Shagrath schrieb:
Dennoch möchte ich das ich nicht durch erhöhte Überwachung angegangen sehen.

Mehr Gelassenheit ...
Dem kann ich mich anschließen ...
Meiner Meinung nach geht es aber über eine Reaktion auf Regelverweigerung anderer weit hinaus, oft liegt es auch einfach daran, dass die Menschen sich selbst für extrem wichtig halten.
Dazu ein Beispiel (hat nix mit Autofahren, aber mit Gesetzes- und Urteilszitaten zu tun).
Einer meiner ehemaligen Mitbewohner hat über mehrere monate einen regelrechten Kleinkrieg gegen eine Nachbarin geführt ... Anlass war eine Beschwerde wegen nächtlicher Ruhestörung.
"Normalerweise" (also für mich) sollte eine solche Situation doch in etwa so ablaufen.
Nachbar beschwert sich, man dreht die Musik oder den fernseher etwas leiser oder achtet eben darauf, dass die Gäste nicht zu viel krach machen (so habe ich bisher jedenfalls immer drauf reagiert, wenn mich Nachbarn gebeten haben, leiser zu sein).
In dem Fall wurde eine Geräuschmessung vorgenommen (per App auf dem Smartphone) und sofort ein Urteil zitiert, nach dem "Ruhestörung" erst bei 3 db mehr beginnt ... ich konnte es kaum fassen.
Letztlich hat genau diese Beharren auf dem Recht (auf einen Geräuschoutput von XY db), zu Streit im Haus geführt ... und ganz am ende eben zur Kündigung der ganzen Wohnung, weil der Mensch eben auch nicht alleine ausziehen wollte (bei einem Gemeinschaftsmietvertrag ein echtes Problem).
Viel Stress (für ALLE Beteligten), der hätte vermieden werden können, wenn den Leuten gegenseitige Rücksicht und Respekt nicht so scheißegal wären, solange sie sich im Recht glauben.
Es ist gut, diese Dinge kostenlos im Internet nachschlagen zu können (Gesetzestexte und Urteile), um sich einen ersten Überblick darüber zu verschaffen, bevor man zu einem Anwalt geht.
Auf das soziale Miteinander hat es nur leider keine besonders "schönen" Auswirkungen.