen und davon hätte alle etwas.

Zur Diskussion Lichthupe. Sie ist laut StVO ein Überholzeichen und damit erlaubt. Es ist aber hochgeradig kontraproduktiv. Jeder aht einen Spiegel und provozierende Raser erzeugen genau das Gegenteil dessen, was sie wollen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Fu Manchu schrieb:
Ich selber fahre - mit Firmenwagen und Mietwagen - leidenschaftlich gerne auf der linken Spur, 220 und mehr km/h. Aber ich bin immer wieder froh wenn mich ein 130er Schild auffordert runterzukommen.
Dir ist klar, dass man auf der Autobahn nicht dazu gezwungen wird durchzudrücken?
 
Fu Manchu schrieb:
Ich selber fahre - mit Firmenwagen und Mietwagen - leidenschaftlich gerne auf der linken Spur, 220 und mehr km/h. Aber ich bin immer wieder froh wenn mich ein 130er Schild auffordert runterzukommen.
Ernsthaft? Was Richtgeschwindigkeit bedeutet ist dir wohl nicht bekannt?
Ich habe, wenn ich so drüber nachdenke, wirklich Zweifel an deiner generellen Tauglichkeit ein KFZ zu führen, wenn Du über deine Verhältnisse fährst wenn man dich nicht, quasi "gewaltsam", davon abhält. :rolleyes:
 
Scheitel schrieb:
Ne leere BAB mit 250 lang zufahren empfinde ich wirklich nicht als stressig. Man hält das Lenkrad locker mit beiden Händen fest und hat das Pedal aufm Boden stehen und schaut nach vorn und lässt sich nicht von irgendwas ablenken.
Welche Gurke fährst du denn wenn schon bei 250 das Bodenblech vom Gaspedal benötigt wird :daumen:?
Rotkaeppchen schrieb:
Das kann ja erst einmal jeder machen, wie er will. Diese "Panzer" sind aber eine Gefahr für alle anderen. Deren Autos werden als unsicher erklärt, weil sie im Crash nicht kompatible zu Panzern sind. Darum kratzen selbst Kleinwagen heute an der 1,3t Grenze. Das ist absurd. Das erhöht Kosten und Verbrauch massiv.
Falls du damit den Crash von Audi Q7 gegen Fiat 500 meinst: Dort lag das Problem an der Position der Querträger und (weniger) am Gewicht. Klar ist ein Fahrzeug mit 1/2 Masse massiv im Nachteil, das alleine führt aber nicht zum von dir angesprochenen Problem.
Die Kleinwagen werden auch aus "Eigenschutz" schwerer, eine leichte Karosserie die günstig (für dieses Segment) gefertigt werden kann schneidet nicht wirklich gut bei den (NCAP-)Tests ab.
 
iamunknown schrieb:
...Falls du damit den Crash von Audi Q7 gegen Fiat 500 ....
Ich war lange in der Konzeptentwicklung von Fahrzeugen und habe hunderte Crashtests selber begutachtet, dazu tausende von Berechnungen interpretiert. Die Panzer stören. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Ich würde die Maximalenergie von Fahrzeugen begrenzen. z.B. auf 1t mal 144km/h oder 0,8MJ Gesamtenergie oder gerundet auf 1MJ pro Fahrzeug. Schwerer bedeutet dann langsamer, leichtere Fahrzeuge dürfen schnelle fahren
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Rotkaeppchen schrieb:
z.B. auf 1t mal 144km/h oder 1,6MJ Gesamtenergie.
In welchem Fahrzeug überlebt man denn heute einen Crash mit >100 km/h (bei dem nicht nur kurz angedockt und dann vorbei gerutscht wird)? 144 km/h auch bei 1t (dank e=1/2mv²) halte ich für den sicheren Tod.
 
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